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Sportboothafen in Rostock-Warnemünde soll aus- und umgebaut werden

Notwendiger Schritt zum Erhalt und Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft

Yachthafen, Foto: Martina Wichor

Sportboothafen Warnemünde, Foto: Martina Wichor

22.9.2017 – Die Hansestadt Rostock plant die weitere Entwicklung der Mittelmole in Rostock-Warnemünde. Das gesamte Areal soll als zentraler touristischer Anlaufpunkt neu gestaltet und weiter entwickelt werden. Ein wichtiger Baustein ist der Sportboothafen an der Nordspitze. „Die Hafenanlage soll grundlegend ertüchtigt und ausgebaut werden. Bootsanlegestellen, Wasserwanderrastplatz und Sporteinrichtungen sollen entstehen. Die Entwicklung und infrastrukturelle Ertüchtigung der Mittelmole ist ein notwendiger Schritt zum Erhalt und zum Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Rostock.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Wirtschaftsminister Glawe hat in Rostock eine Zusicherung an den Oberbürgermeister der Hansestadt Roland Methling übergeben. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich etwa auf 9,52 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) voraussichtlich in Höhe von rund 8,57 Millionen Euro. „Mit den anstehenden Investitionen soll das maritime Angebot vor Ort weiter verbessert werden. Ziel ist es, die Attraktivität des Segel- und Sportbootstandortes Warnemünde insgesamt für Einheimische und Gäste weiter zu erhöhen“, so Glawe weiter.

Sporthäfen in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze. Gästen stehen rund 400 wassertouristische Anlagen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung – von der Marina bis zur einfachen Ein- und Ausstiegsstelle für Kanuten. Insgesamt 7.255 touristisch nutzbare Liegeplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, davon 4.308 Dauerliegeplätze und 2.947 Gastliegeplätze. „Wir müssen stetig am touristischen Qualitätsstandard arbeiten. So gelingt es uns, eine hohe Gästezufriedenheit zu erreichen und aus unseren Urlaubern auch wiederkehrende Gäste zu machen. Dazu gehört, dass in die touristische Infrastruktur weiter investiert wird“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Investitionen seit 1990 in maritim-touristischen Vorhaben

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat seit 1990 insgesamt 356 maritim-touristische Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 528 Millionen Euro mit knapp 408 Millionen Euro unterstützt. Investiert wurde unter anderem in den Bau von Strandpromenaden, Schiffsanlegern, Seebrücken, Anlegestellen und Rettungstürmen, barrierefreien Strandabgängen, Badestellen und Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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DRK Wasserwacht beendet Badesaison 2017

 

Rettungsschwimmer Lars Hennig und Dr. Gladys Liehr beziehen Posten auf dem Wasserwacht-Turm 3 in Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Rettungsschwimmer, Foto: Joachim Kloock

20.9.2017Die ersten Wachtürme befinden sich im Winterlager und viele Material-Kisten sind schon verstaut. Damit ist die Saison 2017 der DRK Wasserwacht Rostock beendet. Von Mai bis September sorgten 187 Rettungsschwimmer auf 12 Türmen in Rostock-Warnemünde und -Markgrafenheide für die Sicherheit der Badegäste. Doch nach der Saison ist vor der Saison: Am 22. September startet ein neuer Rettungsschwimmerkurs für interessierte Nachwuchskräfte. 57 Ehrenamtliche aus Rostock und 130 Rettungsschwimmer aus Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und erstmals verstärkt aus Nordrhein-Westfalen waren 2017 gemeinsam 22.900 Stunden an den Stränden aktiv. 246 Mal mussten Sie in dieser Zeit Erste Hilfe leisten. Bei den Einsätzen handelte es sich größtenteils um kleine Schnittwunden, Kreislaufprobleme, Insektenstiche oder Sportverletzungen. 26 Mal wurde der Rettungsdienst hinzu gerufen. In insgesamt 15 Fällen galt es, Menschen aus gefährlichen Situationen aus dem Wasser zu retten. Einmal mussten die Rettungsschwimmer reanimieren. „In diesem Jahr gab es deutlich häufiger gefährlichere Wetterlagen mit viel Wind und hohen Wellen. Das führte dazu, dass wir deutlich häufiger aus dem Wasser retten mussten“, resümiert Wasserwacht-Koordinator Manuel Brumme. „Auf der anderen Seite gab es bei dem tendenziell eher schlechteren Wetter auch weniger Sonnenanbeter und damit weniger kritischere Einsätze an Land.“ Aufklärung der Badegäste war 2017 erneut ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Die im letzten Jahr angebrachten Informationstafeln zur Flaggenkunde und einheitliche Flaggenmasten an den Türmen erwiesen sich dabei als große Hilfe.

Neben der regulären Absicherung des Badebetriebes waren die Wasserwachtler zudem bei Großveranstaltungen wie Warnemünder Woche oder Hanse Sail im Einsatz. „Die DRK Wasserwacht hat in dieser Saison wieder sehr professionell die Absicherung der Strände und des Badebetriebes im Seebadbereich koordiniert. Als zuverlässiger Partner verantwortete sie darüber hinaus die wasserseitige Sicherung der maritimen Events und sorgte in diesem Bereich für einen reibungslosen Ablauf. Die engagierte Arbeit der Rettungsschwimmer und -schwimmerinnen ist ein maßgeblicher Baustein für den hohen Qualitätsstandard in den Rostocker Seebädern“, betont Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock und Warnemünde. Im Rahmen von Wettkämpfen zeigten sich die Rettungsschwimmer ebenfalls erfolgreich. Bei den Deutschen Meisterschaften der DRK Wasserwacht in Bad Tölz im Juni sicherte sich das Rostocker Mixed Team den Titel des Deutschen Meisters im Rettungsschwimmen. Auch in Sachen Technik zeigte das Team Leistung: Das Rettungsboot „Opa“ erhielt – zum großen Teil in Eigenregie – neue Elektrik sowie einen neuen Führerstand. Seit dem 17. September sind die Wachtürme an den Rostocker Stränden nun geschlossen. Doch es laufen bereits die Vorbereitungen für die kommende Saison. Am 22. September startet um 20.00 Uhr ein neuer Rettungsschwimmerkurs. Treffpunkt für Interessierte ist 19.30 Uhr in der Neptunschwimmhalle Rostock. Anmeldungen bitte telefonisch unter 0381 / 24 27 9-83 oder per Mail an info@wasserwacht-rostock.de.

Rostocker Robben holen Beachsoccer-Titel

20.8.2017 – Die Rostocker Robben haben bei der fünften Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft in Warnemünde ihren zweiten Titel geholt. In der Neuauflage des Endspiels von 2015 setzte sich der „Gastgeber“ erneut mit 7:6 nach Penaltyschießen gegen Titelverteidiger BSC Ibbenbüren durch. Nach dreimal zwölf Minuten hatte es 5:5 gestanden, die dreiminütige Verlängerung brachte ebenfalls keine Entscheidung. Schon 2015 trafen beide Teams im Finale aufeinander – mit dem exakt selben Endergebnis zu Gunsten der Rostocker. Neben dem lautstarken Fanclub der Robben verfolgten in der DFB-Beachsoccer Arena am Ostseestrand in Warnemünde zahlreiche Fans ein spannendes Endspiel, in dem es Hin und Her ging. Die Rostocker Führung drehte Ibbenbüren zunächst zum 2:1 und ließ auch auf den Rostocker Ausgleich zwei weitere Treffer zum 4:2 folgen. Rostock steckte aber nicht auf, traf zweimal zum 4:4.

Verlängerung nach dramatischer Schlussphase

Die dramatische Schlussphase mündete in der Verlängerung: Zunächst traf Valon Begiri 19 Sekunden vor dem Ende scheinbar zum Ibbenbürener Sieg, doch dann glich Torsten Dahnke drei Sekunden vor Schluss zum 5:5 aus. Nachdem die Verlängerung keinen Sieger hervorbrachte, hielt Rostocks Keeper Robin Schröder zwei Penaltys – Christoph Thürk verwandelte den entscheidenden dritten Schuss der Robben. Erwin Bugar, Vizepräsident Breitenfußball, sagte zum Turnier: „Wir haben ein tolles Turnier mit einem dramatischen Finale gesehen. Nach einem Neun-Meter-Schießen haben wir am Ende immer einen glücklichen Sieger. Die Organisation des Turniers war sehr gut. Wir wollen uns beim Ministerium für Wirtschaft und Tourismus für die Unterstützung bedanken. Es hat sich ausgezahlt, dass wir die Stadionkapazität erhöht haben. Wir hatten trotz Wetterkapriolen die höchste Besucherzahl seit fünf Jahren. Nun freuen wir uns auf das erste internationale Turnier in Deutschland, wo die deutsche Nationalmannschaft auf den Einzug in die Euro Beach Soccer League packen will.“

27. Hanse Sail vom 10. bis 13. August 2017: Vier Tage Schiffe, Musik und Sport locken Gäste aus aller Welt

8.8.2017 – Sie ist touristisches Aushängeschild, Wirtschaftsfaktor, Treffpunkt für Politiker und Unternehmer, Volksfest und eine Stütze für den Erhalt des maritimen Kulturerbes: Vom 10. bis 13. August 2017 feiert die Hansestadt Rostock ihre 27. Hanse Sail. Erwartet werden gut 200 Traditionssegler und Museumsschiffe aus zwölf Nationen sowie rund eine Million Besucher. „Mit der Hanse Sail haben wir einen Event, der seit über zwei Jahrzehnten Besuchermagnet für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist. Als Imageträgerin unterstützt sie in einzigartiger Weise die nationale und internationale Vermarktung und trägt entscheidend dazu bei, dass die Wahrnehmung der Hansestadt als maritim-touristische Destination weiter wächst. Damit verbunden ist aber auch eine bedeutsame lokale Wertschöpfung, von der verschiedenste Branchen und Dienstleister am Standort profitieren“, betont Tourismusdirektor Matthias Fromm.

Ein Fest für das ganze Volk

Wie ein blaues Band verbindet die Warnow die zahlreichen Veranstaltungsgebiete der Hanse Sail Rostock. Vom Gehlsdorfer Ufer mit dem Kanonierstreffen, entlang des Stadthafens von der Silo-Halbinsel über die Haedge-Halbinsel, den Kabutzenhof bis hin zum OSPA-Segelstadion, in dem täglich spannende Wettkämpfe verfolgt oder eine Riesen-Wasserrutsche ausprobiert werden können. Weiter geht es im Fracht- und Fischereihafen, wo ein Teil der Schiffsflotte liegt, und im IGA-Park, in dem sich 86 Modellbauer aus ganz Deutschland zur Mini-Sail treffen. In Warnemünde zieht sich entlang der Promenade vom Hotel Neptun bis zur Bühne am Leuchtturm die bunte Bummelmeile, am Strandaufgang 1 wartet die Sport & Beach Arena auf einen Besuch, am Samstag sogar mit einer Sunshine live House Party zum Sonnenuntergang. Insgesamt fünf Windjammer und ein Schiff der Marine machen am Passagierkai fest. Von hier aus gelangt man auch zur anderen Warnow-Seite, wo der Offene Stützpunkt der Marine zum Besuch einlädt und die Yachten im Hafen der Yachthafenresidenz schaukeln. 3,5 Kilometer maritime Erlebnismeile und Musik auf acht Bühnen sind die harten Fakten des Landprogramms. Zu den Highlights, beigesteuert von Antenne MV und dem NDR, zählen die Auftritte von „Markus“, „East 17“, „Kate Ryan“, „Tonbandgerät“ und „Aura“. Besonders beliebt sind die beiden Feuerwerke am Samstagabend, die dieses Jahr erstmals zu verschiedenen Zeiten geschossen werden: um 22 Uhr in Warnemünde und um 22.40 Uhr im Stadthafen.

Die Schiffe sind das Herzstück der Veranstaltung

Rund 200 Traditionsschiffe steuern zur Hanse Sail Rostock und Warnemünde an, darunter auch die „ganz Großen“. „Die Hanse Sail und mit ihr Rostock hat einen sehr guten Ruf bei den Eignern und Crews der Segel- und Museumsschiffe, was uns sehr freut. Viele Schiffe sind uns treu und jedes Jahr kommen danke guter Mund-zu-Mund-Propaganda neue hinzu“, berichtet der Leiter des Hanse Sail-Büros Holger Bellgardt. Über einen „neuen Gast“, der sich kurzfristig angekündigt hat, freut er sich ganz besonders: „Am vergangenen Freitag hat sich die ,Royalist‘ aus dem Vereinigten Königreich bei uns gemeldet. Sie wird von Szczecin – dem Endhafen der Tall Ships Races, die sie gerade gewonnen hat – nach Rostock weitersegeln und hier an der Sail teilnehmen“, verrät er. „Wir bemühen uns sehr darum, dass sich unsere Gäste in Rostock wohlfühlen“, berichtet der Vorsitzende des Hanse Sail Vereins Günter Senf. „So stellen wir jedem Schiff einen Betreuer zur Seite, laden die Kapitäne und Schiffsingenieure zu Empfängen ein, organisieren ein Fußballturnier für die Crews und stellen mit Unterstützung des Verkehrsverbundes Warnow und der DB Regio Fahrkarten für den Öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung“, erklärt er weiter. Den Schiffseignern soll auf der Hanse Sail aber auch eine Plattform geboten werden, so beim Presse-Brunch am 10. August um 5 vor 12 Uhr, denn durch eine neue Sicherheitsrichtlinie ist der Bestand der deutschen Traditionsschiffe gefährdet.

Ehrenamtler und Sponsoren unterstützen das maritime Fest

„Mein großer Dank geht neben den Ehrenamtlern an die rund 50 Sponsoren, die uns auf vielfältige Weise unterstützen. Neben der Hanseatischen Brauerei Rostock, der OstseeSparkasse Rostock und der Sparkassen Finanzgruppe Mecklenburg-Vorpommern sind das unsere Schiffspaten AIDA, Euroports sowie Rohde & Schwarz, die Kosten für den Anlauf der Großschiffe übernehmen“, erklärt Holger Bellgardt. Das VW Autohaus Rostock stellt Crew-Shuttle-Dienste sicher, HEPA Wälzlager, die Wohnungsgesellschaft WIRO oder die Fährreederei Scandlines helfen, komplexe Veranstaltungsbausteine zu finanzieren. Eröffnet wird die Hanse Sail am 10. August ab 17 Uhr auf der NDR-Bühne. Den Abschluss bildet am Sail-Sonntag, dem 13. August, die „Parade der Nationen“ um 18 Uhr im Stadthafen. Dazwischen warten vier Tage voller Mitsegel-Erlebnisse, Sport, Spaß und Musik auf die Besucher. Das detaillierte Programm, die Teilnehmerschiffsliste sowie Orientierungspläne können dem Programmheft SAIL KOMPASS oder der Internetseite www.hansesail.com entnommen werden. Für die Daheimgebliebenen sendet das NDR Fernsehen am Freitag, dem 11. August, ab 20.15 Uhr live von der Hanse Sail!

Neues Freizeitangebot in Warnemünde

Bouldern bei den "Felshelden", Foto: Dock Inn/Felshelden

Bouldern, Foto: Dock Inn/Felshelden

Im Juni 2017 eröffnete die Boulderhalle „Felshelden“

Seit Ende Juni können Urlauber und Einheimische die neue Trendsportart Bouldern in einer 540 Quadratmeter großen Halle mit dem Namen „Felshelden“ in Warnemünde ausüben.

Das neue Angebot richtet sich sowohl an unerfahrene Gipfelstürmer als auch an erfahrene Bergbezwinger, die ihre Technik verbessern wollen. Beim so genannten Bouldern bewegen sich Kletterer ohne Gurt und Seile fort. Die Halle gehört zum Hostel Dock Inn, welches im April dieses Jahres eröffnete und aus Überseecontainern erbaut wurde.

Auf Wunsch werden in der Boulderhalle auch Kindergeburtstage und Schulausflüge ausgerichtet sowie Teambuilding-Kurse angeboten.

Weitere Informationen: www.felshelden.dewww.dock-inn.de

Waschzuberrennen auf dem Alten Strom in Warnemünde 2017

2.7.2017 – Bootsrümpfe und motorisierte Antriebe sind nicht erlaubt. Die Zuberteams bringen Kreationen auf den Alten Strom, denen man es nie zutrauen würde, dass sie überhaupt schwimm­fähig sind. Aber sie waren es bis jetzt fast alle. Selbstgebaute Dampflokomotiven, Kinderspiel­platz, Burgen, über­dimensionale Blumen, Bierbüchsen­schiff und „Gegenstände“ des Alltags wie Autos oder eine Beton­mischer­trommel waren schon zu sehen.

Kompromiss am Alten Strom in Warnemünde

Warnemünder Stromerwachen 2015, Foto: Joachim Kloock

Am Alten Strom, Foto: Joachim Kloock

Die sonnigen Tage und lauen Abende lockten wieder viele Rostockerinnen, Rostocker und Gäste nach Warnemünde. Nicht nur der Strand, sondern auch der Alte Strom ist wegen des besonderen maritimen Flairs und seiner Einkaufs- und Bummelmeile ein beliebter Ort, denn hier laden Cafés und Gaststätten zum Verweilen ein und bieten zugleich einen herrlichen Blick auf das Wasser und vorbeifahrende Schiffe. Die Bewohnerinnen und Bewohner am Alten Strom leben mittendrin in all dem Trubel zwischen Geschäften, Gaststätten und Bars. Für sie hat der Sommer auch seine Schattenseiten: Während die Gäste den Abend im Freien genießen, fühlen sich die dort Wohnenden vom regelmäßigen nächtlichen Lärm beeinträchtigt. Sie trugen ihr Anliegen daher an den Ortsbeirat Warnemünde, der sich Ende des vergangenen Jahres der Sache annahm. Die Idee der Stadtverwaltung, eine freiwillige Vereinbarung zwischen Vertretern der Gastronomie und Anwohnern auszuhandeln, wurde aufgegriffen. Die Beteiligten kamen mehrmals zusammen, diskutierten und zeigten schließlich Spielräume für einen Kompromissvorschlag auf, der von den meisten auch mitgetragen werden konnte.

Unter der Moderation des Senators für Finanzen, Verwaltung und Ordnung Dr. Chris Müller trafen die Anwohnerinnen und Anwohner mit Gastronomen am 24. März 2017 schließlich eine freiwillige Vereinbarung, welche einerseits die Nachtruhe gewährleisten und anderseits eine sichere Grundlage für die Außengastronomie darstellen soll. Die Vereinbarung beinhaltet insbesondere die Anpassung von Betriebszeiten. So soll die außengastronomische Versorgung freitags und samstags bis maximal 23.30 Uhr und sonntags bis donnerstags bis spätestens 22.30 Uhr betrieben werden. Die Gastwirte verpflichteten sich zudem, ihre Gäste zu rücksichtsvollem Verhalten anzuhalten. In Ausnahmefällen, zum Beispiel bei besonderen Musikveranstaltungen, soll eine direkte Verständigung erfolgen. Die Stadtverwaltung hat darüber hinaus ein Beschwerdemanagement eingerichtet und für die Anwohnerinnen und Anwohner eine spezielle E-Mail-Adresse eingerichtet, die ihnen im Problemfall zur Verfügung steht. „Ob damit ein gutes Miteinander erreicht werden kann, hängt nun ganz von den Beteiligten ab. Ende Juni ist ein weiteres Treffen von Anwohnern, Gaststättenbetreibern, Ortsbeirat und Vertretern der Stadtverwaltung geplant, um eine erste Zwischenbilanz dieser Vereinbarung zu ziehen“, so Senator Dr. Chris Müller.