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Qualifizierungsrichtlinie tritt in Kraft

Qualifizierungspaket geschnürt – erstmals unternehmensspezifische Maßnahmen zur Qualifizierung – Investition braucht Qualifikation

Werft, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

28.11.2017 – Am ersten Dezember tritt die Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) in Kraft. „Die Wirtschaft ist im Wandel. Die Anforderungen wachsen, Spezialisierung und Qualifizierung für Beschäftigte wird gebraucht. Immer mehr Innovationen halten Einzug in die Produktionsabläufe. Gerade auch bei der fortschreitenden Digitalisierung werden mehr und vor allem andere Kompetenzen als bisher notwendig. Hier müssen wir mithalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb wollen wir mit einem neuen Förderprogramm neben den bisher schon bewährten Bildungsschecks erstmals auch Qualifizierungsprojekte von Unternehmen direkt fördern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag. Die Richtlinie ist am Montag (27. November) im Amtsblatt veröffentlicht worden.

Erstmals unternehmensspezifische Maßnahmen zur Qualifizierung

Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. „Mir ist wichtig, den gesamten Prozess der Qualifizierung in den Firmen zu begleiten. Diese Förderung unterstützt die Unternehmen umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. „Denn Fachkräftesicherung heißt nicht nur Arbeitnehmer von außen zu gewinnen, sondern das eigene Stammpersonal genauso im Blick zu haben. Das ist auch ein Beitrag dafür, die Betriebe konsequent beim technischen Wandel zu unterstützen.“

Berufliche Weiterbildung durch Bildungsschecks

Die Förderung durch Bildungsschecks steht auch künftig Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. „Bei der Qualifizierung von Mitarbeitern wird die Teilnahme sowohl an branchenübergreifenden als auch branchenspezifischen Weiterbildungen unterstützt. Mit dem neuen Förderprogramm können sich Unternehmen noch besser auf den vollziehenden technologischen Wandel einstellen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben oder in Höhe von bis zu 75 Prozent als De-minimis Förderung. Für Qualifizierungen mit qualifizierter Teilnahmebescheinigung ist die Zuwendung auf höchstens 500 Euro je Bildungsscheck und Qualifizierungsmaßnahme begrenzt. Bei abschlussorientierten Qualifizierungen ist die Zuwendung auf höchstens 3.000 Euro begrenzt.

Investition braucht Qualifikation

Bedarf für Qualifizierung besteht aktuell vor allem im maritimen Bereich. Die als neue Werftengruppe entstandenen „MV Werften“ sollen in den nächsten 10 Jahren hauptsächlich Kreuzfahrtschiffe für die Reedereien der Genting Gruppe bauen. Das Bauprogramm für die nächsten fünf Jahre hat einen Auftragswert von rund 3,5 Milliarden Euro. Hiermit verbunden sind umfangreiche Neuinvestitionen von über 200 Millionen Euro. Neben Genting haben aber auch die anderen Werften im Land gute Auftrags- und Beschäftigungslagen. Auf der zur Meyer-Gruppe gehörenden Neptun Werft wird in eine neue Schiffbauhalle für den Bau großer Maschinenraummodule investiert. „Um die anstehenden Investitionen erfolgreich umzusetzen, ist auch Qualifikation gefragt“, so Wirtschaftsminister Glawe. Gesucht werden im Land auch Fachkräfte beispielsweise in Bereichen wie Metallbau, Metallbearbeitung und Schweißtechnik sowie Elektrotechnik. Darüber hinaus steht aber auch das verarbeitende Gewerbe insgesamt unter erheblichem Anpassungsdruck unter anderem im Rahmen der mit Wirtschaft 4.0 beschriebenen Digitalisierung in den Unternehmen.

Anträge einreichen

Die Anträge sind vor Beginn der Maßnahme bei der GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH, Schulstraße 1 – 3, 19055 Schwerin, einzureichen. Die Antragsunterlagen sind bei der GSA erhältlich oder können im Internet unter www.gsa-schwerin.de abgerufen werden.

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Entwicklungschancen der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie leistet wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung – Land unterstützt maritime Zulieferer

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Im Landtag wurden die Entwicklungschancen der maritimen Industrie und die Unterstützung der Branche durch das Land diskutiert. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe machte im Landtag deutlich: „Die maritime Industrie mit ihren Werften und den maritimen Zulieferern und Dienstleistern ist für die Landesregierung nach wie vor ein industrieller Kern und von strategischer Bedeutung. Mir ist wichtig, dass der Industriezweig an seine Leistungsfähigkeit, die er vor der Finanz- und Wirtschaftskrise innehatte, anknüpfen und diese möglicherweise sogar erhöhen kann. Von daher wird die maritime Industrie in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung und auch zur Verbesserung der gesamten wirtschaftlichen Lage des Landes leisten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Land unterstützt maritime Zulieferer

Glawe erläuterte, dass die maritime Zulieferindustrie unterstützt wird. Dies ist nach § 9 Nr. 3 Werftenförderungsgesetz MV möglich. „Bürgschaftsanträge können im Interesse von Zulieferern durch Banken oder Versicherungsunternehmen gestellt werden, zu denen auch die Warenkreditversicherer zählen. Auf diese Weise lassen sich Wettbewerbsnachteile hiesiger Zulieferer gegenüber ausländischen Konkurrenten insbesondere bei Zahlungszielen begrenzen“, betonte Glawe. Daneben können maritime Zulieferbetriebe auch gemäß der Richtlinie zur Übernahme von Bürgschaften des Landes MV unterstützt werden. „Das gilt zum Beispiel hinsichtlich der Besicherung von Betriebsmittelkrediten, die für eine Auftragsfinanzierung von wichtiger Bedeutung sein können. Im Interesse des Landes sind grundsätzlich solche Maßnahmen volkswirtschaftlich förderungswürdig, die zur Schaffung und Sicherung nachhaltig wettbewerbsfähiger Strukturen geeignet sind“, sagte Glawe.

Gute Auftragslage an den Werftstandorten

„Trotz einer schwierigen Marktlage im internationalen Schiffbau herrscht bei den hiesigen Werften nahezu eine Aufbruchstimmung. Die Auftragsbücher sind gefüllt und es wird in erheblichem Maße investiert“, sagte Glawe. Die als neue Werftengruppe entstandenen „MV Werften“ sollen in den nächsten 10 Jahren hauptsächlich Kreuzfahrtschiffe für die Reedereien der Genting Gruppe bauen. Das Bauprogramm für die nächsten fünf Jahre hat einen Auftragswert von rund 3,5 Milliarden Euro. Hiermit verbunden sind umfangreiche Neuinvestitionen von über 200 Millionen Euro. „Neben Genting haben aber auch die anderen Werften im Land gute Auftrags- und Beschäftigungslagen. Auch hier werden weitreichende Investitionen getätigt, so z. B. auf der zur Meyer-Gruppe gehörenden Neptun Werft in eine neue Schiffbauhalle für den Bau großer Maschinenraummodule“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Bund und Land unterstützen Innovationen

Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung in der maritimen Wirtschaft. So werden zum Beispiel mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Wie in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben, ist die Landesregierung entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat mit der Qualifizierungsrichtlinie und der Richtlinie zur Förderung der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen zwei neue Richtlinien erarbeitet.

Norddeutsche Zusammenarbeit wird ausgebaut

Eine weitere strategische Entscheidung zur Sicherung der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern ist das Engagement im Maritimen Cluster Norddeutschland e.V. (MCN). Über 290 Mitgliedern zählt das Netzwerk. Es bündelt die Kompetenzen der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zentrale Aufgaben des MCN bestehen darin, auch über Ländergrenzen hinweg Kooperations- und Innovationsprojekte zu initiieren, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteure zu stärken sowie deren regionale Kompetenzen auszubauen. „Hier wollen wir gemeinsam im Schulterschluss mit den norddeutschen Ländern die Potentiale der maritimen Wirtschaft bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Das länderübergreifende Clustermanagement ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und bildet eine regional verankerte Ergänzung zu den etablierten maritimen Wirtschaftsverbänden und lokalen Netzwerken“, so Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt darüber hinaus die kleinen und mittleren Unternehmen hier im Land bei der Etablierung eines „Regionalen Innovationsclusters“. „Ziel soll es sein, in Zusammenarbeit der Zulieferer und Dienstleister mit den Werften und den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung insbesondere eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen sowie durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse zu steigern“, so Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit ihren ca. 280 Unternehmen und insgesamt rd. 10.000 Beschäftigten eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiff- und Bootsbau in MV zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. Zu den sechs großen Werftstandorten zählen: die MV Werften-Gruppe an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, die Peene Werft in Wolgast und die Tamsen Maritim in Rostock. „Alle zusammen beschäftigen gegenwärtig rund 2.300 Mitarbeiter und 280 Auszubildende“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend. Zum hiesigen Schiffbau zählen auch die zahlreichen (ca. 140) maritimen Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Sie schaffen so ca. 5.000 weitere hochwertige Arbeitsplätze in unserem Bundesland. Die Dienstleister und Zulieferer sind beispielsweise neben dem Schiffbau auch im Bereich maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie Offshore-Technik und in weiteren Bereichen der Meerestechnik tätig.

Auszubildende bei den MV WERFTEN begrüßt – Schiffskabinenproduktion startet

Fachkräftenachwuchs durch Auszubildende gesichert – Kabinenproduktion schafft Jobs in MV

Schiffskabine, Foto: Martina Wichor

Schiffskabine/Fähre, Foto: Martina Wichor

Die MV WERFTEN Gruppe investiert weiter in den eigenen Fachkräftenachwuchs. Heute startet für 90 neue Auszubildende und 12 Studenten, die ein duales Studium absolvieren, das Ausbildungsjahr. „Das ist ein wichtiger Beitrag für die eigene Fachkräftegewinnung und vor allem auch Fachkräftesicherung im Unternehmen. Die Schaffung von Ausbildungsplätzen ist auch ein klares Bekenntnis für die Region und für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe anlässlich des Ausbildungsstarts.

Ausbildung und Duales Studium wird angeboten

Die drei Werftstandorte in Wismar, Stralsund und Rostock sind von den IHKs in MV mehrfach als TOP Ausbildungsbetrieb geehrt worden. Neben den Ausbildungsrichtungen Anlagenmechaniker, Konstruktionsmechaniker, Fertigungsmechaniker, Industrieelektriker für Betriebstechnik und Mechatroniker wird von den MV WERFTEN auch ein Duales Studium Maschinenbau angeboten. „MV WERFTEN bieten eine ganze Palette von Ausbildungsmöglichkeiten an. Gut qualifizierte und motivierte Auszubildende und Mitarbeiter sind das Herz eines jeden Unternehmens. Nur durch diese lassen sich bestehende, wettbewerbsfähige Strukturen erhalten und eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung sicherstellen“, so Glawe weiter.

Unternehmen investiert in die Kabinenfertigung

Darüber hinaus ist in Wismar heute bei der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH offiziell der Produktionsstart der Kabinenproduktion für die sogenannte „Global Class“ erfolgt. Insgesamt werden rund 3.400 Kabinen pro Schiff gebaut. Darüber hinaus werden für die Endeavor Class (Megayachten) Crewkabinen, etwa 150 pro Schiff, gefertigt. An der Westtangente in Wismar sollen auf einer Fläche von 9.000 Quadratmeter Kabinen vor allem für große Schiffe gefertigt werden. Die MV WERFTEN Fertigmodule GmbH investiert mehr als 17 Millionen Euro in die Kabinenfertigung. „Bis zu 200 Arbeitsplätze sind hier vor Ort in den kommenden Jahren perspektivisch geplant. Das sind Jobs im verarbeitenden Gewerbe, die unser Land dringend braucht“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Global Class und die Endeavor Class werden ab 2018 bei MV WERFTEN in Wismar, Rostock und Stralsund gebaut. Die Kabinen werden als komplett vormontierte Module zu den Werften geliefert und dort installiert.

Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

MV WERFTEN übergibt erstes Neubauprojekt – Flusskreuzfahrtschiff „Crystal Bach“ kann in See stechen

Wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Werftenstandorte in Mecklenburg-Vorpommern

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

3.8.2017 – Premiere in Wismar: Am Donnerstag ist das erste von insgesamt vier geplanten Flusskreuzfahrtschiffen – die „Crystal Bach“ – an die Reederei Crystal River Cruises offiziell von der MV WERFTEN übergeben worden. Das zweite Schiff soll im September, die beiden anderen im Jahr 2018 fertiggestellt sein. „Das erste abgeschlossene Neubauprojekt aus Wismar ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung unserer Werftenstandorte. Für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln sich Perspektiven für weiteres Wachstum. Das sichert und schafft Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Heimische Zuliefererindustrie in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit MV WERFTEN

Nach Angaben der MV WERFTEN sind die Flusskreuzfahrtschiffe 135 Meter lang, über 11 Meter breit und speziell für den europäischen Flussreisemarkt in einem exklusiven Marktsegment konzipiert. Bis zu 106 Passagiere finden in 55 bis zu 70,5 Quadratmeter großen Balkonsuiten Platz. Nach ihrer Fertigstellung sollen die Schiffe unter anderem für Touren auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel eingesetzt werden. Das vorgesehene Bauprogramm des Unternehmens umfasst insgesamt neun Schiffe für die nächsten fünf Jahre: Neben vier Flusskreuzfahrtschiffen werden drei „Endeavor Class“-Megayachten für Crystal Yacht Expedition Cruises sowie zwei Kreuzfahrtschiffe der „Global Class“ für Star Cruises auf den drei Werftstandorten WismarRostock und Stralsund der Gruppe gebaut. „Unmittelbar mit der positiven Entwicklung der MV WERFTEN ist die heimische Zuliefererindustrie verbunden. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit kann das geplante Bauprogramm in hoher Qualität realisiert werden. Davon profitieren beide Seiten“, sagte Glawe. Rund 70 Prozent der Wertschöpfung beim Bau von Kreuzfahrtschiffen entfällt nach Angaben der Werft auf Zulieferer und Dienstleister. In Mecklenburg-Vorpommern umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 140 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Qualifizierungsoffensive soll maritime Wirtschaft und das verarbeitende Gewerbe unterstützen

„Das Wissen und der langjährige Erfahrungsschatz der Mitarbeiter tragen erheblich dazu bei, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern. Um sich den neuen Herausforderungen zu stellen, ist bedarfsgerechte Weiterbildung nötig. Genau dort setzen wir an und haben ein Förderprogramm für die Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern aufgelegt, das nach dem Sommer in Kraft treten soll“, sagte Glawe. Beibehalten wird die schon jetzt geltende Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für Beschäftigte mit den sogenannten Bildungsschecks für branchenübergreifende und -spezifische Fortbildungen. Zukünftig können Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes aber darüber hinaus eine Förderung für unternehmensspezifische Projekte erhalten, die zur Kompetenzfeststellung der Mitarbeiter, zur Analyse des Qualifizierungsbedarfs auf den Arbeitsplätzen der Beschäftigten im Unternehmen sowie zur beruflichen Qualifizierung der Mitarbeiter dienen. Damit können erstmalig Qualifizierungsprojekte von Unternehmen mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten (bis zu 100.000 Euro Förderhöhe je Projekt) direkt unterstützt werden.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

Zwei Luxus-Flusskreuzfahrtschiffe bei den MV WERFTEN auf Kiel gelegt

Beeindruckendes Investitionsprogramm wird in die Tat umgesetzt

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

24.5.2017 – Am Mittwoch hat in Wismar bei den MV WERFTEN die feierliche Kiellegung für zwei Flusskreuzfahrtschiffe der Reederei Crystal River Cruises stattgefunden. „Die MV Werften setzen den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Das beeindruckende Investitionsprogramm wird Schiff für Schiff in die Tat umgesetzt. Ein gutes Zeichen, dass es weiter vorangeht. Im Ergebnis wird gearbeitet, neue Schiffe werden gebaut, Arbeitsplätze werden geschaffen. Es tut sich eine Menge vor Ort. Die Wirtschaft im Land wird weiter angekurbelt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe vor Ort.

Flusskreuzfahrtschiffe „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ entstehen

Nach Angaben der MV WERFTEN sind die beiden Flusskreuzfahrtschiffe der Rhein-Klasse namens „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ 135 Meter lang, über elf Meter breit und speziell für den europäischen Flussreisemarkt konzipiert. Bis zu 106 Passagiere finden in jeweils 55 Balkonsuiten hochwertigster Ausstattung Platz. Im Januar erfolgte der traditionelle erste Stahlschnitt für die 6-Sterne-Schiffe. Nach ihrer Fertigstellung in 2018 werden sie u. a. auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel verkehren. „Die Neubauten sind eine große Chance des Unternehmens, in dem spannenden Segment des Kreuzschifffahrtbaus zu punkten und sich im Wettbewerb auch überregional weiter einen Namen zu machen“, so Glawe weiter. Die baugleichen „Crystal Bach“ und „Crystal Mahler“ befinden sich seit 2016 bei MV WERFTEN in Wismarin Bau und werden in diesem Jahr an Crystal River Cruises übergeben.

Mitarbeiter in den Unternehmen qualifizieren

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Qualifizierungsoffensive für Unternehmen aufmerksam. Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks. Die Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitern mit Bildungsschecks aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bleibt erhalten. Förderfähig ist der Prozess der Fachkräftesicherung und -qualifizierung. „Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Spezialisierungen sind in vielen Bereichen nötig. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. Ergänzend werden kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss in den ersten beiden Jahren unterstützt.

Brennbeginn von zwei Flusskreuzfahrtschiffen in Wismar

Für die maritime Industrie geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts – MV WERFTEN setzen selbstgesteckte Ziele tatkräftig um – Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen an Bedeutung

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

9.1.2017 – Bei den MV WERFTEN ist am Montag feierlich der erste Brennschnitt für zwei luxuriöse Flusskreuzfahrtschiffe in Wismar vollzogen worden. „Für die maritime Industrie unseres Landes geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts. Jeder Start für den Bau eines neuen Schiffs ist ein positives Signal in die maritime Branche hinein. Es bedeutet vor allem auch, dass die Wertschöpfung im Land bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag vor Ort.

Neuer Schiffstyp für amerikanische Reederei

Die neuen luxuriösen Schiffe tragen die Namen „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ und werden für die amerikanische Reederei Crystal River Cruises gefertigt. „Die MV WERFTEN setzen ihre selbst gesteckten Ziele tatkräftig um. Der eingeschlagene Weg wird mit hohem Tempo fortgesetzt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Schiffe der „Rhein“-Klasse werden rund 135 Meter lang und elf Meter breit sein. Sie sollen in 2018 abgeliefert werden und verkehren dann auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel. 

Unterstützung für die maritime Wirtschaft

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass die maritime Industrie im Land weiterhin unterstützt werde. „Wir wollen zum Beispiel bei der Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern der maritimen Wirtschaft helfen. Werften und Zulieferer sollen hiervon profitieren. Ein entsprechendes Programm ist gegenwärtig in Arbeit. Die Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen und bei den ambitionierten Plänen an Bedeutung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Darüber hinaus bestünden Möglichkeiten bei der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.000 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Die Schiffbau-Branche wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.