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Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie kommt voran – gemeinsame Anstrengungen notwendig

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.6.2018 – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Gemeinsame Anstrengungen notwendig

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Schiffbau im Wandel – Bund und Land unterstützen Innovationen

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister. Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

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Gemeinsam stark: „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ seit zehn Jahren aktiv

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation prägt die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

10 Jahre Kooperationsverbund maritimer Zulieferer – das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC MAZA MV) hat in Rostock sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. „Gemeinsam stark sein – dieses Motto haben sich die Mitgliedsunternehmen des RIC MAZA auf die Fahnen geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation sind die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes im Verbund aktiv, um ihr Innovations- und Leistungspotential weiter zu stärken. Dazu ist es unter anderem notwendig, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. Da sehe ich noch viel Potential, das mit Unterstützung des Kooperationsverbundes gehoben werden sollte“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

RIC MAZA ist tragfähige Kooperationsstruktur zur nachhaltigen Stärkung der maritimen Industrie im Land

„Das Wirtschaftsministerium hat von Anbeginn an den Aufbau eines Netzwerkes in der maritimen Zulieferindustrie des Landes gefördert“, hob Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph in Rostock hervor. „Es ist gelungen, in der maritimen Branche eine tragfähige Kooperationsstruktur zu etablieren, so dass die maritime Industrie im Land nachhaltig gestärkt werden konnte. Das enge Zusammenwirken von maritimer Realwirtschaft und Wirtschaftsministerium, auch in schwierigen Zeiten, zahlt sich jetzt aus. Der Schiffbau in MV steht in den kommenden Jahren vor großen und nie so komplex dagewesenen Herausforderungen“, so Rudolph weiter. „Mit der Weiterentwicklung der MAZA M-V zum Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz hat der Kooperationsverbund erneut strategische Weitsicht bewiesen. MAZA wird so an weiteren Kapiteln des Erfolgs maritimer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitarbeiten können. Wir werden diese für unsere Volkswirtschaft bedeutsame Weiterentwicklung des MAZA-Verbundes unterstützen“, so Rudolph abschießend.

Maritime Industrie im Land im Aufwind – wachsende Ansprüche an Zuliefererunternehmen

Die Maritime Zuliefer Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Werften sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich soll die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse steigern. „Die maritime Industrie unseres Landes ist im Aufwärtstrend. Es hat sich auf den Werften ein technisch anspruchsvoller, innovativer Spezialschiffbau entwickelt. Daraus folgen wachsende Ansprüche an die Zuliefererbetriebe. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter passgenau und zukunftsgerecht zu qualifizieren. Die weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovationen jetzt zu verstärken. Hierbei unterstützen wir“, betonte Rudolph.

Intensivierung von Forschung und Entwicklung notwendig

In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum 2014 bis 2017 sind landesweit Zuschüsse in Höhe von 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. Davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuEI-Vorhaben und 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Die Unterstützung ging vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen – insgesamt 36,6 Millionen Euro für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro erhielten große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte. „Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen und dadurch zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen des Landes weiter gehen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt RIC MAZA MV

Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro. Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC) hat nach eigenen Angaben derzeit 41 Mitglieder, die insgesamt 2.800 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro für schiffbauliche Leistungen erzielen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine starke Wirtschaftsbranche. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren Ende März 2018 rund 2.670 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Premiere an der Ostseeküste – das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL

14.-16. September 2018 im Seebad Warnemünde

Bild-01Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock feiert zum 800. Stadtjubiläum erstmals das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL an einem der schönsten Ostseestrände Deutschlands. Die große Auslaufparade der Kreuzfahrtschiffe am Samstagabend unterstreicht die Erfolgsgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern im Kreuzfahrtsegment.

„In diesem Jahr stellen wir mit 205 Anläufen von 43 Kreuzfahrtschiffen eine neue Bestmarke für Warnemünde auf und empfehlen uns mit dem ersten ROSTOCK CRUISE FESTIVAL im Jubiläumsjahr einmal mehr als attraktiven Kreuzfahrthafen“, so Oberbürgermeister Roland Methling. Und weiter: „Die Seefahrt und der Schiffbau haben in Rostock eine lange Tradition und spielen seit jeher eine wichtige Rolle. Ich begrüße außerordentlich, dass dieses Fest für die Kreuzfahrt auf Initiative von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde im September Premiere feiert.“ „Der Kreuzfahrttourismus ist ein wichtiges touristisches und wirtschaftliches Segment in Mecklenburg-Vorpommern. Das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL wird als neues Format seine Magnetwirkung über die Landesgrenzen hinaus entfalten und viele Besucher nach Mecklenburg-Vorpommern locken. Mit dem Festival hat unser Bundesland die Chance sich als starker Wachstums- und Investitionsstandort für die Schiffsbau- und Kreuzfahrtindustrie zu präsentieren. Diese sollten wir gemeinsam nutzen“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Künftig soll, abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days, das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL alle zwei Jahre zwischen Kaikante und Strand stattfinden. „Mit diesem großartigen Event wird Warnemünde zum Hot Spot für Kreuzfahrtfans“, so Matthias Fromm, Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor der Hansestadt. „Wir laden unsere Urlauber und Gäste ein, die Ozeanriesen hautnah am Strand vor einer der schönsten Kulissen im deutschen Ostseeraum zu erleben. Als zusätzliches nebensaisonales Highlight wird dieses Festival ein weiterer Baustein, um sich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu behaupten“, ergänzt Fromm weiter.

Große Partner des ROSTOCK CRUISE FESTIVALS

Die erfolgreiche Entwicklung des Kreuzfahrttourismus in Deutschland ist untrennbar mit der Hansestadt Rostock verbunden. Hier an der Warnow wurde mit der Gründung von AIDA Cruises, einem der wachstumsstärksten und wirtschaftlich erfolgreichsten touristischen Unternehmen in Deutschland, vor mehr als 20 Jahren die moderne Kreuzfahrt geboren. „Wir freuen uns, dass wir als Premiumpartner des ersten ROSTOCK CRUISE FESTIVAL dem Kreuzfahrtstandort Rostock weitere wichtige Wachstumsimpulse geben werden. Maritime Großveranstaltungen wie diese tragen mit dazu bei, generationsübergreifend neue Zielgruppen für diese einzigartige Urlaubsform zu gewinnen“, so Hansjörg Kunze, Vice President Communcation & Sustainability. Mit mehr als 40 Anläufen ist AIDA Cruises auch 2018 der stärkste Kreuzfahrtpartner der Hansestadt Rostock und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. „Rostock-Warnemünde ist ein attraktiver Hafen mit vielen Standortvorteilen und das Festival eine vortreffliche Möglichkeit, sich der Stadt und ihren Gästen als internationaler Kreuzschifffahrtshafen zu präsentieren“, führt Jens Scharner, Geschäftsführer von ROSTOCK PORT, aus.

„Mit der geplanten Erweiterung um den neuen Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde stellen sich Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock den Anforderungen in diesem Segment. Zu den Höhepunkten der Saison gehört neben den 43 Anläufen der Rostocker Reederei AIDA u.a. die ‚Norwegian Breakaway‘ der US-amerikanischen Reederei NCL, welche an der großen Auslaufparade beim ROSTOCK CRUISE FESTIVAL teilnehmen wird.“ Auch das Thema Nachhaltigkeit soll an diesem Wochenende in den Fokus gerückt werden: Im Rahmen des ROSTOCKCRUISE FESTIVAL wird am 15. September das Symposium „Neue Umwelttechnologien zur Schadstoffreduzierung in der Schifffahrt“ stattfinden. Bei diesem Austausch vor Ort werden die neuesten Entwicklungen der maritimen Industrie präsentiert und mit Fachvorträgen Einblicke in die neuesten Trends und Herausforderungen eines nachhaltigen und umweltverträglichen Schiffbaus, der Schifffahrt und  Hafenentwicklung gestattet. Im engen Schulterschluss mit den regionalen Akteuren aus Tourismus, Politik, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Universität wurde die Idee zu diesem Festival vorangetrieben, und Ende 2017 konnte die Ausrichtung des Events an die Agentur BEEFTEA group mit Sitz in Berlin und Hamburg vergeben werden. „Wir sind stolz, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten. Mit der Zuschlagserteilung haben wir sofort alle Hebel zur Umsetzung dieser großen Veranstaltung in Bewegung gesetzt und konnten auf der diesjährigen ITB in Berlin auf das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL schon sehr für Aufmerksamkeit sorgen. Die Resonanz ist jetzt schon enorm und zeigt, dass wir auf bestem Weg sind, ein unvergessliches Eventwochenende zu zaubern“, so Andreas Grunszky, Geschäftsführer BEEFTEA group.

Ein Event für Kreuzfahrtfans und die ganze Familie

Warnemünde zählt seit Jahren zu den beliebtesten deutschen Kreuzfahrthäfen. Dort, wo  Kreuzfahrtschiffe neben Kapitänshäusern und Fischkuttern vor Anker liegen, wird das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL mit beeindruckenden Klang- und Themenwelten an Kaikante und Eventstrand zu einem besonderen Erlebnis. Von Freitag bis Sonntag dreht sich alles um die faszinierende Welt der Kreuzfahrt. Insgesamt sechs Kreuzfahrtschiffe werden Warnemünde an diesem Wochenende ansteuern. Der Auftakt des Festivals ist am Freitagabend die Cruise Night mit Floating Beats & Boats. Hier können sich Nachtschwärmer auf den verschiedenen Partybooten zwischen Rostock und Warnemünde zu den Rhythmen von Hip Hop, Jazz oder Electro auf der Warnow bewegen. Und an der Festivalbühne am Warnemünder Strand werden mit Livemusik und angesagten DJ-Sounds die beiden Kreuzfahrtschiffe „Viking Sun“ und „Marina“ beim Auslaufen verabschiedet. Am Samstag und Sonntag präsentiert sich die Kreuzfahrt zum Hören, Fühlen und Schmecken an Land und es gibt viele Kostenproben von Bord: Genießer können sich auf regionale und exotische Spezialitäten vom Streetfood-Markt freuen oder in die Themenwelten der Kreuzfahrt mit vielen Aktionen eintauchen. Kinder werden als Piraten die Weltmeere erobern und viel Wissenswertes über Nachhaltigkeit und Umwelt erfahren. „Ganz nah dran“ sind die Besucher des Festivals an der großen Showbühne am Strandaufgang Nr. 1. Live-Acts und ein großes Bühnenprogramm mit Musik, Talks und Showeinlagen für Groß und Klein begleiten das maritime Wochenende der Kreuzfahrt. Absolutes Highlight wird die große Auslaufparade am Samstagabend, bei der die Kreuzliner „AIDAmar“, „Norwegian Breakaway“ und „Columbus“ direkt hintereinander den Warnemünder Hafen verlassen. Hier ist bester Blick auf die Ozeanriesen von der Kaikante oder dem Strand garantiert. Mit gigantischen Klangwelten von Klassik bis Moderne werden die majestätischen Schiffe mit großem Feuerwerk und atemberaubender Lasershow auf das offene Meer hinaus begleitet.

Bildunterschrift: v.l.n.r: Jens A. Scharner (Geschäftsführer ROSTOCK PORT), Hanns Christoph Saur (Ministerialdirigent Wirtschafts- und Strukturpolitik, Industrie, Tourismus im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern), Hansjörg Kunze (Vice President Communcation & Sustainability AIDA Cruises), Beate Hlawa (Bereichsleiterin Marketing/PR/Vertrieb Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde), Roland Methling (Oberbürgermeister Hanse- und Universitätsstadt Rostock), Matthias Fromm (Geschäftsführer Rostock Marketing und Tourismusdirektor Rostock & Warnemünde), Andreas Grunszky (Geschäftsführer BEEFTEA group). Foto: Joachim Kloock.

MV WERFTEN startet Bau des ersten 204.000 BRZ großen Global Class-Kreuzfahrtschiffes

8.3.2018Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde – und dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) an Bord gleichzeitig das technologisch fortschrittlichste. Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay persönlich läutete mit dem ersten Stahlschnitt die Fertigungsarbeiten am Flaggschiff der Global Class-Serie ein. Begleitet von lautem Schiffshupen starteten heute in Wismar die Fertigungsarbeiten am ersten Schiff der Global Class. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der Vorstandvorsitzende und CEO von Genting Hong Kong, Tan Sri Lim Kok Thay, und der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe, setzten per Knopfdruck die Brennmaschine zum ersten Stahlschnitt in Gang. Nur wenige Minuten später wurde auch in Rostock der erste Stahl geschnitten. Für den Bau des 204.000 Bruttoraumzahl (BRZ) großen Schiffes werden die Fertigungskapazitäten beider Standorte genutzt: Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde. Die Fertigung findet parallel auf den Werften in Wismar und Rostock statt, die Endmontage in Wismar. Die Ablieferung des Flaggschiffes ist für Ende 2020 geplant. Insgesamt sind rund 600 Firmen am Bau beteiligt.

„Nach drei Jahren Design- und Konstruktionsarbeit an den Schiffen der Global Class und einem über 210 Millionen Euro schweren Investitionsprogramm für MV WERFTEN, um die Anlagen auf den modernsten Stand der Technik zu bringen, freuen wir uns sehr, heute mit dem Bau des ersten Global-Kreuzfahrtschiffes zu beginnen“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay. „Diese Passagierschiffe sind nicht nur die größten, die in Deutschland gebaut werden, sie sind auch die technologisch fortschrittlichsten. Sie greifen die Begeisterung der Asiaten für künstliche Intelligenz im Alltag auf, etwa durch Gesichts- und Spracherkennung für die meisten Dienste an Bord. Oder durch Roboter, die Routineaufgaben erledigen, sodass sich die Crew stärker auf andere Dienstleistungen konzentrieren kann“, fügte er hinzu. „Der Baustart ist ein wichtiger Schritt für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. „Mit dem Arbeitsauftakt des Global Class-Kreuzfahrtschiffes setzt MV WERFTEN seine Zukunftsstrategie für unser Land weiter um. Das stärkt den Schiffbau mit den heimischen Zulieferern und Dienstleistern. Mit den noch ausstehenden Aufträgen werden wichtige Industriearbeitsplätze bei uns im Land gesichert und geschaffen.“

Die Schiffe der Global Class sind speziell für den rasant wachsenden asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Sie verfügen über beliebte Einrichtungen wie ein Multiplex-Kino, einen Themenpark, ein Spa, verschiedene authentische asiatische Restaurants sowie Fast-Food-Alternativen, diverse Einkaufsmöglichkeiten und eine Luxus-Shopping-Meile. Die Kreuzfahrtschiffe werden 342 Meter lang und 46,40 Meter breit sein und einen Tiefgang von 9,50 Meter haben. Bei einer Größe von 204.000 BRZ bieten die Megaliner – bei Doppelbelegung – über 5.000 Passagieren in 2.500 Kabinen Platz. Die Kabinen sind speziell für asiatische Familien ausgelegt. Sie bieten Schlafplätze für zwei, drei oder vier Personen mit geteilten (zwei) Badezimmern und gestatten so einen größeren preislichen Spielraum für den asiatischen Markt. Mit Rettungsmitteln für bis zu 9.500 Passagiere können die Schiffe der Global Class auch den extrem hohen Andrang während der Ferienzeiten in Asien bewältigen. Zusätzlich zu 28 großen Fahrstühlen wird die Global Class mit acht Rolltreppenanlagen ausgestattet, die die öffentlichen Bereiche miteinander verbinden – und werden somit die ersten Kreuzfahrtschiffe mit Rolltreppen sein. Dank der Gesichtserkennung wird es nur minimale Warteschlangen beim Ein- und Aussteigen und beim Bezahlen geben, kontextuelles Marketing für eine gleichmäßige Auslastung der Schiffseinrichtungen sowie weitere KI-Systeme.

Jarmo Laakso, CEO von MV WERFTEN, sagte: „Der Bau dieser Schiffe ist eine große Herausforderung, die es nun zu meistern gilt. Wir werden all unser Können einsetzen, um ‚Schiffbau made in MV‘ weltweit als Qualitätsgaranten bekannt zu machen. Schon jetzt danken wir unseren Mitarbeitern und Partnern für ihre hervorragende Arbeit während der Design-, Konstruktions- und Planungsphase. Diese Leistung gilt es nun fortzuführen.“ „Die Werften haben in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition. Sie sind wichtige Arbeitgeber bei uns im Land. Der Kreuzfahrtschiffbau ist eine neue Herausforderung und die große Chance, allen zu zeigen, dass Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern Zukunft hat“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Heute ist ein wahrhaft historischer Tag“, erklärte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. „Der Bau des größten Schiffes, das je in Wismar gebaut wurde, beginnt. Wir freuen uns mit der Werft und wünschen gutes Gelingen und einen erfolgreichen und unfallfreien Bauverlauf.“ Bis 2021 wird MV WERFTEN sechs weitere Schiffe abliefern: Die „Crystal Ravel“ wird im April abgeliefert. Seit Januar fertigt das Unternehmen in Stralsund die erste von drei Expeditions-Megayachten, die Ende 2019 abgegeben wird. Das zweite Schiff der Global Class wird ab 2019 gebaut und Ende 2021 abgegeben.

Über MV WERFTEN

Die drei Werften in WismarRostock und Stralsund gehören zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise. In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten. http://www.mv-werften.com

Meerestechnik und Maschinenbau mit Technologiepreis ausgezeichnet

11.12.2017 – Zwei innovative Unternehmen aus den Bereichen Meerestechnik und Maschinenbau teilen sich dieses Jah

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis, Foto: Pressestelle WM

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis

r den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Wirtschaftsminister Harry Glawe sowie Claus Ruhe Madsen, Präsident der IHK zu Rostock, haben den mit 10.000 Euro dotierten Preis heute vor mehr als 100 Gästen in der IHK zu Rostock übergeben. Die Firma Kraken Power GmbH aus Bentwisch und das Maschinenbauunternehmen SCHOTTEL GmbH aus der Hansestadt Wismar wurden mit dem Technologiepreis 2017 ausgezeichnet.

„Erfolgreich umgesetzte Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind ein Aushängeschild für Mecklenburg-Vorpommern. Durch ihre herausragende Arbeit belegen beide Preisträger, wie aus Projekten im Ergebnis marktfähige Produkte entstehen können. Wir brauchen noch mehr Forschung und Entwicklung im Verbund für die erfolgreiche Umsetzung von Innovationen in eine wirtschaftliche Nutzung. Das schafft Arbeit im Land, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und kurbelt vor allem das überregionale Geschäft an“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Beide Unternehmen konnten sich dieses Jahr mit ihren Entwicklungen durchsetzen. Beide Preisträger stehen heute exemplarisch für den Entwicklungs- und Innovationsgeist in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern. Mit ihren Produkten haben sie den Weg in die weltweiten Märkte geschafft. Mit dem LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern wollen wir Unternehmen im ganzen Land ermutigen, öfter über den Tellerrand zu blicken, neue Verfahren und Produkte zu entwickeln und in den Markt bringen“, so der Präsident der geschäftsführenden IHK zu Rostock.

Kraken Power GmbH wurde für ein innovatives Antriebs- und Batteriesystem für Tauchroboter ausgezeichnet. Die druckneutralen Systeme können in bis zu 6.000 Meter Meerestiefe eingesetzt werden. Sie verwenden eine neuartige Druckkörper- und fluidfreie Technologie für den Einsatz von mechanischen, elektrischen und elektronischen Unterwassersystemen (Tauchrobotern). Für Forschungszwecke, aber auch für die Öl- und Gasförderung in der Tiefsee können sie eingesetzt werden. Der Einsatz elastischen Materials, das die inkompressiblen Komponenten umschließt, hat zu einer deutlichen Kostensenkung gegenüber druckfesten Systemen geführt. „Das Unternehmen entwickelt sich zu einem Spezialisten für Unterwassertechnologien. Dabei setzt die Kraken Power GmbH vor allem auf das Exportgeschäft in einem spannenden Wettbewerbsumfeld“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Das Maschinenbauunternehmen SCHOTTEL GmbH mit der Niederlassung Wismar wurde ausgezeichnet aufgrund einer hocheffizienten Neuentwicklung im Bereich Zahnradantrieb. 20 Prozent Leistungssteigerung können dank einer innovativen und optimierten Zahnlückengeometrie erreicht werden. Damit ist es Grundlage für effizientere Schiffs- und Flugzeugantriebe sowie leistungsstärkere Industrieantriebe. Im Vergleich zu einer konventionellen Kegelradverzahnung bieten HTG®-Getriebe eine höhere Präzision und Sicherheit, was sich positiv auswirkt auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer. So lassen sich beispielsweise Betriebskosten und Treibstoffkosten senken. Erfolgreich eingesetzt wird die prämierte Technologie bereits auf Viking-Flusskreuzfahrtschiffen und norwegischen Fähren. Derzeit bauen die MV Werften in Wismar zwei Flusskreuzfahrtschiffe mit HTG®-Antriebstechnologie. Claus Ruhe Madsen: „Mit dieser Entwicklung und Markteinführung zeigen sich Erfolge dank enger Kooperation mit der Uni Rostock, der TU Dresden und der FH Koblenz. Die Entwicklung des HTG®-Zahnrades ist ein Erfolg der engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und steht exemplarisch für die Bemühungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, über solche Kooperationen weltweit erfolgreiche Produkte in Mecklenburg-Vorpommern herzustellen.“ „Vor allem im Schiffbau sind innovative Technologien gefragt, die hocheffizient und wirtschaftlich sind. Die SCHOTTEL GmbH hat sich über die Jahre einen hervorragenden Namen vor allem auch über die Landesgrenzen hinaus als Entwickler und Produzent sowie im Vertrieb von Antriebsanlagen für Schiffe gemacht“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Erstmals wurde zum Landestechnologiepreis zusätzlich ein Sonderpreis Digitalisierung vergeben. Der von der BMV Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH gestiftete Sonderpreis ist dotiert mit 2.000 Euro. Er geht an die JAKOTA Cruise Systems GmbH aus Rostock. Das Terminal-Monitoring mit ETD by FleetMon überzeugte die Jury. Der FleetMon ist eine vollintegrierte Dienstleistung zum Erkennen des Betriebszustands eines Seeterminals anhand von AIS-Daten. Dadurch kann die Verweildauer der Schiffe am Kai in Echtzeit ermittelt und die erwartete Abfahrtszeit (ETD) bestimmt werden. Claus Ruhe Madsen lobte: „Welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet, zeigt sich hier an der Kaikante. Aktuelle Daten können von jedem Ort der Welt kontrolliert werden, was dazu führt, dass Störungen im Terminalbetrieb frühzeitig erkannt werden. Unternehmen, die digital, vertikal und horizontal denken, werden für ihren Mut belohnt, neue Wege aufzuzeigen.“ „Intelligente Lösungen im Bereich der Digitalisierung sind ein wachsender Markt. Das Unternehmen setzt mit seiner Innovation neue Maßstäbe über den Betriebszustand eines Terminals. Das erleichtert die Zusammenarbeit für Auftraggeber und Auftragnehmer. Logistische Abläufe lassen sich so noch besser planen. Das ist eine hervorragende Idee aus Mecklenburg-Vorpommern, die in vielen anderen praktischen Bereichen der Wirtschaft seine Anwendung finden kann“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Seit 2003 vergeben das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes jährlich den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“. Unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers des Landes werden Unternehmen und Wissenschaftler für neuartige Innovationen in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen ausgezeichnet. Ein Ziel ist es, Innovationen und wissenschaftliche Erkenntnisse intensiver in die Unternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern einzubringen.

Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

Brennbeginn von zwei Flusskreuzfahrtschiffen in Wismar

Für die maritime Industrie geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts – MV WERFTEN setzen selbstgesteckte Ziele tatkräftig um – Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen an Bedeutung

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

9.1.2017 – Bei den MV WERFTEN ist am Montag feierlich der erste Brennschnitt für zwei luxuriöse Flusskreuzfahrtschiffe in Wismar vollzogen worden. „Für die maritime Industrie unseres Landes geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts. Jeder Start für den Bau eines neuen Schiffs ist ein positives Signal in die maritime Branche hinein. Es bedeutet vor allem auch, dass die Wertschöpfung im Land bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag vor Ort.

Neuer Schiffstyp für amerikanische Reederei

Die neuen luxuriösen Schiffe tragen die Namen „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ und werden für die amerikanische Reederei Crystal River Cruises gefertigt. „Die MV WERFTEN setzen ihre selbst gesteckten Ziele tatkräftig um. Der eingeschlagene Weg wird mit hohem Tempo fortgesetzt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Schiffe der „Rhein“-Klasse werden rund 135 Meter lang und elf Meter breit sein. Sie sollen in 2018 abgeliefert werden und verkehren dann auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel. 

Unterstützung für die maritime Wirtschaft

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass die maritime Industrie im Land weiterhin unterstützt werde. „Wir wollen zum Beispiel bei der Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern der maritimen Wirtschaft helfen. Werften und Zulieferer sollen hiervon profitieren. Ein entsprechendes Programm ist gegenwärtig in Arbeit. Die Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen und bei den ambitionierten Plänen an Bedeutung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Darüber hinaus bestünden Möglichkeiten bei der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.000 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Die Schiffbau-Branche wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.