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Bilanz zur weltgrößten Reisemesse ITB Berlin – Wirtschaftsminister übergibt Staffelstab an Malaysia als Partnerland für 2019

Mit neuen Angeboten neugierig machen – Weiter intensiv für unser Land werben – Dankeschön an alle Beteiligten

Strandkorb -  Genuss im Winter an der Ostsee, Foto: Joachim Kloock

Winter im Strandkorb, Foto: Joachim Kloock

Am vergangenen Sonntag ist die weltgrößte Reisemesse, die ITB Berlin, zu Ende gegangen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister hat am letzten Messetag eine insgesamt positive Bilanz zur Präsentation des Landes gezogen. Mecklenburg-Vorpommern ist als erstes Bundesland in Deutschland überhaupt Partnerland der ITB Berlin gewesen. „Das Gesamtpaket Mecklenburg-Vorpommern hat in seiner touristischen Vielfalt und Abwechslung die Besucher der Messe erreicht. Der MV-Abend, die gesamte Messegestaltung und die Präsenz durch Aktionen und Veranstaltungen kamen vor Ort an. Das wurde in vielen Gesprächen und Reaktionen der Besucher deutlich. Die Messe hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, auf sich aufmerksam zu machen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe in Berlin. „Wir sagen Dankeschön an alle Beteiligten, die diesen unvergesslichen Auftritt des Landes ermöglicht haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.“ Der gesamte Auftritt wurde federführend vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern organisiert.

Weiter intensiv für Mecklenburg-Vorpommern werben

Im Gesamtjahr 2017 hat Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Ankünften und Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis in der Landesgeschichte erzielen können. 7,52 Millionen Gäste (-0,5 Prozent) buchten 29,75 Millionen Übernachtungen (-1,8 Prozent). „Ein Ergebnis der ITB-Berlin ist, dass wir weiter nachhaltig für unsere touristischen Stärken und Vorzüge werben müssen. In Deutschland gibt es noch Potential viele Gäste für Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern, gute Wachstumschancen bestehen vor allem bei ausländischen Gästen. Im skandinavischen Raum können wir beispielsweise die Marke ´Ostseeurlaub´ noch stärker vermarkten. Wir werben auch in unseren Zielmärkten, wie zum Beispiel im deutschsprachigen Ausland, wie Österreich und der Schweiz für Mecklenburg-Vorpommern. Es gilt die internationale Wahrnehmbarkeit von Mecklenburg-Vorpommern insgesamt weiter ausbauen“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich. Bei der Anzahl der ausländischen Gäste liegt Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes mit rund 382.000 im leichten Plus (+0,6 Prozent). Die Übernachtungen sind rückläufig. Sie liegen bei rund 998.000 Gästen (-3,5 Prozent).

Mit neuen Angeboten neugierig auf unser Land machen

„Wir müssen alles daran setzen, unsere Gäste immer wieder mit neuen Angeboten neugierig auf unser Land zu machen. Neben der unverwechselbaren Natur haben wir auch ein vielfältiges Angebot an touristischen Übernachtungsmöglichkeiten. Von Camping bis zu Fünf-Sterne-Hotels ist die Bandbreite von der Seenplatte bis zur Ostseeküste groß. Touristisches Potential besteht vor allem in der Vor- und Nachsaison bei uns im Land. Kernziel ist es, weiter in saisonunabhängige Angebote zu investieren. Wir müssen attraktiv sein – egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Die Gäste wollen neben der klassischen Erholung und Entspannung auch touristische Unterhaltung und Erlebniswelten“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Hierzu zählen unter anderem touristische Einrichtungen, wie das Ozeaneum in Stralsund, das Müritzeum in Waren (Müritz) oder das Darwineum im Rostocker Zoo.

Staffelstab an Malaysia übergeben

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat zum Abschluss der ITB Berlin feierlich einen symbolischen Strandkorb (circa 35 cm breit und 60 cm hoch) an das Partnerland der Messe im kommenden Jahr, Malaysia, übergeben. Glawe machte deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Beziehung zu Malaysia hat. Der malayische Genting-Konzern hat die ehemaligen Nordic-Werften in Mecklenburg-Vorpommern vor zwei Jahren übernommen. Nach Unternehmensangaben sind bislang mehr als 200 Millionen Euro in die Werftstandorte RostockStralsund und Wismar investiert worden. „Wir haben die Landsleute als zuverlässige und strategisch schnell agierende Partner kennengelernt. Wir drücken die Daumen für einen besonderen touristischen Messeauftritt von Malaysia im kommenden Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Zahlen und Fakten

Mecklenburg-Vorpommern auf der ITB Berlin

Mecklenburg-Vorpommern hat mit insgesamt 26 Ausstellern in der Norddeutschland-Halle geworben. Die Gesamtausstellungsfläche war mit knapp 1.000 Quadratmetern größer als je zuvor. Hinzu kamen rund 400 Quadratmeter im Außenbereich der Messe. Zum Start der Messe hat Mecklenburg-Vorpommern sich am Dienstag-Abend (06. März) mit einer großen Eröffnungsgala und einer Mischung aus Mode, Musik und Akrobatik vor über 3.000 Gästen präsentiert. „Tradition und Moderne sind hier auf wunderbare Art und Weise deutlich geworden“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter. Internationaler Star des Abends war der weltweit erfolgreiche DJ und Musikproduzent Felix Jaehn. Höhepunkte der Gastrolle Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen der ITB Berlin waren unter anderem die Platzierung von 100 Strandkörben auf der Messe mit der Social-Media-Aktion #mymvmoment sowie die Auftritte beim 1. Berlin Travel Festival für die junge Reisegeneration, bei Fachforen wie dem ITB-Kongress.

Investitionen in den Tourismus von M-V seit 1990

Seit 1990 wurden vom Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des gewerblichen Tourismus und im Bereich der touristischen Infrastruktur Fördergelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bewilligt. Damit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 6,88 Milliarden Euro ausgelöst werden. Die Mittel sind nach der Wende beispielsweise in den Bau von Hotels, Promenaden, Campingplätzen, Radwege, barrierefreie Strandzugänge, Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen geflossen.

Geplante Investitionen in 2018

Im Frühjahr wird die neue multifunktionale Veranstaltungsarena in Rostock (StadtHalle Rostock) offiziell vollständig in Betrieb gehen. Im September soll die neue Erlebnis- und Bildungsstätte „Polarium“ des Rostocker Zoos eröffnet werden. Darüber hinaus entstehen neue Hotels, wie beispielsweise in Waren (Müritz) das Müritzpalais. Es liegt direkt an Deutschlands größtem Binnensee, der Müritz. Eröffnung ist voraussichtlich im Frühjahr. In Rövershagen entsteht das Upcycling-Hotel in Karls Erlebnishof, die Seefahrtschule in Wustrow wird ein Feriendomizil mit Ferienapartments. Auf der Insel Usedom entsteht das Beachhouse Bansin, welches Ferienwohnungen ab dem Sommer 2018 für seine Gäste anbieten möchte.

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Im Tourismus weiter auf Wachstumskurs – Branche begrüßt das neue Jahr als Auftakt eines ereignisreichen und erfolgversprechenden 2018

800 Jahre Rostock – Hanse- und Universitätsstadt zelebriert ihren historischen Geburtstag mit dem 38. Internationalen Hansetag und dem Rostock Cruise Festival 

Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Kurhaus Warnemünde haben rund 170 Gäste die erfolgreiche touristische Saison Revue passieren lassen und sich auf das kommende Jahr eingestimmt. Im Zuge des anstehenden Doppeljubiläums von Hansestadt und Universität 2018/19 wird Rostock über die Landesgrenzen hinaus mit besonderen Highlights strahlen. Besonders der 38. Internationale Hansetag und die Premiere des „Rostock Cruise Festival“ werfen ihre Schatten voraus. Auch in den Übernachtungszahlen 2017 zeigte die Zwischenbilanz, dass Rostock & Warnemünde das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen halten und sogar Zuwächse verzeichnen konnte. „Wenn wir auf 2017 zurückblicken, können wir zu Recht stolz auf die erfolgreichen Entwicklungen im Tourismus sein. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger“, sagte der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm.

Tourismusbranche weiter auf Erfolgskurs

Das kürzlich in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städteranking der IW.consult bestätigt die hohe Dynamik bei den Gästeübernachtungen. Demnach belegt Rostock im Niveauranking Platz 3 hinter Frankfurt/Main und München. „Ich freue mich, dass wir in 2012 mit der strategischen Neuausrichtung im Tourismus frühzeitig Aktivitäten entwickelt haben, die jetzt ihre positive Wirkung entfalten“, sagte Fromm. „Dies ist Ansporn und Verantwortung zugleich. Um den Erwartungen unserer Urlauber und Gäste auch künftig entsprechen zu können, muss die Branche die Zusammenarbeit weiter intensivieren, Themen wie Qualität noch stärker in den Fokus rücken und den Ausbau der touristischen Infrastruktur vorantreiben. Nur so können wir ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum sichern“, so Fromm weiter. „Das hohe touristische Niveau möchten wir insgesamt im Land auch in den kommenden Jahren halten und, wenn möglich, sogar noch weiter ausbauen. Gerade Rostock ist für seine fortschrittlichen Initiativen etwa bei der Servicequalität oder der Barrierefreiheit beispielhaft. Nicht umsonst verzeichnet die Beherbergungsstatistik hier seit 2010 eine kontinuierlich positive Entwicklung“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Insbesondere die größeren Städte des Landes tragen zum touristischen Vorankommen bei. Die Hansestadt Rostock erweist sich seit Jahren als Wachstumsmotor im Tourismus.“ Von Januar bis Oktober diesen Jahres legt die Hansestadt Rostock nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen um 0,9 Prozentpunkte zu. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 1,75 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Ankünfte wuchsen im selben Zeitraum um 1,8 Prozentpunkte. 

800 Jahre Tor zur Welt – Rostock präsentiert sich als herzlicher Gastgeber

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Hanse- und Universitätsstadt. Darüber hinaus prägt er das Image und ist bestes Aushängeschild der Stadt. Vom Tourismus profitieren ebenso die regionale Entwicklung sowie die Lebensqualität der Einwohner. Rostock Marketing ist mit Einführung der freiwilligen Marketingumlage zur Finanzierung des Tourismus auch nach fast acht Jahren weiter auf Erfolgskurs. „Ich freue mich, dass wir es in Rostock ohne Pflichtabgaben gemeinsam geschafft haben, die Tourismuswirtschaft beispielhaft auf Wachstumskurs zu bringen“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Mit seiner hohen Wertschöpfung hat unter anderem auch der Tourismus dazu beigetragen, dass wir erfreulicherweise gerade im Jubiläumsjahr die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit zurückerlangen konnten. Dafür danke ich an dieser Stelle der gesamten Branche und bin sicher, dass sich die Rostocker Touristiker auch in 2018 als vortreffliche Gastgeber präsentieren. Die Festveranstaltung des Jubiläums, der 38. Internationale Hansetag, wird aus rund 16 Nationen Besucher nach Rostock locken. Es ist eine historische Chance, hier mit einem hohen Niveau an Service und Dienstleistung zu punkten“, so Methling und weiter mit Blick auf die bevorstehenden Ereignisse: „Die Feierlichkeiten zur 800-jährigen Stadtrechtsbestätigung und zu 600 Jahren Universität werden Rostock in den nächsten beiden Jahren national wie international in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, aber auch touristischen Fokus rücken. Wir sind bestrebt, dieses Ereignis zu einem einmaligen Höhepunkt werden zu lassen, auf das alle immer gern zurückblicken werden.“

Hohes touristisches Entwicklungspotential in Rostock

Rostock hat auf Grundlage der Tourismuskonzeption 2022 auch die Vermarktung der Destination im Geschäftsreisetourismus erfolgreich angestoßen. Mit der Gründung des Rostock Convention Bureau in 2016 wurde eine Marktlücke geschlossen, um Rostock im stark umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt als Top-Tagungsdestination an der Ostsee zu profilieren. Durch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Landestourismusverband profitiert künftig das gesamte Land von der Arbeit des Rostock Convention Bureau. Ebenfalls rückt der Gesundheitstourismus zunehmend in den Fokus der touristischen Vermarktung. Hier zeigen die Rostocker Touristiker großes Engagement und sind auf dem besten Weg, Warnemünde zum ersten Thalasso-Seebad an der Ostseeküste zu entwickeln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen, treibt Rostock das wichtige Thema Servicequalität weiter erfolgreich voran. „Im stark umkämpften Tagungssegment haben wir nun die Chance, uns mittelfristig als Top-Tagungsdestination zu etablieren. Auch der Gesundheitstourismus motiviert neue Zielgruppen für eine Reise in unser Bundesland. Rostock und Warnemünde bieten mit ihrem hervorragenden Naturraum auch in dieser Disziplin beste Standortfaktoren. Jene Botschaften tragen wir natürlich gern nach außen. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird MV dieses Jahr als Partnerland auftreten. 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Zudem ist die Branche 2020 zum zweiten Mal nach 2009 mit der Reisemesse Germany Travel Mart hier in der Hansestadt zu Gast“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich.

Ein neues maritimes Highlight im Rostocker Kalender

Rostock gewinnt als internationaler Kreuzfahrthafen immer mehr an Bedeutung. So ist ein weiterer Höhepunkt in Planung: Vom 14. bis 16. September 2018 wird die Premiere des „Rostock Cruise Festivals“ in Warnemünde den Blick der internationalen maritimen Industrie auf die Hanse- und Universitätsstadt lenken. Damit wird eine weitere hochwertige Veranstaltung etabliert, die alle zwei Jahre abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days stattfinden wird. „Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er gilt in der Ostsee längst als wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das seit Jahren kontinuierlich wächst. Das `Rostock Cruise Festival´ ist deshalb eine ideale Chance, unser Land Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als touristischen und wirtschaftlichen Standort zu positionieren“, erläutert Minister Glawe deutlich. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren bereits neue Bestmarken aufgestellt, die 2018 noch einmal getoppt werden könnten.Auch andere Kreuzfahrthäfen des Bundeslandes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock mit beachtlichen Steigerungsraten. „Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist nach wie vor im Wachstum und bringt zum Teil erhebliche Potentiale mit sich. Der Flughafen Rostock-Laage profitiert von höheren Passagierzahlen und die Herkunft der Kreuzfahrtgäste sorgt auch dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt als einzigartiges Urlaubsziel wahrgenommen wird“, so Minister Glawe weiter.

Wirtschaftsnahe Infrastruktur wird in Rostock weiter ausgebaut

„Wir unterstützen den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur weiter. Dabei liegt ein Schwerpunkt beispielsweise in der Vergrößerung des Angebotes von saisonunabhängigen Einrichtungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. So fördert das Wirtschaftsministerium in Rostock den Neubau des POLARIUMS mit einem Zuschuss in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Auch die StadtHalle wird zu großen Teilen in neuem Glanz erstrahlen. Sie wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Netzwerkaktivitäten bereichern die Branche

Ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale liegt auf dem touristischen Marketing für Rostock & Warnemünde, das nur mit Unterstützung des starken touristischen Netzwerks umgesetzt werden kann. Davon profitiert auch insbesondere die Branche, wie Frank Martens, Vorsitzender vom Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., bestätigt: „Die erfolgreiche Arbeit, die Rostock Marketing für den Tourismus leistet, ist letztendlich für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Einbindung der Branche zur Mitgestaltung des Tourismusmarketings ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der guten Entwicklung in der Hansestadt Rostock. Initiativen wie ServiceQualität Deutschland helfen uns, unsere eigenen Angebote weiter zu verbessern. Aber auch das Rostock Convention Bureau oder die Projekte im Gesundheitstourismus tragen dazu bei, dass wir uns touristisch breiter aufstellen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir begrüßen daher dieses Engagement und beteiligen uns gern an der freiwilligen Marketingumlage.“

Bilanz Tourismus 2017 – Ausblick 2018 in Mecklenburg-Vorpommern

Qualitative Entwicklung im Tourismus vorantreiben – Diskussion um Autobahn-Teilstück – touristische Infrastruktur ausbauen

Barther Umgebung, Foto: Joachim Kloock

Landschaft in Vorpommern, Foto: Joachim Kloock

28.12.2017 – Wirtschaftsminister Glawe hat eine durchwachsene Bilanz für das abgelaufene Tourismusjahr gezogen. Für das Gesamtjahr 2017 liegen die touristischen Zahlen bei den Ankünften und Übernachtungen bisher unter den Erwartungen. „Das ist ein kleiner Dämpfer. Es dürfte dennoch ein insgesamt gutes Ergebnis für die Branche am Ende werden. Wir bewegen uns seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Dieses gilt es zu halten bzw. auszubauen. Statt der Jagd nach Rekorden geht es vielmehr um die touristische Weiterentwicklung bei uns im Land. Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ist mit seinem Angebot aus eigener Kraft gut positioniert. Die Herausforderung für die kommenden Jahre wird sein, wie wir uns vor allem qualitativ weiterentwickeln, um im Wettbewerb mit anderen vorn mithalten zu können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. 

Jede zweite Übernachtung in Vorpommern – mehr Angebote in MV für das Binnenland schaffen

Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden 6,18 Millionen Gästeankünfte (-0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 24,91 Millionen Übernachtungen (-1,9 Prozent) von Januar bis September verzeichnet. Das ist das zweitbeste Ergebnis seit 1990. Auf Bundesebene ist im gleichen Zeitraum ein Wachstum der Übernachtungszahlen von 2,7 Prozent erzielt worden. „Wir müssen auch bei eher durchwachsenem Wetter, wie in diesem Jahr, touristisch noch attraktiver werden. Zwei von drei Übernachtungen im gewerblichen Tourismus fallen auf den östlichen Landesteil. Durch die Inseln Usedomund Rügen sowie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gehört Vorpommern im europäischen Rahmen zu den Destinationen mit der höchsten Tourismusintensität (Übernachtungen je 1.000 Einwohner). Potential besteht im gesamten Land vor allem noch im Binnenland. Ein weiterer strategischer Schwerpunkt werden Angebote sein, die in die Strategien zur Entwicklung des ländlichen Raumes passen und unterschiedlichste Gästegruppen ansprechen. Hierzu zählen beispielsweise Wandern, Angeln, Reiten, kulturelle und Landerlebnisse“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Diskussion um Autobahn-Teilstück – Urlaubsorte können erreicht werden

Wirtschaftsminister Glawe hat in Bezug auf das abgebrochene Autobahn-Teilstück der A20 bei Tribsees deutlich gemacht, dass das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern für seine Gäste erreichbar ist. „Das kaputte Teilstück stellt uns alle vor Herausforderungen. Hier gibt es nichts zu verharmlosen. Aber: Wer unser Land besuchen will, wird sein Urlaubsziel auch anfahren können. Wir sollten nicht das Bild vermitteln, dass ein Urlaub hier nur schwer möglich sei. Es ist vielmehr Aufklärungsarbeit zur Situation von allen Beteiligten nötig. Hier sind beispielsweise die Hotels, Pensionen und auch die Tourismuszentralen gefordert. Wir sollten nicht Teil des Problems sein, sondern aktiv zur Lösung beitragen. Das geht vor allem über aktuelle Informationen an die Gäste beispielsweise kurz vor Reiseantritt“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Landestourismuskonzeption als Handlungsrahmen für künftige Entwicklung

Den Handlungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des Tourismus soll die neue Landestourismuskonzeption setzen. „Der Tourismus ist ein enormer Wirtschaftsfaktor in unserem Land. Mit der neuen Tourismuskonzeption wollen wir weiter die strategischen Weichen hierfür stellen. Wir wollen gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann. Qualitäts- und Nachhaltigkeitsinitiativen, Weiterbildung und Kooperationen sowie die Internationalität werden künftig eine größere Rolle spielen. Sie sind Arbeitsfelder der Landestourismuskonzeption. Das Tourismusbewusstsein beziehungsweise die Akzeptanz von Tourismus als wichtigem Wirtschaftsfaktor ist ein weiterer Schwerpunkt“, erläuterte Glawe. Die Konzeption soll nach der aktuell laufenden Ressortbefassung im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden. Rund 131.000 Beschäftigte sind in den Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 4,1 Milliarden Euro und bildet damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. „Wir müssen hierzu alle an einem Strang ziehen: Unternehmen, Organisationen, Verbände, Verwaltung und Politik. Qualität und Professionalität sind dabei die Antriebskräfte, mit denen das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern vorn bleiben kann“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe die Branche auf.

MV ist 2018 erstmals Partnerland der ITB

Mecklenburg-Vorpommern ist 2018 als erstes Bundesland Partnerland der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin (6. bis 11. März). „Diese Plattform werden wir intensiv nutzen, um auf unser Bundesland aufmerksam zu machen. Mit der ITB setzen wir ein starkes Signal für mehr Überregionalität. Wir wollen und müssen vor allem im internationalen Maßstab noch bekannter werden, um mehr Gäste aus dem Ausland für Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern. Unsere Unternehmen und Anbieter stehen in einem sich rasant verändernden Marktumfeld. Intensives Marketing ist dabei ein wichtiges Element, um im nationalen und vor allem auch im internationalen Wettbewerb noch besser mithalten zu können“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Investitionen in wirtschaftsnahe Infrastruktur – 125,5 Millionen Euro Gesamtinvestitionen

Im Jahr 2017 sind im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Förderung von Investitionen im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur rund 99,3 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium bewilligt bzw. zugesichert worden (einschl. Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE)). Mit dem Einsatz dieser Fördermittel konnten 53 Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern mit Investitionen in Höhe von rund 125,5 Millionen Euro ermöglicht werden. Wir werden auch im kommenden Jahr touristische Maßnahmen, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, unterstützen“, machte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend deutlich. Am Standort des ehemaligen „Müritzhotels“ in Klink (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird im Jahr 2018 mit der Errichtung des Gesundheits- und Erholungsparks am Müritzufer mit geplanten 247 Doppelzimmern begonnen. Darüber hinaus soll das Polarium im Rostocker Zoo eröffnet werden. Die Stadthalle in Rostock wurde für Veranstaltungen erweitert und wird 2018 nach dem Abschluss aller Arbeiten eröffnet. In der Stadt Usedom wird der Stadthafen zu einem Wasserwanderrastplatz mit touristischem Zentrum ausgebaut und weiterentwickelt.

(Auszug aus PM)

Mecklenburg-Vorpommern in Zahlen: Tourismusbilanz 2017

Rückblick auf das zweitstärkste touristische Jahr in der Landesgeschichte

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste deutsche Urlaubsreiseziel laut FUR-Reiseanalyse, die Auszeichnung „Leuchtturm der Tourismuswirtschaft“ ging an den „Olympus FotoKunstPfad Zingst“, der Deutsche Tourismuspreis an das Dock Inn in Warnemünde – in vielerlei Hinsicht war das vergangene Jahr ein erfolgreiches. Und auch wenn sich nicht alle Erwartungen erfüllten: Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns blickt hinsichtlich der Übernachtungszahlen auf das zweitstärkste Jahr in der Landesgeschichte zurück. Von Januar bis September 2017 wurden 6,18 Millionen Gästeankünfte (-0,2 Prozent) und 24,91 Millionen Übernachtungen (-1,9 Prozent) an das statistische Amt gemeldet. „Die Gästezahlen liegen auf einem hohen Niveau,“ sagte Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Wir können uns aus einer Position der Stärke den vielen großen Anforderungen der kommenden Jahre stellen. An allererster Stelle steht dabei der weitere Ausbau der Qualität“, so Wolfgang Waldmüller weiter. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Tourismusverbandes unter mehr als 200 Hoteliers und Pensionsbesitzern zeigen, dass 2017 ein insgesamt noch gutes, aber herausforderndes Jahr war: 56 Prozent der Unternehmen bewerten das Jahr 2017 insgesamt mit sehr gut oder gut. 2016 gaben noch 80 Prozent der befragten Unternehmen diese Bewertung ab. Dafür sind die Vorzeichen für 2018 recht gut: Eine bessere Entwicklung des kommenden Jahres erwarten 27 Prozent, mit einem immerhin gleichbleibenden Niveau rechnen 54 Prozent.

Einige Zahlen und Fakten zum vergangenen Tourismusjahr

Übernachtungen und Ankünfte

  • Von Januar bis September 2017 wurden 6,18 Millionen Gästeankünfte und 24,91 Millionen Übernachtungen gezählt und damit ein Rückgang von -0,2 beziehungsweise -1,9 Prozent registriert. Deutschlandweit liegt der Übernachtungszuwachs bei 2,7 Prozent.
  • Bei den Regionen verzeichnet 2017 das Gebiet Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte einen Übernachtungszuwachs von 0,3 Prozent. Die anderen Reiseregionen müssen Rückgänge verkraften: Die Insel Rügen mit Hiddensee -1,7, Vorpommern mit Fischland-Darß-Zingst und Usedom -3,7, die Mecklenburgische Ostseeküste -1,1 und Westmecklenburg -2,2 Prozent.
  • Die Campingplätze vermelden von Januar bis September 4,35 Millionen Übernachtungen (-7,81 Prozent) und 943.368 (-4,6Prozent) Millionen Ankünfte.
  • Aus dem Ausland kamen von Januar bis September 2017 rund 325.000 Gäste und damit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie verbrachten etwa 860.000 Übernachtungen (-2,7 Prozent) in MV. Von den fünf wichtigsten Quellmärkten übernachteten schwedische Gäste häufiger als im Vorjahreszeitraum im Nordosten (+5,9Prozent). Die Übernachtungen aus den Niederlanden (-16,4Prozent), Dänemark (-5,1 Prozent), der Schweiz (-3,8 Prozent) und Österreich (-2,1 Prozent) sind zurückgegangen.

Splitter 2017

Mecklenburg-Vorpommern ist das laut Reiseanalyse 2017 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen (FUR) beliebteste deutsche Urlaubsreiseziel: Demnach verzeichnet das norddeutsche Bundesland einen Marktanteil von 5,6 Prozent an allen 2016 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,1 Prozentpunkte vor Bayern. Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen der Deutschen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Spanien (14,8 Prozent) und Italien (8,2 Prozent) erreichte das Urlaubsland gleichauf mit der Türkei erstmals einen Podestplatz. Laut 33. Deutscher Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Mit jeweils 6,9 Prozent der Inlandsreisen bleiben Mecklenburg-Vorpommern und Bayern dabei die beliebtesten Ferienregionen. Zudem liegt Mecklenburg-Vorpommern der Analyse zufolge im Zehnjahresvergleich ebenfalls zusammen mit Bayern an der Spitze. Im Bereich des wachsenden Radreisetourismus belegte Mecklenburg-Vorpommern 2017 wie im Vorjahr den siebenten Platz der beliebtesten Radreiseregionen. Das ergab die Radreiseanalyse 2017, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) auf der ITB vorgestellt wurde. Der Ostseeküsten-Radweg errang bei der Frage nach den für Radreisen favorisierten Wegen den zweiten Platz. Bei den beliebtesten Wegen liegt der Ostseeküsten-Radweg auf dem vierten Rang und damit einen Platz besser als im vergangenen Jahr.

Im Rahmen des Tourismusbarometers des Ostdeutschen Sparkassenverbandes wurde der „MarketingAward – Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ an den „Olympus FotoKunstPfad Zingst“ vergeben. Der zum achten Mal verliehene Tourismuspreis des Landes ging in diesem Jahr an Jürgen Seidel, den langjährigen Vorsitzenden und Präsidenten des Tourismusverbandes sowie früheren Minister für Tourismus mit hohen Verdiensten für die Tourismusentwicklung seit 1990. Neben dem Tourismuspreis wurden beim Tourismustag auch drei Ehrennadeln des Tourismusverbandes MV an Dr. Bernd KuntzeGerd Schröter und Marco Dorka verliehen. Familienqualität: 94 Betriebe mit 96 familienfreundlichen Angeboten tragen den Urlaubskönig Gustav als Wegweiser für zertifizierten Familienurlaub, der in den vier Kategorien Tourismusorte, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe vergeben wird. Neuer Präsident: Wolfgang Waldmüller ist neuer Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Amt ging auf der Vorstandssitzung des Verbandes am 30. November 2017 in Linstow turnusgemäß auf den Landtagsabgeordneten der CDU über. Sylvia Bretschneider bleibt der Doppelspitze des Verbandes als Vorsitzende erhalten.

Erfolgreiche Saison: Mehr als drei Millionen Besucher zählten die Museen in M-V. Das Schloss Schwerin zählte beispielsweise mit 168.000 Besuchern 6.000 Gäste mehr als im Vorjahr. Die Galerie Alte Meister in der Landeshauptstadt besuchten 30.000 Interessierte – ebenfalls mehr als 2016. Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock rechnet mit einer Besucherzahl von 42.000 und damit mit 5.000 Gästen mehr als im vergangenen Jahr. Abwechslungsreich: Mit vielschichtigen Programmen haben 2016 die Musik- und Theaterveranstaltungen überzeugt. Von Januar bis Dezember 2017 besuchten mehr als 90.000 Menschen die rund 170 Veranstaltungen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Die Neujahrskonzerte begeisterten rund 600 Festspielbesucher. Der Festspielfrühling Rügen im März lockte 4.500 Kammermusikliebhaber auf Deutschlands größte Insel. Der Festspielsommer vom 17. Juni bis 15. September 2017 zählte über 82.000 Besucher und die Adventskonzerte fast 3.500 Zuhörer.

Erster Qualitätsaward Mecklenburg-Vorpommern geht an Fischland-Darß-Zingst

Neue Kooperation mit Portal „TrustYou“ ist erster Baustein einer Qualitätsstrategie des Tourismusverbandes

Q-Award-2017-FDZ-neu_für-PM-310x233Der „Qualitätsaward Tourismus“ des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern geht an die Region Fischland-Darß-Zingst. Zum ersten Mal wird die Auszeichnung beim 27. Tourismustag in Linstow vergeben. Grundlage ist die Auswertung der Gästemeinungen aus der weltweit führenden Bewertungsplattform der „TrustYou“ GmbH, mit welcher der Verband jetzt eine der ersten Kooperationen auf Bundeslandebene eingegangen ist. „TrustYou“ fasst die wichtigsten Hotel-Bewertungsportale in einem Index zusammen und ermittelt aussagekräftige und vergleichbare Einschätzungen der Gäste zum Beispiel für Hotels, Orte oder Regionen. Im Vergleich der touristischen Destinationen Mecklenburg-Vorpommerns auf dem Portal schnitten die Betriebe auf Fischland-Darß-Zingst und an der südlichen Boddenküste in diesem Jahr mit 86 von 100 Punkten mit der besten Gesamtnote für MV ab. Auch im deutschlandweiten Maßstab behauptet sich die Halbinsel auf einem achtbaren 22. Rang. Zugrunde lagen der Erhebung ca. 28.000 durch den Tourismusverband aufbereitete Bewertungen für die Region in den vergangenen 24 Monaten. Insgesamt wurden für Mecklenburg-Vorpommern 470.000 Einschätzungen ausgewertet. „Die Statistik dieses Jahres zeigt, dass wir uns gegen Einflüsse wie Wetterkapriolen oder wachsenden Konkurrenzdruck noch stärker wappnen müssen. Die Qualität unserer Angebote ist ein entscheidendes Kriterium bei der Werbung um die Gunst der Gäste“, sagte Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Bewertungsportale bieten die Chance, positive und auch negative Tendenzen zu erkennen und rasch zu reagieren“, so Waldmüller weiter. Qualität müsse insgesamt in Zukunft messbarer und berechenbarer werden, dabei helfe die Zusammenarbeit mit „TrustYou“. Kombiniert mit objektiven Qualitätsmanagementsystemen, den oft so genannten Siegeln und Zertifikaten, entsteht ein gut nachvollziehbares Qualitätsbild, das wertvolle Anhaltspunkte für eventuell notwendige Veränderungen liefert. Um die Zusammenhänge zwischen Qualitätsmerkmalen von Unternehmen und Gästebewertungen im Internet besser zu erkennen und Handlungen ableiten zu können, entwickelt der Tourismusverband derzeit ein dauerhaftes Mess- und Kontrollsystem der wichtigsten Qualitätsindikatoren. Dies ist zugleich der erste Baustein einer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie, die im kommenden Jahr erarbeitet wird. Zentraler Datenkern ist dabei die Gästebewertungsdatenbank von „TrustYou“.

In die Auswertung fließen überdies die Kennziffern bekannter Klassifizierungen und Zertifizierungen ein, wie zum Beispiel die Hotelklassifizierung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und die Ferienwohnungsklassifizierung des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), die Zertifizierung der Touristinformationen des DTV oder das Qualitätsmanagementsystem „ServiceQualität Deutschland“. „Qualitätskontrolle wird so zu einem unmittelbar anwendbaren Marketinginstrument“, erklärte Wolfgang Waldmüller. In den vergangenen Jahren begründete der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine Reihe von Qualitätsinitiativen, beispielsweise Projekte wie „Urlaub für Alle“, das den Ausbau barrierefreier Angebote fördert, oder verschiedene Zertifizierungsmaßnahmen wie das Qualitätsmanagement Familienurlaub, das familienfreundliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern ausweist. Auf Initiative des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern sind darüber hinaus Workshops und Coachings im Bereich Landurlaub zu Themen wie Kommunikation, Suchmaschinenoptimierung oder Gestaltung einer Homepage mit Anbietern durchgeführt worden. „Der Schlüssel zu mehr Qualität ist das Wissen um die entsprechenden Erfordernisse. Der Weiterbildung kommt dabei gerade in touristischen Regionen, die am Anfang ihrer touristischen Entwicklung stehen, eine erhebliche Rolle zu“, sagte der Verbandsvorsitzende Waldmüller. 

Neues aus dem Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern November 2017

Dracula drinnen, Tosca draußen – Schlossfestspiele Schwerin 2018

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin Foto: Joachim Kloock

Die Schlossfestspiele Schwerin erweitern ihr Repertoire: Nicht nur vor den Toren des Schlosses, sondern auch in dessen Innenhof wird in der kommenden Saison open air ein Theaterklassiker aufgeführt. Mecklenburg-Vorpommerns Parlamentssitz verwandelt sich vom 30. Juni bis 21. Juli 2018 in ein Schloss in Transsilvanien, in dem Graf Dracula seinen Durst nach menschlichem Blut zu stillen sucht. Wen es innerhalb der Schlossmauern zu sehr gruselt, der kann stattdessen eine große italienische Oper davor genießen: Vom 22. Juni bis 28. Juli 2018 wird Giacomo Puccinis Tosca auf dem Alten Garten vor bezaubernder Schlosskulisse aufgeführt. Der Vorverkauf für das Schauspiel Dracula und für die Oper startet am 14. November 2017. Karten sind erhältlich unter der Telefonnummer 0385 5300123 oder per Mail unter kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de.

Weitere Informationen: www.mecklenburgisches-staatstheater.dewww.schwerin.com

Neu: Katalog für Reiturlaub in Mecklenburg-Vorpommern erschienen

Reitbroschuere_Titel-einzeln_2-211x300Der neue Katalog für Reiturlaub in Mecklenburg-Vorpommern informiert über acht Reitregionen von der Seenplatte bis zur Ostseeküste in denen sich Anbieter auf Pferdetourismus spezialisiert haben. Vom Reiturlaub im historischen Gutshaus bis hin zu Ferien mit dem eigenen Pferd stellen 50 Reiterhöfe ihre Angebote vor. Thematische Rubriken wie etwa „Wanderreiten“, „Reiten lernen für Jedermann“, „Reiten für Menschen mit Behinderungen“ oder „Kinderreitferien“ ergänzen die Publikation. Des Weiteren gibt die Broschüre Hinweise zu Klassifizierungen, rollstuhlgerechten Kremsern und Veranstaltungen rund ums Pferd wie die Picknick-Pferde-Sinfonie-Konzerte oder Hengstparaden in Redefin. Eine Übersicht über alle Reitregionen und -anbieter im Urlaubsland erleichtert darüber hinaus die Orientierung. Der Katalog kann kostenlos unter http://www.auf-nach-mv.de/prospekte bestellt oder durchblättert werden.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/reiten

Erste Ahrenshooper Winterauktion

Frau_in_Blautönen_von_Hans_Kinder_©-Ahrenshooper_Kunstauktionen_GmbH-210x300Für Kunstinteressierte bietet sich mit der ersten Ahrenshooper Winterauktion auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst am 30. Dezember 2017 eine gute Gelegenheit, Kunst zu erwerben. Dabei stehen 125 Arbeiten auf Papier im Foyer des Kunstmuseums Ahrenshoop zum Verkauf. Aufgerufen wird ein handverlesenes Angebot, darunter Zeichnungen, Unikate, Druckgrafiken, Pastelle, Collagen, Aquarelle und Fotografien namhafter Künstler vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Mit dabei sind unter anderem Arbeiten von Edmund Kesting, Max Pechstein, Lyonel Feininger oder Gerhard Marcks. Die Idee zu der neuen Veranstaltung entstand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zum 125-jährigen Jubiläum der Ahrenshooper Künstlerkolonie in diesem Jahr und wurde gemeinsam mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop entwickelt. Veranstalter ist die Ahrenshooper Kunstauktionen GmbH. Alle Werke sind ab dem 5. Dezember in der Galerie Alte Schule vorab zu besichtigen.

Weitere Informationen: www.fischland-darss-zingst.de

Jubiläum: 10. Baltic Sea Tourism Forum in Turku

Konferenz setzt Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Tourismusfinanzierung in den Fokus / 150 Teilnehmer aus allen Ostseeanrainerstaaten

Logo_Forum-310x118Unter dem Titel „The Future of Baltic Sea Tourism” wird vom 2. bis 3. November das 10. Baltic Sea Tourism Forum in Turku veranstaltet. Die jährlich stattfindende Konferenz, die zur Stabilisierung der Zusammenarbeit im Ostseeraum und zur Etablierung der Reiseregion Ostsee dienen soll, rückt die Zukunftsthemen der Tourismusbranche – Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Finanzierung – in den Mittelpunkt der Diskussion. Mecklenburg-Vorpommern hat diesen Prozess vor zehn Jahren gestartet. Zweimal wurde das Baltic Sea Tourism Forum bereits in Rostock ausgerichtet. 150 Teilnehmer aus allen Ostseeanrainerstaaten haben sich zum Jubiläumsforum angemeldet. Dazu Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV): „Nach Prognosen der Welttourismusorganisation UNWTO werden sich die internationalen Ankünfte weltweit in den nächsten Jahren weiter dynamisch entwickeln. Das betrifft natürlich auch die Entwicklungen im Ostseeraum. Hier sitzt Mecklenburg-Vorpommern mit in der ersten Reihe und kann davon profitieren. Um diese nachhaltig mitzugestalten, ist das Baltic Sea Tourism Forum und damit der Austausch mit den Ostseeanrainern von enormer Bedeutung. Dabei muss neben der quantitativen Entwicklung auch die Arbeit an der Qualität der Angebote ins Visier genommen werden.“ Die Ostseeanrainerländer zählten 2014 mehr als 111 Millionen internationale Gästeankünfte, schon dies ein Anstieg um 39,5 Prozent seit 2005. Weltweit betrachtet, sollen nach Angaben der UNWTO die touristischen Ankünfte bis 2030 von derzeit 1,23 Milliarden (2016) auf 1,8 Milliarden pro Jahr steigen, in Europa von 616,2 Millionen (2016) auf 744 Millionen.

Auf der diesjährigen Veranstaltung werden unter anderem zwei in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelte Projekte präsentiert. Das ist zum einen das Baltic Sea Tourism Center, das zu Beginn dieses Jahres im Internationalen Haus des Tourismus in Rostock gestartet wurde. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll mit dem Ostseetourismuszentrum eine Schaltzentrale für den Tourismus im Ostseeraum entstehen, mit der die länderübergreifende Vernetzung von Tourismusakteuren weiter gefördert werden kann. In dem zunächst auf drei Jahre angelegten Projekt mit einem Gesamtbudget von rund 1,5 Millionen Euro arbeiten fünf Kernpartner aus Dänemark, Litauen, Polen sowie Mecklenburg-Vorpommern mit – neben dem TMV auch die Fachhochschule Stralsund als wissenschaftlicher Berater. Weitere zehn assoziierte Partner aus sieben Ostseeländern begleiten das Projekt, darunter die Deutsche Zentrale für Tourismus und das Wirtschaftsministerium MV. Zum anderen ist es das einjährige Projekt „From the sustainable development goals towards a Sustainable Tourism in the Baltic Sea Region“ (Von den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zum nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum), das im September 2017 startete. Neben dem Landestourismusverband und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern als Initiatoren sind Litauen, Estland, Finnland und Belgien am Projekt beteiligt. Dabei sollen Ansätze gefunden werden, wie Nachhaltigkeit im Tourismus besser gemessen und kommuniziert werden kann. Gastgeber des Jubiläumsforums sind Visit Turku, die Stadt Turku, die Region Südwest-Finnland, Visit Finnland sowie das Ministerium für internationale und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Finnland in Kooperation mit dem Landestourismusverband MV und dem beim Wirtschaftsministerium des Landes angesiedelten Politikbereich Tourismus der EU-Ostseestrategie. Das nächste Treffen ist 2018 in Lettland geplant. Weitere Informationen: www.balticseatourism.net