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Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Stadtjubiläum 2018 größte Qualitätsstadt in Deutschland werden

Top in Puncto Angebot und Service – sieben neue Mitstreiter

QualitätsStadt Rostock_Zertifikatsübergabe an 7 neue Mitstreiter_(c) TZRW Joachim Kloock12.7.2017 – Service Qualität rückt immer mehr in das Bewusstsein der Kunden. Das betrifft jedes Unternehmen, welches Kundenkontakt pflegt. Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde hat sich zusammen mit Rostock Marketing auf die Fahnen geschrieben, sich dem Thema verstärkt anzunehmen. Beim Standortmarketing spielen das Angebot und der Service vor Ort eine besonders wichtige Rolle und sind längst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Als Teil der Qualitätsoffensive konnten nun heute sieben weitere Unternehmen durch die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert werden. Um im nächsten Jahr pünktlich zum 800-jährigen Stadtjubiläum den begehrten Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, bedarf es jedoch noch einiger weiterer Mitstreiter. „In den vergangenen Jahren konnten wir die Zahl der Gäste, die ihren Urlaub bei uns an der Ostsee verbringen, stetig steigern. Das Ganze ist jedoch kein Selbstläufer und deshalb versuchen wir, Betriebe zu überzeugen, die Qualität des Services im Unternehmen und damit auch im Ort stetig zu verbessern“, sagte Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock. „Viele Gäste schauen ganz genau auf die Angebote ihres Urlaubsziels, so dass die Servicequalität für uns zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden ist. Umso erfreulicher ist nun, dass sieben weitere Unternehmen bis Anfang Juli zertifiziert werden konnten. Damit sind wir nunmehr bei 26 Teilnehmern angelangt. Um im nächsten Jahr den Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, benötigen wir allerdings insgesamt 50 Betriebe.Deshalb hoffen wir, im Vorfeld des großen Stadtgeburtstages noch einige Unternehmen gewinnen zu können“, so Fromm. Sollte das ehrgeizige Ziel 2018 erreicht werden, wäre Rostock die größte Qualitätsstadt in Deutschland.

Deutschlandweite Initiative für mehr Kundenzufriedenheit

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Deutschen Tourismusverband mit dem Ziel,das Qualitätsbewusstsein in den Unternehmen zu steigern und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern. Kernaspekte stellen dabei die Integration, Motivation und Förderung der Mitarbeiter dar. Die Zertifizierung des branchenübergreifenden Qualitätsmanagementsystems läuft in insgesamt drei Stufen ab, die sich unter den Schlagwörtern Sensibilisierung, Fokussierung und Intensivierung zusammenfassen lassen. Hierfür sind Schulungen der Mitarbeiter notwendig, die den Unternehmen helfen, ihre eigenen Abläufe zu hinterfragen und in der Konsequenz Qualität und Angebot zu steigern. Aktuell gibt es in Deutschland rund 3.200 zertifizierte Betriebe. Seit 2007 ist die Hotel und Gaststätten Marketing GmbH des DEHOGA MV Landeskoordinierungsstelle für die ServiceQualität Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern und konnte bislang in MV über 90 Unternehmen zertifizieren. Die Kosten hierfür beginnen bei 95 Euro und richten sich nach der Größe des Betriebes sowie dem gewählten Leistungspaket. 

Servicequalität genießt bei Unternehmen höchste Priorität

Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Geschäftsführer der Hotel und Gaststätten Marketing GmbH MV, betont die besondere Bedeutung für die Teilnehmer: „ServiceQualität Deutschland ist ein einfach handhabbares und kostengünstiges Qualitätsmanagementsystem mit Mehrwert.Von einer Auszeichnung profitieren nicht nur die Kunden und Gäste, die in Ihren Erwartungen und Wünschen ernst genommen und überrascht werden, sondern auch die Mitarbeiter, die an der Qualitätsoptimierung im Unternehmen aktiv mitwirken und neue Serviceideen einbringen. Aber auch Unternehmer haben Vorteile, da sie durch interne Qualitätsverbesserungen eine starke Bindung der Gäste und Mitarbeiter an den Betrieb erreichen. Davon profitieren alle Seiten.“ „Wir begleiten die Initiative mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit und veranstalten regelmäßig Informationsveranstaltungen. Momentan stehen wir im engen Kontakt zu den Ämtern der Hansestadt, um diese von einer Teilnahme zu überzeugen, schauen aber selbstverständlich auch bei uns selbst, was wir verbessern können. Die nächsten Schulungstermine sind für September und November diesen Jahres geplant“, informierte Matthias Fromm, der hofft, dass weitere Betriebe dem Aufruf folgen. Neben der Verbesserung des eigenen Angebotes profitieren die Unternehmen außerdem von dem branchenübergreifenden Netzwerk und der Möglichkeit der Durchführung eines Mystery Checks, der in Zusammenarbeit mit Julia Kaufmann von Kaufmann &Kirner – mystery shopping and more angeboten wird. Regelmäßig werden Treffen aller Teilnehmer abgehalten und auch zwischen den einzelnen Kommunen erfolgt ein reger Austausch. Von den 26 bisher in Rostock zertifizierten Betrieben befinden sich 10 in den Seebädern.

Neu hinzu gekommen bzw. rezertifiziert worden sind folgende Unternehmen: AFZ Aus- undFortbildungszentrum Rostock, Ankes Restaurant und Pension, BVCD Camping-Akademie, Bundesverband der Campingwirtschaft Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD/MV), MV-IT-Systeme, PINAX Werbemedien und Sorglos-Urlaub vom Institut für Bildung und Gesundheit. Zu den bereits zuvor zertifizierten Unternehmen gehören unter anderem der Zoo Rostock, die Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft und das Hotel NEPTUN.

Was im Jahre 2001 seinen Anfang nahm,ist nun dank der Initiative ServiceQualität Deutschland ein bundesweit bereitgestelltes, dreistufiges System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente. Kleinen und mittleren Betrieben im Hotel-,Gastronomie- und Tourismusbereich sowie Dienstleistungsunternehmen bietet die Initiative ein einfaches Qualitätsmanagementsystem, das hilft, die Qualität des Betriebs kontinuierlich zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner.Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon. Die geprüften Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen,dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität arbeiten und diese nachhaltig verfolgen. Für Endverbraucher ist es die Sicherheit, einem nach geprüftem Qualitätsstandard zertifizierten Betrieb vertrauen zu können.  

WeitereInformationen

www.q-deutschland.de

www.servicequalitaet-mv.de

www.rostock.de/qualitaetsstadt.html

Bildunterschrift: QualitätsStadtRostock, Übergabe der Zertifikate ServiceQualität Deutschland an sieben neue Unternehmen, Foto: Joachim Kloock

Fachkräftesicherung – Thema im Landtag von M-V

Demografie und Digitalisierung – MV steht vor doppeltem Strukturwandel

17.5.2017 – Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch das Thema „Menschen Zukunftsperspektiven bieten – Fachkräftelücke schließen“ diskutiert worden. „Die Wirtschaft läuft gut, die Basis des Erfolgs sind die Mitarbeiter in den Unternehmen. Fachkräfte schaffen Innovationen, generieren Wertschöpfung und sind das Rückgrat für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Wir müssen gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, damit die Wirtschaft weiter vorankommt. Dazu zählen Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung. Ein volles Auftragsbuch, ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

Gute wirtschaftliche Entwicklung macht sich auf Arbeitsmarkt bemerkbar – MV steht vor doppeltem Strukturwandel

Im vergangenen Jahr (2016) lag das Bruttoinlandsprodukt bei 41,4 Milliarden Euro (+1,3 Prozent zu 2015). „Das ist das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt unseres Landes. Die positive wirtschaftliche Entwicklung schlägt auch auf den Arbeitsmarkt durch. Und das obwohl Mecklenburg-Vorpommern seit der Wende den größten demografischen Wandel aller Bundesländer verkraften muss. Die Arbeitsmarktlage hat sich in den vergangenen Jahren substanziell verbessert. Und in der Zukunft stehen wir nicht nur wegen der demografischen Entwicklung, sondern auch aufgrund der Digitalisierung von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft vor einem doppelten Strukturwandel“, betonte Glawe weiter.

Mehr ganzjährige Beschäftigung im Tourismus

Waren in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 im Durchschnitt noch rund 107.500 Menschen arbeitslos, so waren es im Jahresdurchschnitt 2016 rund 80.400 Menschen. „Die saisonalen Effekte der Beschäftigung werden im Tourismus kleiner. Das bedeutet, dass mehr ganzjährige Beschäftigung entsteht. Mittlerweile ist auch die Gesundheitswirtschaft ein Wachstums- und Beschäftigungstreiber für unser Land. Jeder fünfte Erwerbstätige (ca. 150.000 Erwerbstätige) hat heute in dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern seinen Arbeitsplatz. Klar ist aber auch: Damit dürfen und wollen wir uns nicht zufrieden geben“, mahnte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2017 – bei 548.400 Beschäftigten. Seit Jahresbeginn meldeten unsere Unternehmen den Arbeitsagenturen und Jobcentern 18.000 Stellenangebote für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das sind 1.500 Stellen oder 9,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Erwerbsfähige in den Arbeitsmarkt zu integrieren

Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Land in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. „Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Flexible auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Im Handwerk unterstützt das Wirtschaftsministerium die Fachkräftesicherung mit der Kampagne „Besser ein Meister“. Gemeinsam mit den Handwerkskammern wird das positive Image des Meisters befördert und die Identifikation mit dem Meisterhandwerk gestärkt. Auch das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ wird fortgeführt, um Fachkräfte zu halten.

Perspektive für Langzeitarbeitslose schaffen

Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium unterstützt von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen und Familien bei der Arbeitsmarktintegration. „Für Langzeitarbeitslose ist es wichtig, die soziale Teilhabe durch Arbeit zu ermöglichen. Mit der Bürgerarbeit sollen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose entstehen. Davon sollen nicht nur gemeinnützige, sondern auch gewerbliche Unternehmen profitieren, ohne dass es zu Verdrängungseffekten kommt. Das Programm soll noch im Sommer starten“, sagte Glawe.

Qualifizierungsoffensive soll im Sommer starten

Es wird nicht nur wegen des demografisch zurückgehenden Angebots an Arbeitskräften in Teilbereichen Engpässe bei Fachkräften geben. „Die digital vernetzte Arbeitswelt ist durch komplexere Tätigkeiten gekennzeichnet. Die Nachfrage nach höheren Qualifikationen wird weiter steigen. Der demografische Wandel bedingt in Verbindung mit dem digitalen Strukturwandel im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeit eine zunehmende Polarisierung von Arbeit. Das bedeutet unter anderem, dass sich Arbeit örtlich, zeitlich und qualitativ verändern wird. Dieser doppelte Strukturwandel führt zu steigenden Arbeitsplatzanforderungen. Das Wissen und der langjährige Erfahrungsschatz der Mitarbeiter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Unternehmenserfolges. Qualifizierung ist der Schlüssel zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Der Minister machte auf die Qualifizierungsoffensive in Unternehmen aufmerksam. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks.

Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten. Dabei bleibt die bewährte Förderung der Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Bildungsschecks aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten. Förderfähig ist der ganze Prozess der Fachkräftesicherung und -qualifizierung. „Wir bieten damit eine effektive Hilfe an, sich an den sich vollziehenden Wandel anzupassen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Glawe. Ergänzend werden kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss in den ersten beiden Jahren unterstützt. „Wir werden auch weiterhin gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden, den Tarifpartnern und mit den Unternehmen selbst daran arbeiten, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu erhalten und auszubauen“, so Glawe abschließend.

Tourismusabend auf der Insel Usedom

Urlaub in ländlichen Regionen stärker vermarkten – zusätzliche Angebote schaffen

Eldenaer Jazz Evenings 2015

Eldenaer Jazz Evenings, Foto: HGW

Über die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe am Freitag in Mellenthin (Insel Usedom) beim ersten Tourismus-Abend der Nordkurier Mediengruppe diskutiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner touristischen Vielfalt als attraktives Urlaubsland einen guten Namen erarbeitet. Immer mehr Gäste entdecken unser Land. Entscheidend ist, dass wir uns unentwegt darum bemühen, unsere Stammgäste zu halten, neue Zielgruppen zu gewinnen und aus Erstbesuchern Wiederholungsurlauber zu machen. Wir können unser Potential für unsere Gäste noch besser ausschöpfen. In den Küstenregionen kommt es vor allem auch auf qualitatives Wachstum an: mehr Wertschöpfung durch den einzelnen Gast und eine Verlängerung der Saison. Im Binnenland geht es um die Entwicklung zusätzlicher Angebote. Das Thema ist hier Urlaub in ländlichen Regionen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Im Jahr 2016 wurden nach der amtlichen Statistik in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen registriert.

Binnenland stärker vermarkten – Thema „Romantik“ in Vorpommern positionieren

Nach der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen 2016 (FUR) interessieren sich rund 4,2 Millionen Deutsche (6 Prozent der Bevölkerung) im Zeitraum 2016 bis 2018 sowohl für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, als auch für Urlaub auf dem Lande. „Kultur und Tourismus können in den ländlichen Räumen zukünftig mehr voneinander profitieren und Mecklenburg-Vorpommern auch als Kulturland bekannter machen. So kann es uns gelingen, unseren Gästen neben der Ostseeküste auch die Schönheiten im Binnenland zu präsentieren. Das stärkt den Tourismus insgesamt. So gilt es beispielsweise, Angebote im Bereich Tradition und Brauchtum für die Urlauber im ganzen Land erlebbar zu machen. Insbesondere in der Region Vorpommern sehe ich das Thema Romantik gut positioniert“, sagte Glawe. Das Reisegebiet Vorpommern ist mit über 2,1 Millionen Ankünften und mehr als 9,8 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 die touristisch erfolgreichste Region des Landes. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 4,5 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Die durchschnittliche Auslastung betrug 2016 38,1 Prozent (MV gesamt: 35,8 Prozent).

Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt Kooperationsnetzwerke „Erlebnis Landwirtschaft“, „Aktivität in der Natur“ und „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ – mehr Urlauber für das Binnenland begeistern

„Das große Interesse am Reisegebiet Vorpommern wollen wir nutzen und die Gäste auch für Orte, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen außerhalb der Küstenregionen begeistern“, sagte Glawe. Drei Kooperationsnetzwerke zur Positionierung zukunftsträchtiger Tourismusschwerpunkte im ländlichen Raum sind derzeit aktiv: „Erlebnis-Landwirtschaft“ mit den Themen Reiten und Fahren sowie Typisch regional, „Aktivität in der Natur“ mit den Themen Wandern und Angeln sowie die „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ mit den Themen Romantik und Brauchtum. Die Gesamtkosten betragen rund 1,8 Millionen Euro; das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro (Projektlaufzeit 2015 bis 2017). Unter dem Motto „Natürlich romantisch“ finden in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem:

  • Am 17. und 18. Juni der 4. Greifswalder Klostermarkt an der Klosterruine Eldena – neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm präsentieren Künstler und Handwerker an rund 60 Ständen und Stationen ihre vorrangig regionalen Produkte.
  • Am ersten Wochenende im Juli treffen sich Jazzfreunde in der Klosterruine Eldena – vom 30.06. bis 01.07.2017 laufen zum 37. Mal die Eldenaer Jazz Evenings Greifswald.
  • Am Dienstag, den 5.September, findet um 13 Uhr unter dem Motto „Happy Birthday C. D. Friedrich“ eine romantische Führung über den Baumwipfeln statt. Das Naturerbe Zentrum Rügen lädt ein, den Baumwipfelpfad mit den Augen des Künstlers Caspar David Friedrich zu entdecken.

Weitere Informationen, Veranstaltungen und Ferienangebote rund um das Thema „Romantik“ sind unter www.natuerlich-romantisch.de zusammengefasst.

785 touristische Infrastrukturvorhaben und 1.724 neue Investitionsvorhaben im gewerblichen Tourismus seit 1990 im Reisegebiet Vorpommern unterstützt

„Um weiter im Tourismus erfolgreich zu sein, unterstützen wir die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, das touristische Angebot insbesondere bei schlechtem Wetter und außerhalb der Saison noch zu erweitern“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat in der Region Vorpommern seit 1990 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) in der Region Vorpommern 785 touristische Infrastrukturvorhaben bei einem Gesamtvolumen in Höhe von 776,2 Millionen Euro mit rund 516,5 Millionen Euro unterstützt. Im gewerblichen Tourismus sind in Vorpommern seit 1990 insgesamt 1.724 neue Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro in Höhe von 743 Millionen Euro gefördert worden. Durch die Projekte sind 7.531 neue Arbeitsplätze entstanden und 7.785 Jobs wurden gesichert. Insgesamt ist in Mecklenburg-Vorpommern die touristische Infrastruktur seit 1990 für 1.623 Fördervorhaben mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,49 Milliarden Euro in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt worden. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 3.309 Vorhaben bei Gesamtinvestitionen von 5,34 Milliarden Euro in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden mehr als 15.400 Arbeitsplätze.

 

Auftakt 2017 – Tourismusbranche vor Saisonstart

Investitionsoffensive bei Nachbarn mit attraktiven Angeboten begegnen –  Werben um mehr ausländische Gäste – Leitplanken für Tourismus in Arbeit – Gesundheitstourismus mit Potential

Tourismusbranche vor Saisonstart: In Rostock haben sich rund 300 Vertreter der Tourismuswirtschaft, aus Politik und Verwaltung zum traditionellen Saisonauftakt getroffen. „Die touristische Branche kann mit viel Optimismus in die Saison starten. Unternehmen haben in die Vielfalt und Qualität ihres Angebotes investiert und sich für das erste Saisonhighlight, die Ostertage, vorbereitet. Wir haben trotz der guten Vorzeichen auch noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Wichtig ist, dass die Stammgäste bleiben und dass der Anteil an ‚Neukunden‘ aus dem Westen und Süden der Republik auch künftig steigen wird. Das gelingt nur, wenn sie die Gäste mit kreativen, innovativen und neuen Angeboten überraschen. Die Konkurrenz in Schleswig-Holstein und Polen legt kräftig mit Investitionsoffensiven zu. Wir müssen noch besser werden und die Gäste mit unseren Angeboten für einen Urlaub in MV überzeugen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir brauchen vor allem auch mehr ausländische Gäste. Dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, kommen im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im vergangenen Jahr wurden vom Statistischen Amt rund 380.000 ausländische Gäste (+1,1 Prozent) und 1,03 Millionen Übernachtungen (+2,0 Prozent) dabei gezählt. Der Anteil der Stammgäste liegt mittlerweile bei 42,4 Prozent (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus: Gästebefragung 2015/2016).

Leitplanken neu gesetzt – Tourismuskonzeption in Arbeit 

Gegenwärtig werden die Leitplanken für die weitere touristische Entwicklung erarbeitet. Tourismusminister Glawe warb vor Ort dafür, die touristische Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns voranzutreiben und strategische Weichen zu stellen. „Mit der neuen Tourismuskonzeption wollen wir gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann“, betonte Tourismusminister Glawe weiter. Ziel ist es, Mitte des Jahres einen Entwurf zur Landestourismuskonzeption vorzulegen.

Wirtschaftsfaktor Tourismus – Fast jeder fünfte arbeitet im Tourismus

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Die Branche trägt zu einem wesentlichen Teil zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Fast jeder fünfte im Land ist im Tourismus beschäftigt. Es gilt die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, damit mehr Menschen das ganze Jahr über in Arbeit sind“, forderte Tourismusminister Glawe. Rund 131.000 Beschäftigte sind in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig, das entspricht 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben der DIW Econ GmbH, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt haben, betrug die touristische Wertschöpfung 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent. Tourismusnahe Unternehmen (z.B. Wäschereien, Lebensmittelhandel) leisten einen Beitrag von 761 Millionen Euro.

Gesundheitstourismus mit Potential

Ein Schwerpunkt der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig in der Stärkung gesundheitstouristischer Angebote liegen. „Der Gesundheitstourismus ist ein Zukunftsfeld mit ordentlichem Potential für unser Land. Die klassischen Kurangebote werden mehr und mehr abgelöst durch die Buchung von Kombinationen aus Präventionsmaßnahmen und Urlaub. Da haben wir bereits viel zu bieten, müssen aber beispielsweise in der Werbung für den Wellnesstourismus noch stärker werden“, sagte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung eines interaktiven Marktplatzes für gesundheitstouristische Angebote in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel sind unter anderem die Bündelung der vorhandenen Angebote, eine gemeinsame Produktentwicklung und die Einrichtung einer zentralen Datenbank als Kontakt- und Servicestelle für interessierte Urlauber. Die Leitung des bis 2018 laufenden Projektes hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. übernommen; die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 981.000 Euro.

Informationen zur Förderung der touristischen Infrastruktur und der gewerblichen Förderung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Seit 1990 hat das Wirtschafts- und Tourismusministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des EFRE und des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) insgesamt 1.623 Projekte der touristischen Infrastruktur unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betrugen dabei 1,49 Milliarden Euro, die Förderung rund eine Milliarde Euro. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 insgesamt 3.309 Vorhaben aus der GRW, dem EFRE und ELER bei Gesamtinvestition von 5,34 Milliarden Euro mit knapp 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden 15.406 Arbeitsplätze. Unter anderem sind damit das im vergangenen Jahr eröffnete Ostseehotel Warnemünde mit 22 Appartements und einem Spa- und Wellnessbereich, die Erneuerung des Stadthafens Waren (Müritz) sowie das Hotel „Zur Seebrücke“ in Graal-Müritz  unterstützt worden. Auch der Ausbau des Wasserwanderrastplatzes in Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und die Neuanlage eines Naturentdeckerpfades im Bärenwald Müritz gehörten zu den Projekten. „Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Wirtschaftstreiber, Arbeitgeber und durch das Freizeitangebot ein Gestalter der Regionen. Wir werden auch künftig vor allem saisonverlängernde Angebote unterstützen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe abschließend.

Erstmals Delegation aus der Republik Botswana zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftliche und touristische Zusammenarbeit

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

8.3.2017 – Staatsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern: Der botswanische Präsident Dr. Seretse Khama Ian Khama war am Mittwoch mit einer Delegation im Land zu Gast. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe haben die Gäste das Unternehmen FWW Fahrzeugtechnik GmbH in Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) besichtigt. „Erstmals ist eine hochrangige Delegation der Republik Botswana in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Wir wollen ausloten, ob und in welchen Bereichen eine wirtschaftliche oder auch touristische Zusammenarbeit möglich ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat den Termin auf Bitte des Protokolls der Staatskanzlei übernommen. Die FWW Fahrzeugtechnik GmbH ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Wartung, Instandsetzung, Umrüstung und Fertigung von Fahrzeugen und Spezialgeräten. Die Delegation aus Botswana informierte sich über eine mögliche Ausstattung ihrer Naturschutzranger mit geeigneten Fahrzeugen.

Werben für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftsminister Glawe warb während des Treffens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, des Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft können wir mit unseren Standortvorteilen punkten“, betonte Glawe weiter. Die Republik Botswana ist aktuell auch Partnerland der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), die am Mittwoch gestartet ist.

Informationen zur Republik Botswana

Die Republik Botswana liegt in Afrika und grenzt im Süden und Südosten an Südafrika, im Nordosten an Simbabwe, im Norden an Sambia und im Westen an Namibia. Das 582.000 Quadratmeter große Land hat etwa 2,26 Millionen Einwohner. Nach Angaben der Germany Trade & Invest (Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland) lag das Bruttoinlandsprodukt in Botswana 2016 bei rund 10,9 Milliarden US-Dollar. Die Republik hat im Jahr 2015 vorrangig nichtmetallische Mineralien, Petrochemie, Nahrungsmittel, Maschinen sowie Autos und Kfz-Teile eingeführt.

Crossmedial und stark in der Reichweite: Neues Urlaubsmagazin für Mecklenburg-Vorpommern erschienen

Kostenloses Magazin informiert auf 72 Seiten sowie als digitale Variante über Urlaub im Nordosten / Gesamtauflage auf 1,8 Millionen gesteigert

Cover_UM2017_kleiner-212x300Starke Inhalte, tolle Bilder, überzeugende Argumente: Mit dem neuen Heft „Mecklenburg-Vorpommern – Das Magazin für Ihren Urlaub zwischen Ostsee und Seenplatte 2017“ und vielen daran geknüpften Auskopplungen und Beilagen informiert der Landestourismusverband gemeinsam mit wichtigen touristischen Partnern Millionen potenzieller Gäste über Urlaubsmöglichkeiten im Nordosten. Die bereits vorliegende gedruckte Variante wird ergänzt durch ein digitales und interaktives Magazin, das als „Marco Polo travel magazine“ (www.marcopolo.de/travelmagazine) in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Verlag ab dem 8. März 2017 kostenlos zum Download bereitsteht. Reichweite und Vertriebsgebiete wurden im vierten Jahr weiter ausgebaut: So wird das Magazin als Beilage in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, dem Kölner Stadtanzeiger und der „Bild der Frau“ vertrieben. Erstmals werden außerdem drei thematische Auszüge des Magazins zu den Kernthemen Aktiv-, Genuss- und Familienurlaub in zentralen Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz beigelegt. Damit besitzt das Schlüsselkommunikationsmedium des Urlaubslandes eine erneut gesteigerte Gesamtauflage von rund 1,8 Millionen und kann bis zu fünf Millionen Leser in wichtigen Herkunftsregionen erreichen. Es ist damit die auflagen- und reichweitenstärkste Produktion aus Mecklenburg-Vorpommern, die in die so genannte Kernkampagne des Urlaubslandes eingebunden ist, über die insgesamt elf Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum direkt angesprochen werden. „Wir kleckern nicht, wir klotzen. Für das Urlaubsmagazin und die damit verbundene Kampagne bündeln die touristischen Akteure in Mecklenburg-Vorpommern ihre Kräfte zu einem qualitativ und quantitativ beeindruckenden Ergebnis, das unser zentrales Medium zur Gästeansprache ist“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes.

Reportagen, Tipps und Neuigkeiten zu den Themen Aktiv- und Familienurlaub sowie Kultur- und Städtereisen stehen im Mittelpunkt des Magazins. Geschichten und Empfehlungen zum Jahresthema Tradition und Brauchtum durchziehen darüber hinaus das Heft. Etwa 30 touristische Anbieter, darunter alle Regionen des Urlaubslandes sowie die größeren Städte und einige Unternehmen, präsentieren sich gemeinsam mit dem Landestourismusverband auf 72 Seiten. So stellt die Insel Rügen etwa ihre ursprüngliche Halbinsel Mönchgut bei einer entspannten Radtour vor und bietet ausgewählte Tipps zum Urlaub für Aktive und Genießer. Bei Reportagen über verträumte Fischerdörfer in Vorpommern und einer Zeesbootfahrt vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst können sich Gäste auf ein Urlaubsland einstimmen, in dem Traditionen mit Leidenschaft gelebt werden. Die Städte Schwerin und Güstrow laden Genießer zu einem perfekten Tag rund um ihre prächtigen Schlösser ein, und die Seebäder der Mecklenburgischen Ostseeküste zeigen, wie abwechslungsreich ein Urlaub zwischen Sandstrand und Backsteingotik sein kann. Tipps für den Urlaub mit Kindern bei familienfreundlichen Anbietern gibt es von der Insel Usedom, den Jugendherbergen und den Campingplätzen im Nordosten. Eine Karte zu 29 herausragenden Naturerlebniszentren im Land, Anreisemöglichkeiten, ein Gewinnspiel um einen Urlaub auf dem Fischerhof in der Mecklenburgischen Seenplatte und eine detaillierte Landkarte runden die Broschüre ab. Das gedruckte Urlaubsmagazin kann kostenlos beim Landestourismusverband unter der Rufnummer 0381-4030500oder über die Internetseite www.auf-nach-mv.de/prospekte bestellt und angeschaut werden. Das E-Magazin mit vielen zusätzlichen Elementen wie Videos, Interviews, Fotostrecken und Panoramen steht ab dem 8. März 2017 unter www.marcopolo.de/travelmagazine/mecklenburg-vorpommern zum Download bereit.

Hansestadt Rostock setzt verstärkt auf Gesundheitstourismus, Barrierefreiheit und Tagungsgeschäft

Touristiker ziehen positive Bilanz: Immer mehr Gäste kommen in der Nebensaison

Matthias Fromm, OB Roland Methling, Guido Zöllick, Foto: Joachim Kloock

Matthias Fromm, OB Roland Methling, Guido Zöllick, Foto: Joachim Kloock

6.3.2017 – Auch wenn die Sommermonate Juli, August und September weiterhin die beliebteste Reisezeit sind, erhöhte sich die Anzahl der Übernachtungen besonders in den ersten Monaten des vergangenen Jahres. Die Nebensaison boomt. Im Jahr 2017 steht daher der Ausbau weiterer Aktivitäten außerhalb der Hochsaison auf dem Programm der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde. Themen wie Gesundheitstourismus, Tagungen und Kongresse sowie Barrierefreiheit bieten hohes Wachstumspotenzial für eine ganzjährig steigende Auslastung. Veranstaltungen zu 500 Jahren Reformation oder die erste Wald-Kultur-Nacht in der Rostocker Heide setzen zusätzliche Buchungsanreize.

Nebensaison zieht überdurchschnittlich stark an

Mit insgesamt 1.966.750 Übernachtungen und einem Plus von 1,8 Prozent beendet die Rostocker Tourismusbranche das Jahr 2016. 137.712 Übernachtungen entfielen auf ausländische Gäste. Die Zahl der Gastankünfte stieg um 2,1 Prozent auf nunmehr 758.637. „Unsere Hansestadt wird immer beliebter“, freut sich Oberbürgermeister Roland Methling auf der Jahresbilanzpressekonferenz in Rostock im Vorfeld der Internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin. „Vor allem das deutliche Übernachtungsplus in der Nebensaison zeigt, dass unsere Strategie aufgeht, die wir seit der Gründung von Rostock Marketing im Jahr 2010 gewählt haben. Mit dem stetigen Fokus auf die Ziele der Tourismuskonzeption 2022 ist es gelungen, gemeinsam mit der Privatwirtschaft an einem Strang zu ziehen und das Image unserer Hansestadt als Reiseziel weiter zu stärken. Dies ist ein beachtlicher Erfolg, den wir ausbauen werden.“ Die meisten Ankünfte im Jahr 2016 lassen sich im Juli (82.826) gefolgt von August und September verorten. Bei den Übernachtungen ist dagegen der August mit 264.663 Gästen Spitzenreiter gefolgt von Juli und September. Die größten Zuwächse bei den Übernachtungszahlen erzielen die Monate März (+23,7), Januar (+11,5), Februar (+8,0) und September (+7,9). Laut Statistischem Landesamt MV gibt es in der Hansestadt 109 Beherbergungsbetriebe einschließlich Campingplätze mit insgesamt 14.182 Betten. Die Branche gehört mit über 500 Millionen Euro Bruttoumsatz und rund 55 Millionen Euro Steueraufkommen aus dem Tourismus zu den wichtigsten Wirtschafts- und Entwicklungsfaktoren in Rostock.

Gesundheits- und Tagungstourismus werden ausgebaut

„In einem guten Sommer kurzfristig noch ein freies Hotelzimmer zu bekommen, ist manchmal schon Glückssache. In der Nebensaison verfügen wir hingegen noch über freie Kapazitäten. Der Gesundheits- und Tagungstourismus sind zwei wesentliche Säulen, die wir für eine ganzjährige Auslastung nutzen werden“, sagte Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde. Im vergangenen Jahr wurde das Rostock Convention Bureau gegründet, um den Markt für Meetings, Incentives, Kongresse & Events (MICE) für die Hansestadt Rostock professionell zu erschließen. Die gemeinschaftliche Profilierung von Rostock als Tagungs- und Kongressstandort soll zu einer höheren Auslastung der Hotels und Tagungsstandorte in der Hansestadt sowie zum Wachstum angrenzender Dienstleistungen führen. Vor einer Woche fiel der Startschuss für die Internetplattform gesundes-mv.de, eine Initiative des Tourismusverband MV, die sich gezielt an gesundheitsbewusste Urlauber richtet. Die Tourismuszentrale ist gemeinsam mit lokalen Leistungsträgern Partner des Projekts. „Mit dem milden Reizklima der Ostsee und unseren sauerstoffreichen Wäldern in der Rostocker Heide haben wir ideale Voraussetzungen, um vermehrt Gäste aus dem Kur- und Rehabereich für uns zu gewinnen“, so Fromm. Zusammen mit Partnern präsentiert sich die Destination auf dem Portal als Gesundheitsstandort. Der Direktor vom Hotel NEPTUN und Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (DEHOGA), Guido Zöllick, begrüßte auf dem Pressegespräch die Ausrichtung auf die Schwerpunkte Gesundheit und MICE. „Wir fokussieren uns auf bedeutende Wachstumsmärkte mit Zukunft und unsere natürlichen Stärken. Das ist genau der richtige Ansatz, um erfolgreich zu agieren und uns weiter zu profilieren. Damit wir die entsprechenden Zielgruppen erreichen, ist eine stringente Vermarktung notwendig, ebenso wie die Weiterentwicklung der vorhandenen Rahmenbedingungen in unserer Stadt. Mit Rostock Marketing haben wir gemeinsam ein schlagkräftiges Branchennetzwerk etabliert, das die Stärken der Destination bündelt und aus einer Hand professionell vermarktet.“

Urlaub für alle durch Barrierefreiheit 

Ein Hauptaugenmerk in diesem und in den kommenden Jahren liegt laut Fromm zudem auf der Förderung des barrierefreien Tourismus. Seit Anfang des Jahres ist Rostock Mitglied in der nationalen Arbeitsgruppe (AG) „/Barrierefreie Reiseziele in Deutschland/“. Die AG ist ein Verbund aus Städten und Tourismusregionen, die sich der Entwicklung des barrierefreien Tourismus in besonderem Maße verschrieben haben, diesen beständig weiterentwickeln und gemeinsam mit den Partnern der AG kommunizieren. „Mit gemeinsamen Marketingaktivitäten möchten wir die Wahrnehmung Rostocks auch in dieser Hinsicht weiter stärken. Auf der ITB, die an diesem Mittwoch startet, werben wir daher erstmals im Verbund mit den anderen barrierefreien Reisezielen der AG. Dass unsere Bemühungen bereits Früchte tragen, zeigt die Verleihung des neuen bundesweiten Qualitätssiegels ,/Reisen für Alle/‘, das die Rostocker Tourist-Information erst vor wenigen Tagen als einer der ersten Betriebe der Hansestadt erhalten hat.“

Highlights 2017: 500 Jahre Reformation, eine Wald-Kultur-Nacht und Champions-Leauge-Feeling

Zum „500-jährigen Jubiläum der Reformation“ in Deutschland hat die Tourismuszentrale neue thematische Angebote erstellt, die sich in eine Vielzahl von Aktivitäten der Hansestadt zu diesem Anlass einfügen. „Im Mittelpunkt steht dabei der Rostocker Reformator Joachim Slüter, sein Leben und Wirken in Rostock. In Kooperation mit dem Rostocker Stadtführerverein werden wir ab April öffentliche Führungen anbieten“, so Matthias Fromm. Für die beiden durch Rostock verlaufenden Pilgerwege wurde eigens ein Joachim-Slüter-Stempel für die Pilgerfreunde entworfen. Zu einer Premiere der besonderen Art kommt es am 13. Mai. Zusammen mit dem Stadtforstamt wird dann zum ersten Mal eine „Wald-Kultur-Nacht“ in der Rostocker Heide veranstaltet. „An drei Stationen gibt es einen Abend lang kulturelles Programm für die ganze Familie mitten in der Naturlandschaft unseres Küstenwaldes“, kündigte der Tourismusdirektor an. „Als Partner konnten wir hierfür unter anderem die Hochschule für Musik und Theater (HMT) gewinnen. Unser Anliegen ist es, stärker auf die Einzigartigkeit der Rostocker Heide aufmerksam zu machen.“ Im maritimen Bereich können sich die Fans der „Warnemünder Woche“ auf das 80. Jubiläum des Events vom 1. bis 9 Juli freuen. Neben den hochkarätigen Segelregatten bieten das Sommerfest mit dem 30. Jubiläum des Drachenboot- und Waschzuberrennens und die Sport & Beach Arena jede Menge Programm zum Mitmachen und Zuschauen. Vom 10. bis 13. August lädt dann die „27. Hanse Sail“ in diesem Jahr unter dem Motto „Seefahrt erleben!“ zum Treffen der Traditionsseglertreffen vom Stadthafen bis Warnemünde ein.

Auch sportlich werden neue Highlights gesetzt. Das Finale der „Deutschen Beachsoccer Meisterschaft“ des DFB wird bereits seit fünf Jahren in Warnemünde ausgetragen. „Als Strandfußball-Standort Nr. 1 ist die Hansestadt inzwischen fest etabliert, so dass wir nun auch international punkten möchten“, erklärte Fromm. „Nur eine Woche nach dem DFB-Finale der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft am 19. und 20 August wird erstmals die internationale Beachsoccer-Szene mit einem Turnier der European Champions League bei uns zu Gast sein. Den Rückenwind aus dieser Auftaktveranstaltung und das echte Champions-League-Feeling am Leuchtturm möchten wir nutzen, um zum großen Stadtjubiläum 2018 die europäische Qualifikation für die Weltmeisterschaft zu uns nach Rostock zu holen. Die Vorbereitungen und Gespräche dazu laufen bereits.“ Auch die Vorbereitungen für den „38. Internationalen Hansetag“, dem Besucherhöhepunkt im Jubiläumsjahr 2018, sind in vollem Gange. „Unter Leitung des Hanse Sail Büros planen wir viele Aktivitäten im Rahmen des 800. Stadtjubiläums. Einen besonderen Platz nimmt dabei der Hansetag vom 21. bis 24. Juni 2018 ein. Im Rostocker Stadtzentrum wird es sieben größere Veranstaltungsorte geben. Geplant sind unter anderem ein Festumzug, Märkte, Konzerte und verschiedene Workshops sowie der Anlauf von etlichen Traditionsschiffen als Gratulanten aus befreundeten Hansestädten. Gefeiert wird natürlich das ganze Jahr. Die Tourismusbranche freut sich auf den großen Stadtgeburtstag.“