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Rostockerinnen und Rostocker leben gern in ihrer Stadt

Ergebnisse der Kommunalen Bürgerinnen- und Bürgerumfrage 2016 liegen
vor

Die Ergebnisse der Kommunalen Bürgerinnen- und Bürgerumfrage 2016 liegen jetzt vor. Darüber informiert die Kommunale Statistikstelle. Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass sich die Rostockerinnen und Rostocker in ihrer Stadt wohlfühlen. 91 Prozent der Befragten leben gern in der Hansestadt Rostock und möchten hier wohnen bleiben. Auch die Bewertungen der allgemeinen Wohnzufriedenheit erreichen einen sehr hohen Stand und bewegen sich damit auf gleichem Niveau wie bei den Vorjahresumfragen. Es gaben mehr als 90 Prozent der Rostockerinnen und Rostocker an, dass sie mit ihrer Wohnung, ihrem Wohngebiet und der Gesamtstadt zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Rund drei Viertel der befragten Rostocker Haushalte (73 %) sind Mieterhaushalte. Grund- und Gesamtmieten fügen sich in den langjährigen Trend der Preissteigerung, sie sind im Vergleich zu den Vorjahresumfragen weiter gestiegen. Ein Rostocker Mieterhaushalt zahlte Ende 2016 im Mittel für den Quadratmeter Wohnfläche 6,16 Euro Grundmiete/Nettokaltmiete bzw. 8,47 Euro Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten). 41 Prozent der befragten Rostocker Haushalte planen einen Wohnungswechsel, die wenigsten in naher Zukunft. Die meisten möchten jedoch nur innerhalb der Hansestadt umziehen. Ebenso wie in den Vorjahren beurteilen die Rostocker Bürgerinnen und Bürger die meisten Bereiche, Möglichkeiten, Angebote bzw. Einrichtungen in ihrer Hansestadt positiv. Bei der Befragung 2016 wurden neue Themen mit aufgenommen. 2016 zeigt sich genau wie in den Vorjahren bei den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten der Hansestadt die höchste Zufriedenheit. Auch besonders positiv bewertet werden das Waldgebiet Rostocker Heide (neu) und die Feuerwehr und der Rettungsdienst (neu). Dem gegenüber steht, dass mehr als drei Fünftel der Rostocker Befragten, die Auskünfte erteilten, ihre Unzufriedenheit mit dem Angebot an Schwimmhallen in Rostock (neu) bekunden.

Nach Meinung der Rostocker Bevölkerung sind die größten Probleme in der Hansestadt Rostock insgesamt die „öffentliche Sicherheit, Schutz vor Kriminalität“, der „Verkehr“ sowie der „Grundstücks-, Immobilien-und Wohnungsmarkt“. Im eigenen Wohngebiet sind es außerdem „Ordnung und Sauberkeit“. Wie schon in den Vorjahren zeigen nur 23 Prozent der Rostocker Befragten ein starkes bzw. sehr starkes Interesse an der Arbeit der Stadtverwaltung, Bürgerschaft, Orts- und anderen Beiräte. Mit zunehmendem Alter steigt das Interesse an der Arbeit der Verwaltung und Kommunalpolitik. Etwa ein Viertel (24,3 %) der Rostocker Befragten übt in irgendeiner Weise eine ehrenamtliche bzw. freiwillige Tätigkeit in den verschiedensten Bereichen aus. Der häufigste Einsatzbereich ehrenamtlicher Tätigkeit ist der Bereich „Sport“. Wie bereits bei den Umfragen 2010 und 2013 ist das mit Abstand am häufigsten genannte Argument, was die Rostockerinnen und Rostocker abhält, eine ehrenamtliche bzw. freiwillige Tätigkeit aufzunehmen, der Zeitmangel. Die Rostocker Ehrenamts-Card ist den Rostocker Befragten bisher noch wenig bekannt, nur 22 Prozent haben davon schon einmal gehört.

Im Allgemeinen sind die meisten Rostockerinnen und Rostocker mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln zufrieden (90 %). Dennoch bleibt das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel das Auto bzw. Krad. Bei der Auswertung nach Sommer- und Winterhalbjahr wird besonders die Mehrnutzung des Fahrrades auf allen Wegen in der warmen Jahreszeit deutlich. Im Sommer ist das Fahrrad das Verkehrsmittel Nr. 1 in der Freizeit bzw. zum Sport (46 %) und zur Schule/Ausbildung/Studium (41 %). Beim Thema Radverkehr sind die Rostockerinnen und Rostocker geteilterMeinung. Die eine Hälfte der Befragten gab eine positive Einschätzung zum Radverkehr in Rostock ab und die andere bewertete ihn negativ. Das Radwegenetz in der Rostocker Heide, 2016 erstmals befragt, schätzten die Rostockerinnen und Rostocker am positivsten ein. Deutlich in der Kritik steht das Sicherheitsgefühl mit dem Rad im Verkehr. Die Informationen zur Abfallentsorgung erhalten die Rostocker Befragten in erster Linie (64 %) durch den Umweltkalender, der kostenlos an die Rostocker Haushalte verteilt wird, sowie durch andere Druckerzeugnisse. Eine weitere immer mehr verbreitete Möglichkeit, an Informationen zu  gelangen, ist das Internet (53 %). Die Mehrheit, rund zwei Drittel aller Befragten fühlen sich gut über die Abfallentsorgung in Rostock informiert.

Alle drei Jahre befragt die Hansestadt Rostock ihre Bürgerinnen und Bürger um Anregungen, Empfehlungen und Hinweise für die Stadtverwaltung zu erhalten. Die erste dieser repräsentativen Erhebungen erfolgte 2004. Wie auch bei den zurückliegenden Befragungen ergeben sich die inhaltlichen Schwerpunkte vorrangig aus den aktuellen Informationsbedürfnissen der Ämter der Stadtverwaltung. Bei den gleichbleibenden Standardfragen ist ein Zeitvergleich mit den Ergebnissen der vorangegangenen Umfragen möglich. Alle Veröffentlichungen, so auch die neue Informationsbroschüre „Statistische Nachrichten – Kommunale Bürgerinnen- und Bürgerumfrage 2016“ werden kostenfrei im Internet unter der Adresse http://www.rostock.de/statistik bereitgestellt.  Wer die Broschüre „Kommunale Bürgerinnen- und Bürgerumfrage 2016“ (in zwei Teilen) als Druckausgabe erwerben möchte, kann sie gegen ein Entgelt von 20 Euro (zzgl. Porto) beim Hauptamt in der Kommunalen Statistikstelle, Neuer Markt 1, Rathaus-Anbau, Raum 5.14, Tel. 0381-381-1190, Fax 0381-381-1910, E-Mail: statistik@rostock.de, erwerben. Auch eine Bestellung per Post ist unter folgender Adresse möglich: Hansestadt Rostock, Hauptamt, Kommunale Statistikstelle, 18050 Rostock.

Linktipp:
http://www.rostock.de/statistik

Direktlinks:
http://rathaus.rostock.de/sixcms/detail.php?id=44408&_sid1=rostock_01.c.261.de&_sid2=rostock_01.c.388.de&_sid3=rostock_01.c.200381.de&_sid4=&_sid5=

Landespolizeiorchester MV spielt am Sonntag im Zoo tierisch auf

Landespolizeiorchester MV, Foto: Joachim Kloock25.7.2017 – Ihr letzter Auftritt am 1. Mai auf dem Frühlingsfest wurde von den Zoobesuchern begeistert gefeiert. Am Sonntag, dem 30. Juli, werden die Musiker des Landespolizeiorchesters von 15 bis 16 Uhr wieder im Zoo Rostock erwartet.

Zu sehen und zu hören ist das Landespolizeiorchester im Rondell unterhalb der Lodge in der Nähe der Zwergflusspferdanlage (Eingang Trotzenburg). Wie der Orchesterleiter angekündigt hat, erwartet das Publikum ein tierisches Live-Konzert. So sind Melodien aus dem bekannten Dschungelbuch-Musical geplant ebenso wie Hits aus „König der Löwen“, aber auch legendäre Stücke wie „Der alte Brummbär“, „Der Moskito“, „Baby Elephant Walk“, „Pink Panther“ und „Mana Mana“ aus der Sesamstraße.

Als klingender Botschafter der Polizei und des Landes Mecklenburg-Vorpommerns unterstützt das Orchester die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und begeistert im Laufe des Jahres bei mehr als 130 Auftritten das Publikum. Das Hauptorchester umfasst 30 Musiker sowie eine Gesangssolistin.

Bildunterschrift: Landespolizeiorchester MV im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

Ausstellungseröffnung im Rostocker Hof

Fotoausstellung „Bester Zoo Europas – direkt vor der Haustür“

Besucher bei der Ausstellungseröffnung, Foto: Joachim Kloock24.7.2017 – Heute um 10 Uhr wurde im Rostocker Hof die Fotoausstellung „Bester Zoo Europas – direkt vor der Haustür“ von Heiner Ganz, Rostocker Hof Center Manager, und Réne Gottschalk, Leiter Marketing und Besucherservice des Rostocker Zoos, feierlich eröffnet.

Der Rostocker Zoo wurde im September 2015 vom britischen Zoo-Experten Anthony Sheridan zum „Besten Zoo Europas“ in der Kategorie II (jährlich 500.000 bis 1 Million Gäste) ausgezeichnet. Diese Auszeichnung zum Anlass nehmend entstand die Fotoausstellung, die Motive aus dem reichhaltigen Fundus des Rostocker Zoos zeigt und bildlich darstellt, warum der Zoo die Auszeichnung „Bester Zoo Europas“ erworben hat.

Klassiker und Zoo-Lieblinge wie Löwen, Zebras und Co. zählen ebenso zum Repertoire wie einige unserer neueren Zugänge, die Grünarassaris. So bunt wie diese Vögel ist auch die Vielfalt des Zoos und der Ausstellung. An der prominenten Stelle Rostocker Hof in der Innenstadt kann sie noch bis zum 05. August 2017 beschaut und bestaunt werden.

Bildunterschrift: Besucher André Jürgens mit seinem Sohn Julius (1) an dem Bild der Grünarassaris, Foto: Joachim Kloock

Hightech aus Wismar – Visiotex GmbH plant Entwicklung und automatisierte Sportschuh-Produktion

„Hidden Champion“ verstärkt Forschungsaktivitäten – Bau einer Produktionsstätte geplant – 30 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Citylauf in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Citylauf, Foto: Joachim Kloock

24.7.2017 – Kommt der erste vollautomatisch hergestellte Schuh aus Mecklenburg-Vorpommern? Die Visiotex GmbH in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant entsprechende Forschungsaktivitäten mit anschließender Errichtung einer Produktionsstätte, um einen Sportschuh mit nahtfreiem, komplett gestricktem Schaft und integrierter Sohle zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen arbeitet bisher insbesondere für die Möbel-, Medizin- und Sportschuhbranche, ist Partner führender Automobilhersteller in den Bereichen Entwicklung und Prototyping. „Die Visiotex GmbH ist eines der verborgenen, hochinnovativen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, ein ´hidden champion´. Jetzt soll die Forschung in Wismar weiter vorangetrieben werden – geplant ist die Entwicklung und Produktion eines innovativen Sportschuhs. Langfristig sollen mit der Investition eine eigene Betriebsstätte und über 30 neue Arbeitsplätze in Wismar entstehen. Dafür will das Unternehmen knapp 20 Millionen Euro investieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister übergab vor Ort eine Fördermittelabsichtserklärung für das Errichtungsvorhaben.

Mehr als 30 neue Arbeitsplätze sollen in Wismar durch neue Produktionsstätte entstehen

Sitzbezüge, die heizen, kühlen oder massieren, Schuhe aus einem Guss mit Kompressions- und Kühlfunktion, wirkstofftragende Sportbandagen, multifunktionale Innenraumverkleidungen für Automobile – die Visiotex GmbH entwickelt und produziert seit 2011 in Wismar mit über 20 Mitarbeitern. Am zweiten Unternehmensstandort in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erfolgt die Fertigung von Rückenlehnen für Bürostühle. Grundlage der Produktion ist die patentierte 3D-Technologie „Wovenit“. Das Verfahren ermöglicht nach Unternehmensangaben durch die Vereinigung von Weben und Stricken in einem digitalen Prozess die Herstellung beliebiger Faserwerkstoffe – mit individuell ausgeprägter, dreidimensionaler Textilstruktur. Die Visiotex GmbH plant, eine neue Betriebsstätte zu errichten, in der Sportschuhe gefertigt werden. „Hier entstehen Hightech-Produkte, die uns im Alltag begegnen, etwa die Rückenlehne des Schreibtischstuhls, die Sportbandage oder die Verkleidung im Autoinnenraum“, sagte Glawe.

Wirtschaftsnahe Forschung mit Universität Rostock und Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock geplant

Im Vorfeld der Betriebsstättenerrichtung sind zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geplant. In Kooperation mit der Universität Rostock sollen zunächst neue Textilkonstruktionen zur Herstellung von Schuhwerken mit hohem thermischen Komfort und dynamisch angepasster Form entwickelt werden. Ein zweites Vorhaben umfasst die dann folgende Entwicklung eines automatisierten Prozesses für die Produktion des Schuhs gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock. „Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Land, aus denen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen. So werden zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft. Die Visiotex GmbH ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Funktionsstudie: Theater-Neubau in Rostock kostet über 100 Mio. Euro

Theater, Foto: Shutterstock

Theater, Foto: Shutterstock

20.7.2017 – Für ein Mehrspartentheater gemäß der mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossenen Zielvereinbarung sowie dem daraus zugrunde liegenden Strukturkonzept ist aktuell ein Betrag von etwa 102,8 Mio. Euro brutto für die Investitionskosten anzusetzen. Das geht aus einer Funktionsstudie hervor, die heute den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Volkstheater Rostock GmbH und vor wenigen Tagen auch der Stadtverwaltung von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau präsentiert wurde. Bei dem Betrag handelt es sich um die reinen Bau- und Bauplanungskosten. Architekturleistungen für ein auch schön anzusehendes Gebäude sind hierbei noch nicht enthalten. Die nun vorgelegten ermittelten Gesamtinvestitionskosten sind vergleichbar mit denen anderer Theaterneubauten in Deutschland. Das Ergebnis belegt aber auch, dass für das bislang vorgegebene Budget von 50 Mio. Euro brutto der Neubau eines Theaters gemäß der Zielvereinbarung nicht realisierbar ist. Nach der Studie wäre selbst ein Gastspielhaus ohne eigenes Ensemble mindestens 57 Mio. Euro kosten. Seit dem Beschluss der Bürgerschaft zum endgültigen Standort eines Neubaus für das Volkstheater wird intensiv an der planerischen und finanziellen Untersetzung des Theaterneubaus durch die Hansestadt Rostock gearbeitet. Das Ergebnis soll dann Grundlage eines hochbaulichen Realisierungswettbewerbes werden. Basis dabei sind die bisher erarbeiteten Theaterexpertisen aus den Jahren 2003, 2011 und 2012, die von den Theaterplanern HGP Architekten Leben Kilian aus Frankfurt/Main und Fachplanern für Theaterorganisation (Rainer Münz), Theatertechnik (skena Planungsgesellschaft, Heidelberg) und Haustechnik (Ing.-Büro Mürlepartner, Pforzheim) auf die neuen Bedingungen der Zielvereinbarung mit dem Land angepasst wurden. Die Aufgabe bestand darin, die Stärken und Schwächen der Expertisen auf Grundlage neuester Theatertechnik zu analysieren, den Flächenbedarf auf Grundlage des notwendigen Raumprogramms zu ermitteln, die städtebaulichen Konsequenzen für den Bereich Bussebart abzuschätzen und belastbare Gesamtkosten zu ermitteln, die auch bei einer Umsetzung in etwa vier bis fünf Jahren noch gültig sind.

Oberbürgermeister Roland Methling zeigte sich überrascht über die Höhe der ermittelten Kosten.  Trotzdem hält er den Bau eines Mehrspartentheater entsprechend der Zielvereinbarung für realistisch. „Ein solches Investitionsvolumen halte ich für gerechtfertigt, wenn wir gemeinsam mit dem Land das Ziel als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 offensiv angehen. Das funktioniert aber nur, wenn wir auch die Ideen einer Bundesgartenschau in Rostock und vieler weiterer Projekte wie das Archäologische Landesmuseum darauf abstimmen. Die kalkulierten Kosten für den Theaterneubau ergeben eine außerordentlich hohe Summe. Bei dieser Entscheidung sollten die Rostockerinnen und Rostocker unbedingt mit diskutieren, denn das Geld kann nur einmal ausgegeben werden und steht dann für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung. Wir würden damit immerhin die Erträge des  Stadthaushaltes von zusammen etwa fünf Jahren verbrauchen. Aber wir haben in den vergangenen zwölf Jahren auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, selbst mit einem Projekt in dieser Größenordnung umzugehen. Und in diesem Kontext sollten wir dann auch noch mal gucken, ob unter diesem Prämissen ein attraktiver Standort möglich ist.“ Der Oberbürgermeister regt nochmals an, mit einer Lage des Theaters an der Warnow ein kulturpolitisches Achtungszeichen zu setzen. „Mit dem Paukenschlag eines neuen Theaters am Wasser würden wir im ganzen Ostseeraum wahrgenommen werden. Und das ist für mich auf der Dierkower Seite. Aber auch jeder Spaziergang am Stadthafen von der Flaniermeile aus wäre mit dem phantastischen Blick auf das neue Theater verbunden. Damit würden wir das Theater und die kulturpolitischen Ambitionen in den Mittelpunkt unserer Stadtgesellschaft stellen!“

Baustoffhersteller aus Rostock entwickelt innovatives Verschlussmaterial für Altstadtpflaster

Innovatives Forschungsvorhaben verschönert das Stadtbild

Fugenverschlussmaterial bei intensiven Tests, Foto:  Stones

Fugenverschlussmaterial bei intensiven Tests, Foto: Stones

Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH aus Rostock forscht derzeit an einem neuartigen Verschlussmaterial für Altstadtpflaster. Deren Lücken sind häufig besonders breit, deshalb müssen sie abriebsfest und erosionsbeständig sein, aber dennoch den Wasserabfluss gewährleisten. „Wir haben in vielen Städten und Gemeinden unseres Landes das ortsbildprägende Altstadtpflaster liegen. Mit dem innovativen Forschungsvorhaben des mittelständischen Familienunternehmens Stones GmbH soll es gelingen, die Pflasterung möglichst langlebig zu erhalten und gleichzeitig das Stadtbild zu verschönern. Ziel ist es, ein flexibles und wasserdurchlässiges Verschlussmaterial zu entwickeln, dass der Erosion und dem täglichen Abrieb standhält“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Fugenmaterial auf pflanzlich-mineralischer Basis stützt historische Pflasterung

Die historischen Pflasterungen mit sogenannter ungebundener Bettung gelten als die ältesten ihrer Art. Der Vorteil ist, dass sich die Steine dynamisch belasten lassen und somit auch Temperaturspannungen ungehindert abgebaut werden können. Zudem sind die Pflasterdecken wasserdurchlässig. Durch Regen und den Einsatz von Kehrmaschinen werden die Fugen jedoch ausgewaschen. In der Folge verlieren die Steine mit der Zeit ihren sicheren Halt und werden dadurch zur Stolperfalle für Passanten. Die leeren Fugen führen außerdem dazu, dass sie beim Überfahren erheblichen Lärm erzeugen und ein Magnet für Unrat sowie Unkraut sind. Bisher wurde stets versucht, dieses Problem mit starren Fugen in gebundener Form zu lösen. Doch bei starken Temperaturschwankungen halten diese Fugen der Belastung nicht stand und reißen. Danach dringt Wasser ein und bei Frost besteht die Gefahr, dass das Gefüge zusammenbricht. Durch den gezielten Einsatz von umweltfreundlichen organischen Polymeren soll ein organisch-mineralisch gebundenes Fugenmaterial entwickelt werden. Mit einer gewissen Elastizität würden sich die Steine so gegenseitig stützen und als Fahrbahndecke eine optimale funktionale Einheit bilden. Die Bindung des Fugenmaterials und der stabilisierten Wegedecken erfolgt auf pflanzlich-mineralischer Basis. „Die Stones GmbH entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Baustoffe und leistet so über ihr Fugenmaterial einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 132.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben auf mehr als 245.000 Euro. Für die Förderung von wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation stellt das Wirtschaftsministerium in der EU-Förderperiode bis 2020 aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Förderung wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation hat eine hohe Priorität in Mecklenburg-Vorpommern. Daraus entstehen wettbewerbsfähige Produkte, Verfahren und Technologien. Das ist ein wesentlicher Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Land“, sagte Glawe. Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH befindet sich im Familienbesitz und vertreibt seine innovativen Produkte vorzugsweise über den Baustoff-Fachhandel in Deutschland und Europa. www.stones-baustoffe.de

Kulturpreis der Hansestadt Rostock 2017

Der Kulturpreis der Hansestadt Rostock 2017 wurde dem JugendSinfonieOrchester des Konservatoriums verliehen. Oberbürgermeister Roland Methling überreichte ihn anlässlich eines Konzertes in der Halle 207 an das JugendSinfonieOrchester (JSO) des Konservatoriums „Rudolf Wagner-Régeny“. Damit ehrt die Hansestadt Rostock die Verdienste des jungen Orchesters um das kulturelle Leben in der Hansestadt Rostock. Oberbürgermeister Roland Methling würdigte die stetig gewachsene musikalische Qualität des jungen Orchesters und erinnerte unter anderem an den umjubelten gemeinsamen Auftritt mit der Band KARAT im vergangenen Jahr in der Stadthalle beim Konzert „KARAT meets Classic“.  „Neben ihrem anspruchsvollen Schulalltag bringen diese jungen Menschen Musizierfreude, Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamgeist in ihr Ensemble ein. Und da wir uns im Reformationsjahr befinden, möchte ich Martin Luther zitieren:  „Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht“. Dafür gilt euch allen mein persönlicher Dank“, so der OB, der das JSO als wichtigen Kulturträger der Hansestadt Rostock würdigte.

Das vor 50 Jahren gegründete JugendSinfonieOrchester des Konservatoriums erreichte bereits in wenigen Jahren ein erstaunliches musikalisches Niveau. Sie erhielten Preise und Auszeichnungen und unternahmen Konzertreisen. Zu den großen Erfolgen zählt der 1. Preis beim Rundfunkwettbewerb der Musikschulen der DDR 1978. Ende des Jahres 1993 übernahm Edgar Sheridan-Braun das JugendSinfonieOrchester und leitet es bis heute.1996 und 2000 vertrat das JugendSinfonieOrchester Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich bei den Bundeswettbewerben des Deutschen Musikrates in Gera und Karlsruhe. Zum 60. Geburtstag des Konservatoriums 2001 wurden acht ausverkaufte, erfolgreiche Aufführungen des Musicals „Der Zauberer von Oss“ in der Inszenierung des Konservatoriums im Volkstheater vorgestellt. 2006 besiegelten die Norddeutsche Philharmonie und das JSO in einem Festakt im Volkstheater die bundesweit beachtete Orchesterpatenschaft zwischen einem Berufs- und einem Laienorchester. Seit dem Umzug des Konservatoriums 2012 in die umgebaute Stadtschule kann das JSO im neuen „Haus der Musik“ unter ansprechenden Bedingungen proben. Viele ehemalige Mitglieder des JugendSinfonieOrchesters spielen seit Jahrzehnten in führenden Orchestern Deutschlands, unter anderem auch in der Norddeutschen Philharmonie.

Der 1958 ins Leben gerufene Kulturpreis der Hansestadt Rostock wird seit 2005 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 3.500 Euro dotiert. Er kann an Persönlichkeiten oder Vereinigungen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die für das Geistes- und Kulturleben der Hansestadt Rostock Hervorragendes geleistet haben, verliehen werden. Unter den Kulturpreisträgern der letzten Jahre finden sich so bekannte Namen wie der Jazzmusiker Andreas Pasternack, Kantor Prof. Markus Langer, Komponist Karl Scharnweber sowie die Musikpädagogin Franziska Pfaff.