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Wege zur Berufsreife – Land MV macht Schülern besondere Angebote

Ministerin Birgit Hesse: Schulabschluss ist die Voraussetzung für den Start ins Berufsleben

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

Das Land macht Schülerinnen und Schülern verschiedene Angebote, um ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen. Die Programme richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler, die auf dem regulären Weg die Berufsreife möglicherweise nicht erlangen. Im Produktiven Lernen befinden sich im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 725 Schülerinnen und Schüler verteilt über drei Jahrgangsstufen an 27 Standorten. Das Angebot 9+ nehmen im laufenden Schuljahr 70 Jugendliche an neun Schulen in Anspruch. An 27 Förderschulen absolvieren 390 Schülerinnen und Schüler ein freiwilliges 10. Schuljahr. „Einige Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Lernzeit. Andere lernen besser, wenn der Praxisanteil höher ist. Wir wollen ihnen die Chancen geben, damit sie erfolgreich ans Ziel gelangen Ein Schulabschluss ist die Voraussetzung für den Start ins Berufsleben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In dieser Legislaturperiode wollen wir die verschiedenen Angebote in einem Landesprogramm für mehr erfolgreiche Schulabschlüsse zusammenführen. Die Debatte, ob alle Plätze dieser freiwilligen Angebote in einem Schuljahr auch besetzt sind, halte ich für überflüssig. Wichtig ist vielmehr, dass wir allen Schülerinnen und Schülern, die daran teilnehmen wollen, die Möglichkeit geben, dies auch zu tun“, betonte die Ministerin.

Das Produktive Lernen ist ein besonderes Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klasse, denen das abstrakte Lernen schwer fällt. Für sie hat das Land spezielle Unterrichtsmethoden an den Regionalen Schulen und Gesamtschulen entwickelt, bei denen die Praxis in den Vordergrund rückt. So lernen die Jugendlichen beispielsweise nicht nur in Schulen, sondern auch in Lernwerkstätten, Betrieben und Einrichtungen. Das Produktive Lernen führt zur Berufsreife oder Mittleren Reife. Schülerinnen und Schüler, die das Klassenziel der Jahrgangsstufe 9 nicht erreicht haben, können an ausgewählten Regionalen Schulen und Gesamtschulen die Berufsreife in einem weiteren Schuljahr 9+ zu erwerben. Das Angebot 9+ besteht aus einem unterrichtlichen und einem betriebspraktischen Teil. Der Praxisanteil ist verstärkt und soll die Schülerinnen und Schüler motivieren und befähigen, direkt nach der Schule eine berufliche Ausbildung aufzunehmen. Das freiwillige 10. Schuljahr ist ein Angebot für lernbeeinträchtigte und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler. Sie können durch dieses zusätzliche Schuljahr an ausgewählten Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen die Berufsreife erwerben. Im Jahr 2017 lag die Erfolgsquote der 443 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 91 Prozent und ist damit im Vergleich zum Jahr davor um einen Prozentpunkt gestiegen.

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Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV – SchülerFerienTickets gewinnen

Frühzeitig auf berufliche Perspektiven und berufliche Vielfalt im Land aufmerksam machen

Motiv Durchstarten in MV-Eure Gründe für MV12.6.2017 – Die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) ist mit einer Aktion für die Sommerferien gestartet: „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler frühzeitig für berufliche Perspektiven in unserem Land sensibilisieren. Gefragt sind Gründe, warum die Jugendlichen eine Ausbildung in unserem Land machen wollen und gern hier leben. Es geht mit der Aktion auch darum, noch stärker auf die berufliche Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen. Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung sind wesentliche Herausforderungen der heimischen Wirtschaft.“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Gründe nennen und SchülerFerienTickets gewinnen

Auf den Social Media-Seiten Facebook und Instagram der Kampagne „Durchstarten in MV“ können alle Schülerinnen und Schüler sich zur Aktion mitteilen, zum Beispiel mit „Ich starte in Mecklenburg-Vorpommern durch, weil…“. Die Aktion läuft bis zum 14. Juli 2017. „Es gibt viele Möglichkeiten uns Gründe zum Durchstarten in MV zu nennen. Die Formen sind offen gehalten und vielfältig. Mit der Aktion regen wir an, sich dem Thema berufliche Perspektiven auf eine lockere Art und Weise zu nähern“, betonte Glawe weiter. Es können Kommentare, Selfies oder andere Fotos, kurze Videos oder Grafiken auf Facebook und Instagram gepostet werden. Unter allen, die mitgemacht haben, werden 10 x 1 SchülerFerienTickets verlost. Die Tickets werden von der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH bereitgestellt.

Ausbildungsplatzsuche – Karrieremöglichkeiten aufzeigen

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 5.330 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.964 unversorgte Bewerber gegenüber. „Auch Unternehmen sind gefordert. Wichtig ist bei der Ausbildungsplatzsuche auch das Gesamtangebot des Betriebes an die Jugendlichen. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, die Entlohnung oder auch über Fortbildungen. Das Anbieten von Betriebspraktika und Ferienjobs sind gute Möglichkeiten, auf Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig den Fortbestand des Unternehmens“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Durchstarten in MV mit Angeboten im Azubi-Atlas

Im Azubi-Atlas sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos. Seit Oktober 2009 werben das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV mit Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) gemeinsam für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV finanziert.

Weitere Infos zur Aktion: „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“

Teilnehmen auf Facebook

  1. Nehmt an unserem Facebook-Event „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“ teil.
  2. Nennt uns Eure guten Gründe für MV. Warum möchtet Ihr in unserem Bundesland durchstarten und eure berufliche Karriere beginnen!? Lasst Eurer Kreativität freien Raum. Ihr könnt einen Beitrag verfassen oder ein kommentiertes Foto / Video posten.

HINWEIS: Gewinnen kann nur wer teilnimmt und einen Beitrag postet.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1381588271933187

Teilnehmen auf Instagram

  1. Postet einen Beitrag in Eurem persönlichen Instagram-Profil mit mindestens einem der nachfolgenden Hashtags (#durchstarteninmv, #gutegruendemv2017 oder #durchstarten2017) oder
  2. Sendet uns einen Beitrag mit Eurem „guten Grunde für MV“ per Direct Messaging an @durchstarteninmv.

Instagram: https://www.instagram.com/p/BUzFqSpgbxF/?taken-by=durchstarteninmv

Oder Informationen auf Durchstarten in MV

Website: https://durchstarten-in-mv.de/aktuelles-details/social-media-aktion-durchstarten-in-2017-eure-gruende-fuer-mv

Bitte die Teilnahmebedingungen beachten

https://durchstarten-in-mv.de/aktuelles-details/social-media-aktion-durchstarten-in-2017-eure-gruende-fuer-mv

Neue Unterrichtsmaterialien „Plastik im Meer“ entwickelt

Ostseeforscher und Museumspädagogen arbeiten aktuelles Umweltthema für unterschiedliche Schularten aus

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Plastikmüll in Warnemünde, Quelle: S. Kube, IOW

18.7.2016 – Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig besser über die Gefahren von Plastikteilen in Meeren aufgeklärt werden. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) und die Stiftung Deutsches Meeresmuseum haben Unterrichtsmaterialien zum Thema „Plastik im Meer – Ursachen und Folgen für Meeresökosysteme“ entwickelt. Von Montag, 18. Juli, bis Mittwoch, 20. Juli 2016, arbeitet die 10. Klasse der Rostocker Don-Bosco-Schule testweise mit den Materialien. Das Bildungsministerium hat das Projekt „PlasticSchool“ mit 82.500 Euro unterstützt. „Wir sind Weltmeister im Recyceln. Dennoch treibt in der Ostsee viel zu viel Kunststoffmüll“, betonte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Die Unterrichtsmaterialien wollen das Umweltbewusstsein von Schülerinnen und Schülern schärfen und ihnen aufzeigen, wie gefährlich Plastik im Meer sein kann. Alte Tüten, Flaschen und Netze töten Vögel, Fische und andere Meerestiere. Zerriebene Plastikteile, die kleiner als fünf Millimeter sind, gelangen in die Nahrungskette und damit auch in unser Essen“, erläuterte Brodkorb. Die neuen Unterrichtsmaterialien verfolgen je nach Schulart unterschiedliche Lernziele: Während in der gymnasialen Oberstufe die Vermittlung neuester wissenschaftlicher Kenntnisse zum Thema im Vordergrund steht, zielen die Materialien für die Grundschule darauf ab, für das Thema zu sensibilisieren und die möglichen Auswirkungen des eigenen Verhaltens zu erkennen. So lassen sich die Angebote von allen Schulen im Land nutzen. „Seit zwei Jahren wird das Thema ‚Mikroplastik im Meer‛ von Nichtregierungsorganisationen und Einrichtungen immer wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Es ist ein klassisches Beispiel für ein Umweltproblem, das durch industrielle Produktion, Verbraucherverhalten und mangelhafte Rückführungssysteme entstanden ist“, sagte Dr. Sven Hille vom IOW. „Das Thema bietet sich als Unterrichtsthema geradezu an, um die Konsequenzen menschlichen Handelns deutlich zu machen und schafft die Möglichkeit, neueste Forschung in die Lerneinheiten einfließen zu lassen“, so Hille. In den kommenden sechs Monaten sollen die Materialien endgültig fertiggestellt und in einem Workshop mit Lehrerinnen und Lehrern diskutiert werden. Die Unterrichtsmaterialien werden voraussichtlich gegen Ende des Jahres auf dem Bildungsserver veröffentlicht.

Kontakte: Dr. Sven Hille, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Tel.: 0381- 5197-3413, E-Mail: sven.hille@io-warnemuende.de  sowie  Ria Schmechel, Ozeaneum Stralsund, Telefon: 03831-2650-690, E-Mail: ria.schmechel@ozeaneum.de

Freiwilliges 10. Schuljahr: 90 Prozent der Schüler erlangen Berufsreife

Minister Brodkorb: Schüler erhalten großes Lob für eine reife Leistung

Schule, Foto/Quelle: Pressestelle BM M-V

Schule, Foto: BM M-V

15.7.2016 – Großer Erfolg beim freiwilligen 10. Schuljahr: 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die dieses Angebot an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen besucht haben, erlangen die Berufsreife. Heute wird Bildungsminister Mathias Brodkorb den Schülerinnen und Schülern in der Schule am Schwanenteich in Rostock in einer Feierstunde die Zeugnisse überreichen. An der Rostocker Förderschule haben alle 27 Jugendlichen die Berufsreife erworben. „Die Schülerinnen und Schüler erhalten von mir ein großes Lob für eine reife Leistung. Sie können wirklich stolz auf sich sein. Mit der Berufsreife haben sie gute Voraussetzungen, um sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben und eine Berufsausbildung zu beginnen“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb vor der feierlichen Zeugnisübergabe. „Den Lehrerinnen und Lehrern danke ich, dass sie die Schülerinnen und Schüler zu einem bundesweit anerkannten Schulabschluss geführt haben“, so Brodkorb. Im Schuljahr 2015/2016 sind landesweit 376 Schülerinnen und Schüler in das freiwillige 10. Schuljahr gestartet. 342 Schülerinnen und Schüler haben die Berufsreife erlangt. Das entspricht einer Erfolgsquote von 90,9 Prozent. 16 Jugendliche sind vorzeitig ausgeschieden oder in eine andere Schulart gewechselt. 18 Schülerinnen und Schüler schließen das freiwillige 10. Schuljahr mit dem Förderschulabschluss ab. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Erlangen der Berufsreife an 27 der insgesamt 41 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen möglich. Finanziert wird dieses flächendeckende Angebot bis zum Jahr 2021 mit insgesamt 17,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem Angebot 9+ reiht sich das freiwillige 10. Schuljahr in Maßnahmen der Landesregierung ein, um die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne anerkannten Schulabschluss zu reduzieren. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Berufsreife von 15,8 Prozent im Jahr 2008 auf 8,4 Prozent im Jahr 2014 gesunken und konnte 2015 auf diesem Niveau gehalten werden.

Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern

Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von morgen – Möglichkeit der noch neuen „Assistierten Ausbildung“ nutzen – jeder fünfte Ausbildungsplatz im Hotel- und Gastronomiebereich nicht besetzt

13.6.2016 – Der Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns Harry Glawe und die Chefin der Regionaldirektion Nord Margit Haupt-Koopmann haben am Montag in Rostock über die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt informiert. „Der Ausbildungsmarkt ist mächtig in Bewegung. Viele Stellen sind noch unbesetzt. Das ist eine Chance für Ausbildungssuchende und Ausbildungsbetriebe gleichermaßen. Viele Unternehmen stehen daher bei der Fachkräftegewinnung vor besonderen Herausforderungen. Gerade kleine Unternehmen können ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Aus diesem Grund braucht es intensive Anstrengungen für die Ausbildung insbesondere auch benachteiligter Jugendlicher. Betriebe müssen verstärkt ihren Blick auch auf vermeintlich ungeeignete Bewerber richten. Für Unternehmen ist es eine Chance sich frühzeitig und langfristig eine Fachkraft von `der Pike´ auf auszubilden. Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der Schulabgänger um die 12.000 bis 13.000 bewegen. „Um diese Schulabgänger werben nicht nur das Handwerk und die Industrie, sondern auch der öffentliche Dienst, die Gesundheits- und Pflegebranche, die Tourismusbranche, die Landwirtschaft.“

Möglichkeit der „Assistierten Ausbildung“ nutzen

Als Unterstützung bietet sich insbesondere das noch neue Förderinstrument „Assistierte Ausbildung“ an. „Das Instrument soll benachteiligte junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe intensiv und kontinuierlich während der betrieblichen Berufsausbildung unterstützen“, sagte Glawe. Die Durchführung obliegt einem zertifizierten Bildungsträger. Die „Assistierte Ausbildung“ gliedert sich in eine mögliche ausbildungsvorbereitende Phase (Phase I) und in eine ausbildungsbegleitende Phase (Phase II), die bis zum individuellen erfolgreichen Ausbildungsabschluss fortgeführt werden kann. Ansätze der „Assistierten Ausbildung“ überwinden die Kluft zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Voraussetzungen der Jugendlichen, indem sie eine reguläre betriebliche Berufsausbildung durch umfassende Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote flankieren. „Die Betriebe werden nicht alleine gelassen“, sagte Margit Haupt-Koopmann. „Sie können Unterstützung bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung und durch die Begleitung im Betriebsalltag zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses erhalten. Regelmäßige Gespräche mit den an der Ausbildung Beteiligten helfen, frühzeitig mögliche Schwierigkeiten zu erkennen und daraus Handlungsbedarfe abzuleiten. Die Unterstützung wird dabei individuell auf die Bedürfnisse der Betriebe ausgerichtet.“

Die Maßnahmen der „Assistierten Ausbildung“ sind in Mecklenburg-Vorpommern im Ausbildungsjahr 2015/2016 erstmals vergeben worden. Landesweit wurden 120 Plätze bestellt. In 2016 wurden für M-V insgesamt 158 Plätze in der Phase I (Ausbildungsvorbereitung) für „Assistierte Ausbildung“ bestellt. Phase II startet mit dem Beginn der betrieblichen Ausbildung ab August – eine Ausweitung auf insgesamt 197 Plätze ist dann möglich. Die Auszubildenden erhalten Hilfen zur Bewältigung der Anforderungen einer betrieblichen Ausbildung, zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses und zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss, z.B. in Form von Krisenintervention, Konfliktbewältigung, Alltagshilfen, Sprachförderung, Stütz- und Förderunterricht sowie Prüfungsvorbereitung. „Die Betriebe können erforderliche Hilfestellungen bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung erhalten, um den reibungslosen Ablauf der Ausbildung und den Ausbildungserfolg zu sichern“, sagte Glawe. „Von der ´Assistierten Ausbildung´ profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die Betriebe, die so ihre Fachkräftebasis sichern können und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.“

„Der Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten Jahren zum Bewerbermarkt entwickelt. Die Schere zwischen angebotenen Stellen und verfügbaren Bewerbern am Ausbildungsmarkt ist und bleibt eine zentrale Herausforderung. Angesichts dieser Lage können wir uns es nicht erlauben, auch nur einen Jugendlichen zu verlieren“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. „Die assistierte Ausbildung schafft Zugänge zur regulären Ausbildung für junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und unterstützt den erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Assistierte Ausbildung ist kein Sonderweg, sondern eine ganz normale betriebliche Ausbildung. Die Ausbildungsverantwortung verbleibt – anders als bei außerbetrieblichen Berufsausbildungen – bei den Betrieben. Die Azubis arbeiten in einem ´normalen´ Betrieb, schließen einen ´normalen´ Ausbildungsvertrag ab und erhalten die ´normale´ Ausbildungsvergütung.“

Berufsorientierung als Chance zum Ausprobieren

Glawe und Haupt-Koopmann warben darüber hinaus dafür, auch die Möglichkeiten der Berufsorientierung zu nutzen. „Wichtig ist es, dass sich Betriebe für Schülerinnen und Schüler öffnen, sei es durch Firmenpraktika oder durch Schülerexkursionen in die Betriebe. Dazu haben wir im vergangenen Jahr die Berufsorientierung mit großem Erfolg neu ausgerichtet. Das ist eine Chance, sich frühzeitig beruflich auszuprobieren“, sagte Glawe. Mit den fünf Modulen der neuen Berufsorientierung – Berufswahlparcours, Betriebspraktika und Schülerexkursionen, Bewerbungstraining und Berufsorientierungscamp – wird die neue Berufsorientierung umgesetzt. Für das Schuljahr 2016/17 erwarten wir nach den Voranmeldungen der Schulen rund 16.000 Schülerinnen und Schüler. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Programm im Zeitraum 2015 bis 2021 mit Mitteln aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von sieben Millionen Euro, die Bundesagentur für Arbeit trägt 6,7 Millionen Euro Unterstützung bei.

Jeder fünfte Ausbildungsplatz im Hotel- und Gastronomiebereich nicht besetzt

Insbesondere in der Hotel- und Gastronomiebranche fehlt der Nachwuchs. Seit Jahren führen sie die Liste der am wenigsten nachgefragten Ausbildungsberufe an: Koch/Köchin – Restaurantfachmann/-frau – Hotelfachmann/-frau – Fachkraft Gastgewerbe. Auch in diesem Jahr werden wieder Ausbildungsstellen gerade in der Hotel- und Gastronomiebranche nicht besetzt werden können. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit konnten bis Ende Mai 5.489 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, davon allein 1.174 Stellen in den Ausbildungsberufen der Hotel- und Gastronomiebranche. „Jeder fünfte Ausbildungsplatz in den HoGa-Berufen kann derzeit nicht besetzt werden. Das ist gerade in dem für unser Land so wichtigen Bereich des Tourismus alarmierend“, so Glawe weiter. Insgesamt wurden der Bundesagentur 10.092 betriebliche Angebote gemeldet, 3.996 Bewerber sind noch unversorgt.

Appell an Unternehmen – zweiter Blick lohnt sich

Glawe appellierte an die Wirtschaft des Landes, ihre Ausbildungsanstrengungen weiter zu intensivieren und jungen Menschen eine Chance zu geben. „Es ist wichtig, dass sich Unternehmen auch für vermeintlich schwächere Jugendliche öffnen. Der Blick allein in die Schulzeugnisse greift zu kurz. Viele Unternehmen machen sehr positive Erfahrungen, wenn sie einen Jugendlichen in ein Praktikum übernehmen. Häufig wird dieser dann auch in eine Ausbildung übernommen. Also, es lohnt ein zweiter Blick – es geht auch darum, jungen Menschen eine Perspektive zum Hierbleiben in unserem Land aufzuzeigen. Viele Jugendliche verfügen oft über ungeahnte Fähigkeiten und Talente. Jede und jeder wird gebraucht. Die duale Ausbildung ist für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern immer noch die beste Möglichkeit, ihren zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern“, betonte Glawe abschließend.

Erfolgreiche Bilanz nach Neuausrichtung – ein Jahr Berufsorientierung

1.3.2016 – Wirtschaftsminister Harry Glawe und die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, haben am Dienstag eine Bilanz zu einem Jahr Neuausrichtung der Berufsorientierung in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. „Wir haben den Schritt gemeinsam gewagt und die Berufsorientierung auf neue Füße gestellt. Heute kann ich sagen: Es ist gelungen. Die ergänzenden Berufsorientierungsmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern bieten eine praxisorientierte Unterstützung zum Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das hilft bei der Wahl der ersten beruflichen Schritte. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für Jugendliche ein richtungsweisender Schritt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Rostock. Im vergangenen Jahr wurden für Schulen in Mecklenburg-Vorpommern erstmals fünf verschiedene Module zur Berufsorientierung angeboten. Die Module umfassen unter anderem Informationen zu Berufsfeldern, zum Beispiel mittels Infoveranstaltungen, die Vermittlung von Strategien zur Berufswahl und Entscheidungsfindung, fachpraktische Erfahrungen von Schülerinnen und Schüler durch Einbindung des Lernorts Betrieb bzw. durch betriebliche Praktika sowie Exkursionen.

Erfolgreiche Bilanz – 10.500 Schüler nutzten Maßnahmen – 280 Schulen beteiligt

Im ersten Jahr der Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium und der Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzten rund 10.500 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen Maßnahmen der außerschulischen Berufsorientierung. Aufgrund der Modulstruktur können Schülerinnen und Schüler mehrere Module durchlaufen haben. 280 Schulen haben von dem neuen Angebot Gebrauch gemacht. Für die Maßnahmen wurden im ersten Jahr insgesamt rd. 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Davon wurden vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds 805.000 Euro und von der BA 774.000 mitfinanziert. „Niemals zuvor konnten das Land und die BA so viele Mittel für die Berufsorientierung bereitstellen, einen hohen Qualitätsstandard sichern und eine so große Zielgruppe erreichen. Die Förderung ist verlässlich, planbar und flächendeckend für die Schulen“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Programm im Zeitraum 2015 bis 2021 mit Mitteln aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von sieben Millionen Euro, die Bundesagentur für Arbeit trägt 6,7 Millionen Euro Unterstützung bei. „Die Zusammenführung unterschiedlicher Fördertöpfe hat eine deutlich größere Zielgruppe erreicht, als das in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Förderprogrammen möglich war. Wir bieten eine flächendeckende Ergänzung der schulischen Berufsorientierung im ganzen Land an“, sagte Glawe.

Großer Bedarf bei Berufsorientierung für das Schuljahr 2016/2017

Im Vorfeld zu den Ausschreibungen wurden durch die Arbeitsagenturen des Landes die Bedarfe der Schulen für die einzelnen Module ermittelt. Dabei wurde deutlich, dass die Bedarfsmeldungen für das Schuljahr 2016/2017 im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich angestiegen sind. „Die steigende Nachfrage der Schulen für die Durchführung einzelner Module zeigt, wie groß der Bedarf einer zusätzlichen außerschulischen Berufsorientierung ist. Die Bedarfsmeldungen der Schulen für die einzelnen Module sind in diesem Jahr im Schnitt um 50 Prozent angestiegen“, sagte Glawe. Für das Schuljahr 2016/17 sind für über 16.000 Schülerinnen und Schüler des Landes Bestellungen über alle Module eingegangen.

Schulabgänger für Ausbildung gewinnen

In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der Schulabgänger zwischen 12.000 bis 13.000 Abgängern bewegen. Um diese Schulabgänger werben nicht nur das Handwerk und die Industrie, sondern auch der öffentliche Dienst, die Gesundheits- und Pflegebranche, die Tourismusbranche, die Landwirtschaft usw. „Viele Unternehmen stehen bei der Fachkräftegewinnung vor besonderen Herausforderungen. Kleine Unternehmen klagen darüber, dass sie ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. Schülerinnen und Schüler wissen oft nicht, welche Betriebe in ihrer Region existieren, welche Ausbildungsberufe dort ausgebildet werden und welche beruflichen Perspektiven bestehen. Hier können wir mit unseren Modulen Schülerexkursionen und Betriebspraktika unterstützen. Wichtig ist, dass die Betriebe dann auch die Plätze bereitstellen und sich für Besuche der Schülerinnen und Schüler öffnen“, appellierte Glawe. Margit Haupt-Koopmann unterstrich: „Zwei grundlegende Botschaften sind mir beim Thema Berufsorientierung und Ausbildung wichtig. Sie richten sich insbesondere an die Eltern. Erstens: Ermutigen Sie Ihr Kind, die Ausbildungschancen im Land zu nutzen. Man muss Mecklenburg-Vorpommern nicht verlassen, um beruflich erfolgreich zu sein, da sich die Situation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in den letzten Jahren grundlegend verändert hat. Zweitens: Nicht immer werden die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung – z. B. im Handwerk – gesehen. Man kann auch mit einer Lehre Karriere machen.“

Ausbildung für „Spätstarter“

Margit Haupt-Koopmann betonte abschließend: „Natürlich ist es vordringlich, Schulabgänger für eine Ausbildung zu gewinnen. Doch es gibt darüber hinaus noch eine weitere Gruppe, die ich gezielt ansprechen möchte: die sogenannten ‚Spätstarter‘. Hierbei handelt es sich um junge Erwachsene zwischen 25 und 35 ohne Berufsabschluss. Allein in Mecklenburg-Vorpommern sind aktuell aus dieser Altersgruppe 9.000 junge Frauen und Männer gleichzeitig ohne Abschluss und arbeitslos. Sie wollen wir mit unserem Förderprogramm ,Ausbildung wird was – Spätstarter gesucht‘ für eine Ausbildung gewinnen.“ Bisher hätten rund 2.800 junge Menschen dieses Angebot in Mecklenburg-Vorpommern genutzt und eine abschlussorientierte Weiterbildung begonnen. „Hier verbirgt sich insgesamt ein Potenzial“, so Haupt-Koopmann, „das wir nutzen müssen. Denn junge Menschen in diesem Alter haben noch 30 bis 40 Jahre Berufsleben vor sich.“

Broschüre zum Download

Das Wirtschaftsministerium hat erstmals eine Publikation erstellt, die über die zusätzlichen außerschulischen Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM) in Mecklenburg-Vorpommern informiert. Die neue Broschüre enthält eine ausführliche inhaltliche Beschreibung der verschiedenen Module der Berufsorientierung. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.wm.regierung-mv.de (Bereich Wirtschaft → Ausbildung → Berufsorientierung) abrufbar.

 

Land MV schafft weitere Ganztagsschulen im Schuljahr 2016/2017

Mit zusätzlich einer Million Euro mehr werden bis zu 2.350 Ganztagsplätze finanziert

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

Bildungsminister Mathias Brodkorb treibt den Ausbau von Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen in Mecklenburg-Vorpommern weiter voran. Zum Schuljahr 2016/2017 hat das Bildungsministerium acht neue Halbtagsgrundschulen genehmigt. Zugleich wandeln sich 22 offene Ganztagsschulen in teilweise gebundene oder gebundene Ganztagsschulen um. Durch die Veränderungen schafft das Land bis zu 2.350 weitere Ganztagsplätze für Schülerinnen und Schüler. „Ganztagsschulen und volle Halbtagsgrundschulen sind wichtig, weil sie neue Lernformen möglich machen“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Die Schülerinnen und Schüler verbringen mehr Zeit in der Schule, so dass der Unterricht mit Bildungs- und Freizeitangeboten besser verbunden werden kann. Außerdem sorgen Ganztagsschulen und volle Halbtagsgrundschulen dafür, dass Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können, da ihre Kinder am Nachmittag gut betreut werden“, so Brodkorb.  Im Schuljahr 2016/2017 stellt das Land rund 1 Mio. Euro für den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen zusätzlich bereit. Damit erhöhen sich die Ausgaben für Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen auf insgesamt 26 Mio. Euro pro Jahr. „Wir finanzieren in dieser Legislaturperiode nicht nur rund 15.000 zusätzliche Ganztagsplätze, sondern investieren auch in die Qualität der Angebote. Das ist zwar teuer, aber unsere Kinder müssen uns dies wert sein“, betonte Bildungsminister Mathias Brodkorb. Seit dem Schuljahr 2014/2015 können Vereine, Verbände und Einrichtungen aus den Bereichen Jugendarbeit, Sport, Kultur, Bildung und Umwelt verstärkt Angebote in den Schulen gestalten und bereichern damit den Schulalltag. Im Schuljahr 2015/2016 nehmen 68.759 Schülerinnen und Schüler an den Ganztagsangeboten teil. Das sind 12.673 Mädchen und Jungen mehr als zu Beginn des Schuljahres 2010/2011. In den kommenden Schuljahren soll die Zahl der Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen weiter steigen. Schulen, die sich im Schuljahr 2017/2018 zu Ganztagsschulen oder vollen Halbtagsgrundschulen entwickeln wollen, können einen Antrag bis zum 30. September 2016 stellen. Weitere Informationen & Antragsformulare unter: http://www.bildung-mv.de