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Maritime Zukunftskonferenz in Rostock

Fortwährender Strukturwandel bietet weiter Chancen für die Branche – Wirtschaftszweig auch durch Innovationen weiter nach vorn bringen

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Am Mittwoch hat die Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern in Rostock stattgefunden. Im Mittelpunkt stand das Thema „Innovation – Potenziale heben“. Diskutiert wurden Entwicklungen, Trends und Potenziale der maritimen Branche. „Die maritime Industrie zählt zu den wichtigen Wirtschaftszweigen in Mecklenburg-Vorpommern. Der fortwährende Strukturwandel bietet weiter Chancen für die Branche. Als Technologie-, Produktions- und Logistikstandort ist die Branche von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes. Entscheidend ist, dass es gelingt, den Wirtschaftszweig auch durch Innovationen weiter nach vorn zu bringen. Hier bietet beispielsweise unsere Verbundforschung – die verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft – eine Vielfalt an Unterstützungsmöglichkeiten, um zu mehr marktfähigen Produkten im Ergebnis zu kommen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Konferenz, die zum achten Mal stattfindet, wird vom Ausschuss Maritime Wirtschaft der Industrie- und Handelskammern Mecklenburg-Vorpommerns organisiert.

Werften und Zulieferer mit beschäftigungspolitischer Bedeutung – Auftragsbestand

Wirtschaftsminister Glawe ging in Rostock auch auf die Bedeutung der Werften und Zulieferer im Land ein. „Die Werften zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern. Sie sind von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung. Zugleich trägt die Branche über die zahlreichen Dienstleistungen rund um das Produkt Schiff dazu bei, dass die maritime Branche im Land weiter vorankommt“, so Glawe weiter. Auf den hiesigen sechs Großwerften (MV WERFTEN mit Standorten in RostockWismar und Stralsund, Peene-Werft in Wolgast, Neptun Werft sowie Tamsen Maritim, beide in Rostock) sind gegenwärtig rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. „Das sind rd. 1.500 hochwertige Industriearbeitsplätze mehr als vor zwei Jahren. Von den Gesamtbeschäftigten auf den Werften sind gegenwärtig rd. 90 Prozent im Kreuzfahrtschiffbau tätig. Der Auftragsbestand in diesem Segment beträgt gegenwärtig rd. 3,6 Milliarden Euro. Es ist somit wertmäßig der höchste Auftragsbestand der Werften des Landes seit jeher. Es tut sich eine Menge in der maritimen Wirtschaft“, sagte Glawe.

Entwicklung in der Branche geht weiter voran

Die Neptunwerft hat in Warnemünde in eine neue große Halle zum Bau sogenannter „Maschinenraum-Module“ investiert. „Damit hat die Meyer-Gruppe erneut einen beachtenswerten Meilenstein mit einem deutlichen Bekenntnis zum Standort Rostock gesetzt. Bundesweit finden auch innovative Produkte wie die Binnengewässerfähren der Firma Ostseestaal in Stralsund Beachtung. Diese auf Solar-Batterie-Technik basierenden Schiffe beweisen ihre Umweltfreundlichkeit beispielsweise täglich auf der Mosel oder auf Berliner Gewässern“, so Glawe weiter. Auf den MV-Werften wird weiter investiert. Am Standort in Rostock ist eine der modernsten Schweißanlagen Europas in Betrieb genommen worden, am Standort Wismar ist eine neue Fertigungsstätte für Schiffskabinen entstanden.

Die Fraunhofer Gesellschaft plant den Aufbau eines „Ocean Technology Center“ (OTC) für die Entwicklung und Erprobung innovativer Meeres- und Unterwassertechnologien. „Das ist ein ambitioniertes Vorhaben. Das OTC ist ein wichtiger Beitrag auch zur Stärkung des maritimen Standortes in unserem Land. Vor dem Hintergrund des steigenden Forschungsbedarfs für Unterwassertechniken, besonders mit den Schwerpunkten Sensorik und Robotik, sind innovative Lösungen gefragt. Um dieses Vorhaben zum Erfolg zu führen, sind nunmehr bundesweit maritime Unternehmen und Einrichtungen aufgefordert, mit konkreten Themen und Entwicklungsvorhaben die wissenschaftlich-technische Ausrichtung des Zentrums mit zu gestalten. Ziel ist es, sich an dem Bedarf der Akteure auszurichten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Vom Lieferstopp der Bundesregierung ist die Peene-Werft in Wolgast betroffen. „Hier sind wir weiter in guten Gesprächen. Die Auftragslücke wird durch Kurzarbeit überbrückt, um das Auftragstief abzufedern. Das Wirtschaftsministerium hat dem Unternehmen Unterstützung für Aus- und Weiterbildung angeboten“, erläuterte Glawe.

Maritime Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern in Zahlen

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen, insgesamt ca. 11.500 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock sind 3.510 Mitarbeiter und rd. 350 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende September 2018). Zum Schiff- und Bootsbau kommen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und ca. 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen hinzu. „Die Unternehmen haben sich zu wichtigen Arbeitgebern im verarbeitenden Gewerbe entwickelt. Das sichert und schafft Jobs in der beschäftigungsintensiven Branche“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

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MV WERFTEN Fertigmodule feiert Richtfest für neue Lagerhalle

Platz für über 300 Kreuzfahrtschiffskabinen – der Kabinenbauer für Mega-Kreuzfahrtschiffe, die MV WERFTEN Fertigmodule, feiert einen weiteren Meilenstein

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest, Hamburg

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest

Das Unternehmen setzte heute in einer Feierstunde und in Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, des Bürgermeisters der Hansestadt Wismar Thomas Beyer sowie Vertretern des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Wismar die Richtkrone auf die neue Lagerhalle. Auf der Grundfläche von 6.500 Quadratmetern finden dort zukünftig über 300 Fertigkabinen für Kreuzfahrtschiffe Platz. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe äußerte im Rahmen des Richtfestes: „Der Ausbau des Standortes ist ein weiterer Beitrag zur Stärkung der Schiffbauindustrie in Mecklenburg-Vorpommern. Die unternehmenseigene Kabinenfertigung festigt die Unternehmensposition im international hart umkämpften Wettbewerb als hochmodernen und leistungsfähigen Schiffbauer von Kreuzfahrtschiffen. Gleichzeitig werden Industriearbeitsplätze im Land gesichert und neue Jobs geschaffen.“ Für insgesamt vier Millionen Euro baut das Unternehmen die neue Lagerhalle. Sie ist rund 83 Meter lang, 76 Meter breit. Die Schiffskabinen werden darin in drei Ebenen in speziell dafür angefertigten Regalen gelagert. Eine der technischen Innovationen des Lagers sind die Induktionsschleifen, die die Kabinenstapler automatisch leiten. Der Kauf des Grundstücks war im März und der Baustart im Juni dieses Jahres. Der Baufortschritt liegt im Zeitplan, die Inbetriebnahme ist, nach erfolgreicher Abnahme, für Januar 2019 geplant. „Das Richtfest zum Kabinenlager markiert einen weiteren Schritt in die Zukunft des Werftstandortes Wismar. Ich freue mich sehr, dass hier am Standort investiert wird und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit kontinuierlich verbessert werden“, so der Bürgermeister der Hansestadt Wismar Thomas Beyer.

Mit dem neuen Kabinenlager wird die bestehende Logistikfläche von MV WERFTEN Fertigmodule um 6.500 Quadratmeter auf insgesamt 10.000 Quadratmeter mehr als verdoppelt. „Mit der neuen Halle können wir effizient und seriell fertigen, die Kabinen zwischenlagern und bei Bedarf flexibel ausliefern“, erklärt Johannes Gößler, Geschäftsführer von MV WERFTEN Fertigmodule. Die ersten komplett vorausgerüsteten Schiffskabinen, Crewkabinen für die Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ und die Passagier- und Crewkabinen für die Kreuzfahrtschiffe der Global Class entstehen bei MV WERFTEN Fertigmodule. Wohnmodule für die MV WERFTEN Beherbergungsstätte am Alten Holzhafen in Wismar sind bereits im Hotelneubau eingebracht. MV WERFTEN Fertigmodule beschäftigt gegenwärtig rund 92 Mitarbeiter, weitere 60 Mitarbeiter werden in den nächsten sieben Monaten in den Bereichen Produktion, also Tischler, Schlosser, Elektriker, Folierer, und Logistik eingestellt. Interessierte können sich unter www.mv-werften-fertigmodule.com/de/stellenangebote/ informieren und bewerben.

Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie kommt voran – gemeinsame Anstrengungen notwendig

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.6.2018 – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Gemeinsame Anstrengungen notwendig

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Schiffbau im Wandel – Bund und Land unterstützen Innovationen

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister. Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Qualifizierungsrichtlinie tritt in Kraft

Qualifizierungspaket geschnürt – erstmals unternehmensspezifische Maßnahmen zur Qualifizierung – Investition braucht Qualifikation

Werft, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

28.11.2017 – Am ersten Dezember tritt die Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) in Kraft. „Die Wirtschaft ist im Wandel. Die Anforderungen wachsen, Spezialisierung und Qualifizierung für Beschäftigte wird gebraucht. Immer mehr Innovationen halten Einzug in die Produktionsabläufe. Gerade auch bei der fortschreitenden Digitalisierung werden mehr und vor allem andere Kompetenzen als bisher notwendig. Hier müssen wir mithalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb wollen wir mit einem neuen Förderprogramm neben den bisher schon bewährten Bildungsschecks erstmals auch Qualifizierungsprojekte von Unternehmen direkt fördern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag. Die Richtlinie ist am Montag (27. November) im Amtsblatt veröffentlicht worden.

Erstmals unternehmensspezifische Maßnahmen zur Qualifizierung

Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. „Mir ist wichtig, den gesamten Prozess der Qualifizierung in den Firmen zu begleiten. Diese Förderung unterstützt die Unternehmen umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. „Denn Fachkräftesicherung heißt nicht nur Arbeitnehmer von außen zu gewinnen, sondern das eigene Stammpersonal genauso im Blick zu haben. Das ist auch ein Beitrag dafür, die Betriebe konsequent beim technischen Wandel zu unterstützen.“

Berufliche Weiterbildung durch Bildungsschecks

Die Förderung durch Bildungsschecks steht auch künftig Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. „Bei der Qualifizierung von Mitarbeitern wird die Teilnahme sowohl an branchenübergreifenden als auch branchenspezifischen Weiterbildungen unterstützt. Mit dem neuen Förderprogramm können sich Unternehmen noch besser auf den vollziehenden technologischen Wandel einstellen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben oder in Höhe von bis zu 75 Prozent als De-minimis Förderung. Für Qualifizierungen mit qualifizierter Teilnahmebescheinigung ist die Zuwendung auf höchstens 500 Euro je Bildungsscheck und Qualifizierungsmaßnahme begrenzt. Bei abschlussorientierten Qualifizierungen ist die Zuwendung auf höchstens 3.000 Euro begrenzt.

Investition braucht Qualifikation

Bedarf für Qualifizierung besteht aktuell vor allem im maritimen Bereich. Die als neue Werftengruppe entstandenen „MV Werften“ sollen in den nächsten 10 Jahren hauptsächlich Kreuzfahrtschiffe für die Reedereien der Genting Gruppe bauen. Das Bauprogramm für die nächsten fünf Jahre hat einen Auftragswert von rund 3,5 Milliarden Euro. Hiermit verbunden sind umfangreiche Neuinvestitionen von über 200 Millionen Euro. Neben Genting haben aber auch die anderen Werften im Land gute Auftrags- und Beschäftigungslagen. Auf der zur Meyer-Gruppe gehörenden Neptun Werft wird in eine neue Schiffbauhalle für den Bau großer Maschinenraummodule investiert. „Um die anstehenden Investitionen erfolgreich umzusetzen, ist auch Qualifikation gefragt“, so Wirtschaftsminister Glawe. Gesucht werden im Land auch Fachkräfte beispielsweise in Bereichen wie Metallbau, Metallbearbeitung und Schweißtechnik sowie Elektrotechnik. Darüber hinaus steht aber auch das verarbeitende Gewerbe insgesamt unter erheblichem Anpassungsdruck unter anderem im Rahmen der mit Wirtschaft 4.0 beschriebenen Digitalisierung in den Unternehmen.

Anträge einreichen

Die Anträge sind vor Beginn der Maßnahme bei der GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH, Schulstraße 1 – 3, 19055 Schwerin, einzureichen. Die Antragsunterlagen sind bei der GSA erhältlich oder können im Internet unter www.gsa-schwerin.de abgerufen werden.

Kooperationsverbund MAZA initiiert „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ in Rostock

Die maritimen Zulieferer stehen vor großen Anstrengungen – Netzwerk soll helfen

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.10.2017 – Der Kooperationsverbund MAZA M-V e.V., ein Verbund mittelständischer und kleinerer Ingenieur-, Bildungs- sowie Zuliefer-, Ausrüstungs- und Dienstleistungsunternehmen mit schiffbaurelevanten Industrieleistungen, begleitet seine Mitgliedsunternehmen bei der Bewältigung des Strukturwandels in der maritimen Industrie Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel dabei ist die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt plant der Verein, seine Aktivitäten inhaltlich neu zu justieren. „Die maritimen Zulieferer stehen vor großen Anstrengungen. Dabei kann die Initiative zur Weiterentwicklung des Kooperationsverbundes MAZA zu einem `Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau´ Hilfe und Unterstützung sein. Für die beteiligten Unternehmen bietet sich die Chance, ihr Innovations- und Leistungspotenzial zu erhöhen. Das wird zu einer weiteren Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und beschäftigungsseitigen Stabilität beitragen. Deshalb unterstützten wir die an aktuelle Erfordernisse angepasste Neuausrichtung von MAZA“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph auf der MAZA-Mitgliederversammlung am Donnerstag in Rostock. Staatssekretär Rudolph übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid an das Regionale Innovationscluster.

Forschung, Entwicklung und Innovation ist Schlüsselfunktion der maritimen Industrie

Ziel des Regionalen Innovationsclusters soll es sein, in Zusammenarbeit der Zulieferer und Dienstleister mit den Werften des Landes sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich ist vorgesehen, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. „Für die maritime Industrie mit ihren innovativen, hochkomplexen und an den individuellen Wünschen der Kunden ausgerichteten Projekten nehmen maritime Forschung, Entwicklung und Innovation eine Schlüsselfunktion ein. Von großer Bedeutung sind dabei Lösungsansätze im Rahmen zukunftsrelevanter Verbundprojekte. Wenn die Unternehmen stetig in Innovationen investieren, ergeben sich für die maritimen Zulieferer und Dienstleister neue Perspektiven und Möglichkeiten, die auch international wahrgenommen werden“, sagte Rudolph. Verbundforschungsprojekte sind gemeinsame Vorhaben von Unternehmen, Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die zum Ziel haben, international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das „Regionale Innovationscluster (RIC) Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro.

Informationen zum „Kooperationsverbund MAZA M-V e.V.“

Dem Netzwerk gehören in Mecklenburg-Vorpommern 32 überwiegend schiffbauorientierte Unternehmen und Einrichtungen aus der maritimen Industrie an, die nach eigenen Angaben 1.850 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 350 Millionen Euro (2017) erwirtschafteten.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.300 Mitarbeiter und etwa 280 Auszubildende beschäftigt.

Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich: Start eines neuen Förderprogramms für Unternehmen

Kompetenzen und Qualität in den Unternehmen sichern 

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

22.3.2017 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Nordmetall den Startschuss für eine Qualifizierungsoffensive für Beschäftigte im maritimen Bereich gegeben. Eine Grundlage hierfür bildet die neue Qualifizierungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums. „Fachkräftesicherung und auch Fachkräftegewinnung sind für Unternehmen im Land eine Herausforderung geworden. Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Spezialisierungen sind in vielen Bereichen nötig. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen. Das Wissen und der Erfahrungsschatz der Mitarbeiter sind Goldstaub für unsere Unternehmen. Sie sichern die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Fortbestand der Unternehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

Fachkräfte werden gesucht – Qualifizierung nötig

„Wir starten mit der Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich – also bei den Werften und den Zulieferern, denn hier ist durch die Übernahme der Werftstandorte durch die Genting Group die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal gestiegen“, so Glawe. „Aber uns liegen die Sicherung und Schaffung von industriellen Arbeitsplätzen generell besonders am Herzen. Deshalb wollen wir mit einem neuen Förderprogramm das gesamte verarbeitende Gewerbe und Teile des Handwerks unterstützen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Gesucht werden Fachkräfte beispielsweise im Bereich der Metallbearbeitung, Metallbau und Schweißtechnik sowie Elektrotechnik.

Berufsbegleitende Qualifizierung auf neue Füße gestellt

Mit dem neuen Förderprogramm zur berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) können erstmalig Qualifizierungsprojekte von Unternehmen mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. „Wir stellen die berufsbegleitende Qualifizierung auf neue Füße und unterstützen den gesamten Prozess der Qualifizierung: Bedarfsfeststellung, Kompetenzanalyse und Qualifizierungsmaßnahmen“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. Diese Förderung unterstützt die Unternehmen insofern umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Denn Fachkräftesicherung heißt nicht nur Arbeitnehmer von außen zu gewinnen, sondern das eigene Personal genauso im Blick zu haben. Das ist auch ein Beitrag dafür, die Betriebe konsequent beim technischen Wandel zu unterstützen.“

Vorhandene Förderung wird angepasst

Die bereits bislang erfolgreiche Förderung durch „Bildungsschecks“ steht auch künftig Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Sie hat sich bei der Qualifizierung von Mitarbeitern bewährt und fördert die Teilnahme an branchenübergreifenden und branchenspezifischen Weiterbildungen. Als ein Ergebnis der Gespräche mit den Sozialpartnern wird es künftig möglich sein, den Kreis der förderfähigen Weiterbildungsdienstleister, die von den Unternehmen in Anspruch genommen werden können, erheblich zu erweitern. „Das neue Förderprogramm bietet somit eine effektive Hilfe, sich an den sich vollziehenden Wandel anzupassen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Minister Glawe. Die Förderung soll aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) erfolgen. Bewilligungsbehörde ist die GSA Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung. Das Förderprogramm soll bis zum Sommer in Kraft treten.

Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich

Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch erklärt dazu: „Die positive Entwicklung der MV-Werften bedeutet eine Mega-Chance für unser Land, in der maritimen Branche – aber nicht nur dort – einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wir erhoffen uns einen industriellen Schwung, der dauerhaft zu höherem Wohlstand und mehr sozialer Sicherheit führt.“ Qualifizierung sei aber nicht nur ein Thema für die Werften und ihre Zulieferer; auch in anderen Branchen seien Fachkräfte rar. „Wir danken daher dem Wirtschaftsminister, dass er die Richtlinie auf das gesamte verarbeitende Gewerbe und Teile des Handwerks ausgedehnt hat und damit den Startschuss für eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive gibt“, sagte Lambusch, der auch Präsident der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern ist. „Künftig unterstützt das Land Unternehmen und Beschäftigte darin, sich auf neue Produkt- und Prozessanforderungen einzustellen. Das ist ein richtiges Signal zur richtigen Zeit.“

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, unterstrich: „Die Debatte über Konzepte der Fachkräftesicherung in der maritimen Wirtschaft bietet die Chance, das Thema Qualifizierung noch intensiver mit dem Gedanken der Prävention zu verbinden. Unser Programm WeGebAU* ist dabei – im Rahmen einer präventiven Arbeitsmarktpolitik – ein zentraler ‚Baustein‘ für kleine und mittlere Unternehmen der Zuliefererbranche. Denn die Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Beschäftigten schützt diese vor Arbeitslosigkeit und dient gleichzeitig der betrieblichen Fachkräftesicherung.“ Sie betonte darüber hinaus: „Es stehen ausreichend Mittel zur Verfügung. Ich möchte daher an die Betriebe der maritimen Wirtschaft appellieren: Lassen Sie sich von den Beraterinnen und Beratern der gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter informieren. Sie sind gerne bereit, Ihnen die Fördermöglichkeiten zu erläutern.“*(Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen bis 249 Mitarbeiter)

Unterstützung auch bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischen Fachrichtungen

Ergänzend wird das Wirtschaftsministerium zudem für kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes eine Unterstützung bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss anbieten. „Die Maßnahme dient dem Ausbau der Kapazitäten im ingenieurtechnischen und IT-Bereich der Unternehmen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz von kleinen und mittelständischen Betrieben durch die Entwicklung marktfähiger Produkte zu erhalten und weiter auszubauen. Zusätzliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten können in den Unternehmen voran gebracht werden“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Für den zukünftigen Arbeitnehmer muss es sich um eine Ersteinstellung handeln oder der Hochschulabschluss darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Darüber hinaus muss es sich bei der geförderten Personalstelle um ein zusätzliches (zu dem bereits vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss), unbefristetes Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Der mögliche Zuschuss wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt. Die Förderhöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Richtlinie soll voraussichtlich ebenfalls im Sommer veröffentlicht werden. Anträge können nach der Veröffentlichung beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern eingereicht werden.