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Seebärin Daisy tippt auf einen Sieg unserer Mannschaft

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Seebärin Daisy, Foto: Joachim Kloock

Große Erleichterung im Rostocker Zoo und bei der Polizei. Seebärin Daisy (21) hat sich beim zweiten Zoo-Orakel gleich auf den deutschen Ball mit der Glückszahl 13 gestürzt und diesen sicher an Land bugsiert. Das kann nur einen Sieg am Vorabend des 800. Stadtgeburtstages von Rostock bedeuten! Eigentlich gibt es an der Entscheidung Daisys vor vielen Zeugen nichts zu rütteln. So wie vor kurzem beim Spiel gegen Mexiko. Da hatte das Rostocker Orakel-Wunder eine Niederlage „vorhergesagt“.

Vollen Einsatz haben bei Sturzregen Zookuratorin Antje Zimmermann (Einwurf Deutschland) und Polizeihauptkommissar Gunnar Hinrichs (Einwurf Schweden) gezeigt, die anschließend nicht weniger nass waren als die Robben. Für Daisy gab es reichlich Fisch als Belohnung. Antje Zimmermann und Polizeihauptkommissar Gunnar Hinrichs sind auch ansonsten ein eingespieltes Team und arbeiten in Sicherheitsfragen für den Rostocker Zoo eng zusammen. In der Hanse- und Universitätsstadt werden alle Funkstreifenwagen „Robbe“ genannt. Die Robbe ist damit fast so etwas wie das Wappentier der Rostocker Polizei. Für alle drei Vorrundenspiele sind deshalb die flinken südafrikanischen Taucher im Rostocker Zoo gemeinsam mit der Polizei in der „Orakel-Verantwortung“.

Das nächste Orakel für das dritte Vorrundenspiel findet am Montag, um 11.30 Uhr (25. Juni) im Rostocker Zoo bei den Seerobben statt.

Der Rostocker Zoo gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen Norddeutschlands. 2015 wurde er in seiner Kategorie (bis 1 Millionen Besucher) zumbesten Zoo Europas gewählt. Besonders gute Noten gab es für die Qualität der Tierhäuser und Gehege, für seine grüne Landschaft und Vegetation, das einzigartige zoologisch-botanische Ambiente sowie für die vielfältigen Bildungsangebote. Zudem wurde der Zoo mehrfach mit dem Gütesiegel „Familienfreundliche Einrichtung“ ausgezeichnet. An unseren Erfahrungsstationen und auf den Spielplätzen haben kleine und größere Besucher die Gelegenheit, sich auszuprobieren und auszutoben. Jede Menge Veranstaltungshighlights, öffentliche Schaufütterungen und tierische Erlebnisse runden das Angebot für die ganze Familie ab. Im Zoo Rostock gehen Sie auf Entdeckungsreise, begegnen exotischen Tieren und bewundern botanische Schätze. Im größten Zoo an der deutschen Ostseeküste verbringen Sie zu jeder Jahreszeit einen erlebnisreichen Tag. Gleichermaßen lädt die einmalige Parklandschaft zum Entspannen und Erholen ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Reduzierter Eintritt für Kinder zum 800. Stadtgeburtstag von Freitag bis Sonntag

zoo-03-06-2018-098Anlässlich des 800. Stadtgeburtstages am 24. Juni und des 38. Internationalen Hansetages an diesem Wochenende gelten vom Freitag, 22. bis zum Sonntag, 24. Juni für alle Kinder und Jugendlichen von vier bis 16 Jahren reduzierte Eintrittspreise im Rostocker Zoo. Statt 9,50 Uhr werden nur 6 Euro fällig. Bis vier Jahre ist generell freier Eintritt.

„Wir freuen uns über ein buntes und internationales Geburtstagswochenende sowie über viele Gäste und empfehlen auf jeden Fall eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Zoodirektor Udo Nagel.

Informationen: http://www.hansetag-rostock.com 

Bildunterschrift: Zum großen Geburtstagsfest der Stadt erwartet auch der Zoo viele Gäste. Foto: Kindertag am 3. Juni 2018, Joachim Kloock

Erstes Emu-Küken im Zoo Rostock geboren

In mehr als 40 Jahren Emu-Zucht gelang nun die Premiere

Erstes Emu-Küken im Zoo Rostock geboren, Foto: Joachim Kloock

Erstes Emu-Küken im Zoo Rostock geboren, Foto: Joachim Kloock

14.6.2018 – Es ist eine kleine Besonderheit, die sich den Besuchern und Mitarbeitern des Rostocker Zoos seit einigen Wochen bietet: Zum ersten Mal seit Beginn der Haltung von Emus im Jahr 1983 ist am 22. Mai 2018 ein Küken geschlüpft. Weshalb die Nachzucht bisher noch nie gelang, lässt sich nur mutmaßen. „Ein Grund für die schwierige Familienplanung bei diesen Laufvögeln könnte die ursprüngliche Heimat Australien sein. Emus sind die einzigen Vögel, die im Winter balzen und Eier legen. Kälte und Schnee sind aber keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brut“, erklärte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „Bei uns jedoch haben unsere Emus einen beheizbaren Stall zur Verfügung, so dass der Vater bei Temperaturen von mindestens 15°C brüten konnte.“ Eine andere Vermutung ist laut der Kuratorin, dass sich auch bei Emus „die Richtigen finden müssen“. Möglicherweise war die Henne aus diesem Grund mit ihrem vorherigen Partner, mit dem sie über vier Jahre zusammenlebte, nicht erfolgreich.

Kindererziehung ist Vatersache

Emus sind ganz besondere Tiere, denn bei dieser Vogelart ist es der Vater, der sich sowohl um das Ausbrüten der Eier als auch um die Kükenaufzucht kümmert.
„So ist es auch in unserem Fall – alles läuft daher völlig unproblematisch“, sagte die Kuratorin. Der fast dreijährige Max kam im August 2016 vom Niederrhein nach Rostock und passt ganz genau auf das kleine Küken auf, dem es sehr gut geht. Das Geschlecht ist zwar noch nicht bekannt, jedoch hat es seit seiner Geburt bereits etwa das Doppelte an Größe zugelegt. Der kleine Emu hat guten Appetit: Auf dem Speiseplan stehen Obst, beispielsweise Äpfel und Birnen, Gemüse wie Salat, Gurke, Möhre oder gekochter Brokkoli und Pellets. Inzwischen pickt das Küken auch schon Gräser von der Anlage oder kleine Insekten, die es findet. Das Muttertier Speedy lebt bereits seit 2011 im Zoo Rostock und schlüpfte vor 16 Jahren im Tiergarten Nürnberg. Für Speedy wie auch Papa Max ist es nicht nur das erste Küken in ihrem derzeitigen Zuhause, sondern der erste Nachwuchs überhaupt. Da die Aufzucht nun Sache des Vaters ist, lebt Speedy mit den Bennett-Kängurus auf der Anlage, während Max und Emu-Küken auf eine Hälfte des Wildhund-Geheges umgezogen sind, natürlich getrennt von den eigentlichen Bewohnern. Dort kann er sich in aller Ruhe der Kindererziehung annehmen, bis der Emu-Nachwuchs dann mit etwa einem Jahr ausgewachsen ist und im zweiten bis dritten Lebensjahr geschlechtsreif wird. „Wir sind sehr stolz auf diese Premiere und sind guter Dinge, dass die Aufzucht weiterhin so super läuft“, freute sich Antje Zimmermann.

HINTERGRUND

Im Juli 1983 konnte der Vogelbestand im Zoo Rostock durch zwei bizarre Gestalten der Buschsteppe Australiens erweitert werden: Zwei Emus trafen aus der damaligen BRD ein. Das heutige Pärchen, Speedy und Max, lebt zusammen mit den Bennett-Kängurus in einer Wohngemeinschaft. Wie auf vielen anderen Anlagen im Zoo auch, kommt hier das Konzept der Vergesellschaftung zum Tragen. Dies bietet für die unterschiedlichen Tierarten die Möglichkeit, ihr Leben anspruchsvoll zu gestalten. Die Begegnung verschiedener Tiere schafft reichlich Abwechslung und stellt neue Ansprüche an das Verhalten der Tiere. Voraussetzung ist aber natürlich, dass keine der Arten von der Wohnsituation Schaden nimmt. Daher werden nur Tiere zusammengebracht, die in ihrem ursprünglichen Herkunftsort den gleichen Lebensraum oder geografischen Raum teilen, wie im Fall der Emus und Kängurus die Heimat Australien.

Zoo-Orakel: Schwieriger Auftakt gegen Mexiko

Seebärin Daisy holt Mexiko-Ball zuerst aus dem Wasser

Wird Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft den WM-Titel von 2014 in Russland verteidigen? Es könnte zumindest ein schwieriger Auftakt werden, da die erfahrene Seebärin Daisy (21) keinen klaren Sieg für das eigene Team sieht. Sie hat heute zuerst den Mexiko-Ball aus dem Wasser geholt. Daisy lag noch nie daneben und hat vor vier Jahren den Titelgewinn der DFB-Mannschaft bei der Fußball-WM in Brasilien zielsicher vorher orakelt. „Ein Glück, es ist nur ein Vorrundenspiel“, sagte Zoodirektor Udo Nagel, der seine Seebären kennt und auf ein Unentschieden tippt.

Die exzellente Ballkünstlerin Daisy und unsere Glücksbringerin für die Fußball-WM, die am Donnerstag in Russland startet, hat in diesem Jahr tatkräftige Verstärkung beim Orakel-Marathon vom Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Michael Ebert, bekommen. Der Polizeichef hat die beiden Bälle ins Wasser geworfen – weiß mit der Deutschland-Flagge und der Glückszahl 13 und blau für den ersten Gegner Mexiko, allerdings mit dem nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnis, dass sich Daisy zunächst den Mexiko-Ball geschnappt und ins Trockene gebracht hat. Warum die Polizei mit eingreift, das hat einen guten Grund. Schließlich werden die Funkstreifenwagen in Rostock „Robbe“ genannt. Am Sonntag wird sich zeigen, ob Daisy auch mit Polizeiverstärkung in diesem Jahr richtig liegt. Anstoß ist um 17.00 Uhr im Stadion Luschniki in Moskau.

Bild 08: Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Michael Ebert, hat die beiden Bälle ins Wasser geworfen. Was bedeutet es nun, dass Daisy den Mexiko-Ball zuerst aus dem Wasser geholt und stolz an den Polizeichef übergeben hat? Die Tierpfleger Lars Purbst und Pauline Vetterick hatten natürlich auf den weißen Ball gehofft. Foto: Joachim Kloock

Übrigens: Das Orakel erscheint immer dann auf „MV Zeitnah“, wenn das Deutschlandspiel ansteht, also aufpassen!

 

Akiak und Noria – ein sanfter Riese mit Rostocker Wurzeln und eine neugierige Entdeckerin

Der ganze Zoo freut sich auf die Rückkehr der Eisbären

Vorstellung-Eisbären4.6.2018 – Fast zwei eisbärenfreie Jahre nähern sich ihrem Ende, sehr zur Freude der Mitarbeiter des Rostocker Zoos. Diese fiebern der Ankunft des jungen Eisbärenpärchen Ende August entgegen und dann werden vermutlich alte Erinnerungen geweckt. Der nur wenige Tage vor Fiete am 22. November 2014 in Rhenen (Niederlande) geborene Akiak ist ein Enkel der legendären Rostocker Eisbären Churchill (28.11.1979 in Rostock – 26.10.2013 in Rostock) und Vienna (29.11.1988 in Wien – 13.01.2018in La Palmyre). Seine zunächst noch Spielgefährtin und spätere Partnerin ist die am 21. November 2015 im Zoo Brno in Tschechien geborene Noria. Derzeit bemüht sich der Zoo noch um ein weiteres Weibchen. „Wir sind sehr glücklich über unsere neuen Eisbären“, betonte Zookuratorin Antje Zimmermann. „Akiak und Noria werden die ersten arktischen Bewohner des POLARIUMs sein. Mit der Ankunft aus dem niederländischen Zoo in Rhenen und aus dem tschechischen Brno rechnen wir Mitte bis Ende August.“ „Der Rostocker Zoo trägt spürbar zur touristischen Entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock bei. Auch in der Vor- und Nachsaison werden den Gästen attraktive Freizeitaktivitäten geboten. Mit dem POLARIUM entsteht in Rostock ein weiterer Besuchermagnet, der weit über Grenzen Rostocks hinaus strahlen wird“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Akiak, der verspielte „funny guy“ und Noria, etwas scheu und doch neckisch

Nicht nur die Großeltern, auch Akiaks Vater ist ein Rostocker, nämlich der am 18. Dezember 1998 im Rostocker Zoo geborene Victor. Seine Mutter Freedom kam am 6. Dezember 2001 in Kolmarden in Schweden zur Welt. Akiak wird von seinen holländischen Tierpflegern als sehr relaxter, sozialer und verspielter „funny guy“ beschrieben. Er habe optisch wie auch vom Verhalten große Ähnlichkeit mit seinem Vater Victor. Somit wird ein sanfter Riese mit Rostocker Wurzeln als erster männlicher Eisbär in das neu erbaute POLARIUM einziehen. Norias Vater Umca stammt aus Alma-Ata in Kasachstan, wo er am 15. November 1998 geboren wurde. Ihre Mutter Kora erblickte am 27. November 1998 in St. Petersburg in Russland das Licht der Welt. Noria war von Geburt an eine sehr neugierige kleine Eisbärin. So kam sie früher aus der Wurfbox, als selbst erfahrene Tierpfleger es je erlebt hatten. Ihren „Entdeckergeist“ hat Noria behalten, denn obwohl sie gegenüber ihren Pflegern eher zurückhaltend ist, überwiegt immer ihre Neugier, wenn es ein neues Spielzeug oder Beschäftigung gibt. Noria liebt es, ihre Pfleger zu ärgern, indem sie zum Beispiel in das Wasserbecken springt, um die Pfleger nass zu spritzen, wenn diese am Gehege entlang gehen. Ein besonderes Merkmal von Noria ist ihre leicht krumme Nase, wie sie auch ihre Mutter und ihre Geschwister haben. Eisbären werden mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif, wobei die Geschlechtsreife bei weiblichen Tieren etwas eher eintritt. „Mit 3 ½ und 2 ½ Jahren haben Akiak und Noria also noch etwas Zeit, sich und ihr neues Zuhause kennenzulernen, bevor sie eine Familie gründen“, so Antje Zimmermann.

Unerwartete Mehrkosten – Wirtschaftsministerium unterstützt den Neubau nochmals

Zoodirektor Udo Nagel informierte heute auch, dass das Wirtschaftsministerium dem Zoo hilft, unerwartete Mehrkosten beim Neubau aufzufangen. „Heute ist im doppelten Sinne ein guter Tag für unseren Zoo“, so Nagel. „Zum einen, weil wir nun wissen, welche Eisbären nach Rostock kommen und zum anderen, weil uns das Wirtschaftsministerium mit einer weiteren Zuwendung hilft, die entstandenen höheren Kosten decken zu können. Wir sind über diese Unterstützung sehr erleichtert.“ Die Mehrkosten für das POLARIUM belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird davon voraussichtlich rund 1,7 Millionen Euro übernehmen. Gründe hierfür sind unter anderem erhöhte Ausschreibungsergebnisse einzelner Vergabeverfahren und damit verbunden auch wachsende Materialkosten im Baugeschehen sowie unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Einbeziehung des alten Baubestandes. Damit belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf 14,21 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 11,6 Millionen Euro. „Der Rostocker Zoo konnte nachweisen, dass die entstandenen Mehrkosten beim POLARIUM unabweisbar sind und unvorhersehbar waren. Deshalb müssen wir helfen. Jeden vierten Euro der Mehrkosten muss der Zoo tragen. Entscheidend ist, dass das entsprechende Internationale Zuchtbuch in Rostock bleiben kann und die ausgezeichnete Arbeit des Zoos mit seiner weit überregionalen Ausstrahlung unverändert erlebbar bleibt. Das Wappentier des Rostocker Zoos ist der Eisbär. Das POLARIUM wird helfen, unserer auch daraus erwachsenden hohen Verantwortung professionell und weit beachtet auch zukünftig gerecht zu werden“, so Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph. Die Bauarbeiten auf der Bärenburg liegen indes im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten des Gesamtprojektes sind zu 90 Prozent abgeschlossen. Der Innenausbau der technischen Gebäudeausrüstung läuft auf Hochtouren und macht große Fortschritte. Im Bereich der Pinguinanlage nimmt der Kunstfelsen schon deutliche Konturen an; dort sind die Landschaftsbauarbeiten im vollen Gange. „Nach aktuellem Stand kann der geplante Eröffnungstermin im September gehalten werden“, unterstrich der Zoodirektor.

Bildunterschrift: Lüfteten heute das Geheimnis, wer die ersten Bewohner im POLARIUM sind: Zoodirektor Udo Nagel (li.), Kuratorin Antje Zimmermann und Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. Foto: Joachim Kloock

We are a family – sieben Greifen für den Rostocker Zoo zum 800. Stadtgeburtstag

Oberbürgermeister, Zoodirektor und Künstler tauften die legendären Fabelwesen auf die Namen Rock, Odit, Salem, Terak, Orak, Calfa und Kiara

Das große Kindertagfest bot heute den schönsten Rahmen für eine große Willkommensparty. Oberbürgermeister Roland Methling, Zoodirektor Udo Nagel und der Künstler Ené Slawow alias ENEOS haben die neue Greifen-Familie im Rostocker Zoo enthüllt und die einzelnen Familienmitglieder getauft. Die vom Rostocker ENEOS geschaffene Figurengruppe aus Bronze ist anlässlich des 800. Stadtgeburtstags von Rostock in den Zoo eingezogen und nun Teil der Skulpturensammlung auf dem Tierparkgelände. Die sieben Fabelwesen treffen die Zoobesucher auf ihrem Weg zu den Schneeziegen und der Voliere mit den Roten Sichlern hinter dem Regenwaldpavillon im historischen Zooteil. „Wir waren von der Idee der Greifen-Familie von Anfang an begeistert, da sie die Verbundenheit zur Stadt mit starker Symbolik darstellt. Wir sind aber auch die ersten, die voller Stolz die ersten Jungtiere überhaupt dieser historischen Population präsentieren dürfen“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Wir danken der Firma Sonnenschutz.de-B1 AG für die großzügige Unterstützung, so dass wir das Projekt gemeinsam verwirklichen konnten.“

Kraftvoller Beschützer von Rostock 

Auch Oberbürgermeister Roland Methling freute sich über das eindrucksvolle und wertvolle Kunstwerk. Es bereichere nicht nur den Zoo als traditionelle Kunststätte, sondern die ganze Stadt im 800. Jubiläumsjahr und ist eine schöne Ergänzung zu den Greifen am Steintor. „Rostock ist in der Geschichte und Gegenwart von Greifen geprägt, als Wesen mit Kraft und Tatendrang – Eigenschaften, die auch unsere Stadt prägen“, so das Stadtoberhaupt. Ené Slawow hatte bereits die beiden stattlichen Greifen-Plastiken am Steintor gefertigt. „Ich fand es irgendwann aber als Familienvater traurig, dass sie keine Kinder haben und so entstand der erste Junggreif und nach und nach weitere, bis die magische Rostocker Sieben voll war“, so der Künstler. „‘We are a family‘ war mein Gedanke, die auch so perfekt zu unserem großartigen 800. Jubiläumsjahr und den Rostockern passt.“ Die Gruppe besteht aus einem Vater- und einem Muttertier und fünf Junggreifen. Der Künstler hat die sieben Greifen in seinem Atelier in Thailand aus Bronze gegossen und mit einer speziellen Patina versehen. Er hat sich bei der mehrmonatigen Arbeit die Namen ausgedacht und mit dem Rostocker Legendenforscher Dr. Hartmut Schmied abgestimmt. Anfang Mai wurden die sieben Greifen mit dem Schiff in die Hanse- und Universitätsstadt gebracht und im Zoo aufgebaut. Die Elterntiere sind 1,20 Meter hoch und über 200 kg schwer, der Nachwuchs bringt es auf maximal knapp einen Meter und bis zu 100 kg.

Als Mischwesen setzt sich der Greif aus einem Adler mit Pferdeohren und dem (eierlegenden) Hinterteil eines Löwen zusammen. Er ist Beherrscher der Erde und der Lüfte und damit ein königliches Symbol. Der Rostocker Greif geht auf eine Jahrhundert alte Geschichte zurück. Einst Siegel der damaligen Herren von Rostock und des früheren Fürstentums wurde der Greif im 18. Jahrhundert zum Symbol des Rostocker Stadtwappens. Seitdem dient der Greif in seiner kraftvollen und herrschaftlichen Anmutung nicht nur als mythisches Schutztier der Stadt, sondern schmückt Fassaden, Schilder und Reliefs in der traditionsreichen Hafenstadt. Ené Slawow alias ENEOS ist seit 1990 freischaffender Künstler und Bildhauer in Rostock, arbeitet aber gut die Hälfte des Jahres in Thailand. Aufmerksame Beobachter finden die Spuren des gebürtigen Malchiners überall im Land, beispielsweise die Skulptur „Esperanza“ als Wahrzeichen auf der Mittelmole in Rostock-Warnemünde, den „Alten Fritz/Friedrich der Große” im Ostseebad Zingst oder die „Sonnenbadende“ im Ostseebad Karlshagen. Aber auch international ist ENEOS unterwegs, unter anderem bei der Formel 1 Weltmeisterschaft in Abu Dhabi mit einer 4,50 Meter großen Pferdeplastik oder demnächst mit Skulpturen für die Art Basel in Miami mit seinem Künstlerfreund ROCKETBYZ.

Bild 16: Oberbürgermeister Roland Methling (2.v.re.), Zoodirektor Udo Nagel (re.) und der Künstler Ené Slawow alias ENEOS (3.v.li.) mit seinem Sohn bei der Taufe von Rock, dem Greifen-Vater, hier mit Sponsor Mike Schieferdecker von der Firma Sonnenschutz.de-B1 AG und Hanna Hecht vom Rostocker Zoo-Juniorteam. Alle sieben Greifen haben jetzt einen Namen. Foto: Joachim Kloock

Zu Gast hinter den Kulissen des POLARIUM’s im Zoo Rostock

Vorfreude auf ein weiteres neues touristisches Highlight in Rostock

Beim 13. Tourismusfrühstück von Rostock Marketing trafen sich heute rund 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und der Tourismusbranche im Rostocker Zoo. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Eröffnung des POLARIUM und die Bedeutung der neuen Besucherattraktion für die touristische Angebotsvielfalt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

29.5.2018 – „2011 fand unser erstes Tourismusfrühstück im Rostocker Zoo zum DARWINEUM statt. Wir freuen uns, dass wir rund sieben Jahre später wieder im Zoo zu Gast sind und dieses Mal das POLARIUM im Fokus stehen wird“, so Matthias Fromm, Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor. „Rostock gewinnt mit dem POLARIUM im Rostocker Zoo einen weiteren Höhepunkt für Besucher, welcher eine hervorragende Ergänzung zu den vorhandenen touristischen Angeboten darstellt. An 365 Tagen im Jahr öffnet der Rostocker Zoo die Türen zu den Erlebniszentren DARWINEUM und POLARIUM, wo es für Gäste aus dem In- und Ausland und für Tagesgäste wetterunabhängig vieles zu erleben und zu entdecken gibt. Wir Touristiker freuen uns, dass Rostock mit der Eröffnung des POLARIUM eine sehr schöne weitere Attraktion für die Nebensaison zu bieten hat“, so Fromm weiter. Im Anschluss an das Tourismusfrühstück ermöglichte Kuratorin Antje Zimmermann einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der POLARIUM-Baustelle und die Gäste konnten sich vom aktuellen Baufortschritt überzeugen.

Neue Impulse und Anreize für Besucher von Rostock

Mit dem großen Richtfest am 4. Mai 2018 wurde die letzte Phase des Neubauprojektes eingeleitet. Vor den Firmen liegen noch die restlichen Rohbauarbeiten, die Gestaltung der Außengehege mit Kunstfelsen, der Innenausbau und die Installation der Besucherausstellung und des Schaubereiches der Meereswelten. „Mit dem POLARIUM setzen wir unseren Kurs eines modernen Zoos der Zukunft fort. Durch die Weiterentwicklung bieten wir neue, fortschrittliche Edutainment-Konzepte mit pädagogischem und artgerechtem Ansatz und vermitteln dem Besucher auf unterhaltsame Art und Weise gelebten Natur- und Artenschutz“, erklärt Kuratorin Antje Zimmermann. Der Erfolg der Erweiterung des Zoos um interaktive Lern- und Erlebnisbereiche zeigte sich bereits mit dem 2012 eröffneten DARWINEUM und der Auszeichnung des Rostocker Zoos im Jahr 2015 als „Bester Zoo Europas“ in der Kategorie II mit über 500.000 Besuchern.

Erlebnisreise von Pol zu Pol  Im besten Zoo Europas (Kategorie II über 500.000 Besucher) entsteht eine neue Besucherattraktion für den König der Arktis. Nach dem Evolutionsmuseum DARWINEUM eröffnet im Spätsommer 2018 eine zweite Erlebnisbildungslandschaft, das POLARIUM. Die Anlage ist im historischen Teil des Zoos integriert und enthält ein großes Revier für die Eisbären mit einsehbaren Tauchbecken sowie einem Freigehege für eine Pinguin-Kolonie. Dazu kommen ein moderner Aquaristik-Bereich mit Quallenkreiseln und ein interaktives Besucherzentrum, in dem über polare Lebensräume und ihre Bewohner informiert wird. Dort sollen die Besucher das Gefühl erhalten, in eine andere Welt mit vielerlei Naturextremen einzutauchen. Wer das POLARIUM betritt, geht auf eine Erlebnisreise von Pol zu Pol, vom Lebensraum der Eisbären am Nordpol bis zum südpolaren Verbreitungsgebiet der Pinguine. Die Eröffnung ist im September 2018 geplant.