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Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg und dem Fernradweg Hamburg-Rügen wird geschaffen

Wandern mit Weitblick in Vorpommern, Foto: Tourismusverband Vorpommern

Wandern, Foto: TV Vorpommern

Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben. „Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Lehr- und Wanderpfad am Borgwallsee geplant

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen. Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe. „Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

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Kampagne „Europa in meiner Region“ in Malchin

Wasserwanderrastplatz ist erlebbares Beispiel für den Einsatz europäischer Fördermittel in Mecklenburg-Vorpommern

Wasserwandern, Foto Joachim Kloock

Wasserwandern, Foto Joachim Kloock

Im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag in Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) über die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes „Koester´s Eck“ informiert. „Hier am Hafen können Anwohner, Besucher und Wassersportler unmittelbar erleben, wie der Einsatz europäischer Mittel für uns alle erlebbar wird. Die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes verbessert die touristische Infrastruktur der Region, verschönert das Stadtbild und verbreitert die Möglichkeiten für Aktivitäten am und auf dem Wasser. Das ist ein Gewinn für uns alle“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Vielerorts ist in Mecklenburg-Vorpommern etwas entstanden, was ohne Unterstützung der EU nicht ermöglicht worden wäre. Die Staatengemeinschaft trägt auch entscheidend dazu bei, die Arbeits- und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen.“

Steigende Besucherzahlen in der Mecklenburgischen Seenplatte – Wassersport ist beliebt als Freizeit- und Urlaubsgestaltung

Der Wasserwanderrastplatz „Koesters Eck“ liegt rund 500 Meter vom Stadtzentrum (am Beginn der schiffbaren Peenewasserstraße) entfernt. Er ist im Jahre 2000 errichtet worden. In den letzten Jahren hat der Wasserwanderrastplatz eine große Bedeutung für die Verbindung der Müritz-Region mit dem Gebiet der Mecklenburgischen Schweiz und der Vorpommerschen Flusslandschaft bis hin zum Haff-Ostseeraum bekommen. Das zeigt sich auch in den Besucherzahlen: Von Januar bis Juni diesen Jahres gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte knapp 409.000 Ankünfte (+8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 1,3 Millionen Übernachtungen (+8,8 Prozent). „Der Wassersport als Freizeit- und Urlaubsgestaltung hat in den vergangenen Jahren immer mehr Freunde gefunden. Um stetig attraktive Angebote bereit zu halten, unterstützten wir die Städte und Gemeinden bei ihren Investitionen auch mit Hilfe der europäischen Fördermittel“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Der Wasserwanderrastplatz ist im Zuge des Vorhabens auf 40 Liegeplätze ausgebaut worden. Zudem ist eine Verlängerung der Spundwand erfolgt sowie eine Promenade mit Sitzbänken, Infotafeln und Spielgeräten angelegt. Die Gesamtkosten der Erweiterung betragen knapp 1,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. „Der Ausbau der touristischen Infrastruktur bedeutet, die Tourismusbranche weiter zu stärken und das Land Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver für Besucher zu gestalten. Das ist auch ein Beitrag, lokale Produkte bekannter und heimische Dienstleistungen noch intensiver zu vermarkten“, sagte Glawe. Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden im Amtsbereich Malchin beispielsweise die Erweiterung der Betriebsstätte bei der Cargill Deutschland GmbH, die Errichtung eines Biomasseheizwerkes und der zweite Bauabschnitt des Radwanderweges von Neukalen nach Salemrealisiert.

Kampagne „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Mit den Mitteln aus den europäischen Strukturfonds haben wir die Möglichkeit, in Mecklenburg-Vorpommern mehr Arbeitsplätze zu schaffen, Bildungschancen zu erhöhen, ländliche Gebiete zu schützen und mehr Infrastruktur anzubieten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern“, sagte Glawe.

Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Informationen zum Europäischen Sozialfonds

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung.

Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Stadtjubiläum 2018 größte Qualitätsstadt in Deutschland werden

Top in Puncto Angebot und Service – sieben neue Mitstreiter

QualitätsStadt Rostock_Zertifikatsübergabe an 7 neue Mitstreiter_(c) TZRW Joachim Kloock12.7.2017 – Service Qualität rückt immer mehr in das Bewusstsein der Kunden. Das betrifft jedes Unternehmen, welches Kundenkontakt pflegt. Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde hat sich zusammen mit Rostock Marketing auf die Fahnen geschrieben, sich dem Thema verstärkt anzunehmen. Beim Standortmarketing spielen das Angebot und der Service vor Ort eine besonders wichtige Rolle und sind längst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Als Teil der Qualitätsoffensive konnten nun heute sieben weitere Unternehmen durch die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert werden. Um im nächsten Jahr pünktlich zum 800-jährigen Stadtjubiläum den begehrten Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, bedarf es jedoch noch einiger weiterer Mitstreiter. „In den vergangenen Jahren konnten wir die Zahl der Gäste, die ihren Urlaub bei uns an der Ostsee verbringen, stetig steigern. Das Ganze ist jedoch kein Selbstläufer und deshalb versuchen wir, Betriebe zu überzeugen, die Qualität des Services im Unternehmen und damit auch im Ort stetig zu verbessern“, sagte Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock. „Viele Gäste schauen ganz genau auf die Angebote ihres Urlaubsziels, so dass die Servicequalität für uns zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden ist. Umso erfreulicher ist nun, dass sieben weitere Unternehmen bis Anfang Juli zertifiziert werden konnten. Damit sind wir nunmehr bei 26 Teilnehmern angelangt. Um im nächsten Jahr den Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, benötigen wir allerdings insgesamt 50 Betriebe.Deshalb hoffen wir, im Vorfeld des großen Stadtgeburtstages noch einige Unternehmen gewinnen zu können“, so Fromm. Sollte das ehrgeizige Ziel 2018 erreicht werden, wäre Rostock die größte Qualitätsstadt in Deutschland.

Deutschlandweite Initiative für mehr Kundenzufriedenheit

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Deutschen Tourismusverband mit dem Ziel,das Qualitätsbewusstsein in den Unternehmen zu steigern und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern. Kernaspekte stellen dabei die Integration, Motivation und Förderung der Mitarbeiter dar. Die Zertifizierung des branchenübergreifenden Qualitätsmanagementsystems läuft in insgesamt drei Stufen ab, die sich unter den Schlagwörtern Sensibilisierung, Fokussierung und Intensivierung zusammenfassen lassen. Hierfür sind Schulungen der Mitarbeiter notwendig, die den Unternehmen helfen, ihre eigenen Abläufe zu hinterfragen und in der Konsequenz Qualität und Angebot zu steigern. Aktuell gibt es in Deutschland rund 3.200 zertifizierte Betriebe. Seit 2007 ist die Hotel und Gaststätten Marketing GmbH des DEHOGA MV Landeskoordinierungsstelle für die ServiceQualität Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern und konnte bislang in MV über 90 Unternehmen zertifizieren. Die Kosten hierfür beginnen bei 95 Euro und richten sich nach der Größe des Betriebes sowie dem gewählten Leistungspaket. 

Servicequalität genießt bei Unternehmen höchste Priorität

Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Geschäftsführer der Hotel und Gaststätten Marketing GmbH MV, betont die besondere Bedeutung für die Teilnehmer: „ServiceQualität Deutschland ist ein einfach handhabbares und kostengünstiges Qualitätsmanagementsystem mit Mehrwert.Von einer Auszeichnung profitieren nicht nur die Kunden und Gäste, die in Ihren Erwartungen und Wünschen ernst genommen und überrascht werden, sondern auch die Mitarbeiter, die an der Qualitätsoptimierung im Unternehmen aktiv mitwirken und neue Serviceideen einbringen. Aber auch Unternehmer haben Vorteile, da sie durch interne Qualitätsverbesserungen eine starke Bindung der Gäste und Mitarbeiter an den Betrieb erreichen. Davon profitieren alle Seiten.“ „Wir begleiten die Initiative mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit und veranstalten regelmäßig Informationsveranstaltungen. Momentan stehen wir im engen Kontakt zu den Ämtern der Hansestadt, um diese von einer Teilnahme zu überzeugen, schauen aber selbstverständlich auch bei uns selbst, was wir verbessern können. Die nächsten Schulungstermine sind für September und November diesen Jahres geplant“, informierte Matthias Fromm, der hofft, dass weitere Betriebe dem Aufruf folgen. Neben der Verbesserung des eigenen Angebotes profitieren die Unternehmen außerdem von dem branchenübergreifenden Netzwerk und der Möglichkeit der Durchführung eines Mystery Checks, der in Zusammenarbeit mit Julia Kaufmann von Kaufmann &Kirner – mystery shopping and more angeboten wird. Regelmäßig werden Treffen aller Teilnehmer abgehalten und auch zwischen den einzelnen Kommunen erfolgt ein reger Austausch. Von den 26 bisher in Rostock zertifizierten Betrieben befinden sich 10 in den Seebädern.

Neu hinzu gekommen bzw. rezertifiziert worden sind folgende Unternehmen: AFZ Aus- undFortbildungszentrum Rostock, Ankes Restaurant und Pension, BVCD Camping-Akademie, Bundesverband der Campingwirtschaft Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD/MV), MV-IT-Systeme, PINAX Werbemedien und Sorglos-Urlaub vom Institut für Bildung und Gesundheit. Zu den bereits zuvor zertifizierten Unternehmen gehören unter anderem der Zoo Rostock, die Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft und das Hotel NEPTUN.

Was im Jahre 2001 seinen Anfang nahm,ist nun dank der Initiative ServiceQualität Deutschland ein bundesweit bereitgestelltes, dreistufiges System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente. Kleinen und mittleren Betrieben im Hotel-,Gastronomie- und Tourismusbereich sowie Dienstleistungsunternehmen bietet die Initiative ein einfaches Qualitätsmanagementsystem, das hilft, die Qualität des Betriebs kontinuierlich zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner.Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon. Die geprüften Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen,dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität arbeiten und diese nachhaltig verfolgen. Für Endverbraucher ist es die Sicherheit, einem nach geprüftem Qualitätsstandard zertifizierten Betrieb vertrauen zu können.  

WeitereInformationen

www.q-deutschland.de

www.servicequalitaet-mv.de

www.rostock.de/qualitaetsstadt.html

Bildunterschrift: QualitätsStadtRostock, Übergabe der Zertifikate ServiceQualität Deutschland an sieben neue Unternehmen, Foto: Joachim Kloock

Fachkräftesicherung – Thema im Landtag von M-V

Demografie und Digitalisierung – MV steht vor doppeltem Strukturwandel

17.5.2017 – Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch das Thema „Menschen Zukunftsperspektiven bieten – Fachkräftelücke schließen“ diskutiert worden. „Die Wirtschaft läuft gut, die Basis des Erfolgs sind die Mitarbeiter in den Unternehmen. Fachkräfte schaffen Innovationen, generieren Wertschöpfung und sind das Rückgrat für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Wir müssen gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, damit die Wirtschaft weiter vorankommt. Dazu zählen Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung. Ein volles Auftragsbuch, ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

Gute wirtschaftliche Entwicklung macht sich auf Arbeitsmarkt bemerkbar – MV steht vor doppeltem Strukturwandel

Im vergangenen Jahr (2016) lag das Bruttoinlandsprodukt bei 41,4 Milliarden Euro (+1,3 Prozent zu 2015). „Das ist das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt unseres Landes. Die positive wirtschaftliche Entwicklung schlägt auch auf den Arbeitsmarkt durch. Und das obwohl Mecklenburg-Vorpommern seit der Wende den größten demografischen Wandel aller Bundesländer verkraften muss. Die Arbeitsmarktlage hat sich in den vergangenen Jahren substanziell verbessert. Und in der Zukunft stehen wir nicht nur wegen der demografischen Entwicklung, sondern auch aufgrund der Digitalisierung von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft vor einem doppelten Strukturwandel“, betonte Glawe weiter.

Mehr ganzjährige Beschäftigung im Tourismus

Waren in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 im Durchschnitt noch rund 107.500 Menschen arbeitslos, so waren es im Jahresdurchschnitt 2016 rund 80.400 Menschen. „Die saisonalen Effekte der Beschäftigung werden im Tourismus kleiner. Das bedeutet, dass mehr ganzjährige Beschäftigung entsteht. Mittlerweile ist auch die Gesundheitswirtschaft ein Wachstums- und Beschäftigungstreiber für unser Land. Jeder fünfte Erwerbstätige (ca. 150.000 Erwerbstätige) hat heute in dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern seinen Arbeitsplatz. Klar ist aber auch: Damit dürfen und wollen wir uns nicht zufrieden geben“, mahnte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2017 – bei 548.400 Beschäftigten. Seit Jahresbeginn meldeten unsere Unternehmen den Arbeitsagenturen und Jobcentern 18.000 Stellenangebote für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das sind 1.500 Stellen oder 9,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Erwerbsfähige in den Arbeitsmarkt zu integrieren

Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Land in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. „Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Flexible auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Im Handwerk unterstützt das Wirtschaftsministerium die Fachkräftesicherung mit der Kampagne „Besser ein Meister“. Gemeinsam mit den Handwerkskammern wird das positive Image des Meisters befördert und die Identifikation mit dem Meisterhandwerk gestärkt. Auch das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ wird fortgeführt, um Fachkräfte zu halten.

Perspektive für Langzeitarbeitslose schaffen

Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium unterstützt von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen und Familien bei der Arbeitsmarktintegration. „Für Langzeitarbeitslose ist es wichtig, die soziale Teilhabe durch Arbeit zu ermöglichen. Mit der Bürgerarbeit sollen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose entstehen. Davon sollen nicht nur gemeinnützige, sondern auch gewerbliche Unternehmen profitieren, ohne dass es zu Verdrängungseffekten kommt. Das Programm soll noch im Sommer starten“, sagte Glawe.

Qualifizierungsoffensive soll im Sommer starten

Es wird nicht nur wegen des demografisch zurückgehenden Angebots an Arbeitskräften in Teilbereichen Engpässe bei Fachkräften geben. „Die digital vernetzte Arbeitswelt ist durch komplexere Tätigkeiten gekennzeichnet. Die Nachfrage nach höheren Qualifikationen wird weiter steigen. Der demografische Wandel bedingt in Verbindung mit dem digitalen Strukturwandel im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeit eine zunehmende Polarisierung von Arbeit. Das bedeutet unter anderem, dass sich Arbeit örtlich, zeitlich und qualitativ verändern wird. Dieser doppelte Strukturwandel führt zu steigenden Arbeitsplatzanforderungen. Das Wissen und der langjährige Erfahrungsschatz der Mitarbeiter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Unternehmenserfolges. Qualifizierung ist der Schlüssel zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Der Minister machte auf die Qualifizierungsoffensive in Unternehmen aufmerksam. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks.

Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten. Dabei bleibt die bewährte Förderung der Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Bildungsschecks aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten. Förderfähig ist der ganze Prozess der Fachkräftesicherung und -qualifizierung. „Wir bieten damit eine effektive Hilfe an, sich an den sich vollziehenden Wandel anzupassen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Glawe. Ergänzend werden kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss in den ersten beiden Jahren unterstützt. „Wir werden auch weiterhin gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden, den Tarifpartnern und mit den Unternehmen selbst daran arbeiten, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu erhalten und auszubauen“, so Glawe abschließend.

Tourismusabend auf der Insel Usedom

Urlaub in ländlichen Regionen stärker vermarkten – zusätzliche Angebote schaffen

Eldenaer Jazz Evenings 2015

Eldenaer Jazz Evenings, Foto: HGW

Über die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe am Freitag in Mellenthin (Insel Usedom) beim ersten Tourismus-Abend der Nordkurier Mediengruppe diskutiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner touristischen Vielfalt als attraktives Urlaubsland einen guten Namen erarbeitet. Immer mehr Gäste entdecken unser Land. Entscheidend ist, dass wir uns unentwegt darum bemühen, unsere Stammgäste zu halten, neue Zielgruppen zu gewinnen und aus Erstbesuchern Wiederholungsurlauber zu machen. Wir können unser Potential für unsere Gäste noch besser ausschöpfen. In den Küstenregionen kommt es vor allem auch auf qualitatives Wachstum an: mehr Wertschöpfung durch den einzelnen Gast und eine Verlängerung der Saison. Im Binnenland geht es um die Entwicklung zusätzlicher Angebote. Das Thema ist hier Urlaub in ländlichen Regionen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Im Jahr 2016 wurden nach der amtlichen Statistik in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen registriert.

Binnenland stärker vermarkten – Thema „Romantik“ in Vorpommern positionieren

Nach der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen 2016 (FUR) interessieren sich rund 4,2 Millionen Deutsche (6 Prozent der Bevölkerung) im Zeitraum 2016 bis 2018 sowohl für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, als auch für Urlaub auf dem Lande. „Kultur und Tourismus können in den ländlichen Räumen zukünftig mehr voneinander profitieren und Mecklenburg-Vorpommern auch als Kulturland bekannter machen. So kann es uns gelingen, unseren Gästen neben der Ostseeküste auch die Schönheiten im Binnenland zu präsentieren. Das stärkt den Tourismus insgesamt. So gilt es beispielsweise, Angebote im Bereich Tradition und Brauchtum für die Urlauber im ganzen Land erlebbar zu machen. Insbesondere in der Region Vorpommern sehe ich das Thema Romantik gut positioniert“, sagte Glawe. Das Reisegebiet Vorpommern ist mit über 2,1 Millionen Ankünften und mehr als 9,8 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 die touristisch erfolgreichste Region des Landes. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 4,5 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Die durchschnittliche Auslastung betrug 2016 38,1 Prozent (MV gesamt: 35,8 Prozent).

Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt Kooperationsnetzwerke „Erlebnis Landwirtschaft“, „Aktivität in der Natur“ und „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ – mehr Urlauber für das Binnenland begeistern

„Das große Interesse am Reisegebiet Vorpommern wollen wir nutzen und die Gäste auch für Orte, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen außerhalb der Küstenregionen begeistern“, sagte Glawe. Drei Kooperationsnetzwerke zur Positionierung zukunftsträchtiger Tourismusschwerpunkte im ländlichen Raum sind derzeit aktiv: „Erlebnis-Landwirtschaft“ mit den Themen Reiten und Fahren sowie Typisch regional, „Aktivität in der Natur“ mit den Themen Wandern und Angeln sowie die „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ mit den Themen Romantik und Brauchtum. Die Gesamtkosten betragen rund 1,8 Millionen Euro; das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro (Projektlaufzeit 2015 bis 2017). Unter dem Motto „Natürlich romantisch“ finden in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem:

  • Am 17. und 18. Juni der 4. Greifswalder Klostermarkt an der Klosterruine Eldena – neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm präsentieren Künstler und Handwerker an rund 60 Ständen und Stationen ihre vorrangig regionalen Produkte.
  • Am ersten Wochenende im Juli treffen sich Jazzfreunde in der Klosterruine Eldena – vom 30.06. bis 01.07.2017 laufen zum 37. Mal die Eldenaer Jazz Evenings Greifswald.
  • Am Dienstag, den 5.September, findet um 13 Uhr unter dem Motto „Happy Birthday C. D. Friedrich“ eine romantische Führung über den Baumwipfeln statt. Das Naturerbe Zentrum Rügen lädt ein, den Baumwipfelpfad mit den Augen des Künstlers Caspar David Friedrich zu entdecken.

Weitere Informationen, Veranstaltungen und Ferienangebote rund um das Thema „Romantik“ sind unter www.natuerlich-romantisch.de zusammengefasst.

785 touristische Infrastrukturvorhaben und 1.724 neue Investitionsvorhaben im gewerblichen Tourismus seit 1990 im Reisegebiet Vorpommern unterstützt

„Um weiter im Tourismus erfolgreich zu sein, unterstützen wir die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, das touristische Angebot insbesondere bei schlechtem Wetter und außerhalb der Saison noch zu erweitern“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat in der Region Vorpommern seit 1990 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) in der Region Vorpommern 785 touristische Infrastrukturvorhaben bei einem Gesamtvolumen in Höhe von 776,2 Millionen Euro mit rund 516,5 Millionen Euro unterstützt. Im gewerblichen Tourismus sind in Vorpommern seit 1990 insgesamt 1.724 neue Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro in Höhe von 743 Millionen Euro gefördert worden. Durch die Projekte sind 7.531 neue Arbeitsplätze entstanden und 7.785 Jobs wurden gesichert. Insgesamt ist in Mecklenburg-Vorpommern die touristische Infrastruktur seit 1990 für 1.623 Fördervorhaben mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,49 Milliarden Euro in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt worden. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 3.309 Vorhaben bei Gesamtinvestitionen von 5,34 Milliarden Euro in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden mehr als 15.400 Arbeitsplätze.

 

Auftakt 2017 – Tourismusbranche vor Saisonstart

Investitionsoffensive bei Nachbarn mit attraktiven Angeboten begegnen –  Werben um mehr ausländische Gäste – Leitplanken für Tourismus in Arbeit – Gesundheitstourismus mit Potential

Tourismusbranche vor Saisonstart: In Rostock haben sich rund 300 Vertreter der Tourismuswirtschaft, aus Politik und Verwaltung zum traditionellen Saisonauftakt getroffen. „Die touristische Branche kann mit viel Optimismus in die Saison starten. Unternehmen haben in die Vielfalt und Qualität ihres Angebotes investiert und sich für das erste Saisonhighlight, die Ostertage, vorbereitet. Wir haben trotz der guten Vorzeichen auch noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Wichtig ist, dass die Stammgäste bleiben und dass der Anteil an ‚Neukunden‘ aus dem Westen und Süden der Republik auch künftig steigen wird. Das gelingt nur, wenn sie die Gäste mit kreativen, innovativen und neuen Angeboten überraschen. Die Konkurrenz in Schleswig-Holstein und Polen legt kräftig mit Investitionsoffensiven zu. Wir müssen noch besser werden und die Gäste mit unseren Angeboten für einen Urlaub in MV überzeugen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir brauchen vor allem auch mehr ausländische Gäste. Dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, kommen im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im vergangenen Jahr wurden vom Statistischen Amt rund 380.000 ausländische Gäste (+1,1 Prozent) und 1,03 Millionen Übernachtungen (+2,0 Prozent) dabei gezählt. Der Anteil der Stammgäste liegt mittlerweile bei 42,4 Prozent (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus: Gästebefragung 2015/2016).

Leitplanken neu gesetzt – Tourismuskonzeption in Arbeit 

Gegenwärtig werden die Leitplanken für die weitere touristische Entwicklung erarbeitet. Tourismusminister Glawe warb vor Ort dafür, die touristische Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns voranzutreiben und strategische Weichen zu stellen. „Mit der neuen Tourismuskonzeption wollen wir gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann“, betonte Tourismusminister Glawe weiter. Ziel ist es, Mitte des Jahres einen Entwurf zur Landestourismuskonzeption vorzulegen.

Wirtschaftsfaktor Tourismus – Fast jeder fünfte arbeitet im Tourismus

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Die Branche trägt zu einem wesentlichen Teil zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Fast jeder fünfte im Land ist im Tourismus beschäftigt. Es gilt die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, damit mehr Menschen das ganze Jahr über in Arbeit sind“, forderte Tourismusminister Glawe. Rund 131.000 Beschäftigte sind in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig, das entspricht 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben der DIW Econ GmbH, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt haben, betrug die touristische Wertschöpfung 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent. Tourismusnahe Unternehmen (z.B. Wäschereien, Lebensmittelhandel) leisten einen Beitrag von 761 Millionen Euro.

Gesundheitstourismus mit Potential

Ein Schwerpunkt der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig in der Stärkung gesundheitstouristischer Angebote liegen. „Der Gesundheitstourismus ist ein Zukunftsfeld mit ordentlichem Potential für unser Land. Die klassischen Kurangebote werden mehr und mehr abgelöst durch die Buchung von Kombinationen aus Präventionsmaßnahmen und Urlaub. Da haben wir bereits viel zu bieten, müssen aber beispielsweise in der Werbung für den Wellnesstourismus noch stärker werden“, sagte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung eines interaktiven Marktplatzes für gesundheitstouristische Angebote in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel sind unter anderem die Bündelung der vorhandenen Angebote, eine gemeinsame Produktentwicklung und die Einrichtung einer zentralen Datenbank als Kontakt- und Servicestelle für interessierte Urlauber. Die Leitung des bis 2018 laufenden Projektes hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. übernommen; die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 981.000 Euro.

Informationen zur Förderung der touristischen Infrastruktur und der gewerblichen Förderung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Seit 1990 hat das Wirtschafts- und Tourismusministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des EFRE und des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) insgesamt 1.623 Projekte der touristischen Infrastruktur unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betrugen dabei 1,49 Milliarden Euro, die Förderung rund eine Milliarde Euro. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 insgesamt 3.309 Vorhaben aus der GRW, dem EFRE und ELER bei Gesamtinvestition von 5,34 Milliarden Euro mit knapp 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden 15.406 Arbeitsplätze. Unter anderem sind damit das im vergangenen Jahr eröffnete Ostseehotel Warnemünde mit 22 Appartements und einem Spa- und Wellnessbereich, die Erneuerung des Stadthafens Waren (Müritz) sowie das Hotel „Zur Seebrücke“ in Graal-Müritz  unterstützt worden. Auch der Ausbau des Wasserwanderrastplatzes in Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und die Neuanlage eines Naturentdeckerpfades im Bärenwald Müritz gehörten zu den Projekten. „Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Wirtschaftstreiber, Arbeitgeber und durch das Freizeitangebot ein Gestalter der Regionen. Wir werden auch künftig vor allem saisonverlängernde Angebote unterstützen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe abschließend.

Erstmals Delegation aus der Republik Botswana zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftliche und touristische Zusammenarbeit

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

8.3.2017 – Staatsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern: Der botswanische Präsident Dr. Seretse Khama Ian Khama war am Mittwoch mit einer Delegation im Land zu Gast. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe haben die Gäste das Unternehmen FWW Fahrzeugtechnik GmbH in Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) besichtigt. „Erstmals ist eine hochrangige Delegation der Republik Botswana in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Wir wollen ausloten, ob und in welchen Bereichen eine wirtschaftliche oder auch touristische Zusammenarbeit möglich ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat den Termin auf Bitte des Protokolls der Staatskanzlei übernommen. Die FWW Fahrzeugtechnik GmbH ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Wartung, Instandsetzung, Umrüstung und Fertigung von Fahrzeugen und Spezialgeräten. Die Delegation aus Botswana informierte sich über eine mögliche Ausstattung ihrer Naturschutzranger mit geeigneten Fahrzeugen.

Werben für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftsminister Glawe warb während des Treffens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, des Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft können wir mit unseren Standortvorteilen punkten“, betonte Glawe weiter. Die Republik Botswana ist aktuell auch Partnerland der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), die am Mittwoch gestartet ist.

Informationen zur Republik Botswana

Die Republik Botswana liegt in Afrika und grenzt im Süden und Südosten an Südafrika, im Nordosten an Simbabwe, im Norden an Sambia und im Westen an Namibia. Das 582.000 Quadratmeter große Land hat etwa 2,26 Millionen Einwohner. Nach Angaben der Germany Trade & Invest (Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland) lag das Bruttoinlandsprodukt in Botswana 2016 bei rund 10,9 Milliarden US-Dollar. Die Republik hat im Jahr 2015 vorrangig nichtmetallische Mineralien, Petrochemie, Nahrungsmittel, Maschinen sowie Autos und Kfz-Teile eingeführt.