Archiv für das Schlagwort ‘Mecklenburg-Vorpommern

Baustart für neues Getreideterminal im Rostocker Überseehafen

Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt – Überseehafen hat sich zu einem modernen, wettbewerbsfähigen und international attraktiven Logistikzentrum entwickelt

Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

22.9.2017 – Im Rostocker Überseehafen ist am Freitag der offizielle Baustart für ein neues Getreidelager erfolgt. Bauherr ist die GT Rostock. „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Mit dem neuen Getreideterminal werden die Voraussetzungen für weiteres Wachstum gelegt. Der Bauherr will die Anlage für den Getreideexport nutzen und diese auch anderen Getreidehändlern für den Umschlag zur Verfügung stellen. So profitieren alle Nutzer und Kunden von der Investition“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. GT Rostock ist ein Gesellschafterverbund bestehend aus der Beiselen GmbH (Ulm) und den drei norddeutschen Agrarhandelsunternehmen Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG (Winsen/Luhe), J. Stöfen GmbH (Wesselburen) und Trede & von Pein GmbH (Itzehoe).

1.200 Tonnen Verladekapazität pro Stunde – Getreidesilo- und Verladeanlage soll Ende 2018 fertiggestellt sein

Auf einer Fläche von rund fünf Hektar auf der westlichen Seite von Pier IV am Liegeplatz 18 entsteht eine Getreidesilo- und Verladeanlage mit 160.000 Tonnen Silokapazität. Die Verladekapazität beträgt nach Angaben des Bauherrn 1.200 Tonnen pro Stunde. Insgesamt umfasst die Getreideerfassungs- und Siloanlage 18 Silos für die Lagerung, Probennahmegebäude mit Labor- und Büroräumen, Getreideannahme für Bahn und LKW, Schaltwarte und Maschinenturm, Verladung mit Förderbandbrücke sowie eine Werkstatt. Die GT Rostock investiert insgesamt rund 28 Millionen Euro in den Neubau; bis zum Ende des Jahres 2018 soll der Bau fertiggestellt sein. „Die gemeinschaftliche Investition der vier an der GT Rostock GmbH beteiligten Unternehmen ist ein Beleg für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Das trägt dazu bei, Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft zu sichern“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Informationen zur ROSTOCK PORT GmbH

Die ROSTOCK PORT GmbH ist Betreiberin des Rostocker Überseehafens und des Warnemünder Kreuzfahrthafens. Als Gesellschafter sind die Hansestadt Rostock mit 74,9 Prozent sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 25,1 Prozent beteiligt. Mit derzeit über 170 Mitarbeitern zählt ROSTOCK PORT nach eigenen Angaben neben Liebherr-MCCtec RostockGmbH, Euroports Germany GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften, EEW Special Pipe Constructions GmbH, Schiffsversorgung Rostock GmbH, Gesamthafenbetrieb und Großtanklager Ölhafen Rostock GmbH zu den größten Arbeitgebern im Hafen. „Die gute verkehrstechnische Anbindung, das moderne Erscheinungsbild und die steten Investitionen haben dazu beigetragen, dass sich der Rostocker Überseehafen zu einem modernen, wettbewerbsfähigen und international attraktiven Logistikzentrum entwickelt hat“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Im Überseehafen Rostock gingen im Jahr 2016 nach Angaben des Betreibers 26,8 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Das waren 1,4 Millionen Tonnen (+5 Prozent) mehr als im Jahr 2015. Insgesamt verzeichnete der Überseehafen Rostock 8.120 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen im vergangenen Jahr, davon allein 6.175 Anläufe von Fähr- und RoRo-Schiffen. Für sogenannte Schüttgüter wie Getreide stehen im Hafen insgesamt 420.000 Quadratmeter Freilager und 55.000 Quadratmeter gedeckte Lager zur Verfügung. Neben dem Umschlag von Kohle gehören vor allem Baustoffe, Düngemittel und Getreide zu den bedeutendsten Schüttgütern im Rostocker Hafen. Der Schüttgutumschlag lag im vergangenen Jahr mit insgesamt 7,4 Millionen Tonnen und damit mit einem Plus von sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Etwa 12.500 Beschäftigte sind direkt und indirekt in über 150 Unternehmen der Rostocker Hafenwirtschaft in Umschlag, Lagerung, Produktion und Dienstleistungen für Schifffahrt, Transport, Umschlag, Lagerung und Warenbehandlung tätig.

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Sportboothafen in Rostock-Warnemünde soll aus- und umgebaut werden

Notwendiger Schritt zum Erhalt und Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft

Yachthafen, Foto: Martina Wichor

Sportboothafen Warnemünde, Foto: Martina Wichor

22.9.2017 – Die Hansestadt Rostock plant die weitere Entwicklung der Mittelmole in Rostock-Warnemünde. Das gesamte Areal soll als zentraler touristischer Anlaufpunkt neu gestaltet und weiter entwickelt werden. Ein wichtiger Baustein ist der Sportboothafen an der Nordspitze. „Die Hafenanlage soll grundlegend ertüchtigt und ausgebaut werden. Bootsanlegestellen, Wasserwanderrastplatz und Sporteinrichtungen sollen entstehen. Die Entwicklung und infrastrukturelle Ertüchtigung der Mittelmole ist ein notwendiger Schritt zum Erhalt und zum Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Rostock.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Wirtschaftsminister Glawe hat in Rostock eine Zusicherung an den Oberbürgermeister der Hansestadt Roland Methling übergeben. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich etwa auf 9,52 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) voraussichtlich in Höhe von rund 8,57 Millionen Euro. „Mit den anstehenden Investitionen soll das maritime Angebot vor Ort weiter verbessert werden. Ziel ist es, die Attraktivität des Segel- und Sportbootstandortes Warnemünde insgesamt für Einheimische und Gäste weiter zu erhöhen“, so Glawe weiter.

Sporthäfen in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze. Gästen stehen rund 400 wassertouristische Anlagen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung – von der Marina bis zur einfachen Ein- und Ausstiegsstelle für Kanuten. Insgesamt 7.255 touristisch nutzbare Liegeplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, davon 4.308 Dauerliegeplätze und 2.947 Gastliegeplätze. „Wir müssen stetig am touristischen Qualitätsstandard arbeiten. So gelingt es uns, eine hohe Gästezufriedenheit zu erreichen und aus unseren Urlaubern auch wiederkehrende Gäste zu machen. Dazu gehört, dass in die touristische Infrastruktur weiter investiert wird“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Investitionen seit 1990 in maritim-touristischen Vorhaben

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat seit 1990 insgesamt 356 maritim-touristische Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 528 Millionen Euro mit knapp 408 Millionen Euro unterstützt. Investiert wurde unter anderem in den Bau von Strandpromenaden, Schiffsanlegern, Seebrücken, Anlegestellen und Rettungstürmen, barrierefreien Strandabgängen, Badestellen und Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Neuigkeiten vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Johnson auf die Ohren: Audio-Guides bereichern Literaturhaus in Klütz

Mit neuen Audio-Guides können sich Besucher dem Leben und Schaffen Uwe Johnsons im Literaturhaus in Klütz bei Boltenhagen nähern. Sie bereichern die multimediale Ausstellung an 18 Hörstationen mit Erläuterungen zu den Exponaten, Interviews oder Einschätzungen von Weggefährten. Die individuellen Führungen mit Hörer dauern rund 40 Minuten und können in deutscher oder englischer Sprache unternommen werden. Ergänzt werden die interaktiven Erlebnisse um neue Ausstellungselemente, die noch tiefere Einblicke in das Schaffen Johnsons erlauben. Beispielsweise werden die Rolle der Kirche im Roman „Jahrestage: Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ sowie das Verhältnis Uwe Johnsons zur Kommune Eins in Berlin mittels verschiedener Medien verdeutlicht. Uwe Johnson gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, viele seiner Werke spiegeln mecklenburgische Landschaften und Charaktere wider. Weitere Informationen: www.literaturhaus-uwe-johnson.de

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Angeln in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Angeln, Foto: Joachim Kloock

Neue Webseite unterstützt Kutterfahrtanbieter

Untewww.ostsee-kutter-angeln.de präsentiert der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine neue Internetseite, die Interessierte über Kutterangeln informiert. Die Internetseite soll die Ostseehäfen in MV als Startpunkt für das Kutterangeln bekannter machen, aber auch Alternativen zum Dorsch und zum Hochseeangeln aufzeigen und neue Zielgruppen ansprechen. Neben einer Übersichtsseite mit der Darstellung der Anbieter auf einer Karte werden die einzelnen Kutter vorgestellt, ein Fangkalender mit allen wichtigen Zielfischen sowie alternative Angebote präsentiert. Weitere Informationen: www.ostsee-kutter-angeln.de

Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz fertiggestellt

Attraktive Etappe inmitten einer prächtigen Naturlandschaft

Radfahren in Sanitz, Foto Joachim Kloock

Radfahren, Foto: Joachim Kloock

21.9.2017 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat heute den neu gebauten Radweg von Waase nach Wusse auf der Insel Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell freigegeben. „Inmitten der prächtigen Naturlandschaft der Urlaubsinsel Ummanz ist eine attraktive Etappe des Radweges entstanden. Urlauber und Anwohner können nun den Blick über die flachen Boddengewässer, weiten Wiesen und Felder noch besser genießen. Eine weitere Lücke im Radwegenetz ist nun geschlossen. Insbesondere Gäste der Insel Rügen können nun auch die Insel Ummanz besser mit dem Rad entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Schutzhütte, Bänke und Tische sind entlang des Radweges aufgestellt worden

In zwei Monaten Bauzeit ist auf der rund 1.400 Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Strecke ein Zweirichtungs-Radweg in Asphaltbauweise entstanden. Zusätzlich sind eine Schutzhütte, ein Fahrradständer sowie Bänke und Tische entlang des Weges errichtet worden. Die Etappe von Waase nach Wusse ist Bestandteil des 670 Kilometer langen Ostseeküstenradweges, der von Lübeck-Travemünde bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom führt. „Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern lässt sich sehr gut auf zwei Rädern erkunden. Deshalb ist ein gut ausgebautes Radwegenetz ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebotes im Land, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Ferien mit sportlicher Aktivität auf dem Fahrrad zu erleben“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betrugen rund 304.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium hat den Ausbau aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 246.000 Euro unterstützt.

Neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge in MV

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Feature: Gesunder Mensch durch Pferd und Kuh

Was Tiere in Mecklenburg-Vorpommern für Körper und Seelen tun

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„Soulbalance – Mensch durch Pferd“, Foto: Heike Rössing

20.9.2017 – Damshagen im Klützer Winkel. Auf einer Koppel mampfen glückliche Kühe saftiges Gras. Ihre Kälber tollen umher oder schlummern friedlich zwischen Butterblumen. Als Besucher die Idylle betreten, laufen ihnen die Schwarzbunten neugierig entgegen und stupsen sie an. „Kraul mich, soll das heißen“, übersetzt Jessica Schroth, die hier in Westmecklenburg nahe der Ostseeküste auf „Kuscheln mit Kühen“ setzt. Als Anti-Stress-Therapie. Die Pferdezüchterin und Reittherapeutin ist überzeugt davon, dass Kühe Gutes bewirken für die psychische Gesundheit. „Kühe strahlen eine große Ruhe aus und sind dabei unheimlich neugierig und verspielt. Sie genießen es regelrecht, gekrault und gekrabbelt zu werden. Und das nutzen wir sowohl für die Therapie von psychosozialen Störungen bei Kindern als auch bei Stress-Syndromen Erwachsener. Und möglicherweise kann eine Kuh-Kur sogar einem schweren Burnout vorbeugen.“ Hektik, Stress, Müdigkeit, Rückenschmerzen, Magenbeschwerden – all das kann Symptom sein für psychosomatische Erkrankungen, meint die Expertin. Manager lebten mit ständigem Leistungs- und Zeitdruck, Mütter mit täglicher Überforderung, Schüler mit akuten Prüfungsängsten, Ärzte, Pfleger, Lehrer, aber auch Landwirte mit dauerhaftem Stress. Anders als beim therapeutischen Reiten oder dem Umgang mit Pferden gehe es deshalb beim Kuscheln mit Kühen in erster Linie darum, das Tempo runterzufahren und eine lange Weile nur bei sich selbst und ganz ICH zu sein. Dabei genügt schon eine Stunde Schlendern mit den Schwarzbunten über die grüne Weide, um zu entschleunigen. Es gibt nichts zu tun, das Handy bleibt aus. Sinn der Übung: Seele baumeln lassen. Die behäbigen Wiederkäuer geben den Takt vor, lassen sich streicheln mit engelsgleicher Geduld und laden zum Anlehnen ein. „Der Therapeut ist hier nur Mediator, der die Kuh-Signale übersetzt“, sagt Jessica. Im besten Fall lege sich das Rind, eigentlich ein Fluchttier, in Gegenwart des Menschen nieder und schmatze friedlich vor sich hin – ein Dankeschön in Kuh-Sprache. Kühe zum Schmusen sind ein Novum in Deutschland. Während Hunde, Delfine, Lamas und Pferde seit langem als Therapietiere geschätzt und anerkannt sind, haben Rinder-Kuren zum Abschalten und Entspannen noch eine eher exotische Anmutung. Das allerdings könnte sich ändern, wie Erfahrungen aus Holland und der Schweiz zeigen. Dort kommen Therapie-Kühe bereits häufiger zum Einsatz bei Stress oder Burnout-Syndromen – als letzter Strohhalm für Menschen, denen anders nicht mehr geholfen werden kann.

Das meiste – auch tiertherapeutische – Glück dieser Erde liegt in Mecklenburg und Vorpommern aber unverändert auf dem Rücken der Pferde. Der endlos weite Raum mit viel ländlichem Flair und unberührter Natur war schon immer ideales Terrain für Pferde und ihre Liebhaber; daran hat sich bis heute nichts geändert. Entsprechend breitgefächert sind die Angebote an Reitkursen und Reiturlauben zwischen Ostsee und Mecklenburgischer Seenplatte, und auch an Therapien mit Pferden als Hauptdarsteller herrscht kein Mangel im Land. So werden Pferde etwa seit Jahren bei autistischen oder spastisch gelähmten Kindern eingesetzt, weil die schaukelnden Bewegungen, aber auch die sanfte Gelassenheit positive Effekte haben. Das Gleiche gilt für Menschen, die in akutem Burnout feststecken oder unter ständiger Anspannung stehen. Pferde beruhigen die Seele. Sie stärken den Geist. Sie unterstützen meditative Prozesse. Sie leisten gute Dienste bei Rückenschmerzen und Problemen mit dem Bewegungsapparat. Darüber hinaus kombiniert Reiten Effekte, die sowohl dem körperlichen wie seelischen Wohlbefinden dienen und löst nicht zuletzt Glücksgefühle aus. Gleich zwei therapeutische Höfe gehören zum Netzwerk „Reiten und Meer“ im Hinterland der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ein Himmelreich für junge und alte Pferdenarren, die sich in der reizvollen und nahezu menschenleeren Landschaft am Barther Bodden nach Herzenslust austoben wollen und können. Jeder einzelne Reiter- und Pferdehof des Netzwerks offeriert dabei Eigenheiten und Spezialitäten, die in ihrer Summe ein selbst für Kenner überraschendes und extrem facettenreiches Pferde-Universum präsentieren. Hof Stoppistöd – nach dem isländischen Wort für Haltestelle – will genau eine solche sein. Mit therapeutischem und heilpädagogischem Reiten für all jene, die mal eine Auszeit benötigen und diese naturnah mit Tieren verbringen möchten sowie für Menschen mit geistigen Behinderungen und leichten körperlichen Einschränkungen. Aber auch, wer mal Yoga auf dem Pferd ausprobieren, eine meditative Reiterwoche erleben oder das Pferd als Spiegel seiner Seele sehen will, ist auf Stoppistöd goldrichtig.

Noch einen drauf gar sattelt „Soulbalance – Mensch durch Pferd“. Bei Silke Ritthaler in Groß Kordshagen sind Florian, Timmy, Trudy, Lilly, Galina und Tamara überhaupt nicht zum Reiten da, sondern ausschließlich für die seelische Gesundheit von Menschen, die neue Impulse oder ihre innere Mitte suchen, die von Neurosen geplagt werden oder unter Stress und sogar Burnout leiden. Mit ihrer Hilfe geht es darum, die Seele in Balance zu bringen – so wie der Name es sagt. Wie und warum das mit Pferden so gut funktioniert – auch das lernt man mit großen Augen und staunendem Mund bei „Reiten und Meer“.

Internet:
https://www.facebook.com/Kuh-scheln-248279052330105/ 
http://www.reitenundmeer.de/pferd-gesundheit.html 
https://www.gesundes-mv.de/blog/gesundheitstipps/hoch-zu-ross-burnout-und-psychischen-erkrankungen-vorbeugen/
www.auf-nach-mv.de

„Durchstarten in MV sagt Danke!“ – Drei Ehrungen in Schwerinvergeben – Zeugnisübergabe für beste Absolventen

Ehrungen für den besonderen Einsatz bei der Berufsorientierung und Ausbildung – duale Ausbildung ist Grundlage für einen gelungenen Berufseinstieg

20170605_dimv_dsd_pr_motiv_druck_asc18.9.2017 – „Durchstarten in MV sagt Danke!“: Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Schweriner IHK zu Schwerin bei drei aktiven Unterstützern rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt. „Alle drei setzen sich in besonderer Weise für einen erfolgreichen Start junger Menschen ins Berufsleben in Mecklenburg-Vorpommern ein. Alle drei stehen beispielhaft für gute Ausbildung bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sagen ´Dankeschön´“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Ausgezeichnet wurden Birgit Kamke vom Mecklenburgischen Förderzentrum Schwerin – Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Andreas Heiden von der Schoeller Allibert GmbH aus Schwerin sowie Günter Siemes, Ausbildungsleiter Menck Fenster GmbH, Wittenförden. Alle drei wurden im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe für die besten Absolventen der IHK-Sommerprüfungen geehrt.

Werben für eine berufliche Karriere in MV

Ende August sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Die Geehrten erhalten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design. Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) bei jungen Menschen für einen Karrierestart in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, so Glawe weiter.

Aktion verlängert – 344 Last Minute-Angebote – 175 Firmen bereits dabei

Im Rahmen der Kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durch-starten-in-mv.de) läuft weiterhin die Last Minute-Aktion für einen Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Ausbildungssuchende können im Azubi-Atlas mit einem besonderen Last Minute-Filter alle teilnehmenden Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu vergeben haben. Die Angebote sind mit dem Last Minute-Symbol – einem roten Wecker – deutlich sichtbar hervorgehoben. Aktuell sind 344 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet. 175 Unternehmen nehmen bisher an der Last Minute-Aktion 2017 teil. Knapp 800 Bewerbungsformulare wurden seit Aktionsstart über die Kampagnen-Website www.durchstarten-in-mv.de versandt. Wirtschaftsminister Glawe warb auch dafür, Ungelernte stärker in den Fokus zu nehmen. „Jeder Jugendliche hat eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung verdient. Wichtig ist es, gleichzeitig auch ungelernten Kräften eine Ausbildungsmöglichkeit anzubieten. Persönlichkeit, besondere Fähigkeiten und Kompetenzen sind wichtiger geworden als nur die Schulnoten. Die Stärken des Einzelnen werden manchmal erst auf dem zweiten oder dritten Blick sichtbar. Von einer abgeschlossenen Ausbildung profitieren am Ende das Unternehmen und der Auszubildende. Das sichert auch den eigenen Fachkräftebedarf“, betonte Glawe weiter. Weitere Informationen gibt es zur Last Minute-Aktion auch im Facebook- und im Instagram-Kanal der Kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de). Die Initiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt seit Oktober 2009 für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

94 beste Absolventen der IHK zu Schwerin geehrt

Darüber hinaus wurden die besten Absolventen der Abschlussprüfungen der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse an die 94 besten Absolventen sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Hans Thon überreicht worden. Ende August haben fast 1.100 Auszubildende Westmecklenburgs die IHK-Abschlussprüfungen abgelegt. „Die duale Berufsausbildung gilt weltweit als vorbildlich für den gelungenen Einstieg in das Berufsleben. Der Erwerb von praktischen Fähigkeiten und theoretischen Kenntnissen bringt echte Fachkräfte hervor und sichert das Qualitätsniveau der heimischen Wirtschaft. Eine gute Ausbildung erhöht die Chance, dass junge Menschen im Anschluss daran bei uns in Mecklenburg-Vorpommern bleiben und sich eine berufliche Zukunft aufbauen“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe. Der Minister dankte den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihr Engagement. Unter den 94 besten Absolventen waren 43 weibliche Absolventen. Sie kommen aus den Bereichen Bauberufe (3 beste Absolventen), IT-Berufe (7), Medienberufe (3), Lager-Logistikberufe (12), Lebensmittelberufe (9), Wach- und Sicherheitsberuf (1), Veranstaltungsberufe (3),Hotel- und Gastronomieberufe (9), Metall- und Kunststoffberufe (6), Holzberuf (1), Kaufmännische (Büro-)berufe (21), Handelsberufe (18), Tierpfleger (1).

Hans Thon, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, bedankte sich bei den Absolventen für die erreichten Ausbildungsleistungen: „Sie haben in den letzten Wochen bewiesen, dass die Ausbildung auch zu super Ergebnissen führen kann. Sie sind die besten Absolventen Ihrer Berufsgruppen. Darauf sollten Sie stolz sein.“ Gleichzeitig dankte er den IHK-Ausbildungsunternehmen für die Ausbildungsleistungen. „Berufsausbildung ist der richtige Weg für uns als Unternehmen. Es hilft uns nicht, einen Fachkräftemangel zu beklagen, sondern wir sind als Unternehmer in erster Linie gefordert, unseren Nachwuchs, der sich einmal für uns entschieden hat, auch so zu entwickeln, dass er über die Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, die wir brauchen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und wir für unsere eigenen Leute – entwickeln und fördern wir sie“, so Thon.

Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg und dem Fernradweg Hamburg-Rügen wird geschaffen

Wandern mit Weitblick in Vorpommern, Foto: Tourismusverband Vorpommern

Wandern, Foto: TV Vorpommern

Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben. „Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Lehr- und Wanderpfad am Borgwallsee geplant

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen. Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe. „Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.