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Neue Produktionsmaschinen im Käsewerk in Blievenstorf

22 Arbeitsplätze werden gesichert

Produktdose, Foto: http://www.kaese-nordgut.de

Produktdose, Foto: http://www.kaese-nordgut.de

20. 3. 2017 – Die NORDGUT Käsewerk Hoffmann GmbH & Co. KG aus Blievenstorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat ihre Betriebsstätte um neue Produktionsmaschinen erweitert. Das Unternehmen produziert Schmelzkäse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Abpackgrößen und Sortierungen. „Das Traditionsunternehmen hat in neue Maschinen investiert, um seine Produktauswahl den veränderten Nahrungsmittelwünschen seiner Kunden anzupassen. Mit der Betriebserweiterung werden 22 Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Seit knapp 70 Jahren ist das Unternehmen in Blievenstorf ansässig und entwickelte sich von einer Sauermilchproduktion über die Herstellung von Kochkäse zu der heutigen Schmelzkäseproduktion. Mit den neuen Maschinen werden jetzt auch Bio Schmelzkäse und veganer Käse produziert.

 

Weltweit gefragt: Käse aus Mecklenburg

Das Unternehmen ist aus dem ehemaligen „Käho“ (Käsewerk Hoffmann) entstanden. Gründer Werner Hoffmann startete 1947 mit fünf Beschäftigten den Betrieb. Heute beliefert die NORDGUT Käsewerk Hoffmann GmbH & Co. KG nach eigenen Angaben Kunden in aller Welt, beispielsweise in die USA, nach Namibia und in der Europäischen Union. „Der Käse aus Mecklenburg ist eine beliebte Spezialität, die auch überregional stark nachgefragt wird. Das Unternehmen steht exemplarisch für eine Vielzahl von Betrieben, die die Ernährungsindustrie aus Mecklenburg-Vorpommern prägen“, sagte Glawe. Neben dem Käsewerk gibt es weitere Unternehmen mit einer langen Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens zur Betriebsstättenerweiterung betragen knapp 254.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 66.000 Euro.

Informationen zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

„Unsere Ernährungswirtschaft im Land ist gekennzeichnet durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment“, sagte Glawe. Derzeit sind in den 86 Betrieben über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 377 Millionen Euro im Monat. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Die Vielzahl der Betriebe zählt allerdings zu den mittelständischen Unternehmen. Im Land sind wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z.B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hierzu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.