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27. Hanse Sail vom 10. bis 13. August 2017: Vier Tage Schiffe, Musik und Sport locken Gäste aus aller Welt

8.8.2017 – Sie ist touristisches Aushängeschild, Wirtschaftsfaktor, Treffpunkt für Politiker und Unternehmer, Volksfest und eine Stütze für den Erhalt des maritimen Kulturerbes: Vom 10. bis 13. August 2017 feiert die Hansestadt Rostock ihre 27. Hanse Sail. Erwartet werden gut 200 Traditionssegler und Museumsschiffe aus zwölf Nationen sowie rund eine Million Besucher. „Mit der Hanse Sail haben wir einen Event, der seit über zwei Jahrzehnten Besuchermagnet für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist. Als Imageträgerin unterstützt sie in einzigartiger Weise die nationale und internationale Vermarktung und trägt entscheidend dazu bei, dass die Wahrnehmung der Hansestadt als maritim-touristische Destination weiter wächst. Damit verbunden ist aber auch eine bedeutsame lokale Wertschöpfung, von der verschiedenste Branchen und Dienstleister am Standort profitieren“, betont Tourismusdirektor Matthias Fromm.

Ein Fest für das ganze Volk

Wie ein blaues Band verbindet die Warnow die zahlreichen Veranstaltungsgebiete der Hanse Sail Rostock. Vom Gehlsdorfer Ufer mit dem Kanonierstreffen, entlang des Stadthafens von der Silo-Halbinsel über die Haedge-Halbinsel, den Kabutzenhof bis hin zum OSPA-Segelstadion, in dem täglich spannende Wettkämpfe verfolgt oder eine Riesen-Wasserrutsche ausprobiert werden können. Weiter geht es im Fracht- und Fischereihafen, wo ein Teil der Schiffsflotte liegt, und im IGA-Park, in dem sich 86 Modellbauer aus ganz Deutschland zur Mini-Sail treffen. In Warnemünde zieht sich entlang der Promenade vom Hotel Neptun bis zur Bühne am Leuchtturm die bunte Bummelmeile, am Strandaufgang 1 wartet die Sport & Beach Arena auf einen Besuch, am Samstag sogar mit einer Sunshine live House Party zum Sonnenuntergang. Insgesamt fünf Windjammer und ein Schiff der Marine machen am Passagierkai fest. Von hier aus gelangt man auch zur anderen Warnow-Seite, wo der Offene Stützpunkt der Marine zum Besuch einlädt und die Yachten im Hafen der Yachthafenresidenz schaukeln. 3,5 Kilometer maritime Erlebnismeile und Musik auf acht Bühnen sind die harten Fakten des Landprogramms. Zu den Highlights, beigesteuert von Antenne MV und dem NDR, zählen die Auftritte von „Markus“, „East 17“, „Kate Ryan“, „Tonbandgerät“ und „Aura“. Besonders beliebt sind die beiden Feuerwerke am Samstagabend, die dieses Jahr erstmals zu verschiedenen Zeiten geschossen werden: um 22 Uhr in Warnemünde und um 22.40 Uhr im Stadthafen.

Die Schiffe sind das Herzstück der Veranstaltung

Rund 200 Traditionsschiffe steuern zur Hanse Sail Rostock und Warnemünde an, darunter auch die „ganz Großen“. „Die Hanse Sail und mit ihr Rostock hat einen sehr guten Ruf bei den Eignern und Crews der Segel- und Museumsschiffe, was uns sehr freut. Viele Schiffe sind uns treu und jedes Jahr kommen danke guter Mund-zu-Mund-Propaganda neue hinzu“, berichtet der Leiter des Hanse Sail-Büros Holger Bellgardt. Über einen „neuen Gast“, der sich kurzfristig angekündigt hat, freut er sich ganz besonders: „Am vergangenen Freitag hat sich die ,Royalist‘ aus dem Vereinigten Königreich bei uns gemeldet. Sie wird von Szczecin – dem Endhafen der Tall Ships Races, die sie gerade gewonnen hat – nach Rostock weitersegeln und hier an der Sail teilnehmen“, verrät er. „Wir bemühen uns sehr darum, dass sich unsere Gäste in Rostock wohlfühlen“, berichtet der Vorsitzende des Hanse Sail Vereins Günter Senf. „So stellen wir jedem Schiff einen Betreuer zur Seite, laden die Kapitäne und Schiffsingenieure zu Empfängen ein, organisieren ein Fußballturnier für die Crews und stellen mit Unterstützung des Verkehrsverbundes Warnow und der DB Regio Fahrkarten für den Öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung“, erklärt er weiter. Den Schiffseignern soll auf der Hanse Sail aber auch eine Plattform geboten werden, so beim Presse-Brunch am 10. August um 5 vor 12 Uhr, denn durch eine neue Sicherheitsrichtlinie ist der Bestand der deutschen Traditionsschiffe gefährdet.

Ehrenamtler und Sponsoren unterstützen das maritime Fest

„Mein großer Dank geht neben den Ehrenamtlern an die rund 50 Sponsoren, die uns auf vielfältige Weise unterstützen. Neben der Hanseatischen Brauerei Rostock, der OstseeSparkasse Rostock und der Sparkassen Finanzgruppe Mecklenburg-Vorpommern sind das unsere Schiffspaten AIDA, Euroports sowie Rohde & Schwarz, die Kosten für den Anlauf der Großschiffe übernehmen“, erklärt Holger Bellgardt. Das VW Autohaus Rostock stellt Crew-Shuttle-Dienste sicher, HEPA Wälzlager, die Wohnungsgesellschaft WIRO oder die Fährreederei Scandlines helfen, komplexe Veranstaltungsbausteine zu finanzieren. Eröffnet wird die Hanse Sail am 10. August ab 17 Uhr auf der NDR-Bühne. Den Abschluss bildet am Sail-Sonntag, dem 13. August, die „Parade der Nationen“ um 18 Uhr im Stadthafen. Dazwischen warten vier Tage voller Mitsegel-Erlebnisse, Sport, Spaß und Musik auf die Besucher. Das detaillierte Programm, die Teilnehmerschiffsliste sowie Orientierungspläne können dem Programmheft SAIL KOMPASS oder der Internetseite www.hansesail.com entnommen werden. Für die Daheimgebliebenen sendet das NDR Fernsehen am Freitag, dem 11. August, ab 20.15 Uhr live von der Hanse Sail!

Thema im Landtag – Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern

Qualität in Städtebau und Architektur gewinnt als weicher Standortfaktor für wirtschaftliche Ansiedlungen, Wohnortwahl und Urlaubsziel an Bedeutung

10.6.2016 – Heute ist im Landtag das Thema Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Baukultur ist kein Selbstzweck. Qualität in Städtebau und Architektur gewinnt zunehmend als weicher Standortfaktor für wirtschaftliche Ansiedlungen, Wohnortwahl und als Urlaubsziel an Bedeutung. Unter Berücksichtigung von demografischen Veränderungen und einer weiteren touristischen Entwicklung ist eine hohe Baukultur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe im Landtag. „Das Bauen im Land verändert sich. Nicht Quantitäten stehen im Vordergrund, sondern die Qualität von Planen und Bauen. Diese wird zunehmend zur steuernden Größe.“

Historische Bausubstanz bewahren

Mit zahlreichen Fördermaßnahmen wurden Baumaßnahmen im Land unterstützt. „Historische Stadtkerne vor dem Verfall zu schützen, die historische Bausubstanz zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen, sind wesentliche Ziele der Städtebauförderung. Insbesondere die erhalten gebliebenen Stadtgrundrisse, die Stadtsilhouette, die mittelalterlichen Straßenräume und die wertvollen Altbauten als Alleinstellungsmerkmal unserer Innenstädte konnten zu großen Teilen gerettet werden. Altbauten und Denkmale stehen für Lebensqualität, sind nachgefragte Adressen und werthaltige Immobilien“, sagte Glawe. Ob Denkmalschutz, ländlicher Raum, Siedlungsentwicklung, Beseitigung städtebaulicher Missstände, Architekten- und Ingenieurwettbewerbe – die Thesen der Initiative Baukultur spiegeln sich in den Baumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern wider. „Landkreise, Städte, ländliche Gemeinden und das Land Mecklenburg-Vorpommern als Bauherren öffentlicher Einrichtungen geben Beispiele für baukulturell gelungene Bauten und Gestaltung“, so Glawe weiter. Darüber hinaus wird in diesem Jahr zum 10. Mal der Landesbaupreis verliehen. Die Preisträger werden am Donnerstag, den 16. Juni, im Neustädtischen Palais in Schwerin ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis vom Bauministerium des Landes, der Architekten- und der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern.

Netzwerk Baukultur Mecklenburg-Vorpommern

Vor zwei Jahren hat das Wirtschafts- und Bauministerium mit der Architekten- und der Ingenieurkammer das Netzwerk Baukultur gegründet. Gemeinsames Ziel aller Teilnehmer des Netzwerkes „Baukultur Mecklenburg-Vorpommern“ ist die Bündelung des Engagements im Land, um im baukulturellen Leben Mecklenburg-Vorpommerns Akzente zu setzen. „Das Bündnis sorgt für den landesweiten Austausch als Basis für repräsentatives gemeinschaftliches Handeln. Die Landesregierung hat eine Vielzahl baukultureller Aktivitäten mit hohem Niveau vorzuweisen. Das wird sie auch in Zukunft tun“, sagte Glawe. Dabei gilt es, die bereits etablierten Instrumente weiter zu verstetigen, wie die Nutzung des Tages der Architektur, des Tages der Städtebauförderung, des Tages des offenen Denkmals, von Planerwerkstätten, von Werkstattgesprächen und anderer Veranstaltungen wie die Auftaktveranstaltung „Baukultur und Tourismus“. Weitere Informationen zur Baukultur unter www.baukultur-mv.de.

 

Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium M-V

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Im Wirtschaftsministerium ist am Montag, den 26. 10. 2015, eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken eröffnet worden. „Die individuellen Meisterstücke spiegeln das persönliche Können, die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Handwerker wider. Mit der Präsentation im Wirtschaftsministerium wollen wir diese besonderen Leistungen würdigen und gleichzeitig für das Handwerk insgesamt werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Die Ausstellungstücke – zwei Treppen, zwei Haustüren, eine Wohnungstür, ein Sideboard und ein Lowboard – sind noch bis zum 6. November 2015 zu sehen.

Ausstellung wirbt auch für die Wirtschaftsleistung des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern

Die zukünftigen Tischlermeister haben bei der Handwerkskammer Schwerin über 24 Monate die Meisterschule in Teilzeit besucht. Fester Bestandteil der Abschlussprüfung ist die eigenverantwortliche Planung und Erstellung eines Meisterstücks. „Neben der täglichen Arbeit die Meisterausbildung zu absolvieren, zeugt von hohem Engagement und hoher Zielstrebigkeit. Wir brauchen solche tatkräftigen jungen Menschen, die als Unternehmer im Handwerk die Wirtschaftskraft weiter stärken. Denn Handwerksmeister sind zum Einen Berater, Gestalter und Produzent für den Kunden. Zum Anderen schaffen sie Arbeits- wie auch Ausbildungsplätze und sind somit Motor der wirtschaftlichen Entwicklung im Land“, sagte Glawe. Der Vizepräsident der Handwerkskammer Schwerin Uwe Lange ergänzte: „Die aktive und überzeugende Werbung für die Ausbildung und die Beschäftigung im Handwerk wird eine dauerhafte Zukunftsaufgabe für uns bleiben, die in den kommenden Jahren sicher nicht einfacher wird. Umso mehr freuen wir uns über Gelegenheiten wie diese Ausstellung, um die Qualitätsarbeit und die Schönheit des meisterlichen Handwerks ins Rampenlicht zu rücken.“

Das Handwerk in Zahlen

Mehr als 21.200 Handwerksbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 102.000 Beschäftigten und derzeit rund 5.000 Lehrlingen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit rund 750 Tischlereibetriebe in den Handwerksrollen der Kammern verzeichnet. Derzeit haben 51 Jugendliche im Kammerbezirk Schwerin eine Ausbildung zum Tischler begonnen. Seit der politischen Wende haben insgesamt 281 Gesellen den Meistertitel im Tischler-Handwerk erlangt. „Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur eine Wirtschaftskraft, Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern ist mittendrin. In vielen Dörfern sind Handwerksbetriebe die einzigen Unternehmen. Und sie sind im ländlichen Raum nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern eine Sozialkraft. Sie sponsern den örtlichen Fußballverein, unterstützen die freiwillige Feuerwehr, sind Partner der Dorffeste und übernehmen ein großes gesellschaftliches Engagement“, betonte Glawe.

Mehr Komfort am Strand von Boltenhagen

Stete Investitionen in touristische Infrastruktur notwendig – sanitäre Anlagen werden barrierefrei

Seebrücke in der Abenddämmerung, Foto/Quelle: www.boltenhagen.de

Seebrücke in der Abenddämmerung, Foto/Quelle: http://www.boltenhagen.de

9.6.2015 – Im Ostseebad Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) sollen die sanitären Anlagen am Strand grundlegend saniert werden. „Das Seeheilbad mit seiner beeindruckenden Seebrücke, dem fünf Kilometer langen Strand und der imposanten Steilküste ist ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Zu einem gelungenen Tag gehört auch, dass die Infrastruktur stimmt. Die 1992 errichteten öffentlichen Toiletten entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard, deshalb werden diese umfassend saniert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort bei der Übergabe einer Fördermittelzusage.

Barrierefreier Ausbau der sanitären Anlagen

Vorgesehen ist, sechs sanitäre Anlagen von Grund auf barrierefrei zu modernisieren. Insgesamt belaufen sich die Kosten der Modernisierung auf knapp 844.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 759.000 Euro. „In Boltenhagen spielt der Tourismus eine große Rolle. Um mit anderen Seebädern wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Qualitätsstandards gehalten oder verbessert werden. Das bedingt stetige Investitionen in die Infrastruktur und saisonverlängernde Angebote“, betonte Glawe.

Tourismus als Wirtschaftsfaktor für Boltenhagen

Im Jahr 2014 wurden im Ostseebad nach Angaben des Statistischen Amtes 834.795 Übernachtungen registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 3,6 Prozent. Die Zahl der Ankünfte stieg im gleichen Zeitraum auf 160.024 (+12,7 Prozent). Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 5,2 Nächten lag Boltenhagen über dem Landesdurchschnitt von vier Nächten. „Für die Gäste stehen Pensionen in typischer Bäderarchitektur, große und kleine Hotels, eine Vielzahl von Ferienwohnungen sowie ein großer Campingplatz als Urlaubsadresse bereit. Vor allem Paare und Familien mit Kindern besuchen Boltenhagen gern“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau der touristischen Infrastruktur

Das Wirtschaftsministerium hat seit 1990 insgesamt 16 touristische Vorhaben in Boltenhagen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 26 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro ausgelöst. Dabei handelt es sich unter anderem um die Errichtung des „Haus des Gastes“, den Neubau der Konzertmuschel, die Erschließung der Marina Boltenhagen, die Sanierung des Radwanderweges „Mittelweg“ und die Modernisierung der Promenadenbeleuchtung.

Landgestüt Redefin wird mit Augenmaß weiterentwickelt

Redefiner Springquadrille während der diesjährigen Hengstparaden – Foto: LU M-V17.9.2014 – Gerade erst am vergangenen Sonntag konnten sich ca. 5.000 Besucherinnen und Besucher von der besonderen Arbeit und dem großen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landgestüts Redefin überzeugen. Heute legte Minister Dr. Till Backhaus dem Kabinett die Überlegungen zur Weiterentwicklung des Landgestüts vor. „Redefin ist ein Wahrzeichen der Pferdezucht und des Pferdesports Mecklenburg-Vorpommerns mit einer über 200jährigen Geschichte. Nun haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt“, so der Minister. Dem Kabinett ist bereits das von der Firma ECOVIS Grieger Mallison, Rostock, erstellte Gutachten vorgelegt worden, mit dem das bisherige Konzept zur weiteren Entwicklung des Landgestüts Redefin aus dem Jahr 2008 entsprechend fortgeschrieben wurde. Die Vorschläge aus dem ECOVIS-Gutachten wurden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Viele der Vorschläge wurden bzw. werden bereits umgesetzt und von anderen wurde Abstand genommen. „Das Landgestüt ist ein wichtiger regionaler Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor sowie für den Tourismus im südwestlichen Teil des Landes und die regionale Identität prägend. Mit den Hengstparaden, dem CSI oder den Konzerten im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im historischen Ambiente ist Redefin das sportliche, kulturelle und touristische Zentrum der Griesen Gegend geworden. So etwas gibt es nicht noch einmal in Mecklenburg-Vorpommern. Aus diesem Grund ist die zukunftsfähige betriebswirtschaftliche Ausgestaltung des Landgestüts von besonderer Bedeutung. Ich freue mich daher, dass das Kabinett dem Vorschlag meines Hauses gefolgt ist und sich damit zum Landgestüt bekennt“, unterstrich Dr. Backhaus.

Der Plan der Landesregierung sieht im Wesentlichen vor, dass das Landgestüt im Landesbesitz bleibt, die touristischen Dienstleistungen zukünftig ausgegliedert- und der Landeszuschuss von derzeit knapp 1,6 Mio. Euro auf 1,27 Mio. Euro im Jahr 2018 reduziert werden soll. „Wir haben das Gutachten sorgfältig geprüft. Allerdings wurde dabei klar, dass zum Beispiel mit einer Privatisierung des Gestüts die Einspareffekte nur marginal sind. Dennoch kommen wir dem Wunsch nach einer Einsparung der Kosten nach. Mittelfristig sollen somit sechs Stellen eingespart werden. Jedoch wird es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen und Personal wird auch nicht ausgegliedert, zum Beispiel an Leiharbeitsfirmen. Das war mir besonders wichtig, denn wir tragen hier für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Verantwortung“, hob der Minister hervor. Darüber hinaus werden weitere Einsparungen unternommen, in dem zukünftig nur drei Deckstationen vom Landgestüt selbst unterhalten werden oder das Kursangebot für die Reit- und Fahrschulen ausgeweitet wird. Das Kabinett wird über die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen bis zum Sommer 2016 wieder unterrichtet werden. „Mit diesen Schritten entwickeln wir das Landgestüt mit Augenmaß weiter, um so unser hoch anerkanntes Gestüt weiterführen zu können und das Netzwerk mit den anderen Landgestüten, wie zum Beispiel in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen, das jeweils unter den Ministerien von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, weiter auszubauen“, sagte Dr. Backhaus. Insgesamt wurden seit der Wiedervereinigung knapp 22 Mio. Euro in das Landgestüt investiert. „Vom Portal über Reithalle bis hin zu den Ställen. Alles zusammen ist ein tolles Gebäudeensemble entstanden, das durch die Pferde ein besonderes Ambiente bekommt. Somit tragen wir dem Kulturgut Pferd besonders Rechnung“, erklärte Dr. Backhaus.

Sellering stärkt Windkraftbranche den Rücken

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock19.3.2014 – Zu den Protesten der IG Metall Küste und der norddeutschen Landesverbände des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) in ganz Norddeutschland erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering am Rande eines Termins in Grimmen: “Ich habe Verständnis für die Besorgnis in der Branche. Es werden in den nächsten Monaten wichtige Weichenstellungen bei der Energiewende vorgenommen. Und die dürfen nicht dazu führen, dass die Energiewende ausgebremst oder ganz in Frage gestellt wird, wie dies vereinzelt auf Bundesebene leider geschieht.” Der Windkraft komme bei der Energiewende eine Schlüsselrolle zu: “Wir brauchen Windparks vor der Ostsee- und der Nordseeküste. Der Wind weht dort fast 365 Tage im Jahr. Dort können verlässlich die großen Strommengen produziert werden, die ein Industrieland wie Deutschland braucht.” Ebenso wichtig sei der weitere Ausbau der Windkraft an Land: “Das ist die günstigste Form der Energieerzeugung auf der Basis erneuerbaren Energien. Die Energiewende muss bezahlbar bleiben.” Die Windkraft sei gerade in den norddeutschen Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: “Durch die Windkraft sind  Tausende von wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen entstanden. Auch deshalb setzen sich die norddeutschen Landesregierungen gemeinsam dafür ein, dass der Ausbau der Windkraft in den nächsten Jahren fortgeführt wird.” Kritisch äußerte sich Sellering zum Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der auf den Bau einer Stromleitung zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern verzichten will: “Wir brauchen diese Leitung, damit Offshore-Windstrom in den Süden transportiert werden kann. Deshalb muss es bei dem vereinbarten Leitungsausbau bleiben.”

UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee – fast 12 Mio. Euro Umsatz durch Besucher

Urlauber auf dem Moorsteg in Zarrentin, Foto: E. Dornblut30.10.2013 – Von Juni 2011 bis Mai 2012 weilten 490 000 Besucher im UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee. Davon sind 82 % Tages- und 18 % Übernachtungsgäste. Das geht aus einer Studie der Universität Würzburg “Ökonomische Effekte des Tourismus im Biosphärenreservat Schaalsee” hervor. Sie wird am 30. Oktober auf einer Tourismustagung in Zarrentin vorgestellt. Das Besuchermaximum wurde zum Ende der Saison im September verzeichnet. Diese Zeit eignet sich sehr gut für Aktivitäten in der Natur wie Wandern und Radfahren. Mit diesem Anliegen kommen die meisten Gäste in die Region. Nur der Wunsch “Landschaft und Natur kennen zu lernen” wird von den Gästen noch häufiger genannt und liegt mit 30 % der Nennungen auf Platz 1. Die meisten Tagestouristen kommen aus den Städten Lübeck und Hamburg; die Übernachtungsgäste kommen aus allen Bundesländern und bleiben im Durchschnitt 5,3 Tage in der Region. Eine Affinität zum Biosphärenreservat war vor allem bei den Übernachtungsgästen sehr stark ausgeprägt. In dieser Gruppe war für 26, 2 % der Schutzstatus des Gebietes der Hauptreisegrund. “Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Biosphärenreservat auch explizit von vielen Besuchern nachgefragt wird und gerade im Übernachtungstourismus einen starken Motivator darstellt, mit den damit verbundenen Auswirkungen auf die touristische Wertschöpfung”, betont Umweltminister Dr. Till Backhaus.

“Besonders interessant ist, dass die typischen Biosphärenreservats-Besucher, die dem Schutzstatus eine große bzw. sehr große Rolle für den Besuch der Region beimessen, 21,7 % der Gäste ausmachen. Damit liegt der Schaalsee unter den deutschen Biosphärenreservaten ganz vorn.” Der Minister ist überzeugt: “Die Nationalparke und Biosphärenreservate im Land tragen wesentlich zu einem nachhaltigen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern bei und sind so auch ein entscheidender Wirtschaftsfaktor.” Durchschnittlich geben die Tagestouristen im Biosphärenreservat 17,90 Euro aus und erzeugen somit einen Umsatz von etwa 7,218 Millionen Euro pro Jahr. Die Übernachtungsgäste tätigen im Schnitt Ausgaben in Höhe von 51,10 Euro, wodurch ein Umsatz von ungefähr 4,392 Millionen Euro entsteht.  Wenn die Besucher wieder nach Hause fahren, sind sie in der Mehrzahl sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Besuch und wollen gern wiederkommen. Von den befragten Besuchern waren immerhin 22% schon mehr als 10mal im Biosphärenreservat Schaalsee.

Hintergrund: Für die Studie unter dem Titel “Ökonomische Effekte des Tourismus im Biosphärenreservat Schaalsee” wurden von Juni 2011 bis Mai 2012 an 8 Zählorten im Biosphärenreservat die Anzahl der Besucher erfasst sowie 7000 Kurzinterviews und mehr als 1000 lange Interviews geführt.  Nach der gleichen Methode wurde bereits der Tourismus in den deutschen Nationalparken untersucht. Fragestellungen der Studie waren besonders die Anzahl der Besucher, ihre Herkunft, ihre Erwartungen sowie die finanziellen Effekte des Tourismus in der Region. So wurde der Biosphäre-Schaalsee-Markt am PAHLHUUS im Hinblick auf das regionalökonomische Potenzial untersucht.