Archiv für das Schlagwort ‘Tourismusbranche

Rostocker Kunsthalle seit 50 Jahren ein Besuchermagnet für Urlauber und Touristen

Branchenexperten diskutieren anlässlich des runden Geburtstags beim gemeinsamen Frühstück über die vielfältigen Synergieeffekte

15. Tourismusfrühstück (c) Joachim KloockDas 15. Tourismusfrühstück von Rostock Marketing bot am heutigen Tag über 70 Branchenvertretern aus Wirtschaft, Politik und Tourismusbranche die Gelegenheit, sich in der Kunsthalle über die vielen positiven Effekte der einzigartigen Einrichtung auszutauschen. Leiter Dr. Uwe Neumann nutzte dabei die Chance und informierte die Gäste über die Geschichte sowie die aktuellen Projekte seines Hauses. Angesichts des wachsenden Marktes des Kulturtourismus nehmen Urlauber auch in den Rostocker Kunsteinrichtungen einen größer werdenden Anteil der Besucher ein, was insbesondere den Hoteliers und Gastronomen allerlei Gesprächsstoff lieferte.  

„Unser regelmäßig stattfindendes Tourismusfrühstück bietet allen Akteuren immer wieder eine willkommene Gelegenheit, sich für die aktuelle Situation der Branche und über die vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszutauschen“, sagte Matthias Fromm, Geschäftsführer von Rostock Marketing. „In geselliger Runde konnten wir mit dem 50. Geburtstag der Kunsthalle einen weiteren kulturellen Höhepunkt im Rahmen des großen Doppeljubiläums von Stadt und Universität noch einmal Revue passieren lassen. Das Haus hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt, was sich in den Besucherzahlen und der damit verbundenen touristischen Anziehungskraft niederschlägt“, so Fromm weiter.

Künstler und Gäste aus In- und Ausland besuchen die Rostocker Kunsthalle

Der Bau der Rostocker Kunsthalle galt in den 1960er Jahren als Prestigeobjekt der DDR-Kultur-Politik. Der politischen Transformation 1990 folgten unruhige Jahre, wie sich der heutige Leiter, Dr. Uwe Neumann, erinnert: „Als wir die Kunsthalle 2009 einem privaten Trägerverein zur Seite stellten, hatte das Haus eine schwierige Zeit hinter sich. Heute freuen wir uns über das wachsende Interesse an unserer Einrichtung und an den Ausstellungen, für die wir regelmäßig Künstler mit ihren Werken aus der ganzen Welt nach Rostock bringen können.“ Während der Besucherschnitt der Rostocker Kunsthalle vor zehn Jahren bei etwa 30.000 bis 40.000 pro Jahr lag, bewegen sich die Zahlen nunmehr konstant zwischen 60.000 und 70.000 jährlich. Damit einher geht eine ungleich größere Aufmerksamkeit, die weit über die Landesgrenzen hinausgeht: „Über unsere aktuelle Ausstellung ‚Palast der Republik‘ hat sogar die New York Times berichtet. Eine bessere Außenwirkung kann ich mir kaum wünschen. Das nehmen anscheinend verstärkt auch die vielen Urlauber in der Stadt wahr, von denen wir mehr und mehr bei uns begrüßen dürfen. Offenbar ist in den Ferien so mancher eher geneigt, seinen Blickwinkel für die Kunst zu erweitern“, so Dr. Neumann. Mit dieser Beobachtung steht der Kunsthallenleiter nicht alleine dar, wie Matthias Fromm unterstreicht: „Tatsächlich spielt für mehr als die Hälfte unserer Gäste das kulturelle Angebot vor Ort eine Rolle. Jeder vierte Gast betrachtet es sogar als das wichtigste Thema für seine Urlaubsplanung. Das zeigt einmal mehr den großen Stellenwert unseres kulturellen Erbes. Zudem sind die Veranstaltungen oder Ausstellungseröffnungen in der Kunsthalle oder anderen kulturellen Einrichtungen für das Thema Saisonverlängerung von entscheidender Bedeutung. Auf diese Weise können wir uns Alleinstellungsmerkmale erarbeiten und die Nebensaison stärken. Das hilft letztendlich bei der Auslastung der gesamten Branche“, so Fromm abschließend. 

Das Tourismusfrühstück ist der Branchentreff für Touristiker der Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Das zweimal im Jahr stattfindende Tourismusfrühstück bietet den Rostocker Tourismusexperten die Möglichkeit, sich über neue Ideen und Projekte auszutauschen. In lockerer Frühstücksatmosphäre entstehen hier wertvolle Geschäftskontakte und neue Projektideen, die das touristische Netzwerk der Destination weiter stärken. Der Event ist eine Kooperation von Rostock Marketing mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde und stellt regionale touristische Themen mit nationaler und internationaler Relevanz in den Fokus. Die Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) hat seit ihrer Gründung im Juni 2010 rund 400 Partner aus Hotellerie, Gastronomie und Dienstleistungsbranche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Akteuren wird das touristische Marketing der Hanse- und Universitätsstadt weiter entwickelt und ausgebaut. Im Fokus steht in erster Linie die Stärkung der nebensaisonalen Aktivitäten mit neuen Akzenten, um Buchungsanreize für die Gäste zu schaffen und das Image von Rostock & Warnemünde zu fördern.

Bildunterschrift: Kunsthallenleiter Dr. Uwe Neumann (re.) und Tourismusdirektor Matthias Fromm begrüßten am 20.06.2019 über 70 Gäste beim 15. Tourismusfrühstück von Rostock Marketing. © Joachim Kloock

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30,9 Millionen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern in 2018

Zahlen für das Gesamtjahr 2018 liegen vor: Touristisches Rekordjahr

M-V wird auch außerhalb der Saison immer attraktiver – alle Reisegebiete verzeichnen Übernachtungszuwächse – mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern

Es hat sich schon angedeutet, nun ist es amtlich: Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr für die Tourismusbranche. Mit einem Ergebnis von 30,9 Millionen Übernachtungen hat die Tourismusbranche den höchsten Wert überhaupt erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Angaben des Statistischen Amtes ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,9 Millionen Übernachtungen um 4,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis und der Verdienst der gesamten Tourismusbranche. Wir haben die besten Zahlen seit 1990. Trotz des eher kühlen Wetters zu Beginn des vergangenen Jahres hat der lange und heiße Sommer bei uns im Land für eine ordentliche Auslastung in den touristischen Einrichtungen gesorgt. Die vollen Strände an der Ostsee und im Binnenland haben für viele zufriedene Gäste gesorgt. Die tollen Zahlen zeigen auch: Wir werden auch außerhalb der Saison immer attraktiver. Mecklenburg-Vorpommern ist das ganze Jahr über eine Reise wert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Dank an die Tourismusbranche – Herausforderungen angehen

Wirtschaftsminister Glawe dankte, den Touristikern, Hoteliers, Gastwirten sowie den vielen Aktiven für ihr Engagement im Land. „Unser Schwerpunkt liegt darin, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern, neue Quellmärkte zu erschließen und auch immer mehr Urlauber zum Wiederkommen zu gewinnen. Die Branche muss weiter investieren, mehr Qualität und Wertschöpfung erreichen, schneller und flexibler als bisher auf Herausforderungen reagieren. Das schaffen wir gemeinsam“, so Glawe weiter. Die strategische Grundlage bildet dafür die Landestourismuskonzeption (LTK). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in 2018 bei rund 4 Nächten. „Wichtig sind weitere Investitionen in die Infrastruktur und vor allem auch in das Angebot von saisonunabhängigen Einrichtungen. Chancen bestehen auch in der stärkeren regionalen Vermarktung. Wir können auch noch mehr mit dem Binnenland punkten. Deutliches Potenzial für mehr Gäste besteht weiter für Urlaub von Familien auf dem Lande. Aber im Kommen sind auch Angebote für mehr Entschleunigung. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt werden“, betonte Glawe weiter.

Alle Reisegebiete verzeichnen Übernachtungszuwächse

„Bei den Reisegebieten liegen im Gesamtjahr 2018 alle Regionen bei Übernachtungen auf Wachstumskurs. Binnenland und Küste legen zu. Vom wachsenden Binnentourismus in Deutschland profitiert auch Mecklenburg-Vorpommern. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir stehen in einem Wettbewerb zu anderen Tourismusdestinationen. Auch die Nachbarn entwickeln sich stetig weiter“, forderte Wirtschaftsminister Glawe. Kräftige Zuwächse verzeichnen die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+8,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+5,6 Prozent), die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (+4,8 Prozent) sowie die Region Westmecklenburg (+3,9). Das Reisegebiet Vorpommern legt bei den Übernachtungen um +3,7 Prozent zu. Zuwächse gibt es auch auf der Insel Usedom (+1,2 Prozent) sowie auf den Inseln Rügen/Hiddensee (+1,1) Prozent.

Kräftiges Wachstum im Camping

Die Campingplätze erzielten nach Angaben des Statistischen Amtes mit über fünf Millionen Übernachtungen ein Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 13,5 Prozent zu: 2018 wurden rund 1,1 Millionen Camper gezählt. „Camping ist ein Zugpferd der Branche. Wir wachsen auch im Campingbereich kräftig weiter. Hier geht der Ausbau der modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang einher. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden. Die Branche hat sich wettbewerbsfähig aufgestellt. Viele Campingplätze sind modern eingerichtet. Das zeigt auch, dass wir inzwischen mit wetterunabhängigen Angeboten stärker punkten können als noch vor wenigen Jahren“, so Glawe.

Mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern

Immer mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern. 2018 wurden rund 405.000 Gäste (+6,0 Prozent) gezählt, rund 1,07 Millionen Übernachtungen (+7,0 Prozent) wurden gebucht. Mecklenburg-Vorpommern war im vergangenen Jahr das erste deutsche Bundesland auf der Internationalen Reisemesse ITB Berlin. „Das internationale Vermarkten macht sich bemerkbar. Immer mehr internationale Gäste entscheiden sich für ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere im Ostseeraum, in Süddeutschland und in den Alpenländern macht sich das Werben für Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. Bei den ausländischen Gästen haben wir trotz des Erfolges noch Potential und können weiter zulegen. Die ITB Berlin ist eine hervorragende Plattform hierfür“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Mit rund 176.000 Übernachtungen (+23,5 Prozent) erzielten die niederländischen Gäste die meisten Übernachtungen, gefolgt von den Schweizern mit rund 159.000 Übernachtungen (+0,9 Prozent), den Schweden mit rund 130.000 Übernachtungen (-7,9 Prozent) sowie den Dänen mit 124.000 Übernachtungen (-6,8 Prozent) und Österreich mit 85.000 Übernachtungen (+9,4 Prozent).

Bitte beachten: Überprüfungen des Berichtskreises und der Erhebungsmerkmale führen ab August 2018 zu Veränderungen gegenüber entsprechenden Angaben in Vorjahreszeiträumen. Dadurch sind Vergleiche auf allen regionalen Ebenen (Land, Kreise, Reisegebiete und insbesondere Gemeinden) ab August 2018 nur bedingt möglich.

Vereint in Riga: 11. Baltic Sea Tourism Forum und Latvian Tourism Forum

11. Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit nationalem Tourismusforum zusammengelegt / Mehr als 450 Teilnehmer erwartet / Pro Jahr rund 90 Millionen Gästeankünfte in der Ostseeregion

Logo_Forum-310x118In Lettlands Hauptstadt Riga wird vom 14. bis 15. November das „Baltic Sea and Latvian Tourism Forum“ veranstaltet. Dabei wird das jährlich veranstaltete Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit einem nationalen, nämlich dem lettischen Tourismusforum zusammengelegt. Mehr als 450 Teilnehmer werden erwartet. Unter dem Titel „On the edge of change“ steht das Thema Veränderung im Mittelpunkt der Konferenz, die zur Stabilisierung der Zusammenarbeit im Ostseeraum und zur Etablierung der Reiseregion Ostsee beitragen soll. Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv für die touristische Zusammenarbeit im Ostseeraum. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, welcher auch das Baltic Sea Tourism Center als Projekt betreut, sagte: „Das Baltic Sea Tourism Forum hat sich als feste Konferenz etabliert. Im Schulterschluss mit der touristischen Jahrestagung Lettlands liegen Chancen für eine noch größere Akzeptanz. Wir brauchen den kontinuierlichen Austausch über Grenzen hinweg. Auch für die internationale Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns liegen darin große Chancen.“ Unter anderem debattieren Branchenvertreter sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft am 14. November unter der Überschrift „creation vs. preservation“ – zu Deutsch Erschaffung vs. Erhaltung – über die Herausforderung, neue Angebote zu schaffen, gleichzeitig aber den touristischen und einzigartigen Charme beliebter Urlaubsdestinationen zu wahren. Am 15. November wird über das Thema Digitalisierung diskutiert. Touristischen Akteuren soll verdeutlicht werden, wie wichtig eine Verlagerung der Geschäftsprozesse ins Internet in Zeiten des wachsenden Wettbewerbs und der stetigen technologischen Entwicklung ist.

Die Ostseeregion zählt jährlich rund 90 Millionen Gästeankünfte, zuletzt mit jährlichen Steigerungen. Der Anteil des internationalen Tourismus in der Ostseeregion lag im Jahr 2016 bei rund 24 Prozent. Weltweit betrachtet sollen die touristischen Ankünfte nach Angaben der UNWTO bis 2030 von derzeit 1,23 Milliarden (2016) auf 1,8 Milliarden pro Jahr steigen, in Europa von 616,2 Millionen (2016) auf 744 Millionen. Auf der diesjährigen Veranstaltung präsentiert Mecklenburg-Vorpommern unter anderem Ergebnisse des Baltic Sea Tourism Centers, das Anfang Januar 2017 vom Landestourismusverband MV initiiert wurde, um touristische Schlüsselakteure im Ostseeraum in einer festen Struktur zu vereinen und die Entwicklung einer nachhaltigen und langfristigen Kooperationsplattform zu fördern. Aus der Arbeit des Ostseetourismuszentrums sind in den vergangenen Monaten vier Expertengruppen zu den Themen Nachhaltigkeit, Schulungsangebote, Tourismuspolitik und Marktforschung mit definierten Aufgaben entstanden. So hat das Baltic Sea Tourism Center in diesem Jahr den ersten Marktforschungsbericht über die Tourismusbranche der Ostseeregion veröffentlicht. Für das Jahr 2020 ist die Einführung eines Nachhaltigkeits-Awards im Ostseeraum geplant. Weitere Informationen sind unter www.bstc.eu nachzulesen. Darüber hinaus wird das im September 2017 gestartete, einjährige Projekt „From the sustainable development goals towards a Sustainable Tourism in the Baltic Sea Region“ (Von den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zum nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum) ausgewertet. Gastgeber des Forums sind die Agentur für Investitionen und Entwicklung Lettlands und das Ministerium für Wirtschaft der Republik Lettland in Kooperation mit dem Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und dem beim Wirtschaftsministerium des Landes angesiedelten Politikbereich Tourismus der EU-Ostseestrategie. Das nächste Treffen findet entweder in der russischen Großstadt Pskow oder in Brüssel statt. Weitere Informationen: www.balticseatourism.net, www.bstc.eu

August 2018 sorgt für kräftiges Plus im touristischen Gesamtjahr in M-V

Hauptsaison zieht viele Gäste an – Alleinstellungsmerkmale weiter nötig – Ein heißer Sommer allein macht noch keine Rekorde 

Der Sommermonat August hat in Mecklenburg-Vorpommern für einen kräftigen Zuwachs in der Tourismusbranche gesorgt. „In diesem Monat kam alles zusammen: Tolles Wetter, kaum freie Betten und volle Strände. Das besondere im August war, dass alle Bundesländer Sommerferien hatten – in einigen Ländern hatten sie gerade angefangen, in anderen zu Ende gegangen. Auch das machte sich bemerkbar. Gleichzeitig haben sich auch Kurzentschlossene für Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Das Wetter darf nur ein Anreiz von vielen sein, um unser Land zu besuchen. Wir brauchen weiter Alleinstellungsmerkmale um uns deutlich von den Mitbewerbern zu unterscheiden. Hier sind weitere Investitionen notwendig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Allein im August konnte M-V nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Ankünften ein Plus von 11,0 Prozent (1,14 Millionen Ankünfte) und bei den Übernachtungen einen Zuwachs von 9,7 Prozent (5,42 Millionen Übernachtungen) gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen.

Deutlicher Zuwachs im Jahresverlauf

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4  Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung in diesem Jahr. „Die Hauptsaison zieht viele Gäste an. Wir haben einen insgesamt guten Jahresverlauf. Dennoch: Die Wetter-Extreme erschweren künftig auch die Planbarkeit der Touristiker im gesamten Land. Ein heißer Sommer allein macht noch keine Rekorde. Der Blick muss stärker auf das Gesamtjahr gerichtet werden. Wir müssen vor allem auch in der Vor- und Nachsaison noch attraktiver werden. Herausforderungen sind die Erreichbarkeit, Fachkräftesicherung und Qualität im Tourismus“, mahnte Glawe. 

Reisegebiete mit deutlichem Zuwachs – Ergebnis zeigt: Branche hat sich erfolgreich auf Widrigkeiten eingestellt

„Es ist trotz größerer und kleinerer Baustellen im Land gelungen mehr Menschen als im Vorjahr für unser Land zu begeistern. Das ist auch ein Erfolg der Branche, die sich mit verschiedenen Aktionen auf ihre Gäste eingestellt hat“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Der Minister dankte allen Beteiligten, die zum Erfolg beigetragen haben. So verzeichnet Fischland-Darß-Zingst bei Ankünften (+9,5 Prozent) und Übernachtungen (+8,1 Prozent) den kräftigsten Zuwachs aller Reisegebiete. Auch die Mecklenburgische Ostseeküste (+6,0 Prozent bei Ankünften /+5,0 Prozent bei Übernachtungen) legte deutlich zu. Die Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+5,8 Prozent bei Ankünften /+5,1 Prozent bei Übernachtungen) ist ebenso deutlich im Plus. Westmecklenburg (+5,1 Prozent bei Ankünften /+4,8 Prozent bei Übernachtungen) konnte in den Monaten Januar bis August gut zulegen. Die Reiseregion Vorpommern wächst weiter (+2,9 Prozent bei Ankünften /+3,5 Prozent bei Übernachtungen). Das Gebiet Rügen/Hiddensee (-0,5 Prozent bei Ankünften /+0,6 Prozent bei Übernachtungen) und die Insel Usedom (0,0 Prozent bei Ankünften /+1,1 Prozent bei Übernachtungen) liegen bei den Ankünften und Übernachtungen nahezu auf Vorjahresniveau. Die Hansestadt Rostock verzeichnete in den ersten acht Monaten des Jahres ein Plus von 6,0 Prozent bei den Übernachtungen, Schwerinliegt bei 0,8 Prozent, Greifswald bei +15,8 Prozent und Wismar bei 6,8 Prozent.

Wachstum bei ausländischen Gästen

Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Zuwächse kamen vor allem von Gästen aus den Niederlanden, sowie der Schweiz und Österreich. Ziel ist es, in den Quellmärkten weiter intensiv zu werben. Unser Land muss international noch bekannter werden, um mehr Gäste aus dem Ausland für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe ab-schließend.

Kampagne „Europa in meiner Region“ in Malchin

Wasserwanderrastplatz ist erlebbares Beispiel für den Einsatz europäischer Fördermittel in Mecklenburg-Vorpommern

Wasserwandern, Foto Joachim Kloock

Wasserwandern, Foto Joachim Kloock

Im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag in Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) über die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes „Koester´s Eck“ informiert. „Hier am Hafen können Anwohner, Besucher und Wassersportler unmittelbar erleben, wie der Einsatz europäischer Mittel für uns alle erlebbar wird. Die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes verbessert die touristische Infrastruktur der Region, verschönert das Stadtbild und verbreitert die Möglichkeiten für Aktivitäten am und auf dem Wasser. Das ist ein Gewinn für uns alle“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Vielerorts ist in Mecklenburg-Vorpommern etwas entstanden, was ohne Unterstützung der EU nicht ermöglicht worden wäre. Die Staatengemeinschaft trägt auch entscheidend dazu bei, die Arbeits- und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen.“

Steigende Besucherzahlen in der Mecklenburgischen Seenplatte – Wassersport ist beliebt als Freizeit- und Urlaubsgestaltung

Der Wasserwanderrastplatz „Koesters Eck“ liegt rund 500 Meter vom Stadtzentrum (am Beginn der schiffbaren Peenewasserstraße) entfernt. Er ist im Jahre 2000 errichtet worden. In den letzten Jahren hat der Wasserwanderrastplatz eine große Bedeutung für die Verbindung der Müritz-Region mit dem Gebiet der Mecklenburgischen Schweiz und der Vorpommerschen Flusslandschaft bis hin zum Haff-Ostseeraum bekommen. Das zeigt sich auch in den Besucherzahlen: Von Januar bis Juni diesen Jahres gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte knapp 409.000 Ankünfte (+8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 1,3 Millionen Übernachtungen (+8,8 Prozent). „Der Wassersport als Freizeit- und Urlaubsgestaltung hat in den vergangenen Jahren immer mehr Freunde gefunden. Um stetig attraktive Angebote bereit zu halten, unterstützten wir die Städte und Gemeinden bei ihren Investitionen auch mit Hilfe der europäischen Fördermittel“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Der Wasserwanderrastplatz ist im Zuge des Vorhabens auf 40 Liegeplätze ausgebaut worden. Zudem ist eine Verlängerung der Spundwand erfolgt sowie eine Promenade mit Sitzbänken, Infotafeln und Spielgeräten angelegt. Die Gesamtkosten der Erweiterung betragen knapp 1,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. „Der Ausbau der touristischen Infrastruktur bedeutet, die Tourismusbranche weiter zu stärken und das Land Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver für Besucher zu gestalten. Das ist auch ein Beitrag, lokale Produkte bekannter und heimische Dienstleistungen noch intensiver zu vermarkten“, sagte Glawe. Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden im Amtsbereich Malchin beispielsweise die Erweiterung der Betriebsstätte bei der Cargill Deutschland GmbH, die Errichtung eines Biomasseheizwerkes und der zweite Bauabschnitt des Radwanderweges von Neukalen nach Salemrealisiert.

Kampagne „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Mit den Mitteln aus den europäischen Strukturfonds haben wir die Möglichkeit, in Mecklenburg-Vorpommern mehr Arbeitsplätze zu schaffen, Bildungschancen zu erhöhen, ländliche Gebiete zu schützen und mehr Infrastruktur anzubieten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern“, sagte Glawe.

Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Informationen zum Europäischen Sozialfonds

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung.

Bayerisch-norddeutsches Duett: Wolfgang Waldmüller und Sylvia Bretschneider führen Tourismusverband MV

Neue Doppelspitze des Verbandes auf Mitgliederversammlung gewählt / Jürgen Seidel wird Ehrenvorsitzender

Die neue Doppelspitze des Landestourismusverbandes: Sylvia Bretschneider und Wolfgang Waldmüller, Foto: Danny Gohlke

Sylvia Bretschneider und Wolfgang Waldmüller, Foto: Danny Gohlke

24.11.2016 – Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind die beiden führenden Tourismusregionen in Deutschland. In den kommenden fünf Jahren führt ein bayerisch-norddeutsches Duo den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Die in Waren (Müritz) geborene Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) wurde auf der Mitgliederversammlung in Göhren-Lebbin am Fleesensee als Verbandsvorsitzende bestätigt. Sie geht damit in ihre inzwischen vierte Amtszeit. Ihr zur Seite steht nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden und ehemaligen Wirtschaftsministers Jürgen Seidel (CDU) der 1962 in München geborene Abgeordnete des Schweriner Landtages Wolfgang Waldmüller (CDU). Zugleich haben die 35 Verbandsmitglieder Jürgen Seidel als Würdigung seiner hohen Verdienste einstimmig zum ersten Ehrenvorsitzenden des Landestourismusverbandes ernannt. Wolfgang Waldmüller wird sich den Vorstandvorsitz in der fünfjährigen Amtsperiode satzungsgemäß mit Sylvia Bretschneider bei einem jährlichen Wechsel der Präsidentschaft teilen. Bis November 2017 übernimmt die Landtagspräsidentin zunächst auch das Amt der Präsidentin des Tourismusverbandes. Bretschneider und Waldmüller waren die einzigen Kandidaten für den Verbandsvorsitz; Sylvia Bretschneider wurde einstimmig gewählt, Wolfgang Waldmüller mit einer Gegenstimme. Sylvia Bretschneider erklärte nach der Wahl: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Wolfgang Waldmüller. Wir werden den Kurs der überparteilichen Führung des Verbandes fortsetzen. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern braucht einen starken Landesverband, der zwischen Branche und Politik vermittelt, koordiniert und ausgleicht. Zudem werden wir an der qualitativen Entwicklung des Urlaubslandes und seiner Regionen sowie am Zuspruch internationaler Gäste konzentriert weiterarbeiten.“ Weiterhin dankte sie dem langjährigen Vorsitzenden und nunmehr Ehrenvorsitzenden Jürgen Seidel für sein Engagement: „Tourismus ohne Jürgen Seidel ist in diesem Land kaum vorstellbar: Er war Tourismusminister mit großer Leidenschaft, hat den Tourismusverband maßgeblich gestaltet und geprägt, das Internationale Haus des Tourismus in Rostock gedanklich vorbereitet, die Ostseetourismus-Initiative zum Leben erweckt und immer auch eine Lanze für seine Heimat, die Müritz-Region, gebrochen.“

Der seit 1990 in Mecklenburg-Vorpommern lebende Wolfgang Waldmüller ist Betriebswirt und seit 2006 Mitglied des Landtages. Dort wirkt er als Mitglied des Wirtschaftsausschusses, in dem auch touristische Themen behandelt werden, sowie als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Zu seinen Zielstellungen für die Arbeit im Tourismusverband sagte er: „Wir wollen uns gegenüber anderen Branchen und Institutionen weiter öffnen. Tourismus vernetzt nahezu alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche des Landes. Es reicht daher nicht, die Tourismusbranche einzeln zu betrachten. Ihre volkswirtschaftliche, soziale und kulturelle Relevanz wird erst in der Wechselwirkung mit anderen Branchen wirklich deutlich.“ Tourismus sollte landespolitisch und parteiübergreifend als Schwerpunkt noch expliziter benannt werden, denn er könne durch nichts ersetzt werden und sei in vielen Regionen ein gewichtiger Teil der Antwort auf die Fragen, die die Menschen an die Politik stellten, erklärte Waldmüller weiter. „Tourismus kann und muss ein Treiber der Entwicklung dieses Landes sein und als ein zentraler Wirtschaftszweig zur Lebensqualität der Menschen erheblich beitragen.“ Bei der Stärkung der Vor- und Nachsaison, der Fachkräftesicherung und der Erreichbarkeit gebe es noch reichlich Reserven.

Neben den Vorsitzenden des Landestourismusverbandes wurden bei der Mitgliederversammlung auch die weiteren Mitglieder des Verbandsvorstandes neu bestimmt. Als Stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Wolfgang Kraatz, Vize-Landrat des Landkreises Rostock, wiedergewählt. Als Beisitzer fungieren Roland Fischer, Inhaber des Hotels Namenlos & Fischerwiege im Ostseebad Ahrenshoop, und André Kretzschmar, Betriebsleiter der Tourismuszentrale Stralsund. Neuer Schatzmeister ist Dr. Holger Stein, Steuerberater und Präsident der Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern. Martin Honerla (DKB-Stiftung), der diese Funktion viele Jahre ausgefüllt hatte, war ebenfalls nicht mehr zur Wahl angetreten. Er wurde von den Mitgliedern in den Rang eines Ehrenmitgliedes des Verbandes erhoben. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat derzeit 35 Mitglieder, darunter Regional- und Fachverbände, Städte und touristische Unternehmen. Dem Verbandsvorstand gehören 18 Personen an, die teils gewählt und teils benannt werden. Der Mitgliederversammlung des Landestourismusverbandes folgt am 24. November der 26. Tourismustag Mecklenburg-Vorpommern, zu dem im Schlosshotel Fleesensee rund 220 Teilnehmer erwartet werden. Unter dem Titel „Die neue Tourismuskonzeption – Gemeinsam planen wir die Zukunft“ blicken Experten dabei auf das bis März 2017 entstehende Papier und diskutieren Zukunftsthemen sowie neue Perspektiven der Zusammenarbeit. Überdies ist der Tourismustag Anlass, um das aktuelle Jahr zu bilanzieren und sich über Ziele für das Jahr 2017 auszutauschen, in dessen Mittelpunkt „Tradition und Brauchtum“ stehen. Weitere Informationen: www.tmv.de, www.auf-nach-mv.de

Deutliches Übernachtungsplus im ersten Quartal in Mecklenburg-Vorpommern

Gute Vorboten für das Tourismusjahr – Mehr kurzfristige Urlaubsentscheidungen – Camping wächst überdurchschnittlich  stark

Camping-Touristikmesse, Foto Joachim Kloock

Camping, Foto Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Tourismus ist in den ersten drei Monaten des Jahres kräftig gewachsen. Im Zeitraum Januar bis März 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes insgesamt 3,87 Millionen Übernachtungen (+14,3 Prozent) und 1,09 Millionen Ankünfte (+13,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registriert. „Ein hervorragender Jahresauftakt für die Tourismusbranche insgesamt. Auch die frühen Ostertage haben zu diesem dicken Plus beigetragen. Die Zahlen sind insgesamt sehr gute Vorboten für ein hervorragendes Tourismusjahr. Darüber hinaus belegt das Ergebnis, dass Mecklenburg-Vorpommern auch in den noch kühleren Monaten für Gäste attraktiver wird“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch. Allein im Monat März sind die touristischen Übernachtungen um 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Es wurden 1,77 Millionen Übernachtungen erzielt. Rund 502.400 Gäste besuchten unser Land (+20.1 Prozent).

Zuwächse in allen Reiseregionen – Kurzurlauber

Alle Reisegebiete lagen im Zeitraum von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr bei Ankünften und Übernachtungen im Plus. „Viele Kurzurlauber haben in den ersten Monaten unser Land besucht. Der Trend hält weiter an. Es kommt dabei immer mehr die Spontanität der Reiseentscheidung zum Tragen. Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität von der Tourismusbranche, beispielsweise in Sachen Mitarbeiterplanung in den touristischen Einrichtungen sowie Ressourcenplanung im Gastronomiebereich. Die Branche hat sich hierauf sehr gut eingestellt“, betonte Glawe weiter. Am stärksten stiegen die Übernachtungen (+22 Prozent) und Ankünfte (+21 Prozent) im Reisegebiet Vorpommern. Auch die Region Rügen/Hiddensee wächst kräftig (Übernachtungen +15,6 Prozent, Ankünfte +18,5 Prozent). Zulegen konnte auch die Mecklenburgische Ostseeküste (Übernachtungen +11,8 Prozent, Ankünfte +10,8 Prozent). „Vorpommern wächst insgesamt touristisch deutlich weiter. Das beruht in dem Angebot aus  attraktiven Übernachtungsangeboten, interessanten Freizeiteinrichtungen und klugen Investitionen sowohl in touristische Einrichtungen und Hotels als auch Investitionen in die touristische Infrastruktur“, sagte Glawe. Hierzu zählen unter anderem Investitionen in Radwege, Häfen, Wasserwanderrastplätze, Strandpromenaden und wetterunabhängige Einrichtungen. Auch das Binnenland verzeichnet Zuwächse. Die Mecklenburgische Seenplatte weist ein Plus von 7,4 Prozent bei Übernachtungen und 2,7 Prozent bei den Ankünften auf. Das Reisegebiet Westmecklenburg legt um  0,7 Prozent bei Übernachtungen und 6,1 Prozent bei den Ankünften zu. „Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Camping bleibt ein Wachstumstreiber im Tourismus – Überdurchschnittliches Wachstum

Die Campingplätze konnte im Zeitraum von Januar bis März 2016 bei Übernachtungen (+176,5 Prozent) und bei den Ankünften (+165,8 Prozent) sehr stark zulegen. „Die starke Nachfrage ist ungebrochen. Camping ist ein Wachstumstreiber im Tourismus für unser Land. Es machen sich die milden Temperaturen bemerkbar. Das allein erklärt nicht den Erfolg der Branche. Vielmehr sprechen die überdurchschnittlichen Zuwächse für das vielfältige Campingangebot bei uns im Land. Unsere Campingplätze sind ein Beleg dafür, dass der Ausbau einer modernen Infrastruktur hervorragend mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort einhergeht“, sagte Glawe. Seit 1990 wurden 182 Investitionsmaßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 124 Millionen Euro mit einem Zuschuss vom Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 37 Millionen Euro unterstützt. Dadurch konnten fast 1.100 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden. Die Hotellerie konnte von Januar bis März mit 2,17 Millionen Übernachtungen einen Zuwachs von 14,4 Prozent erzielen

Mehr ausländische Gäste besuchen MV

Bei den Ankunfts- und Übernachtungszahlen ausländischer Gäste kann MV in den ersten drei Monaten des Jahres Zuwächse verzeichnen (Ankünfte +14,0 Prozent; Übernachtungen 13,7 Prozent). Die Gäste kommen aus Dänemark (+18,7 Prozent), Schweden (16,4 Prozent), vor allem aber Österreich (27,3 Prozent) und die Schweiz (39,4 Prozent) legten bei den Übernachtungen im ersten Quartal überdurchschnittlich zu. „Hier macht sich vor allem auch das Werben im deutschsprachigen Raum bemerkbar“, so Glawe abschließend.