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Abschied von Eisbär Lars

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Eisbär Lars, Foto: Joachim Kloock

19.9.2017 – Eisbär Lars, der Vater von Fiete und Knut, ist gestern, am 18. September, im dänischen Zoo Aalborg verstorben. „Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos sind sehr traurig und bestürzt über den Tod von Lars“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Wir standen ständig in Kontakt mit den dänischen Kollegen, die alles in ihrer Macht Stehende für Lars getan haben. Die Entscheidung, Lars von seinen Leiden zu erlösen, ist aufgrund der schwerwiegenden Krebserkrankung schweren Herzens zu verstehen.“

Am 5. September 2017 wurde bei dem 23-jährigen Lars eine Zahnbehandlung durchgeführt, bei der ebenfalls ein allgemeiner Gesundheits-Check-Up erfolgte und eine Blutprobe entnommen wurde. Aufgrund stark erhöhter Leberwerte, die auf eine schwerere Erkrankung hinwiesen, wurde entschieden, Lars am 18. September erneut zu untersuchen. Die Untersuchung wurde von einem Fachärzteteam, darunter Tierärzte des Zoos Aalborg sowie Krebsspezialisten, durchgeführt. Die Ergebnisse der erneuten Untersuchung von Blut- und Gewebeproben wiesen auf eine schwerwiegende Krebserkrankung hin. Daraufhin wurde entschieden, Lars von seinen Leiden zu erlösen. Bei der späteren Obduktion wurde ein großer Lebertumor gefunden, der bereits große Teile der Leber befallen hatte. Lars wurde am 12. Dezember 1993 im Tierpark Hellabrunn in München geboren. Er lebte von 1999 bis 2009 im Zoo Berlin und ab Oktober 2009 im Zoo Wuppertal. Am 22. Mai 2012 kam er nach Rostock, wo er bis zu seinem Umzug nach Aalborg am 1. April 2015 lebte.

Lars ist Vater des in Berlin geborenen Knut (2006-2011) sowie der im Januar 2012 in Wuppertal geborenen Anori und des Rostocker Eisbären Fiete, der am 3. Dezember 2014 geboren wurde und seit November 2016 im ungarischen Zoo Sóstó lebt. Mutter von Anori und Fiete ist Vilma. Lars ist ebenfalls Vater der im November 2016 im Zoo Aalborg geborenen Zwillinge. Während bei Lars eine klare Erkrankung diagnostiziert werden konnte, verstarb Fietes Mutter Vilma unerwartet am 7. November 2016 im Aalborger Zoo. Sowohl der Zoo Aalborg als auch der Rostocker Zoo warten auf die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse. Untersucht wird Vilmas Todesursache wie auch damals die von Knut im Berliner Institut für Wildtierforschung. Vilma wurde am 3. Dezember 2002 im Rostocker Zoo geboren.

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Es geht voran auf der POLARIUM-Baustelle im Zoo Rostock

Wirtschaftsminister Glawe informierte sich über den Baufortschritt und übergab den Förderbescheid

Es geht voran auf der POLARIUM-Baustelle im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

POLARIUM-Baustelle, Foto: Joachim Kloock

13.9.2017 – Mit der Baugenehmigung in der Tasche geht es jetzt zügig voran auf der alten Bärenburg. Heute hat Wirtschaftsminister Harry Glawe gemeinsam mit Zoodirektor Udo Nagel die POLARIUM-Baustelle besichtigt. Darüber hinaus hat der Minister den Förderbescheid für das Gesamtprojekt übergeben. Das Wirtschaftsministerium des Landes MV unterstützt das ambitionierte Bauvorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. „Das POLARIUM wird den Zoo noch attraktiver für die Rostocker sowie für die Gäste aus dem In- und Ausland machen. Bei der neuen Heimstätte für die Eisbären und Pinguine wird es in einem Besucherzentrum spannend aufbereitete Informationen zur ursprünglichen Heimat und zum notwendigen Natur- und Artenschutz geben. Gleichzeitig stärken solche Investitionen in derartige hochwertige Erlebniswelten die ganzjährige touristische Infrastruktur“, betonte der Wirtschaftsminister. „Gerade in diesem Sommer hat sich wieder einmal gezeigt, wie notwendig wetterunabhängige Angebote im Land sind. Eine wunderbare Natur und moderne Übernachtungsmöglichkeiten allein reichen heute längst nicht mehr aus, um Gäste für unser Land zu begeistern. Wer sich weiterentwickeln und im hart umkämpften Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren“, so Harry Glawe weiter.

Es geht in eine neue Bauphase für das POLARIUM

Aktuell werden auf der Baustelle die letzten Tiefbauarbeiten vorgenommen, wobei die Erschließungsarbeiten zum großen Teil abgeschlossen sind. „Die Baugrube für das künftige Besucherzentrum ist bereits ausgehoben, insgesamt wurden schon 6.000 Kubikmeter Erde bewegt. Mitte September beginnen nun die Rohbauarbeiten und in Kürze werden drei Baukräne aufgestellt“, erläuterte Zoodirektor Udo Nagel. „Der Rohbauer strebt eine 6-Tage-Woche an, so dass auch bald Fortschritte zu sehen sein werden. Die Grundsteinlegung ist noch für den Oktober geplant. Unsere Besucher haben den besten Überblick über das Baugeschehen über eine extra am Bauzaun angebrachte erhöhte Aussichtsplattform“, so Nagel. „Wir sind unseren Besuchern zu großem Dank verpflichtet, da wir sehr viel Verständnis für die Baustelle und die damit einhergehenden Einschränkungen mitten im Zoo erfahren.“ Parallel zu den Bauarbeiten laufen auch die Vorbereitungen für die Ausgestaltung der Tiergehege und den Ausstellungsbereich auf Hochtouren. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Pol-Position hat als Generalplaner die Regie beim Bau des POLARIUMs übernommen. Das Ausstellungskonzept wird von der dan pearlman Markenarchitektur GmbH aus Berlin umgesetzt. Beide Unternehmen hatten sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. 

Eröffnung im kommenden Spätsommer geplant

Bis zum 800. Stadtgeburtstag im kommenden Jahr, in Abhängigkeit vom Wetter voraussichtlich im Spätsommer, soll das POLARIUM fertiggestellt werden. Die Baustelle ist insgesamt 12.500 Quadratmeter groß und wird künftig eine weitläufige, unterteilbare Anlage für die Eisbären mit großen einsehbaren Tauchbecken, ein Freigehege für die Pinguine und den Versorgungstrakt für die Tiere beherbergen sowie das Besucherzentrum, das über polare Lebensräume und ihre Bewohner informiert. Die neue Anlage ist für drei erwachsene Eisbären und ihren Nachwuchs ausgelegt. Zur künftigen Pinguinkolonie werden etwa 35 Tiere zählen. Mit dem POLARIUM wird der Zoo Rostock, der auch seit mehr als 35 Jahren das Internationale Zuchtbuch führt und den Eisbären als Wappentier trägt, seine langjährige erfolgreiche Eisbärenzucht fortsetzen. 35 Eisbären wurden seit 1956 im Rostocker Zoo aufgezogen, zuletzt der am 3. Dezember 2014 geborene Fiete, der nun in einem ungarischen Zoo in Sóstó ein neues Zuhause gefunden hat. „Der Rostocker Zoo hat mit dem lebendigen Evolutionsmuseum DARWINEUM bewiesen, dass Investitionen in innovative Angebote auf ein großes Interesse stoßen. Das DARWINEUM ist eine Erfolgsgeschichte mit überregionaler Ausstrahlung, die mit dem POLARIUM fortgeschrieben werden soll. Wir werden auch zukünftig solche Projekte unterstützen, die als sogenannte Schlechtwettervarianten genutzt werden können und gleichzeitig die Attraktivität des Standortes erhöhen und zur Entwicklung des Kultur-, Freizeit- und Wirtschaftslebens einer Region beitragen“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Rostock im Dschungel- und Geburtstagsfieber

Flagge zeigen – Zoo und PLAKATDIGITAL starten Aktion „tierisch glücklich Rostock“ 

12.9.2017 – Nicht nur die Hansestadt Rostock (800) und die Universität (600) feiern großartige Jubiläen, sondern auch der Rostocker Zoo. Im Jahr 2019 wird der Rostocker Tiergarten 120 Jahre alt. In 15 Meter Höhe an der östlichen Stadteinfahrt wurde heuteder Startschuss für das Jubiläumsjahr gegeben. Hintergrund ist eine außergewöhnliche Unterstützeraktion für den 120. Geburtstag des traditionsreichen Zoos. Der Rostocker Unternehmer Dr. Harald Lochotzke und PLAKATDIGITAL wollen Rostock „tierisch glücklich machen“. Der Zoo Rostock ist der älteste Tiergarten an der deutschen Nord- und Ostseeküste. „Wir haben uns für das Jubiläumsjahr viel vorgenommen und freuen uns über die tatkräftige Unterstützung aus der Wirtschaft“, sagte Zoodirektor Udo Nagel, der heute erste Pläne und Vorhaben für 2019 vorstellte. „Neben der Tierhaltung möchten wir mit einer Reihe von Veranstaltungen und Sonderaktionen unter dem Motto „120 und tief verwurzelt“ die wichtigsten Tätigkeitsfelder des Zoos in den Blickpunkt rücken. So wird sich der Zoo von vielen Seiten zeigen, mal kulturell, mal wissenschaftlich oder architektonisch, international oder familiär, sportlich und schützenswert. Auch der älteste Zeitzeuge, unser 1883 gepflanzter und tief verwurzelter Mammutbaum, soll eine besondere Rolle spielen.“ Die Tiere kommen aus aller Welt zur Geburtstagsparty des besten Zoos Europas. Schon bald soll in der ganzen Stadt unübersehbar sein, dass eine wichtige Geburtstagsfeier ansteht. Den Anfang macht das „Blaue Haus“ von PLAKATDIGITAL an der Kreuzung Grubenstraße an der stark frequentierten östlichen Stadteinfahrt. Seit kurzem bevölkern dort 15 Tiere das markante Bürogebäude, so zwei Giraffen, zwei Fische, zwei Eisbären, ein Adler, ein Zebra, eine Schildkröte, drei Affen, ein Känguru sowie ein Pandabär und ein 200 kg schwerer unübersehbarer Elefant.

„Eine Kindergeschichte aus Südafrika hat uns auf die Idee gebracht“, erzählte der Rostocker Unternehmer Dr. Harald Lochotzke. „Tiere aus aller Welt kommen zur Geburtstagsparty und strömen dann wieder in alle Richtungen auseinander und erzählen von einer großartigen Feier in der ganzen Stadt. Denn mit der Beteiligung von weiteren  Freunden des Rostocker Zoos werden noch mehr Tiere kommen und in ganz Rostock aufgestellt“, kündigte der Geschäftsführer von PLAKATDIGITAL an. Die in Europa hergestellten handbemalten Tiermodelle sollen nach der Feier 2019 nämlich nicht nur versteigert werden, sondern können auch ab sofort zugunsten des Rostocker Zoos für das eigene Unternehmen bestellt werden. So können Betriebe, Vereine und Privatpersonen zum großen Jubiläum tierisch Flagge für den Rostocker Zoo zeigen.
„Wir wollen Rostock in einen Großstadtdschungel verwandeln und damit deutlich sichtbar machen, wie stolz die Hansestädter auf ihren historischen und doch modernen Zoo sind“, so Lochotzke. Die Unterstützerkampagne „tierisch glücklich Rostock“ für den Zoo wird von weiteren Aktionen flankiert. „So können beispielsweise Kitakinder Schafe bemalen, es wird eine T-Shirt-Kollektion und weitere kreative Ideen für Unternehmen geben, die sich gern einbringen möchten“, so Zoodirektor Udo Nagel.

Die Fröhliche – Hsiao-Nings Baby auf den Namen Niah getauft

Mehr als 3 Millionen Besucher in den ersten fünf Jahren im Rostocker DARWINEUM

8.9.2017 – Lange sah es wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem indonesischen „Hati“, das Herz, und „Niah“, die Fröhliche, aus. Letztendlich gab es jedoch eine klare Mehrheit für Niah. 3.535 Stimmen entfielen auf „Niah“ und 2.636 auf „Hati“. Fast 7.000 Zoofreunde beteiligten sich an der Namenssuche und Onlineabstimmung. Der 5. Geburtstag des 2012 eröffneten DARWINEUM bot heute einen passenden Rahmen für die Taufe des zweiten Orang-Utan-Nachwuchses. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Roland Methling und Ralf Zimlich, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, wurde feierlich das Schild mit dem Namen des jüngsten Tropenhallenbewohners enthüllt. Die WIRO ist der Pate für den Orang-Nachwuchs im DARWINEUM. Mehr als drei Millionen Besucher haben seit der Eröffnung das DARWINEUM besucht. Das „lebendige Museum“ vereint mehr als 500 Millionen Jahre Evolutionsgeschichte, Mensch und Tier unter einem Dach.

Inzwischen leben im DARWINEUM rund 2.000 Tiere aus über 150 Arten, fast doppelt so viele Arten wie im Startjahr 2012. „Auf die Erfolge in Zucht und Tierhaltung sind die Zoomitarbeiter, allen voran die Tierpfleger, sehr stolz“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Stadt, Bürgerschaft und Verwaltung sowie durch die Landesregierung und viele engagierte Bürger, Förderer und Sponsoren konnten wir unsere Vision in die Tat umsetzen. Die Besucherzahlen sind deutlich gewachsen und mit dem DARWINEUM wurden wir 2015 erstmals ‚Bester Zoo Europas’ in der Kategorie mit über 500.000 Gästen jährlich. Das DARWINEUM steht aber auch für spannende Ausstellungsprojekte, eine naturnahe Kinder- und Jugendbildungsarbeit und einen gelebten Artenschutz“, so Nagel. „Auch künftig werden wir in diesen Bereichen innovative Akzente setzen.“

Wie geht es dem WIRO-Patenkind?

„Niah nimmt ihre Umwelt schon bewusster wahr“, berichtete Zookuratorin Antje Zimmermann. „Hsiao-Nings Baby entwickelt sich großartig und nimmt jeden Tag ein bisschen mehr die Dinge in seiner Umgebung auf. Sie wiegt jetzt schätzungsweise 1,8 kg und zeigt einen gesunden Hunger an der Brust ihrer Mutter.“ Hsiao-Ning kümmert sich nach wie vor rührend um ihr Kind. Auch in der Gruppe um Familienoberhaupt und Neuvater Sabas verläuft alles sehr harmonisch. Ihre Schwester Dinda zeigt ein großes Interesse für die Kleine. Sie sitzt oft mit Hsiao-Ning und deren Baby zusammen, schaut sich alles an und darf das Kleine auch ab und zu anfassen oder streicheln. Papa Sabas beobachtet lieber alles aus der Ferne, schaut aber hin und wieder mal mit entsprechendem Abstand kurz nach seiner Niah. Üblicherweise sind bei den Orang-Männchen die Vatergefühle nicht stark ausgeprägt.

Surya, Kwame und Una – viele tierische Höhepunkte

Das DARWINEUM lebt und entwickelt sich ständig weiter. Es gibt immer wieder neue Tiere und Tierarten zu entdecken. Aus Sicht der zehn Tierpfleger im DARWINEUM zählen der Zuzug und die Integration weiterer Menschenaffen in der Tropenhalle sowie der Nachwuchs bei den Orang-Utans mit Surya 2013 und Niah 2017 zu den Höhepunkten in den vergangenen Jahren. So kam im Oktober 2012 das kleine Gorillamädchen Zola (9) aus dem Zoo Leipzig nach Rostock, Orang-Utan-Dame Dinda (11) im Dezember 2015 aus der britischen Monkey-World und Gorillajunge Kwame (6) im Oktober 2016 aus dem Zoo Heidelberg an die Küste. Alle drei haben sich nach ihrer Ankunft gut eingelebt im DARWINEUM und in ihren Gruppen. Die zweiköpfige Schlange Una, die im Juni 2015 geschlüpft ist, hat ebenso für Schlagzeilen gesorgt wie der außergewöhnliche Zuchterfolg bei den Schnabeligeln. Nachdem Harapans Mutter im April 2014 plötzlich verstarb, wurde der kleine Schnabeligel liebevoll und mit großer Sorgfalt von seinen Pflegeeltern im DARWINEUM aufgezogen. Experten aus Australien haben Tipps und Ratschläge gegeben. Dem Rostocker Zoo ist damit vermutlich die erste Handaufzucht eines Neuguinea-Kurzschnabeligels gelungen. „Unbedingt zu erwähnen sind auch die Erfolge des Tierpfleger-Teams in der Quallenzucht“, hob die Kuratorin hervor. „Gegenwärtig werden im DARWINEUM 20 Quallen-Polypenarten gehalten, elf Quallen-Arten konnten schon erfolgreich vermehrt werden. Einen ähnlichen Erfolg konnte der Zoo Rostock bei den Anemonenfischen, den Kardinalbarschen und Seepferdchen sowie beim Wachstum verschiedener Korallenarten verzeichnen.“

10.000 Salatköpfe für Assumbo & Co.

Zur reichhaltigen Nachwuchsschar im DARWINEUM gehören zwei Orang-Utan-Mädchen, ein Schnabeligel, acht Kattas, 14 Zwergseidenäffchen, sieben Senegal-Galagos und drei Brazza-Meerkatzen sowie etliche Schönnattern, Großkopf-Ruderfrösche, Riesenheuschrecken und diverse Fische, Quallen und Korallen. Einige neue Tierarten sind beispielsweise der Malachit-Stachelleguan seit 2013, Erdbeerfrösche und Balistare seit 2014, Großkopf-Ruderfrösche seit 2015, Schildturakos seit 2016 sowie Fidschi-Leguane und Sugar Glider seit 2017. Das größte und schwerste Tier im DARWINEUM ist Gorilla-Silberrücken „Gorgo“ mit einem Gewicht von ca. 155 kg. Das kleinste Wirbeltier ist das Erdbeerfröschchen, die kleinsten wirbellosen Tiere sind Quallen-Polypen. Die 14 Menschenaffen im DARWINEUM, jetzt 15 mit Nesthäkchen Niah, sowie die anderen Kleinaffenarten vertilgen jedes Jahr rund 1.600 Eier, 5.500 kg Möhren, 70 kg Quark, 1.300 Stangen Sellerie, 2.900 kg Knollensellerie, 2.500 kg Zwiebeln, 3.000 kg Porree, 2.600 kg Spitzkohl, 2.000 kg Gurken und 10.000 Salatköpfe. Lieblingspatentiere im DARWINEUM sind die Orang-Utans mit zehn Paten, die Faultiere mit acht Paten und die Gorillas mit sieben Paten. Dagegen warten die Brazza-Meerkatzen, die Sugar Glider oder Fidschileguane noch auf die Unterstützung durch einen privaten Förderer oder einen Unternehmenspaten.

Reichhaltige tropische Pflanzenwelt

Nicht nur der Tierbestand ist in Bewegung. Im DARWINEUM wachsen auch rund 950 Pflanzen in etwa 140 verschiedenen Arten, die intensiv gärtnerisch betreut werden. Zudem müssen die Landschaften in den Terrarien und Tieranlagen gepflegt werden. Besonders gut wachsen beispielsweise der Roseneibisch (Hibiscus), die Fischschwanzpalme (Crayota) und die Schraubenbäume (Pandanus). Anderen Pflanzen wiederum fehlt die Nachtkühle, so unter anderem den Orchideen, Kakteen und Feigen. Praktisch dagegen sind die Papaya- und Bananenpflanzen, deren Früchte auch an die Affen verfüttert werden können. Für das richtige tropische Klima arbeiten die Luftfilteranlage im DARWINEUM und die aufwändige Technik hinter den Kulissen rund um die Uhr. Rund 60.000 m³ Luft werden pro Stunde gereinigt. Bei 25 bis 30 Grad Celsius und bis zu 90 Prozent Luftfeuchtigkeit in der großen Tropenhalle fühlen sich Menschenaffen, Faultiere und viele weitere Exoten wie in ihrer ursprünglichen Heimat.

Der Zoo feiert Orang-Utan-Baby-Taufe und 5 Jahre DARWINEUM

Viele Überraschungen und freier Eintritt für alle Besucher mit roten Haaren am 8. September

Orang-Utan-Mädchen im Zoo Rostock geboren, Foto: Joachim Kloock

Orang-Utan-Baby, Foto: Joachim Kloock

29.8.2017 – Am 8. September vor fünf Jahren wurde das „lebendige Museum“ im Zoo Rostock eröffnet. Inzwischen leben im DARWINEUM rund 700 Tiere aus 66 Arten, doppelt so viele Arten wie im Startjahr 2012. Dazu kommen mittlerweile mehr als 1.000 Tiere aus etwa 100 Arten im Korallenriff. Hier hat sich die Artenzahl sogar verdreifacht. Auf die Erfolge in Zucht und Tierhaltung sind die Zoomitarbeiter, allen voran die Tierpfleger, sehr stolz. Das soll gefeiert werden: Am Freitag, den 8. September 2017, gibt es ein Geburtstagsfest, zu dem auch der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Roland Methling, erwartet wird. Das Fest zum 5-jährigen Bestehen des DARWINEUM steht dabei ganz im Zeichen der Orang-Utans. Die  Gruppe der rotbraunen „Waldmenschen“ hatte gerade mit dem Nachwuchs von Hsiao-Ning vor einem Monat wieder für Schlagzeilen gesorgt. „Wir freuen uns unbändig über den weiteren Nachwuchs in der Orang-Gruppe. Schon Surya hat die Besucher in ihren Bann gezogen, jetzt ist eine weitere rothaarige junge Dame dazu gekommen“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Deshalb haben wir uns überlegt, dass Besucher mit roten Haaren zum Festtag freien Eintritt in den Zoo haben“, kündigte Zoodirektor Udo Nagel an. Die Idee stamme aus dem Ape Rescue Center Monkey World in Großbritannien, der Heimat der jungen Mutter Hsiao-Ning.

Nach der Eröffnung der Geburtstagsparty um 10 Uhr ist die symbolische Taufe des kleinen Orang-Utan-Mädchens geplant, das am 24. Juli geboren ist. Unter den fünf Namensvorschlägen der Tierpfleger konnte im Vorfeld für den persönlichen Favoriten abgestimmt werden. Tausende haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Roland Methling und Orang-Utan-Pate Ralf Zimlich, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, wird feierlich das Porträt-Schild mit dem Namen des jüngsten Tropenhallenbewohners enthüllt.

Ein weiteres Highlight des Geburtstagsfestes ist die Ausstellung von Gemälden, die die Orang-Utans eigenhändig angefertigt haben. Die Bilder von Dinda, Hsiao-Ning und Sabas in wilden Farben können auch erworben werden. Im DARWINEUM gibt es außerdem Sonderführungen, zahlreiche Informationen und Aktionen wie Kinderschminken. Um 11 und 15 Uhr startet im Kinosaal eine 40-minütige, geheimnisvolle Expedition auf der Suche nach den Tränen der Meerjungfrauen. „Jona und die Tiefseemonster“ ist der Titel des Video-Tanz-Theaters, eines Projektes des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.

Meeresforscher und Zoo-Experten in Rostock wollen zusammenarbeiten

Im POLARIUM wird die erfolgreiche Quallenzucht ausgeweitet

Kompassqualle, Foto: Joachim Kloock

Kompassqualle, Foto: Joachim Kloock

15.8.2017 – Der Rostocker Zoo und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) mit Sitz in Warnemünde werden künftig auf dem Gebiet der Quallenforschung zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperation haben Zoodirektor Udo Nagel und der Direktor des IOW, Prof. Ulrich Bathmann, am Montag vereinbart. Die neue Partnerschaft wurde vom Rostocker Bundestagsabgeordneten Peter Stein initiiert, der sich als Mitglied der Ostseeparlamentarierkonferenz, der Baltic Sea Parliamentary Conference (BSPC), unter anderem für „Saubere Meere“ einsetzt. Die Ostseeparlamentarierkonferenz ist das parlamentarische Forum der Ostseeanrainerstaaten, in dem neben wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen auch Probleme des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und der Energiepolitik diskutiert werden. „Mit dem IOW haben wir viele Schnittmengen“, betonte Udo Nagel. „Einen kleinen Ausschnitt der Unterwasserwelt, die die Wissenschaftler in den Meeren untersuchen, zeigen wir auch in unseren Aquarien. Insbesondere mit unserer erfolgreichen Quallenzucht haben wir uns einen Namen gemacht. Fünf Jahre nach Start der Quallenhaltung sind die Tierpfleger in einem regen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus dem Zoo Berlin, dem Zoo in Wien und nicht zuletzt dem Enoshima-Aquarium in Japan, mit dem uns seit vergangenem Jahr ein Kooperationsvertrag verbindet“, so Nagel. Die Quallenzucht soll mit dem POLARIUM mit der Präsentation weiterer Arten ausgeweitet werden. Auch deshalb freut sich der Biologe und Meeresforscher Prof. Ulrich Bathmann auf die Zusammenarbeit mit dem Zoo. „Mit dem Know-how der Zoo-Experten und der exzellenten Versorgungstechnik in der Aquaristik ergeben sich hervorragende Synergien. Der Zoo ist ein interessanter Praxispartner für unsere Wissenschaftler und unsere Nachwuchsarbeit“, so Bathmann.

Abtauchen in Meereswelten

Angedacht sind gemeinsame Projekte rund um die Quallen, die mit zu den ältesten noch lebenden Tiere der Erdgeschichte zählen. Themen von gegenseitigem Interesse sind unter anderem Aspekte der Lebensweise der Quallen, ihrer Vermehrung und Ansprüche an ihre Umwelt. Berührungspunkte gibt es darüber hinaus beim Thema Verschmutzung der Meere und der daraus resultierenden Probleme für alle Meeresbewohner. Korallenriff und Quallenkreisel waren mit der Eröffnung des DARWINEUM vor fünf Jahren absolutes Neuland für den Rostocker Zoo. Diese Unterwasserwelten gehören zu den Besuchermagneten. Der Zoo hält derzeit Polypen von etwa 20 Quallenarten, Medusen von etwa zehn Arten, darunter die Wurzelmundquallen, die Kompassquallen und Spiegeleiquallen. Im POLARIUM, das im kommenden Jahr zum 800. Stadtgeburtstag eröffnet werden soll, werden in einer eigenen Quallenkoje weitere sieben Arten gezeigt, die derzeit schon in Rostock gezüchtet, bisher aber noch nicht zur Schau gestellt wurden. Mit Bau und Betrieb des POLARIUM strebt der Zoo weitere wissenschaftliche Kooperationen mit Institutionen an, die sich mit polaren Lebenswelten befassen. Partnerschaften mit wissenschaftlichen Einrichtungen haben sich in der Vergangenheit für jeweils beide Seiten mehrfach bewährt – zur Verbesserung der Tierhaltung, aber auch für die Bereiche Marketing, Kommunikation, Gestaltung, Besucherbefragung und Technik. So pflegt der Zoo enge Kontakte mit der Rostocker Universität und ihren Fachinstituten, mit der Hochschule Wismar und der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Das IOW ist ein Meeresforschungsinstitut, das sich auf die Küsten- und Randmeere und unter diesen ganz besonders auf die Ostsee spezialisiert hat. Mit einem interdisziplinären Ansatz wird Grundlagenforschung zur Funktionsweise der Ökosysteme der Küstenmeere betrieben. Die Ergebnisse sollen der Entwicklung von Zukunftsszenarien dienen, mit denen die Reaktion dieser Systeme auf die vielfältige und intensive Nutzung durch die menschliche Gesellschaft oder auf Klimaänderungen veranschaulicht werden kann. www.io-warnemuende.de

Bildunterschrift: Die Kompassqualle ist eine vor allem im Atlantik, im Mittelmeer, in der Nordsee und im Kattegat anzutreffende Schirmquallenart. Zu sehen ist sie auch im DARWINEUM im Zoo Rostock. Foto: Joachim Kloock

EEP-Koordinator besucht den Zoo Rostock

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Orang-Utan-Mama Hsiao-Ning mit ihrem Baby, Foto: Joachim Kloock

Unser Orang-Utan-Nachwuchs ist interessant für das Zuchtprogramm

9.8.2017 – Aus Anlass unseres neusten Zuwachses im Darwineum, dem kleinen Orang-Utan-Mädchen, besucht Clemens Becker, Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans, morgen den Zoo Rostock.

Er wird zwischen 14:00 und 14:30 Uhr in Begleitung der Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann im Darwineum eintreffen und den Nachwuchs in Augenschein nehmen.

Da der Zoo mit dem Bau des Darwineums einen großen Schritt getan hat, um die Haltungsbedingungen für die Menschenaffen zu verbessern und sich an vielen Erhaltungszuchtprogrammen, nicht nur für die Orang-Utans, beteiligt, ist der Besuch eine schöne Anerkennung der bisherigen Arbeit des Rostocker Zoos.