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6. WARNEMÜNDER TASCHENLAMPENKONZERT

Das Konzerthighlight für die ganze Familie am 2. Oktober im Kurhausgarten Warnemünde

Taschenlampenkonzert, Foto: Joachim Kloock

Taschenlampenkonzert, Foto: Joachim Kloock

Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde und die Band RUMPELSTIL laden am 2. Oktober bereits zum sechsten Mal zum stimmungsvollen Taschenlampenkonzert für die ganze Familie in den Warnemünder Kurhausgarten ein. Beim Taschenlampenkonzert begeistert das Berliner Musiktheater RUMPELSTIL mit schwungvollen und träumerischen Liedern zum Mitsingen, Tanzen oder einfach nur zum Zuhören. Wenn es langsam dunkel wird, beginnt der Höhepunkt des Abends. Die Zuschauermenge verwandelt sich in ein leuchtendes Meer strahlender Taschenlampen.

Beginn der Veranstaltung ist um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr). Die Tickets sind aktuell im Vorverkauf für 10 Euro pro Person (ggf. zzgl. Vorverkaufsgebühr) in den Tourist-Informationen von Rostock und Warnemünde sowie in weiteren bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Beim Ticketkauf in den Tourist-Informationen fällt keine Vorverkaufsgebühr an und Inhaber der Kurkarte oder der RostockCARD erhalten 1 Euro Rabatt. An der Abendkasse können Tickets für 15 Euro pro Person gekauft werden. Wichtiger Hinweis für alle Konzertbesucher: Taschenlampen nicht vergessen!

Das Warnemünder Taschenlampenkonzert wird unterstützt durch Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern und das DOCK INN Hostel in Warnemünde.

Vorverkaufsstellen

Tourist-Informationen Warnemünde & Rostock, im Pressezentrum/Printzentrum sowie auf http://www.mvticket.de

Ticketpreise

Vorverkauf: 10 Euro pro Person in den Tourist-Informationen. In anderen Vorverkaufsstellen kann zzgl. eine VVK-Gebühr anfallen. Mit Kurkarte oder RostockCARD gibt es in den Tourist-Informationen 1 Euro Rabatt.

Abendkasse:15 Euro pro Person

Nähere Informationen: www.rostock.de/taschenlampenkonzert

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Die Straßenbahn – unter Strom seit 115 Jahren: Öffnungstag im depot12 am 29. Juni

Depot RSAG, Foto: Joachim Kloock

Depot12, Foto: Joachim Kloock

Am Sonnabend, 29. Juni 2019, laden die Rostocker Nahverkehrsfreunde in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr zu einem erlebnisreichen Öffnungstag in das depot12 in Marienehe ein. Das 115-jährige Jubiläum der elektrischen Straßenbahn in Rostock steht an diesem Tag im Blickpunkt.

Interessierte Besucher können kurze Ausfahrten mit verschiedenen historischen Fahrzeugen unternehmen, die Busecke in der Ausstellungshalle erkunden, an Führungen durch die verkehrsgeschichtliche Ausstellung teilnehmen oder beim Souvenirverkauf vorbeischauen. An diesem Tag besteht auch die Möglichkeit, einen Blick in die Straßenbahnwerkstatt der RSAG zu werfen: Mit dem historischen Bus geht es vom depot12 zum Betriebshof in der Hamburger Straße und dann auf einer kleinen Führung durch die Werkstatt.

Der liebevoll restaurierte Triebwagen 44 präsentiert sich den Besuchern als umgebautes „Café 44“ und lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Der Eintritt ist frei. Das depot12 befindet sich in Marienehe in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle S Marienehe und dem S-Bahn-Haltepunkt Marienehe und ist mit den Straßenbahnen der Linien 1 und 5 und der S-Bahn zu erreichen.

Auch 2019 mit dem Schülerferienticket zu Freitzeitangeboten in Mecklenburg-Vorpommern

image004Schüler fahren in den Sommerferien wieder besonders günstig durch Mecklenburg-Vorpommern. Vom 29. Juni bis zum 11. August können sie mit dem Schülerferienticket für 32 Euro mit allen Straßenbahnen sowie Stadt- und Linienbussen der beteiligten Verkehrsunternehmen fahren. Ausgenommen sind die Fernbusse. Das Ticket gilt zudem in den Nahverkehrszügen (2. Klasse), auf den Rostocker Fähren in Warnemünde und im Stadthafen sowie auf den Linien des Müritz-Nationalpark-Tickets. Eingeschlossen sind auch jeweils eine Hin- und Rückfahrt zum Hamburger Hauptbahnhof mit dem Regionalzug RE 1 und zum Berliner Hauptbahnhof mit den Regionalzügen RE 2, RE 3 und RE 5 innerhalb des Geltungszeitraumes des Tickets. „Ich freue mich sehr, dass wir den Schülern auch in diesem Jahr wieder das Schülerferienticket anbieten können. Sie kommen damit nicht nur günstig durchs ganze Land, sondern erhalten Vergünstigungen in vielen Freizeiteinrichtungen“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel. „Damit sollte in den Ferien keine Langeweile aufkommen. Sogar ein Kurzbesuch in der Hauptstadt Berlin oder der Hafenstadt Hamburg sind möglich.“

Vergünstigungen gibt es hier:

  • im Freizeitbad Wonnemar in Wismar,
  • im Nationalpark- Zentrum Königsstuhl in

Sassnitz,

  • im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund,
  • in den Jugendherbergen und auf den Zeltplätzen des Deutschen Jugendherbergswerks,
  • bei Madame Tussauds, im Dungeon und beim AquaDom in Berlin,
  • in der Trampolinhalle „Flip-Out“ in Rostock,
  • im Zoo Rostock,
  • auf der Hanse Sail 2019 in Rostock,
  • im Phantechnikum in Wismar,
  • im Vogelpark Marlow,
  • beim Wasserski-Lift in Zachun,
  • im Hamburger Dungeon,
  • bei der Sommermodellbahn in Bad Doberan und
  • bei der Reederei Hiddensee, für die Strecken Schaprode – Hiddensee und Stralsund-Hiddensee

Das Ticket gilt für Schüler öffentlicher, staatlich genehmigter oder staatlich anerkannter privater allgemeinbildender Schulen sowie von Fachgymnasien und Fachoberschulen ohne Berufsabschluss. Beim Kauf ist der Schülerausweis oder ein vergleichbarer Berechtigungsnachweis vorzulegen. In allen Fällen gilt: Die Schüler dürfen zu Beginn der Ferien nicht älter als 21 Jahre sein. Das Schülerferienticket gibt es online unter www.sft-mv.de. Außerdem kann es an den stationären Ticketautomaten der Deutschen Bahn (DB), in den DB‐Reisezentren, in ausgewählten DB-Agenturen und Verkaufsstellen der anderen beteiligten Verkehrsunternehmen, an den Automaten der Rostocker Straßenbahn und des Nahverkehrs Schwerin, in den Zügen der DB Regio, der ODEG, der PRESS und der HANS, beim Busfahrer und in den Mobilitätszentralen Vorpommerns und der Mecklenburgischen Seenplatte gekauft werden.

Sommerferien in Schwerin

Buntes Heft bietet Angebote auf einen Blick – Ferienauftakt am 1. Juli

Plakat FerienauftaktDie lang ersehnten Sommerferien stehen vor der Tür und damit die Frage: Was ist für die Ferienkinder eigentlich los in unserer Stadt? Die Antwort gibt wie immer der beliebte  Sommerferienplaner „Schweriner Ferien(s)pass“, der ab sofort im BürgerBüro des Stadthauses erhältlich und auch online unter www.schwerin.de zu finden ist.

Alle Ferienkinder sind bereits am Montag, den 1. Juli, ab 14 Uhr eingeladen, um den Start der Sommerferien am Südufer des Pfaffenteichs zu feiern.

In den darauffolgenden sechs Ferienwochen erwartet die Kids ein buntes Programm: ob Hämmern oder Sägen, Grillen, Geocoaching, Lagerfeuer mit Stockbrot, alkoholfreie Cocktails und Musik, Fußballgolf, Wasserspielen, Eis selbst machen, eine Fahrt in den Rostocker Zoo, Bowling, Ausflüge, Minigolf, Sportfeste, Kinotage, Kochen und mehr – da dürfte für jeden etwas dabei sein.

„Die Landeshauptstadt Schwerin fördert viele interessante Einrichtungen und sie alle halten tolle Angebote für euch in den nächsten Wochen bereit. Geht raus, trefft andere, habt gemeinsam Spaß und nutzt die zahlreichen Möglichkeiten, die ihr in dem Heft findet“, sagt Jugenddezernent Andreas Ruhl. „Wir haben darauf geachtet, dass viele Angebote kostenfrei sind oder nur einen kleinen Beitrag kosten.“

Im Sommerferienplaner „Schweriner Ferien(s)pass“ sind die Angebote der verschiedenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereine und Einrichtungen Schwerins für die sechswöchige freie Zeit auf einen Blick aufgelistet. Die Angebote sind nach Tagen geordnet. Den „Schweriner Ferien(s)pass“  gibt es auch in der Tourist-Information am Markt, beim Schweriner Jugendring, im Kulturinformationszentrum in der Puschkinstraße und in den Jugendclubs und Vereinen. Herausgeber des Heftes ist der Schweriner Jugendring e.V., unterstützt vom städtischen Fachdienst Jugend.

Rostocker Kunsthalle seit 50 Jahren ein Besuchermagnet für Urlauber und Touristen

Branchenexperten diskutieren anlässlich des runden Geburtstags beim gemeinsamen Frühstück über die vielfältigen Synergieeffekte

15. Tourismusfrühstück (c) Joachim KloockDas 15. Tourismusfrühstück von Rostock Marketing bot am heutigen Tag über 70 Branchenvertretern aus Wirtschaft, Politik und Tourismusbranche die Gelegenheit, sich in der Kunsthalle über die vielen positiven Effekte der einzigartigen Einrichtung auszutauschen. Leiter Dr. Uwe Neumann nutzte dabei die Chance und informierte die Gäste über die Geschichte sowie die aktuellen Projekte seines Hauses. Angesichts des wachsenden Marktes des Kulturtourismus nehmen Urlauber auch in den Rostocker Kunsteinrichtungen einen größer werdenden Anteil der Besucher ein, was insbesondere den Hoteliers und Gastronomen allerlei Gesprächsstoff lieferte.  

„Unser regelmäßig stattfindendes Tourismusfrühstück bietet allen Akteuren immer wieder eine willkommene Gelegenheit, sich für die aktuelle Situation der Branche und über die vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszutauschen“, sagte Matthias Fromm, Geschäftsführer von Rostock Marketing. „In geselliger Runde konnten wir mit dem 50. Geburtstag der Kunsthalle einen weiteren kulturellen Höhepunkt im Rahmen des großen Doppeljubiläums von Stadt und Universität noch einmal Revue passieren lassen. Das Haus hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt, was sich in den Besucherzahlen und der damit verbundenen touristischen Anziehungskraft niederschlägt“, so Fromm weiter.

Künstler und Gäste aus In- und Ausland besuchen die Rostocker Kunsthalle

Der Bau der Rostocker Kunsthalle galt in den 1960er Jahren als Prestigeobjekt der DDR-Kultur-Politik. Der politischen Transformation 1990 folgten unruhige Jahre, wie sich der heutige Leiter, Dr. Uwe Neumann, erinnert: „Als wir die Kunsthalle 2009 einem privaten Trägerverein zur Seite stellten, hatte das Haus eine schwierige Zeit hinter sich. Heute freuen wir uns über das wachsende Interesse an unserer Einrichtung und an den Ausstellungen, für die wir regelmäßig Künstler mit ihren Werken aus der ganzen Welt nach Rostock bringen können.“ Während der Besucherschnitt der Rostocker Kunsthalle vor zehn Jahren bei etwa 30.000 bis 40.000 pro Jahr lag, bewegen sich die Zahlen nunmehr konstant zwischen 60.000 und 70.000 jährlich. Damit einher geht eine ungleich größere Aufmerksamkeit, die weit über die Landesgrenzen hinausgeht: „Über unsere aktuelle Ausstellung ‚Palast der Republik‘ hat sogar die New York Times berichtet. Eine bessere Außenwirkung kann ich mir kaum wünschen. Das nehmen anscheinend verstärkt auch die vielen Urlauber in der Stadt wahr, von denen wir mehr und mehr bei uns begrüßen dürfen. Offenbar ist in den Ferien so mancher eher geneigt, seinen Blickwinkel für die Kunst zu erweitern“, so Dr. Neumann. Mit dieser Beobachtung steht der Kunsthallenleiter nicht alleine dar, wie Matthias Fromm unterstreicht: „Tatsächlich spielt für mehr als die Hälfte unserer Gäste das kulturelle Angebot vor Ort eine Rolle. Jeder vierte Gast betrachtet es sogar als das wichtigste Thema für seine Urlaubsplanung. Das zeigt einmal mehr den großen Stellenwert unseres kulturellen Erbes. Zudem sind die Veranstaltungen oder Ausstellungseröffnungen in der Kunsthalle oder anderen kulturellen Einrichtungen für das Thema Saisonverlängerung von entscheidender Bedeutung. Auf diese Weise können wir uns Alleinstellungsmerkmale erarbeiten und die Nebensaison stärken. Das hilft letztendlich bei der Auslastung der gesamten Branche“, so Fromm abschließend. 

Das Tourismusfrühstück ist der Branchentreff für Touristiker der Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Das zweimal im Jahr stattfindende Tourismusfrühstück bietet den Rostocker Tourismusexperten die Möglichkeit, sich über neue Ideen und Projekte auszutauschen. In lockerer Frühstücksatmosphäre entstehen hier wertvolle Geschäftskontakte und neue Projektideen, die das touristische Netzwerk der Destination weiter stärken. Der Event ist eine Kooperation von Rostock Marketing mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde und stellt regionale touristische Themen mit nationaler und internationaler Relevanz in den Fokus. Die Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) hat seit ihrer Gründung im Juni 2010 rund 400 Partner aus Hotellerie, Gastronomie und Dienstleistungsbranche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Akteuren wird das touristische Marketing der Hanse- und Universitätsstadt weiter entwickelt und ausgebaut. Im Fokus steht in erster Linie die Stärkung der nebensaisonalen Aktivitäten mit neuen Akzenten, um Buchungsanreize für die Gäste zu schaffen und das Image von Rostock & Warnemünde zu fördern.

Bildunterschrift: Kunsthallenleiter Dr. Uwe Neumann (re.) und Tourismusdirektor Matthias Fromm begrüßten am 20.06.2019 über 70 Gäste beim 15. Tourismusfrühstück von Rostock Marketing. © Joachim Kloock

Eisenbahn-Erlebnislandschaft soll in Putbus entstehen

Touristisches Angebot wird erweitert – attraktives Beispiel für mehr Saisonunabhängigkeit

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Luftbild von Putbus, Foto: TMV/Grundner

Der Landkreis Vorpommern-Rügen und der Betreiber Rügensche BäderBahn (RüBb) planen in der Stadt Putbus ein Gemeinschaftsprojekt, um die alten Betriebsgebäude auf dem Bahnhof in ein Museum mit Erlebnisbereich umzuwandeln sowie eine neue Hauptwerkstatt zu errichten. „Die Stadt Putbus und die gesamte Insel Rügen sind bei Urlaubern und Tagesausflüglern beliebt. Viele Gäste und Anwohner genießen Fahrten mit dem Rasenden Roland, um die Region noch besser kennen zu lernen. Jetzt soll vor Ort eine Eisenbahn-Erlebnislandschaft entstehen, um das touristische Angebot in Putbus zu erweitern. Dies ist auch eine hervorragende Möglichkeit, außerhalb der Hauptsaison neue Gästegruppen zu erschließen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Attraktives Ausflugsziel für Eisenbahnliebhaber

Die Stadt Putbus liegt im südlichen Teil der Insel Rügen und wird auch die „Weiße Stadt“ und die „Rosenstadt“ genannt. Seit 1997 trägt Putbus den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Die Rügensche BäderBahn – bekannt als „Rasender Roland“ – ist eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn und fährt täglich auf 750 Millimeter Spurweite unter anderem von Putbus über BinzSellin und Baabe nach Göhren. Die derzeit genutzten Betriebsanlagen der Rügenschen BäderBahn am Putbusser Bahnhofskopf in Richtung LauterbachMole stammen zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert und entsprechen nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Aus diesem Grund entsteht am Bahnhof Richtung Bergen/Göhren eine neue Betriebswerkstatt. Die historischen Betriebsanlagen sollen dann als museale Einrichtung umgebaut werden, unter anderem mit einem Ausstellungsbereich für historische Wagen und einer Aussichtsplattform. „Für große und kleine Eisenbahnliebhaber entsteht eine attraktive Anlaufstelle, um sich über die spannende Historie der Eisenbahngeschichte auf Rügen zu informieren. Das stärkt die touristische Wirtschaft vor Ort“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 7,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant bei Vorlage aller Unterlagen eine Unterstützung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro.

Informationen zu touristischen Übernachtungen und Ankünften

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes 2018 insgesamt knapp 1,4 Millionen Ankünfte (-0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 6,4 Millionen Übernachtungen (+1,1 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es 2018 knapp 30,9 Millionen Übernachtungen (+3,9 Prozent) und fast 8 Millionen Ankünfte (+ 4,6 Prozent).

Mecklenburgs Kultur im historischen Ambiente erleben – Guts- und Herrenhäuser vernetzen sich stärker

Attraktives Angebot für Gäste im ländlichen Raum

Hotel Schloss GamehlDas Kulturerbe der geschichtsträchtigen Schlossanlagen Mecklenburgs will der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e. V. als regionaler Tourismusverband mit verschiedenen Events bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannter machen. Hierzu sollen die beeindruckenden Bauten stärker als bisher an die touristischen Zentren der Region Rostock angebunden werden. „In der Region gibt es eine Vielzahl wertvoller Häuser, die ihr kulturhistorisches Erbe gern einer breiten Öffentlichkeit noch stärker zugänglich machen möchten. Nun soll durch ein breitgefächertes Angebot an kulturellen Veranstaltungen die Vielfalt der Häuser einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise entstehen noch mehr ganzjährige attraktive Angebote für Urlauber und Gäste. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der ländlich geprägten Tourismusräume“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In den vergangenen zehn Jahren hat sich beispielsweise die Veranstaltung MittsommerRemise – die lange Nacht der Guts- und Herrenhäuser – bereits als Vorzeigeprojekt für M-V etabliert.

Netzwerkmanager unterstützt Akteure vor Ort

Der Verband Mecklenburgische Ostseebäder e. V. (VMO) vertritt aktuell 63 Mitglieder in den Regionen vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseebad Graal-Müritz und im Binnenland bis zum Schweriner See und Güstrow. Ziel ist es, in Verbindung mit den touristischen Anbietern von der Ostseeküste ein Netzwerk der Guts- und Herrenhäuser zu etablieren, um gemeinsame kulturelle Angebote zu etablieren. Die Vernetzung soll zunächst südwestlich von Rostock vom Satower Land über das Salzhaff hin nach Wismar sowie bis ins Sternberger Seenland und über Bützow bis nördlich von Güstrow erfolgen. Ein Netzwerkmanager unterstützt die Akteure vor Ort bei der Organisation der Veranstaltungen. Seit Projektbeginn haben sich mittlerweile knapp 30 Häuser dem gerade entstehenden Online-Vertriebs-Netzwerk angeschlossen, das die Angebote deutlich sichtbarer gestalten soll, als es herkömmliche Vertriebswege bisher getan haben. Dabei soll es weniger um eine Konkurrenz zu den etablierten Beherbergungsmöglichkeiten der Region gehen, sondern vielmehr darum, zielgruppenspezifisch thematische Schwerpunkte wie etwa das Thema Hochzeit zu setzen. Hierfür wurde auf ostseeferien.de eine neue Unterseite zu diesem Thema geschaffen, wo sich alle Heiratswilligen zentral über die Angebote im Verbandsgebiet informieren können. „Mecklenburg-Vorpommern hat in allen Regionen für Urlauber und Gäste attraktive Angebote. Manche müssen erst entdeckt werden. Potential besteht vor allem im ländlichen Raum. Deshalb gehen die Verbandsmitglieder den richtigen Weg, um gemeinsam eine höhere Bekanntheit zu erreichen“, sagte Glawe.

Guthäuser als neue Dorfmitte

Einhergehend mit der Vermarktung der Herrenhäuser als Veranstaltungsorte sollen gleichzeitig auch regionale Produkte sowie traditionelle Gerichte aus der Region in den Fokus rücken. „Angesichts des derzeitigen Trends einer neuen Ländlichkeit können die geschichtsträchtigen Bauten ihre historische Rolle als Dorfmitte wieder erlangen und damit für die Infrastruktur in den einzelnen Gemeinden einen immensen Wertzuwachs bedeuten. Teilweise sind sie seit Jahrhunderten in Familienbesitz und erzählen die Geschichten alter Adelsgeschlechter. Wenn nun vermehrt interessierte Tagesgäste zu uns ins Land kommen, profitieren die Gutbesitzer und weitere Anbieter vor Ort. Eine derartige Dienstleistungskette kann vielerorts eine stärkere Verzahnung von kulturellen und wirtschaftlichen Angeboten bedeuten“, so Glawe weiter. In den vergangenen Monaten wurde deshalb mit dem Aufbau der digitalen Vertriebsstruktur begonnen. Auch für die MittsommerRemise haben sich seither zehn weitere Häuser angeschlossen. Zudem konnte eine gemeinsame Tagung aller Akteure bereits als wichtiger Schritt, eine gemeinsame Identität zu schaffen, gegangen werden.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Im Förderzeitraum von Dezember 2018 bis November 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 36.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 22.000 Euro.

Weitere Informationen

Mit der Neugründung des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder e. V. am 24.05.1991 im Seebad Heiligendamm wurde die Philosophie des historischen Vorbildes wieder aufgegriffen und erweitert: Stärkung des Fremdenverkehrs durch Bündelung von touristischen Aufgaben, Interessenvertretung der Mitglieder, Mitarbeit in Gremien und Arbeitsgruppen, strategisches und zielgruppenorientiertes Marketing, Präsentation der Mitglieder auf touristischen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit dem Landesverband und weiteren sieben Regionalverbänden in Mecklenburg-Vorpommern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination von Projekten, Lobbyarbeit. In der heutigen Struktur betreut der Verband über 60 Mitglieder innerhalb des Verbandsgebietes, das sich geographisch vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseeheilbad Graal-Müritz erstreckt. Dazu gehören der Landkreis Nordwestmecklenburg und der Alt-Kreis Bad Doberan, alle Ostsee(heil)bäder, die Hansestadt Wismar, die Insel Poel, die Städte KröpelinTessinNeukloster und Neubukow, die Ostseegemeinde Börgerende-Rethwisch, der Klützer Winkel, das Satower Land, Fremdenverkehrsvereine und Touristinformationen sowie privatwirtschaftliche Unternehmen der Tourismusindustrie und anderer Wirtschaftszweige. Weitere Informationen  zum Verband unter: www.ostseeferien.de.

Bildunterschrift: Die Mecklenburgische Ostseeküste bietet viele geschichtsträchtige Schlösser, die häufig inmitten wunderschöner Parkanlagen stehen.  Foto: VMO, Alexander Rudolph