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Zweites Pinguinküken im Polarium geschlüpft  

Nordwasser verlängert Patenschaft für die Humboldtpinguine

Im vergangenen Jahr hat die Nordwasser GmbH eine Patenschaft für die 25 Humboldtpinguine im Zoo Rostock übernommen. Heute besuchte der Geschäftsführer der Nordwasser GmbH, Ulf Altmann, seine Schützlinge und verlängerte zugleich die Förderung. Inzwischen gab es sogar zweimal Nachwuchs, so dass nun 27 „Frackträger“ das neugestaltete Revier im Polarium bevölkern.
„Wir freuen uns als Paten sehr, dass es gleich im ersten Jahr mit Nachwuchs geklappt hat“, sagte Geschäftsführer Ulf Altmann. „Die Humboldtpinguine fühlen sich dem nassen Element ebenso verbunden wie wir und es ist absolut unterstützenswert, wie sich der Zoo für den Erhalt der bedrohten Art einsetzt.“ Der Rostocker Zoo arbeitet mit „Sphenisco – Schutz des Humboldtpinguins e.V.“ zusammen, die sich für die gefährdeten Humboldtpinguine engagieren (sphenisco.org).

Am 8. Mai freuten sich die Tierpfleger riesig über den ersten Nachwuchs im Polarium. Das flauschige Pinguinküken ist der Nachwuchs von Mama Fridolin und Papa Tristan. Das Jungtier ist kräftig gewachsen und wird immer mutiger. „Das Küken entwickelt sich sehr gut, es frisst gut und geht sogar schon gerne einmal baden“, berichtete Zookuratorin Antje Angeli. „Die Eltern kümmern sich zwar immer noch um ihren Nachwuchs, jedoch wird der von Tag zu Tag selbstständiger. Aufmerksame Besucher können das Küken regelmäßig auf der Anlage beobachten, obwohl es langsam schwer wird, es von den anderen Pinguinen zu unterscheiden.“ Ob es ein weiblicher oder männlicher Pinguin ist, wird sich erst später anhand einer genetischen Untersuchung, die mittels einer Federproben-Analyse durchgeführt wird, herausstellen.

Mittlerweile gibt es sogar ein weiteres Pinguinbaby, welches am 16. Juni geschlüpft ist und sich noch im Schutz der Bruthöhle befindet. Eltern sind Tine, die 2003 ebenfalls in Rostock geboren worden ist, und Pelle, ein Wiener Pinguin, der zur Eröffnung des Polariums im letzten Jahr nach Rostock gezogen ist.

 

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Rostocks Wasserversorger Nordwasser neuer Förderer des Zoos

Nordwasser übernimmt die Patenschaft für Fridolin, Pünktchen, Molli & Co.

NordwasserDer Geschäftsführer der Nordwasser GmbH Rostock, Wolf-Thomas Hendrich, besuchte heute persönlich die neuen Patentiere des Rostocker Wasserversorgers. Für die Bewohner des im September eröffneten Polariums bedeutete das vor allem eine Extraportion mit frischem Fisch aus der Hand des Wasserexperten. „Als kommunales Rostocker Unternehmen fühlen wir uns dem Zoo in besonderer Weise verbunden und möchten ihn gern unterstützen“, betonte Wolf-Thomas Hendrich. „Dabei lag eine Patenschaft mit Tieren, die sich mit dem Element Wasser genauso wohl fühlen wie wir, natürlich nahe.“

Seit dem 1. Juli 2018 ist Nordwasser im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und im Zweckverband Wasser-Abwasser Rostock-Land mit 28 Umlandgemeinden verantwortlich. Das Unternehmen übernimmt nun die Tierpatenschaft für die 25 Pinguine im Rostocker Zoo und unterstützt darüber hinaus das große Zoofest und die Erfahrungsstationen am Wasser. „Wir freuen uns sehr über die neue Partnerschaft mit der Nordwasser GmbH“, unterstrich Zoodirektor Udo Nagel beim heutigen gemeinsamen Fütterungstermin. Wasser ist in jeder Hinsicht ein wichtiges Thema für uns, sowohl bei der Bereitstellung als auch in der Aufbereitung für viele Becken und Aquarien, so dass wir auch froh sind, versierte Partner wie Nordwasser an unserer Seite zu wissen.“ Auf der Pinguinanlage im Polarium leben seit dem Sommer 13 männliche und 12 weibliche Pinguine aus Wien, aus Berlin und aus dem dänischen Aalborg. Einige Pinguine sind nach dem Abschluss der Bauarbeiten zurückgekehrt, so unter anderem Tristan, Fridolin, Pünktchen, Molli, Benny und Liese.

Die Rostocker Polariumsbewohner sind Humboldtpinguine, die mit drei weiteren Arten zur Gattung der Brillenpinguine gehören. Durchschnittlich erreichen die beliebten „Frackträger“ eine Größe von 45 cm und ein Gewicht von 4 kg. Wie alle Pinguine ist auch der Humboldtpinguin an ein Leben im Wasser angepasst. Sie leben an den Pazifikküsten in Peru und Nordchile und auf den dort vorgelagerten Inseln. Der Rostocker Zoo arbeitet mit „Sphenisco – Schutz des Humboldtpinguins e.V.“ zusammen, die sich für den Erhalt der laut Roter Liste gefährdeten Humboldt-Pinguine engagieren (sphenisco.org). Ein wesentlicher Grund für die Gefährdung der Pinguine ist eine Überfischung der Nahrungsressourcen der Tiere.

Bildunterschrift: Die frischen Fische waren nicht nur bei den neuen Patentieren von Nordwasser begehrt, sie lockten zahlreiche Möwen an. Der Geschäftsführer der Nordwasser GmbH Rostock, Wolf-Thomas Hendrich (mi.), sorgte jedoch dafür, dass seine Schützlinge nicht leer ausgingen, hier mit Tierpflegerin Maria Schierstedt und Zoodirektor Udo Nagel. Foto: Joachim Kloock

Richtfest POLARIUM: Im August ziehen die Eisbären und Pinguine ein

Ein Dankeschön an die Bauarbeiter für eines der größten Geschenke zum 800. Rostocker Stadtgeburtstag

Der Rohbau des POLARIUM steht und gemeinsam mit allen Beteiligten, den Mitarbeitern sowie vielen Förderern und Partnern des Zoos wurde heute das Richtfest zünftig gefeiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe, Oberbürgermeister Roland Methling und Zoodirektor Udo Nagel dankten allen Mitwirkenden, die zum bisherigen Erfolg bei dem ambitionierten Neubauprojekt beigetragen haben. Geht es in dem Tempo weiter, ist im September bereits die Eröffnung geplant.

„Jetzt ist das Ergebnis dank der enormen Unterstützung aller Bauarbeiter, Planer und Mitarbeiter des Zoos auch für Besucher immer besser sichtbar. Die Vorfreude wächst gewaltig“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. „Das POLARIUM wird den Zoo für die Rostocker sowie für die Gäste aus dem In- und Ausland weiter aufwerten. Hier werden Natur, Erlebnis und Bildung in wunderbarer Weise miteinander verbunden. Wir brauchen mehr attraktive und qualitativ hochwertige Angebote, um neue Gäste für unser Land zu begeistern. Denn: Wer im intensiven touristischen Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren. Diesen Kurs unterstützen wir auch beim Rostocker Zoo aktiv.“ Für Oberbürgermeister Roland Methling ist die geplante Eröffnung des POLARIUM im September eines der herausragenden Highlights im großen Jubiläumsjahr von Rostock. „Das POLARIUM ist eines der größten Geschenke zum 800. Stadtgeburtstag für die Rostocker und Gäste der Stadt. Es wird wie einst die historische Bärenburg viele Generationen prägen und zugleich neue Akzente im Natur- und Artenschutz setzen.“ Zoodirektor Udo Nagel lag heute besonders am Herzen, neben den Baufirmen auch allen Zoobesuchern für ihre Geduld und ihr Verständnis für die durch den Bauprozess  bedingten teilweise erheblichen Einschränkungen im Umfeld des POLARIUM ein großes Dankeschön auszusprechen. „Die Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren, ist einfach überwältigend. Das Ende ist jetzt absehbar und schon im August sollen die ersten kleinen und großen Bewohner in unser POLARIUM einziehen.“

Wie ist der aktuelle Baustand?

Der Neubau des POLARIUM ist weit vorangeschritten. Während der Rohbau für das Pinguinbecken und für das Gebäude mit den Bruthöhlen sowie der Grabenverlauf bereits fertiggestellt sind, finden am Besucherzentrum und an den Räumen für die Tierpfleger die letzten ausstehenden Rohbauarbeiten statt. Für die Eisbären-Stallungen mit den Wurfboxen wurde bereits die Grundsohle gelegt und gleichzeitig mit dem Aufbau der Winkelstützwände zur Gehegebegrenzung begonnen. Vor den Firmen liegt noch die komplette Gestaltung des POLARIUM mit dem Kunstfelsen und einer großflächigen Illusionsmalerei, die seit dieser Woche auf dem Programm steht. Darüber hinaus müssen die Außengehege angelegt und die Besucherwege erschlossen werden. Schon bald werden die Maler den Pinsel schwingen und den Anstrich außen und im Innenbereich anbringen. Gegenwärtig sind auf der POLARIUM-Baustelle 15 Gewerke aktiv. Diese Zahl wird sich später sogar auf etwa 30 Betriebe erhöhen, wenn es immer mehr auf den Feinausbau zusteuert. „Eine Großbaustelle inmitten eines Zoos ist immer eine besondere Herausforderung“, machte Zoodirektor Udo Nagel deutlich. „Es muss Rücksicht auf die bestehenden Tiere genommen werden und wenn ab August die ersten Bewohner kommen, gibt es vieles zu beachten, um die Gesundheit und Sicherheit der Tiere und Mitarbeiter nicht zu gefährden.“ Die Rohbau- und Erschließungszeit haben die Ausstellungsplaner für ihre Vorbereitungen genutzt. Für das Besucherzentrum sind Gewerke wie beispielsweise „Trockenbau/Akustik“, „Ausstellungsbau“ und „Grafikkommunikation und Beschilderung“ zuständig. Hinzu kommt die aufwändige Medientechnik. Der umfangreiche Planungsprozess ist im ständigen Austausch mit dem Zoo erfolgt und mittlerweile abgeschlossen, so dass nun nach fortschreitendem Bauablauf immer stärker die Ausstellungsbereiche in den Fokus rücken. Diese wurden schrittweise an das vom Generalplaner entworfene Gebäude angepasst. Der Generalplaner, die Hamburger ZOOQUARIUMDESIGN GmbH, hat mit Ausnahme der Ausstellung und Aquaristik das Gesamtprojekt konzipiert. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Partnern Pinck Ingenieure (Planung Technische Gebäudeausrüstung) und Wetzel & von Seht (Statikplanung). Das Ausstellungskonzept wird von der dan pearlman Markenarchitektur GmbH aus Berlin umgesetzt.

Wann kommen die Tiere?

Weitestgehend abgeschlossen sind die Abstimmungen zum Tierbestand für die Eisbären und Pinguine mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „In Kürze werden wir bekanntgeben können, welches junge Eisbärenpärchen zu uns ins POLARIUM ziehen wird“, kündigte Antje Zimmermann an. „Die Anreisen der Tiere werden für den August geplant.“ Einige Rostocker Pinguine werden aus dem Zoo Berlin zurückkehren. „Weitere Pinguine erhalten wir aus Wien. Die genaue Planung zum Pinguinbestand läuft aber noch, da sie vom Brutgeschehen in den verschiedenen Pinguin-Populationen in den Zoos abhängig ist.“ Zur Eröffnung werden rund 20 Humboldt-Pinguine auf der neuen Anlage zu sehen sein. Die Kolonie kann dann auf rund 36 Tiere wachsen.“ Die Aquarien und Quallenkreisel kommen vorgefertigt nach Rostock und werden vor Ort installiert. Die Einrichtung und Inbetriebnahme laufen in enger Abstimmung zwischen der Spezialfirma Schuran aus Jülich und dem Zoo, wobei die Firma Schuran als Generalunternehmer für die Planung und Ausführung verantwortlich ist. Die Dekoration der einzelnen Becken übernimmt das Aquaristik-Team des DARWINEUM. Die Arbeiten hierfür beginnen planmäßig im Juni 2018. Die endgültige Planung des Tierbesatzes richtet sich nach dem Angebot von bestimmten Tierarten zum Zeitpunkt vor der Eröffnung des POLARIUM und nach dem Zuchterfolg bei den verschiedenen Quallenarten im Zoo Rostock. Von 15 Quallenarten aus eigener Zucht sollen sieben im POLARIUM präsentiert werden. Verschiedene Quallenpolypen hat der Rostocker Zoo aus Japan bezogen. In den Aquarien im Schaubereich „Meereswelten“ werden unter anderem Strahlen-Feuerfische, Falterfische, Kaiserfische und Drückerfische sowie Muränen, Kraken, Seeanemonen, Hummer oder Langusten und Clownfische aus der Unterwasserwelt der Ozeane zu bewundern sein.

Eine Trainingseinheit auf „Augenhöhe“ mit den flinken Patentieren

Rund 300 Tierpaten unterstützen den Rostocker Zoo

Bislang kamen die Patentiere immer ans Ufer, wenn ein Treffen oder eine Taufe mit der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) anstand. Heute gab es ein Wiedersehen im Schwimmbecken auf Augenhöhe. OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt und Tim Schmitt vom aktuellen Deutschen Beachsoccer-Meister, den Rostocker Robben, absolvierten kurzerhand eine gemeinsame Trainingseinheit im Taucheranzug und mit Ball im Robbenbecken. Zoodirektor Udo Nagel, der lieber an Land blieb, nutze die Gelegenheit, sich bei dem langjährigen Partner zu bedanken. „Die OstseeSparkasse Rostock gehört zu den ersten und wichtigsten Förderern des Zoos und unterstützt seit vielen Jahren in vielfältiger Form den Rostocker Zoo, unter anderem als Premiumpartner der Gemeinschaft ‚Natur- und Artenschutz‘, aber auch bei der Klassik-Nacht oder Tierpatenschaften.“ Paten-Seehund Flossi ist seit 1994 als offizielles Maskottchen der Sparkasse im Einsatz. Nachfolger ist Seehund Gizmo, der mit seinen Weibchen Susi, Hanja und Lilly ein munteres Quartett bildet. „Mit der OstseeSparkasse an der Seite konnten wir viele wichtige Projekte verwirklichen“, betonte Nagel.

Erdmännchen am beliebtesten

Aktuell unterstützen neben der OstseeSparkasse rund 300 Tierpaten den Rostocker Zoo. Zwei Drittel davon sind Einzelpersonen, die selbst eine Patenschaft abgeschlossen oder geschenkt bekommen haben. Die Rangliste der beliebtesten Patentiere führen die quirligen Erdmännchen mit 26 Paten souverän an, gefolgt von den Humboldtpinguinen (15), Eisbären (11), Löwen (10) und Orang-Utans (9). Auch die Gorillas, Zebras, Inkaseeschwalben, Galapagos-Riesenschildkröten, Zwergflusspferde, Seepferdchen und Quallen sind Patentiere. Trotz der Umbauarbeiten für das POLARIUM halten die Paten zu ihren Tieren, die momentan gar nicht in Rostock zu sehen sind. Einige Tiere sind noch ohne Paten, so beispielsweise die Muntjaks, die fleißigen Blattschneiderameisen, die Pferdeantilopen oder Piranhas. Die Tierpaten kommen auch aus anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, HamburgBrandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen und Nordrhein-Westphalen und sogar aus der Schweiz (Baumkänguru) und Norwegen (Seeadler).

Aber nicht nur Tiere können unterstützt werden. So hat das Unternehmen Harald Mick Transporte seit 2005 die Patenschaft für eine Dahlie Mick’s Peppermint übernommen. Darüber hinaus werden auch Patenschaften für Lieblingsplätze im Zoo und auch Bänke angeboten. Mit den Einnahmen aus den Patenschaften auf Zeit werden vor allem die Haltungsbedingungen weiter verbessert und kleinere Investitionen finanziert. Schon ab 50 Euro kann eine Tierpatenschaft erworben werden, die in verschiedenen Formen gewürdigt wird. Besiegelten die Fortsetzung der Unterstützung – OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt (re.) mit Zoodirektor Udo Nagel und „Beachsoccer-Robbe“ Tim Schmitt (li.). Vorher gab es eine gemeinsame Trainingseinheit im Robbenbecken mit den Tierpflegerinnen Rita Hofgärtner (re.) und Tina Kwapir, die ausreichend Fische zur Belohnung mitgebracht hatten.

POLARIUM wird neues Zuhause der Eisbären im Zoo Rostock

Das DARWINEUM punktet überregional: Besucher kommen aus der ganzen Welt – auch von den Pitcairninseln und aus Australien

29.1.2014– Das erste Kalenderjahr mit dem DARWINEUM hat weit über die Landesgrenzen MV hinaus Gäste in den Rostocker Zoo gelockt. Lag der Besucheranteil im Jahr 2012 von Bewohnern außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns bei 28,1 Prozent, waren es im letzten Jahr 36,5 Prozent. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 637.000 Besucher (2012: 627.000, 2011: 525.000, 2010: 505.000) in den größten Zoo an der Ostseeküste, davon 67.000 Kinder unter sieben Jahre und mit freiem Eintritt. Aktuell sind 16.300 Zoofreunde in Besitz einer Jahreskarte, vor zwei Jahren waren es 12.600 verkaufte Dauertickets. Am häufigsten mischen sich Dänen, Briten, Schweizer und Niederländer unter die einheimischen Besucher. Der Zoo hatte aber auch Besucher von den Pitcairninseln und dem Inselstaat Palau im Pazifik, aus Australien und von den Seychellen. Im Inland ist Schleswig-Holstein Spitzenreiter in der Zoo-Besucherstatistik, es folgen Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen und Berlin „Entgegen dem allgemeinen Trend konnten wir unsere Besuchszahlen weiter steigern. Im zweiten Jahr in Folge liegen diese wieder über der 600.000er Marke. Allerdings hat der langanhaltende Winter mit Schnee bis in die Osterfeiertage und der teilweise sehr warme Sommer auch uns zugesetzt“, sagte Zoodirektor Udo Nagel am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz des Zoos. „Dennoch sind wir insbesondere mit der Entwicklung des DARWINEUM zufrieden; wollen uns darauf aber keineswegs ausruhen. Der Schwerpunkt für aktuelle und künftige Herausforderungen liegt jetzt im alten Teil des Zoos. Wir müssen insbesondere dem Wappentier des Rostocker Zoos, unseren Eisbären, ein artgerechtes Zuhause bieten und eine zeitnahe Alternative für die Elefantenanlage umsetzen. Wir müssen darauf achten, dass sich beide Zooareale gleichermaßen hochwertig entwickeln.“

Spendenaktion für Eisbären startet neu

Kraftakt des Jahres wird die planerische Vorbereitung der neuen Eisbärenanlage. Das POLARIUM mit sichtbarem Unterwasserbecken soll auch die neue Heimstätte der Pinguine werden. „Dazu werden wir noch einmal alle Kraft in die Spendenaktion ‚Taler mehren für die Bären‘ investieren“, sagte Nagel. Viele Rostocker und Gäste haben sich schon beteiligt, die Spendenboxen an den Gehegen füllen sich und es kommen tolle Vorschläge von Unterstützern. Dazu gehört der Triathlonclub TC FIKO e.V., der am Sonnabend, den 1. März 2014 seinen ersten Winterlauf durch den Barnstorfer Wald zugunsten der Eisbären organisiert. Die Investitionssumme für das POLARIUM wird sich auf ca. acht bis neun Millionen Euro belaufen; Fördermittel sollen beim Wirtschaftsministerium MV beantragt werden. „Wie beim DARWINEUM möchten wir unser POLARIUM mit einem bildungspolitischen Anspruch verknüpfen und erneut eine Brücke zwischen Museum und Zoo bauen“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Das POLARIUM soll den Betrachter in die Geheimnisse an den Polen der Erde im ewigen Eis einweihen und vermitteln, warum viele dort lebende Tiere akut vom Aussterben bedroht sind. Jeder kann etwas für den Natur- und Artenschutz tun; darauf wollen wir schon die jüngsten Besucher aufmerksam machen.“

Die neuen Nachbarn im Zoo

Neben dem ambitionierten Vorhaben des POLARIUM gibt es natürlich reichlich neues Leben in der Rostocker Wild-WG. Ein Zoo ist immer in Bewegung, Tiere werden getauscht mit Partnerzoos, auf einige Arten wird verzichtet, dafür kommen neue hinzu. Neue Stars im alten Zooteil werden möglicherweise Goodfellow Baumkängurus, die in Europa nur in einer Handvoll Zoos zu beobachten sind. „Das Goodfellow Baumkänguru ist eine der ersten Arten, für die von der World Association of Zoos and Aquariums (WAZA) ein weltweites Zuchtprogramm eingerichtet wird, in dem Europa mit den Australiern, Yokohama, Singapur und noch zwei verbliebenen US-Zoos die Haltung dieser Art weltweit vorantreiben soll“, informierte Nagel. Die größten baumbewohnenden Beuteltiere aus Neuguinea ziehen voraussichtlich im Frühjahr in eine völlig neu gestaltete, geräumig Anlage des alten Menschenaffenhauses. Die Bauarbeiten haben gerade begonnen, das alte Gebäude wird entkernt und die Gehege miteinander verbunden.

Auch Zwergesel und junge Brillenkaimane gehören erst seit kurzem zum Rostocker Zoo. Ferner wird ein weiterer Quallenkreisel eingebaut, um zusätzlich zur Gepunkteten Wurzelmundqualle auch die exotischen Spiegeleiquallen zeigen zu können. Hinter den Kulissen wartet ein weiteres Faultier auf seinen ersten öffentlichen Auftritt. Jens ist eineinhalb Jahre alt und der erste Mann der WG, der bisher nur die beiden Weibchen Oska und Sidney angehörten. „Die schwierigste Entscheidung des letzten Jahres war, nach dem Tod von Sara keine Elefanten mehr zu halten“, sagte Udo Nagel. „Die Kosten und Auflagen sind zurzeit nicht zu stemmen.“ Gegenwärtig laufen die Überlegungen, wie das alte Elefantenrevier am besten wieder mit Leben und Besuchern gefüllt werden kann. „Unser Wunsch ist, dort in naher Zukunft Zwergflusspferde anzusiedeln“, verriet der Zoodirektor. Er bat jedoch noch um etwa Geduld, da zunächst einige grundsätzliche Vorkehrungen zu treffen und einige Umbauten für die hoffentlich neuen Lieblinge der Kinder nötig sind.

Paten für Tiere, Pflanzen und Lieblingsplätze gesucht

Eine gute Möglichkeit, den Zoo und seine rund 4.500 Bewohner zu unterstützen, ist eine Tierpatenschaft. Aktuell haben 177 Unternehmen und viele Privatpersonen einen eigenen Schützling, den sie mit einem finanziellen Beitrag fördern. Rund 71.000 Euro sind so für die Zootiere im letzten Jahr zusammengekommen. Die beliebtesten Patentiere sind die Eisbären, Erdmännchen, Pinguine und die Orang Utans. Viele suchen sich ein Tier, mit dem sie sich persönlich oder beruflich identifizieren können. „Insofern wünschen wir uns natürlich, dass wir auch noch zahlreiche Förderer für viele interessante patenlose Tiere finden“, so Nagel, „vielleicht ein Optiker für unsere Brillenkaimane oder eine Reinigungsfirma für die Waschbären? Auch fleißige Ameisen haben viele Firmen sicher in Hülle und Fülle.“ Darüber hinaus werden Patenschaften neuerdings auch für besonders schöne Lieblingsorte oder außergewöhnliche Pflanzen vergeben. So haben sich die Firma Eikboom die historische Eichenallee und das Unternehmen Mick Transporte die Dahlie Mick‘s Peppermint gesichert.

Näher dran an den Tieren

Mit dem DARWINEUM wurden auch neue Veranstaltungsformen und Mitmachaktionen getestet und eingeführt. Die nächtlichen Tropenexpeditionen und die Tierpfleger-Schnupperkurse stießen auf ein riesiges Interesse. Das Angebot der Schaufütterungen soll weiter ausgebaut werden, zum Beispiel bei den Menschenaffen und Nasenbären. In den Winterferien wurde ein Programm für jeden Tag aufgestellt. Geplant sind botanische Führungen durch den Zoo, bei denen die Besucher auch selbst gezogene Pflanzen zur Bewertung mitbringen können. In der aktiven Erprobungsphase befinden sich erste Führungen für Demenzkranke. In Kooperation mit zwei Pflegeeinrichtungen werden spezielle dreistündige Angebote mit Kaffeerunde, Tierbegegnung, Erläuterungen und der Möglichkeit, zu basteln oder zu malen, durchlaufen. „Die Pfleger waren begeistert, mit den Demenzkranken gab es viele schöne Momente. Das wollen wir fortsetzen. Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen individuelle Erlebnisse mit den Tieren und Tierpflegern suchen, näher am Tier und seinen Lebensgewohnheiten dran sein möchten. Das stellt unser Team vor große Herausforderungen, ist aber auch eine Chance, sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

Kooperationen und Projekte

Die Kooperation mit National Geographic wurde erweitert: Im DARWINEUM werden ab sofort sechs neue Filme gezeigt. Mit der Organisation BOS (Borneo Orang Utan Survival Foundation) gibt es die erste Ausstellung des Jahres in der Darwinbox. Mit der Kurverwaltung Zingst wurde vereinbart, dass auch in diesem Jahr wieder großformatige Bilder des Fotofestivals Horizonte im Zoo gezeigt werden. In Arbeit sind ein neuer Zoo- und ein neuer DARWINEUM Führer.

Hausaufgaben im DARWINEUM sind beliebt

10.000 Schüler gingen 2013 im Zoo ein und aus. Die meisten von ihnen nutzen die Unterrichtsangebote für Klasse 1 bis 12 in der Zooschule. Einige sind in Jahresprojekten aber auch „Dauergäste“ im Zoo, dazu gehören Schüler von Rostocker Partnerschulen wie dem Erasmus-Gymnasium und dem Innerstädtischen Gymnasium. Sie arbeiten an Themen, die selbst für die Zoomitarbeiter spannend sind. Jüngste Projekte sind ein Film über die Blattschneiderameisen, ein Kinderbuch über Silberrücken Assumbo und ein Pflanzenführer für das DARWINEUM. Schüler des Erasmus-Gymnasiums und einer Partnerschule in Guatemala bereiten gerade ein gemeinsames Forschungsprojekt zum Thema Wasser vor, das von einer Zoomitarbeiterin mit betreut wird. Am 4. Februar gibt es eine Winterakademie des Zoos zum Thema „Von der Ur-zur Stammzelle“, die von Wissenschaftlern der Universität Rostock und Zoomitarbeitern vorbereitet und durchgeführt wird. Es haben sich weitaus mehr Pädagogen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern angemeldet, als es Plätze für das Weiterbildungsseminar gibt.

Glühwürmchen-Tour – Mit der Taschenlampe durch den Zoo Rostock

Glühwürmchen-Tour im Zoo Rostock, Foto: Joachim KloockGlühwürmchen-Tour im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock16. 10. 2013, 17.00 Uhr, Zoo Rostock

Am 16. Oktober um 17 Uhr können unsere kleinen und großen Besucher auf Glühwürmchen-Tour gehen und dabei ganz unterschiedlichen Tieren begegnen. Ausgestattet mit Taschenlampen machen sich die Teilnehmer auf die Suche nach “Glühwürmchennestern” und statten den Rentieren, Geparden, Pinguinen und anderen Tieren einen Besuch ab. Die einstündige Führung kostet 5€ für Kinder und Erwachsene zzgl. Eintritt. Anmeldung zwingend erforderlich unter 0381/2082 215. Nicht vergessen: Taschenlampen und wetterfeste Kleidung!