Archiv für das Schlagwort ‘Universität Rostock

Sonderschau „Rostocks Tierwesen“ im Zoologischen Institut der Universität Rostock eröffnet

Rostocks legendäre Elefantendame Sara ist im Großtier-Präparatesaal zu sehen

Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck und Zoodirektor Udo Nagel haben heute Abend gemeinsam mit dem Kustos der Zoologischen Sammlung, PD Dr. Andreas Bick, und Studierenden des Masterstudienganges „Integrative Zoologie“ die Sonderschau „Rostocks Tierwesen“ eröffnet. Die Ausstellung kann für ein Jahr montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr im Zoologischen Institut der Uni Rostock kostenfrei besucht werden. Bereits zwei Wochen zuvor fiel der Startschuss für die Ausstellung „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“ im Darwineum des Rostocker Zoos. Die beiden Expositionen sind Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo.

„Die Ausstellungen sind ein beeindruckender Beitrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit ihrem Institut für Biowissenschaften zum Universitätsjubiläum und Zoogeburtstag“, betonte der Rektor auf der Eröffnungsveranstaltung und bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten. „Wer der Innenstadt von Rostock einen Besuch abstattet, sollte unbedingt einen Abstecher in die Zoologische Sammlung mit einplanen“, empfiehlt Schareck. Das sieht auch Zoodirektor Udo Nagel so. „Die Studierenden haben sich spannenden Aspekten der Zooentwicklung aus 120 Jahren gewidmet und so eine sehenswerte Sonderschau mit viel Hintergrundwissen auf die Beine gestellt. Ein Muss für alle Tier- und Zoofreunde.“ Die Konzeption und Umsetzung eines zoologischen Themas in einer Sonderausstellung ist traditioneller Bestandteil des Wahlpflichtmoduls „Arbeit an naturkundlichen Museen“ in diesem Masterstudiengang.

Zoowissen anschaulich dargestellt

Im Ausstellungsraum im Zoologischen Institut können anhand von 14 Schauvitrinen „Rostocks Tierwesen“ erkundet werden. Unter anderem sind Modelle von der historischen Huftieranlage zu sehen, die sowohl den ursprünglichen Zustand als auch die modernisierte Anlage im Vergleich zeigen. In der Sonderschau geht es zudem um Tiere, die nur sehr schwer oder gar nicht im Zoo zu halten sind, um die meist unsichtbaren „Untermieter“ des Tierparks,  um die Vergesellschaftung von Tieren und vom Aussterben bedrohte und seltene Arten, die Gestaltung von naturnahen Gehegen und nicht zuletzt um die Ernährung der Zoobewohner. Beleuchtet werden ebenfalls Artenschutzprojekte des Rostocker Zoos, die Arbeit der vor 52 Jahren gegründeten Zooschule und des Rostocker Zoovereins, bei dem sich engagierte Menschen aktiv einbringen können. Mit der Eröffnung der einjährigen Sonderausstellung im Zoologischen Institut am Universitätsplatz 2 ist nun auch wieder die Besichtigung des Großtier-Präparatesaales möglich. Dort hat Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Der Publikumsliebling im Rostocker Zoo starb 2013 im stattlichen Alter von 51 Jahren. Die Besucher können sich jetzt selbst ganz nah ein Bild vom eindrucksvollen Körperbau und der Anatomie eines Elefanten machen.

Bild 01: Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, hat in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Foto: Joachim Kloock

Bild 02: Masterstudienganges Integrative Zoologie, Johanna Seegel mit einem Fischotter aus dem Rostocker Zoo von 1961, Foto: Joachim Kloock

Werbeanzeigen

„Experiment Zukunft“ – Art & Science-Ausstellung zum 600. Rostocker Universitätsjubiläum

Mehr als eine „Ausstellung“– das „Experiment Zukunft“ startet am Sonnabend in Rostock

Art & Science-Ausstellung zum 600. Rostocker Universitätsjubiläum als öffentlicher Impulsraum

Das „Experiment Zukunft“ gilt als eines der ambitioniertesten Projekte zum 600. Jubiläum der Universität Rostock. Mit 18 Kunstprojekten, einem AStA-Zukunftscampus sowie einem umfangreichen Workshop-, Performance- und Diskursprogramm ist „Experiment Zukunft“ die erste große Art & Science-Ausstellung in Norddeutschland. Die Schau wird am Sonnabend, dem 23. März 2019, um 18:00 Uhr im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Mathias Brodkorb eröffnet und läuft bis zum 5. Mai. „Experiment Zukunft“ bringt Künstler, Wissenschaftler, Studierende sowie Bürger zusammen, um gemeinsam in wahrscheinliche, mögliche und fiktionale Zukünfte zu blicken. „Wir freuen uns, dass unser erstes großes Projekt zum Universitätsjubiläum nach langer und intensiver Vorbereitungszeit startet und sind sehr gespannt auf die Reaktionen“, sagte Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck. „In der Ausstellung werden die Besucherinnen und Besucher ermuntert, sich kontrovers und interaktiv mit den elementaren Zukunftsfragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Wer sich darauf einlässt, kann spannende Diskussionen erleben und viel Neues erfahren. Der Kuratorin Dr. Susanne Jaschko ist in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle eine bislang einzigartige Verknüpfung von Wissenschaft, Kunst und Zukunftsräumen gelungen, die die Zuschauer herausfordern und hoffentlich auch begeistern wird“, so der Rektor.

Die Zukunft als Experiment?

Kochen wir zuhause demnächst mit solarem Wasserstoff? Stichwort Genetic Engineering – werden wir künftig Daten nicht digital, sondern im Erbgut von Organismen speichern? Wie wäre es, wenn wir in Zukunft neue Freunde und Partner nur über ihren Körperduft und gemeinsame Duftpräferenzen fänden? Welche Sinnesorgane könnten Meerestiere entwickeln, um den Klimawandel und die Meeresverschmutzung zu überleben? Werden wir in ferner Zukunft von einer künstlichen Intelligenz regiert? Dies sind nur einige der Fragen, die die ausgestellten Projekte aufwerfen und damit ethische und gesellschaftliche Normen sowie ökologische Modelle auf den Prüfstand stellen. „Wir assoziieren mit dem Wort Experiment einen offenen Ausgang – etwas nur bedingt in seinem Resultat Bestimmbares, vielleicht auch etwas Spannendes, neugierig Machendes. Doch wollen wir tatsächlich, dass die Zukunft ein Experiment ist?“, fragt die Kuratorin Dr. Susanne Jaschko, eine international erfahrene Expertin für zeitgenössische Kunst, digitale Kultur und Art & Science. „Die Ausstellung richtet diese Frage an seine Besucher in der Form von künstlerischen Projekten, die mithilfe von wissenschaftlichen Methoden, in Referenz zu wissenschaftlicher Erkenntnis oder in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern entstanden sind oder während der Ausstellung weitergeführt werden. So unterschiedlich beide Disziplinen Kunst und Wissenschaft auf den ersten Blick sind, so vereint sie das Experimentieren, Beobachten und Erkunden sowie ein originäres Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Welt im Großen und im Kleinen“, so Jaschko.

In diesem Sinne ist „Experiment Zukunft“ mehr als nur eine Ausstellung. Das ambitionierte Projekt lädt alle ein, gemeinsam zu denken, zu reden, zu riechen, zu fühlen, zu hören, zu experimentieren und zu gestalten. Jedes der 18 Wissenschaftskunstprojekte eröffnet einen Ein- und Ausblick in ein eigenes Universum, das unsere Zukunft entscheidend beeinflusst. Besucher können in interdisziplinären Workshops Zukunftstechniken wie Digitales Calligraffiti oder die Heimanalyse von Mikroplastik in Lebensmitteln erlernen. Im Rahmen des Diskursprogramms können Bürger an Themenabenden wie „Die Zukunft des Alterns“, „Energien für die Zukunft“ oder „Hybride Zukunft – Hybrider Mensch“ Forscher der Universität Rostock und Künstler nach ihren Untersuchungen, Prognosen und Vorstellungen von der Zukunft befragen und mit ihnen diskutieren. Im Ganzen kann so ein vielschichtiges, erweitertes und komplexes Bild von dem, was wir wissen und dem, was sein könnte, entstehen.

Wie werden wir in Zukunft studieren?

Im AStA-Zukunftscampus haben sich zudem Studierende mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie junge Menschen in 50 oder 100 Jahren studieren werden. Dafür hat der wissenschaftliche Nachwuchs mit drei Schiffscontainern an das „Experiment Zukunft“ angedockt. „Mehr als 13.000 junge Frauen und Männer studieren und leben in Rostock. Sie sind identitätsstiftend für eine weltoffene, tolerante und spannende Stadt. Da geht es auch um die Frage, wie können wir unsere Stadt als Studienort noch attraktiver und fit für die Herausforderungen der Zukunft machen“, betonte Kunsthallenleiter Jörg-Uwe Neumann, der das Projekt gemeinsam mit dem AStA initiiert hat. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) als Vertretung der Studierendenschaft hat Vorstellungen und auch explizite Fragestellungen entwickelt, wie das studentische Leben in einigen Jahrzehnten in Rostock aussehen könnte und zum Mitmachen aufgerufen. „Wir wollen in mehreren Gedankenspielen einer ungefähren Vision, vielleicht Utopie, auf den Grund gehen“, so die beiden AStA-Projektleiter Johanna Treppmann und David Willer. „Was passiert, wenn die Mietpreise immer weiter ansteigen? Wie kann das Wohnheim der Zukunft aussehen? Wie wird sich die Uni verändern? Werden Räume in der Lehre bald überflüssig, weil per Videokonferenz und Lehre-on-Demand studiert wird? Und was passiert außerhalb der Hörsäle? Was isst der Studierende der Zukunft in der Mensa oder Molekularküche? Wie könnte das städtische Kulturangebot aussehen, das sich Studierende für die Zukunft wünschen?“

Studierende haben in kreativen Einsendungen die Uni, den Campus und die Mensa neu gedacht und entworfen. Diese Überlegungen sollen bis zum 27. April im Containeranbau vor der Kunsthalle präsentiert und diskutiert werden. Unterstützt wird der AStA-Zukunftscampus von der Landeskampagne „Studieren mit Meerwert“ und vom Jubiläumsbüro der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. „Experiment Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Rostock mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und der Kunsthalle Rostock im Rahmen des Doppeljubiläums. Im vergangenen Jahr hat Rostock das 800. Stadtjubiläum gefeiert. In diesen Jubiläumsreigen fügt sich auch die Kunsthalle ein, die vor 50 Jahren eröffnet worden ist. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Mai. Auf der Internetseite experimentzukunft.de wird ausführlich über die Ausstellung, die einzelnen Projekte, Veranstaltungen und Workshops informiert.

Bildunterschriften: Stellten heute das Ausstellungsprojekt vor: Fritz Beise (v.li.) von der Kunsthalle, David Willer und Johanna Treppmann vom AStA, Kuratorin Dr. Susanne Jaschko, Rektor Prof. Wolfgang Schareck und Kunsthallenleiter Dr. Jörg-Uwe Neumann. Anschließend führte Kuratorin Dr. Susanne Jaschko das erste Mal durch die Ausstellung, die auf 2.000 Quadratmetern im ganzen Haus zu sehen ist und am Sonnabend eröffnet wird. Die Wippe ist ein zentrales Element in der 1. Etage, die für eine besondere Form der Kommunikation ausprobiert werden kann. Miteinander diskutiert werden soll auch im AStA-Zukunftscampus, hier mit David Willer (v. li.), Anne-Victoria Hofacker und Johanna Treppmann vom AStA. Fotograf: Joachim Kloock

Die Fortbewegung der Wirbeltiere – Zoo und Universität haben die erste gemeinsame Ausstellung im Jubiläumsjahr eröffnet

Die Schau im Darwineum zeigt, was ansonsten im Zoo nicht zu sehen ist

Zoodirektor Udo Nagel und der Kustos der Zoologischen Sammlung, PD Dr. Andreas Bick, haben heute gemeinsam mit den Studierenden des Masterstudiengangs „Integrative Zoologie“ an der Universität Rostock die Ausstellung „Durchschaut – Die Fortbewegung der Wirbeltiere“ im Darwineum eröffnet. Verschiedene Tierskelette aus dem Anatomischen und dem Zoologischen Institut sowie weitere Exponate sollen Antworten auf die Fragen geben, warum bestimmte Tiere so schnell laufen, so gut klettern oder so weit springen können. „Die Ausstellung ist eine echte Bereicherung für unser Darwineum“, lobte Zoodirektor Udo Nagel die Arbeit der Studierenden. „Das Gute dabei ist, von dem Geschenk der Uni zu unserem 120. Geburtstag haben alle Besucher etwas, da sie in der Ausstellung viele interessante Details zur Fortbewegung der Tiere erfahren.“ „Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten“, sagte Kustos PDDr. Andreas Bick. „Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Das war der Ansatz der Ausstellung, dem unsere Studierenden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern aus dem Zoo nachgegangen sind.“

Zu bewundern sind unter anderem Skelette von unterschiedlichen Wirbeltieren, wie die von Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe. Auch das Deutsche Meeresmuseum Stralsund und das Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Universität Jena haben Exponate für die Ausstellung im Darwineum beigesteuert, so beispielsweise Röntgenbilder und Videos von Tieren in Bewegung. Die Ausstellung ist für ein Jahr im Spiegelsaal des Darwineums zu sehen. Im kommenden Jahr werden die aus dem Anatomischen Institut stammenden Ausstellungsstücke aufgrund von Platzmangel nicht mehr dorthin zurückkehren, sondern in der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock dauerhaft zu sehen sein. Die Exposition ist Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag.

Bildunterschrift: Die Studentinnen Jacqueline Fischer (li./27) und Tabea Gottschalk (23) am Flusspferd-Skelett. Beide haben an der Ausstellung mitgewirkt. Zoodirektor Udo Nagel (li.) war begeistert von dem Engagement der Masterstudenten und der Ausstellung, hier mit Jacqueline Fischer (v.li.), Tabea Gottschalk, PD Dr. Andreas Bick und Prof. Ragnar Kinzelbach vom Institut für Biowissenschaften. Fotos: Joachim Kloock

Zum 120. Zoo-Geburtstag in Rostock – Studierende gestalten zwei spannende Zooausstellungen

Erstmalig gestalten Studierende der Universität Rostock gleich zwei Ausstellungen in Kooperation mit dem Zoo Rostock. „Das ist unser Geschenk an den Zoo Rostock zum 120. Geburtstag und auch ein Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit“, sagte der Kustos der Zoologischen Sammlung an der Universität Rostock, PD Dr. Andreas Bick. „Dabei wollten wir uns nicht nur auf historische Aspekte beschränken, sondern viele spannende und Zoo relevante Themen in Zusammenhang mit ‚Rostocks Tierwesen‘ beleuchten.“

Zoo-Uni-Ausstellung_Foto_Joachim_Kloock_03Heute gewährten die Studierenden einen Blick hinter die Kulissen im Zoologischen Institut in ihr Blockpraktikum, in dem die Exponate aufbereitet werden. Zookuratorin Antje Zimmermann zeigte sich begeistert vom Stand der Vorbereitungen. „Die Studierenden erarbeiten mit viel Liebe zum Detail und wissenschaftlicher Kenntnis interessante Hintergründe zur Tierwelt und Entwicklung des Zoos. Wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung der Ausstellungen.“ Die beiden Expositionen sind auch Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag. Die Konzeption und Umsetzung eines zoologischen Themas in einer Sonderausstellung ist traditioneller Bestandteil des Wahlpflichtmoduls „Arbeit an naturkundlichen Museen“ im Masterstudiengang „Integrative Zoologie“ für Biologiestudierende. Zusätzlich zur Sonderschau zum Zoogeburtstag „Rostocks Tierwesen“ im Zoologischen Institut wird aktuell unter Hochdruck an einer zweiten Ausstellung unter dem Titel „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“ für den Spiegelsaal des Darwineums gearbeitet. Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die konzeptionellen Vorbereitungen für beide Ausstellungen. Seit dem 18. Februar erstellen und arrangieren die 13 Studierenden mit tatkräftiger Unterstützung des Zoos die Exponate für die beiden Ausstellungen.

14 Vitrinen mit Hintergründen zu ‚Rostocks Tierwesen‘

Für den Ausstellungsraum im Zoologischen Institut werden aktuell für die Sonderausstellung zu „Rostocks Tierwesen“ insgesamt 14 Schauvitrinen zu Zoothemen eingerichtet. Drei Glasschränke, „Im Wandel der Zeit“, „Gemeinsam statt einsam“ und  „Wir packen‘s an“ befassen sich mit der Zoohistorie. Es wird unter anderem ein Modell von der historischen Huftieranlage zu sehen sein. Ein vergleichendes Modell von der modernisierten Huftieranlage stellt die deutlichen Veränderungen in der Gehegegestaltung und die zeitgemäßen Auffassungen zur Tierhaltung durch das Zusammenleben von mehreren Tierarten heraus.  „Bei Tieren lernen“ zeigt die „lebendige“ Bildungsarbeit einer der ältesten Zooschulen. Die Rostocker Zooschule wurde vor 52 Jahren gegründet. In der Vitrine „Raritäten mit Ansprüchen“ geht es um Tiere, die sehr schwer im Zoo zu halten sind, so beispielsweise der Schnabeligel, bei dem der Rostocker Zoo sogar ein weltweit beachteter Zuchterfolg gelungen ist.

Hinter dem Themenkomplex „Nicht zu halten“ stecken Tierarten, die kaum in Zoos zu sehen sind, unter anderem antarktische Pinguinarten und Europäische Feldhasen. Bei „Füttern  à la carte“ dreht sich alles um die Ernährung der Zootiere, und bei „Auf den Zahn gefühlt“ werden unterschiedliche Tiergebisse dargestellt. Im Zoo gibt es auch „Tierische Besucher“, sozusagen gelegentliche „Untermieter“ wie  Eichhörnchen, Fuchs und Fledermaus, die durch die weitläufige Parklandschaft angezogen werden. Seltene und extrem stark vom Aussterben bedrohte Arten und deren Schutz stehen im Mittelpunkt der Vitrine „Noch zu retten!“. Das betrifft beispielsweise den Eulenpapagei Kakapo, von dem schätzungsweise nur noch 150 Exemplare auf Neuseeland leben.

„Weil‘s zusammen schöner ist“ zeigt die Vergesellschaftung vieler Arten in der Seevogelvoliere und „Natur-nah erleben“ Reviere, die möglichst dem Original in der Natur sehr ähnlich sind wie bei den Eurasischen Fischottern. In den Vitrinen „Zoosammen“ wird über die vielfältigen Kooperationen des Zoo mit der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock informiert und in „Wir übernehmen Verantwortung“ über Zuchtbücher und Artenschutzprogramme des Rostocker Zoos. Mit der Eröffnung der einjährigen Sonderausstellung im Zoologischen Institut am Universitätsplatz ist ab dem 3. April auch ein Besuch des Großtierpräparationssaales wieder möglich. Dort hat Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett  von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Der Publikumsliebling im Rostocker Zoo starb 2013 im stattlichen Alter von 51 Jahren. 

Was im Zoo nicht zu sehen ist

„Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten. Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Die zweite Ausstellung der Studierenden „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“, die am 21. März im Spiegelsaal des Darwineums eröffnet wird, wird anhand von verschiedenen Skeletten aus dem Anatomischen Institut der Universität Rostock Antworten auf diese Fragen geben.In Kürze ziehen dafür Dromedar, Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe in Form von präparierten Skeletten als Teil der Ausstellung ins Darwineum um. Darüber hinaus sind Röntgenbilder und Videos von der Universität Jena von bewegten Tieren zu sehen, die die Grundlagen der tierischen Fortbewegung verdeutlichen. Auch das Deutsche Meereskundemuseum Stralsund steuert Exponate für die Ausstellung im Darwineum bei. „Übrigens, da das Anatomische Institut in der Gertrudenstrasse dringend Platz braucht, werden alle tierischen Präparate künftig in der Zoologischen Sammlung untergebracht“, informierte Kustos Dr. Andreas Bick. „Einige kleinere Ausstellungsstücke sind schon umgelagert, die Großskelette werden nach der Ausstellung im Zoo in unsere Sammlung aufgenommen.“

Bildunterschrift: Florian Wlocka zeigt einen Eulenpapagei Kakapo. Er ist für den Schaukasten „Noch zu retten!“ verantwortlich. Foto: Joachim Kloock

Neue Lenksysteme für autonomes Fahren – Parchimer Unternehmen forscht gemeinsam mit der Universität Rostock

Hydraulik Nord entwickelt neue Technologien für Fahrzeugkomponenten

lage_ifk_p02_final

Lenkaggregat LAGE, Foto: https://hn-group.com/

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Parchim gemeinsam mit der Hydraulik Nord Fluidtechnik GmbH & Co. KG (HNF) und der Universität Rostock (Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik) ein Verbundforschungsvorhaben vorgestellt. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von straßenzugelassenen Aktivlenksystemen für mobile Arbeitsmaschinen. „Die technischen Möglichkeiten rund um das autonome Fahren werden derzeit weltweit diskutiert. In Parchim wird bereits daran gearbeitet – am Standort werden Fahrzeugkomponenten entwickelt und produziert, die als Aktivlenksysteme beim autonomen Fahren unverzichtbar sind. In enger Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft wird hier an einer neuen Technologie geforscht, die das Zukunftsthema autonomes Fahren entscheidend voranbringen kann“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe übergab einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben.

Mehr Komfort und höhere Sicherheit durch neue Lenksysteme

Das Verbundvorhaben beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Lenksystems in Modulbaukastenstruktur für unterschiedliche Fahrzeugtopologien, das den Lenkwunsch des Fahrers ermitteln und technisch korrigierend eingreifen soll. Ziel ist es, den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit zu erhöhen. Zur Auslegung und Simulation derartiger Lenksysteme wird im Rahmen des Verbundvorhabens ein Prüfstand als Entwicklungs- und Simulationsplattform konzipiert, errichtet und erprobt. Dazu wird ein echtzeitfähiges Fahrzeugsimulationsmodell eines Referenzfahrzeuges entwickelt, um Fahrermodelle und Fahrmanöver als Grundlage für die Tests der neu entwickelten Lenkmodule abbilden zu können. An dem Vorhaben sind drei Lehrstühle der Universität Rostock beteiligt – die Lehrstühle Getriebe- und Antriebstechnik, Fluidtechnik und Mikrofluidtechnik sowie Technische Mechanik/Dynamik. „Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation ist ein Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, international wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren marktreif zu entwickeln. Dabei spielt der Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft eine große Rolle; in Parchim wird dies bereits praktisch umgesetzt. Wissenschaftler des Landes werden in die Zukunftsprojekte der Wirtschaft eingebunden, damit innovative Produkte und Dienstleistungen entstehen. Diesen Weg werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Unternehmen müssen Digitalisierungstrends aufgreifen, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) stellt das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Es ist geplant, den Etat um 50 Millionen Euro zu erhöhen. Unterstützt werden vor allem auch Verbundprojekte. Das sind Projekte von Unternehmen, Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Im Rahmen der Förderung nach FuEuI-Richtlinie wurden seit 2014 Zuschüsse in Höhe von insgesamt 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben bewilligt – davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuE-Vorhaben sowie 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. „Für die Unternehmen wird es immer wichtiger, aktuelle Trends der Digitalisierung für ihre Geschäftsmodelle aufzugreifen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Glawe. Zur Stärkung der Digitalisierung in der Wirtschaft ist künftig vorgesehen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, digitale Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Auch Investitionen, die der Umsetzung von Prozessinnovationen dienen (z.B. Maschinen, Automatisierungstechnik und Robotik) können künftig durch das Wirtschaftsministerium gefördert werden. Dazu soll die Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation erweitert werden.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Projektes belaufen sich auf knapp 2,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Projektpartner des Verbundvorhabens mit rund 1,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Nach Abschluss des Vorhabens und Aufnahme der Serienproduktion sollen für Fertigung, Montage und das Lagerwesen insgesamt 17 weitere Arbeitsplätze bei der HNF geschaffen werden. Das Projekt läuft bis Ende August 2020 und ist „der entscheidende Baustein für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens“, Zitat Dr. Werner, Geschäftsführer der HN Holding GmbH.

Informationen zum Unternehmen

Die Hydraulik Nord Fluidtechnik GmbH & Co. KG (HNF) ist ein Tochterunternehmen der HN Holding GmbH und hat ihren Sitz in Parchim. Sie ist auf die Herstellung hydraulischer Lenkaggregate für Land- und Baumaschinen spezialisiert. Auf einer Produktionsfläche von über 8.000 Quadratmetern werden hydraulische Ventile, Lenkaggregrate und Lenkaufsätze produziert. Die HN Holding GmbH ist eine Firmengruppe mit Aktivitäten in vier Geschäftsbereichen (Industrieservice, Hydraulik, allgemeiner Maschinenbau, Elektronik). Der Geschäftsbereich Hydraulik agiert seit Beginn des Jahres 2017 als Einheit unter Hydraulik Nord Group. In der Hydraulik Nord Group sind rund 570 Mitarbeiter beschäftigt, davon 270 Mitarbeiter in Parchim. Die weiteren Produktionsstandorte befinden sich in SchwerinKempten (Allgäu) und Neu-Ulm (Mittelschwaben).

Neuer Supercomputer für norddeutsche Wissenschaftler

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit 2,31 Mio. Euro

wimg_2683_v1_1024

Das Cray Test- und Entwicklungssystem in Berlin [Bild: HLRN (ZIB)]

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig ein noch schnellerer Hochleistungsrechner für ihre Forschungen zur Verfügung stehen. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) will einen neuen Supercomputer beschaffen, der mit knapp einer Viertelmillion Rechenkerne etwa sechsmal so schnell ist wie das bisherige System. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 30 Mio. Euro. Der Bund unterstützt die Anschaffung. „Umfangreiche Forschungsprojekte sind nur mit moderner Technologie möglich“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Mit dem neuen Supercomputer erhalten die Forscherinnen und Forscher die Bedingungen, die für ihre Arbeit notwendig sind. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Anschaffung in Höhe von 2,31 Mio. Euro. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen ist ein gutes Beispiel für eine langjährige länderübergreifende Zusammenarbeit in Norddeutschland“, betonte Hesse. Mit dem neuen Supercomputer können die Forscherinnen und Forscher beispielsweise präzisere Modellrechnungen in der Umweltforschung, in den Lebens , Material- und Ingenieurwissenschaften und in der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Mathematik durchführen.

Insgesamt umfasst der Rechner ca. 244.000 Prozessorkerne. Die Installation der ersten Phase beginnt im Herbst 2018 und wird im Jahr 2019 auf den vollen Ausbauumfang erweitert. Betreiberzentren sind das Zuse-Institut Berlin (ZIB) und die Universität Göttingen. Der Norddeutsche Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens wurde 2001 von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2012 ist das Land Brandenburg dem Verbund beigetreten. Seit seiner Gründung verfolgt der HLRN-Verbund das Ziel, im Interesse der Wissenschaft das Hochleistungsrechnen nachhaltig weiterzuentwickeln und durch spezialisierte Dienstleistungen für Projekte der Spitzenforschung nutzbar zu machen. In  Mecklenburg-Vorpommern greift das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) auf den bisherigen Hochleistungsrechner zurück und nutzt ihn für die Simulation von Ökosystemen  und Strömungssystemen in der Ostsee. An der Universität Rostock simulieren Ingenieure und Physiker mit Hilfe des Hochleistungsrechners unter anderem Wärmetransportvorgänge oder physikalische Vorgänge in Nanosystemen. Weitere Information: www.hlrn.de

Hightech aus Wismar – Visiotex GmbH plant Entwicklung und automatisierte Sportschuh-Produktion

„Hidden Champion“ verstärkt Forschungsaktivitäten – Bau einer Produktionsstätte geplant – 30 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Citylauf in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Citylauf, Foto: Joachim Kloock

24.7.2017 – Kommt der erste vollautomatisch hergestellte Schuh aus Mecklenburg-Vorpommern? Die Visiotex GmbH in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant entsprechende Forschungsaktivitäten mit anschließender Errichtung einer Produktionsstätte, um einen Sportschuh mit nahtfreiem, komplett gestricktem Schaft und integrierter Sohle zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen arbeitet bisher insbesondere für die Möbel-, Medizin- und Sportschuhbranche, ist Partner führender Automobilhersteller in den Bereichen Entwicklung und Prototyping. „Die Visiotex GmbH ist eines der verborgenen, hochinnovativen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, ein ´hidden champion´. Jetzt soll die Forschung in Wismar weiter vorangetrieben werden – geplant ist die Entwicklung und Produktion eines innovativen Sportschuhs. Langfristig sollen mit der Investition eine eigene Betriebsstätte und über 30 neue Arbeitsplätze in Wismar entstehen. Dafür will das Unternehmen knapp 20 Millionen Euro investieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister übergab vor Ort eine Fördermittelabsichtserklärung für das Errichtungsvorhaben.

Mehr als 30 neue Arbeitsplätze sollen in Wismar durch neue Produktionsstätte entstehen

Sitzbezüge, die heizen, kühlen oder massieren, Schuhe aus einem Guss mit Kompressions- und Kühlfunktion, wirkstofftragende Sportbandagen, multifunktionale Innenraumverkleidungen für Automobile – die Visiotex GmbH entwickelt und produziert seit 2011 in Wismar mit über 20 Mitarbeitern. Am zweiten Unternehmensstandort in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erfolgt die Fertigung von Rückenlehnen für Bürostühle. Grundlage der Produktion ist die patentierte 3D-Technologie „Wovenit“. Das Verfahren ermöglicht nach Unternehmensangaben durch die Vereinigung von Weben und Stricken in einem digitalen Prozess die Herstellung beliebiger Faserwerkstoffe – mit individuell ausgeprägter, dreidimensionaler Textilstruktur. Die Visiotex GmbH plant, eine neue Betriebsstätte zu errichten, in der Sportschuhe gefertigt werden. „Hier entstehen Hightech-Produkte, die uns im Alltag begegnen, etwa die Rückenlehne des Schreibtischstuhls, die Sportbandage oder die Verkleidung im Autoinnenraum“, sagte Glawe.

Wirtschaftsnahe Forschung mit Universität Rostock und Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock geplant

Im Vorfeld der Betriebsstättenerrichtung sind zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geplant. In Kooperation mit der Universität Rostock sollen zunächst neue Textilkonstruktionen zur Herstellung von Schuhwerken mit hohem thermischen Komfort und dynamisch angepasster Form entwickelt werden. Ein zweites Vorhaben umfasst die dann folgende Entwicklung eines automatisierten Prozesses für die Produktion des Schuhs gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock. „Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Land, aus denen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen. So werden zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft. Die Visiotex GmbH ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.