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Kiellegung für erste Marine Korvette bei Peene-Werft

Industrielles Herz in Wolgast schlägt wieder kräftiger

Marine bei der Ausfahrt in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

Marine in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

In Wolgast ist auf der Peene-Werft die erste Korvette der Boote 6-10 für die deutsche Marine feierlich auf Kiel gelegt worden. „Der heutige Fertigungsstart der Hinterschiffe hier am Standort Wolgast leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesamtauslastung der Werft und wird damit das durch den Exportstopp erfolgte Auslastungstief etwas abfedern. Damit schlägt das industrielle Herz in Wolgast wieder kräftiger“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Wolgast. Die Kiellegung erfolgte gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Neben Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe waren Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Ort.

Wichtiger Arbeitgeber in der Region

Die Peene-Werft ist Teil der Lürssen Schiffbaugruppe. Das Kerngeschäft liegt im Neubau, Umbau und der Reparatur von Marine- und Behördenschiffen. Die Lürssen Gruppe baut für die Marine fünf Korvetten. Umgesetzt wird das Vorhaben durch die Arbeitsgemeinschaft K130 (ARGE K130). Hierzu gehört federführend die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG sowie die thyssenkrupp Marine Systems GmbH und German Naval Yards Kiel GmbH. Auf der Peene-Werft sind rund 300 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt. „Die Peene-Werft zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Wir stehen dem Unternehmen unterstützend zur Seite ebenso wie bei der Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Beschäftigung der Mitarbeiter auf der Werft im Fokus

Die Bundesregierung hat einen Rüstungsgüterexportstopp nach Saudi-Arabien verhängt. Infolgedessen konnten Patrouillenboote, die auf der Peene-Werft hergestellt werden, nicht ausgeliefert werden. Das Ausfuhrmoratorium wurde durch den Bundessicherheitsrat am 31. März 2019 verlängert. „Inwiefern der Rüstungsgüterexportstopp ab Ende September 2019 wieder aufgehoben und die Produktion danach fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Wir haben die Beschäftigung der Mitarbeiter der Werft im Fokus. Entscheidend ist zu wissen, wohin die Reise künftig genau hingehen wird. Hier ist zunächst der Bund gefordert. Wir stehen weiter für Gespräche bereit, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

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Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt MV WERFTEN bei Bauzeitfinanzierung

Gute Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien – verantwortungsvolle Entscheidung der befassten Gremien – Konjunkturprogramm für die maritime Industrie wird fortgesetzt

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die MV WERFTEN durch Bürgschaften bei der Bauzeitfinanzierung von zwei Kreuzfahrtschiffen der Global Class. Hierfür hat der Finanzausschuss des Landtages am Donnerstag einstimmig grünes Licht gegeben. Das Bürgschaftsvolumen des Landes beträgt 375 Millionen Euro für den Bau der beiden Kreuzfahrtschiffe. Der Bund wird den Bau voraussichtlich in gleicher Höhe absichern. „Ich begrüße und freue mich über die verantwortungsvolle Entscheidung der befassten Gremien. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien. Mit den beiden Global-Schiffen und weiteren Schiffsneubauprojekten der Genting-Gruppe wird die Arbeit auf den MV WERFTEN weit in das nächste Jahrzehnt abgesichert. Neue Arbeitsplätze können entstehen und bestehende Jobs vor Ort gesichert werden. Die Wertschöpfung an den Standorten wird weiter erhöht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe nach dem Finanzausschuss.

Unterstützung auch durch den Bund

Eine Entscheidung haben – gemäß dem Gesetz zur Förderung der Finanzierung der Werften in Mecklenburg-Vorpommern (Werftenförderungsgesetz – WFG M-V) – der Bürgschaftsausschuss, die Lenkungsgruppe „Großbürgschaften und -kredite für die maritime Wirtschaft“ und der Finanzausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Bei der Bundesregierung hat ein interministerieller Ausschuss, bestehend aus Vertretern des Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministeriums, ein positives Votum für die Übernahme von Hermes-Garantien für den Bau und die Endfinanzierung der Global-Kreuzfahrtschiffe gegeben. Über diese Entscheidung muss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 10. April informiert werden. „Ich setze auf die Unterstützung des Bundes und danke für das Engagement“, so Glawe weiter.

Konjunkturprogramm für die maritime Industrie wird fortgesetzt

„Mit der Übernahme der Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund durch Genting Hong Kong Limited und deren Entwicklung zu Spezialwerften für den Kreuzfahrtschiffbau hat sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes eine völlig neue Perspektive eröffnet. Diese Chancen sollten wir weiter nutzen. Der Personalbestand ist auf fast 3.000 Mitarbeiter angewachsen. Die MV WERFTEN setzen durch die Abarbeitung ihrer Aufträge auch ein Konjunkturprogramm für maritime Industrie in unserem Land aktiv um“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Ende 2018 waren auf den MV WERFTEN über 2.500 Mitarbeiter sowie 249 Auszubildende und Dualstudenten beschäftigt. Seit der Übernahme der Werftstandorte durch die MV WERFTEN im Jahr 2016 wurden unter anderem der Bau und die Ablieferung von vier exklusiven Flusskreuzfahrtschiffen realisiert, das erste Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der Endeavor Class und das erste Global Class-Kreuzfahrtschiff auf Kiel gelegt. Darüber hinaus erfolgte der Start der Kabinenproduktion der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH, die Errichtung einer neuen Schiffbauhalle sowie die Inbetriebnahme der neuen innovativen Laser-Hybrid-Paneellinie.

Gemeinsam stark: „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ seit zehn Jahren aktiv

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation prägt die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

10 Jahre Kooperationsverbund maritimer Zulieferer – das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC MAZA MV) hat in Rostock sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. „Gemeinsam stark sein – dieses Motto haben sich die Mitgliedsunternehmen des RIC MAZA auf die Fahnen geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation sind die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes im Verbund aktiv, um ihr Innovations- und Leistungspotential weiter zu stärken. Dazu ist es unter anderem notwendig, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. Da sehe ich noch viel Potential, das mit Unterstützung des Kooperationsverbundes gehoben werden sollte“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

RIC MAZA ist tragfähige Kooperationsstruktur zur nachhaltigen Stärkung der maritimen Industrie im Land

„Das Wirtschaftsministerium hat von Anbeginn an den Aufbau eines Netzwerkes in der maritimen Zulieferindustrie des Landes gefördert“, hob Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph in Rostock hervor. „Es ist gelungen, in der maritimen Branche eine tragfähige Kooperationsstruktur zu etablieren, so dass die maritime Industrie im Land nachhaltig gestärkt werden konnte. Das enge Zusammenwirken von maritimer Realwirtschaft und Wirtschaftsministerium, auch in schwierigen Zeiten, zahlt sich jetzt aus. Der Schiffbau in MV steht in den kommenden Jahren vor großen und nie so komplex dagewesenen Herausforderungen“, so Rudolph weiter. „Mit der Weiterentwicklung der MAZA M-V zum Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz hat der Kooperationsverbund erneut strategische Weitsicht bewiesen. MAZA wird so an weiteren Kapiteln des Erfolgs maritimer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitarbeiten können. Wir werden diese für unsere Volkswirtschaft bedeutsame Weiterentwicklung des MAZA-Verbundes unterstützen“, so Rudolph abschießend.

Maritime Industrie im Land im Aufwind – wachsende Ansprüche an Zuliefererunternehmen

Die Maritime Zuliefer Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Werften sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich soll die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse steigern. „Die maritime Industrie unseres Landes ist im Aufwärtstrend. Es hat sich auf den Werften ein technisch anspruchsvoller, innovativer Spezialschiffbau entwickelt. Daraus folgen wachsende Ansprüche an die Zuliefererbetriebe. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter passgenau und zukunftsgerecht zu qualifizieren. Die weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovationen jetzt zu verstärken. Hierbei unterstützen wir“, betonte Rudolph.

Intensivierung von Forschung und Entwicklung notwendig

In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum 2014 bis 2017 sind landesweit Zuschüsse in Höhe von 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. Davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuEI-Vorhaben und 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Die Unterstützung ging vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen – insgesamt 36,6 Millionen Euro für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro erhielten große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte. „Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen und dadurch zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen des Landes weiter gehen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt RIC MAZA MV

Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro. Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC) hat nach eigenen Angaben derzeit 41 Mitglieder, die insgesamt 2.800 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro für schiffbauliche Leistungen erzielen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine starke Wirtschaftsbranche. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren Ende März 2018 rund 2.670 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

MV WERFTEN startet Bau des ersten 204.000 BRZ großen Global Class-Kreuzfahrtschiffes

8.3.2018Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde – und dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) an Bord gleichzeitig das technologisch fortschrittlichste. Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay persönlich läutete mit dem ersten Stahlschnitt die Fertigungsarbeiten am Flaggschiff der Global Class-Serie ein. Begleitet von lautem Schiffshupen starteten heute in Wismar die Fertigungsarbeiten am ersten Schiff der Global Class. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der Vorstandvorsitzende und CEO von Genting Hong Kong, Tan Sri Lim Kok Thay, und der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe, setzten per Knopfdruck die Brennmaschine zum ersten Stahlschnitt in Gang. Nur wenige Minuten später wurde auch in Rostock der erste Stahl geschnitten. Für den Bau des 204.000 Bruttoraumzahl (BRZ) großen Schiffes werden die Fertigungskapazitäten beider Standorte genutzt: Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde. Die Fertigung findet parallel auf den Werften in Wismar und Rostock statt, die Endmontage in Wismar. Die Ablieferung des Flaggschiffes ist für Ende 2020 geplant. Insgesamt sind rund 600 Firmen am Bau beteiligt.

„Nach drei Jahren Design- und Konstruktionsarbeit an den Schiffen der Global Class und einem über 210 Millionen Euro schweren Investitionsprogramm für MV WERFTEN, um die Anlagen auf den modernsten Stand der Technik zu bringen, freuen wir uns sehr, heute mit dem Bau des ersten Global-Kreuzfahrtschiffes zu beginnen“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay. „Diese Passagierschiffe sind nicht nur die größten, die in Deutschland gebaut werden, sie sind auch die technologisch fortschrittlichsten. Sie greifen die Begeisterung der Asiaten für künstliche Intelligenz im Alltag auf, etwa durch Gesichts- und Spracherkennung für die meisten Dienste an Bord. Oder durch Roboter, die Routineaufgaben erledigen, sodass sich die Crew stärker auf andere Dienstleistungen konzentrieren kann“, fügte er hinzu. „Der Baustart ist ein wichtiger Schritt für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. „Mit dem Arbeitsauftakt des Global Class-Kreuzfahrtschiffes setzt MV WERFTEN seine Zukunftsstrategie für unser Land weiter um. Das stärkt den Schiffbau mit den heimischen Zulieferern und Dienstleistern. Mit den noch ausstehenden Aufträgen werden wichtige Industriearbeitsplätze bei uns im Land gesichert und geschaffen.“

Die Schiffe der Global Class sind speziell für den rasant wachsenden asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Sie verfügen über beliebte Einrichtungen wie ein Multiplex-Kino, einen Themenpark, ein Spa, verschiedene authentische asiatische Restaurants sowie Fast-Food-Alternativen, diverse Einkaufsmöglichkeiten und eine Luxus-Shopping-Meile. Die Kreuzfahrtschiffe werden 342 Meter lang und 46,40 Meter breit sein und einen Tiefgang von 9,50 Meter haben. Bei einer Größe von 204.000 BRZ bieten die Megaliner – bei Doppelbelegung – über 5.000 Passagieren in 2.500 Kabinen Platz. Die Kabinen sind speziell für asiatische Familien ausgelegt. Sie bieten Schlafplätze für zwei, drei oder vier Personen mit geteilten (zwei) Badezimmern und gestatten so einen größeren preislichen Spielraum für den asiatischen Markt. Mit Rettungsmitteln für bis zu 9.500 Passagiere können die Schiffe der Global Class auch den extrem hohen Andrang während der Ferienzeiten in Asien bewältigen. Zusätzlich zu 28 großen Fahrstühlen wird die Global Class mit acht Rolltreppenanlagen ausgestattet, die die öffentlichen Bereiche miteinander verbinden – und werden somit die ersten Kreuzfahrtschiffe mit Rolltreppen sein. Dank der Gesichtserkennung wird es nur minimale Warteschlangen beim Ein- und Aussteigen und beim Bezahlen geben, kontextuelles Marketing für eine gleichmäßige Auslastung der Schiffseinrichtungen sowie weitere KI-Systeme.

Jarmo Laakso, CEO von MV WERFTEN, sagte: „Der Bau dieser Schiffe ist eine große Herausforderung, die es nun zu meistern gilt. Wir werden all unser Können einsetzen, um ‚Schiffbau made in MV‘ weltweit als Qualitätsgaranten bekannt zu machen. Schon jetzt danken wir unseren Mitarbeitern und Partnern für ihre hervorragende Arbeit während der Design-, Konstruktions- und Planungsphase. Diese Leistung gilt es nun fortzuführen.“ „Die Werften haben in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition. Sie sind wichtige Arbeitgeber bei uns im Land. Der Kreuzfahrtschiffbau ist eine neue Herausforderung und die große Chance, allen zu zeigen, dass Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern Zukunft hat“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Heute ist ein wahrhaft historischer Tag“, erklärte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. „Der Bau des größten Schiffes, das je in Wismar gebaut wurde, beginnt. Wir freuen uns mit der Werft und wünschen gutes Gelingen und einen erfolgreichen und unfallfreien Bauverlauf.“ Bis 2021 wird MV WERFTEN sechs weitere Schiffe abliefern: Die „Crystal Ravel“ wird im April abgeliefert. Seit Januar fertigt das Unternehmen in Stralsund die erste von drei Expeditions-Megayachten, die Ende 2019 abgegeben wird. Das zweite Schiff der Global Class wird ab 2019 gebaut und Ende 2021 abgegeben.

Über MV WERFTEN

Die drei Werften in WismarRostock und Stralsund gehören zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise. In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten. http://www.mv-werften.com

TAMSEN MARITIM GmbH investiert in Rostocker Betriebsstätte

Vorhaben sichert 75 Arbeitsplätze und schafft drei neue Jobs

Reparatur von Spezialschiffen, Fotoquelle: www.tamsen-maritim.deDie TAMSEN MARITIM GmbH plant die Erweiterung ihrer Betriebsstätte in Rostock. „Die Werft hat hat sich als Anbieter von Schiffsreparaturen, Instandhaltungen sowie Wartungen einen guten Ruf erarbeitet. Um die Kapazitäten auszubauen, soll jetzt erweitert werden. Das Vorhaben sichert 75 Arbeitsplätze und schafft drei neue Jobs“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag in Schwerin. TAMSEM MARITIM  wurde im Jahr 2009 gegründet. Das Unternehmen kann in seinen Werkshallen Schiffe mit einer Länge von bis zu siebzig Metern reparieren und neu bauen. Zusätzlich werden verschiedene Composite-Formbauteile, beispielsweise für die Windindustrie, gefertigt. Jetzt ist geplant, eine weitere Wechselspuranlage zu installieren, um die Rangierkapazitäten zu erhöhen und einen zusätzlichen Außenarbeitsplatz zu schaffen. Das ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer großer Schiffe. „Durch die geplanten Investitionen werden sich die Produktionsbedingungen und logistische Abläufe weiter verbessern. Damit werden grundlegende Voraussetzungen für ein weiteres Unternehmenswachstum geschaffen“, betonte Glawe weiter. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 683.000 Euro werden vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 150.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt.

Rund 32.000 Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern (Schiff- und Bootsbau, Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit ihren rund 280 Unternehmen beschäftigt rund 10.000 Arbeitnehmer. Die maritime Wirtschaft mit den weiteren Bereichen Logistik, Dienstleistern und tourismusnahen Anbietern verzeichnet rund 32.000 Arbeitsplätze im Land und erwirtschaftet einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro.