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Marine spendete 1.800 Euro für die Seebären

Vor fünf Jahren hat die Marine die Patenschaft über die Seebären übernommen

7.11.2017 – Heute war es wieder soweit, der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hat den Rostocker Seebären einen Besuch abgestattet und dem Zoo einen Spendenscheck überbracht. Vor fünf Jahren übernahm das Marinekommando die Patenschaft für die südafrikanischen Seebären. Jedes Jahr sammeln die Marinesoldaten und die Zivilangestellten auf ihrem Sommerfest im Zoo für ihre Patentiere. Zoodirektor Udo Nagel freute sich über das kleine Jubiläum sowie einen Spendenscheck in Höhe von 1.800 Euro und bedankte sich für die langjährige Unterstützung. „Wir freuen uns jedes Jahr auf diesen Termin, weil wir sehr dankbar für den guten direkten Draht zwischen Marine und Zoo oder auch von ‚Seebären in Uniform‘ zu unseren Seebären sind. Gerade durch unsere besonders treuen Paten können wir viele zusätzliche Projekte für die Tiere und Besucher im Zoo umsetzen“, so Nagel. Bereits seit 1985 gibt es Seebären im Rostocker Zoo. Seebären gehören wie die Seehunde zu den Robben. Die südafrikanischen Seebären sind an der West- und Südküste der Republik Südafrika beheimatet. Die Männchen können ein Gewicht von 350 kg und 2,50 m Länge erreichen, während die Weibchen nur 1,80 m groß werden. Im Moment besteht die Gruppe aus dem Seebärenbullen Pepe (5) sowie den weiblichen Tieren Angra (26), Daisy (20), Egoli (19) und Wendy (4).

Fotos: Kamen nicht mit leeren Händen: Stabsbootsmann Jens Gunstheim (v.li.), Fregattenkapitän Marc Gieseler und der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, versorgten ihre Schützlinge mit lecker Fisch, hier mit Tierpfleger Lars Purbst (re.). Vizeadmiral Andreas Krause (re.) übergab Zoodirektor Udo Nagel einen Spendenscheck vom Sommerfest der Marine. Fotograf: Joachim Kloock

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 Das geliebte Federvieh im Zoo Rostock

Fotoausstellung „Vögel im Zoo Rostock“ im Altweltaffen-Haus eröffnet

Fotos von Joachim Kloock

3.11.2017 – Unter dem Motto „Vögel im Zoo Rostock“ wurde heute die neue Ausstellung des Rostocker Zoovereins im Altweltaffen-Haus eröffnet. Vereinsvorsitzender Mirko Strätz und Vorstandmitglied und Ausstellungsinitiator Dittmar Brandt präsentierten dabei die Werke der Vereinsmitglieder und Zoointeressierten und stellten die Künstler vor. Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann dankte dem Zooverein und allen beteiligten Fotografen für das gelungene Ergebnis und die treue, zuverlässige Arbeit, um das Tierhaus der Wanderus und Husarenaffen regelmäßig mit einem weiteren Highlight in Form von Ausstellungen zu schmücken. In der Fotoausstellung, die bis zum 28. Januar 2018 im Zoo Rostock zu bestaunen ist, finden sich die gefiederten Bewohner des Zoos in allen erdenklichen Farben und Größen. Ob mit langen oder kurzen Beinen, schwarzweiß oder kunterbunt – ein Großteil der insgesamt 400 Vögel aus 77 Arten im Rostocker Zoo ist hier vertreten! Die fotografischen Arbeiten haben damit den Anspruch, die Artenvielfalt der Vogelwelt abzubilden und nebenbei auf die Zoo-Bewohner aufmerksam zu machen, die aufgrund von Größe oder Gefiederfarbe vielleicht auch mal übersehen werden. Denn nicht alle dieser Tiere setzen auf imposante und farbenprächtige Federkleider – auch Tarnung ist ein wichtiger Aspekt, der in der Ausstellung hervorgehoben wird. Wie schwierig es ist, einen Vogel gekonnt in Szene zu setzen und auf einem Foto zu bannen, betonte Dittmar Brandt. „Die flinken und agilen Tiere sind nicht leicht einzufangen, einige der Fotos sind daher echte Schnappschüsse“, sagte er glücklich, trotz dieser Herausforderungen eine sehenswerte Ausstellung zusammengetragen zu haben. Mit Geduld, Geschick und Herzblut haben die Künstler Arbeiten geschaffen, die sich nicht nur vom Aspekt der Artenvielfalt sehen lassen können, sondern auch fotografische Ansprüche bedienen. Vorbeikommen lohnt sich!

Grundsteinlegung für das POLARIUM

Bauarbeiten kommen ordentlich voran – Investitionen in saisonunabhängige Angebote sind wichtig für Tourismus

Die nächste Etappe ist geschafft, der Baufortschritt auf der Bärenburg wird immer sichtbarer. Gemeinsam mit vielen Beteiligten haben die Mitarbeiter des Zoos heute die Grundsteinlegung gefeiert. Neben Wirtschaftsminister Harry Glawe überzeugten sich viele Gäste von den Baufirmen, von der Stadt und vom Aufsichtsrat sowie die Förderer und Partner des Zoos und die Paten der Eisbären und Pinguine vom Baufortschritt und ließen sich über den aktuellen Entwicklungsstand informieren.

Bauarbeiten beim POLARIUM kommen voran

Begeistert zeigte sich auch Wirtschaftsminister Harry Glawe vom Baufortschritt. „Es ist schon beachtlich, was sich in nur sechs Wochen auf der Baustelle getan hat“, so Glawe. Am 13. September hatte der Minister persönlich den Fördermittelbescheid des Wirtschaftsministeriums auf der Bärenburg übergeben. „Hier arbeiten offensichtlich alle Hand in Hand und die Vorfreude auf das POLARIUM, das sicherlich wie das DARWINEUM weit über die Landesgrenzen ausstrahlen wird, wächst mit“, betonte Glawe weiter. Er machte auch auf die Bedeutung von saisonverlängernden Angeboten im Land aufmerksam. „Wir werden auch in den kühlen Monaten stärker nachgefragt. Die Übernachtungen ziehen in diesen Monaten stetig an. Die Mischung aus Übernachtungsmöglichkeiten und wetterfesten Angeboten kommt an. Das zeigt, wie wichtig gerade Investitionen in saisonunabhängige Angebote sind. Hier geht der Rostocker Zoo mit gutem Beispiel voran“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt Vorhaben

Das Wirtschaftsministerium des Landes MV fördert das Bauvorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Zum 800. Stadtjubiläum im kommenden Jahr – geplant ist im Spätsommer – soll das POLARIUM für die Besucher geöffnet werden. In der Erlebnis- und Bildungslandschaft werden künftig die Eisbären und Pinguine leben.  Zoodirektor Udo Nagel dankte allen Mitwirkenden für die engagierte Zusammenarbeit für das ambitionierte Zooprojekt und die Rückendeckung seitens der Stadt und Landesregierung. „Es ist herausragend, was auch unsere Mitarbeiter über ihre eigentliche Arbeit hinaus für Leidenschaft und Zeit in das Vorhaben investieren, und wie viele Unternehmen und Privatpersonen das POLARIUM in vielfältiger Form unterstützen.“

Wie weit sind die Bauarbeiten?

450 Kubikmeter Beton wurden bislang auf der Bärenburg eingebaut. Das entspricht 57 Betonmischer-Fahrzeugen und einem Gewicht von ca. 1.000 Tonnen. Die verarbeiteten 120 Tonnen Betonstahl wiegen so viel wie 80 Mittelklassewagen. Mittlerweile arbeiten verschiedene Gewerke auf der Baustelle, die sich in drei Abschnitte einteilt. Auf einer Teilbaustelle entsteht das zukünftige Besucherzentrum. Hier laufen gegenwärtig die Arbeiten an der Kellersohle, in der die umfangreiche Wasserfiltertechnik für die Tauchbecken untergebracht wird. Bis zum Ende dieses Jahres wird der Keller des Besucherzentrums fertiggestellt sein. Darin inbegriffen ist bereits die Einbringung der großen Filterkessel für die Wasseraufbereitung. Ein weiterer Bereich betrifft das Pinguinbecken und den zugehörigen Technikbereich. Die Schal- und Bewehrungsarbeiten für die Sohlen sollen planmäßig bis Ende Oktober abgeschlossen werden, so dass es mit der Errichtung der Beckenwände weitergehen kann. Daran schließen sich der Pinguinstall sowie das Tierpflegergebäude und die Eisbärenstallungen an. An diesem Bauteil werden die Arbeiten erst Anfang des neuen Jahres beginnen, sobald das Pinguinbecken fertig und die dazugehörende Versorgungstechnik installiert ist. Ebenfalls Anfang des Jahres soll die Metall-Hallenkonstruktion für das Pinguinrevier aufgebaut werden. Sollte das Wetter weiter mitspielen, wird im Frühjahr das Richtfest stattfinden. Eine Vielzahl der bisher vergebenen Gewerke konnte im Rahmen der Vergabeverfahren an regional ansässige Unternehmen vergeben werden. Während es nun auf der Baustelle sichtbar rasant voran geht, wird die finale Planung des Ausstellungsbereiches im Besucherzentrum noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber auch die Ausstellungsplaner arbeiten unter Hochdruck an der Ausgestaltung des Informationsbereiches im POLARIUM.

Einzug 2018: Eisbären, Pinguine und Ozeanbewohner

Ebenfalls hinter den Kulissen plant die Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann den Tierbestand im POLARIUM. „Vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wurde uns ein Eisbären-Zuchtpaar zugesagt. Allerdings steht noch nicht fest, welche Tiere das genau sein werden“, so Antje Zimmermann. Darüber hinaus wird geprüft, ob es möglich ist, Eisbärenoma Vienna aus Frankreich zurück nach Rostock zu holen. Entscheidend ist dabei ihr Gesundheitszustand. Vienna wird im kommenden Jahr 30 Jahre alt und sollte ihren verdienten Altersruhesitz in Rostock genießen. „Bezüglich der Humboldtpinguine stehen wir ebenfalls mit dem EEP im Kontakt. Einige der Rostocker Tiere leben zurzeit im Zoo Berlin und könnten an die Ostsee zurückkommen. Humboldtpinguine leben in Kolonien. Die Größe der Gesamtpopulation ist entscheidend für den Fortpflanzungserfolg und das Wohlbefinden dieser Tiere. Die neue Pinguinanlage ist für maximal 36 Pinguine und deren Nachwuchs ausgelegt. Zur Eröffnung rechnen wir zunächst mit einer kleineren Gruppe von zwölf bis 20 Tieren“, sagte Antje Zimmermann. Die Tierbestandsplanungen für die Aquarien sind bereits abgeschlossen. Aber auch hier wird es davon abhängen, welche Tiere 2018 tatsächlich zu erhalten sind. Der zweite Teil des Besucherzentrums stellt in seinem ca. 185 Quadratmeter großen Schaubereich unter anderem den Lebensraum „Meer“ dar. Als besondere Bestandteile der Lebensgemeinschaften in den Ozeanen werden hier verschiedene Quallenarten im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Durch sieben Quallenkreisel mit verschiedenen Quallenarten und fünf Aquarien soll das Leben in den Ozeanen nachempfunden werden.

Orang-Utan-Familie mit einer Botschaft für die Menschen

Nachwuchs im DARWINEUM – im Frühjahr werden zwei weitere Orang-Utan-Babys erwartet

 

23.10.2017 – Symbolisch hat eine Orang-Utan-Familie den Rostocker Zoo verlassen und sich in der Innenstadt niedergelassen. Heute wurde am WIRO-Parkhaus „Am Gericht“ in der August-Bebel-Straße das neue Wandmotiv der Rostocker Künstlerin Ina Wilken enthüllt. Es zeigt Mutter, Vater und Kind einer Orang-Utan-Familie. Zoodirektor Udo Nagel nutzte die Einweihung, um ein süßes Geheimnis aus dem DARWINEUM zu verraten. Nach der am 24. Juli geborenen Niah von Hsiao-Ning erwarten nun auch ihre Schwester Dinda und „Nachbarin“ Miri im Frühjahr 2018 Nachwuchs. „Umso mehr freuen wir uns, dass die WIRO nun die Patenschaft für beide Orang-Utan-Gruppen im Zoo übernommen hat“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. Die Rostocker Wohnungsgesellschaft hatte vor vier Jahren die Patenschaft für das Orang-Utan-Mädchen Surya sowie für die Galapagos-Riesenschildkröten übernommen.

Leben in Familie

„Mit dem Wandmotiv verbinden wir viele Themen, die uns als Wohnungsgesellschaft wichtig sind“, sagte der Vorsitzende der WIRO-Geschäftsführung, Ralf Zimlich. „Familie, Geborgenheit und Wohlfühlen. Aber als Partner des Zoos liegt uns auch der Natur- und Artenschutz am Herzen.“ Erneut hat die Künstlerin Ina Wilken dieses Anliegen bildhaft umgesetzt. Ralf Zimlich: „Das ist ihr unserer Meinung nach schon beim Eisbären-Hochhaus in der Südstadt ausgezeichnet gelungen. Wir hoffen, dass der eine oder andere Fußgänger, Rad- und Autofahrer beim Passieren des Parkhauses diese Gedanken aufgreift und wirken lässt.“ Das 2006 eröffnete WIRO-Parkhaus „Am Gericht“ mit 390 Stellplätzen ist ein beliebter Stopp bei City-Besuchern, die mit dem Auto in die Stadt fahren.  Die Malerin Ina Wilken möchte ihr neuestes Werk auch mit einer Botschaft verbinden. Das rund 230 Quadratmeter große Wandbild zeigt ein Orang-Utan-Baby, das von einer Liane zur Mutter herunterklettern möchte. Die Mutter sitzt auf einem halb abgestorbenen Ast, der auf die stark gefährdeten Lebensräume der Menschenaffen aufmerksam machen soll. Die Mutter wiederum schaut zum Vater ihres Kindes, der offensichtlich lautstark brüllt. Gilt der Schrei dem Menschen? Das wird bewusst offen gelassen. „Wir sind verantwortlich für einen funktionierenden Kreislauf zwischen der Umwelt, den Tieren und Menschen“, so die Künstlerin Ina Wilken. „Insofern ist für mich das Wandmotiv mehr als die Verschönerung einer Fassade.“ Im Gegensatz zum Eisbären-Hochhaus hatte sie bei diesem Projekt extrem mit dem starken Regen in diesem Jahr zu kämpfen, so dass sich die Fertigstellung etwas verzögert hatte.

Große Glücksgefühle im DARWINEUM

Zum 800. Stadtgeburtstag von Rostock kann der Zoo gleich zweimal mit Nachwuchs bei den Orang-Utans rechnen. „Sowohl die 13-jährige Miri als auch die elfjährige Dinda erwarten im Frühjahr erstmals Jungtiere“, informierte Kuratorin Antje Zimmermann. Miri hat sich sehr gut in ihre neue Gruppe mit Sunda (41), Surya (4) und Ejde (37) eingelebt. Miri und Ejde sind immer noch frisch verliebt und beschäftigen sich viel miteinander. Miri darf Ejde sogar das Futter aus dem Mund stibitzen. Für Ejde ist es das vierte Kind, drei hatte er zuvor mit Sunda. Die selbstbewusste und auch dominante Orang-Utan-Dame hatte sich bereits im März 2017 in Ejde verguckt, lebte aber zu dieser Zeit noch mit Sabas (14), Hsiao-Ning (14) und deren jüngerer Schwester Dinda zusammen. Ihr Verhalten brachte das Gruppenleben ordentlich durcheinander. Nach einer Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) durfte Miri am 17. Mai ins Nachbargehege umziehen. Eine sehr schöne Begleiterscheinung der neuen Liebe ist, dass Ejde in seinem Werben für Miri wieder begonnen hat zu singen.

Miri interessiert sich auch für das Nesthäkchen Surya, nur beim Futter endet die Freundschaft abrupt. In unmittelbarer Nachbarschaft wird Gruppenchef Sabas nun zum zweiten Mal Papa. Bald-Mutti Dinda versteht sich sehr gut mit ihrer Schwester Hsiao-Ning. Von ihr lernt sie bereits viel im Umgang mit ihrem Baby Niah. Dinda ist wie auch Hsiao-Ning eine Handaufzucht und bekommt auf diese Art und Weise hautnahen „Mutterunterricht“. Ausreichend Platz ist im DARWINEUM für den dritten und vierten Nachwuchs nach Surya und Niah, die Anlagen wurden entsprechend großzügig konzipiert. Die Orang-Utans haben auch jederzeit die Möglichkeit, sich in die geräumigen Innenbereiche zurückzuziehen. Im Sommer kommt dann eine große Außenanlage mit viel Grün, Kletter- und Spielmöglichkeiten hinzu. Die Menschenaffen können sich so auch mal aus dem Weg gehen, wenn es ähnlich wie bei den Menschen zu kleineren Streitigkeiten kommt. „Für die Besucher wird es noch interessanter im DARWINEUM, weil viele typische Verhaltensweisen der roten ‚Waldmenschen‘ bei der Jungtieraufzucht zu beobachten sind“, so Antje Zimmermann.

Bildunterschrift: Stolz präsentieren WIRO-Geschäftsführer Ralf Zimlich, Künstlerin Ina Wilken und Zoodirektor Udo Nagel die neuen Wandmotive am WIRO-Parkhaus in der August-Bebel-Straße. Fotos von Joachim Kloock

Eine Trainingseinheit auf „Augenhöhe“ mit den flinken Patentieren

Rund 300 Tierpaten unterstützen den Rostocker Zoo

Bislang kamen die Patentiere immer ans Ufer, wenn ein Treffen oder eine Taufe mit der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) anstand. Heute gab es ein Wiedersehen im Schwimmbecken auf Augenhöhe. OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt und Tim Schmitt vom aktuellen Deutschen Beachsoccer-Meister, den Rostocker Robben, absolvierten kurzerhand eine gemeinsame Trainingseinheit im Taucheranzug und mit Ball im Robbenbecken. Zoodirektor Udo Nagel, der lieber an Land blieb, nutze die Gelegenheit, sich bei dem langjährigen Partner zu bedanken. „Die OstseeSparkasse Rostock gehört zu den ersten und wichtigsten Förderern des Zoos und unterstützt seit vielen Jahren in vielfältiger Form den Rostocker Zoo, unter anderem als Premiumpartner der Gemeinschaft ‚Natur- und Artenschutz‘, aber auch bei der Klassik-Nacht oder Tierpatenschaften.“ Paten-Seehund Flossi ist seit 1994 als offizielles Maskottchen der Sparkasse im Einsatz. Nachfolger ist Seehund Gizmo, der mit seinen Weibchen Susi, Hanja und Lilly ein munteres Quartett bildet. „Mit der OstseeSparkasse an der Seite konnten wir viele wichtige Projekte verwirklichen“, betonte Nagel.

Erdmännchen am beliebtesten

Aktuell unterstützen neben der OstseeSparkasse rund 300 Tierpaten den Rostocker Zoo. Zwei Drittel davon sind Einzelpersonen, die selbst eine Patenschaft abgeschlossen oder geschenkt bekommen haben. Die Rangliste der beliebtesten Patentiere führen die quirligen Erdmännchen mit 26 Paten souverän an, gefolgt von den Humboldtpinguinen (15), Eisbären (11), Löwen (10) und Orang-Utans (9). Auch die Gorillas, Zebras, Inkaseeschwalben, Galapagos-Riesenschildkröten, Zwergflusspferde, Seepferdchen und Quallen sind Patentiere. Trotz der Umbauarbeiten für das POLARIUM halten die Paten zu ihren Tieren, die momentan gar nicht in Rostock zu sehen sind. Einige Tiere sind noch ohne Paten, so beispielsweise die Muntjaks, die fleißigen Blattschneiderameisen, die Pferdeantilopen oder Piranhas. Die Tierpaten kommen auch aus anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, HamburgBrandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen und Nordrhein-Westphalen und sogar aus der Schweiz (Baumkänguru) und Norwegen (Seeadler).

Aber nicht nur Tiere können unterstützt werden. So hat das Unternehmen Harald Mick Transporte seit 2005 die Patenschaft für eine Dahlie Mick’s Peppermint übernommen. Darüber hinaus werden auch Patenschaften für Lieblingsplätze im Zoo und auch Bänke angeboten. Mit den Einnahmen aus den Patenschaften auf Zeit werden vor allem die Haltungsbedingungen weiter verbessert und kleinere Investitionen finanziert. Schon ab 50 Euro kann eine Tierpatenschaft erworben werden, die in verschiedenen Formen gewürdigt wird. Besiegelten die Fortsetzung der Unterstützung – OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt (re.) mit Zoodirektor Udo Nagel und „Beachsoccer-Robbe“ Tim Schmitt (li.). Vorher gab es eine gemeinsame Trainingseinheit im Robbenbecken mit den Tierpflegerinnen Rita Hofgärtner (re.) und Tina Kwapir, die ausreichend Fische zur Belohnung mitgebracht hatten.

Wisentbulle Wilson legt nach. Ein quicklebendiges Abschiedsgeschenk von Zebrahengst Amref für Rostock

Der Zoo Rostock sucht Tierpaten und Namen für zwei Jungtiere

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Zebra, Foto: Joachim Kloock

22.9.2017 – Doppelte Freude bei den Tierpflegern im Rostocker Zoo – der junge Wisentbulle Wilson (3) wird zum zweiten Mal in diesem Jahr Vater und der im August 2016 in den Krefelder Zoo umgezogene Zebrahengst Amref (6) hat dem Zoo zum Abschied ein kleines Zebrafohlen geschenkt. Beiden Jungtieren, die täglich viel im Außengehege unterwegs sind, geht es sehr gut. „Für beide Tiere suchen wir Paten“, betonte Marketingchef René Gottschalk. „Die Tierpaten sollen auch bei der Namenswahl mitentscheiden können und bei der Taufe mit ihren Familien dabei sein.“

Das männliche Zebrafohlen wurde am 4. September 2017 geboren. Mutter ist die sieben Jahre alte Hanika, die am 14. Dezember 2015 bereits das Zebramädchen Shari zur Welt gebracht hat. Das Jungtier ist gesund und munter und entwickelt sich altersgemäß. Der kleine Hengst bewegt sich viel und gerne auf der Anlage. Momentan ernährt er sich noch vollständig von der Milch seiner Mutter. Mit etwa drei Monaten beginnt er dann auch, feste Nahrung  wie beispielsweise Heu zu sich zu nehmen. Die dreiköpfige Zebrafamilie, die sich ihr Gehege mit den Watussi-Rindern und Elenantilopen teilt, ist auf der Anlage vor dem DARWINEUM zu sehen.

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Wisent, Foto: Joachim Kloock

Am 17. September wurde der stattliche Wisentbulle Wilson zum zweiten Mal Vater. Mit Mutter Gerda (7) wurde es wieder ein kleines Wisentmädchen. Ihre am 1. Juni dieses Jahres geborene Schwester mit Mutter Tisnelda (6) wurde im Sommer auf den Namen Willow getauft.

Zur Gruppe um Nesthäkchen Willow und das noch namenlose Jungtier auf der Wisentanlage im neuen Teil des Zoos gehören neben Tisnelda, Wilson und Gerda auch noch Wabe (21) sowie die 2015 geborene Walli (2). Seit 1960 gibt es Wisente im Zoo Rostock.

Abschied von Eisbär Lars

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Eisbär Lars, Foto: Joachim Kloock

19.9.2017 – Eisbär Lars, der Vater von Fiete und Knut, ist gestern, am 18. September, im dänischen Zoo Aalborg verstorben. „Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos sind sehr traurig und bestürzt über den Tod von Lars“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Wir standen ständig in Kontakt mit den dänischen Kollegen, die alles in ihrer Macht Stehende für Lars getan haben. Die Entscheidung, Lars von seinen Leiden zu erlösen, ist aufgrund der schwerwiegenden Krebserkrankung schweren Herzens zu verstehen.“

Am 5. September 2017 wurde bei dem 23-jährigen Lars eine Zahnbehandlung durchgeführt, bei der ebenfalls ein allgemeiner Gesundheits-Check-Up erfolgte und eine Blutprobe entnommen wurde. Aufgrund stark erhöhter Leberwerte, die auf eine schwerere Erkrankung hinwiesen, wurde entschieden, Lars am 18. September erneut zu untersuchen. Die Untersuchung wurde von einem Fachärzteteam, darunter Tierärzte des Zoos Aalborg sowie Krebsspezialisten, durchgeführt. Die Ergebnisse der erneuten Untersuchung von Blut- und Gewebeproben wiesen auf eine schwerwiegende Krebserkrankung hin. Daraufhin wurde entschieden, Lars von seinen Leiden zu erlösen. Bei der späteren Obduktion wurde ein großer Lebertumor gefunden, der bereits große Teile der Leber befallen hatte. Lars wurde am 12. Dezember 1993 im Tierpark Hellabrunn in München geboren. Er lebte von 1999 bis 2009 im Zoo Berlin und ab Oktober 2009 im Zoo Wuppertal. Am 22. Mai 2012 kam er nach Rostock, wo er bis zu seinem Umzug nach Aalborg am 1. April 2015 lebte.

Lars ist Vater des in Berlin geborenen Knut (2006-2011) sowie der im Januar 2012 in Wuppertal geborenen Anori und des Rostocker Eisbären Fiete, der am 3. Dezember 2014 geboren wurde und seit November 2016 im ungarischen Zoo Sóstó lebt. Mutter von Anori und Fiete ist Vilma. Lars ist ebenfalls Vater der im November 2016 im Zoo Aalborg geborenen Zwillinge. Während bei Lars eine klare Erkrankung diagnostiziert werden konnte, verstarb Fietes Mutter Vilma unerwartet am 7. November 2016 im Aalborger Zoo. Sowohl der Zoo Aalborg als auch der Rostocker Zoo warten auf die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse. Untersucht wird Vilmas Todesursache wie auch damals die von Knut im Berliner Institut für Wildtierforschung. Vilma wurde am 3. Dezember 2002 im Rostocker Zoo geboren.