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Erstmals Nachwuchs bei den Polarfüchsen im Rostocker Zoo  

Schwarz, weiß und neun auf einen Streich 

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

Polarfüchse, Foto: Joachim Kloock

13.7.2017 – Der Zoo Rostock freut sich über neun junge Polarfüchse. „Dreimal schwarz, sechsmal weiß, fünf Jungs und vier Mädchen und alle sind putzmunter“, informierte heute Kuratorin Antje Zimmermann. „Sie entwickeln sich prächtig, spielen und toben viel.“ Es ist nicht nur der erste Polarfuchs-Nachwuchs überhaupt im Zoo Rostock, auch für die Elterntiere Ronja und Loki ist es der erste Wurf.  Polarfüchse bekommen durchschnittlich drei bis neun Welpen pro Wurf, wobei auch eine Anzahl von bis zu 12 Jungtieren nicht ungewöhnlich ist. Die Größe eines Wurfes ist, besonders in der freien Wildbahn, stark vom Nahrungsangebot und den klimatischen Verhältnissen abhängig.

Füttern die Mutter, Spielen der Vater

Die Mutter kümmert sich sehr gut um ihre Rasselbande. So trägt sie ihren Welpen beispielsweise das Futter in die Höhle. Auch kommuniziert sie mit ihren Kindern. Ist außerhalb der schützenden Höhle zu viel Trubel, warnt sie ihre Jungen mit bestimmten Lauten. Ist es ruhiger, lockt sie die Jungtiere nach draußen, wie die Tierpfleger beobachtet haben. Diese hatten auch Anfang Juni Veränderungen und geschäftiges Treiben bei Ronja bemerkt (Wahrscheinlicher Geburtstermin um den 1. Juni). Die Jungtiere lagen allerdings nicht sichtbar und gut versteckt in der Höhle und haben auch erst nach etwa vier Wochen das erste Mal für kurze Zeit das Wurfversteck verlassen. Neugeborene Polarfüchse werden blind, taub und zahnlos geboren. Sie wiegen dann zwischen 50 und 130 Gramm. „Unsere Jungtiere bringen inzwischen schon alle mehr als ein Kilogramm auf die Waage“, so Antje Zimmermann. „Die Kleinen werden jetzt mutiger und kommen immer öfter aus dem Bau. Gut zu beobachten sind sie insbesondere zu den Fütterungszeiten um 9 Uhr, zwischen 11 und 12 sowie zwischen 14 und 15 Uhr.“

Mutter Ronja wurde am 16. Mai 2012 auf der Elch- und Rentierfarm Golz in Brandenburg geboren und wechselte am 20. August 2012 nach Rostock. Der stolze und noch sehr verspielte Vater Loki kam am 28. April 2016 im Wildpark Lüneburger Heide zur Welt und ist seit dem 19. August 2016 der Partner von der zutraulichen Ronja. Er beteiligt sich eher weniger an der Aufzucht, fordert seine Kinder aber immer wieder zum Spielen auf. Dies ist sicherlich auch seinem eigenen, noch sehr jungem Alter geschuldet. Polarfüchse sind monogam und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen. Schon mit ungefähr sechs Wochen werden junge Polarfüchse von der Muttermilch entwöhnt. Bereits mit 15 bis 20 Tagen bekommen sie auch erste feste Kost in Form von den Eltern vorverdauter Nahrung, bevor sie dann mit vier bis sechs Wochen feste Nahrung zu sich nehmen. „Wir können gerade gut beobachten, dass die Jungtiere von ihrer Mutter mehr und mehr an die richtige Nahrung herangeführt werden“, so die Kuratorin. Auf dem Speiseplan der Polarfüchse stehen alle Arten von Fleisch, unter anderem Küken, Mäuse, Ratten, Putenhälse, Rindfleisch und Kaninchen. Dies macht den Hauptteil der Nahrung aus. Zur Beschäftigung bekommen sie aber auch Obst und Gemüse. Auch die Jungtiere erhalten neben Fleisch etwas Obst und Gemüse, um an diese Nahrung gewöhnt zu werden.

Mehr Platz für die kleinen Racker

Das Gehege der Polarfüchse im historischen Zooteil wurde indes durch die Zoomeisterei erweitert, um mehr Platz für die jetzige Großfamilie zu schaffen. Die Polarfuchsanlage wurde mit dem Revier der Schneeeulen verbunden. Somit steht den Polarfüchsen nun mehr als doppelt so viel Platz zur Verfügung. Die Schneeeulen ziehen übergangsweise in die Volierenreihe hinter den Zwergziegen. Vom Gehege der Ziegen sind sie gut zu sehen. Der Polarfuchs ist übrigens der einzige Wildhund, der die Farbe seines Pelzes den Jahreszeiten entsprechend anpasst. Im Sommer ist das Fell an Kopf, Rücken, Schwanz und Beinen bei allen Polarfüchsen braun, die Flanken und der Bauch hellbeige. Im Winter, etwa ab Oktober, November gibt es dann zwei völlig verschiedene Farbvarianten. Da ist einmal der „Weißfuchs“, der ein rein weißes und dickes Winterfell hat wie Ronja und zum anderen der „Blaufuchs“ wie Loki, dessen Fellfarbe von hellgrau über dunkelblau bis sogar schwarz variiert. Polarfüchse leben erst seit 2000 im Rostocker Zoo. Im Juli 2000 sind die ersten Polarfüchse, das Pärchen „Agneta“ und „Kjell“, in Rostock eingezogen. Nun gibt es erstmals eigenen Nachwuchs.

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Zwei neue Bewohner mit buntem Schnabel im Zoo Rostock – Polarfüchse wieder zu zweit

29.8.2016 – Eine neue Tier- und Vogelart hat im Zoo Rostock Einzug gehalten. Seit Ende vergangener Woche können sich alle Vogelfreunde über zwei Grünarassaris freuen, die erstmals im Zoo Rostock zu beobachten sind. Ganz in der Nähe ist das Glück der Polarfüchse wieder vollkommen. Am 19. August kam ein junger Polarfuchs aus dem Wildpark Lüneburger Heide nach Rostock, wo er jetzt mit einem Weibchen zusammenlebt. Einmal mehr hat der Rostocker Zooverein geholfen, eine neue spannende Tierart nach Rostock zu holen. Die beiden drei Jahre alten Grünarassaris kommen aus Mannheim und waren schon als Zuchtpaar erfolgreich. Nachwuchs ist also nicht ausgeschlossen. Besucher können die beiden munteren „Südamerikaner“ mit dem bunten Schnabel im Vogel-Reptilien-Haus sehen.

Der Grünarassari (Pteroglossus viridis) ist eine Tukanart aus der Gattung der Schwarzarassaris und die kleinste Art dieser Gattung. Die maximale Körperlänge beträgt 32 bis 34 cm bei einem Gewicht von 120 bis 162 Gramm. Die Schnabellänge kann bei einem Männchen bis zu 10 cm betragen, bei einem Weibchen bis zu 8 cm. Der Schnabel ist auffallend in den Farben gelb, schwarz und rot. Die Körperoberseite ist hauptsächlich schwarzgrün mit einem Tupfer rot, die Unterseite gelb. Die Mini-Tukane ernähren sich hauptsächlich von kleineren Früchten, in der Brutzeit aber auch von Insekten. Grünarassaris besiedeln feuchte immergrüne Wälder in Tiefebenen sowie Wälder entlang von Flussläufen in Südamerika und gelten nicht als bedroht.