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Erstmals Nachwuchs bei den Polarfüchsen im Rostocker Zoo  

Schwarz, weiß und neun auf einen Streich 

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

13.7.2017 – Der Zoo Rostock freut sich über neun junge Polarfüchse. „Dreimal schwarz, sechsmal weiß, fünf Jungs und vier Mädchen und alle sind putzmunter“, informierte heute Kuratorin Antje Zimmermann. „Sie entwickeln sich prächtig, spielen und toben viel.“ Es ist nicht nur der erste Polarfuchs-Nachwuchs überhaupt im Zoo Rostock, auch für die Elterntiere Ronja und Loki ist es der erste Wurf.  Polarfüchse bekommen durchschnittlich drei bis neun Welpen pro Wurf, wobei auch eine Anzahl von bis zu 12 Jungtieren nicht ungewöhnlich ist. Die Größe eines Wurfes ist, besonders in der freien Wildbahn, stark vom Nahrungsangebot und den klimatischen Verhältnissen abhängig.

Füttern die Mutter, Spielen der Vater

Die Mutter kümmert sich sehr gut um ihre Rasselbande. So trägt sie ihren Welpen beispielsweise das Futter in die Höhle. Auch kommuniziert sie mit ihren Kindern. Ist außerhalb der schützenden Höhle zu viel Trubel, warnt sie ihre Jungen mit bestimmten Lauten. Ist es ruhiger, lockt sie die Jungtiere nach draußen, wie die Tierpfleger beobachtet haben. Diese hatten auch Anfang Juni Veränderungen und geschäftiges Treiben bei Ronja bemerkt (Wahrscheinlicher Geburtstermin um den 1. Juni). Die Jungtiere lagen allerdings nicht sichtbar und gut versteckt in der Höhle und haben auch erst nach etwa vier Wochen das erste Mal für kurze Zeit das Wurfversteck verlassen. Neugeborene Polarfüchse werden blind, taub und zahnlos geboren. Sie wiegen dann zwischen 50 und 130 Gramm. „Unsere Jungtiere bringen inzwischen schon alle mehr als ein Kilogramm auf die Waage“, so Antje Zimmermann. „Die Kleinen werden jetzt mutiger und kommen immer öfter aus dem Bau. Gut zu beobachten sind sie insbesondere zu den Fütterungszeiten um 9 Uhr, zwischen 11 und 12 sowie zwischen 14 und 15 Uhr.“

Mutter Ronja wurde am 16. Mai 2012 auf der Elch- und Rentierfarm Golz in Brandenburg geboren und wechselte am 20. August 2012 nach Rostock. Der stolze und noch sehr verspielte Vater Loki kam am 28. April 2016 im Wildpark Lüneburger Heide zur Welt und ist seit dem 19. August 2016 der Partner von der zutraulichen Ronja. Er beteiligt sich eher weniger an der Aufzucht, fordert seine Kinder aber immer wieder zum Spielen auf. Dies ist sicherlich auch seinem eigenen, noch sehr jungem Alter geschuldet. Polarfüchse sind monogam und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen. Schon mit ungefähr sechs Wochen werden junge Polarfüchse von der Muttermilch entwöhnt. Bereits mit 15 bis 20 Tagen bekommen sie auch erste feste Kost in Form von den Eltern vorverdauter Nahrung, bevor sie dann mit vier bis sechs Wochen feste Nahrung zu sich nehmen. „Wir können gerade gut beobachten, dass die Jungtiere von ihrer Mutter mehr und mehr an die richtige Nahrung herangeführt werden“, so die Kuratorin. Auf dem Speiseplan der Polarfüchse stehen alle Arten von Fleisch, unter anderem Küken, Mäuse, Ratten, Putenhälse, Rindfleisch und Kaninchen. Dies macht den Hauptteil der Nahrung aus. Zur Beschäftigung bekommen sie aber auch Obst und Gemüse. Auch die Jungtiere erhalten neben Fleisch etwas Obst und Gemüse, um an diese Nahrung gewöhnt zu werden.

Mehr Platz für die kleinen Racker

Das Gehege der Polarfüchse im historischen Zooteil wurde indes durch die Zoomeisterei erweitert, um mehr Platz für die jetzige Großfamilie zu schaffen. Die Polarfuchsanlage wurde mit dem Revier der Schneeeulen verbunden. Somit steht den Polarfüchsen nun mehr als doppelt so viel Platz zur Verfügung. Die Schneeeulen ziehen übergangsweise in die Volierenreihe hinter den Zwergziegen. Vom Gehege der Ziegen sind sie gut zu sehen. Der Polarfuchs ist übrigens der einzige Wildhund, der die Farbe seines Pelzes den Jahreszeiten entsprechend anpasst. Im Sommer ist das Fell an Kopf, Rücken, Schwanz und Beinen bei allen Polarfüchsen braun, die Flanken und der Bauch hellbeige. Im Winter, etwa ab Oktober, November gibt es dann zwei völlig verschiedene Farbvarianten. Da ist einmal der „Weißfuchs“, der ein rein weißes und dickes Winterfell hat wie Ronja und zum anderen der „Blaufuchs“ wie Loki, dessen Fellfarbe von hellgrau über dunkelblau bis sogar schwarz variiert. Polarfüchse leben erst seit 2000 im Rostocker Zoo. Im Juli 2000 sind die ersten Polarfüchse, das Pärchen „Agneta“ und „Kjell“, in Rostock eingezogen. Nun gibt es erstmals eigenen Nachwuchs.

„Die Zauberhafte“ – kleines Wisent-Mädchen auf den Namen Willow getauft

Jungtierpremiere für Wisentbulle Wilson und Tisnelda

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

10.7.2017 – Früher als erwartet gab es großen Grund zur Freude im Wisentgehege. Jungbulle Wilson, erst seit einem Jahr in Rostock, erlebte zusammen mit seiner Tisnelda eine Premiere. Am Kindertag, am 1. Juni, wurde ein kleines Wisentmädchen geboren. Nun haben die langjährigen Paten, Familie Stein aus Rostock, und Familie Schmidt, die sich an der öffentlichen Namenssuche beteiligt hat, den jüngsten Nachwuchs von Tisnelda und Wilson auf den Namen Willow getauft.  Marketingchef René Gottschalk bedankte sich bei den Tierpaten für ihr langjähriges Engagement für die stark bedrohte Tierart. „Alle unsere Tierpaten, insgesamt rund 200 Privatpersonen und Unternehmen, leisten viel für den aktiven Natur- und Artenschutz“, hob René Gottschalk hervor.

Eine Spielgefährtin für Walli

Unter vielen Vorschlägen hat sich letztendlich der Name Willow für die Tochter von Tisnelda und Wilson durchgesetzt. Der Name kommt aus dem altenglischen und ist nach der Weide benannt. Der Baum steht in der keltischen Mythologie für den Zauber, daher wird der Name auch mit „die Zauberhafte“ übersetzt. Mutter ist die am 7. Juni 2011 im Tierpark Berlingeborenen „Tisnelda“. Sie kam im Mai 2012 aus Berlin in den Rostocker Zoo. „Für Tisnelda ist es das erste Jungtier. Sie kümmert sich prima um ihr Kleines“, betonte Kuratorin Antje Zimmermann. Vater ist der erst im letzten Jahr aus dem Tierpark Neumünster an die Küste gekommene und im Juni 2016 von Innenminister Lorenz Caffier getaufte Bulle „Wilson“. Er wird am 6. August 3 Jahre alt. „Willow hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Die Tierpfleger schätzen das Gewicht auf ca.40 kg. Momentan ernährt sich die Kleine noch von Muttermilch. Mit ca. drei Monaten wird sie versuchen, die erste feste Nahrung zu sich zu nehmen, in einem halben Jahr wird sie dann wie die erwachsenen Tiere der Herde Heu, Grünfutter und Äste fressen“, so Antje Zimmermann. Die stattlichen Wisente ernähren sich rein pflanzlich. Zur Gruppe um Nesthäkchen Willow auf der Wisentanlage im neuen Teil des Zoos gehören neben Tisnelda und Wilson auch noch Gerda (7) und die „Rostockerin“ Wabe (21) sowie die 2015 geborene Walli (1), die am 25. Juli ihren 2. Geburtstag feiert. Walli war 2015 der erste Wisent-Nachwuchs nach sieben Jahren im Rostocker Zoo. Eltern sind und die 2010 im Tierpark Hirschfeld geborene Gerda und der verstorbene Wisentbulle Wilkos. Seit 1960 gibt es Wisente im Zoo Rostock.

Gelebter Artenschutz

Das „Wildtier des Jahres 2014“ ist ein klassisches Beispiel für die Arterhaltungserfolge der Zoologischen Gärten. Denn eigentlich waren die Wildrinder in freier Natur schon ausgestorben. 1952 wurden die ersten Wisente aus mehreren Zoos im polnischen Urwald von Białowieża wieder der freien Natur überlassen. Heutegibt es ca. 3.600 freilebende Wisente in sechs Ländern – in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Russland und Litauen und auch eine kleine Herde in Deutschland, im südwestfälischen Rothaargebirge. Auch der Rostocker Zoo hat sich an dem deutschen Auswilderungsprogramm beteiligt. Zum Schutz der Wisente arbeiten allein in Deutschland vier Regionalzentren, die Ansprechpartner für die ca. 80 Wisenthalter in Deutschland sind und deren Ziel die Qualitätssteigerung der Wisenterhaltungszucht ist. Der Wisent gilt in Europa als das größte Landsäugetier. Ausgewachsene Bullen können bis zu 1.000 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 20 Jahren.

Informationen zur Tierpatenschaft

http://www.zoo-rostock.de/de/unser_zoo/foerdern_helfen/zoo_patenschaften

Ein Axolotl im Zoo Rostock

Axolotl

Axolotl, Foto: Joachim Kloock

Der Axolotl ist ein aquatil lebender mexikanischer Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche, der natürlicherweise nur als Dauerlarve auftritt. Axolotl erreichen die Geschlechtsreife, ohne ihre äußere Larvengestalt zu verändern und eine bei Amphibien sonst übliche Metamorphose zu durchlaufen. Alexander von Humboldt brachte im August des Jahres 1804 als Erster Axolotl nach Europa. Axolotl haben unter guten Bedingungen eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Eine Besonderheit, die der Axolotl etwa mit dem Grottenolm und manchen anderen sogenannten obligat pädomorphen Amphibien gemeinsam hat, ist, dass sie nie richtig erwachsen werden, sondern ihr gesamtes Leben im kiemenatmenden Larvenstadium unter Wasser verbringen. Trotzdem erreichen sie die Geschlechtsreife. Grund für die ausbleibende Umwandlung ist ein angeborener Schilddrüsendefekt: Für die Metamorphose notwendige Hormone können nicht ausgeschüttet werden. Axolotl verfügen über die Fähigkeit, Gliedmaßen, Organe und sogar Teile des Gehirns und Herzens wiederherzustellen. Die Regenerate sind in der Regel keine Verkrüppelungen, sondern vollständig und funktionstüchtig. Nach einer Verwundung bildet sich ein Wundepithel, das auch darunterliegendes Gewebe zur Heilung veranlasst. Nach wenigen Tagen bildet sich bei verlorenen Körperteilen eine Art Regenerationsknospe, aus der das Körperteil nach wächst.

Mit etwa 8 bis 15 Monaten werden Axolotl geschlechtsreif. Im natürlichen Lebensraum liegt die Paarungszeit wohl im Februar, wenn in den Bergen der Schnee schmilzt und kühles Tauwasser die Wassertemperatur der Heimatseen vorübergehend deutlich absenkt. In Aquarien kann es auch zu sonstigen Zeiten zur Fortpflanzung kommen. Die Larven schlüpfen, stark temperaturabhängig, nach ungefähr 15 bis 20 Tagen Embryonalentwicklung. Zunächst zehren sie noch zwei Tage von ihrem Dottervorrat, bevor sie selbständig auf Nahrungssuche gehen. Wildlebende Axolotl ernähren sich als Lauerjäger von Krebstieren, weiteren wasserbewohnenden Wirbellosen (beispielsweise Insektenlarven), kleinen Fischen und dem Laich sowie Jungtieren von anderen Lurchen. Auch der Nachwuchs der eigenen Art gehört zu ihrem Nahrungsspektrum. (Textquelle Wikipedia)

Veröffentlicht 30. Juni 2017 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

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Wohlfühlgrummeln und erste Kuscheleinheiten – Kwame hat sich gut in Rostock eingelebt

Die Chefin der Rostocker Stadtwerke AG Ute Römer besuchte ihr jüngstes Patenkind

28.6.2017 – Kwame hat nicht nur innerhalb kürzester Zeit die Herzen der Rostocker Zoobesucher erobert, sondern sich auch prima in seine neue Gruppe eingelebt. Seit Oktober vergangenen Jahres lebt der sechs Jahre alte Gorillajunge, der aus dem Heidelberger Zoo an die Küste kam, in der Gruppe von Rostocks bekanntem Silberrücken Assumbo (43) und seinen drei Frauen Eyenga (12), Yene (16) und Zola (9). Heute hat sich Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke Rostock AG, davon überzeugt, dass ihr jüngstes Patenkind in der Gorillagruppe seine Rolle gefunden hat. „Ich freue mich riesig, dass sich Kwame inzwischen als ein vollwertiges Familienmitglied etabliert hat. Damit hat die Gruppe eine gute Perspektive, selbst einmal Nachwuchs hervorzubringen“, unterstrich Ute Römer. Die insgesamt sieben Gorillas in Rostock zählen zu den akut gefährdeten Westlichen Flachlandgorillas, die auch auf der Roten Liste für vom Aussterben bedrohte Tiere stehen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Kamerun und dem Westen der Zentralafrikanischen Republik über Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo bis in die angolanische Exklave Cabinda. Experten schätzen, dass es nur noch rund 90.000 ihrer Art gibt. Zoodirektor Udo Nagel dankte der Stadtwerke Rostock AG für ihr langjähriges Engagement für den Rostocker Zoo. „Diese Unterstützung ermöglicht es uns, auf wichtige Themen im Artenschutz aufmerksam zu machen und unsere Besucher zu sensibilisieren, selbst aktiv zu werden.“ Die Stadtwerke Rostock AG, Paten der Gorillagruppe um Silberrücken Assumbo, zählt seit 2004 zu den Hautpartnern des Rostocker Zoos für Natur- und Artenschutz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Unterhaltung und Fortentwicklung der größten Freizeiteinrichtung der Hansestadt und des Landes. Extra für die heutige Stippvisite bei den Patentieren der Stadtwerke Rostock AG haben Mädchen und Jungen der Paul-Friedrich-Scheel-Schule Rostock Beschäftigungsrollen gebastelt, in denen leckere Rosinen versteckt waren. Gemeinsam mit Vorstand Ute Römer haben sie beobachtet, wie die Gorillagruppe auf das selbst hergestellte Spielzeug mit den schmackhaften Früchten reagiert hat.

Merkmal Kullerbauch und immer gut drauf

Kwame ist ein sehr fröhlicher, teils noch kindlicher, teils schon jungerwachsener Gorilla-Mann, der sehr gut zeigen kann, wenn er sich wohlfühlt. Dann grummelt er genussvoll oder liegt quietschvergnügt auf dem Rücken. Während sich bei ihm in der Anfangszeit alles hauptsächlich ums Futter, Toben und Spielen drehte, fängt er langsam an, sich auch für die Mädels in der Gruppe zu interessieren. Laut Aussage der Tierpfleger bemühen sich insbesondere Zola oder Eyenga intensiv um Kwames Aufmerksamkeit, der sich den kleineren „Kuscheleinheiten“ nicht mehr ganz abgeneigt zeigt. Dennoch, das leckere Futter steht immer noch an Nummer 1 auf Kwames Tagesprogramm, was auch an seinem deutlichen Kullerbauch zu erkennen ist. „Wir sind mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden und sehen positiv in die Zukunft. Kwame wird in aller Ruhe in seine Position als neuer Silberrücken hineinwachsen“, ist sich Kuratorin Antje Zimmermann sicher. „Er lernt viel von Assumbo, der gerade in der Anfangszeit schützend seine Hand über den Jungspund aus Heidelberg gehalten hat und der in Rostock seine Altersruhezeit genießen soll.“ Männliche Gorillas werden mit neun bis zehn Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit sieben bis zehn Jahren. Somit hat der kleine Kwame auch noch ein wenig Zeit, die Nachfolge von Assumbo anzutreten.

Fotos: Joachim Kloock
Stadtwerkechefin Ute Römer und Zoodirektor Udo Nagel
besiegelten heute die Fortsetzung der Patenschaft für Assumbos Gorillagruppe. Für leckere Überraschungen sorgten die Schüler der Paul-Friedrich-Scheel-Schule Rostock.

Das Jubiläumsmaskottchen der Universität Rostock bekommt Familiennachwuchs

Rektor Prof. Wolfgang Schareck besiegelt Patenschaft für zwei Steinkäuze im Rostocker Zoo 

Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck (re.) und Zoodirektor Udo Nagel besiegelten heute die Patenschaft für das Steinkauzpärchen. Foto: Joachim Kloock

Professor Wolfgang Schareck und Zoodirektor Udo Nagel, Foto: Joachim Kloock

19.6.2017 – An der Eulenscheune im Rostocker Zoo wurde heute eine Patenschaft der besonderen Art vereinbart. Zoodirektor Udo Nagel und Universitätsrektor Prof. Wolfgang Schareck haben an der Vogelvoliere ein Patenschaftsschild der Universität Rostock für ein Steinkauzpärchen angebracht. Dort leben seit kurzem die zwei Neuzugänge, die künftig die enge Verbundenheit von Universität und Zoo symbolisieren und für das große Jubiläum der ältesten Hochschule im Ostseeraum werben sollen. „Wir danken der Universität Rostock für die Übernahme der Patenschaft“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Gemeinsam wollen wir die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit in vielen Themenfeldern in den kommenden Jahren weiter vertiefen. Wenn die Universität im Jahr 2019 ihr 600. Jubiläum begeht, steht im Zoo der 120. Geburtstag an. Da sind etliche Aktionen zusammen mit der Universität geplant. Schon am 30. Juni wird im DARWINEUM die Ausstellung von Zoo und Uni ‚BLASCHKA – Gläserne Geschöpfe des Meeres‘ eröffnet.“

Eine blau-maritime Eule ist das noch namenlose Jubiläumsmaskottchen der Universität Rostock, die nun auch zwei lebende Vorbilder im Zoo hat, die zudem Nachwuchs erwarten. So können sich die gefiederten Botschafter des historischen Jubiläums möglicherweise schon bald auf fiependen Nachwuchs freuen. „Die Universität möchte ihr großes Festjahr mit allen Rostockern und Freunden der traditionsreichen Alma Mater feiern“, kündigte Rektor Prof. Wolfgang Schareck an. „Dazu gehört einerseits, auch schon Kinder und Schüler für die Wissenschaft zu begeistern, andererseits auf einen aktiven Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Somit kommt unserem tierischen Aushängeschild für das Jubiläum eine gewichtige Bedeutung und spannende Rolle zu. Für unseren 600. Geburtstag haben wir eine authentische Identifikationsfigur gesucht und einen echten Überflieger gefunden“, so Schareck.

Vorfreude: Zwei Eier im Gelege

Die Steinkäuze, die seit Mai im Zoo Rostock ihr neues Zuhause haben, stammen von einem privaten Eulenzüchter aus der Nähe von Greifswald. Die Steinkäuze leben in einer von zwei Volieren in der Eulenscheune im alten Zooteil. In unmittelbarer Nachbarschaft sind ein Auerhahn und sieben Sperbereulen beheimatet. Im Zoo gibt es darüber hinaus noch eine Sumpfohreule, einen Uhu sowie jeweils zwei Schnee-Eulen, Waldkäuze und Bartkäuze zu sehen. Beide Steinkäuze sind ca. zwei Jahre alt. Steinkäuze können in der Natur bis zu 15 Jahre alt werden, in Zoos bis zu 18 Jahre. Der Steinkauz gehört mit zu den bekanntesten Eulen Europas. Er brütet in Mitteleuropa überwiegend in Baumhöhlen bzw. alten Kopfbäumen. Das Gefieder der kurzschwänzigen kleinen Eule ist auf der Oberseite dunkelbraun und dicht weißlich gefleckt. Die Unterseite ist weißlich und breit dunkelbraun gestreift. Über den großen gelben Augen befinden sich schmale weiße Überaugenstreifen. In der Natur gehören Kleinvögel, Kleinsäuger, Insekten und auch Reptilien zum Speiseplan des Nachtjägers. Im Zoo werden überwiegend Mäuse und Küken gereicht. „Unser harmonisches Pärchen hat sich inzwischen gut eingelebt“, betonte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die Tierpfleger freuen sich schon jetzt auf baldigen Nachwuchs, da im Gelege zwei Eier gefunden wurden.“

Vogel der Weisheit ist bedroht

Der Steinkauz galt im antiken Griechenland als „Vogel der Weisheit“. Er begleitet auf vielen Darstellungen Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit. Auf die enge Verbindung weist auch der wissenschaftliche Name des Steinkauzes hin: „Athene noctua“ heißt übersetzt „nächtliche Athene“. Athenische Silbermünzen waren auf einer Seite mit einem Abbild Athenes, auf der anderen Seite mit der Figur des Steinkauzes geprägt. Daher stammt auch die seit der Antike bekannte Redensart „Eulen nach Athen“ tragen als Sinnbild für „etwas Überflüssiges tun“. Auch heute ist ein Teil dieser antiken Münze auf der griechischen 1-Euro-Münze zu sehen. Der „Vogel der Weisheit“ ist übrigens auch mehrfach an den Wänden des historischen Rostocker Uni-Hauptgebäudes zu entdecken. Heute ist der kleine Kauz vor allem durch die enge Nachbarschaft zum Menschen gefährdet. Hauptursache für den fortschreitenden Bestandsrückgang des Steinkauzes ist der Verlust an geeignetem Lebensraum. Auslöser sind die Intensivierung der Landbewirtschaftung, die zunehmende Wohnbebauung in ländlichen Regionen oder auch die Sanierung alter Gemäuer. Naturschutzverbände haben durch eine aktive Informationsarbeit und Ausgleichsmaßnahmen in Eulenbiotopen aber bereits erste Erfolge in der Bestandssicherung zu verzeichnen.

Namen für Eulen-Trio gesucht

Sowohl für das gezeichnete zwinkernde Jubiläumsmaskottchen, das schon mit dem Spitznamen „Plinkuul“ eine gewisse Bekanntheit in Rostock erlangt hat, als auch für die beiden neuen Steinkäuze im Rostocker Zoo sucht die Universität Rostock nun passende Namen. Studierende, Mitarbeitende, Zoofreunde und Eulenfans sind dazu aufgerufen, bis zum 31. Juli Namensvorschläge beim Jubiläumsteam einzureichen. Die Ideen können entweder per E-Mail an jubilaeum2019@uni-rostock.de geschickt oder auf der Facebookseite des Unijubiläums  (www.facebook.com/600JahreUniRostock) gepostet werden. Unter allen Teilnehmenden werden tolle Preise verlost.

19. Klassik-Nacht mit australischem Stardirigent und Berliner Sopranistin „Summertime“ an der POLARIUM-Baustelle

6.6.2017 – Die 19. Klassik-Nacht am Freitag, dem 9. Juni 2017, bringt die „Summertime“ in den Rostocker Zoo. Mit Werken von George Gershwin, Leonard Bernstein und vielen anderen weltbekannten Komponisten führt der Stardirigent Nicholas Milton durch einen beschwingten Konzertabend in einmaliger Umgebung. Nach den französischen und britischen Klängen in den Jahren 2009 und 2011 gibt der Australier sein nunmehr drittes Gastspiel im Zoo Rostock. Die 19. Auflage des Open-Air-Events wird außerdem von der Berliner Sopranistin Katharina Göres begleitet. Die Erlöse kommen dem POLARIUM, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, zugute. „Wir freuen uns auf einen grandiosen Abend, mit einem Programm, das nicht schöner auf den kommenden Sommer einstimmen könnte und mit einer Premiere. Erstmals wird die Berliner Sopranistin Katharina Göres bei der Klassik-Nacht auftreten“, sagte Udo Nagel. Der Zoodirektor machte zugleich bei der heutigen Vorstellung der Highlights der beliebten Veranstaltung mit dem Volkstheater Rostock deutlich, dass die Klassik-Nacht nur gemeinsam mit vielen langjährigen Sponsoren gestemmt werden kann. „Wenn das 20. Klassik-Konzert im kommenden Jahr ansteht, blicken wir zum neuen POLARIUM. Wir können direkt an der Veranstaltungsbühne miterleben, wofür wir dieses Benefizereignis zusammen auf die Beine stellen.“ Jedes Jahr lauschen rund 3.000 Klassik-Freunde der Norddeutschen Philharmonie Rostock im Herzen des Rostocker Zoos und genießen die nächtliche Stimmung der Tierpark-Kulisse.  Das Benefizkonzert zugunsten der neuen Eisbärenanlage ist eine Koproduktion zwischen der Volkstheater Rostock GmbH und dem Rostocker Zoo, unterstützt durch die Premiumpartner für Natur- und Artenschutz sowie weitere Rostocker Kultursponsoren. Das sind die Stadtwerke Rostock AG, Lotto-Toto MV, die Hafen- Entwicklungsgesellschaft Rostock, WIRO Wohnen in Rostock und die Ostseesparkasse Rostock sowie die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen Rostock eG, die Warnowquerung GmbH, die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), die Eurawasser Nord GmbH und die EEW-Special Pipe Constructions GmbH.

A Little Bit in Love

Wer Stardirigent Nicholas Milton schon einmal in Aktion erlebt hat, weiß, welch Feuerwerk der Emotionen und großen Gefühle er entfachen kann. Dazu hat sich der bekannte Dirigent vom fünften Kontinent ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, bei dem viele Klassiker und Ohrwürmer aufgespielt werden. Musicalhits von Leonard Bernsteins wie „A Little Bit in Love“ aus „Wonderful Town“ oder George Gershwins „Someone to Watch Over Me“ aus „Oh, Kay“ gehören dazu wie der amerikanische Militärmarsch „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa, temporeiche Polkas von Johann Strauß, der Orchestermarsch „Pomp und Circumstance Marsch Nr. 1“ von Sir Edward Elgar oder das berühmte brasilianische „Tico-Tico No Fubá“ von Zequinha de Abreu. „Wir hoffen auf das passende Wetter zum Summertime-Konzert“, sagte Dramaturgin Corina Wenke vom Volkstheater Rostock, „und möchten unser Publikum einmal mehr mit einer musikalisch sehr abwechslungsreichen Nacht unter dem Rostocker Sternenhimmel begeistern.“

Die Hauptakteure der 19. Klassik-Nacht

Nicholas Milton begann seine Laufbahn zunächst als Geiger, bevor er sich ausschließlich dem Dirigieren widmete. Er studierte unter anderem am Sidney Conservatorium of Music und an der Juilliard School of Music und promovierte schließlich an der City University New York. Mit 19 Jahren war er der jüngste Konzertmeister Australiens und wurde unter anderem als Dirigent des Jahres und mit der australischen Jahrhundertmedaille ausgezeichnet. Zudem war er Preisträger bei verschiedenen Dirigier-Wettbewerben und wurde 2016 zusammen mit dem Solisten Joseph Moog für den Grammy nominiert. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit vielen Spitzenorchestern zusammen. Seit 2014 ist er als Generalmusikdirektor und Chefdirigent am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken tätig. Mit seinem dynamischen Dirigierstil, musikalischer Überzeugungskraft und herausragenden Interpretationen eines breitgefächerten Opern- und Konzertrepertoires eroberte sich Nicholas Milton eine bedeutende Stellung unter den australischen Dirigenten seiner Generation.

Die gebürtige Berlinerin Katharina Göres war Mitglied des Rundfunk-Kinderchores Berlin und wurde Jungstudentin mit Hauptfach Klavier an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Im Jahr 2001 begann sie dort auch ihr Gesangsstudium. Konzerte führten die deutsch-russisch aufgewachsene Sopranistin beispielsweise in das Konzerthaus Berlin und in den Mannheimer Rosengarten, sie arbeitete mit den Berliner Symphonikern, der Philharmonie Baden-Baden zusammen und wurde zu Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder dem Menuhin-Festival Gstaad eingeladen. 2009 war Katharina Göres Preisträgerin beim Internationalen Mirjam Helin Gesangswettbewerb in Helsinki und 2010 wurde ihr für herausragende künstlerische Nachwuchsleistungen der Arnold-Petersen-Preis verliehen.

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock ist der größte Klangkörper des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit einer weitreichenden Geschichte in der fast 800 Jahre alten Hanse- und Universitätsstadt. Das Orchester ist mit einem umfassenden und vielgestaltigen Konzertangebot präsent – dazu zählen Philharmonische Konzerte, Classic-Light-Konzerte, Kammerorchesterkonzerte, Kinder- und Jugendkonzerte und Sonderkonzerte – außerdem in den Bereichen Musik- und Tanztheater. Gastkonzerte führten regelmäßig nach Berlin und in verschiedene andere deutsche Städte sowie nach Dänemark, Schweden, in die Niederlande, nach Tschechien und Österreich. 2014 wurde das Orchester bei Konzerten im Rudolfinum Prag und 2015 im Großen Festspielhaus Salzburg umjubelt. Ihre derzeitige 120. Saison feiert die Norddeutsche Philharmonie Rostock in einer „Flügelfest-Saison“, einer Serie von Klavierkonzerten mit renommierten Pianisten.

Bilder: Dirigent Nicholas Milton besuchte heute mit den Sponsoren der Klassik-Nacht die Kapuzineräffchen. Die kleinen Stars im Südamerika-Haus zogen alle in ihren Bann, so auch WIRO-Sprecher Carsten Klehn (v.li.), Ricarda Schulz von derWarnowquerung GmbH, Zoodirektor Udo Nagel und Katrin Stüdemann von der OstseeSparkasse Rostock.

 

Kap-Klippschliefer – eine neue Tierart mit biblischer Vergangenheit für den Zoo Rostock

Lotto MV unterstützt den Tier- und Artenschutz

1.6.2017 – Rund 4.000 Tiere in 380 verschiedenen Arten aus aller Welt leben im Rostocker Zoo. Heute haben Zoodirektor Udo Nagel und LOTTO-MV-Geschäftsführerin Barbara Becker fünf neue Bewohner vorgestellt, die erstmals im Rostocker Tierpark zu sehen sind. Dabei handelt es sich um in Südafrika beheimatete Kap-Klippschliefer. Das sind kaninchengroße, murmeltierähnliche Säugetiere, die vor allem in den felsigen Gebieten Südafrikas vorkommen und schon in der Bibel eine Rolle gespielt haben. Ab sofort kann das muntere Quintett in der Außenvoliere am Vogelhaus besucht werden. Zoodirektor Udo Nagel dankte LOTTO-MV-Geschäftsführerin Barbara Becker für ihr langjähriges Engagement für den Rostocker Zoo und den Tier- und Artenschutz. Seit 2001 unterstützt Lotto MV den Rostocker Zoo, inzwischen als Premiumpartner und Tierpate. Fördermittel der Umweltlotterie flossen beispielsweise in den Ausbau der Anlagen für die Fischotter und Pelikane sowie der Zwergflusspferde. Für die quirligen Erdmännchen fungiert Lotto MV seit vielen Jahren als Tierpate. Von denKlippschliefern ist die Lotto-MV-Geschäftsführerin begeistert. „Die Klippschliefer sind eine sehr spannende Tierart, die der Zoo seinen Besuchern nun nahe bringen kann, unter anderem auch in der Bibelführung. Im Rostocker Zoo gibt es ständig für alle Altersklassen Neues und Wissenswertes zu entdecken“, lobte die Lottochefin.

Mit Elefanten und Seekühen verwandt

Zwei männliche Kap-Klippschliefer kamen am 4. Mai 2017 aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg und drei männliche Kap-Klippschliefer bereits am 12. April 2017 aus dem Thüringer Zoopark Erfurt nach Rostock. „Diese Unterart der Schliefer lebt ausschließlich in Südafrika und bewohnt vorwiegend Felsformationen“, erläuterte Zookuratorin Antje Zimmermann. „Die Tiere werden etwa vier Kilogramm schwer, 45 Zentimeter lang und bis zu sieben Jahre alt.“ Wer die kleinen Savannen- und Halbwüstenbewohner zum ersten Mal beobachtet, vermutet nicht selten, eher ein Murmeltier oder ein zu pummeliges Kaninchen zu erblicken. Die Rostocker Neuzugänge besitzen im Oberkiefer verlängerte Schneidezähne, die an Stoßzähne eines Elefanten erinnern. Besonders ausgeprägt sind diese bei den Männchen. Tatsächlich sind die Klippschliefer mit Elefanten und Seekühen verwandt. Analysen des Erbgutes (DNA) haben eindeutig bewiesen, dass die drei Tierarten einen gemeinsamen Vorfahren haben, der vor etwa 80 Millionen Jahren in Afrika lebte. Aufgrund der dann unterschiedlichen Lebensräume haben sich die drei Tierarten gänzlich anders entwickelt. Die Klippschliefer haben sich im Laufe der Evolution optimal an Felslandschaften angepasst. An den Zehen haben Klippschliefer keine Krallen, sondern hufähnliche Nägel, um besser klettern zu können. Sie können mit ihren Füßen ein Sekret absondern und zusätzlich die Innenseite der Fußsohle einziehen. Durch diesen Vakuumsaugeffekt erklimmen sie äußerst flink auch die die steilsten Klippen.

Mini-Südafrika am Vogelhaus

In einer 30 Quadratmeter großen Außenvoliere am Vogelhaus im alten Zooteil lebt sich die fünfköpfige Gruppe gerade ein. Für die Klippschliefer hat die Zoomeisterei etliche Fels- und Steinaufbauten sowie schräg liegende Baumstämme und ähnliches Naturmaterial in das Gehege eingebaut. Den Kap-Klippschliefern stehen somit vielfältige Klettermöglichkeiten Verfügung. In diesen felsartigen Strukturen gibt es zwei eingebaute Tierunterkünfte als Ruheplätze, die kälteisoliert, windgeschützt und mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind. Im Winter werden diese Unterkünfte zudem mit einem dicken Heubett ausgestattet. Des Weiteren gibt es verschiedene Bereiche auf den Felsaufbauten, die ebenfalls mit einer Fußbodenheizung und Wärmelampe ausgestattet sind, sowie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Das Gehege ist mit  Naturboden und Sand gefüllt. Zusätzlich sorgen kleine Geröllflächen für ein naturnahes Umfeld wie in Südafrika. Die tagaktiven Klippschliefer sind dafür bekannt, sich gern und ausgiebig in der Sonne zu aalen. Sie ernähren sich nach menschlichem Ermessen sehr gesund. Besonders gern knappern sie Löwenzahn. Sie lieben auch frisches Laub und erhalten täglich frische Äste, beispielsweise von der Weide, Himbeere oder Birke. Zusätzlich stehen verschiedene Gemüsesorten und eine Körnermischung auf dem Speiseplan.

Was hat der Klippschliefer mit der Bibel zu tun?

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 500. Jubiläums der Reformation in Deutschland. Anlässlich des bundesweiten Festjahres gibt es erstmals seit Anfang des Jahres eine tierische Bibelführung im Zoo Rostock, die sich der Tier- und Pflanzenwelt in der Heiligen Schrift widmet. Aber was hat der Klippschliefer mit der Bibel zu tun und warum soll der Neuzuwachs nun Teil der thematischen Führung werden? Die moderne Forschung geht davon aus, dass mit dem Klippschliefer der mehrfach in der Bibel erwähnte Klippdachs gemeint ist. In der Bibel wird der biblische Klippdachs unter anderem im Psalm 104 als Tier beschrieben, das in den Felsen Zuflucht sucht. Der Klippdachs wird zwar eher als machtloses, schwaches Tier dargestellt, aber seine Weisheit bewundert, mit der er sich in den Felsenkratern zurechtfindet. Auch wenn dies letztlich nicht mehr sicher belegbar sein dürfte, sprechen die Übereinstimmungen der biblischen Schilderungen mit der tatsächlichen Anatomie und Lebensweise des Klippschliefers dafür, dass Klippdachs und Klippschliefer identisch sind. Deshalb wird das neue Revier der Klippschliefer nun auch eine Station in der Zoo-Bibelführung, die von allen Interessenten gebucht werden kann.