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Neue Kita-Ausbildung kann starten – Drese: Wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs  

Kindergarten - Pause, Foto: Joachim Kloock

Kindergarten, Foto: Joachim Kloock

12.7.2017 – Der Landtag hat heute die Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) beschlossen. Damit ist der Weg frei für den Start der neuen dualorientierten Ausbildung von Kita-Erzieherinnen und -Erziehern bereits zum Schuljahr 2017/18. „Wir schaffen zügig ein auf den frühkindlichen Bereich spezialisiertes, ergänzendes Ausbildungsangebot und sind damit mit Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bundesweit Vorreiter“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese im Landtag. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in unseren Kitas.“ Die Ministerin zeigte sich überzeugt, dass der neue Ausbildungsgang „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige“ sowohl für Schulabsolventen und Umschüler als auch für Einrichtungsträger hoch attraktiv ist. „Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihrer Kita. So gewinnen wir Fachkräfte, die sich mit ihrer Einrichtung identifizieren und gern und lange dort verweilen“, betonte Drese. Sehr positiv stimmen Ministerin Drese die bereits rund 100 Anmeldungen zum Start der Ausbildung. „Sie werden nach drei Jahren fachlich hochqualifizierte und praxiserprobte Erzieherinnen und Erzieher für Krippe, Kindergarten und Hort  sein, die ihren Platz in unseren Kitas finden werden“, sagte Drese an den ersten Ausbildungsjahrgang gerichtet. Die sehr gute Qualifizierung müsse sich nach Ende der Ausbildung auch in der gleichwertigen Entlohnung niederschlagen. Drese: „Es ist deshalb richtig, dass Landesregierung und Landtag die Gleichwertigkeit beider Erzieherausbildungsgänge noch einmal ausdrücklich betonen und damit die Position der Gewerkschaften in ihren künftigen Verhandlungen zur Durchsetzung einer entsprechenden tariflichen Eingruppierung stärken.“ Mit der Änderung des KiföG gelingt nach Ansicht der Ministerin zudem eine moderate Ausdehnung des Fachkräftekatalogs, ohne das hohe Qualitätsniveau in der Kindertagesförderung zu gefährden. „Ich freue mich, dass im Beratungsverlauf eine kindheitspädagogische Grundqualifizierung für künftige Kita-Fachkräfte, die nicht aus den klassischen Berufsfeldern kommen, verankert worden ist. Diese umfasst mindestens 250 Stunden sowie ein achtwöchiges Praktikum“, verdeutlichte Drese. Die Ministerin dankte zum Abschluss all denjenigen, die sich an der fachlichen Debatte um die neue Erzieher-Ausbildung für die 0- bis 10-Jährigen sachlich beteiligt und sie mit Leben erfüllt haben. Drese: „Wir hatten ein rasantes und anstrengendes Gesetzgebungsverfahren mit vielen Abstimmungsrunden. Aber ich sage auch, so muss ein parlamentarisches Verfahren, ein demokratischer Gesetzgebungsprozess laufen. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Es ist ein sehr gutes Ergebnis, das heute vorliegt“, so Drese.

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