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Zweites Pinguinküken im Polarium geschlüpft  

Nordwasser verlängert Patenschaft für die Humboldtpinguine

Im vergangenen Jahr hat die Nordwasser GmbH eine Patenschaft für die 25 Humboldtpinguine im Zoo Rostock übernommen. Heute besuchte der Geschäftsführer der Nordwasser GmbH, Ulf Altmann, seine Schützlinge und verlängerte zugleich die Förderung. Inzwischen gab es sogar zweimal Nachwuchs, so dass nun 27 „Frackträger“ das neugestaltete Revier im Polarium bevölkern.
„Wir freuen uns als Paten sehr, dass es gleich im ersten Jahr mit Nachwuchs geklappt hat“, sagte Geschäftsführer Ulf Altmann. „Die Humboldtpinguine fühlen sich dem nassen Element ebenso verbunden wie wir und es ist absolut unterstützenswert, wie sich der Zoo für den Erhalt der bedrohten Art einsetzt.“ Der Rostocker Zoo arbeitet mit „Sphenisco – Schutz des Humboldtpinguins e.V.“ zusammen, die sich für die gefährdeten Humboldtpinguine engagieren (sphenisco.org).

Am 8. Mai freuten sich die Tierpfleger riesig über den ersten Nachwuchs im Polarium. Das flauschige Pinguinküken ist der Nachwuchs von Mama Fridolin und Papa Tristan. Das Jungtier ist kräftig gewachsen und wird immer mutiger. „Das Küken entwickelt sich sehr gut, es frisst gut und geht sogar schon gerne einmal baden“, berichtete Zookuratorin Antje Angeli. „Die Eltern kümmern sich zwar immer noch um ihren Nachwuchs, jedoch wird der von Tag zu Tag selbstständiger. Aufmerksame Besucher können das Küken regelmäßig auf der Anlage beobachten, obwohl es langsam schwer wird, es von den anderen Pinguinen zu unterscheiden.“ Ob es ein weiblicher oder männlicher Pinguin ist, wird sich erst später anhand einer genetischen Untersuchung, die mittels einer Federproben-Analyse durchgeführt wird, herausstellen.

Mittlerweile gibt es sogar ein weiteres Pinguinbaby, welches am 16. Juni geschlüpft ist und sich noch im Schutz der Bruthöhle befindet. Eltern sind Tine, die 2003 ebenfalls in Rostock geboren worden ist, und Pelle, ein Wiener Pinguin, der zur Eröffnung des Polariums im letzten Jahr nach Rostock gezogen ist.

 

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RSAG setzt Maßstäbe in klimafreundlicher Mobilität und Nachhaltigkeit

Fortschrittlich, umweltbewusst und nachhaltig

Wer mit Bussen und Bahnen fährt, trägt aktiv zum Klima- und Umweltschutz bei. Jährlich nutzen bereits mehr als 40 Millionen Fahrgäste das Verkehrsangebot der Rostocker Straßenbahn AG. „Klimaschutz kann ganz einfach sein – einfach einsteigen und losfahren. Wir möchten unseren Fahrgästen die positiven umweltrelevanten Aspekte der öffentlichen Verkehrsmittelnutzung aufzeigen und sie darin bestärken, dies auch zukünftig zu tun“, betonte RSAG-Vorstand Jan Bleis bei der Vorstellung der neuen Umweltkampagne am Doberaner Platz. „Ich fahr` E durch Rostock!“ Emissionsarm unterwegs mit der RSAG. Seit heute ist eine „grüne“ Straßenbahn mit einem farbenfrohen Motiv im Liniennetz unterwegs und trägt die Botschaft der neuen Kampagne durch die Stadt: Wer sowieso durch Rostock fährt, kann das auch gleich emissionsarm und umweltschonend tun. Im Rahmen der Kampagne möchte die RSAG bis November unterschiedliche Themenschwerpunkte setzen und letztendlich die Rostocker animieren, ihre Stadt mit Bus und Bahn neu zu entdecken. Im September werden die Fahrgäste dann zu echten Klimarettern: Im Rahmen einer Aktionswoche möchte die RSAG die positiven Auswirkungen auf die Umwelt bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sichtbar machen. „Deshalb spenden wir in der Woche vom 23. bis 29. September für jeden Fahrgast, der mit der Linie 1, 5 oder 25 unterwegs ist, einen Cent zur Pflanzung neuer Bäume im Stadtgebiet“, ruft RSAG Vorstand Yvette Hartmann alle Fahrgäste zum Mitmachen auf.

Wer fährt eigentlich schon heute mit der RSAG? Etwa 135.000 Fahrgäste sind an einem durchschnittlichen Werktag mit Bus und Bahn in Rostock unterwegs. Viele begeisterte Nutzer gibt es bereits bei den jüngeren Zielgruppen, etwa 20 Prozent der Fahrten werden durch Schüler, Auszubildende und Studenten getätigt. Auch die Senioren haben sich mehr und mehr zu fachkundigen Fahrgästen entwickelt: Aktuell liegt die Zahl der Mobil60-Kunden bei rund 8.700, mit steigender Tendenz. Ein Blick in die letzte Verkehrserhebung 2016/ 2017 zeigt jedoch, wo das größte Potenzial liegt: Nur 25 Prozent aller Fahrten mit der RSAG haben den Reiseanlass „Weg zur Arbeit“. Bei den Berufstätigen ist folglich die meiste Überzeugungsarbeit notwendig. Mit dem Angebot des JobTickets gibt es hier mittlerweile ein sehr attraktives Angebot, das derzeit über 3.000 Abonnenten nutzen. Dieses Ticket erfreut sich auch auf Arbeitgeberseite zunehmender Beliebtheit, denn damit binden Firmen ihre Mitarbeiter stärker an das Unternehmen. Besonders wichtig ist für alle Neu- und Gelegenheitskunden der einfache Zugang zum System ÖPNV: So soll zum Beispiel der Anteil an papierlosen Tickets steigen. Derzeit liegt dieser Teil bei etwas über 25 Prozent. Insgesamt verzeichnet das Mobile Ticketing eine positive Entwicklung: Im Juni wurden erstmals 10.000 Tickets in einem Monat abgesetzt.

Was tut die RSAG sonst noch in punkto Nachhaltigkeit? In Sachen Elektromobilität ist die RSAG Vorreiter: Schließlich sind die Straßenbahnen bereits seit 115 Jahren elektrisch unterwegs und nutzen dafür Fahrstrom aus erneuerbaren Energien. Auch beim Bus testet die RSAG alternative Antriebsformen, die aber einen erhöhten Finanzierungsbedarf darstellen. Die Einführung eines elektrischen Linienbusverkehrs im Seebad Warnemünde ist in diesem Zusammenhang weiterhin als innovatives Pilotprojekt angedacht. Dennoch verfügt die RSAG auch beim Bus über eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte: So weisen rund 92 % aller Busse ab diesem Jahr die aktuellste Abgasnorm Euro-VI bzw. den zuvor geltenden EEV-Standard auf. Auch im Bereich der Werkstätten und Betriebsanlagen werden die Energiekosten mit Hilfe geeigneter Maßnahmen kontinuierlich gesenkt: Allein durch die Umstellung der Beleuchtung auf den Betriebshöfen konnten jährlich 16.000 kWh Elektroenergie eingespart werden. Die Waschanlage für die Straßenbahnen wird über eine Brauchwasseranlage betrieben: Im Jahr 2018 kamen 2.054 Kubikmeter Brauchwasser zum Einsatz, so dass kein zusätzliches Frischwasser benötigt wurde.

F.C. Hansa Rostock – VfB Stuttgart 0:1 im DFB-Pokalspiel

Die gesamte Galerie hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Markus Kolke – Julian Riedel, Sven Sonnenberg, Nico Rieble – Tanju Öztürk, Nils Butzen (76. Mirnes Pepic) , Jonas Hildebrandt, Korbinian Vollmann, Maximilian Ahlschwede – Marco Königs (59. John Verhoek), Pascal Breier (76. Elsamed Ramaj).

VfB Stuttgart – Fabian Bredlow – Pascal Stenzel, Marc Oliver Kempf, Holger Badstuber (46. Nathaniel Phillips), Borna Sosa – Atakan Karazor, Santiago Ascacibar, Gonzalo Castro, Ovel Mangala (12. Hamadi Al Ghaddioui) – Daniel Didavi, Mario Gomez (74. Philipp Klement).

Tore – 0:1 Hamadi Al Ghaddioui (19.)

Schiedsrichter – Sven Jablonkski, Holger Henschel, Max Burda

Zuschauer – 24.000

Schwerlastkran TCC 78000 der Liebherr-MCCtec Rostock GmbH offiziell in Betrieb genommen

Neuer Schwerlastkran aim Rostock Port, Foto Joacim Kloock, 10. 8. 2019

Schwerlastportalkran TCC 78000, Foto: Joachim Kloock

Investition ist Beleg für Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag in Rostock gemeinsam mit Vertretern der Liebherr-MCCtec Rostock GmbH einen neuen schienengebundenen Schwerlastportalkran (TCC 78000) offiziell in Betrieb genommen. „Der Schwerlastkran ist eine erhebliche Aufwertung für die Infrastruktur im Rostocker Hafen. Die Investition ist ein Beleg für das Vertrauen des Unternehmens in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Liebherr ist heute ein Schwergewicht des verarbeitenden Gewerbes bei uns im Land und einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. In Rostock sind derzeit mehr als 1.600 Mitarbeiter tätig.

Schwerlastkran ist attraktiver Standortvorteil im Seehafen

Bei dem Schwerlastkran TCC 78000 mit einer Höhe von 164 Metern (Auslegerspitze) beziehungsweise 107 Metern (Kranspitze) und einer Masse von 5.500 Tonnen, einer maximalen Hubhöhe von 112 Metern und einer Hubkapazität von maximal 1.600 Tonnen handelt es sich nach Unternehmensangaben um einen der größten landgebundenen Schwerlastkrane der Welt. Er kann auf 30 Meter breiten Schienen mit einer Länge von 420 Metern zwischen dem Werksgelände und der angrenzenden Kaikante bewegt werden. Der Kran gibt den ortsansässigen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Güter mit dem Kran zu verladen. Neben dem Güterumschlag bestehen Einsatzmöglichkeiten des Krans bei Hubarbeiten, die im Rahmen von Umbauten oder Reparaturen von Schiffen und Plattformen notwendig sind. Liebherr nutzt den Kran für das Verladen größerer Krane. „Die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH erweitert mit der Inbetriebnahme des Schwerlastkrans ihr Produktportfolio und stellt sich im Wettbewerb insgesamt breiter auf. Zugleich stellt der TCC 78000 einen attraktiven Standortfaktor für weitere Unternehmen dar. So kann die Werbung für die Ansiedlung von wertschöpfungsintensiven Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe im Seehafen Rostock intensiviert werden. Das stärkt den Wirtschaftsstandort insgesamt“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt mehr als 43,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Unternehmen haben seit 1990 insgesamt 340 Millionen Euro im Seehafen Rostock investiert

Für den Ausbau des Seehafens Rostock hat das Wirtschaftsministerium seit 1990 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) rund 240 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit verbunden waren Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 340 Millionen Euro. Bei den Vorhaben handelte es sich um Infrastrukturen für das klassische Hafengeschäft wie beispielsweise Anleger und die Erschließung von Ansiedlungsflächen. Im Zusammenhang mit dem Investitionsvorhaben von MCCtec Rostock wurde der Liegeplatz 15 für schwere Lasten ertüchtigt und eine Kranschienenanlage auf 612 Bohrpfählen errichtet. Die Gesamtinvestitionen betrugen mehr als sechs Millionen Euro. Das Vorhaben wurde in Höhe von 5,44 Millionen Euro aus GRW-Mitteln unterstützt. „Mit einer gut ausgebauten Infrastruktur setzen wir die Rahmenbedingungen, um weitere gewerbliche Investitionen zu ermöglichen“, sagte Glawe.

Informationen zum Unternehmen

Die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH entwickelt und fertigt Schiffs-, Hafenmobil- und Offshorekrane. Außerdem zählen Reachstacker und Komponenten für Containerkrane zum Produktportfolio. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft maritime Technologien an, wie beispielsweise Kransimulationssoftware und Datenübertragungs- und Ortungssysteme. MCCtec Rostock betreibt in Rostock zudem die Liebherr-Akademie, eine staatlich anerkannte Bildungseinrichtung, in der die Erstausbildung in metallverarbeitenden Berufen und die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter am Standort erfolgt sowie die Schulung von Fachkräften für weitere Industrieunternehmen in der Region. Die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, Rostock ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Liebherr-MCCtec GmbH, Nenzing/Österreich, deren Konzernspitze die Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz, ist.

Mit dem Fahrrad die Mecklenburgische Seenplatte erkunden

Touristische Angebote weiter vernetzen

Radfahren in Sanitz, Foto Joachim Kloock

Radtour, Foto: Joachim Kloock

Die Mobil Mecklenburgische Schweiz UG möchte die Region um den Kummerower und Malchiner See sowie das angrenzende Peenegebiet Besuchern näher bringen. Daher hat sie sich zur Aufgabe gemacht, die vorhandenen Rad- und Wanderwege nach Qualität und sportlichem Anspruch zu klassifizieren, um Tourenvorschläge für Besucher zu erarbeiten. „Die Region ist für Natur- und Kulturliebhaber ein attraktives Ziel für Tagesausflüge und längere Urlaube. Jetzt sollen die einzelnen Angebote noch besser miteinander vernetzt werden. Ziel ist es, ein Mobilitätskonzept aufzustellen, das Gäste auf gut ausgeschilderten Wegen zu Sehenswürdigkeiten und gastronomischen Einrichtungen führt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Touristisch attraktive Tourenvorschläge sollen erarbeitet werden

Das Unternehmen plant, mit touristischen Partnern der Region zunächst eine Bestandsübersicht vorzunehmen, die unter anderem Gästebefragungen und ein Abfahren der Rad- und Wanderwegebeschilderung vorsieht. Zudem sollen Tourismuskoordinatoren, Wirtschaftsförderer und Verwaltungen der Region mit einbezogen und mit ihren Erfahrungswerten eingebunden werden. Im Anschluss ist vorgesehen, sogenannte Mobilitätsknotenpunkte zu identifizieren – attraktive Anlaufstellen, an denen sich Mobilitätsangebote kreuzen. So kann definiert werden, an welchen Stellen beispielsweise weitere Fahrradverleihstationen benötigt werden und welche Touren aufgrund ihrer Beschaffenheit eher für Mountainbikes oder geländegängige Räder geeignet sind. Ziel ist es, konkrete Tourenvorschläge zu entwickeln, die dann über die Website des Unternehmens, Apps und die Seite des Tourismusverbandes der Mecklenburgischen Seenplatte zugänglich gemacht werden. „Mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur werden Ausflüge in die Region für Gäste und Einheimische noch attraktiver. Zugleich stärken wir die heimische Wirtschaft wie beispielsweise das Hotel- und Gaststättengewerbe, den Handel sowie Kultur- und Freizeitanbieter über die vernetzten Angebote rund um die Radwege. Auf diese Weise schaffen wir einen touristischen Mehrwert und erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Region“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Im Förderzeitraum von November 2018 bis Oktober 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes rund 36.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 25.000 Euro.

Weitere Informationen

Im Sommer 2018 begann die Mobil Mecklenburgische Schweiz UG vier E-Bikes an der Kanustation in Verchen aufzustellen. Später kam das Gutshaus in Pohnstorf mit einer eigenen Verleihstation hinzu. In diesem Jahr folgten der Campingpark Sommersdorf und die Segelbasis Salem, sodass mittlerweile deutlich mehr E-Bikes verliehen werden können. Um das Angebot weiter zugänglich zu machen, werden derzeit weitere geeignete Standorte ermittelt. www.ebike-mv.de

Kulturhistorisches Museum Rostock zeigt zur Hanse Sail einzigartigen Brief von Christoph Kolumbus

Brief von Christoph Kolumbus, Foto: Joachim Kloock

Brief von Christoph Kolumbus, Foto: Joachim Kloock

Im Rahmen der großen Ausstellung zur Universitätsgeschichte „Menschen-Wissen-Lebenswege. 600 Jahre Universität Rostock“ zeigt das Kulturhistorische Museum Rostock vom 7. bis 11. August 2019 ein einzigartiges Zeugnis der Entdeckungsgeschichte Amerikas aus den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Rostock. Das weltberühmte und äußerst empfindliche Dokument aus dem Jahr 1502 ist nur sehr selten öffentlich zu sehen. In der Ausstellung wird es gemeinsam mit dem vor kurzem von der Universitätsbibliothek erworbenen Rostocker Druck des Reiseberichtes des Amerigo Vespucci (etwa 1451 bis 1512) aus dem Jahr 1505 präsentiert.Die von Kolumbus (1451 bis 1506) eigenhändig geschriebene Zahlungsanweisung vom 23. November 1502 entstand in dem Moment, als Kolumbus mit seiner Flotte das mittelamerikanische Festland erreichte. Kolumbus setzte seine Unterschrift in Kleinbuchstaben, die „Christus-Träger“ bedeuten, unter die Zahlungsanweisung. In dem Schreiben wies er seinen dreizehnjährigen Sohn Fernando, der ihn auf seiner vierten Reise begleitete, an, einem gewissen Roldán zwölf Dukaten zu zahlen. Kolumbus hatte das Geld für Schiffsausrüstung und Proviant 1496 nach seiner zweiten Reise aufgenommen. Das Schiff des Kolumbus lag am Tag der Ausfertigung dieses Schreibens vor der Küste von Veraguna im heutigen Panama. Wegen drohender Stürme regelte der kranke Kolumbus seine Verbindlichkeiten. Gläubiger war wahrscheinlich Bartolomé Roldán de la Sala, der als Steuermann der Niña an der ersten Westfahrt des Kolumbus teilgenommen hatte. Die Rückzahlung wurde am 23. November 1504 nach der Rückkehr des Seefahrers in Sevilla auf der Rückseite des Schreibens quittiert.

29. Hanse Sail Rostock – Ein vielseitiges maritimes Fest

Wenn Rostock & Warnemünde vom 8. bis 11. August Treffpunkt von rund 170 Traditionsseglern und Museumsschiffen aus 14 Nationen sowie bis zu einer Million Besucher werden, feiert die Hanse- und Universitätsstadt nicht einfach nur ein Volksfest. Das größte jährlich stattfindende Traditionsseglertreffen der Welt wird gern als Plattform genutzt, um Partner aus Politik und Wirtschaft an die Ostsee einzuladen und ihnen das Potenzial der maritimen Metropole vorzuführen. „Zur Hanse Sail präsentiert sich Rostock den Gästen aus aller Welt als weltoffener Wirtschafts- und Tourismus-Standort. Wir nutzen das maritime Fest, um unser internationales Netzwerk zu verdichten – zu unseren Partnerstädten und Kooperationspartnern“, verkündet Oberbürgermeister Roland Methling. Die Hanse Sail bietet den Rahmen für bedeutende Events der Wirtschaft, so wie das „Hanse Sail Business Forum“ und den Wirtschaftstreff „Business meets Hanse Sail“. Letzterer bringt vor der einzigartigen Kulisse der Hanse Sail 500 nationale und internationale Entscheider auf Einladung der Wirtschaftsfördergesellschaft „Rostock Business“, der Landeswirtschaftsförderung „Invest in MV“ sowie des „Landesmarketing MV“ in Rostock zusammen. Im Rahmen eines exklusiven Programms werden den Gästen der Veranstaltung ein exzellentes Netzwerk nationaler und internationaler Geschäftskontakte, aktuelle Fachvorträge, Zeit für intensive Gespräche sowie Freiraum für neue Ideen geboten. Höhepunkt ist die Gesprächsrunde „MV innovativ – frischer Wind durch frische Ideen“ unter Leitung von Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Neben aktuellen Projektpartnern und potentiellen Investoren befinden sich unter den Gästen auch Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. In den vergangenen 16 Jahren konnten so für eine Vielzahl von Unternehmen die Standortvorteile Rostocks und des Landes Mecklenburg-Vorpommern in einem besonderen Moment erlebbar gemacht werden. Zum traditionellen „Hanse Sail Business Forum“ lädt der Initiativkreis der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – bestehend aus der Industrie- und Handelskammer zu Rostock, der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. – gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network M-V am 8. August 2019 zum Thema „Gründerkultur im Ostseeraum – Aus dem Hörsaal in die Wirtschaft“ in das Steigenberger Hotel Sonne Rostock ein. Dabei begrüßen die Organisatoren Repräsentanten der Landespolitik sowie rund 200 Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Austausch von Erfahrungen, um auch in diesem Bereich von den Besten zu lernen. Die Veranstalter sind optimistisch, mit dieser Konferenz nicht nur den Zusammenhalt im Ostseeraum zu stärken, sondern mit neuen Ideen auch unsere Region voranzubringen.

Das Programm der Hanse Sail wird jedes Jahr weiterentwickelt und durch neue Schwerpunkte ergänzt. „Wir möchten noch familienfreundlicher werden und das Programm erweitern“, sagt Veranstaltungsleiter Holger Bellgardt. „Wir haben das Ziel, das Geschehen auf dem Wasser und an Land weiter klar zu strukturieren und frische Akzente zu setzen.“ Dazu zählen in Warnemünde die Paradefahrt der „Mir“ am Samstagabend sowie die Crew-Parade am Sonntag. Mit freundlicher Unterstützung der OstseeSparkasse Rostock wird am Kabutzenhof eine große Erlebniswelt aufgebaut, in der kleine und große Sail-Besucher sich u.a. auf dem Ninja-Parcours, beim Fußball-Dart oder an einem Surf-Simulator ausprobieren können. In unmittelbarer Nachbarschaft ist das Programm des Circus Fantasia wieder Bestandteil der Hanse Sail und lädt auf dem Kabutzenhof u.a. zu einer Silent Sound Disco am Freitag- und Samstagabend sowie einem Mit-Mach-Circus am Samstag und Sonntag ein. Wissenschaft zum Anfassen – Unter diesem Motto entwickeln Studierende und Mitarbeiter der Universität Rostock, die in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum begeht, und anderer regionaler Wissenschaftsinstitutionen die Science@Sail. Die zweitägige Veranstaltung gibt am Freitag und Samstag im Max-Planck-Institut allen Besuchern die Möglichkeit, in Präsentationen spannende Einblicke in die aktuelle Wissenschaft zu nehmen, Wissenschaft in Experimenten zu erleben und auch Show-Physik kennenzulernen.
Von Freitag bis Sonntag hat auch der Offene Marine-Stützpunkt in Hohe Düne kinderfreundliche Programmpunkte im Angebot. Zudem können sich Heranwachsende im Karrieretruck und bei Open-Ship über die Möglichkeiten des Dienstes bei der Bundeswehr informieren. Ab Hohe Düne werden auch Hubschrauber-Rundflüge angeboten.

Der IGA Park engagiert sich in diesem Jahr stärker und bietet vor und auf dem Traditionsschiff ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Bestandteil hier ist erneut die Mini-Sail, das jährliche Treffen von Schiffs- und Flugzeugmodellbauern. Die „Kapitäne der Landstraße“ präsentieren ihre „Schiffe“ – liebevoll gepflegte US-Cars. Und vom Traditionsschiff haben Gäste einen guten Ausblick auf die ein- und auslaufenden Schiffe auf der Warnow. Neben Shantychören, regionalen Bands und Newcomern holen die Medienpartner Stars nach Rostock. Im Stadthafen auf der „Bühne Haedge-Halbinsel“, auf der das Büro Hanse Sail und Antenne MV das Programm gestalten, treten u.a. Caught in the Act und The Milli Vanilli Experience auf. Auf der „Bühne Zentraler Stadthafen“, für deren Programm der NDR und das Büro Hanse Sail verantwortlich zeichnen, werden beispielsweise die Ostrock-Legende City und die Band Brenner zu erleben sein. Thematische Märkte im Stadthafen und die Bummelmeilen auf dem Passagierkai und der Promenade in Warnemünde bieten an allen vier Sail-Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Zwei der diesjährigen Highlights auf dem großen Festplatz im Stadthafen sind das Looping-Fahrgeschäft „V-Maxx“ und der Hindernis-Parcours „Chaos Airport“. Gleich an zwei Orten können die Besucher der Hanse Sail in die Vergangenheit reisen. Der Markt „Leben in der Hansezeit“ auf der Silo-Halbinsel lädt dazu ein, einen Blick in die Zeit der Hanse zu werfen. Dort werden auch die Hansekoggen aus BremerhavenKiel und Wismar festmachen sowie die Kraweel „Lisa von Lübeck„. Im Piratendorf gegenüber der Haedge-Halbinsel bestaunen die Kleinen Piratenkämpfe und erproben sich im Armbrustschießen. Direkt vor dem Hanse Sail Büro gibt es Köstlichkeiten aus dem Nachbar-Bundesland Brandenburg, Gastronomen aus Rostocks Partnerstadt Szczecin warten am Anleger der Fahrgastschiffe nach Warnemünde mit deftigen, polnischen Spezialitäten auf.

Den Blick in Richtung Zukunft wendet die Hanse Sail beim Thema „Nachhaltigkeit“. So vermittelt der Fair Trade-Bereich vor dem Restaurant „CarLo 615“ anhand von Vorträgen und Ausstellungen die Bedeutung des Fairen Handels und lädt ein, die fairen Produkte selbst zu kosten. Dort hat auch der 1873 gebaute Fair Transport-Segler „Nordlys“ festgemacht, der seine Ware ausschließlich mit der Kraft des Windes über die Weltmeere transportiert. Das Schiff lädt zu Besichtigungen und an seine Bar ein, an der man u.a. französischen Wein probieren kann. Das Musikprogramm in diesem Bereich verspricht eine launige Atmosphäre zum Verweilen. Um die durch die Hanse Sail anfallende Müllmenge zu reduzieren, die bislang zu einem Großteil durch die Verwendung von Einweg-Trinkgefäßen verursacht wurde, werden in diesem Jahr im Veranstaltungsgelände erstmals ausschließlich speziell gefertigte und gestaltete Mehrwegbecher eingesetzt, deren Wiederverwendung durch eine Rückführung mittels Pfandsystem und die anschließende Reinigung in speziellen Hochleistungsspülmaschinen gewährleistet wird. Das Bier der Hanse Sail – Rostocker Pils – to go! Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock zeigt sich zur Hanse Sail weltoffen und gastfreundlich. „Die Crews der Teilnehmerschiffe sollen sich bei uns willkommen fühlen. Dafür haben wir unser bewährtes Betreuersystem“, informiert Dr. Frank Elsner, Vorsitzender des Hanse Sail Vereins. Etwa 150 ehrenamtliche Mitarbeiter sind dafür unermüdlich als Schiffsbetreuer im Einsatz sowie in den Bereichen Bühnen, Fuhrpark und Technik tätig. 40 Rostocker Restaurants begrüßen bei der Aktion „Gastliche Mecklenburger“ Crews von Teilnehmerschiffen in ihren Häusern. Viele der Teilnehmerschiffe laden zum Mitsegeln und Abdampfen ein. Die Tickets hierfür gibt es in der Tall-Ship Buchungszentrale des Hanse Sail Vereins. Ein Schwerpunkt für die zukünftige Ausrichtung dessen Tätigkeit ist die Entwicklung von Touren mit Traditionsschiffen im Ostseeraum – „Maritime Heritage Tours“.

Unter dem Motto „29 zum Quadrat“ haben sich eine ganze Reihe von Partnern gefunden, die das Büro Hanse Sail oder den Hanse Sail Verein bei der Durchführung der Sail sowie bei unterschiedlichen Vorhaben unterstützen: mit 29 Euro hoch 2 = 841,00 EUR. „Wir würden uns freuen, wenn weitere Unternehmen oder Personen mitmachen und sich für die Sail und unsere Stadt engagieren, damit wir die Veranstaltung sicherstellen und weiter entwickeln können, neue Vorhaben angehen oder Traditionsschiffe und maritime Kultur fördern können. Unser besonderer Dank gilt unseren langjährigen Partnern, dem Ostdeutschen Sparkassenverband und der OstseeSparkasse Rostock sowie der Hanseatischen Brauerei Rostock„, unterstreicht Holger Bellgardt. Mehr als 40 Sponsoren, Förderer oder Spender unterstützen das Event. Die 29. Hanse Sail Rostock wird am 8. August ab 17 Uhr im Stadthafen durch den Schirmherren, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet und am 11. August um 18.00 Uhr mit einer Flaggenparade kleinerer Schiffe beendet. Im Rahmen der diesjährigen Hanse Sail werden umfangreiche Besucherbefragungen durchgeführt, um in Vorbereitung der 30. Hanse Sail Rostock (7.-10. August 2020) eine umfassende Analyse und Schlüsse zur Verbesserung des Konzeptes der Veranstaltung durchführen zu können.