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Neuansiedlung am Pommerndreieck – Produktions- und Logistikstandort der AKKU SYS eröffnet

Wirtschaftliche Entwicklung der Region wird weiter gestärkt – 30 Arbeitsplätze sind vor Ort entstanden

Eröffnung AKKU SYSMecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag den Lager- und Produktionsstandort der neu angesiedelten AKKU SYS Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH am Pommerndreieck (Gemeinde Süderholz, Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell in Betrieb genommen. „Mit der Ansiedlung der AKKU SYS am Pommerndreieck wird die wirtschaftliche Entwicklung in der Region weiter gestärkt, die Wertschöpfung vor Ort weiter ausgebaut. Das Unternehmen hat bereits jetzt 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Vor Ort werden ebenso Fachlageristen ausgebildet. Die Ansiedlung ist auch Beleg für das Interesse am Wirtschaftsstandort Vorpommern. Mit der hervorragenden Anbindung an die Autobahn 20 und ausreichend Fläche bietet das Pommerndreieck Unternehmen beste Standortvoraussetzungen für weiteres Wachstum“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern hat die Ansiedlung in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Süderholz von Beginn an zielführend begleitet.

Versandlogistik und Konfektionierung auf 4.500 Quadratmetern Fläche

Zuvor hatte AKKU SYS ein Vertriebsbüro in Zingst und bislang mit vier Mitarbeitern einen Standort in Demmin betrieben, an dem die Zellkonfektionierung verschiedener Akkumulatoren erfolgte. Der neue Standort umfasst neben dem Lager und der Akku- und Batteriepack-Konfektionierung auch die Produktion von Gabelstaplerbatterien; diese stellt ein neues Geschäftsfeld dar, in dem das Unternehmen Wachstumschancen sieht. Künftig sollen nach Unternehmensangaben auf der rund 4.500 Quadratmeter großen Fläche die gesamte Versandlogistik und die Konfektionierung von individuell gefertigten Akkupacks und Gabelstaplerbatterien gebündelt werden. „Die AKKU SYS bekennt sich zu Mecklenburg-Vorpommern als wesentlichen Unternehmensstandort und platziert wichtige Unternehmensteile hier, wie beispielsweise logistische Dienstleistungen sowie die Produktion von Gabelstaplerbatterien und Akku-Packs“, sagte Glawe.

Gewerbegebiet Pommerndreieck bietet Voraussetzungen für weitere Unternehmensansiedlungen

Das Pommerndreieck gehört zu den industriellen Großstandorten in Mecklenburg-Vorpommern, deren Entwicklung und Vermarktung die Landesregierung zu einem Schwerpunkt erklärt hat. Hier sollen insbesondere flächenintensive Ansiedlungen ermöglicht werden. Es umfasst eine Gesamtfläche von 235 Hektar. Ein weiterer Teilabschnitt im Pommerndreieck wurde bereits erschlossen mit einer 400 Meter langen Straße einschließlich eines zweiten Kreisverkehrs, sodass weitere 20 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen zur Verfügung stehen. Das Wirtschaftsministerium hat die Erweiterung der Infrastruktur seit der Wende am Standort in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt. Insgesamt sind am Pommerndreieck bislang mehr als zehn Millionen Euro investiert worden. „Im Pommerndreieck können insbesondere flächen-intensive Ansiedlungen ermöglicht werden. Es umfasst eine Gesamtfläche von 235 Hektar (Gebiete der Stadt Grimmen und der Gemeinde Süderholz)“, sagte Glawe.

Seit 2011: 1.700 neue Arbeitsplätze geschaffen und 5.600 Jobs in Vorpommern gesichert

Seit dem Jahr 2011 wurden in Vorpommern (Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald) insgesamt 235 Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 599 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 139 Millionen Euro unterstützt. Mit diesen Maßnahmen wurden rund 1.700 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen und etwa 5.600 Jobs gesichert. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es seit dem Jahr 2011 insgesamt 1.038 Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,8 Milliarden Euro, die vom Wirtschaftsministerium aus GRW-Mitteln in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 600 Millionen Euro unterstützt wurden. Mit diesen Maßnahmen wurden rund 8.550 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen und etwa 35.440 Jobs gesichert.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die Neuansiedlung betragen rund 3,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

Informationen zur AKKU SYS Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH

AKKU SYS wurde im November 2008 von den Existenzgründern Joachim Koop und Björn Nowosadtko gegründet und ist ein Batterieunternehmen mit aktuell rund 120 Mitarbeitern. Nach Unternehmensangaben sind Batterien und Akkus in vielfältigen Anwendungen zu finden, beispielsweise in Alarmanlagen, Gabelstaplern, Reinigungsmaschinen, REHA-Anwendungen, Notbeleuchtungen, Arbeitsbühnen, im Caravan/Marine-Bereich, in Automobilen, Solarspeichern, Golfcarts, Telekommunikation, unterbrechungsfreien Stromversorgungen sowie batteriegestützten zentralen Stromversorgungssystemen (BSV-Anlagen). Darüber hinaus wartet und installiert das eigene Serviceteam deutschlandweit Notstromsysteme, etwa in Krankenhäusern, Flughäfen oder Datencentern.

Bildunterschrift: Einweihung von AKKU SYS – Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Björn Nowosadtko, Geschäftsführer AKKU SYS, Alexander Benkert, Bürgermeister der Gemeinde Süderholz (v.l.)  Quelle: Norbert Fellechner

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25 Unternehmen aus M-V werben für heimische Wirtschaftskraft in Leipzig

Messepräsenz der Handwerksunternehmen für den eigenen Erfolg im Wettbewerb unerlässlich – gerade in Zeiten der digitalen Vernetzung ist es notwendig, seine Produkte erlebnisnah, erfahrbar und anschaulich zu präsentieren

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

In Leipzig findet bis Sonntag (03. März 2019) die „mitteldeutsche handwerksmesse Leipzig“ (mhm) statt. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Donnerstag über die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern informiert. „Die Messe hat sich zum Schaufenster des heimischen Handwerks etabliert. Insgesamt 25 Aussteller zeigen eine breite Vielfalt ihres Könnens. Es ist inzwischen Tradition, dass unsere Unternehmen auch in Sachsen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern werben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Eine gute Auftragslage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es fortwährend notwendig ist, für das heimische Unternehmen und die eigenen Produkte zu werben. Eine hohe Flexibilität, eine ständige Neuorientierung und Marktanpassung sind notwendig, um im Wettbewerb weiter vorn mitzuhalten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Messepräsenz für Unternehmen im Wettbewerb unerlässlich – selbst hergestellte Produkte sind Markenzeichen der heimischen Unternehmen

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph hat in der Messestadt für eine noch stärkere Messebeteiligung heimischer Unternehmen geworben. „Die Präsentation auf Messen ist das Aushängeschild der eigenen Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaftskraft von Unternehmen. Gerade in Zeiten der digitalen Vernetzung ist es notwendig, seine Produkte erlebnisnah, erfahrbar und anschaulich zu präsentieren. Aufwendig hergestellte Produktvideos und Hochglanzfotos sowie moderne Internetauftritte sind ein wichtiges Element, um online auf sich aufmerksam zu machen. Das allein reicht gerade im Handwerk nicht aus. Hier sind die selbst hergestellten Produkte das Markenzeichen der heimischen Unternehmen. Wer sich im Wettbewerb behaupten will, für den ist die Teilnahme an Messen unerlässlich“, mahnte Rudolph weiter. Der Wirtschaftsstaatssekretär dankte abschließend den teilnehmenden Unternehmen für ihre Präsenz auf der Messe.

25 Unternehmen stellen in Leipzig aus

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einem Landesgemeinschaftsstand, der federführend von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern organisiert wurde, vertreten. Neben der mhm finden auf dem Leipziger Messegelände parallel die Messe „Haus-Garten-Freizeit“ und die Messe „Beach & Boat“ statt. Insgesamt sind 25 Unternehmen in Leipzig vor Ort. Das Angebot reicht von heimischen kulinarischen Spezialitäten über moderne Saunaanlagen bis hin zu handgemachtem Schmuck.

Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Das Handwerk ist in Mecklenburg-Vorpommern von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Mehr als 90 Prozent der Betriebe in M-V können dem gewerblichen Mittelstand und den über 90 unterschiedlichen Gewerken des Handwerks zugeordnet werden. Etwa 14 Prozent aller Erwerbstätigen des Landes sowie 25 Prozent des Ausbildungsmarktes sind dem Handwerk zuzuordnen. Über 20.200 Betriebe sind bei den Handwerkskammern des Landes verzeichnet, 112.000 Arbeitnehmer und über 5.000 Lehrlinge sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Der jährlich in M-V erwirtschaftete Umsatz beträgt neun Milliarden Euro.

Vorschläge für Vermarktung des Pommerndreiecks vorgestellt

Chancen durch Ernährungswirtschaft, Kreislaufwirtschaft und im Tourismus – neue Wege gehen

Auf der Regionalkonferenz für die Region Vorpommern-Rügen wurden im Golfpark Strelasund in Süderholz (Ortsteil Kaschow, Landkreis Vorpommern-Rügen) neue Wege der Vermarktung des Pommerndreiecks diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei, welche wirtschaftlichen Branchen im Pommerndreieck zukünftig angesiedelt werden könnten. „Das Pommerndreieck ist ein wichtiger Knotenpunkt in Vorpommern. Chancen in der Vermarktung und der Ansiedlung des Gewerbegebietes bieten sich beispielsweise im Bereich der Ernährungswirtschaft, in der Kreislaufwirtschaft und im Tourismus. Alle drei Bausteine passen aus meiner Sicht sehr gut zusammen. Wir müssen neue Wege gehen, wenn wir auch am Pommerndreieck weiter vorankommen wollen. Jede Neuansiedlung sichert und schafft Arbeitsplätze in Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag vor Ort.

Entwicklung von Kernen, die in die Region ausstrahlen

Wirtschaftsminister Glawe hat gemeinsam mit der Firma agiplan, der IHK zu Rostock sowie dem Landkreis Vorpommern-Rügen und der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV entsprechende Vorschläge zur Neupositionierung vorgestellt. „Mit der Neupositionierung des Industriestandortes Schwerin haben wir bewiesen, dass eine intensive und nachhaltige Vermarktung von Industriestandorten erfolgreich ist. In Schwerin konnten mit der Ansiedlung von Firmen wie Nestlé, Ypsomed, ZIM Flugsitz, BVS Blechtechnik industrielle Kerne etabliert werden, die nachhaltig in die Region ausstrahlen. Die Ansiedlung der Firma Nestlé hat geradezu eine Sogwirkung für weitere Ansiedlungen gehabt“, so Glawe weiter.

Ansiedlung von Firmen der Nahrungsmittelindustrie – nachhaltige Energieerzeugung – Angebote für Familien

Die Ernährungswirtschaft gehört zu einer der wichtigsten Branchen in unserem Lande. In ca. 90 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten arbeiten fast 15.000 Beschäftigte. „Die Region verfügt über landwirtschaftliche Ausgangsprodukte und eignet sich daher in besonderer Weise für die Herstellung von Nahrungsmitteln. Darüber hinaus fallen in der Nahrungsmittelindustrie große Mengen biogener Reststoffe an, die für die Energieerzeugung genutzt werden können. Die Energieerzeugung aus biogenen Reststoffen bietet gerade Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit einen besonderen Wert legen, interessante Chancen. Die Weiterentwicklung des Pommerndreiecks als touristischer Rastplatz birgt ebenso viele Möglichkeiten. Hierzu zählen beispielsweise Angebote für Familien oder auch Erlebniseinrichtungen“, erläuterte Glawe weiter.

Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes

Aktuell wird der nächste Teilabschnitt im Pommerndreieck erschlossen. Nach Fertigstellung des Abschnitts werden weitere 20 Hektar zur Verfügung stehen. Eine ca. 400 Meter lange Straße einschließlich eines zweiten Kreisverkehrs ermöglicht die weitere kurzfristige Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen. „Im Pommerndreieck sollen insbesondere flächenintensive Ansiedlungen ermöglicht werden. Es umfasst eine Gesamtfläche von 235 Hektar (Gebiete der Stadt Grimmen und der Gemeinde Süderholz)“, sagte Glawe. Bisher haben sich am Pommerndreieck zwei Industrieunternehmen angesiedelt. Die Firma biosanica produziert Apfelchips, Die Firma Akku Sys (Batterieherstellung) siedelt sich gerade an und wird in Kürze in Betrieb gehen. Weiterhin sind im Eingangsbereich des Pommerndreiecks ein Schnellrestaurant, eine Tankstelle, ein Einzelhandelsunternehmen und ein Lebensmitteldiscounter ansässig. „Das Pommerndreieck gehört zu den industriellen Großstandorten, deren Entwicklung und Vermarktung die Landesregierung zu einem Schwerpunkt erklärt hat. Wir werden vor Ort weiter unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

darwinet.de im Zeichen des Nautilus – Das DARWINET geht online

Schüler veröffentlichen ihre Projektarbeiten zu Themen der Evolution und der Biodiversität

Das Schülerprojekt DARWINET hat gestern im Rostocker Zoo seine Internetpräsenz darwinet.de online geschaltet. Hauptanliegen ist die multimediale Aufbereitung von Themen rund um Evolution und Biodiversität, die im Rahmen von Projekten im Zoo entstanden sind. Die Schüler werden dabei von Partnern aus Forschung und Wirtschaft unterstützt.   

darwinet_Foto_Joachim-Kloock„Das DARWINET ist ein einzigartiges Projekt, das neben dem Artenschutz viele weitere Kompetenzen vermittelt“, lobte Zoodirektor Udo Nagel die Gemeinschaftsinitiative von mehreren Partnern. Entstanden ist die Idee 2012 durch die Eröffnung des DARWINEUM, das von Beginn an von Schülern zum Lernen und Forschen genutzt wurde. Die so entstandenen Jahresarbeiten, so zum Beispiel zum virtuellen Wasserverbrauch, sollten einem breiten Publikum zugängig gemacht und zur Diskussion genutzt werden. Dafür wurden zunächst soziale Netzwerke genutzt, wie Brunhild Konradt, Bildungsbeauftragte des Zoos, sagte. Als Sinnbild wählten die jungen Akteure den Nautilus, ein lebendes Fossil, von dem auch im DARWINEUM ein Modell zu sehen ist. Seit 500 Millionen Jahren gibt es schon den Nautilus, den Urvater der heutigen Tintenfischarten, er steht als Name für das legendäre U-Boot von Jules Vernes Kapitän Nemo nicht zuletzt für Entdeckerfreude und Wagemut. Mittlerweile haben mehrere Schülerteams das DARWINET aktiv mitgestaltet. Durch neu hinzugekommene Partner ist es ein generationenübergreifendes und auch interkulturelles Projekt geworden. Es gibt jährlich eine federführende Schülergruppe, die die Rolle des Redaktionsteams übernimmt, Beiträge kritisch bewertet und für die Veröffentlichung bearbeitet. Bereits im Jahr 2014 wurde das Schülernetzwerk mit dem Umweltpreis der Hansestadt Rostock ausgezeichnet. 2017 bewarb sich das Netzwerk für den Medienkompetenzpreis des Landes. Besonders gelobt wurde von der Jury das hinter dem DARWINET arbeitende Netzwerk zwischen Institutionen aus Bildung, Forschung und Wirtschaft. Die aktuellen Partner sind das Erasmus-Gymnasium Rostock, das BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH Güstrow (Bildungs-Service für Europa), der Zoo Rostock und das Rostocker Software-Unternehmen SIV AG. „Das DARWINET hat sich mit den Jahren zu einem beispielhaften Bildungsbündnis entwickelt“, so Zoodirektor Udo Nagel. „Dem Ziel, die Medienkompetenz der jungen DARWINET-Mitstreiter zu erhöhen, sind wir vor allem durch die Partnerschaft mit der SIV AG näher gekommen, die mit großem Engagement den Schülern gezielt die Grundlagen einer öffentlichen Kommunikation vermitteln helfen.“

Onlinepräsenz schafft neue Möglichkeiten

„Die Einzigartigkeit unseres Projektes liegt darin, dass mehrere Partner mit ihren verschiedenen Facetten ein gemeinsames Ziel haben – die Jugendlichen bei der Gestaltung einer eigenen, öffentlichen Plattform zu begleiten, sie zu kritischen Nutzern zu machen, sie zu einem Perspektivenwechsel zu ermutigen und nicht zuletzt ihnen berufliche Möglichkeiten zu eröffnen“, betonte Conny Eigler vom Innovationsnetz „Schüler auf Kurs für MV“ des BilSE-Institutes, das das Projekt von Anfang an begleitet hat. „Mit der neuen Website verbessern sich die Möglichkeiten, sich zu Schülerarbeiten und zu inhaltlichen Schwerpunkten in der Natur und Umwelt, Ethik, Wirtschaft, Kunst und Kulturgeschichte auszutauschen. Natürlich steht zunächst erst einmal der Dialog vor Ort im Fokus, erste Erfahrungen wurden aber auch schon mit einer Schule in Guatemala gesammelt. Die internationalen Beziehungen können nun schrittweise ausgebaut werden.“ Während das BilSE-Institut die didaktische und der Zoo die fachlich-biologische Anleitung der Schüler übernimmt, hat sich die SIV AG die Betreuung und Schulung der Jugendlichen in Medienfragen auf die Fahne geschrieben. Dazu gehört die Einführung in das Content Management für die Webpräsenz, das Besprechen rechtlicher Fragen bei Veröffentlichungen, auch der Blick in die Technik und das Fördern marketingstrategischen Denkens. Den beteiligten Schülern wird der Zugang zu diesen Themen auch dadurch erleichtert, weil Auszubildende der SIV AG einen Teil der Betreuung übernehmen, die nur unwesentlich älter als die Schüler sind. Das Unternehmen hat das Projekt mittlerweile in seine Ausbildung integriert. „Das Projekt ist auch zur Berufsorientierung geeignet, da viele Aktivitäten dazu beitragen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln und sich für bestimmte Problemfelder und ihre Herausforderungen zu begeistern“, sagte Christian Schletter, Fachbereichsleiter der SIV AG und mit seinen Auszubildenden Betreuer des DARWINET.

Die Internetseite enthält bislang 13 Schülerprojekte, die in den vergangenen Jahren vor allem während des Wahlpflichtunterrichtes im Rostocker Zoo entstanden sind. So geht es beispielsweise um die Beinahe-Ausrottung der Wisente, das soziale Leben der Erdmännchen, die Rolle des Wassers in der Evolution, aber auch um Besonderheiten der wirbel- und augenlosen Quallen oder den Lebensraum der Zwergflusspferde. Die Azubis von SIV programmieren gerade eine DARWINET-App, die einzelne Schülerprojekte mit den entsprechenden Tieranlagen im Zoo verbindet. Der Prototyp wird schon getestet. „Wir erhoffen uns über den Austausch im DARWINET auch eine stärkere Verknüpfung der vielfältigen Kinder- und Jugendprojektarbeit in den Zoos“, hob Udo Nagel hervor. „Allein in den zoologischen Gärten in Mecklenburg-Vorpommern besuchen jedes Jahr rund 60.000 Schüler die Einrichtungen, um direkt vor Ort aktiven Natur- und Artenschutz zu erleben.“

http://www.darwinet.de

www.innovations-netz.de

http://www.siv.de

Bildunterschrift: Mileen Wotzka (vorne li.) und Anni Büchner (vorne re.) vom Erasmus-Gymnasium mit dem Nautilus-Modell und die beiden SIV-Auszubildenden Josephin Drenkberg und Leo Höppner bei der Online-schaltung der DARWINET-Seite gestern im DARWINEUM. Foto: Joachim Kloock

Jetzt für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2018 bewerben

Potential der heimischen Wirtschaft und Wissenschaft noch bekannter machen 

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis, Foto: Pressestelle WM

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis

Ab sofort sind Bewerbungen für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2018 möglich. „Der Preis trägt dazu bei, das Potential der heimischen Wirtschaft und Wissenschaft noch bekannter zu machen. Gefragt sind Innovationsgeist, kreative Ideen und marktfähige Produkte. Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationen gewinnen für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend an Bedeutung. Machen Sie ihre Innovation bekannter und bewerben Sie sich für den Preis“, ermunterte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag zur Teilnahme am Wettbewerb. Bis zum 07. September 2018 sind Bewerbungen möglich. Schirmherr des Wettbewerbes ist Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Erfolgreiche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen

Mit dem LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen gewürdigt, die sich um die erfolgreiche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus MV in ein konkretes wirtschaftliches Produkt, ein Verfahren oder eine technologische Dienstleistung besonders verdient gemacht haben. „Gesucht werden Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie innovative technologische Dienstleistungen, die sich wirtschaftlich umsetzen lassen“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium und IHKs in MV – gemeinsame Auslobung des Preises

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und die Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern loben in diesem Jahr zum sechzehnten Mal den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern aus. Für den Wettbewerb stehen insgesamt 10.000 Euro Preisgeld zur Verfügung. Die Bewerbungsunterlagen sind bei der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin einzureichen.

IHK zu Schwerin – Thomas Lust, Geschäftsbereich Existenzgründung und Unternehmensförderung, Innovation und Umwelt, Ludwig-Bölkow-Haus, Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin, E-Mail: lust@schwerin.ihk.de

Die Bewerbungen können auch an die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern bzw. an die IHK zu Rostock zugesandt werden.

Die Bewerbungsunterlagen stehen unter anderem auf http://www.boelkowpreis.de zum Download bereit.

Wirtschaftstreffen in Wismar

Region entwickelt sich durch unternehmerisches Engagement hervorragend – Qualifizierung und Weiterbildung sind strategisch wichtige Themen

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest, Hamburg

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest

4.5.2018 – Die Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen standen im Mittelpunkt eines Wirtschaftstreffens, das der Wirtschaftskreis „Mittwochsrunde zu Wismar“ veranstaltet hatte. „Wismar und die gesamte Region Nordwestmecklenburg entwickeln sich dank des unermüdlichen Engagements der Unternehmerschaft hervorragend. Die Wirtschaft wächst, neue Gewerbeflächen entstehen. Als echter Standortvorteil für neue Unternehmensansiedlungen und Betriebserweiterungen erweisen sich die attraktive Lage mit dem Hafen Wismar sowie den Autobahnen 20 und 14. Aber wir dürfen uns nicht auf dem wirtschaftlich positiven Trend ausruhen. Es gilt für Unternehmen und ihre Mitarbeiter gleichermaßen, sich stetig den neuen technischen und organisatorischen Arbeitsanforderungen anzupassen. Qualifizierung und Weiterbildung sind dabei die strategisch wichtigen Themen in den Unternehmen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Mittwoch vor Ort.

Gut ausgebaute Infrastruktur ist Basis wirtschaftlichen Wachstums

Für die Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen erhielt die Hansestadt Wismar vom Wirtschaftsministerium seit dem Jahr 2007 für 15 Investitionsvorhaben Fördermittel in Höhe von 17,7 Millionen Euro. Die Mittel kamen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) sowie dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Damit sind Investitionen in Höhe von 28,8 Millionen Euro realisiert worden; unter anderem handelte es sich dabei um die Erschließung des Gewerbegebietes, die Infrastruktur für die Abfertigung von Kreuzfahrtschiffen im Alten Hafen Wismar und die Anbindung des Großgewerbestandortes Wismar-Kritzow (1. Bauabschnitt). „Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist die Basis wirtschaftlichen Wachstums. Damit können wir in der Region punkten – hier gibt es zahlreiche Flächen für die Ansiedlung und Erweiterung von Unternehmen. Der rote Teppich für Investoren ist ausgerollt“, sagte Rudolph. Derzeit werden beispielsweise 19 Standorte der Region über die Datenbank der Landes-Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in M-V GmbH vermarktet, davon sechs in Wismar.

Unternehmen investieren in der Region – seit 1990 rund 16.400 Arbeitsplätze gesichert und 6.550 neue Jobs geschaffen

„Die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen ist für Unternehmen eine große Aufgabe. Das braucht unternehmerischen Mut und strategischen Weitblick. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Investitionen durch attraktive Rahmenbedingungen“, sagte Rudolph.  So wurden seit 1990 in der Region Wismar und Nordwestmecklenburg 482 Investitionsvorhaben mit einem Gesamt-Investitionsvorhaben in Höhe von 1,9 Milliarden Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 383 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung erfolgte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Durch die Investitionen wurden seit 1990 rund 16.400 Arbeitsplätze gesichert und 6.550 neue Jobs geschaffen.

Wirtschaftsministerium unterstützt Einstellung und Qualifizierung von Fachkräften

„Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen sind derzeit die Fachkräfte. Die Arbeitswelt unterliegt starken Veränderungen, etwa durch die Digitalisierung. Dafür benötigt jedes Unternehmen motivierte Mitarbeiter, die sich den Herausforderungen stellen und offen sind für das Erlernen neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt diesen Weg und fördert auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnittene Weiterbildungsprojekte sowie passgenauen Qualifizierung der Fachkräfte“, sagte Rudolph.  Das Wirtschaftsministerium hat unter anderem die „Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung der Beschäftigten in Unternehmen“ (Qualifizierungsrichtlinie) auf den Weg gebracht. Dabei geht es um Bildungsschecks für die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Neu eingeführt wurde im Rahmen der Richtlinie die sogenannten „Unternehmensspezifischen Maßnahmen“: Gefördert werden hier mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten Maßnahmen zur Kompetenzfeststellung der Mitarbeiter (Beratung), zur Analyse des Qualifizierungsbedarfs (Beratung) und zur beruflichen Qualifizierung der Mitarbeiter (Schulung, Qualifizierung). Die Höchstförderung kann 100.000 Euro pro Förderfall betragen. Dies gilt für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft insgesamt.

Neben der Weiterbildung der in den Unternehmen bereits tätigen Beschäftigten unterstützt das Wirtschaftsministerium mit einem weiteren neuen Instrument die Wirtschaft mit der „Richtlinie zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Ersteinstellung von Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung“ (Einstellungsrichtlinie). Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit überregionalem Absatz können für 24 Monate Zuschüsse zu Personalausgaben (einkommenssteuerpflichtiges Bruttogehalt und Arbeitgeberanteil) erhalten, wenn sie zusätzlich zum vorhandenen Personal einen Hochschulabsolventen mit technischem Abschluss einstellen (1. Jahr max. 30.000 Euro, 2. Jahr max. 15.000 Euro). Für den zukünftigen Arbeitnehmer muss es sich dabei um eine Ersteinstellung handeln (höchstens drei Jahre nach Abschluss) und es muss sich um ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft weiter gewachsen

Wirtschaft kommt voran – Herausforderungen angehen – Rahmenbedingungen weiter verbessern

Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Seehafen Rostock mit Gewerbegebiet, Foto: Joachim Kloock

28.3.2018 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,8 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei rund 42,8 Milliarden Euro. „Die Wirtschaft kommt im Land deutlich voran. Das Wachstum erfolgte in vielen wirtschaftlichen Bereichen. Wir sind auf einem insgesamt guten Weg. Für den Aufschwung sorgten vor allem das produzierende Gewerbe (+2,2 Prozent) und der Dienstleistungsbereich (+1,7 Prozent). Vor allem das verarbeitende Gewerbe zog kräftig an. Hier liegen wir deutlich über dem Bundesschnitt. Unternehmen siedeln sich an, bestehende Firmen erweitern. Auch die maritime Industrie trägt zum Wachstum bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. (Zur Info: verarbeitendes Gewerbe in M-V: + 4,2 Prozent; Bundesdurchschnitt: + 3,0 Prozent; neue Länder: + 1,6 Prozent, alte Länder: + 3,1 Prozent). Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wirtschaftsleistung des Landes ist auf 11,1 Prozent gestiegen, die Wirtschaftsstruktur hat sich dadurch weiter verbessert.

Herausforderungen sind Fachkräftegewinnung, Unternehmensnachfolge, überregionaler Absatz und Digitalisierung

Das Wirtschaftswachstum liegt im Bundesdurchschnitt bei 2,2 Prozent. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent. „Mit unserem Ergebnis liegen wir deutlich über dem ostdeutschen Schnitt. Gleichwohl haben wir im gesamtdeutschen Vergleich noch eine Menge Herausforderungen zu meistern. Hierzu zählen die Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung, erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sowie die Stärkung der Innovations- und Exportfähigkeiten. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Ebenso müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Rahmenbedingungen weiter verbessern – Gesundheitswirtschaft sowie Forschung und Entwicklung weiter ausbauen

Zum Abschluss regte Wirtschaftsminister Harry Glawe an, die Fördermöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben mit der Qualifizierungsrichtlinie für Beschäftigte, der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups eine Reihe neuer Unterstützungsmöglichkeiten aufgelegt. Schwerpunkt bleibt auch das Werben um Neuansiedlungen für unser Land. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erläuterte Glawe. „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.