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Frühlingsfest im Zoo Rostock am 1. Mai 2019

Am 1. Mai findet das alljährliche Frühlingsfest im Zoo Rostock statt und die Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Programm mit viel Spiel, Spaß und Musik.

Frühlingsfest 2014, Foto: Joachim Kloock

Frühlingsfest, Foto: Joachim Kloock

Das Frühlingsfest beginnt am 1. Mai 2019 um 9 Uhr mit dem traditionellen Saisonstart der Zooimkerei. Während des Sommers haben die Gäste des Zoos am Bienenwagen dann wieder die Gelegenheit, viel Interessantes über die emsigen Bienen zu lernen und die Tiere zu beobachten. In direkter Nachbarschaft am Atelier Natur beginnt anschließend die große Kinderwagenparade durch den Zoo. Gemeinsam mit dem Landespolizeiorchester geht es um 10:30 Uhr los. Alle Besucherinnen und Besucher, die mit Kinderwagen in den Zoo kommen, zahlen von 9:00 – 10:30 Uhr nur den Kindereintrittspreis. Um 13 Uhr wird dann das Foto des Jahres enthüllt. Motto des Wettbewerbs war im vergangenen Jahr „Tiere im und am Wasser“. Auf dem Veranstaltungsplatz sorgt Radio Teddy von 10 bis 16 Uhr für Stimmung. Mit Kinderschminken, Ponyreiten, Glücksrad, Malstation, dem Basteln von Frühlingsdekorationen und vielem mehr gibt es hier alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt.

Programm zum Frühlingsfest:

  • 09:00 Uhr: Saisonstart der Zooimkerei
  • 10:00 Uhr: Treff zur Kinderwagenparade am Atelier Natur
  • 10:30 Uhr: Beginn der Kinderwagenparade mit dem Landespolizeiorchester
  • 13:00 Uhr: Enthüllung des Fotos des Jahres 2018
  • 14:00 Uhr: Tiere hautnah
  • 10:00 – 16:00 Uhr: Ponyreiten, Frühlingsdeko basteln, Quiz und Kräutersalz herstellen mit dem IGA-Park, Glückrad, Mal- und Bastelstation mit Radio Teddy, Selbsterzeugerstände mit regionalen Produkten vom Großmarkt Rostock, Rehahundeschule Cammin uvm.
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Ostern 2019: Tierische Olympiade im Zoo Rostock

Ostern 2019: Tierische Olympiade, Rostocks „Top Sheep Model“, Tierpfleger-Schnupperkurse und Tropenexpeditionen – die Osterferien können kommen
Tierische_Olympiade-2018_Foto_Joachim_Kloock-02Die Osterferien vom 15. bis 24. April rücken immer näher und bleiben in diesem Jahr hoffentlich sturm- und schneefrei. Denn auch der Rostocker Zoo hat sich wieder einiges einfallen lassen, um den Ferienkindern und ihren Familien viele spannende Aktionen im österlichen Zoo zu bieten.  Am 21. und 22. April findet zum zweiten Mal in Kooperation mit der AOK Nordost die Tierische Olympiade statt. Die Premiere im vergangenen Jahr, die aufgrund des Wintereinbruchs im Mai nachgeholt werden musste, ist auf eine große Resonanz und Begeisterung gestoßen. Darüber hinaus bietet der Zoo im Rahmen des Ferienprogramms viele zusätzliche Termine für den beliebten Tierpfleger-Schnupperkurs und die abendlichen Tropenexpeditionen im Darwineum an (Anmeldung unter 0381-2082179). Zudem können alle Zoobesucher unter 80 fantasiereich gestalteten und im Zoo ausgestellten Wolkenschafen ihr „Top Sheep Model“ wählen, welches nach den Ferien prämiert wird.

Oster-Rallye mit zehn Stationen und Gewinnspiel

Am Ostersonntag und Ostermontag (21./22. April) wird es wieder sportlich im Zoo: Zusammen mit dem Gesundheitspartner AOK Nordost und der Hanseatischen Eventagentur lädt der Rostocker Zoo von 11 bis 16 Uhr unter dem Motto „Tierisch fit – mach mit!“ zu einer Tierischen Olympiade ein. An insgesamt zehn Stationen, die im ganzen Zoo verteilt sind, erfahren die Besucher spannende Fakten über herausragende Leistungen in der Tierwelt. Kleine und große Zoobesucher können ihre Fähigkeiten und ihr Geschick am Beispiel der tierischen Vorbilder testen. Da geht es ums Balancieren, Sprinten und Hüpfen, aber auch um Geschicklichkeit, Gefühl und Teamgeist. Die Tierische Olympiade soll vor allem die kleinen Zoobesucher mit Spaß zur Bewegung in der Natur animieren sowie alle Gäste zu Wettkämpfen mit den tierischen Stars herausfordern. Auch in diesem Jahr gibt es bei der Oster-Rallye für alle Teilnehmer die Möglichkeit, attraktive Preise zu gewinnen, wenn möglichst viele Stationen absolviert werden. So verlosen der Zoo und die AOK Nordost zehn Activity-Tracker, Karten für die Zoo-Nacht am 28. September sowie Tickets für ein Heimspiel des F.C. Hansa Rostock und der Rostocker Seawolves. Rallyebögen mit Lageplan zu den einzelnen Standorten gibt es an den Kassen.

Wer hat das schönste Schaf gestaltet?

Von Station zu Station oder einfach beim entspannten Spaziergang durch den Zoo können die Zoobesucher gleich nach dem schönsten Osterschaf Ausschau halten und für ihren Favoriten abstimmen. 80 ursprünglich weiße Wolkenschafe wurden von Mädchen und Jungen aus den Kitas und Schulen aus Rostock und Umgebung kreativ bearbeitet und im Zoo ausgestellt. Auf einer Abstimmungskarte, die an den Kassen ausgeteilt wird, können die Rostocker und Gäste der Stadt ihr „Top Sheep Model“ wählen. Am 29. April werden Vertreter des Zoos, der Kunsthalle und von PLAKATDIGITAL den Sieger küren, den eine Überraschung erwartet.  Die große Osterwolkenschafe-Challenge geht auf die gemeinsame Aktion mit dem Rostocker Unternehmer Dr. Harald Lochotzke und PLAKATDIGITAL „tierisch glücklich Rostock“ zum 120. Zoogeburtstag zurück. Unübersehbar werben weitere Tiere der Welt in der gesamten Hanse- und Universitätsstadt für das besondere Zoojubiläum des ältesten Tierparks an der Ostseeküste.

Bildunterschrift: Viele Besucher in allen Altersgruppen testeten im vergangenen Jahr ihre Geschicklichkeit an den verschiedenen Stationen, wie Schubkarrenrennen, Balancieren oder Spurenlesen. Auch in diesem Jahr soll die Tierische Olympiade zu Höchstleistungen, aber vor allem zu Spaß an der Bewegung animieren. Foto: Joachim Kloock

Sonderschau „Rostocks Tierwesen“ im Zoologischen Institut der Universität Rostock eröffnet

Rostocks legendäre Elefantendame Sara ist im Großtier-Präparatesaal zu sehen

Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck und Zoodirektor Udo Nagel haben heute Abend gemeinsam mit dem Kustos der Zoologischen Sammlung, PD Dr. Andreas Bick, und Studierenden des Masterstudienganges „Integrative Zoologie“ die Sonderschau „Rostocks Tierwesen“ eröffnet. Die Ausstellung kann für ein Jahr montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr im Zoologischen Institut der Uni Rostock kostenfrei besucht werden. Bereits zwei Wochen zuvor fiel der Startschuss für die Ausstellung „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“ im Darwineum des Rostocker Zoos. Die beiden Expositionen sind Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo.

„Die Ausstellungen sind ein beeindruckender Beitrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit ihrem Institut für Biowissenschaften zum Universitätsjubiläum und Zoogeburtstag“, betonte der Rektor auf der Eröffnungsveranstaltung und bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten. „Wer der Innenstadt von Rostock einen Besuch abstattet, sollte unbedingt einen Abstecher in die Zoologische Sammlung mit einplanen“, empfiehlt Schareck. Das sieht auch Zoodirektor Udo Nagel so. „Die Studierenden haben sich spannenden Aspekten der Zooentwicklung aus 120 Jahren gewidmet und so eine sehenswerte Sonderschau mit viel Hintergrundwissen auf die Beine gestellt. Ein Muss für alle Tier- und Zoofreunde.“ Die Konzeption und Umsetzung eines zoologischen Themas in einer Sonderausstellung ist traditioneller Bestandteil des Wahlpflichtmoduls „Arbeit an naturkundlichen Museen“ in diesem Masterstudiengang.

Zoowissen anschaulich dargestellt

Im Ausstellungsraum im Zoologischen Institut können anhand von 14 Schauvitrinen „Rostocks Tierwesen“ erkundet werden. Unter anderem sind Modelle von der historischen Huftieranlage zu sehen, die sowohl den ursprünglichen Zustand als auch die modernisierte Anlage im Vergleich zeigen. In der Sonderschau geht es zudem um Tiere, die nur sehr schwer oder gar nicht im Zoo zu halten sind, um die meist unsichtbaren „Untermieter“ des Tierparks,  um die Vergesellschaftung von Tieren und vom Aussterben bedrohte und seltene Arten, die Gestaltung von naturnahen Gehegen und nicht zuletzt um die Ernährung der Zoobewohner. Beleuchtet werden ebenfalls Artenschutzprojekte des Rostocker Zoos, die Arbeit der vor 52 Jahren gegründeten Zooschule und des Rostocker Zoovereins, bei dem sich engagierte Menschen aktiv einbringen können. Mit der Eröffnung der einjährigen Sonderausstellung im Zoologischen Institut am Universitätsplatz 2 ist nun auch wieder die Besichtigung des Großtier-Präparatesaales möglich. Dort hat Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Der Publikumsliebling im Rostocker Zoo starb 2013 im stattlichen Alter von 51 Jahren. Die Besucher können sich jetzt selbst ganz nah ein Bild vom eindrucksvollen Körperbau und der Anatomie eines Elefanten machen.

Bild 01: Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, hat in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Foto: Joachim Kloock

Bild 02: Masterstudienganges Integrative Zoologie, Johanna Seegel mit einem Fischotter aus dem Rostocker Zoo von 1961, Foto: Joachim Kloock

Die Fortbewegung der Wirbeltiere – Zoo und Universität haben die erste gemeinsame Ausstellung im Jubiläumsjahr eröffnet

Die Schau im Darwineum zeigt, was ansonsten im Zoo nicht zu sehen ist

Zoodirektor Udo Nagel und der Kustos der Zoologischen Sammlung, PD Dr. Andreas Bick, haben heute gemeinsam mit den Studierenden des Masterstudiengangs „Integrative Zoologie“ an der Universität Rostock die Ausstellung „Durchschaut – Die Fortbewegung der Wirbeltiere“ im Darwineum eröffnet. Verschiedene Tierskelette aus dem Anatomischen und dem Zoologischen Institut sowie weitere Exponate sollen Antworten auf die Fragen geben, warum bestimmte Tiere so schnell laufen, so gut klettern oder so weit springen können. „Die Ausstellung ist eine echte Bereicherung für unser Darwineum“, lobte Zoodirektor Udo Nagel die Arbeit der Studierenden. „Das Gute dabei ist, von dem Geschenk der Uni zu unserem 120. Geburtstag haben alle Besucher etwas, da sie in der Ausstellung viele interessante Details zur Fortbewegung der Tiere erfahren.“ „Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten“, sagte Kustos PDDr. Andreas Bick. „Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Das war der Ansatz der Ausstellung, dem unsere Studierenden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern aus dem Zoo nachgegangen sind.“

Zu bewundern sind unter anderem Skelette von unterschiedlichen Wirbeltieren, wie die von Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe. Auch das Deutsche Meeresmuseum Stralsund und das Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Universität Jena haben Exponate für die Ausstellung im Darwineum beigesteuert, so beispielsweise Röntgenbilder und Videos von Tieren in Bewegung. Die Ausstellung ist für ein Jahr im Spiegelsaal des Darwineums zu sehen. Im kommenden Jahr werden die aus dem Anatomischen Institut stammenden Ausstellungsstücke aufgrund von Platzmangel nicht mehr dorthin zurückkehren, sondern in der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock dauerhaft zu sehen sein. Die Exposition ist Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag.

Bildunterschrift: Die Studentinnen Jacqueline Fischer (li./27) und Tabea Gottschalk (23) am Flusspferd-Skelett. Beide haben an der Ausstellung mitgewirkt. Zoodirektor Udo Nagel (li.) war begeistert von dem Engagement der Masterstudenten und der Ausstellung, hier mit Jacqueline Fischer (v.li.), Tabea Gottschalk, PD Dr. Andreas Bick und Prof. Ragnar Kinzelbach vom Institut für Biowissenschaften. Fotos: Joachim Kloock

Frühblüher für den Zoo – Pflanz-eine-Blume-Tag am 12. März

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Schneeglöckchen, Foto: Joachim Kloock

Alljährlich am 12. März findet weltweit der Pflanz-eine-Blume-Tag statt. Dieser soll auch im Zoo Rostock begangen werden. Anlass ist der 120. Geburtstag des Zoos. Im Jubiläumsjahr steht jeder Monat unter einem bestimmten Motto, dem sich verschiedene Veranstaltungen und Aktionen widmen. Im März heißt es „Zoo schützenswert“.

Wie es der Titel bereits verrät, geht es bei diesem außergewöhnlichen „Feiertag“ schlicht darum, eine Blume zu pflanzen. An dieser Aktion möchte sich auch der Zoo Rostock beteiligen und ruft seine Besucherinnen und Besucher deshalb dazu auf, Frühblüher in den Zoo zu bringen. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr sind am 12. März beide Zooeingänge geöffnet. Alle Zoogäste, die eine Blume dabei haben, können diese am Dahlienquartier bzw. am Darwineum abgeben, wo sie von den Gärtnerinnen und Gärtnern des Zoos direkt eingepflanzt werden. Folgende Blumen (bitte keine Blumensamen abgeben) eignen sich besonders zum Bepflanzen der Beete am Dahlienquartier und einer Blumenpyramide am Darwineum: Stiefmütterchen, Hornveilchen, Tausendschönchen, Primeln, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Leberblümchen, Tulpen, Blausternchen, Perlhyazinthen, Märzbecher oder Schneeglöckchen. Am Ende des Tages soll eine bunte Blütenpracht den Zoo schmücken.

Erheiternde Führung durch die Welt der Tiere am Frauentag

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Eisbär Sizzel, Foto: Joachim Kloock

Am 8. März gibt es im Zoo Rostock eine besondere Frauentagsführung. Auf dem heiteren Rundgang durch den Zoo gibt es viele interessante, lustige und teils skurrile Geschichten rund um die Zoobewohner und das Zusammenleben von Männchen und Weibchen in der Welt der Tiere.

Bei den Vögeln putzen sich die Männchen zumeist richtig heraus und setzen auf ein auffälliges Federkleid. Mit außergewöhnlichen Tänzen und Choreografien, aufwendig gebauten Nestern und vielen anderen Tricks versuchen sie, ihre Auserwählte von sich zu überzeugen. Die Damen halten sich hier eher zurück

Gut an ihren Lebensraum angepasst, bekommen Eisbären keine kalten Füße. Um nicht zu frieren, haben sie ein bisschen mehr auf den Rippen. Diese Reserven sind besonders für junge Mütter wichtig, die sich ganz ohne väterliche Unterstützung um den Nachwuchs kümmern. Während der ersten Monate verlassen sie die Wurfhöhle nicht und fressen in dieser Zeit auch nichts.

Viele interessante Geschichten über aufopferungsvolle Mütter, das Liebeswerben der Zoobewohner, das Zusammenleben von Männchen und Weibchen in der Tierwelt und vieles mehr erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser besonderen Führung zum Frauentag am 8. März 2019. Die Führung beginnt um 10 Uhr am Eingang Trotzenburg. Alle wichtigen Informationen zu Preisen, Anmeldung usw. gibt es unter 0381 2082-179 oder unter www.zoo-rostock.de.

Zum 120. Zoo-Geburtstag in Rostock – Studierende gestalten zwei spannende Zooausstellungen

Erstmalig gestalten Studierende der Universität Rostock gleich zwei Ausstellungen in Kooperation mit dem Zoo Rostock. „Das ist unser Geschenk an den Zoo Rostock zum 120. Geburtstag und auch ein Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit“, sagte der Kustos der Zoologischen Sammlung an der Universität Rostock, PD Dr. Andreas Bick. „Dabei wollten wir uns nicht nur auf historische Aspekte beschränken, sondern viele spannende und Zoo relevante Themen in Zusammenhang mit ‚Rostocks Tierwesen‘ beleuchten.“

Zoo-Uni-Ausstellung_Foto_Joachim_Kloock_03Heute gewährten die Studierenden einen Blick hinter die Kulissen im Zoologischen Institut in ihr Blockpraktikum, in dem die Exponate aufbereitet werden. Zookuratorin Antje Zimmermann zeigte sich begeistert vom Stand der Vorbereitungen. „Die Studierenden erarbeiten mit viel Liebe zum Detail und wissenschaftlicher Kenntnis interessante Hintergründe zur Tierwelt und Entwicklung des Zoos. Wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung der Ausstellungen.“ Die beiden Expositionen sind auch Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag. Die Konzeption und Umsetzung eines zoologischen Themas in einer Sonderausstellung ist traditioneller Bestandteil des Wahlpflichtmoduls „Arbeit an naturkundlichen Museen“ im Masterstudiengang „Integrative Zoologie“ für Biologiestudierende. Zusätzlich zur Sonderschau zum Zoogeburtstag „Rostocks Tierwesen“ im Zoologischen Institut wird aktuell unter Hochdruck an einer zweiten Ausstellung unter dem Titel „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“ für den Spiegelsaal des Darwineums gearbeitet. Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die konzeptionellen Vorbereitungen für beide Ausstellungen. Seit dem 18. Februar erstellen und arrangieren die 13 Studierenden mit tatkräftiger Unterstützung des Zoos die Exponate für die beiden Ausstellungen.

14 Vitrinen mit Hintergründen zu ‚Rostocks Tierwesen‘

Für den Ausstellungsraum im Zoologischen Institut werden aktuell für die Sonderausstellung zu „Rostocks Tierwesen“ insgesamt 14 Schauvitrinen zu Zoothemen eingerichtet. Drei Glasschränke, „Im Wandel der Zeit“, „Gemeinsam statt einsam“ und  „Wir packen‘s an“ befassen sich mit der Zoohistorie. Es wird unter anderem ein Modell von der historischen Huftieranlage zu sehen sein. Ein vergleichendes Modell von der modernisierten Huftieranlage stellt die deutlichen Veränderungen in der Gehegegestaltung und die zeitgemäßen Auffassungen zur Tierhaltung durch das Zusammenleben von mehreren Tierarten heraus.  „Bei Tieren lernen“ zeigt die „lebendige“ Bildungsarbeit einer der ältesten Zooschulen. Die Rostocker Zooschule wurde vor 52 Jahren gegründet. In der Vitrine „Raritäten mit Ansprüchen“ geht es um Tiere, die sehr schwer im Zoo zu halten sind, so beispielsweise der Schnabeligel, bei dem der Rostocker Zoo sogar ein weltweit beachteter Zuchterfolg gelungen ist.

Hinter dem Themenkomplex „Nicht zu halten“ stecken Tierarten, die kaum in Zoos zu sehen sind, unter anderem antarktische Pinguinarten und Europäische Feldhasen. Bei „Füttern  à la carte“ dreht sich alles um die Ernährung der Zootiere, und bei „Auf den Zahn gefühlt“ werden unterschiedliche Tiergebisse dargestellt. Im Zoo gibt es auch „Tierische Besucher“, sozusagen gelegentliche „Untermieter“ wie  Eichhörnchen, Fuchs und Fledermaus, die durch die weitläufige Parklandschaft angezogen werden. Seltene und extrem stark vom Aussterben bedrohte Arten und deren Schutz stehen im Mittelpunkt der Vitrine „Noch zu retten!“. Das betrifft beispielsweise den Eulenpapagei Kakapo, von dem schätzungsweise nur noch 150 Exemplare auf Neuseeland leben.

„Weil‘s zusammen schöner ist“ zeigt die Vergesellschaftung vieler Arten in der Seevogelvoliere und „Natur-nah erleben“ Reviere, die möglichst dem Original in der Natur sehr ähnlich sind wie bei den Eurasischen Fischottern. In den Vitrinen „Zoosammen“ wird über die vielfältigen Kooperationen des Zoo mit der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock informiert und in „Wir übernehmen Verantwortung“ über Zuchtbücher und Artenschutzprogramme des Rostocker Zoos. Mit der Eröffnung der einjährigen Sonderausstellung im Zoologischen Institut am Universitätsplatz ist ab dem 3. April auch ein Besuch des Großtierpräparationssaales wieder möglich. Dort hat Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett  von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Der Publikumsliebling im Rostocker Zoo starb 2013 im stattlichen Alter von 51 Jahren. 

Was im Zoo nicht zu sehen ist

„Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten. Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Die zweite Ausstellung der Studierenden „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“, die am 21. März im Spiegelsaal des Darwineums eröffnet wird, wird anhand von verschiedenen Skeletten aus dem Anatomischen Institut der Universität Rostock Antworten auf diese Fragen geben.In Kürze ziehen dafür Dromedar, Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe in Form von präparierten Skeletten als Teil der Ausstellung ins Darwineum um. Darüber hinaus sind Röntgenbilder und Videos von der Universität Jena von bewegten Tieren zu sehen, die die Grundlagen der tierischen Fortbewegung verdeutlichen. Auch das Deutsche Meereskundemuseum Stralsund steuert Exponate für die Ausstellung im Darwineum bei. „Übrigens, da das Anatomische Institut in der Gertrudenstrasse dringend Platz braucht, werden alle tierischen Präparate künftig in der Zoologischen Sammlung untergebracht“, informierte Kustos Dr. Andreas Bick. „Einige kleinere Ausstellungsstücke sind schon umgelagert, die Großskelette werden nach der Ausstellung im Zoo in unsere Sammlung aufgenommen.“

Bildunterschrift: Florian Wlocka zeigt einen Eulenpapagei Kakapo. Er ist für den Schaukasten „Noch zu retten!“ verantwortlich. Foto: Joachim Kloock