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Rund elf Millionen Euro werden 2018 in Rostocks Sportstätten investiert – XXII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

18.1.2018 – Verdienstvolle Rostocker Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Sportfunktionäre der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden heute anlässlich der XXII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in der StadtHalle gewürdigt. Der Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport Steffen Bockhahn dankte allen sportlich Engagierten für ihren Einsatz und verwies auf den steten Zuwachs an Mitgliedern in Rostocker Sportvereinen.  „Der Stadtsportbund zählt jetzt bereits 51.338 Mitglieder und 202 Sportvereine in seinen Reihen“, bilanzierte der Senator das erfolgreiche Sportjahr 2017. Zu den besonders erfolgreichen Rostockerinnen und Rostockern zählten im vergangenen Jahr Max Lauschuss vom TSC Rostock mit seinen Silber- und Bronzemedaillen bei den World Games im Tauchen,  Emma Lucke vom Kampfkunstverein „Goldener Drache“ mit ihren Silber- und Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften im Kung Fu, die Crew der „Rostocker Seebären“ der Kanufreunde Rostocker Greif, auch mit Silber und Bronze bei den Club-Weltmeisterschaften im Drachenboot und Rateb Hatahet vom PSV Rostockmit seinem Weltmeistertitel im Thaiboxen.

„Unsere Hanse- und Universitätsstadt präsentierte sich 2017 als herzliche Gastgeberin hochkarätiger Events, darunter der 23. FINA Diving Grand Prix im Wasserspringen, der wiederholt als bester Grand Prix der Weltserie ausgezeichnet wurde. In Rostock fand der 10. EURO CUP im Elektro-Rollstuhl-Hockey und die Premiere des Rostocker OSPA Triathlon im IGA- Park statt. Zudem wurden sportliche Jubiläen wie 60 Jahre TSC Rostock 1957 und 25 Jahre PSV Rostock gefeiert. Die Abteilung Boxen des 25-jährigen Jubilars wurde mit dem Grünen Band der Commerzbank ausgezeichnet und die Rostock Griffins starteten im DKB- Wettbewerb für Jugendarbeit mit ihrem Projekt, „Griffins gegen Gewalt“ und gewannen ein Preisgeld von 36.000 Euro“, unterstrich Steffen Bockhahn. Der Senator würdigte das ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement im Sport. Unter Leitung der Vereinsvorstände haben sich über 1.200 Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit Motivation und Herzblut dem Sport verschrieben. „An unseren beiden Eliteschulen des Sports, dem CJD Rostock sowie der Regionalen Schule „Heinrich Schütz“ erhalten die sportlichen Talente aus derzeit 17 Verbänden exzellente Möglichkeiten, schulische Bildung und sportliche Ausbildung zu verbinden“, so der Senator.

Dynamisch entwickeln sich seit Jahren die Sportstätten. „Im Nordosten beginnt im Frühjahr die Sanierung der Sporthallen in der Walter-Butzek-Straße 1 und 2 und den FSV NordOst wird es besonders freuen, weil endlich mit dem Neubau eines Fußball-Großspielfeldes begonnen wird. Im Nordwesten entsteht derzeit ein Sporthallenersatzneubau in der Möllner Straße“, berichtete Steffen Bockhahn.  Darüber hinaus wird die Sporthalle im Gerüstbauerring saniert und eine Zwei-Feld-Halle inklusive Kleinspielfeld entsteht An der Jägerbäk. Im Sportforum wird die Komplexhalle umgebaut und im Hallenschwimmbad Neptun die untere Turnhalle saniert. „Die Gesamtinvestitionen, auch für weitere Baumaßnahmen, belaufen sich damit auf rund elf Millionen Euro in diesem Jahr. Und im Herbst beginnt die Sanierung des Sportboothafens in Warnemünde für rund zehn Millionen Euro“, unterstreicht Steffen Bockhahn. Über 1,4 Millionen Euro hat die Hanse- und Universitätsstadt Rostock im vergangenen Jahr in die Sportförderung der Vereine investiert. Von über 700.000 Euro in der allgemeinen Sportarbeit entfallen rund 222.000 Euro auf die Förderzuschüsse von 41 hauptamtlichen Stellen und 73.000 Euro auf Betriebskostenzuschüsse. Die Stadt fördert auch die sieben Stadttrainer  und gewährt Zuschüsse an lizenzierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter.

Städtische Auszeichnungen anlässlich der XXII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Hannah Anderssohn, Warnemünder Segelclub 1925 e.V., Sportlerin Segeln
Lisa Dethloff, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Sportlerin Flossenschwimmen/Tauchen
Denise Grahl, Hanse SV Rostock e.V., Sportlerin Para Schwimmen
Kerstin Kriehn, Wasserspringerclub Rostock e.V., Sportlerin Wasserspringen
Christiane Schmalbruch, HSG Universität Rostock e.V., Sportlerin Leichtathletik
Leon Münch, Olympischer Ruderclub von 1956 e.V., Sportler Rudern
Mark Perelmann, TuS Makkabi-Rostock e.V., Sportler Fechten
Michael Raelert, TG triZack Rostock e.V. Sportler Triathlon
Lutz Stengel, Rostocker Yachtclub e.V. Sportler Segeln
Frank Feller, Rostocker Yachtclub e.V., Sportler Segeln
Reno Tiede, Rostocker Goalballclub Hansa e.V., Sportler Goalball
Günther Wachs, ESV Turbine Rostock e.V., Sportler Powerlifting
Dr. Matthias Weippert,  Triathlonclub FIKO Rostock e.V., Sportler Leichtathletik
Uwe Krümmling, HSG Universität Rostock e.V., Sportler/Ehrenamt Hockey
Franziska Goltz, Schweriner Segler Verein von 1894 e.V., Trainerin Segeln
Christian Ciupka, 1. Inline Hockey Club Rostocker Nasenbären e.V., Ehrenamt
Dora Kramer, SG FIKO Rostock e.V., Ehrenamt
Siegfried Krüger, SV Warnemünde e.V., Ehrenamt
Michael Schmidt, Integrativer Treff e.V., Ehrenamt
Birgit Seebe, Sportgemeinschaft „Empor“ Rostock e.V., Ehrenamt

Auszeichnung des Eliteschülers des Sports 2017

Julien Pockrandt, Rostocker Yachtclub e.V., Sportler Windsurfen

Auszeichnungen mit der „Ehrennadel des Stadtsportbundes“

Hans-Jürgen Bohn, Warnemünder Segelclub 1925 e.V.,  Ehrenamt
Horst Dinkel, Tauchsportclub Warnemünde e.V., Ehrenamt
Roman Klawun, Rostocker Citylauf e.V., Ehrenamt
Lasse Leitert, JC Uni Rostock e.V., Ehrenamt
Dietrich Vietinghoff, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Ehrenamt
Karola Wiegratz, SV Warnemünde e.V., Ehrenamt

Auszeichnungen der Sportjugend (stellvertretend für die Erfolge der Sportjugend in diesen Sportarten)

Julia Ulbricht, 1. Leichtathletikverein Rostock e.V., Sportlerin Leichtathletik (Speerwurf)
Josefine Purschke, Sportverein Warnemünde e.V., Sportlerin Ringen
Laura Kienapfel, Sportverein „Olympia“ Rostock e.V., Sportlerin Schwimmen
Annika Würfel, VfK „Bau“ Rostock 94 e.V., Sportlerin Judo
Carl Krause, Rostocker Segelverein Citybootshafen e.V., Sportler Segeln
Nele Labudda, Hanse Schwimmverein Rostock e.V., Sportlerin Para Schwimmen
Samuel Bondar, Polizeisportverein Rostock e.V., Sportler Fechten
Tori Schwerin, Olympischer Ruderclub Rostock v. 1956 e.V., Sportler Rudern
Anne Eisenberg, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Sportlerin Tauchen
Jette Müller, Wasserspringerclub Rostock e.V., Sportlerin Wasserspringen

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Traurige Nachrichten aus Frankreich – Eisbärin Vienna verstarb im Zoo La Palmyre

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Eisbärin Vienna, Foto: Joachim Kloock

15.1.2018 – Eigentlich sollte Vienna ihren wohlverdienten Ruhestand ab Herbst im neuen POLARIUM genießen. Die hochbetagte Eisbärendame starb jedoch am Samstag im französischen Zoo La Palmyre, in dem sie übergangsweise untergebracht war. Darüber wurde der Zoo Rostock heute früh informiert. „Vienna hat 26 Jahre in unserem Zoo gelebt und mit dem unvergesslichen Eisbärenmann Churchill sechs Jungtiere zur Welt gebracht. Alle Mitarbeiter und viele Zoobesucher haben sich schon auf ihre Rückkehr gefreut. Umso bestürzter sind wir über die Nachricht über ihr Ableben“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Laut Informationen des französischen Zoos ging es Vienna seit Donnerstagabend plötzlich nicht mehr so gut. Das 29 Jahre alte Tier verstarb am Samstag. Der französische Zoo hat veterinärmedizinische Untersuchungen zur Todesursache von Vienna angekündigt. Das größte an Land lebende Raubtier der Erde wird in freier Natur durchschnittlich 20 Jahre alt, die maximale Lebenserwartung liegt dort bei 25 bis 30 Jahren.

Vienna war eine tolle Eisbärenmutter

Vienna wurde am 29. November 1988 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und kam am 15. Juni 1990 als junge Eisbärin an die Ostseeküste. Vienna hat liebevoll und fürsorglich sechs Jungtiere in Rostock aufgezogen. Das waren Victoria (1996, seit 2015 in Kingussi, England), Victor (1998, seit 2014 in Branton, England), Vitus (2000, seit 2017 in Neumünster), Vilma (2002, verstorben 2016 in Dänemark) sowie die Zwillinge Venus und Valeska (2004, Venus seit 2006 in Ranua, Finnland; Valeska seit 2012 in Bremerhaven). Vater der sechs Jungtiere war Eisbär Churchill, der 1979 in Rostock geboren wurde und am 26. Oktober 2013 im Alter von 34 Jahren verstarb. Am 31. Oktober 2016 siedelte Vienna in den Zoo La Palmyre um, da durch den Abriss der historischen Bärenburg und Neubau des POLARIUM zeitweise in eine andere Unterkunft ausgewichen werden musste. Vienna ist auch die Großmutter von Fiete (2014), vom jüngsten Eisbärennachwuchs im Rostocker Zoo, der seit November 2016 im ungarischen Zoo in Sóstó eine neue Heimat gefunden hat. „Vor allem die lange gemeinsame Zeit mit dem stattlichen Eisbärenmann Churchill hat die Erinnerungen der Zoobesucher an Vienna geprägt“, so Antje Zimmermann. „Das Verhältnis von Vienna und Churchill war eigentlich immer unkompliziert. Churchill war allerdings auch ein großer starker Eisbärenmann, der ein Weibchen schnell im Eifer des Gefechts verletzen konnte. So hatte er Vienna im Frühjahr 2006 an ihrem Hinterbein getroffen. Die Wunde verheilte zwar gut, hinterließ aber Viennas typisches Erkennungszeichen in den letzten Jahren, ein leichtes Humpeln.“

Im Tourismus weiter auf Wachstumskurs – Branche begrüßt das neue Jahr als Auftakt eines ereignisreichen und erfolgversprechenden 2018

800 Jahre Rostock – Hanse- und Universitätsstadt zelebriert ihren historischen Geburtstag mit dem 38. Internationalen Hansetag und dem Rostock Cruise Festival 

Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Kurhaus Warnemünde haben rund 170 Gäste die erfolgreiche touristische Saison Revue passieren lassen und sich auf das kommende Jahr eingestimmt. Im Zuge des anstehenden Doppeljubiläums von Hansestadt und Universität 2018/19 wird Rostock über die Landesgrenzen hinaus mit besonderen Highlights strahlen. Besonders der 38. Internationale Hansetag und die Premiere des „Rostock Cruise Festival“ werfen ihre Schatten voraus. Auch in den Übernachtungszahlen 2017 zeigte die Zwischenbilanz, dass Rostock & Warnemünde das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen halten und sogar Zuwächse verzeichnen konnte. „Wenn wir auf 2017 zurückblicken, können wir zu Recht stolz auf die erfolgreichen Entwicklungen im Tourismus sein. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger“, sagte der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm.

Tourismusbranche weiter auf Erfolgskurs

Das kürzlich in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städteranking der IW.consult bestätigt die hohe Dynamik bei den Gästeübernachtungen. Demnach belegt Rostock im Niveauranking Platz 3 hinter Frankfurt/Main und München. „Ich freue mich, dass wir in 2012 mit der strategischen Neuausrichtung im Tourismus frühzeitig Aktivitäten entwickelt haben, die jetzt ihre positive Wirkung entfalten“, sagte Fromm. „Dies ist Ansporn und Verantwortung zugleich. Um den Erwartungen unserer Urlauber und Gäste auch künftig entsprechen zu können, muss die Branche die Zusammenarbeit weiter intensivieren, Themen wie Qualität noch stärker in den Fokus rücken und den Ausbau der touristischen Infrastruktur vorantreiben. Nur so können wir ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum sichern“, so Fromm weiter. „Das hohe touristische Niveau möchten wir insgesamt im Land auch in den kommenden Jahren halten und, wenn möglich, sogar noch weiter ausbauen. Gerade Rostock ist für seine fortschrittlichen Initiativen etwa bei der Servicequalität oder der Barrierefreiheit beispielhaft. Nicht umsonst verzeichnet die Beherbergungsstatistik hier seit 2010 eine kontinuierlich positive Entwicklung“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Insbesondere die größeren Städte des Landes tragen zum touristischen Vorankommen bei. Die Hansestadt Rostock erweist sich seit Jahren als Wachstumsmotor im Tourismus.“ Von Januar bis Oktober diesen Jahres legt die Hansestadt Rostock nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen um 0,9 Prozentpunkte zu. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 1,75 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Ankünfte wuchsen im selben Zeitraum um 1,8 Prozentpunkte. 

800 Jahre Tor zur Welt – Rostock präsentiert sich als herzlicher Gastgeber

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Hanse- und Universitätsstadt. Darüber hinaus prägt er das Image und ist bestes Aushängeschild der Stadt. Vom Tourismus profitieren ebenso die regionale Entwicklung sowie die Lebensqualität der Einwohner. Rostock Marketing ist mit Einführung der freiwilligen Marketingumlage zur Finanzierung des Tourismus auch nach fast acht Jahren weiter auf Erfolgskurs. „Ich freue mich, dass wir es in Rostock ohne Pflichtabgaben gemeinsam geschafft haben, die Tourismuswirtschaft beispielhaft auf Wachstumskurs zu bringen“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Mit seiner hohen Wertschöpfung hat unter anderem auch der Tourismus dazu beigetragen, dass wir erfreulicherweise gerade im Jubiläumsjahr die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit zurückerlangen konnten. Dafür danke ich an dieser Stelle der gesamten Branche und bin sicher, dass sich die Rostocker Touristiker auch in 2018 als vortreffliche Gastgeber präsentieren. Die Festveranstaltung des Jubiläums, der 38. Internationale Hansetag, wird aus rund 16 Nationen Besucher nach Rostock locken. Es ist eine historische Chance, hier mit einem hohen Niveau an Service und Dienstleistung zu punkten“, so Methling und weiter mit Blick auf die bevorstehenden Ereignisse: „Die Feierlichkeiten zur 800-jährigen Stadtrechtsbestätigung und zu 600 Jahren Universität werden Rostock in den nächsten beiden Jahren national wie international in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, aber auch touristischen Fokus rücken. Wir sind bestrebt, dieses Ereignis zu einem einmaligen Höhepunkt werden zu lassen, auf das alle immer gern zurückblicken werden.“

Hohes touristisches Entwicklungspotential in Rostock

Rostock hat auf Grundlage der Tourismuskonzeption 2022 auch die Vermarktung der Destination im Geschäftsreisetourismus erfolgreich angestoßen. Mit der Gründung des Rostock Convention Bureau in 2016 wurde eine Marktlücke geschlossen, um Rostock im stark umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt als Top-Tagungsdestination an der Ostsee zu profilieren. Durch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Landestourismusverband profitiert künftig das gesamte Land von der Arbeit des Rostock Convention Bureau. Ebenfalls rückt der Gesundheitstourismus zunehmend in den Fokus der touristischen Vermarktung. Hier zeigen die Rostocker Touristiker großes Engagement und sind auf dem besten Weg, Warnemünde zum ersten Thalasso-Seebad an der Ostseeküste zu entwickeln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen, treibt Rostock das wichtige Thema Servicequalität weiter erfolgreich voran. „Im stark umkämpften Tagungssegment haben wir nun die Chance, uns mittelfristig als Top-Tagungsdestination zu etablieren. Auch der Gesundheitstourismus motiviert neue Zielgruppen für eine Reise in unser Bundesland. Rostock und Warnemünde bieten mit ihrem hervorragenden Naturraum auch in dieser Disziplin beste Standortfaktoren. Jene Botschaften tragen wir natürlich gern nach außen. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird MV dieses Jahr als Partnerland auftreten. 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Zudem ist die Branche 2020 zum zweiten Mal nach 2009 mit der Reisemesse Germany Travel Mart hier in der Hansestadt zu Gast“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich.

Ein neues maritimes Highlight im Rostocker Kalender

Rostock gewinnt als internationaler Kreuzfahrthafen immer mehr an Bedeutung. So ist ein weiterer Höhepunkt in Planung: Vom 14. bis 16. September 2018 wird die Premiere des „Rostock Cruise Festivals“ in Warnemünde den Blick der internationalen maritimen Industrie auf die Hanse- und Universitätsstadt lenken. Damit wird eine weitere hochwertige Veranstaltung etabliert, die alle zwei Jahre abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days stattfinden wird. „Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er gilt in der Ostsee längst als wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das seit Jahren kontinuierlich wächst. Das `Rostock Cruise Festival´ ist deshalb eine ideale Chance, unser Land Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als touristischen und wirtschaftlichen Standort zu positionieren“, erläutert Minister Glawe deutlich. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren bereits neue Bestmarken aufgestellt, die 2018 noch einmal getoppt werden könnten.Auch andere Kreuzfahrthäfen des Bundeslandes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock mit beachtlichen Steigerungsraten. „Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist nach wie vor im Wachstum und bringt zum Teil erhebliche Potentiale mit sich. Der Flughafen Rostock-Laage profitiert von höheren Passagierzahlen und die Herkunft der Kreuzfahrtgäste sorgt auch dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt als einzigartiges Urlaubsziel wahrgenommen wird“, so Minister Glawe weiter.

Wirtschaftsnahe Infrastruktur wird in Rostock weiter ausgebaut

„Wir unterstützen den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur weiter. Dabei liegt ein Schwerpunkt beispielsweise in der Vergrößerung des Angebotes von saisonunabhängigen Einrichtungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. So fördert das Wirtschaftsministerium in Rostock den Neubau des POLARIUMS mit einem Zuschuss in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Auch die StadtHalle wird zu großen Teilen in neuem Glanz erstrahlen. Sie wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Netzwerkaktivitäten bereichern die Branche

Ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale liegt auf dem touristischen Marketing für Rostock & Warnemünde, das nur mit Unterstützung des starken touristischen Netzwerks umgesetzt werden kann. Davon profitiert auch insbesondere die Branche, wie Frank Martens, Vorsitzender vom Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., bestätigt: „Die erfolgreiche Arbeit, die Rostock Marketing für den Tourismus leistet, ist letztendlich für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Einbindung der Branche zur Mitgestaltung des Tourismusmarketings ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der guten Entwicklung in der Hansestadt Rostock. Initiativen wie ServiceQualität Deutschland helfen uns, unsere eigenen Angebote weiter zu verbessern. Aber auch das Rostock Convention Bureau oder die Projekte im Gesundheitstourismus tragen dazu bei, dass wir uns touristisch breiter aufstellen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir begrüßen daher dieses Engagement und beteiligen uns gern an der freiwilligen Marketingumlage.“

Sanierung des Wasserturms in Rostock startet im Frühjahr 2018

Wasserturm Rostock, Foto Joachim Kloock

Wasserturm Rostock, Foto Joachim Kloock

2.1.2018 – Im Frühjahr startet die Sanierung des historischen Wasserturms in Rostock – rund 3,2 Millionen Euro sollen während der nächsten zwei Jahre in den Erhalt des Denkmals fließen. Der Wasserturm Rostock gehört zu den bedeutendsten technischen Denkmälern der Hansestadt Rostock. Jedoch ist seine Fassade stark verschlissen. Der Grund: Seit Jahren dringt Feuchtigkeit in das Mauerwerk und friert das Wahrzeichen in Kälteperioden kaputt. Um die historisch wertvolle Bausubstanz zu retten, hat der Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ (KOE) die Sanierungsplanungen eingeleitet. „Wir haben die Bestätigung erhalten, dass rund 1,8 Millionen Euro Landesfördermittel aus dem Programm ,Städtebaulicher Denkmalschutz-Ost 2017‘ für den Wasserturm zur Verfügung stehen“, freut sich KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Mit dem Geld soll in den kommenden zwei Jahren die äußere Hülle des Bauwerks repariert werden. „Die Prozedur ist sehr aufwändig. Die Mauerwerkflächen sind durch reich profilierte Friese und durch Muster aus glasierten Steinen gegliedert. Jeder Stein ist einzigartig und muss auf Schäden untersucht werden“, verdeutlicht Sigrid Hecht. Übernehmen wird diese Aufgabe der Rostocker Architekt Dr. Rainer Grebin, der mit der Sanierung von Denkmälern bestens vertraut ist. So hat sein Büro unter anderem das Universitätshauptgebäude und das Betriebsgebäude der Eurawasser Nord GmbH (ehemaliges Wasserwerk) instandgesetzt. Nachdem der Turm im Frühjahr 2018 mit einem beheizbaren Gerüst ummantelt und durch eine Plane vor weiteren Wassereintritten geschützt wird, kann die Bestandaufnahme der historischen Steine durchgeführt werden. „Wir rechnen damit, dass etwa 50 Steinformate verwendet wurden. Für jedes dieser Formate wird eine 3D-Zeichnung angefertigt, anhand derer die Steine später individuell nachgebrannt werden können“, erklärt die KOE-Chefin.

Zwischen den Jahren 1991 und 1995 wurde der Wasserturm schon einmal instand gesetzt. In diesem Kontext wurden auch Geschossdecken, ein Treppenhaus sowie ein Aufzug eingebaut. Nun muss die gesamte Gebäudehülle nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert werden. Dazu gehören die Trockenlegung des Fundamentes, die vollständige Bauwerksabdichtung, der Austausch und die Eindichtung der Fenster und Außentüren sowie die Erneuerung der Dachbeläge. Die Projektumsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern. Die vorläufig ermittelten Gesamtbaukosten liegen bei rund 3,2 Millionen Euro. „Die genauen Baukosten und die Dauer der Sanierung können jedoch erst nach einem genauen Aufmaß der Schädigungen ermittelt werden“, erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Der Wasserturm wurde 1903 auf Grundlage der Planungen des Stadtbauarchitekten Gustav Dehn in der damals üblichen Mauerwerksbauweise errichtet und nimmt Bezug auf das von Gottlieb Ludwig Möckel entworfene Ständehaus. Zugleich erinnert er gestalterisch an den Zwingerbau von 1526/32, der bis 1849 unmittelbar vor dem Steintor stand. Mit seinen sieben Türmchen und den sechs Zwischengiebeln ist der Wasserturm ein repräsentatives Beispiel für neogotische Backsteinkunst. Bis 1959 war der Wasserturm in Betrieb. Der Stahlbehälter im Inneren mit einem Durchmesser von 16 Metern konnte ein Volumen von 800 Kubikmeter Wasser fassen. Das Bauwerk galt zusammen mit dem 1894 errichteten Wasserwerk als wichtiger Bestandteil zur Wasserversorgung innerhalb Rostocks. Heute dient er als Depot für das Kulturhistorische Museum. Fehlender Tageslichteinfall, das gleichbleibende Klima im Innenraum sowie ein hoher Grad an Einbruchsicherheit bieten ideale Bedingungen für empfindliche Kunstgüter.

Albert-Einstein-Straße in Rostock als Campusstraße übergeben

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Campusstraße, Foto: Joachim Kloock

21.12.2017 – Heute wurde die Albert-Einstein-Straße der Universität Rostock der Öffentlichkeit als Campusstraße übergeben. Nach dreijähriger abschnittsweiser Sanierung ist diese Baumaßnahme damit jetzt abgeschlossen. Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt, unterstreicht: „Die Zusammenarbeit von Stadt und Land hat hervorragend funktioniert. Das Land plant und baut Hochbauten und das Campusgelände, die Stadt plant und baut gleichzeitig die öffentliche Infrastruktur. Großer Dank an alle für dieses freundlich-konstruktive Miteinander trotz komplexer Problemstellungen!“ Der Straßenzustand und die funktionalen Veränderungen entsprechend des Masterplans zum Campusgelände Südstadt mit der Entwicklung neuer Universitätsinstitute erforderten einen grundhaften Ausbau der Straße sowie die verkehrliche und städtebauliche Anpassung des Straßenzuges im Gebiet und an das übergeordnete Straßennetz. Bei dieser Straße handelt es sich um die Haupterschließungsstraße des entstehenden Campusgeländes, die in den 1960er Jahren in Betonbauweise hergestellt und seither nicht mehr erneuert oder instand gesetzt wurde. Die von der Straße ausgehenden Lärmemissionen waren aufgrund abgesackter Betonplatten, breiter Fugen und rauer Oberflächen sehr hoch. Die Erschütterungen durch Lkw-Fahrten in Verbindung mit dem schlechten Straßenzustand waren mit den geplanten Nutzungen der Universität Rostock und u. a. den Forschungen des neuen Physikinstitutes in neuen Laboren mit hochsensibler Messtechnik unvereinbar.

Es erfolgte partiell die Einrichtung einer Tempo-30-Zone. Die Fahrbahn wurde grundhaft in Asphaltbauweise mit einer Deckschicht aus Splittmastixasphalt SMA 8 D N ausgebaut, die maßgeblich zur Lärmminderung im Gebiet beitragen wird. Gehwege und Pkw-Stellplätze wurden in Pflasterbauweise angelegt sowie Schutzstreifen für den Radverkehr markiert. Straßenbegleitgrün wurde einseitig angelegt. Perspektivisch ist die Pflanzung einer Baumreihe auch auf der Südseite der Straße vorgesehen. Diese kann aber erst realisiert werden, wenn der Bebauungsplan für das Gebiet fertiggestellt ist und etwaige neue Straßeneinmündungen und Grundstückszufahrten zu neuen Baufeldern feststehen. Mit der Fertigstellung des Ausbaues der Ulmenstraße soll auch eine neue Buslinie, die so genannte „Campusroute“, etabliert werden, um die Universitätscampi zu verknüpfen. Aus diesem Grund ist im Zuge der Baumaßnahme der Bau von vier Bushaltestellen realisiert worden. Diese Maßnahmen sollen durch den angestrebten Verzicht auf Pkw-Fahrten seitens der Studierenden und am Campus beschäftigten Personen ebenso zur Beruhigung des Verkehrsstandortes beitragen.

Die Planung und Bauausführung konnte durch eine sehr gute Zusammenarbeit aller maßgeblichen Planungsbeteiligten (Betrieb für Bau und Liegenschaften, Universität, Studentenwerk, EWN, Planungsbüros, Baubetriebe und federführend durch das Amt für Verkehrsanlagen) in hoher Qualität und in einem engen Terminplan abgeschlossen werden. Der Bau einer anliegenden Erschließungsstraße und der Radschnellweg zwischen Satower Straße und Albert-Einstein-Straße parallel zur Bahnlinie wird voraussichtlich ab Juli 2018 erfolgen. Senator Holger Matthäus: „Die Straße passt nicht nur gestalterisch gut zum Campus sondern ermöglicht auch funktionell modernste stadtverträgliche Mobilität für unsere Studierenden!“

Bildunterschrift: v.l.: Udo Kragl (Uni-Rektorat), Jörn Rosenow (Oberbauleiter), Ines Rubin ( Amt für Verkehrsanlagen) und Holger Matthäus (Bausenator), Foto: Joachim Kloock

ScanHaus Marlow neuer Goldpartner des Rostocker Zoos 

Das POLARIUM erhält einen Abenteuerspielplatz mit einem Polarforschungsschiff

Zoodirektor Udo Nagel mit  Scan-Haus Chef Friedemann Kunz, Foto: Joachim Kloock18.12.2017 – Vermutlich war der Zoologe und Polarforscher Fridtjof Nansen einer der ersten Menschen, die Robben und Eisbären in freier Natur erlebt haben. Der Norweger durchquerte 1888 als Erster Grönland über das Inlandeis und kam während seiner Expedition von 1893 bis 1896 dem Nordpol so nah wie kein Polarfahrer zuvor. Große Berühmtheit erreichte dabei auch sein Forschungsschiff, die FRAM. Der legendäre Segler soll die Attraktion eines neuen Entdeckerspielplatzes vor dem POLARIUM sein. Umgesetzt wird das ambitionierte Vorhaben direkt vor dem neuen POLARIUM dank eines neuen Goldpartners. „Der Zoo Rostock freut sich sehr, dass künftig eines der erfolgreichsten Unternehmen des Landes zu den Förderern des Zoos gehört. Die ScanHaus Marlow GmbH wird ab sofort den Rostocker Zoo aktiv unterstützen“, sagte heute Zoodirektor Udo Nagel bei der Vorstellung des Projektes. ScanHaus Marlow, einer der führenden Anbieter von modernen und umweltfreundlichen Markenhäusern, baut im Jahr 650 bis 700 Häuser. Das Spielplatzvorhaben wird jedoch von der Firma Spielart im thüringischen Laucha umgesetzt. Die Eröffnung des neuen Spielplatzes für kleine Entdecker ist für das kommende Frühjahr geplant.  „Der Rostocker Zoo mit dem DARWINEUM ist eine der herausragenden Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Inhaber von ScanHaus Marlow, Friedemann Kunz. „Unser Interesse galt einem nachhaltigen Projekt, das den Forscher- und Entdeckergeist der Jüngsten weckt. Wir sind schon sehr gespannt, wie unser Abenteuerspielplatz beim Nachwuchs ankommen wird.“

Gemeinsam den Nordpol entdecken

In unmittelbarer Nähe zum künftigen POLARIUM, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, entsteht ein Abenteuerspielplatz mit der FRAM als Hauptanziehungspunkt. Spielerisch können die Kinder eine Nordpolreise unternehmen und dabei einiges lernen. Im Umfeld des Schiffes entstehen viele polartypische Erlebnispunkte, ein Iglu und eine Eskimofotostation. Viele Spielfunktionen machen das Schiff zum Höhepunkt des Spielplatzes. An einer Hörstation, wo die Mädchen und Jungen mit eigener Kraft den Strom erzeugen können, werden beispielsweise spannende Geschichte erzählt. Da geht es unter anderem darum, wie die FRAM im Eis eingefroren ist und die Forscher schließlich mit einem Hundeschlitten aufbrachen, um den Nordpol doch noch zu erreichen. Über eine Seilleiter können die Kinder auf den Dreimaster gelangen. Ein fester Steg ermöglicht den Wechsel zwischen Bug und Heck. Platz zum Ausruhen bieten die Lümmelnetze, die wie Hängematten genutzt werden können. Der Mittelteil des Schiffes verfügt über eine Zeltabdeckung und Sitzmöglichkeiten. Applikationen eines Rettungsbootes und des Ankers vervollständigen das Bild. Kommt das Schiff in Seenot, kann es ganz schnell über eine Rutsche verlassen werden. Natürlich gibt es ein bewegliches Steuerrad und Fernrohre, um die Umgebung zu beobachten und nach Eisbären Ausschau zu halten.

Außerhalb des Schiffes liegen ausgeladene Fässer und Kisten zum Klettern. Auch von dort aus können die kleinen Besucher auf das Schiff gelangen. Hüpfplatten, die mit Federn versehen sind, fungieren als wackelnde Eisschollen. Ein „schlafender Eisbär“ darf sogar erklommen werden. Aber nicht zu doll, sonst erwacht er womöglich. Ferner warten Schlittenhunde darauf, angespannt zu werden. Auch der Schlitten ist auf Federn gelagert und es kann darin gewackelt werden, als wenn es in rasanter Fahrt übers Eis geht. Ein kleines begehbares Iglu zeigt, wie die arktischen Inuit-Völker in diesem kargen Lebensraum zurechtkommen. Auf mehreren Schautafeln wird zusätzlich über Themen rund um den Nordpol informiert. Außerdem gibt es einen Fotoplatz, um ein Erinnerungsbild mit Eskimos und Husky zu machen. Die Eltern finden in unmittelbarer Nachbarschaft vor dem kleinen Shop einen Sitzplatz und können bei einem Kaffee in aller Ruhe ihre Sprösslinge im Blick behalten.

Rostocker Museen ziehen positive Jahresbilanz

Besucherzahl stieg um 15 Prozent – Vielfältige Ausstellungsplanung
für 2018

13.12.2017 – Die Rostocker Museen haben im jetzt zu Ende gehenden Jahr voraussichtlich 15 Prozent mehr Gäste begrüßen können als noch im Jahr 2016. Das geht aus der vorläufigen Bilanz hervor, die heute Dr. Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen, gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der einzelnen Einrichtungen gezogen hat. Spitzenreiter war 2017 erneut die Kunsthalle Rostock mit 70.000 Gästen. Den größten Zuwachs konnte das Kulturhistorische Museum Rostock mit 61.000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnen, 12.000 bzw. 24 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Schwerpunkte der vielseitigen Ausstellungsplanungen der Häuser orientieren sich 2018 insbesondere am 800. Jubiläum der Stadtrechtsbestätigung Rostocks. Darüber hinaus warten weitere spannende Ausstellungen, Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote auf interessierte Besucherinnen und Besucher.

Kulturhistorisches Museum Rostock
http://www.kulturhistorisches-museum-rostock.de 

Das Kulturhistorische Museum Rostock erwartet 2017 insgesamt 61.000 Gäste, das sind 24 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher als 2016. Neben den Ausstellungshöhepunkten und einer Vielzahl von Führungen und Veranstaltungen kooperiert das Museum mit vielen Partnern, darunter mit der dänischen Nachbargemeinde Guldborgsund Kommune in Bezug auf Ausstellungen, mit dem Archäologischen Museum Varna in Hinblick auf die Ausstellungen „Das älteste Gold der Welt“ in Rostock und „Highlights of Rostock“ in Varna und mit der Universität Rostock in Bezug auf die Ausstellung zur Geschichte der Universität Rostock 2019.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten – bis 5. März 2018

Mit „Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“ präsentiert das Museum einfache und bekannte und weniger bekannte Objekte aus dem Alltagsleben in der DDR und erzählt anhand dieser Beispiele aus der Geschichte des DDR-Alltags zwischen Privatheit und staatlichem Einfluss. Dabei stehen Themen wie Familie, Schule und Studium, Beruf und Arbeit, Freizeit und Urlaub oder die gesellschaftliche Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Objekte und ihre Geschichten ermöglichen eine Überprüfung, ob und wie der Staat auf das Leben der Menschen Einfluss nahm, wie der Alltag in der DDR gemeistert wurde.

Rostock. Jetzt 800 – Die Ausstellung zum Stadtjubiläum – 15. Juni bis 4. November 2018

Historisch gewachsene Hansestadt an der Mündung der Warnow, Handwerkerstadt, Industriestadt, Bezirkshauptstadt und Tor zur Welt der DDR, backsteingotischer Stadtraum, Sitz einer alten Universität und Mittelpunkt eines starken Bürgertums in der Vergangenheit. Modernes Zentrum an der südlichen Ostsee in der Gegenwart. Prägende Merkmale und Beschreibungen, was die Stadt war und ist, gab und gibt es für Rostock viele. Mit dem Kulturhistorischen Museum Rostock besitzt die Stadt eines der
großen kommunalen Museen im Norden Deutschlands. Das Haus öffnet mit der Sonderausstellung aus seinen eigenen Beständen, die mit ihren Exponaten die Geschichte von Stadt und Region auf beeindruckende Weise demonstrieren, sowie mit gezielten Leihgaben und Partnerschaften den Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2018. Die von Generationen bewahrten Exponate erzählen bekannte und unbekannte Geschichten aus der Geschichte, Neues und längst Bekanntes auf neue Weise.

Das älteste Gold der Welt – 30. November 2018 bis 28. April 2019

Sie wurde unter anderem in Bulgarien, Japan, Kanada, Frankreich, Italien, Israel und den Niederlanden gezeigt. Nun kommt die Ausstellung mit einem der spektakulärsten Goldfunde der Welt auch nach Rostock. Die präsentierten Objekte zählen zu den bedeutendsten Stücken des Archäologischen Museum Varna. Die aus der Kupferzeit stammenden Goldbeigaben aus dem Gräberfeld von Varna, 1972 entdeckt umfassen sie das weltweit älteste bisher entdeckte bearbeitete Gold. Es stammt aus der Zeit zwischen 4600 und 4200 v. Chr. Die Ausstellung aus dem Archäologischen Museum Varna ist Teil der Zusammenarbeit der beiden Museen im Rahmen der Partnerschaft zwischen den beiden Städten.

Kunsthalle Rostock
http://www.kunsthallerostock.de 

Auch die Kunsthalle Rostock zieht eine durchweg positive Jahresbilanz, die insbesondere durch die beiden großen Ausstellungen „Sibylle“ und „Wolfgang Mattheuer“ bestimmt wurden. Aber auch jungen Künstlern wie Markus Matthias Krüger konnte erneut eine Plattform geboten werden. Das Gemeinschaftsprojekt ExAuditu wurde erfolgreich umgesetzt. Zum Jahresende werden insgesamt 70.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das entspricht einem Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 42 Prozent mehr Führungen wurden durchgeführt. Im Bereich der museumspädagogischen Angebote stieg die Zahl der Veranstaltungen um 44 Prozent.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Erich Kissing und Kerstin. Maler und Modell
4. Februar bis 1. Mai 2018

Stadtbild HRO
18. April bis 3. Juni 2018

Ilya and Emilia Kabakov: Two Times
18. Mai bis 15. Juli 2018

Ship of Tolerance – Ilya and Emilia Kabakov
19. Mai bis Oktober 2018

DIE SCHÖNHEIT DER DINGE  – Aus Rostocker Sammlungen
5. August bis 28. Oktober 2018

Anton Corbijn
1-2-3-4
18. November 2018 bis 27. Januar 2019

Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock
http://www.schifffahrtsmuseum-rostock.de 

Zum Jahresende werden voraussichtlich 42.000 Gäste das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum auf dem Traditionsschiff besucht haben. Sieben Ausstellungen wurden auf der ehemaligen MS „Dresden“ gezeigt, die im Mittelpunkt von insgesamt 134 Führungen standen, und neun größere Veranstaltungen organisiert. Zum 800. Geburtstag wird im Juni 2018 der Nachbau der historischen Warnemünder Jolle „Twei-Smaker“ fertig. Es ist ein Projekt des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum e.V.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Mit MS FICHTE zur See
5. April bis 5. Oktober 2018

ENTdeckungen – mit Duckomenta die Welt erkunden
Das „Welt-Kultur-Enten-Erbe“ in Rostock
19. Oktober 2018 bis April 2019

Ozeanversauerung – Das andere Kohlendioxid-Problem
Fotoausstellung des deutschen Forschungsverbundes BIOACID
bis 4. Februar 2018

Zustand und Vergänglichkeit im Fundort Archiv – pose et finitatem.
Ein historischer Fotobestand aus dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund
März bis April 2018

Flechtwerk aus Strandgut
Arbeiten von Josefine Edle von Krepl, Groß Pankow
Ende April bis Juni 2018:

Reise mit der GORCH FOCK
Aus dem Skizzenbuch des Marinemalers Olaf Rahardt, Rudolstadt
August bis Oktober 2018

Ozeane – Expeditionen in unerforschte Tiefen
Fotoausstellung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel
November 2018 bis Februar 2019

Heimatmuseum Warnemünde
w.heimatmuseum-warnemuende.de 

Auch das Heimatmuseum Warnemünde kann für das Jahr 2017 eine positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2016 gestiegen. Waren es 2016 nicht ganz 12.800, so wird im Laufe dieser Woche die 13.000 Besucherin erwartet. Die Sonderausstellung „Wie die Technik nach Warnemünde kam“ wird noch bis Sommer 2018 im Heimatmuseum zu sehen sein. Daran soll sich eine Ausstellung zu Künstlern in Warnemünde anschließen. Für das Jahr 2019 ist eine Sonderausstellung zur Geschichte des Warnemünder Sports geplant. Große Aufgabe und großes Ziel für 2018 ist die Realisierung der überarbeiteten Dauerausstellung. Die Themenschwerpunkte Fischerei, Seefahrt, Lotsenwesen, Seenotrettung und Badewesen sollen den Besucherinnen und Besuchern in neuem Gewand präsentiert werden. Wie in jedem Jahr wird es auch 2018 wieder die Reihe der Warnemünder Museumsabende mit einem abwechslungsreichen Programm geben.