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Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

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Brennbeginn von zwei Flusskreuzfahrtschiffen in Wismar

Für die maritime Industrie geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts – MV WERFTEN setzen selbstgesteckte Ziele tatkräftig um – Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen an Bedeutung

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

9.1.2017 – Bei den MV WERFTEN ist am Montag feierlich der erste Brennschnitt für zwei luxuriöse Flusskreuzfahrtschiffe in Wismar vollzogen worden. „Für die maritime Industrie unseres Landes geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts. Jeder Start für den Bau eines neuen Schiffs ist ein positives Signal in die maritime Branche hinein. Es bedeutet vor allem auch, dass die Wertschöpfung im Land bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag vor Ort.

Neuer Schiffstyp für amerikanische Reederei

Die neuen luxuriösen Schiffe tragen die Namen „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ und werden für die amerikanische Reederei Crystal River Cruises gefertigt. „Die MV WERFTEN setzen ihre selbst gesteckten Ziele tatkräftig um. Der eingeschlagene Weg wird mit hohem Tempo fortgesetzt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Schiffe der „Rhein“-Klasse werden rund 135 Meter lang und elf Meter breit sein. Sie sollen in 2018 abgeliefert werden und verkehren dann auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel. 

Unterstützung für die maritime Wirtschaft

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass die maritime Industrie im Land weiterhin unterstützt werde. „Wir wollen zum Beispiel bei der Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern der maritimen Wirtschaft helfen. Werften und Zulieferer sollen hiervon profitieren. Ein entsprechendes Programm ist gegenwärtig in Arbeit. Die Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen und bei den ambitionierten Plänen an Bedeutung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Darüber hinaus bestünden Möglichkeiten bei der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.000 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Die Schiffbau-Branche wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Bilanz Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 2016 und Ausblick 2017

Wirtschaft ist weiter im Aufwind – Herausforderungen sind Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge – Wirtschaftswachstum auch für 2017 erwartet

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe zieht zum Ende des Jahres eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2016. „Die Wirtschaft ist bei uns im Land weiter im Aufwind. Der Arbeitsmarkt erweist sich als dynamisch. Unternehmen investieren und stellen Personal ein. Getragen wird der Aufschwung vor allem vom verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungsbereich, dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft. Das wichtigste Ziel der Wirtschaftsförderung ist auch im kommenden Jahr die Sicherung und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Weiterhin positive Vorzeichen – Wirtschaftsleistung in MV wächst auch im Jahr 2017

„Für das Jahr 2016 ist ein guter Abschluss zu erwarten. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf Wachstumskurs“, so Glawe. Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte nach eigenen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums 2016 auf Jahresbasis um etwa 1,5 bis 2 Prozent gewachsen sein. „Dieser Schwung dürfte sich im Jahr 2017 fortsetzen. Die Zeichen stehen auf weiteres Wirtschaftswachstum, vor allem in den binnenwirtschaftlichen Bereichen. Ein Plus von etwa 1 bis 1,5 Prozent sind 2017 möglich“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern ist im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +2,0 Prozent gewachsen.

Gewerbliche Wirtschaft: 740 neue Jobs – 2.880 Arbeitsplätze gesichert

Im Jahr 2016 wurden für 90 neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 46,1 Millionen Euro Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von 256,4 Millionen Euro realisiert werden. Mit Abschluss aller Vorhaben werden rund 740 Arbeitsplätze neu entstanden sein und über 2.880 Arbeitsplätze gesichert (Stand: Anfang Dezember). „Die Neuansiedlungen belegen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein immer attraktiver werdender Wirtschaftsstandort für Unternehmen ist. Mit modernen Produktionsanlagen werden vor allem die Weichen gestellt, sich im zunehmend wichtiger werdenden überregionalen und weltweiten Wettbewerb behaupten zu können. Innovative Produkte sind Voraussetzung für mehr Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir werden die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, betonte Glawe weiter.

Im Ausland um Investoren werben – Gewerbestandorte in Vorpommern vermarkten

„Das Werben in internationalen Märkten macht sich verstärkt in Ansiedlungserfolgen bemerkbar. Die jüngsten Neuansiedlungen aus der Schweiz, der Türkei oder auch Russland bestätigen uns, diesen Weg weiter zu gehen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Auch Vorpommern wird weiter im Fokus stehen. „Wir werden beispielsweise die Gewerbestandorte in Vorpommern im kommenden Jahr noch intensiver vermarkten. Potential besteht vor allem in der nationalen und internationalen Präsentation der Großgewerbestandorte, beispielweise Grimmen (Pommerndreieck) und Pasewalk. Neuansiedlungen schaffen Arbeitsplätze in den Regionen“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Anstehende Herausforderungen: Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge

„Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolgen sind für heimische Unternehmen große Herausforderungen. In vielen Unternehmen, die um die Wendezeit gestartet sind, findet ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Die Industrie- und Handelskammern des Landes schätzen, dass bis zum Jahr 2025 etwa 10.000 Unternehmen aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. Um potentielle Unternehmensnachfolger zu unterstützen, wird das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ unter Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern fortgeführt. Dort werden unter anderem abgebenden Unternehmern Hilfen bei der Suche nach einem Nachfolger und bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes gegeben. Das Projekt wird aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Entrepreneurship“ in Höhe von rund 240.000 Euro unterstützt.

Meisterprämie wird fortgeführt – Meister-Extra wird aufgestockt

Um Existenzgründer bei der Unternehmensnachfolge zu unterstützen wird die „Meisterprämie“ weiter geführt. Handwerks- und Industriemeister können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten, wenn sie erstmalig eine Existenz durch Übernahme eines Unternehmens gründen. Das Meister-Extra wird aufgestockt. „Damit wird das persönliche Engagement für die Qualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. Die Prämie bietet einen Anreiz, sich beruflich fortzubilden“, sagte Glawe. Jeder erfolgreiche Absolvent der beruflichen Weiterbildung zum Handwerks- oder Industriemeister erhält das Meister-Extra. Es ist vorgesehen, dass die Prämie zukünftig 2.000 Euro beträgt; die besten 50 Absolventen erhalten 5.000 Euro.

Neue Perspektiven im Schiffbau

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf die Entwicklung in der maritimen Wirtschaft ein. „Mit der Übernahme der drei Werftstandorte durch die Genting-Gruppe und der Entwicklung der MV Werften zur konzerneigenen Hauswerft für den Kreuzfahrtschiffbau haben sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes in diesem Jahr völlig neue Perspektiven eröffnet“, betonte Glawe. Er machte deutlich, dass die Zulieferer von der Entwicklung profitieren sollten. Darüber hinaus ist mit der Realisierung der geplanten Schiffbauprojekte eine Erhöhung der Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation zu erwarten. „Die maritime Industrie wird in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen wird die Landesregierung den Unternehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung leisten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Sellering und Glawe sehen Stärkung des Schiffbaustandortes MV

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Ministerpräsident Erwin Sellering und der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe haben die Ankündigungen der Genting-Gruppe zur Zukunft der Werften in Wismar, Rostock und Stralsund begrüßt. „Mit dieser strategischen Entscheidung setzt die Genting-Gruppe voll auf die Werften bei uns im Land und konzentriert hier ihre Kräfte und Investitionen. Das ist eine klare Stärkung des Schiffbaustandortes Mecklenburg-Vorpommern. Heute zeigt sich: Es war richtig, dass die Landesregierung auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Werften und ihrer Beschäftigten gestanden hat“, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering am Rande eines Gesprächs zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder in Berlin. „Wir freuen uns über das Engagement der Genting Hong Kong-Gruppe. Das ist ein deutliches Signal und ein klares Bekenntnis von Genting für den Schiffbaustandort Mecklenburg-Vorpommern und vor allem für die Werftstandorte Wismar, Rostock und Stralsund. Die Ausrichtung auf Mecklenburg-Vorpommern ist eine große Chance und eine große Herausforderung für die Werften, sich auf dem global hart umkämpften Markt des Schiffbaus in den verschiedenen Facetten international zu behaupten. Ein klarer Vorteil ist, dass die Genting Group Aufträge mitbringt, die für Auslastung und Arbeit an den Standorten sorgen sollen. Insofern ist das auch ein wichtiger und schöner Tag für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe in Schwerin.

 

Sellering und Glawe: Neue Perspektiven für die Werften in MV

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

10.5.2016 – In Wismar sind heute Verträge für den Bau von mehreren Schiffen zwischen den Reedereien Crystal Cruises und Star Cruises sowie der Lloyd-Werftengruppe unterzeichnet worden. Für die Landesregierung nahmen Ministerpräsident Erwin Sellering und der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe an der Veranstaltung teil. „Die geplanten Schiffbauvorhaben eröffnen neue Perspektiven für die Werftstandorte Wismar, Rostock und Stralsund. Darüber freuen wir uns als Landesregierung sehr“, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering im anschließenden Pressegespräch. „Es gibt große Pläne der neuen Eigentümer. Wir hoffen, dass diese Pläne schon bald Wirklichkeit werden. Die Landesregierung wird weiter an der Seite der Werften und ihrer Beschäftigten stehen.“ Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte zur Vertragsunterzeichnung: „Die malaysische Genting-Gruppe hat angekündigt, die Werftstandorte in Wismar, Rostock und Stralsund nachhaltig mit Neuaufträgen auszulasten. Die heutige Unterzeichnung ist ein erster wichtiger Schritt und ein Bekenntnis zu den Standorten und den Mitarbeitern in Mecklenburg-Vorpommern. Die Werften und Zulieferer stehen erneut vor der Aufgabe, ihr Know-how beim Bau von modernen Schiffen unter Beweis zu stellen. Das ist auch eine einmalige Chance für den Schiffbau in unserem Land. Bleibt festzuhalten: Das ist ein guter Tag für Mecklenburg-Vorpommern, ein guter Tag für die Werftstandorte in Rostock, Wismar und Stralsund, ein guter Tag für die Mitarbeiter der Werften und ihren Familienangehörigen sowie ein guter Tag für die maritime Wirtschaft im Land.

Landesregierung MV setzt auf neue Perspektiven für Werften

2.3.2016 – Ministerpräsident Erwin Sellering und der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe erhoffen sich vom Verkauf der Werften inWismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund von Nordic Yards an die Genting Hong Kong Gruppe neue Perspektiven für die drei Standorte. „Die Käufer haben sich in der vergangenen Woche bei der Landesregierung vorgestellt. Sie haben deutlich gemacht, dass sie vor allem auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen setzen. Das ist einer der attraktivsten Märkte im Schiffbau. Wir hoffen, dass die Werften durch diesen Verkauf eine dauerhafte Perspektive erhalten und die Arbeitsplätze gesichert werden. Heute zeigt sich, dass es richtig war, dass die Landesregierung auch in schwierigen Zeiten zu den Werften gestanden hat“, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering heute in Schwerin. „Mit dem geplanten neuen Werftenverbund der Genting-Gruppe haben wir seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 erstmals wieder die Situation, dass ein neuer Investor Aufträge für die Werftstandorte unseres Landes gleich mit im Gepäck hat. Das ist eine gute Nachricht für alle Beschäftigten und deren Familien. Genting ist einer der großen Player auf dem Wachstumsmarkt der Kreuzschifffahrt. Genting hat angekündigt, die Werften in Wismar, Rostock und Stralsund nachhaltig mit Neuaufträgen auszulasten. Das bedeutet eine einmalige Chance für den Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch eine große Herausforderung für unsere Werftstandorte und Zulieferstrukturen. Die Werften und Zulieferer stehen jetzt erneut vor der Aufgabe, ihr Know-how beim Bau von hochmodernen Schiffen unter Beweis zu stellen.Wismar hat bereits Erfahrung im Kreuzfahrtschiffbau sammeln können“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

9. Nationale Maritime Konferenz in Bremerhaven

Schiffbauindustrie ist wichtige Wirtschaftsbranche im Land – stärker in Forschung, Entwicklung und Innovationen investieren

Werft, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag die 9. Nationale Maritime Konferenz in Bremerhaven besucht. „Für Mecklenburg-Vorpommern ist die Schiffbauindustrie gemeinsam mit den maritimen Zulieferunternehmen und Dienstleistern eine wichtige Wirtschaftsbranche. Der tiefgreifende Strukturwandel in der Schiffbauindustrie hält immer noch an. Diese Veränderungen bergen jedoch auch für unsere heimischen Unternehmen Chancen, auf den neuen Zukunftsfeldern erfolgreich mit zu agieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe und erläuterte: „Der deutsche Schiffbau der vergangenen Jahre war gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau sowie insbesondere in unserem Land den Bau von Offshore-Konverterplattformen für Offshorewindparks. Zusätzliche Potentiale bietet der Bau von Errichter-, Transport- und Serviceschiffen, sowie von Gründungsstrukturen für Offshore-Wind­energie­anlagen.“

Förderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ unterstützt Entwicklung neuer Produkte und Verfahren

Bei der Realisierung innovativer Schiffbauprojekte leistet das Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ (InnoRL), das jeweils hälftig vom Bund und den Ländern finanziert wird, mit seiner anwendungsbezogenen und produktnahen Förderung der Schiffbauindustrie eine nicht unerhebliche Unterstützung. Das Programm umfasst unter anderem die Möglichkeit, den Bau von innovativen Binnenschiffen ab 12 Metern Länge zu fördern sowie Offshore-Strukturen, die der Exploration, Gewinnung oder Erzeugung von Öl, Gas und erneuerbaren Energien dienen (einschließlich Offshore-Plattformen). „Die Innovationsförderung ist ein sehr wichtiges Instrument zur Bewältigung der technologischen Veränderungen des Schiffbaus auf wettbewerbsfähige neue Produkte und Verfahren“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt unternehmensbezogene Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Der Wirtschaftsminister warb dafür, noch stärker in Forschung, Entwicklung und Innovationen zu investieren sowie Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen. Das Wirtschaftsministerium fördert unter anderem unternehmensbezogene Netzwerke zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, wie beispielsweise den „Kooperationsverbund MAZA M-V e.V.“ für die Zulieferindustrie und das „Wind Energy Network e.V.“ für die Windenergie. „Unser Ziel ist es, die industrielle Wertschöpfung weiter zu erhöhen, die Innovationsfähigkeit zu stärken und wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen“, betonte Glawe.

Maritimes Cluster Norddeutschland

„In allen Küstenbundesländern hat die Schiffbauindustrie mit ihren Zulieferern und Dienstleistern eine lange Tradition. Einen wesentlichen Beitrag zur gemeinschaftlichen Stärkung der hiesigen maritimen Wirtschaft sehe ich in der Zusammenarbeit und Kooperation mit den anderen norddeutschen Ländern. Dafür steht das `Maritime Cluster Norddeutschland´“, betonte Glawe. Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) verfolgt das Ziel, die Potentiale der maritimen Wirtschaft Norddeutschlands zu bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken. Nach Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sind Bremen und Mecklenburg-Vorpommern eng mit dem MCN verbunden und als assoziierte Partner in den Jahren 2015 und 2016 dabei. Ab 2017 wird eine dauerhafte Erweiterung des MCN angestrebt. „So können länderübergreifende wirtschaftliche und politische Aktivitäten für die maritime Wirtschaft noch besser gebündelt und abgestimmt werden“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern umfasst die maritime Industrie (Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) rund 280 Unternehmen mit insgesamt rund 10.000 Beschäftigten. 2013 lag der Umsatz bei rund 1,5 Milliarden Euro (nach Angaben der Studie „Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Branchenstruktur und wirtschaftliche Grunddaten“ im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Rostock). Zum Schiffs- und Bootsbau zählen im Land etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. Der Schiffbau wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion zukunftsrelevanter, innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 4.800 Beschäftigten.

Nationale Maritime Konferenz (NMK)

Auf Initiative der Bundesregierung finden im zweijährigen Rhythmus Nationale Maritime Konferenzen statt. Mit der Durchführung der Konferenzen will die Bundesregierung die Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland hervorheben und gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung dieser Branche leisten. Vertreter aus den Bereichen Schiffbau, Schiffbauzulieferer, Meerestechnik, Offshore-Windenergie, Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft, der Wissenschaft und Forschung, der Gewerkschaften, der Politik sowie der Administration aus Bund und Ländern nehmen teil.

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