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Erstmals Nachwuchs bei den Polarfüchsen im Rostocker Zoo  

Schwarz, weiß und neun auf einen Streich 

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

13.7.2017 – Der Zoo Rostock freut sich über neun junge Polarfüchse. „Dreimal schwarz, sechsmal weiß, fünf Jungs und vier Mädchen und alle sind putzmunter“, informierte heute Kuratorin Antje Zimmermann. „Sie entwickeln sich prächtig, spielen und toben viel.“ Es ist nicht nur der erste Polarfuchs-Nachwuchs überhaupt im Zoo Rostock, auch für die Elterntiere Ronja und Loki ist es der erste Wurf.  Polarfüchse bekommen durchschnittlich drei bis neun Welpen pro Wurf, wobei auch eine Anzahl von bis zu 12 Jungtieren nicht ungewöhnlich ist. Die Größe eines Wurfes ist, besonders in der freien Wildbahn, stark vom Nahrungsangebot und den klimatischen Verhältnissen abhängig.

Füttern die Mutter, Spielen der Vater

Die Mutter kümmert sich sehr gut um ihre Rasselbande. So trägt sie ihren Welpen beispielsweise das Futter in die Höhle. Auch kommuniziert sie mit ihren Kindern. Ist außerhalb der schützenden Höhle zu viel Trubel, warnt sie ihre Jungen mit bestimmten Lauten. Ist es ruhiger, lockt sie die Jungtiere nach draußen, wie die Tierpfleger beobachtet haben. Diese hatten auch Anfang Juni Veränderungen und geschäftiges Treiben bei Ronja bemerkt (Wahrscheinlicher Geburtstermin um den 1. Juni). Die Jungtiere lagen allerdings nicht sichtbar und gut versteckt in der Höhle und haben auch erst nach etwa vier Wochen das erste Mal für kurze Zeit das Wurfversteck verlassen. Neugeborene Polarfüchse werden blind, taub und zahnlos geboren. Sie wiegen dann zwischen 50 und 130 Gramm. „Unsere Jungtiere bringen inzwischen schon alle mehr als ein Kilogramm auf die Waage“, so Antje Zimmermann. „Die Kleinen werden jetzt mutiger und kommen immer öfter aus dem Bau. Gut zu beobachten sind sie insbesondere zu den Fütterungszeiten um 9 Uhr, zwischen 11 und 12 sowie zwischen 14 und 15 Uhr.“

Mutter Ronja wurde am 16. Mai 2012 auf der Elch- und Rentierfarm Golz in Brandenburg geboren und wechselte am 20. August 2012 nach Rostock. Der stolze und noch sehr verspielte Vater Loki kam am 28. April 2016 im Wildpark Lüneburger Heide zur Welt und ist seit dem 19. August 2016 der Partner von der zutraulichen Ronja. Er beteiligt sich eher weniger an der Aufzucht, fordert seine Kinder aber immer wieder zum Spielen auf. Dies ist sicherlich auch seinem eigenen, noch sehr jungem Alter geschuldet. Polarfüchse sind monogam und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen. Schon mit ungefähr sechs Wochen werden junge Polarfüchse von der Muttermilch entwöhnt. Bereits mit 15 bis 20 Tagen bekommen sie auch erste feste Kost in Form von den Eltern vorverdauter Nahrung, bevor sie dann mit vier bis sechs Wochen feste Nahrung zu sich nehmen. „Wir können gerade gut beobachten, dass die Jungtiere von ihrer Mutter mehr und mehr an die richtige Nahrung herangeführt werden“, so die Kuratorin. Auf dem Speiseplan der Polarfüchse stehen alle Arten von Fleisch, unter anderem Küken, Mäuse, Ratten, Putenhälse, Rindfleisch und Kaninchen. Dies macht den Hauptteil der Nahrung aus. Zur Beschäftigung bekommen sie aber auch Obst und Gemüse. Auch die Jungtiere erhalten neben Fleisch etwas Obst und Gemüse, um an diese Nahrung gewöhnt zu werden.

Mehr Platz für die kleinen Racker

Das Gehege der Polarfüchse im historischen Zooteil wurde indes durch die Zoomeisterei erweitert, um mehr Platz für die jetzige Großfamilie zu schaffen. Die Polarfuchsanlage wurde mit dem Revier der Schneeeulen verbunden. Somit steht den Polarfüchsen nun mehr als doppelt so viel Platz zur Verfügung. Die Schneeeulen ziehen übergangsweise in die Volierenreihe hinter den Zwergziegen. Vom Gehege der Ziegen sind sie gut zu sehen. Der Polarfuchs ist übrigens der einzige Wildhund, der die Farbe seines Pelzes den Jahreszeiten entsprechend anpasst. Im Sommer ist das Fell an Kopf, Rücken, Schwanz und Beinen bei allen Polarfüchsen braun, die Flanken und der Bauch hellbeige. Im Winter, etwa ab Oktober, November gibt es dann zwei völlig verschiedene Farbvarianten. Da ist einmal der „Weißfuchs“, der ein rein weißes und dickes Winterfell hat wie Ronja und zum anderen der „Blaufuchs“ wie Loki, dessen Fellfarbe von hellgrau über dunkelblau bis sogar schwarz variiert. Polarfüchse leben erst seit 2000 im Rostocker Zoo. Im Juli 2000 sind die ersten Polarfüchse, das Pärchen „Agneta“ und „Kjell“, in Rostock eingezogen. Nun gibt es erstmals eigenen Nachwuchs.

RSAG und Zoo mit Herz für Nachtschwärmer

Neuer Fledermausbus mit Stopp bei den fliegenden Vorbildern 

Die erste Station des neugestalteten Busses der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) für Nachtschwärmer führte heute natürlich in den Zoo. Anlässlich des 20. Jubiläums der beiden bei unternehmungslustigen Hansestädtern beliebten Nachtbuslinien hat die RSAG ihren neuen Fledermausbus vorgestellt. „Gemeinsam unterstützen wir die ‚Nachtschwärmer‘ von Rostock“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Die RSAG, langjähriger Tierpate unserer Geparden, unterstützt uns auch bei unseren ‚Jägern der Nacht‘ beim Artenschutz. Alle der ca. 25 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten stehen auf der Roten Liste für bedrohte Arten und sind teilweise akut vom Aussterben bedroht“, machte der Zoodirektor deutlich. „Vor diesem ernsten Hintergrund sind wir mit unseren Partnern wie der RSAG seit Jahren aktiv, um über die Situation zu informieren und Möglichkeiten des Artenschutzes aufzuzeigen. Dieses Engagement möchten wir gern noch weiter ausbauen. So findet auch in diesem Jahr mit der Naturschutzjugend NAJU am 26. August unter anderem wieder eine öffentliche Fledermausnacht statt“, kündigte Nagel an.

Neben dem Mammut auf dem Weg zum Darwineum wurde heute ein Schild zum Jagdverhalten der Fledermäuse angebracht und 16 Fledermaussilhouetten aufgehängt, die sich im Wind bewegen und auf die am Tag unsichtbaren Säugetiere hinweisen sollen. Weitere Schilder zum Jahreszyklus der Fledermäuse und deren natürliche und künstliche Unterkünfte sind in Planung. Der Barnstorfer Wald und insbesondere auch der Wald- und Wasserbereich vor dem DARWINEUM sind ein beliebtes Revier für die wild lebenden nachtaktiven Kunstflieger. Neben dem Großen Abendsegler und der weit verbreiteten Zwergfledermaus leben im Barnstorfer Wald auch der Kleine Abendsegler, die Wasserfledermaus, das Braune Langohr, die Fransenfledermaus und Mückenfledermaus sowie die Breitflügelmaus. Hier finden die Tiere einen idealen Baumbestand mit vielen alten Rotbuchen mit zahlreichen Spalten und Höhlen. Weltweit gibt es mehr als 1.000 Fledermausarten. Die Artenvielfalt reicht hier von den kleinen Mückenfledermäusen, die als kleinste der heimischen Arten nur etwa 5 Gramm wiegen, hin zu den Großen Abendseglern, deren Flügelspannweite schon bei 40 Zentimetern liegt. Viele Menschen faszinieren die Tiere, die mit den Ohren sehen und mit den Händen fliegen können und mit dem Kopf nach unten schlafen.

Bildunterschriften, Fotos von Joachim Kloock:  Der neue Fledermausbus, präsentiert von „RSAG-Fledermaus“ Michael Reitz.
Anbringen der Fledermaus-Silhouetten im Rostocker Zoo: RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis.
Enthüllung des neuen Infoschildes zum Jagdverhalten der Fledermäuse im Rostocker Zoo (v.l.n.r.): Jan Bleis, Yvette Hartmann, Michael Reitz und Zoodirektor Udo Nagel

„Die Zauberhafte“ – kleines Wisent-Mädchen auf den Namen Willow getauft

Jungtierpremiere für Wisentbulle Wilson und Tisnelda

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

10.7.2017 – Früher als erwartet gab es großen Grund zur Freude im Wisentgehege. Jungbulle Wilson, erst seit einem Jahr in Rostock, erlebte zusammen mit seiner Tisnelda eine Premiere. Am Kindertag, am 1. Juni, wurde ein kleines Wisentmädchen geboren. Nun haben die langjährigen Paten, Familie Stein aus Rostock, und Familie Schmidt, die sich an der öffentlichen Namenssuche beteiligt hat, den jüngsten Nachwuchs von Tisnelda und Wilson auf den Namen Willow getauft.  Marketingchef René Gottschalk bedankte sich bei den Tierpaten für ihr langjähriges Engagement für die stark bedrohte Tierart. „Alle unsere Tierpaten, insgesamt rund 200 Privatpersonen und Unternehmen, leisten viel für den aktiven Natur- und Artenschutz“, hob René Gottschalk hervor.

Eine Spielgefährtin für Walli

Unter vielen Vorschlägen hat sich letztendlich der Name Willow für die Tochter von Tisnelda und Wilson durchgesetzt. Der Name kommt aus dem altenglischen und ist nach der Weide benannt. Der Baum steht in der keltischen Mythologie für den Zauber, daher wird der Name auch mit „die Zauberhafte“ übersetzt. Mutter ist die am 7. Juni 2011 im Tierpark Berlingeborenen „Tisnelda“. Sie kam im Mai 2012 aus Berlin in den Rostocker Zoo. „Für Tisnelda ist es das erste Jungtier. Sie kümmert sich prima um ihr Kleines“, betonte Kuratorin Antje Zimmermann. Vater ist der erst im letzten Jahr aus dem Tierpark Neumünster an die Küste gekommene und im Juni 2016 von Innenminister Lorenz Caffier getaufte Bulle „Wilson“. Er wird am 6. August 3 Jahre alt. „Willow hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Die Tierpfleger schätzen das Gewicht auf ca.40 kg. Momentan ernährt sich die Kleine noch von Muttermilch. Mit ca. drei Monaten wird sie versuchen, die erste feste Nahrung zu sich zu nehmen, in einem halben Jahr wird sie dann wie die erwachsenen Tiere der Herde Heu, Grünfutter und Äste fressen“, so Antje Zimmermann. Die stattlichen Wisente ernähren sich rein pflanzlich. Zur Gruppe um Nesthäkchen Willow auf der Wisentanlage im neuen Teil des Zoos gehören neben Tisnelda und Wilson auch noch Gerda (7) und die „Rostockerin“ Wabe (21) sowie die 2015 geborene Walli (1), die am 25. Juli ihren 2. Geburtstag feiert. Walli war 2015 der erste Wisent-Nachwuchs nach sieben Jahren im Rostocker Zoo. Eltern sind und die 2010 im Tierpark Hirschfeld geborene Gerda und der verstorbene Wisentbulle Wilkos. Seit 1960 gibt es Wisente im Zoo Rostock.

Gelebter Artenschutz

Das „Wildtier des Jahres 2014“ ist ein klassisches Beispiel für die Arterhaltungserfolge der Zoologischen Gärten. Denn eigentlich waren die Wildrinder in freier Natur schon ausgestorben. 1952 wurden die ersten Wisente aus mehreren Zoos im polnischen Urwald von Białowieża wieder der freien Natur überlassen. Heutegibt es ca. 3.600 freilebende Wisente in sechs Ländern – in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Russland und Litauen und auch eine kleine Herde in Deutschland, im südwestfälischen Rothaargebirge. Auch der Rostocker Zoo hat sich an dem deutschen Auswilderungsprogramm beteiligt. Zum Schutz der Wisente arbeiten allein in Deutschland vier Regionalzentren, die Ansprechpartner für die ca. 80 Wisenthalter in Deutschland sind und deren Ziel die Qualitätssteigerung der Wisenterhaltungszucht ist. Der Wisent gilt in Europa als das größte Landsäugetier. Ausgewachsene Bullen können bis zu 1.000 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 20 Jahren.

Informationen zur Tierpatenschaft

http://www.zoo-rostock.de/de/unser_zoo/foerdern_helfen/zoo_patenschaften

Ein Axolotl im Zoo Rostock

Axolotl

Axolotl, Foto: Joachim Kloock

Der Axolotl ist ein aquatil lebender mexikanischer Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche, der natürlicherweise nur als Dauerlarve auftritt. Axolotl erreichen die Geschlechtsreife, ohne ihre äußere Larvengestalt zu verändern und eine bei Amphibien sonst übliche Metamorphose zu durchlaufen. Alexander von Humboldt brachte im August des Jahres 1804 als Erster Axolotl nach Europa. Axolotl haben unter guten Bedingungen eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Eine Besonderheit, die der Axolotl etwa mit dem Grottenolm und manchen anderen sogenannten obligat pädomorphen Amphibien gemeinsam hat, ist, dass sie nie richtig erwachsen werden, sondern ihr gesamtes Leben im kiemenatmenden Larvenstadium unter Wasser verbringen. Trotzdem erreichen sie die Geschlechtsreife. Grund für die ausbleibende Umwandlung ist ein angeborener Schilddrüsendefekt: Für die Metamorphose notwendige Hormone können nicht ausgeschüttet werden. Axolotl verfügen über die Fähigkeit, Gliedmaßen, Organe und sogar Teile des Gehirns und Herzens wiederherzustellen. Die Regenerate sind in der Regel keine Verkrüppelungen, sondern vollständig und funktionstüchtig. Nach einer Verwundung bildet sich ein Wundepithel, das auch darunterliegendes Gewebe zur Heilung veranlasst. Nach wenigen Tagen bildet sich bei verlorenen Körperteilen eine Art Regenerationsknospe, aus der das Körperteil nach wächst.

Mit etwa 8 bis 15 Monaten werden Axolotl geschlechtsreif. Im natürlichen Lebensraum liegt die Paarungszeit wohl im Februar, wenn in den Bergen der Schnee schmilzt und kühles Tauwasser die Wassertemperatur der Heimatseen vorübergehend deutlich absenkt. In Aquarien kann es auch zu sonstigen Zeiten zur Fortpflanzung kommen. Die Larven schlüpfen, stark temperaturabhängig, nach ungefähr 15 bis 20 Tagen Embryonalentwicklung. Zunächst zehren sie noch zwei Tage von ihrem Dottervorrat, bevor sie selbständig auf Nahrungssuche gehen. Wildlebende Axolotl ernähren sich als Lauerjäger von Krebstieren, weiteren wasserbewohnenden Wirbellosen (beispielsweise Insektenlarven), kleinen Fischen und dem Laich sowie Jungtieren von anderen Lurchen. Auch der Nachwuchs der eigenen Art gehört zu ihrem Nahrungsspektrum. (Textquelle Wikipedia)

Veröffentlicht 30. Juni 2017 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

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Gläserne Geschöpfe des Meeres – Neue Ausstellung im Darwineum

30.6.2017 – Im Zoo Rostock ist derzeit die Ausstellung „BLASCHKA – Gläserne Geschöpfe des Meeres zu sehen. Ergänzt wird diese mit 150 Jahre alten Glas-Exponaten aus der Zoologischen Sammlung der Rostocker Universität. Der Zoo blickt auf eine überaus erfolgreiche Quallenhaltung und -zucht. Die Ausstellung ist bis Ende August in Rostock zu sehen; sie wird erstmals in einem Zoo gezeigt. Die Sonder-Fotoschau ist den Glasbläsern und „naturwissenschaftlichen Künstlern“ Leopold Blaschka (1822-1895) und seinem Sohn Rudolf Blaschka (1857-1939) gewidmet, die bis 1890 hunderte Glasmodelle von faszinierend geformten Meereslebewesen schufen. Als Anschauungsmaterial fanden die Exponate Eingang in Lehrsammlungen auf der ganzen Welt, so auch in die Rostocker Zoologische Sammlung. Die weltweit bekannten Naturfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch setzten die gläsernen Quallen, Anemonen, Schnecken und Strahlentierchen in Szene; entstanden sind wunderschöne großformatige Fotografien.

Echte Blaschka-Glasmodelle aus der Zoologischen Sammlung

Der Zoo Rostock kooperiert auf vielen Feldern mit der Universität Rostock. Der Rektor der Rostocker Universität, Prof. Wolfgang Schareck, freue sich auf die Ausstellung und die weitere Zusammenarbeit. „Im Bestand der Zoologischen Sammlung unserer Universität gibt es einige echte Blaschka-Glasmodelle, so beispielsweise von einer Qualle, einem Kalmar, einer Krake sowie von Schnecken. Diese Exponate können wir nun im Rahmen der Ausstellung im DARWINEUM einem größeren Publikum präsentieren“, sagte Schareck. Neben dem Institut für Biowissenschaften mit seiner Zoologischen Sammlung ist das Institut für Chemie beteiligt. Glasapparatebauer werden einen Einblick in das Handwerk der Glasbläserei geben. Im Rahmen der Ausstellung gibt es immer donnerstags um 15 Uhr ein Begleitprogramm, bei dem sich interessierte Besucher durch die Fotoschau führen lassen können und ein Glasbläser vor Ort sein Handwerk vorstellt. Darüber hinaus findet jeden ersten Donnerstag im Monat, also am 6. Juli und 3. August um 19 Uhr eine „Nacht der Quallen“ statt. Dort können die Besucher einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Quallenzucht im DARWINEUM werfen und erfahren viel Wissenswertes über das spektakuläre Unterwasserleben der „Geschöpfe des Meeres“ (Anmeldung: 0381/20 82 179, Eintritt 8 €, erm. 4 €/Treffpunkt Haupteingang Barnstorfer Ring). Blaschka-Glasmodelle galten in ihrer zerbrechlichen Schönheit schon damals als Wunderwerke, heute sind sie gut gehütete Schätze zoologischer und botanischer Sammlungen vieler Länder. In Berlin, Wien und Utrecht haben die beiden renommierten Tierfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch Glasmodelle der Blaschkas ins Licht gerückt. Ihre bildliche Interpretation erlaubt einen ganz besonderen Blick auf die fragilen Meeresgeschöpfe.

Bild 13: Eröffneten heute die Ausstellung: Prof. Stefan Richter (li.), Rektor Prof. Wolfgang Schareck (re.) und Glasapparatebauer Patrick Quade (2.v.re./alle Uni Rostock) sowie Zoodirektor Udo Nagel.

 

 

Wohlfühlgrummeln und erste Kuscheleinheiten – Kwame hat sich gut in Rostock eingelebt

Die Chefin der Rostocker Stadtwerke AG Ute Römer besuchte ihr jüngstes Patenkind

28.6.2017 – Kwame hat nicht nur innerhalb kürzester Zeit die Herzen der Rostocker Zoobesucher erobert, sondern sich auch prima in seine neue Gruppe eingelebt. Seit Oktober vergangenen Jahres lebt der sechs Jahre alte Gorillajunge, der aus dem Heidelberger Zoo an die Küste kam, in der Gruppe von Rostocks bekanntem Silberrücken Assumbo (43) und seinen drei Frauen Eyenga (12), Yene (16) und Zola (9). Heute hat sich Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke Rostock AG, davon überzeugt, dass ihr jüngstes Patenkind in der Gorillagruppe seine Rolle gefunden hat. „Ich freue mich riesig, dass sich Kwame inzwischen als ein vollwertiges Familienmitglied etabliert hat. Damit hat die Gruppe eine gute Perspektive, selbst einmal Nachwuchs hervorzubringen“, unterstrich Ute Römer. Die insgesamt sieben Gorillas in Rostock zählen zu den akut gefährdeten Westlichen Flachlandgorillas, die auch auf der Roten Liste für vom Aussterben bedrohte Tiere stehen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Kamerun und dem Westen der Zentralafrikanischen Republik über Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo bis in die angolanische Exklave Cabinda. Experten schätzen, dass es nur noch rund 90.000 ihrer Art gibt. Zoodirektor Udo Nagel dankte der Stadtwerke Rostock AG für ihr langjähriges Engagement für den Rostocker Zoo. „Diese Unterstützung ermöglicht es uns, auf wichtige Themen im Artenschutz aufmerksam zu machen und unsere Besucher zu sensibilisieren, selbst aktiv zu werden.“ Die Stadtwerke Rostock AG, Paten der Gorillagruppe um Silberrücken Assumbo, zählt seit 2004 zu den Hautpartnern des Rostocker Zoos für Natur- und Artenschutz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Unterhaltung und Fortentwicklung der größten Freizeiteinrichtung der Hansestadt und des Landes. Extra für die heutige Stippvisite bei den Patentieren der Stadtwerke Rostock AG haben Mädchen und Jungen der Paul-Friedrich-Scheel-Schule Rostock Beschäftigungsrollen gebastelt, in denen leckere Rosinen versteckt waren. Gemeinsam mit Vorstand Ute Römer haben sie beobachtet, wie die Gorillagruppe auf das selbst hergestellte Spielzeug mit den schmackhaften Früchten reagiert hat.

Merkmal Kullerbauch und immer gut drauf

Kwame ist ein sehr fröhlicher, teils noch kindlicher, teils schon jungerwachsener Gorilla-Mann, der sehr gut zeigen kann, wenn er sich wohlfühlt. Dann grummelt er genussvoll oder liegt quietschvergnügt auf dem Rücken. Während sich bei ihm in der Anfangszeit alles hauptsächlich ums Futter, Toben und Spielen drehte, fängt er langsam an, sich auch für die Mädels in der Gruppe zu interessieren. Laut Aussage der Tierpfleger bemühen sich insbesondere Zola oder Eyenga intensiv um Kwames Aufmerksamkeit, der sich den kleineren „Kuscheleinheiten“ nicht mehr ganz abgeneigt zeigt. Dennoch, das leckere Futter steht immer noch an Nummer 1 auf Kwames Tagesprogramm, was auch an seinem deutlichen Kullerbauch zu erkennen ist. „Wir sind mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden und sehen positiv in die Zukunft. Kwame wird in aller Ruhe in seine Position als neuer Silberrücken hineinwachsen“, ist sich Kuratorin Antje Zimmermann sicher. „Er lernt viel von Assumbo, der gerade in der Anfangszeit schützend seine Hand über den Jungspund aus Heidelberg gehalten hat und der in Rostock seine Altersruhezeit genießen soll.“ Männliche Gorillas werden mit neun bis zehn Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit sieben bis zehn Jahren. Somit hat der kleine Kwame auch noch ein wenig Zeit, die Nachfolge von Assumbo anzutreten.

Fotos: Joachim Kloock
Stadtwerkechefin Ute Römer und Zoodirektor Udo Nagel
besiegelten heute die Fortsetzung der Patenschaft für Assumbos Gorillagruppe. Für leckere Überraschungen sorgten die Schüler der Paul-Friedrich-Scheel-Schule Rostock.

Das Jubiläumsmaskottchen der Universität Rostock bekommt Familiennachwuchs

Rektor Prof. Wolfgang Schareck besiegelt Patenschaft für zwei Steinkäuze im Rostocker Zoo 

Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck (re.) und Zoodirektor Udo Nagel besiegelten heute die Patenschaft für das Steinkauzpärchen. Foto: Joachim Kloock

Professor Wolfgang Schareck und Zoodirektor Udo Nagel, Foto: Joachim Kloock

19.6.2017 – An der Eulenscheune im Rostocker Zoo wurde heute eine Patenschaft der besonderen Art vereinbart. Zoodirektor Udo Nagel und Universitätsrektor Prof. Wolfgang Schareck haben an der Vogelvoliere ein Patenschaftsschild der Universität Rostock für ein Steinkauzpärchen angebracht. Dort leben seit kurzem die zwei Neuzugänge, die künftig die enge Verbundenheit von Universität und Zoo symbolisieren und für das große Jubiläum der ältesten Hochschule im Ostseeraum werben sollen. „Wir danken der Universität Rostock für die Übernahme der Patenschaft“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Gemeinsam wollen wir die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit in vielen Themenfeldern in den kommenden Jahren weiter vertiefen. Wenn die Universität im Jahr 2019 ihr 600. Jubiläum begeht, steht im Zoo der 120. Geburtstag an. Da sind etliche Aktionen zusammen mit der Universität geplant. Schon am 30. Juni wird im DARWINEUM die Ausstellung von Zoo und Uni ‚BLASCHKA – Gläserne Geschöpfe des Meeres‘ eröffnet.“

Eine blau-maritime Eule ist das noch namenlose Jubiläumsmaskottchen der Universität Rostock, die nun auch zwei lebende Vorbilder im Zoo hat, die zudem Nachwuchs erwarten. So können sich die gefiederten Botschafter des historischen Jubiläums möglicherweise schon bald auf fiependen Nachwuchs freuen. „Die Universität möchte ihr großes Festjahr mit allen Rostockern und Freunden der traditionsreichen Alma Mater feiern“, kündigte Rektor Prof. Wolfgang Schareck an. „Dazu gehört einerseits, auch schon Kinder und Schüler für die Wissenschaft zu begeistern, andererseits auf einen aktiven Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Somit kommt unserem tierischen Aushängeschild für das Jubiläum eine gewichtige Bedeutung und spannende Rolle zu. Für unseren 600. Geburtstag haben wir eine authentische Identifikationsfigur gesucht und einen echten Überflieger gefunden“, so Schareck.

Vorfreude: Zwei Eier im Gelege

Die Steinkäuze, die seit Mai im Zoo Rostock ihr neues Zuhause haben, stammen von einem privaten Eulenzüchter aus der Nähe von Greifswald. Die Steinkäuze leben in einer von zwei Volieren in der Eulenscheune im alten Zooteil. In unmittelbarer Nachbarschaft sind ein Auerhahn und sieben Sperbereulen beheimatet. Im Zoo gibt es darüber hinaus noch eine Sumpfohreule, einen Uhu sowie jeweils zwei Schnee-Eulen, Waldkäuze und Bartkäuze zu sehen. Beide Steinkäuze sind ca. zwei Jahre alt. Steinkäuze können in der Natur bis zu 15 Jahre alt werden, in Zoos bis zu 18 Jahre. Der Steinkauz gehört mit zu den bekanntesten Eulen Europas. Er brütet in Mitteleuropa überwiegend in Baumhöhlen bzw. alten Kopfbäumen. Das Gefieder der kurzschwänzigen kleinen Eule ist auf der Oberseite dunkelbraun und dicht weißlich gefleckt. Die Unterseite ist weißlich und breit dunkelbraun gestreift. Über den großen gelben Augen befinden sich schmale weiße Überaugenstreifen. In der Natur gehören Kleinvögel, Kleinsäuger, Insekten und auch Reptilien zum Speiseplan des Nachtjägers. Im Zoo werden überwiegend Mäuse und Küken gereicht. „Unser harmonisches Pärchen hat sich inzwischen gut eingelebt“, betonte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die Tierpfleger freuen sich schon jetzt auf baldigen Nachwuchs, da im Gelege zwei Eier gefunden wurden.“

Vogel der Weisheit ist bedroht

Der Steinkauz galt im antiken Griechenland als „Vogel der Weisheit“. Er begleitet auf vielen Darstellungen Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit. Auf die enge Verbindung weist auch der wissenschaftliche Name des Steinkauzes hin: „Athene noctua“ heißt übersetzt „nächtliche Athene“. Athenische Silbermünzen waren auf einer Seite mit einem Abbild Athenes, auf der anderen Seite mit der Figur des Steinkauzes geprägt. Daher stammt auch die seit der Antike bekannte Redensart „Eulen nach Athen“ tragen als Sinnbild für „etwas Überflüssiges tun“. Auch heute ist ein Teil dieser antiken Münze auf der griechischen 1-Euro-Münze zu sehen. Der „Vogel der Weisheit“ ist übrigens auch mehrfach an den Wänden des historischen Rostocker Uni-Hauptgebäudes zu entdecken. Heute ist der kleine Kauz vor allem durch die enge Nachbarschaft zum Menschen gefährdet. Hauptursache für den fortschreitenden Bestandsrückgang des Steinkauzes ist der Verlust an geeignetem Lebensraum. Auslöser sind die Intensivierung der Landbewirtschaftung, die zunehmende Wohnbebauung in ländlichen Regionen oder auch die Sanierung alter Gemäuer. Naturschutzverbände haben durch eine aktive Informationsarbeit und Ausgleichsmaßnahmen in Eulenbiotopen aber bereits erste Erfolge in der Bestandssicherung zu verzeichnen.

Namen für Eulen-Trio gesucht

Sowohl für das gezeichnete zwinkernde Jubiläumsmaskottchen, das schon mit dem Spitznamen „Plinkuul“ eine gewisse Bekanntheit in Rostock erlangt hat, als auch für die beiden neuen Steinkäuze im Rostocker Zoo sucht die Universität Rostock nun passende Namen. Studierende, Mitarbeitende, Zoofreunde und Eulenfans sind dazu aufgerufen, bis zum 31. Juli Namensvorschläge beim Jubiläumsteam einzureichen. Die Ideen können entweder per E-Mail an jubilaeum2019@uni-rostock.de geschickt oder auf der Facebookseite des Unijubiläums  (www.facebook.com/600JahreUniRostock) gepostet werden. Unter allen Teilnehmenden werden tolle Preise verlost.