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Erstmals im DARWINEUM im Zoo Rostock: zwei Olivfarbene Baumskinke

Als einziger Tierpark in Deutschland beherbergt der Rostocker Zoo zwei Olivfarbene Baumskinke. „Wir haben ein männliches und ein weibliches Tier von einem privaten Züchter erhalten. In Zoos sind die Tiere generell sehr selten“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Zu sehen sind die beiden Skinke im Terrarium in der Tropenhalle gegenüber vom Gorillapärchen Bebe und Gorgo.

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Olivfarbener Baumskink, Foto: Joachim Kloock

Der Olivfarbene Baumskink, ein Reptil aus der Gattung der Schuppenkriechtiere, ist in Südostasien beheimatet. Er ist von Myanmar, Thailand, Vietnam, Laos über Malaysia und Singapur bis auf den Inseln Borneo, Java, Sumatra, den indonesischen Inseln, den Andamanen und Nikobaren verbreitet. Er lebt fast ausschließlich in Bäumen, die er nur selten verlässt. In seinen Ursprungsgebieten ist er weit verbreitet und gilt deshalb als nicht gefährdet. Erstmals wurde die Art 1839 vom britischen Zoologen John Edward Gray auf der malaysischen Insel Penang entdeckt und beschrieben. Seinen Namen verdankt der bis zu 30 cm lange Baumskink den grünen Rückenschuppen, die ins Olivgrüne übergehen. Der Bauch dagegen leuchtet hellgrün. Die kleinen Schuppen liegen so eng an, dass es fast so aussieht, als würde er glänzen. Im DARWINEUM stehen auf dem Speiseplan der tropischen Bewohner vor allem Insekten wie Grillen, Heimchen und Heuschrecken. Äußerst beliebt ist „Beetle Jelly“, ein eiweißhaltiges Früchtegelee, das eigentlich als Futter für Käfer gedacht ist. Die kleinen Eiweißbomben werden aber auch von den Baumskinken als leckeres „Nahrungsergänzungsmittel“ gern vernascht, ebenso wie aufgeschnittene reife Bananen.

Der Rostocker Zoo gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen Norddeutschlands. 2015 wurde er in seiner Kategorie (bis eine Millionen Besucher) zum besten Zoo Europas gewählt. Besonders gute Noten gab es für die Qualität der Tierhäuser und Gehege, für seine grüne Landschaft und Vegetation, das einzigartige zoologisch-botanische Ambiente sowie für die vielfältigen Bildungsangebote. Zudem wurde der Zoo mehrfach mit dem Gütesiegel „Familienfreundliche Einrichtung“ ausgezeichnet. An unseren Erfahrungsstationen und auf den Spielplätzen haben kleine und größere Besucher die Gelegenheit, sich auszuprobieren und auszutoben. Jede Menge Veranstaltungshighlights, öffentliche Schaufütterungen und tierische Erlebnisse runden das Angebot für die ganze Familie ab. Im Zoo Rostock gehen Sie auf Entdeckungsreise, begegnen exotischen Tieren und bewundern botanische Schätze. Im größten Zoo an der deutschen Ostseeküste verbringen Sie zu jeder Jahreszeit einen erlebnisreichen Tag. Gleichermaßen lädt die einmalige Parklandschaft zum Entspannen und Erholen ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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Pünktlich zum Ferienbeginn: Große Seevogelvoliere im Zoo Rostock wieder eröffnet

Neues Netz soll Winterschäden künftig verhindern

Große Seevogelvoliere im Zoo Rostock wieder eröffnet, Foto: Joachim KloockDas Netz über der Seevogelvoliere wurde durch die massiven Schneefälle in der Nacht zum 1. April 2018 völlig zerstört, da es an vielen verschiedenen Stellen eingerissen war. Nun konnte pünktlich zum Beginn der Sommerferien das Revier der Seevögel mit aktuell 112 Bewohnern mit der neuen „Überdachung“ freigegeben werden.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mit der zugesagten Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium umgehend mit dem Neuaufbau beginnen konnten“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Unser Dank gilt auch dem Rostocker Zooförderverein, der uns eine Spende in Höhe von 1.000 Euro zur Unterstützung bei der Schadensbeseitigung übergeben hat. Das schnelle Handeln ist gut für unsere Seevögel, die nun endlich ihr Winterquartier verlassen konnten und natürlich für die Besucher, die wieder zwölf interessante Vogelarten in der Außenvoliere beobachten können.“ Die Übergangszeit verbrachten die Vögel notgedrungen in ihren Winterquartieren. Diese verfügen zwar über jeweils kleine Außenvolieren, die aber nicht dem enormen Platzbedarf der Seevögel entsprechen. Der Wiederaufbau der Seevogelvoliere kostet mit dem neuen Netz, den Aufräumarbeiten und Wegebau insgesamt rund 35.000 Euro. Die Seevogelvoliere ist zehn Meter hoch und hat eine Gesamtgröße von 2.030 Quadratmetern, davon sind 1.200 Quadratmeter Wasserflächen. Die größten Gruppen stellen die Inkaseeschwalben (34), gefolgt von den Säbelschnäblern (31) und Kampfläufern (11). Aber auch Zwerggänse (2), Weißkopfruderenten (7), Büffelkopfenten (2), Plüschkopfenten (7), Eiderenten (7) sowie Zwergsäger (4), Gänsesäger (1), Mittelsäger (4) und die Europäischen Stelzenläufer (2) gehören zur größten Flug-Wild-WG im Rostocker Zoo.

Das Volierennetz wurde von der Spezialfirma Engel-Netze GmbH aus Bremerhaven geliefert und auch montiert. Das Netz besteht aus Polyethylen mit einer Garnstärke von 1,8 Millimeter. Das Netzmaterial ist darauf ausgelegt, dass sich weder Algen noch Moose, noch Schneeflocken oder andere feuchte Teilchen an ihm festsetzen können. Die Gefahr des Schneedrucks sollte somit künftig auszuschließen sein. Zudem ist das neue Netzwerk leichter und hängt nicht mehr so tief durch wie sein Vorgänger. Dadurch liefert es einen etwas größeren Flugraum. Mit dem Neuaufbau der Seevogelvoliere ist ein wichtiger Teil der Osterschnee-Schäden beseitigt. „Für uns war es von großer Bedeutung, dass der Bereich, der die Tierhaltung betrifft, vorrangig fertiggestellt wird.  Nun stehen noch die Rekonstruktion des Rhododendronhains und einige Wegebaumaßnahmen aus“, so der Zoodirektor.

Bildunterschrift: Nun können auch die Seevögel den Sommer genießen. Die verlängerte Zwangspause durch die Schneeschäden ist vorüber. Das freut auch die Inkaseeschwalbe, eine an der südamerikanischen Pazifikküste lebende Vogelart aus der Familie der Seeschwalben. Foto: Joachim Kloock

 

Ausstellungseröffnung von Kopf bis Huf im Zoo Rostock

Die Zootografen zeigen während der Sommerferien ihre Fotos im Zoo

Ausstellungseröffnung_Kristine Dinse_Zebra-Detail_Foto_Zoo Rostock_KloockMit viel Leidenschaft für die Tiere des Rostocker Zoos sowie Herz und Verstand für die fotografische Technik ziehen die Zootografen, ein Teil des Rostocker Fotoclubs, auf der Suche nach neuen Bildmotiven regelmäßig durch den Tierpark der Hansestadt. Heute Vormittag wurde ihre neue Ausstellung im Atelier Natur eröffnet. Es war ein kleines Jubiläum, denn die 14 Zootografen präsentieren bereits ihre fünfte Foto-Sammlung im Zoo Rostock. „Pünktlich zu Beginn der Sommerferien können unsere Besucher wieder tolle neue Fotos der Zoo-Bewohner betrachten“, freute sich René Gottschalk, Leiter Marketing und Besucherservice des Rostocker Zoos, bei der Eröffnung über das Ergebnis der monatelangen Arbeit der Zootografen. Es war eine Herausforderung für die Hobbyfotografen, denn das Thema lautet dieses Mal „Von Kopf bis Huf“. Die Ausstellung zeigt interessante Detailaufnahmen der tierischen Zoobewohner, an die es manchmal gar nicht so leicht ist, nah heran zu kommen. Von Federkleidern über scharfe Blicke bis hin zu allerlei Füßen geben die Fotos dennoch spannende Eindrücke wider, auf die es sich lohnt, einen Blick zu werfen. Beim nachfolgenden Spaziergang durch den Zoo wird der ein oder andere Besucher mit Sicherheit einmal genauer auf die Details achten. „Die Bilder geben die Möglichkeit, sich einmal ganz intensiv mit den einzelnen Tieren auseinander zu setzen“, erklärte Kristin Hassler im Namen aller Zootografen und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Die Ausstellung ist während der ganzen Sommerferien bis zum 12. August täglich im Atelier Natur zu sehen. Und die nächste steht bereits in den Startlöchern: Die Zootografen arbeiten schon fleißig an Aufnahmen der vielen Jungtiere im Zoo Rostock.

Bildunterschrift: Kristine Dinse an ihrem Foto vom Zebra-Detail. Foto: Joachim Kloock

Niedliche Tierkinder im Zoo Rostock

Sonntagsführung am 15. Juli 2018 stattet den Jüngsten einen Besuch ab

Orang-Utans_Mayang+Miri_Zoo Rostock_KloockMit mehr als 70 Jungtieren kam in diesem Jahr wieder reichlich frischer Wind in den Zoo-Alltag. Eine besondere Premiere gab es kürzlich bei den Emus zu feiern. Am 22. Mai schlüpfte das erste Küken dieser Tierart überhaupt seit Beginn der Haltung im Jahr 1983 im Zoo Rostock. Und auch der doppelte Orang-Utan-Zuwachs in diesem Jahr sorgt noch immer für Begeisterung, sowohl bei den Tierpflegern und Zoo-Mitarbeitern als auch den Besuchern. Der Orang-Utan-Kindergarten ist nun komplett und auch bei den anderen Affenarten sowie Trampeltier, Lama und vielen weiteren Tieren gibt es süßen Nachwuchs zu bestaunen. Bei der Sonntagsführung am 15. Juli um 10:00 Uhr statten die Teilnehmer den jüngsten Zoobewohnern einen Besuch ab. Gemeinsam mit Wolfgang Krause vom Rostocker Zooverein gehen sie auf einen spannenden Rundgang durch den Zoo und erfahren dabei viel Wissens- und Bemerkenswertes über die tierischen Sprösslinge. Höhepunkt der Führung ist ein Besuch bei einem Überraschungstier inklusive einer kurzen Fütterung. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Eingang Trotzenburg. Die Führung ist kostenlos, lediglich der Zoo-Eintritt muss bezahlt werden. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

www.rostocker-zooverein.de

Bildunterschrift:  Machte den Affen-Kindergarten komplett: Orang-Utan-Mama Miri mit Tochter Mayang. Foto: Joachim Kloock

Kleine Tiere ganz groß – was kriecht, krabbelt, schwirrt und schwimmt denn da?

Auf der Suche nach dem Foto des Jahres 2017 lautete das Thema dieses Mal „Kleine Tiere ganz groß – Kleinsäuger, Insekten, Reptilien & Co. im Zoo“. Alle (Hobby-)Fotografen waren wieder aufgerufen, ihr schönstes Bild aus dem Zoo Rostock einzureichen.

Vom 02. bis 14. Juli 2018 werden nun an prominenter Stelle im Rostocker Hof einige der besten Fotos aus den Einsendungen präsentiert. Die Ausstellung „Kleine Tiere ganz groß“ wurde heute gemeinsam von Heiner Ganz, Rostocker Hof Center Manager, und René Gottschalk, Leiter Marketing und Besucherservice des Rostocker Zoos, feierlich eröffnet. Im Rahmen der „Let it grow“-Kampagne drehte sich im Zoo Rostock alles um das Thema Biodiversität. Gesucht waren daher Aufnahmen der kleinen, manchmal eher unscheinbaren Lebewesen, die in den Fokus gerückt werden sollten. Neben Zoobewohnern konnten auch Bilder der „tierischen Untermieter“ im Zoo eingereicht werden. Schließlich fühlen sich auch Fledermaus, Eichhörnchen & Co. pudelwohl in der weitläufigen Parklandschaft und der Zoo ist damit das Zuhause für weit mehr als nur 4.000 Tiere aus 380 Arten. Neben dem Siegerfoto von Dittmar Brandt, das einen kleinen Erdbeerfrosch aus dem Darwineum zeigt, sind allerlei Insekten, aber auch Fische und Reptilien in der Ausstellung zu bestaunen.

darwinet.de im Zeichen des Nautilus – Das DARWINET geht online

Schüler veröffentlichen ihre Projektarbeiten zu Themen der Evolution und der Biodiversität

Das Schülerprojekt DARWINET hat gestern im Rostocker Zoo seine Internetpräsenz darwinet.de online geschaltet. Hauptanliegen ist die multimediale Aufbereitung von Themen rund um Evolution und Biodiversität, die im Rahmen von Projekten im Zoo entstanden sind. Die Schüler werden dabei von Partnern aus Forschung und Wirtschaft unterstützt.   

darwinet_Foto_Joachim-Kloock„Das DARWINET ist ein einzigartiges Projekt, das neben dem Artenschutz viele weitere Kompetenzen vermittelt“, lobte Zoodirektor Udo Nagel die Gemeinschaftsinitiative von mehreren Partnern. Entstanden ist die Idee 2012 durch die Eröffnung des DARWINEUM, das von Beginn an von Schülern zum Lernen und Forschen genutzt wurde. Die so entstandenen Jahresarbeiten, so zum Beispiel zum virtuellen Wasserverbrauch, sollten einem breiten Publikum zugängig gemacht und zur Diskussion genutzt werden. Dafür wurden zunächst soziale Netzwerke genutzt, wie Brunhild Konradt, Bildungsbeauftragte des Zoos, sagte. Als Sinnbild wählten die jungen Akteure den Nautilus, ein lebendes Fossil, von dem auch im DARWINEUM ein Modell zu sehen ist. Seit 500 Millionen Jahren gibt es schon den Nautilus, den Urvater der heutigen Tintenfischarten, er steht als Name für das legendäre U-Boot von Jules Vernes Kapitän Nemo nicht zuletzt für Entdeckerfreude und Wagemut. Mittlerweile haben mehrere Schülerteams das DARWINET aktiv mitgestaltet. Durch neu hinzugekommene Partner ist es ein generationenübergreifendes und auch interkulturelles Projekt geworden. Es gibt jährlich eine federführende Schülergruppe, die die Rolle des Redaktionsteams übernimmt, Beiträge kritisch bewertet und für die Veröffentlichung bearbeitet. Bereits im Jahr 2014 wurde das Schülernetzwerk mit dem Umweltpreis der Hansestadt Rostock ausgezeichnet. 2017 bewarb sich das Netzwerk für den Medienkompetenzpreis des Landes. Besonders gelobt wurde von der Jury das hinter dem DARWINET arbeitende Netzwerk zwischen Institutionen aus Bildung, Forschung und Wirtschaft. Die aktuellen Partner sind das Erasmus-Gymnasium Rostock, das BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH Güstrow (Bildungs-Service für Europa), der Zoo Rostock und das Rostocker Software-Unternehmen SIV AG. „Das DARWINET hat sich mit den Jahren zu einem beispielhaften Bildungsbündnis entwickelt“, so Zoodirektor Udo Nagel. „Dem Ziel, die Medienkompetenz der jungen DARWINET-Mitstreiter zu erhöhen, sind wir vor allem durch die Partnerschaft mit der SIV AG näher gekommen, die mit großem Engagement den Schülern gezielt die Grundlagen einer öffentlichen Kommunikation vermitteln helfen.“

Onlinepräsenz schafft neue Möglichkeiten

„Die Einzigartigkeit unseres Projektes liegt darin, dass mehrere Partner mit ihren verschiedenen Facetten ein gemeinsames Ziel haben – die Jugendlichen bei der Gestaltung einer eigenen, öffentlichen Plattform zu begleiten, sie zu kritischen Nutzern zu machen, sie zu einem Perspektivenwechsel zu ermutigen und nicht zuletzt ihnen berufliche Möglichkeiten zu eröffnen“, betonte Conny Eigler vom Innovationsnetz „Schüler auf Kurs für MV“ des BilSE-Institutes, das das Projekt von Anfang an begleitet hat. „Mit der neuen Website verbessern sich die Möglichkeiten, sich zu Schülerarbeiten und zu inhaltlichen Schwerpunkten in der Natur und Umwelt, Ethik, Wirtschaft, Kunst und Kulturgeschichte auszutauschen. Natürlich steht zunächst erst einmal der Dialog vor Ort im Fokus, erste Erfahrungen wurden aber auch schon mit einer Schule in Guatemala gesammelt. Die internationalen Beziehungen können nun schrittweise ausgebaut werden.“ Während das BilSE-Institut die didaktische und der Zoo die fachlich-biologische Anleitung der Schüler übernimmt, hat sich die SIV AG die Betreuung und Schulung der Jugendlichen in Medienfragen auf die Fahne geschrieben. Dazu gehört die Einführung in das Content Management für die Webpräsenz, das Besprechen rechtlicher Fragen bei Veröffentlichungen, auch der Blick in die Technik und das Fördern marketingstrategischen Denkens. Den beteiligten Schülern wird der Zugang zu diesen Themen auch dadurch erleichtert, weil Auszubildende der SIV AG einen Teil der Betreuung übernehmen, die nur unwesentlich älter als die Schüler sind. Das Unternehmen hat das Projekt mittlerweile in seine Ausbildung integriert. „Das Projekt ist auch zur Berufsorientierung geeignet, da viele Aktivitäten dazu beitragen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln und sich für bestimmte Problemfelder und ihre Herausforderungen zu begeistern“, sagte Christian Schletter, Fachbereichsleiter der SIV AG und mit seinen Auszubildenden Betreuer des DARWINET.

Die Internetseite enthält bislang 13 Schülerprojekte, die in den vergangenen Jahren vor allem während des Wahlpflichtunterrichtes im Rostocker Zoo entstanden sind. So geht es beispielsweise um die Beinahe-Ausrottung der Wisente, das soziale Leben der Erdmännchen, die Rolle des Wassers in der Evolution, aber auch um Besonderheiten der wirbel- und augenlosen Quallen oder den Lebensraum der Zwergflusspferde. Die Azubis von SIV programmieren gerade eine DARWINET-App, die einzelne Schülerprojekte mit den entsprechenden Tieranlagen im Zoo verbindet. Der Prototyp wird schon getestet. „Wir erhoffen uns über den Austausch im DARWINET auch eine stärkere Verknüpfung der vielfältigen Kinder- und Jugendprojektarbeit in den Zoos“, hob Udo Nagel hervor. „Allein in den zoologischen Gärten in Mecklenburg-Vorpommern besuchen jedes Jahr rund 60.000 Schüler die Einrichtungen, um direkt vor Ort aktiven Natur- und Artenschutz zu erleben.“

http://www.darwinet.de

www.innovations-netz.de

http://www.siv.de

Bildunterschrift: Mileen Wotzka (vorne li.) und Anni Büchner (vorne re.) vom Erasmus-Gymnasium mit dem Nautilus-Modell und die beiden SIV-Auszubildenden Josephin Drenkberg und Leo Höppner bei der Online-schaltung der DARWINET-Seite gestern im DARWINEUM. Foto: Joachim Kloock

Zoo-Bollerwagen werden nicht mehr nass

Lehrlinge des Zimmererhandwerks haben für den Rostocker Zoo einen Unterstand mit grünem Dach gebaut

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Bollerwagen werden nicht mehr nass, Foto: Joachim Kloock

26.6.2018 – Es gehört wohl zu den schönsten Kindheitserinnerungen, mit dem Bollerwagen durch den Zoo zu ziehen. Ab sofort ist die Bollerwagen-Flotte im Rostocker Zoo auch nicht mehr den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Dank einer tatkräftigen Unterstützung durch die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern konnte heute gemeinsam ein neuer Unterstand für die mobilen Familienhelfer eingeweiht werden.  „Lehrlinge des 1. Ausbildungsjahres haben den Bollerwagen-Carport für uns in ehrenamtlicher Arbeit errichtet und aufgebaut. Darüber sind wir sehr glücklich, weil unser Wagenbestand jetzt geschützter untergebracht werden kann und länger halten wird“, bedankte sich Udo Nagel bei der Handwerkskammer und dem engagierten Nachwuchs. „Unter fachlicher Anleitung des Ausbildungsmeisters haben die Lehrlinge ihr handwerkliches Können im Umgang mit dem Naturrohstoff Holz im Bereich Fachwerkkonstruktion eindrucksvoll unter Beweis stellen können“, betonte Jens Meinert, Vizepräsident (Arbeitgeber) der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. „Die Handwerkskammer ist gern Partner dieses Projektes für den Rostocker Zoo, der 2019 sein 120. Jubiläum feiert. Natürlich sind wir auch stolz auf die Leistungen unserer Handwerksbetriebe, beispielsweise beim Bau des DARWINEUM und aktuell auf der POLARIUM-Baustelle. Hier entstehen neue Attraktionen, die herrlich mit den Kindern und Bollerwagen erkundet werden können.“

Komplexe Fachwerkkonstruktion in Handarbeit

Der ca. 7 Meter lange und 2,50 Meter hohe am Zoo-Haupteingang am Barnstorfer Ring aufgebaute Bollerwagen-Unterstand ist eine Abschlussübung als Gruppenarbeit für vier Lehrlinge des ersten Ausbildungsjahres zum Zimmerer. Die Konstruktion ist in traditioneller Bauweise aus Konstruktionsvollholz hergestellt worden. Die Leistung wurde in reiner Handarbeit ausgeführt. Das Pultdach als eine Unterkonstruktion wurde extra für die geplante Begrünung des Unterstandes vorbereitet. Die Zimmerer-Lehrlinge kommen aus Tischlereien aus Sassen-Trantow (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Grammentin, Waren (Müritz) und Zirzow (alle Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Entstanden ist das Werk im Handwerker-Bildungszentrum der Handwerkskammer in Neustrelitz unter fachlicher Anleitung von Ausbilder und Zimmerermeister Hans-Dietmond Hinrich. Bevor der Unterstand jedoch errichtet werden konnte, musste ein Betonfundament gelegt werden. Handwerksmeister Rainer Bauer, zugleich Präsident des Bauverbandes MV, sorgte für die nötige Vorarbeit mit seiner Straßenbaufirma aus Kritzmow, die in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feiern konnte. Im Rahmen dieses Jubiläums steuerte Rainer Bauer das Fundament und die Pflasterung im Wert von 3.500 Euro bei und legte im wahrsten Sinne des Wortes den Grundstein für den Bollerwagen-Unterstand. „Der Maulwurf, das Aushängeschild und Markenzeichen des 35 Mitarbeiter starken Handwerksunternehmens, wird nunmehr auch im Rostocker Zoo die handwerkliche Visitenkarte des Betriebes sein“, freute sich der Unternehmer.

Bildunterschrift: Triathlet ausnahmsweise auf vier Rädern – der Rostocker Ironman Andreas Raelert kam zufällig während der Einweihung des Carports mit seinem Sohn Theo (2) im Bollerwagen vorbei – hier mit Vizepräsident Jens Meinert (v. li.), Bau-Präsident Rainer Bauer, die Zimmererlehrlinge Wiliam Tomaszewski  und Paul Blohm und Zoodirektor Udo Nagel (re.). Foto: Joachim Kloock