Orte

Die Insel Poel

„Hafenflair und Ostseestrand“

Ein verträumtes Fleckchen Erde, umgeben von blau schimmerndem Wasser und einzigartigen Naturschauplätzen liegt inmitten des Landschaftsdreieckes der Hansestädte Rostock, Wismar und Lübeck. Fast 40 Quadratkilometer grünes Land, umgeben von breiten Schilfgürteln und Salzwiesen, ragen hier stolz in die Ostsee hinein. Auf trockenem Wege ist das Ostseebad Insel Poel über einen Brückendamm erreichbar, der die „Breitling“ genannte Meerenge überquert. Die Slawen haben die Insel vor rund 1000 Jahren zuerst besiedelt und bezeichneten diese als „Flaches Land“. Dabei bietet die Insel in der Wismarbucht eine weitaus abwechslungsreichere Landschaft. Von den flach abfallenden Stränden an Nord- und Westküste bis hin zur schroffen Steilküste. Ähnlich vielseitig wie Umgebung, Flora und Fauna ist auch die Geschichte des Eilandes. Dieses wurde dank seiner strategisch vorteilhaften Lage vor der reichen Hansestadt Wismar über einige Jahrhunderte von diversen Kriegsherren, Fürsten- und Königshäusern besetzt. Heute leben in den 15 Örtchen knapp dreitausend Insulaner, die Hälfte von ihnen im Hauptort Kirchdorf. Das idyllische Dorf kann mit Booten bis zu zwei Metern Tiefgang durch einen fjordartigen Meeresarm namens Kirchsee direkt aus der Ostsee angesteuert werden. Der ganz ohne Molen sehr geschützte Sportboot- und Fischereihafen gilt als Geheimtipp unter Wassersportlern. Die romanisch- gotische Inselkirche aus dem 13. Jahrhundert, und die von alten Schlossmauern umgebene Freilichtbühne dienen ganzjährig als imposante Bühne für unterhaltsame Konzerte und Märkte.

mnpoelbruecke, Foto: KV Insel Poel@IMG_8198_Poel_Leg, Museum, Foto: Kurverwaltung Insel PoelLeuchtturm Timmendorf, Foto: KV Insel PoelIMG_8047 poel angler Tidorf, Foto: KV Insel PoelFahrradpause am Rapsfeld, Foto: KV Insel PoelIm Sommer finden sich die meisten Inselgäste an den Stränden von Gollwitz, Timmendorf, Hinter Wangern und dem Schwarzen Busch ein. Die verschiedenen Badeabschnitte erfüllen, auf elf Strandkilometer verteilt, die individuellen Ansprüche der Badegäste. Für Familien und Kinder eignen sich alle Strände der Insel. Denn diese fallen durchweg flach ab, erwärmen sich schnell und ermöglichen es auch den kleinen Wasserratten, weit in die Ostsee hinauszugehen. Der südlich gelegene Timmendorf- Strand wird durch ein ausgesprochen maritimes Flair geprägt. Zu Füßen der modernisierten Marina empfängt der traditionelle Leuchtturm aus dem Jahre 1871 Wassersportler, Fischer und Schiffsausflügler gleichermaßen. Sportarten wie Wasserski, Kite- Surfen oder Tauchen finden hier in der Saison und darüber hinaus ihre Anhänger. Am Schwarzen Busch erwartet den Gast eine herrliche Aussicht auf leuchtende Fährschiffe ebenso wie eine Vielzahl attraktiver Sportmöglichkeiten zu Wasser und Land. Aktuell entstanden in den beiden Orten Ferienhäuser im klassischen Reetdachstil, die den behaglichen Inselcharakter unterstreichen und beliebte Urlaubsdomizile sind. Absolute Idylle erleben die Besucher an den Naturstränden von Gollwitz und Hinter Wangern. Jeder Strand bietet dabei seine Besonderheiten, Wasser und Luft werden jedoch an allen Orten den höchsten Ansprüchen gerecht. Und das ist sicher auch ein Grund dafür, dass sich die Insel zu einem Eldorado seltener Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat. Die Natürlichkeit von Poel ist der eigentliche Inselschatz. Dazu zählen insbesondere die Salzwiesen mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Vor fast 100 Jahren wurde die kleine, im Norden vorgelagerte, Insel Langenwerder zum ersten Vogelschutzgebiet des Landes ernannt. Sie dient brütenden Seevögeln und durchziehenden Schwärmen, wie den Kranichen, als wichtiges Refugium. Während geführter Wanderungen und ornithologischer Exkursionen kommen Naturliebhaber genauso auf ihre Kosten wie Fossiliensammler und Bernsteinsucher. Und wer Poel nicht allein per Pedes erkunden möchte, der kann mit dem Rad oder auf dem Rücken eines Pferdes das Eiland für sich entdecken.

In850 Jahre Insel Poel, Logo für 2013, Quelle Kurverwaltung Insel Poelfos: Kurverwaltung, Information und Zimmervermittlung
Wismarsche Straße 2, 23999 Insel Poel
Telefon (03 84 25) 2 03 47 – Telefax (03 84 25) 40 43
www.insel-poel.de oder www.inselpoel.de , E-Mail: kurverwaltung@inselpoel.de

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Die Stadt Marlow und ihre Heimatstube

Die Stadt Marlow verdankt ihre Entstehung einer slawische Burg, die nach Grabungsfunden bereits im 9. Jahrhundert bestanden haben muss. Lediglich in der Altliteratur erwähnt ist eine Überlieferung, wonach „Fürst Heinrich Borwin seinem Ritter Heinrich von Bützow die Hälfte des Schlosses Marlow neben neun dazu belegten Dörfern und anderen Zubehörungen eingethan und geschenket, dagegen derselbige sich verpflichtet, das Land wieder zu culivieren und in guten Stand zu bringen.“ Als Stammesvorort der nördlichen Wilzenstämme erlangte Marlow im 12. und 13. Jahrhundert strategische Bedeutung als Grenzburg gegen Pommern und als Hauptort der „terra Marlow“ (später Vogtei). 1210 bestätigte eine Urkunde die Belehnung des Marlower Burgherrn, seiner Ehefrau und des Sohnes Thetlev. Während Marlow noch immer als „villa“ (Dorf) bezeichnet wird, begann man mit dem Bau der heutigen Stadtkirche. 1244 wurde sie geweiht und 1248 wurde für Marlow ein Geistlicher benannt. Die erste Entwicklung war sehr rege, stagnierte jedoch bereits am Ende des 13. Jahrhunderts, als die Vogtei ins benachbarte Sülze verlegt wurde. Die Saline dort wurde noch Jahrhunderte später als „salina de Marlowe“ bezeichnet.

Heimatstube Marlow, Foto: Joachim KloockHeimatstube Marlow, Foto: Joachim KloockRathaus der Stadt Marlow, Foto: Joachim KloockHeimatstube Marlow, Foto: Joachim KloockHeimatstube Marlow, Foto: Joachim Kloock

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Teil des Brunnens in Marlow, Foto: Joachim KloockStadt Marlow, Teil des Brunnens, Foto: Joachim KloockKirche in Marlow, Foto: Joachim KloockKirche in Marlow - Altaransicht -, Foto: Joachim KloockMarlow-Kirche-Blick auf Orgelempore, Fozo: Joachim Kloock

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Die Geschichte von Marlow als deutschrechtliche Stadt beginnt im späten 13. Jahrhundert. Das Jahr der Verleihung der Stadtrechte ist nicht überliefert. Jedoch wurde der Ort bereits 1298 „oppidum“ (Städtchen) bezeichnet. Eine Bestätigung des Lübischen Stadtrechts erfolgte erst 1459. Als Stadt gewann Marlow niemals überregionale Bedeutung und war bis zu den jüngsten Eingemeindungen eine der kleinsten Städte in Mecklenburg. (Auszug aus “Wikipedia) Im Gebäude der sanierten ”Alten Schule” von 1864 – der “Heimatstube” – sind in drei Räumen  verschiedene Exponate zu

• Ur- und Frühgeschichte

• Stadtgeschichte, besonders Schulgeschichte, Handwerk,  Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Vereinsleben, Fotodokumente

• Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen

zu besichtigen. Die Heimatstube bietet nach Voranmeldung Stadtführungen mit Kirchenbesichtigung oder den Besuch der Alten Burg aus der Zeit der slawischen Besiedelung an. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag jeweils 10.00 -12.00 Uhr und 13.00 bis 15.00 Uhr, bei Gruppenanmeldung unter 038221/42780 sind auch andere Termine möglich. Weitere Informationen unter http://www.stadtmarlow.de

Veröffentlicht 30. Januar 2013 von Martina Wichor