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Orang-Utan-Nachwuchs: Auch Dinda jetzt Mutter eines kleinen Mädchens

Das Schwesternglück ist nun komplett – Sabas ist zweifacher Vater

zoo-09-02-2018

Orang-Utan-Nachwuchs im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

Montag früh um 8.15 Uhr war das Glück perfekt. Orang-Utan-Dame Dinda (11) brachte ihr erstes Jungtier zur Welt und kümmerte sich wie ihre ältere Schwester Hsiao-Ning (14) von der ersten Sekunde an rührend um ihr Baby. Großes Aufatmen dann nochmal um 17.45 Uhr, als die Tierpfleger im DARWINEUM das erste Mal deutliche Sauggeräusche an der Brust der Mutter vernahmen. „Mutter und Kind sind wohlauf. Die Geburt verlief ohne Probleme. Das Baby hat die Welt mit lautem Geschrei begrüßt“, zeigte sich Kuratorin Antje Zimmermann erfreut und auch erleichtert. „Inzwischen können wir beobachten, dass das kleine Mädchen regelmäßig und gut trinkt. Somit können wir davon ausgehen, dass sich die Mutter-Kind-Beziehung optimal entwickelt. Das Baby könnte ungefähr 1.000 g wiegen, es ist ein sehr kräftiges Baby.“ Vater ist der gebürtige Rostocker Orang-Utan-Mann Sabas (14). „Wann sich Dinda auf der Anlage zeigt und den Besuchern ihr Baby präsentiert, überlassen wir ganz allein der jungen Mutter“, so Antje Zimmermann.

Die Eltern: Neumutter Dinda und Vater Sabas

Dinda kam am 10. Dezember 2015 auf Empfehlung des Koordinators des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans aus England in den Rostocker Zoo. Sie wurde am 6. Juli 2006 im Primatenrettungszentrum Monkey World in Wareham/Dorset geboren. Ihr Vater ist Tuan und ihre Mutter RoRo. Dinda ist wie auch ihre Vollschwester Hsiao-Ning eine Handaufzucht. Beide wuchsen zunächst im Orang-Utan-Kindergarten in Monkey World auf, Während Dinda sehr zurückhaltend und scheu ist, hat sich ihre ältere Schwester inzwischen zu einer selbstbewussten Orang-Utan-Dame entwickelt. Die beiden teilen sich nun auch den Vater für ihre Kinder: Ihr Partner Sabas ist der am 24. September 2003 in Rostock geborene Sohn von Sunda und Ejde. Sabas ist auch der Vater von Hsiao-Nings kleiner Niah, die am 24. Juli 2017 im Rostocker Zoo geboren wurde. So konnte Dinda das vergangene halbe Jahr bei ihrer Schwester authentischen „Mutterunterricht“ genießen. Für Sabas als Vater ist es das zweite Jungtier. Die kleine harmonische Gruppe um Jungchef Sabas mit seinen Weibchen Dinda und Hsiao-Ning sowie den Nesthäkchen Niah und Dindas Baby ist somit auf fünf Familienmitglieder angewachsen. Im Nachbargehege leben Sabas Eltern Sunda (41) und Ejde (37) sowie ihr Kind Surya (4) und Miri (13), die im Frühjahr Nachwuchs von Ejde erwartet. Die Zoobesucher können dann insgesamt vier Jungtiere bei der Aufzucht in der Tropenhalle hautnah erleben.

Zoofreunde können beim Namen mit entscheiden

Surya, Niah und wie soll das dritte Orang-Utan-Mädchen heißen? Die Tierpfleger des DARWINEUM haben sich dazu schon ausgiebig Gedanken gemacht. Die Entscheidung soll wie schon bei den ersten beiden Jungtieren letztendlich bei den Zoofreunden liegen. Die können in Kürze über die fünf indonesischen Namen aus dem ursprünglichen Herkunftsgebiet der roten „Waldmenschen“ auf der Internetseite http://www.zoo-rostock.de abstimmen. Zur Auswahl stehen Minah (ehrlich), LinTang (Stern), Santi (zum Wohl), Luh (kleines Mädchen) oder Tanah (Name einer Stadt). Anschließend findet die Verkündigung des gewählten Namens für die jüngste Bewohnerin des DARWINEUM statt.

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POLARIUM, Orang-Utan-Babys und 20. Klassiknacht – viele Zoo-Geschenke für den 800. Stadtgeburtstag

  • Kuratorin Antje Zimmermann führt jetzt das Internationale Eisbären-Zuchtbuch
  • Neuer Spielplatz mit Forschungsschiff eröffnet an der Bärenburg
  • Über 600.000 Menschen besuchten 2017 den „Besten Zoo Europas“ (Kat. II)
eisbärenzuchtbuch

Eisbärenzuchtbuch, Kuratorin Antje Zimmermann, Foto: Joachim Kloock

Ein Jahr vor seinem eigenen 120. Geburtstag startet der Rostocker Zoo voller Zuversicht in das 800. Jubiläumsjahr der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. „Das größte Geschenk an die Rostocker und Gäste unserer Stadt wird die Neueröffnung des POLARIUM im Spätsommer sein“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „60 Jahre nach der Eröffnung der historischen Bärenburg 1958 schaffen wir somit wieder einen besonderen Ort, an dem sich nicht nur die Rostocker und ihre Familien gerne treffen und erinnern.“ Das Richtfest für das POLARIUM findet am 4. Mai statt. Die Zoomitarbeiter konnten sich im vergangenen Jahr trotz der raumgreifenden Bauarbeiten und Umleitungen für die neue Heimstätte der Eisbären und Pinguine über 608.311 Besucher freuen. Insgesamt 16.248 Hansestädter sind in Besitz einer Jahreskarte, 8.408 nahmen an Sonderführungen und Tierbegegnungen teil. In der Zooschule haben 16.602 Mädchen und Jungen naturnahen Unterricht erhalten und viel über den Artenschutz erfahren. Der Zoodirektor dankte allen Förderern, Spendern und Freunden des Zoos, die mit ihrem Engagement aktiv dazu beitragen, dass sich die besucherstärkste Freizeiteinrichtung des Landes erfolgreich weiterentwickeln kann.

Tierbestandsplanung fürs POLARIUM läuft auf Hochtouren

Die Baustelle an der alten Bärenburg ist noch ganz in den Händen der Handwerker. Gleichzeitig läuft die Planung des Tierbestandes für das POLARIUM auf Hochtouren, damit sich alle neuen Bewohner auch pünktlich zur Eröffnung eingelebt haben. „Die Zuordnung der zwei oder drei Eisbären für das POLARIUM erfolgt nach den strengen Richtlinien des Europäischen Verbandes der Zoos und Aquarien (European Association of Zoos and Aquaria – EAZA) und des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP)“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die Abstimmungen sind bereits fortgeschritten.“ Zusätzlich zu den Eisbären und einer Kolonie Pinguine werden für die vier Aquarien und zwei Zylinder diverse Fischarten, ein Krake, Seeanemonen, Langusten, Röhrenwürmer und Schwämme organisiert. Die Quallenzucht im DARWINEUM ist bereits für den Besatz der neuen Kreisel im POLARIUM eingestellt. „Insbesondere die Planung der Tiertransporte aus diversen Zoos weltweit und die anschließende Integration in den neuen Lebensräumen nimmt viel Zeit in Anspruch“, so Antje Zimmermann. Aktuell beherbergt der Rostocker Zoo rund 4.000 Tiere in 380 Arten aus allen fünf Kontinenten. Mit großer Spannung und Freude wird der Nachwuchs bei den Orang-Utan-Weibchen erwartet; bei Dinda in den nächsten Tagen und bei Nachbarin Miri im späten Frühjahr. Optimistisch schauen die Tierpfleger auch auf die Baumkängurus und die Zwergflusspferde. „Wir gehen in diesem Jahr wieder von etwa 80 bis 100 Jungtieren aus, unter anderem bei den Wapitis, Wisenten, Trampeltieren, Pferdeantilopen sowie bei vielen Vogel- und kleineren Affenarten.“

POLARIUM im Zeitplan

Auf einen weiterhin milden Wetterverlauf hoffen die Arbeiter auf der POLARIUM-Baustelle. „Aktuell liegen wir im Plan“, so Zoodirektor Udo Nagel, „so dass einer Eröffnung im Spätsommer oder Herbst nichts im Wege stehen sollte.“ Dabei konnten viele Gewerke an regionale Firmen vergeben werden. Das Gebäude für die Pinguintechnik sowie der Rohbau des Pinguinbeckens und des Kellergeschosses sind fertiggestellt. Am Besucherzentrum werden momentan die Streifenfundamente für den Aquaristik-Bereich gesetzt. Die Arbeiten an den Bruthöhlen und Ställen der Pinguine haben ebenfalls begonnen. Bislang wurden 600 Meter Grundleitungen verlegt, 400 Tonnen Bewehrungsstahl und 154 Betonmischerladungen verarbeitet, wobei eine Mischerladung acht Kubikmetern Beton entspricht. „Nach und nach nimmt die Anzahl der unterschiedlichen Gewerke auf dem Baufeld zu und die Ausstellungsplaner können es gar nicht erwarten, ihr neues Reich auszugestalten und mit Leben zu erfüllen“, so Udo Nagel. Weiter gebaut wird auch im Café Tordalk. Bisher wurden allein durch den Rostocker Zooverein mehr als 100.000 Euro in den Umbau des ehemaligen Cafés investiert. Hergerichtet sind inzwischen die Quarantäneställe für Vögel im Backstagebereich, die ehemaligen Gasträume als Winterquartier der Pfauen sowie die Besucherschleuse, von der die beiden Innenräume seit Weihnachten einsehbar sind. Im laufenden Jahr ist die Erweiterung mit einer begehbaren Außenvoliere für die Roten Ibisse geplant. Neben den Roten Ibissen werden nach dem Umbau verschiedene Vogelarten Mittel- und Südamerikas im Café Tordalk untergebracht.

Weitere Höhepunkte des Jahres

Dank einer Förderung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung werden zu den bestehenden Spielstationen neue Orte zum spielerischen Lernen im Zoo errichtet. Die ersten drei Stationen, ein Fledermaus-Memory, ein Insektenhotel und ein Drehwürfelspiel „Heimische Bäume“, können bereits Ostern in Beschlag genommen und getestet werden. Es folgen vier weitere Spielstationen, die im Laufe des Jahres dazu kommen: Mix max „Heimische Pflanzen“, ein Puzzle „Wer wohnt denn hier“, eine Hörstation Singvögel sowie ein Drehkasten „Einheimische Tiere“. Ebenfalls im Frühjahr wird ein neuer Abenteuerspielplatz eröffnet. Mit Unterstützung von Scanhaus Marlow „ankert“ schon bald das Forschungsschiff FRAM des legendären Polarforschers Fridtjof Nansen in unmittelbarer Nähe des POLARIUM und lädt Kinder zum Spielen und Entdecken ein. Auch im Veranstaltungsbereich sind neben den Klassikern wie Zoofest, Landeszootag, Jazznacht, Artenschutztag und Zuckertütenfest wieder neue Formate entwickelt worden. So findet zu Ostern die Aktion „800 Jahre Rostock – 800 Osterhasen für den Zoo“ und am 1. und 2. April erstmalig eine „Tierische Olympiade“ mit der Gesundheitskasse AOK statt. Passend zum Jubiläum der Stadt Rostock feiert auch die Klassik-Nacht des Zoos einen runden Geburtstag. Unter dem Motto „Best of – Das Beste aus 20 Jahren Klassik-Nacht“ lädt der Zoo Rostock am 15. Juni zum Jubiläumskonzert ein. Zum vierten Mal gibt sich der australische Dirigent Nicholas Milton die Ehre und geht gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock und den Zuhörern auf eine kleine musikalische Zeitreise durch die Geschichte der Klassik-Nacht. Am 13. Juli machen die Festspiele MV Station im Zoo und am 29. September lockt der nächtliche Zoo mit Tieren, Lichtern und Magie (s. Veranstaltungsplan).

Mit Schülern und Studenten auf Bildungsreise

Auf Bildungsreise gingen im vergangenen Jahr mehr Schüler und Studenten als in den Jahren zuvor: mehr als 16.000. Auch Lehrer nutzten den Zoo als grünes Studierzimmer. Wie im vergangenen Jahr gibt es 2018 eine Winterakademie, bei der unter anderem Schüler ihre Zoo-Projekte vorstellen. Am 5. Februar nimmt zum Beispiel ein Schüler des Erasmus-Gymnasiums die Lehrer mit auf eine „erstaunliche Reise durch unseren Körper“. Es werden Arbeitsmaterialien und didaktische Übungen präsentiert, alles zum Thema „Die Evolution in uns“. Kreative Vorschläge von Studenten der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar sind aktuell in einer Ausstellung im DARWINEUM zu sehen. Sie zeigt, wie der vor mehr als 100 Jahren angelegte Rhododendronhain noch besser zur Geltung kommen könnte. Wie können Besucher das etwa ein Hektar große Areal als Ruhezone nutzen, welche Wege könnten angelegt, welche Sichtachsen geschaffen werden? In der Vergangenheit hatten Wismarer Studenten bereits Ideen für das Corporate Design, für die Gestaltung von Gehege- und Hinweisschildern, für Ausstellungen sowie für die Lichtgestaltung bearbeitet. Auch die Zusammenarbeit zwischen Zoo und Uni Rostockwird fortgeführt, im kommenden Jahr feiern beide Einrichtungen ein Jubiläum. Hier gibt es auch eine tierische Verbindung: Das Patentier und Maskottchen der fast 600 Jahren alten Alma Mater ist im Zoo angesiedelt – zwei Steinkäuze tummeln sich in der Eulenscheune.

Das Internationale Eisbärenzuchtbuch in neuen Händen

Das Internationale Zuchtbuch für Eisbären wurde 1981 durch die World Association of Zoos and Aquariums (WAZA) eingeführt. Der Zoologische Garten Rostock begann bereits 1980 Daten zu Eisbären zu sammeln. Gerhard Fricke vom Zoo Rostock war der erste Zuchtbuchführer des Internationalen Eisbärenzuchtbuches und er war es auch, der die erste Ausgabe des „Polar Bear World Register“ im Jahr 1985 herausgab. 1993 übernahm die frühere langjährige Zookuratorin Dr. Karin Linke die Führung des Eisbärenzuchtbuches und führte dieses auch nach ihrem Renteneintritt bis 2017 weiter. Neue Zuchtbuchführerin ist Antje Zimmermann, seit 2006 Rostocks Zookuratorin. Mitentscheidend bei der Übertragung des Zuchtbuches waren die langjährigen Erfahrungen der Diplombiologin im Eisbären Populationsmanagement und ihr enger Kontakt zum Europäischen Zuchtprogramm (EEP) für Eisbären und ihre Mitarbeit im „Species Committee for Polar Bears“. In der 2016-er Edition des Internationalen Eisbärenzuchtbuches sind 301 Eisbären aus 130 Tiergärten verzeichnet. Die meisten, nämlich 150 Eisbären, leben in europäischen Zoos. Dort sind auch die 35 in Rostock geborenen Eisbären zu finden, wie der 2014 geborene Fiete.

Traurige Nachrichten aus Frankreich – Eisbärin Vienna verstarb im Zoo La Palmyre

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Eisbärin Vienna, Foto: Joachim Kloock

15.1.2018 – Eigentlich sollte Vienna ihren wohlverdienten Ruhestand ab Herbst im neuen POLARIUM genießen. Die hochbetagte Eisbärendame starb jedoch am Samstag im französischen Zoo La Palmyre, in dem sie übergangsweise untergebracht war. Darüber wurde der Zoo Rostock heute früh informiert. „Vienna hat 26 Jahre in unserem Zoo gelebt und mit dem unvergesslichen Eisbärenmann Churchill sechs Jungtiere zur Welt gebracht. Alle Mitarbeiter und viele Zoobesucher haben sich schon auf ihre Rückkehr gefreut. Umso bestürzter sind wir über die Nachricht über ihr Ableben“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Laut Informationen des französischen Zoos ging es Vienna seit Donnerstagabend plötzlich nicht mehr so gut. Das 29 Jahre alte Tier verstarb am Samstag. Der französische Zoo hat veterinärmedizinische Untersuchungen zur Todesursache von Vienna angekündigt. Das größte an Land lebende Raubtier der Erde wird in freier Natur durchschnittlich 20 Jahre alt, die maximale Lebenserwartung liegt dort bei 25 bis 30 Jahren.

Vienna war eine tolle Eisbärenmutter

Vienna wurde am 29. November 1988 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und kam am 15. Juni 1990 als junge Eisbärin an die Ostseeküste. Vienna hat liebevoll und fürsorglich sechs Jungtiere in Rostock aufgezogen. Das waren Victoria (1996, seit 2015 in Kingussi, England), Victor (1998, seit 2014 in Branton, England), Vitus (2000, seit 2017 in Neumünster), Vilma (2002, verstorben 2016 in Dänemark) sowie die Zwillinge Venus und Valeska (2004, Venus seit 2006 in Ranua, Finnland; Valeska seit 2012 in Bremerhaven). Vater der sechs Jungtiere war Eisbär Churchill, der 1979 in Rostock geboren wurde und am 26. Oktober 2013 im Alter von 34 Jahren verstarb. Am 31. Oktober 2016 siedelte Vienna in den Zoo La Palmyre um, da durch den Abriss der historischen Bärenburg und Neubau des POLARIUM zeitweise in eine andere Unterkunft ausgewichen werden musste. Vienna ist auch die Großmutter von Fiete (2014), vom jüngsten Eisbärennachwuchs im Rostocker Zoo, der seit November 2016 im ungarischen Zoo in Sóstó eine neue Heimat gefunden hat. „Vor allem die lange gemeinsame Zeit mit dem stattlichen Eisbärenmann Churchill hat die Erinnerungen der Zoobesucher an Vienna geprägt“, so Antje Zimmermann. „Das Verhältnis von Vienna und Churchill war eigentlich immer unkompliziert. Churchill war allerdings auch ein großer starker Eisbärenmann, der ein Weibchen schnell im Eifer des Gefechts verletzen konnte. So hatte er Vienna im Frühjahr 2006 an ihrem Hinterbein getroffen. Die Wunde verheilte zwar gut, hinterließ aber Viennas typisches Erkennungszeichen in den letzten Jahren, ein leichtes Humpeln.“

ScanHaus Marlow neuer Goldpartner des Rostocker Zoos 

Das POLARIUM erhält einen Abenteuerspielplatz mit einem Polarforschungsschiff

Zoodirektor Udo Nagel mit  Scan-Haus Chef Friedemann Kunz, Foto: Joachim Kloock18.12.2017 – Vermutlich war der Zoologe und Polarforscher Fridtjof Nansen einer der ersten Menschen, die Robben und Eisbären in freier Natur erlebt haben. Der Norweger durchquerte 1888 als Erster Grönland über das Inlandeis und kam während seiner Expedition von 1893 bis 1896 dem Nordpol so nah wie kein Polarfahrer zuvor. Große Berühmtheit erreichte dabei auch sein Forschungsschiff, die FRAM. Der legendäre Segler soll die Attraktion eines neuen Entdeckerspielplatzes vor dem POLARIUM sein. Umgesetzt wird das ambitionierte Vorhaben direkt vor dem neuen POLARIUM dank eines neuen Goldpartners. „Der Zoo Rostock freut sich sehr, dass künftig eines der erfolgreichsten Unternehmen des Landes zu den Förderern des Zoos gehört. Die ScanHaus Marlow GmbH wird ab sofort den Rostocker Zoo aktiv unterstützen“, sagte heute Zoodirektor Udo Nagel bei der Vorstellung des Projektes. ScanHaus Marlow, einer der führenden Anbieter von modernen und umweltfreundlichen Markenhäusern, baut im Jahr 650 bis 700 Häuser. Das Spielplatzvorhaben wird jedoch von der Firma Spielart im thüringischen Laucha umgesetzt. Die Eröffnung des neuen Spielplatzes für kleine Entdecker ist für das kommende Frühjahr geplant.  „Der Rostocker Zoo mit dem DARWINEUM ist eine der herausragenden Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Inhaber von ScanHaus Marlow, Friedemann Kunz. „Unser Interesse galt einem nachhaltigen Projekt, das den Forscher- und Entdeckergeist der Jüngsten weckt. Wir sind schon sehr gespannt, wie unser Abenteuerspielplatz beim Nachwuchs ankommen wird.“

Gemeinsam den Nordpol entdecken

In unmittelbarer Nähe zum künftigen POLARIUM, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, entsteht ein Abenteuerspielplatz mit der FRAM als Hauptanziehungspunkt. Spielerisch können die Kinder eine Nordpolreise unternehmen und dabei einiges lernen. Im Umfeld des Schiffes entstehen viele polartypische Erlebnispunkte, ein Iglu und eine Eskimofotostation. Viele Spielfunktionen machen das Schiff zum Höhepunkt des Spielplatzes. An einer Hörstation, wo die Mädchen und Jungen mit eigener Kraft den Strom erzeugen können, werden beispielsweise spannende Geschichte erzählt. Da geht es unter anderem darum, wie die FRAM im Eis eingefroren ist und die Forscher schließlich mit einem Hundeschlitten aufbrachen, um den Nordpol doch noch zu erreichen. Über eine Seilleiter können die Kinder auf den Dreimaster gelangen. Ein fester Steg ermöglicht den Wechsel zwischen Bug und Heck. Platz zum Ausruhen bieten die Lümmelnetze, die wie Hängematten genutzt werden können. Der Mittelteil des Schiffes verfügt über eine Zeltabdeckung und Sitzmöglichkeiten. Applikationen eines Rettungsbootes und des Ankers vervollständigen das Bild. Kommt das Schiff in Seenot, kann es ganz schnell über eine Rutsche verlassen werden. Natürlich gibt es ein bewegliches Steuerrad und Fernrohre, um die Umgebung zu beobachten und nach Eisbären Ausschau zu halten.

Außerhalb des Schiffes liegen ausgeladene Fässer und Kisten zum Klettern. Auch von dort aus können die kleinen Besucher auf das Schiff gelangen. Hüpfplatten, die mit Federn versehen sind, fungieren als wackelnde Eisschollen. Ein „schlafender Eisbär“ darf sogar erklommen werden. Aber nicht zu doll, sonst erwacht er womöglich. Ferner warten Schlittenhunde darauf, angespannt zu werden. Auch der Schlitten ist auf Federn gelagert und es kann darin gewackelt werden, als wenn es in rasanter Fahrt übers Eis geht. Ein kleines begehbares Iglu zeigt, wie die arktischen Inuit-Völker in diesem kargen Lebensraum zurechtkommen. Auf mehreren Schautafeln wird zusätzlich über Themen rund um den Nordpol informiert. Außerdem gibt es einen Fotoplatz, um ein Erinnerungsbild mit Eskimos und Husky zu machen. Die Eltern finden in unmittelbarer Nachbarschaft vor dem kleinen Shop einen Sitzplatz und können bei einem Kaffee in aller Ruhe ihre Sprösslinge im Blick behalten.

Neubrandenburger Schüler gewinnen den Zoo-Wettbewerb „Wie cool ist die Arktis?!“

Übernachtungsgutschein geht an die Klasse 6c des Albert-Einstein-Gymnasiums – nächster Wettbewerb stellt den Wald in den Fokus

Scheckübergabe

Scheckübergabe, Foto: Joachim Kloock

Mit einem Filmbeitrag zur aktuellen Situation der Arktis haben die Schüler der Klasse 6c des Albert-Einstein-Gymnasiums Neubrandenburg die Zoo-Jury überzeugt. Sie gewinnen den Wettbewerb „Wie cool ist die Arktis?!“ und damit einen Übernachtungsgutschein der Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 1.000 Euro. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der ZooSchule Rostock hatte der Zoo zu einem fächerübergreifenden Wettbewerb aufgerufen. Daran haben sich neben Schulen aus Rostock auch Schüler aus Neubrandenburg und Güstrow von der 6. bis zur 9. Klasse beteiligt. Heute wurden die Beiträge im DARWINEUM vorgestellt und die Sieger gekürt. „Die Neubrandenburger Schüler haben sich sehr intensiv mit der Problematik des bedrohten Lebensraumes der Arktis befasst und diese in einem 2½-minütigen Kurzfilm sehr gut strukturiert und verständlich erläutert. Die Kinder lassen Handpuppen Hintergründe und Fakten über die Arktis erzählen. Der Beitrag hat uns überzeugt und begeistert“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Das Video greift neben biologischen Inhalten auch geschichtliche, geografische und wirtschaftliche Aspekte auf und vermittelt Wissen über die Arktis in kreativer Umsetzung und auf humorvolle Art und Weise“, begründete auch die Leiterin der ZooSchule Rostock, Peggy Hagedorn, die Wahl des Siegerbeitrages.

Gefragt waren Geschichten, Gedichte, Collagen, Modelle, Filme, Theaterstücke oder Musikbeiträge, die im Zusammenhang mit der Arktis stehen. Faszinierende eisige Landschaften, extremes Klima, Überlebenskünstler, Nordpolarmeer oder die Inuit – wie nehmen die Mädchen und Jungen in Mecklenburg-Vorpommern den weißen Kontinent wahr, wollte der Zoo wissen. Die Schüler haben das Thema im regulären Fachunterricht bzw. im Wahlpflichtunterricht oder im Ganztagsunterricht bearbeitet. Es wurden unter anderem Plakate erstellt, ein Film gedreht und Modelle aus Treibholz und Filz gestaltet, beispielsweise ein Wal. Beteiligt hat sich auch die Jenaplanschule Rostock an dem Wettbewerb. „Wir sind seit vielen Jahren mit dem Rostocker Zoo verbunden, nicht zuletzt durch unser Patentier, die Polarfüchsin Freya. Als Lern- und Erfahrungsort ist der Zoo mit der Zooschule nicht wegzudenken“, so Martin Plant, Direktor der Jenaplanschule.

Neuer Wettbewerb: Werde ein Walddetektiv!“

Auch im kommenden Jahr wird die ZooSchule wieder einen Schülerwettbewerb ausrufen und ermuntert die Mädchen und Jungen im Land, den Wald zu erkunden. „Welche Tiere und Pflanzen begegnen Euch? Wann sind die Tiere aktiv? Welcher Baum und welcher Strauch fallen Euch besonders auf? Was ist im und am Boden los? Wer frisst wen oder was? Oder: welcher Pilz ist essbar und welcher Pilz ist giftig?“, griff ZooSchulleiterin Peggy Hagedorn ein paar Fragen auf. Die künstlerische Umsetzung der Entdeckungen überlassen die Zooschulpädagogen ganz den Kindern und Jugendlichen. „Alles ist möglich“, betonte Hagedorn. Die kreativen Forschungsergebnisse können in der Woche vom 11. bis 15. Juni 2018 in der ZooSchule Rostock abgeben werden; die Arbeiten werden im Zoo ausgestellt.

Marine spendete 1.800 Euro für die Seebären

Vor fünf Jahren hat die Marine die Patenschaft über die Seebären übernommen

7.11.2017 – Heute war es wieder soweit, der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hat den Rostocker Seebären einen Besuch abgestattet und dem Zoo einen Spendenscheck überbracht. Vor fünf Jahren übernahm das Marinekommando die Patenschaft für die südafrikanischen Seebären. Jedes Jahr sammeln die Marinesoldaten und die Zivilangestellten auf ihrem Sommerfest im Zoo für ihre Patentiere. Zoodirektor Udo Nagel freute sich über das kleine Jubiläum sowie einen Spendenscheck in Höhe von 1.800 Euro und bedankte sich für die langjährige Unterstützung. „Wir freuen uns jedes Jahr auf diesen Termin, weil wir sehr dankbar für den guten direkten Draht zwischen Marine und Zoo oder auch von ‚Seebären in Uniform‘ zu unseren Seebären sind. Gerade durch unsere besonders treuen Paten können wir viele zusätzliche Projekte für die Tiere und Besucher im Zoo umsetzen“, so Nagel. Bereits seit 1985 gibt es Seebären im Rostocker Zoo. Seebären gehören wie die Seehunde zu den Robben. Die südafrikanischen Seebären sind an der West- und Südküste der Republik Südafrika beheimatet. Die Männchen können ein Gewicht von 350 kg und 2,50 m Länge erreichen, während die Weibchen nur 1,80 m groß werden. Im Moment besteht die Gruppe aus dem Seebärenbullen Pepe (5) sowie den weiblichen Tieren Angra (26), Daisy (20), Egoli (19) und Wendy (4).

Fotos: Kamen nicht mit leeren Händen: Stabsbootsmann Jens Gunstheim (v.li.), Fregattenkapitän Marc Gieseler und der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, versorgten ihre Schützlinge mit lecker Fisch, hier mit Tierpfleger Lars Purbst (re.). Vizeadmiral Andreas Krause (re.) übergab Zoodirektor Udo Nagel einen Spendenscheck vom Sommerfest der Marine. Fotograf: Joachim Kloock

 Das geliebte Federvieh im Zoo Rostock

Fotoausstellung „Vögel im Zoo Rostock“ im Altweltaffen-Haus eröffnet

Fotos von Joachim Kloock

3.11.2017 – Unter dem Motto „Vögel im Zoo Rostock“ wurde heute die neue Ausstellung des Rostocker Zoovereins im Altweltaffen-Haus eröffnet. Vereinsvorsitzender Mirko Strätz und Vorstandmitglied und Ausstellungsinitiator Dittmar Brandt präsentierten dabei die Werke der Vereinsmitglieder und Zoointeressierten und stellten die Künstler vor. Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann dankte dem Zooverein und allen beteiligten Fotografen für das gelungene Ergebnis und die treue, zuverlässige Arbeit, um das Tierhaus der Wanderus und Husarenaffen regelmäßig mit einem weiteren Highlight in Form von Ausstellungen zu schmücken. In der Fotoausstellung, die bis zum 28. Januar 2018 im Zoo Rostock zu bestaunen ist, finden sich die gefiederten Bewohner des Zoos in allen erdenklichen Farben und Größen. Ob mit langen oder kurzen Beinen, schwarzweiß oder kunterbunt – ein Großteil der insgesamt 400 Vögel aus 77 Arten im Rostocker Zoo ist hier vertreten! Die fotografischen Arbeiten haben damit den Anspruch, die Artenvielfalt der Vogelwelt abzubilden und nebenbei auf die Zoo-Bewohner aufmerksam zu machen, die aufgrund von Größe oder Gefiederfarbe vielleicht auch mal übersehen werden. Denn nicht alle dieser Tiere setzen auf imposante und farbenprächtige Federkleider – auch Tarnung ist ein wichtiger Aspekt, der in der Ausstellung hervorgehoben wird. Wie schwierig es ist, einen Vogel gekonnt in Szene zu setzen und auf einem Foto zu bannen, betonte Dittmar Brandt. „Die flinken und agilen Tiere sind nicht leicht einzufangen, einige der Fotos sind daher echte Schnappschüsse“, sagte er glücklich, trotz dieser Herausforderungen eine sehenswerte Ausstellung zusammengetragen zu haben. Mit Geduld, Geschick und Herzblut haben die Künstler Arbeiten geschaffen, die sich nicht nur vom Aspekt der Artenvielfalt sehen lassen können, sondern auch fotografische Ansprüche bedienen. Vorbeikommen lohnt sich!