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Wechselspur zum Schiffstransport bei TAMSEN MARITIM in Rostockoffiziell freigegeben

TAMSEN Werft ist zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie – Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

19.10.2017 – Eine neue Wechselspuranlage ist heute auf dem 120.000 Quadratmeter großen Gelände der TAMSEN MARITIM GmbH in Rostock durch Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph offiziell in Betrieb genommen worden. Die Wechselspuranlage hilft, zusätzliche Rangiermöglichkeiten für Schiffe und zugleich einen weiteren Außenarbeitsplatz zu schaffen. „Die TAMSEN MARITIM hat sich als zuverlässiger Dienstleister der maritimen Industrie am Markt etabliert. Die TAMSEN Werft ist ein zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie. Die Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen. Bereits jetzt werden jährlich rund 50 Reparaturen, Umrüstungen und Neumotorisierungen realisiert. Mit der Investition in die neue Wechselspuranlage kann das Unternehmen noch flexibler auf Markterfordernisse reagieren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

TAMSEN MARITIM baut u.a. Seenotrettungsboote für Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Die TAMSEN MARITIM GmbH ist mit 89 Mitarbeitern in drei Geschäftsfeldern tätig: Wartung und Reparatur von Behörden-, Fahrgast- und Marineschiffen mit einer Länge von bis zu 70 Metern, Schiffsneubau von kleineren Einheiten sowie die Verarbeitung von Kunststoffen („Composite Produktion“) als Zulieferung für den Schiffbau, den Windenergiebereich und andere Auftraggeber. Unter anderem werden über 70 Meter lange Composite-Urformen gefertigt, in denen Rotorflügel produziert werden können. Nach Unternehmensangaben gehören die Deutsche Marine und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu den größten Kunden. So ist beispielsweise für die DGzRS bis zum Jahr 2019 der Bau von sieben Seenotrettungsbooten vorgesehen. „Die TAMSEN MARITIM reiht sich ein in die Riege der erfolgreichen maritimen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die maritime Industrie mit ihren Werften sowie den dazugehörigen Zulieferern und Dienstleistern ist für das Land von strategischer Bedeutung. In der Branche sind interessante Perspektiven entstanden und attraktive Arbeitsplätze neu geschaffen worden“, sagte Rudolph.

Informationen zur maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern der Wirtschaft. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV Werften in WismarRostock und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock sind derzeit etwa 2.300 Mitarbeiter und rund 280 Auszubildende beschäftigt. Zu dieser Branche zählen auch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfasst dieser Bereich etwa 140 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für die neue Wechselspuranlage betrugen rund 671.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 147.000 Euro.

 

 

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