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Vereint in Riga: 11. Baltic Sea Tourism Forum und Latvian Tourism Forum

11. Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit nationalem Tourismusforum zusammengelegt / Mehr als 450 Teilnehmer erwartet / Pro Jahr rund 90 Millionen Gästeankünfte in der Ostseeregion

Logo_Forum-310x118In Lettlands Hauptstadt Riga wird vom 14. bis 15. November das „Baltic Sea and Latvian Tourism Forum“ veranstaltet. Dabei wird das jährlich veranstaltete Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit einem nationalen, nämlich dem lettischen Tourismusforum zusammengelegt. Mehr als 450 Teilnehmer werden erwartet. Unter dem Titel „On the edge of change“ steht das Thema Veränderung im Mittelpunkt der Konferenz, die zur Stabilisierung der Zusammenarbeit im Ostseeraum und zur Etablierung der Reiseregion Ostsee beitragen soll. Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv für die touristische Zusammenarbeit im Ostseeraum. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, welcher auch das Baltic Sea Tourism Center als Projekt betreut, sagte: „Das Baltic Sea Tourism Forum hat sich als feste Konferenz etabliert. Im Schulterschluss mit der touristischen Jahrestagung Lettlands liegen Chancen für eine noch größere Akzeptanz. Wir brauchen den kontinuierlichen Austausch über Grenzen hinweg. Auch für die internationale Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns liegen darin große Chancen.“ Unter anderem debattieren Branchenvertreter sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft am 14. November unter der Überschrift „creation vs. preservation“ – zu Deutsch Erschaffung vs. Erhaltung – über die Herausforderung, neue Angebote zu schaffen, gleichzeitig aber den touristischen und einzigartigen Charme beliebter Urlaubsdestinationen zu wahren. Am 15. November wird über das Thema Digitalisierung diskutiert. Touristischen Akteuren soll verdeutlicht werden, wie wichtig eine Verlagerung der Geschäftsprozesse ins Internet in Zeiten des wachsenden Wettbewerbs und der stetigen technologischen Entwicklung ist.

Die Ostseeregion zählt jährlich rund 90 Millionen Gästeankünfte, zuletzt mit jährlichen Steigerungen. Der Anteil des internationalen Tourismus in der Ostseeregion lag im Jahr 2016 bei rund 24 Prozent. Weltweit betrachtet sollen die touristischen Ankünfte nach Angaben der UNWTO bis 2030 von derzeit 1,23 Milliarden (2016) auf 1,8 Milliarden pro Jahr steigen, in Europa von 616,2 Millionen (2016) auf 744 Millionen. Auf der diesjährigen Veranstaltung präsentiert Mecklenburg-Vorpommern unter anderem Ergebnisse des Baltic Sea Tourism Centers, das Anfang Januar 2017 vom Landestourismusverband MV initiiert wurde, um touristische Schlüsselakteure im Ostseeraum in einer festen Struktur zu vereinen und die Entwicklung einer nachhaltigen und langfristigen Kooperationsplattform zu fördern. Aus der Arbeit des Ostseetourismuszentrums sind in den vergangenen Monaten vier Expertengruppen zu den Themen Nachhaltigkeit, Schulungsangebote, Tourismuspolitik und Marktforschung mit definierten Aufgaben entstanden. So hat das Baltic Sea Tourism Center in diesem Jahr den ersten Marktforschungsbericht über die Tourismusbranche der Ostseeregion veröffentlicht. Für das Jahr 2020 ist die Einführung eines Nachhaltigkeits-Awards im Ostseeraum geplant. Weitere Informationen sind unter www.bstc.eu nachzulesen. Darüber hinaus wird das im September 2017 gestartete, einjährige Projekt „From the sustainable development goals towards a Sustainable Tourism in the Baltic Sea Region“ (Von den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zum nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum) ausgewertet. Gastgeber des Forums sind die Agentur für Investitionen und Entwicklung Lettlands und das Ministerium für Wirtschaft der Republik Lettland in Kooperation mit dem Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und dem beim Wirtschaftsministerium des Landes angesiedelten Politikbereich Tourismus der EU-Ostseestrategie. Das nächste Treffen findet entweder in der russischen Großstadt Pskow oder in Brüssel statt. Weitere Informationen: www.balticseatourism.net, www.bstc.eu

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MV steigt auf! Initiative zum Neustart des Radverkehrs stellt Ziele vor

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Ein „Sieben-Ziele-Papier“ für guten und sicheren Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Dienstag, den 13. November, bei einem Parlamentarischen Abend im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus vorgestellt. Gastgeber waren die neue Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen MV (AGFK MV), der Landestourismusverband sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband MV. Das Papier nimmt die Anforderungen von Touristen und Einheimischen gleichermaßen in den Blick und benennt konkrete, zeitlich spezifische Ziele, um den Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern spürbar zu verbessern.

Das Sieben-Ziele-Papier benennt wichtige Handlungsfelder für den Radverkehr im Nordosten. So wird darin unter anderem ein bis 2030 lückenloses, zusammenhängendes, sicheres Netz aus Fahrradrouten für den Alltags- und Freizeitverkehr vorgeschlagen, das so genannte „Ziel-RadNETZ MV 2030“. Darüber hinaus zielt das Papier auf die Einrichtung eines eigenständigen Referates zum Thema Rad- und Fußverkehr auf Landesebene ab, in dem die notwendigen personellen, finanziellen und strukturellen Voraussetzungen für eine Radverkehrsstrategie bis 2021 geschaffen werden, um die Förderung von Rad- und Fußverkehr wirksam voranzutreiben. Ferner geht es um eine Neuausrichtung der Fördermittelvergabe sowie um professionelle Öffentlichkeitsarbeit, die Lust aufs Radfahren machen soll. Das Sieben-Ziele-Papier wird von einem breiten Bündnis aus Kommunen und Institutionen unterstützt und ist von der AGFK MV federführend erstellt worden. An der Erarbeitung beteiligt waren neben dem Tourismusverband und dem ADFC unter anderem der Städte- und Gemeindetag MV, die Landesverkehrswacht sowie die in der AGFK MV organisierten Kommunen. Andreas Grund, Bürgermeister der Residenzstadt Neustrelitz und von Anfang an in der Arbeitsgemeinschaft aktiv, lobt das Initiativ-Papier: „Sicher und stressfrei Radfahren zu können, bedeutet hohe Lebensqualität und ist ein wichtiges Zukunftsthema für unsere Städte und Gemeinden. So bleiben wir für alle attraktiv, die das Fahrrad für den Schul- oder Arbeitsweg, für Freizeit und Sport oder als Touristen und aktive Senioren nutzen. Als Kommunen gehen wir jetzt voran und gründen, mit der Unterstützung des Infrastruktur-Ministeriums, im kommenden Jahr die AGFK MV als eingetragenen Verein. Die nun in der Gründungsphase formulierten Ziele sind zwar anspruchsvoll, aber richtig, um den Radverkehr in MV wieder nach vorne zu bringen.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Spitzenposition als Radreiseland Nummer eins (2011) eingebüßt hat. Nach Angaben der ADFC-Radreiseanalyse, die jedes Jahr auf der weltweit größten Tourismusmesse, der ITB Berlin, vorgestellt wird, rangiert das Urlaubsland inzwischen nur noch auf Platz sieben. „Wir müssen jetzt mit einer Kursänderung gegensteuern, um wieder vorn mitzufahren. Radfahren ist die wichtigste Aktivität von Menschen, die ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verbringen, fast jeder Zweite fährt Rad. Das entspricht etwa fünf Millionen Urlaubsradlern.“ Der ADFC Mecklenburg-Vorpommern war an der Erarbeitung der gemeinsamen Ziele von Anfang an beteiligt. Volker Schulz, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC, betont, dass seinem Verband zwei Punkte besonders wichtig sind: „Mecklenburg-Vorpommern ist dabei, beim Radverkehr den Anschluss zu verpassen. Durch E-Bikes, Lastenräder und Kinderanhänger haben sich die Ansprüche von Touristen und Pendlern an gute Radwege deutlich verändert. Dieses wichtige Zukunftsthema braucht mehr Personal, mehr Geld und neue klare Strukturen auf der Landesebene. In vielen Bundesländern macht man gute Erfahrungen damit, ein eigenes Referat für Rad- und Fußverkehr im zuständigen Ministerium anzusiedeln, das wollen wir auch in MV.“ Tim Birkholz, Projektkoordinator der AGFK MV, freut sich über die positive Aufbruchsstimmung, die innerhalb des AGFK MV-Initiativkreises in den letzten Monaten entstanden ist: „In dem Sieben-Ziele-Papier steckt die gesammelte Schwarmintelligenz zum Radverkehr aus Mecklenburg-Vorpommern. Es ist ein Grundbedürfnis der Menschen in unserem Land, sicher und entspannt von A nach B zu kommen, so wie sie es auch vom Autofahren gewöhnt sind. Das Fahrrad nutzen sie dann, wenn sie sich durch sichere Infrastruktur eingeladen fühlen! Mit dem Papier ist der Grundstein für eine zielführende Diskussion auf allen Ebenen gelegt.“ Hier finden Sie das Sieben-Ziele-Papier zum Herunterladen

Aufruf an Künstlerinnen und Künstler aus M-V für das Einreichen serieller Unikate zum Thema „Über Wasser“

Unikat-aus-der-Serie-Segel-und-Meer-von-Anne-Sewcz_Wettbewerb-2012_Repro_TMV-262x300Jetzt bewerben: Mit einem Wettbewerb zur Herstellung von Kunstwerken zu Präsentationszwecken für das Urlaubsland wollen der Künstlerbund und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) unter dem Thema „Über Wasser“ Künstlerinnen und Künstler aus M-V aufrufen, sich mit kreativen Ideen einzubringen. Der Wettbewerb ist nach 2010 und 2012 der dritte seiner Art. Die so genannten seriellen Unikate, die das künstlerische Potenzial sowie die touristische Attraktivität des Urlaubslandes verdeutlichen sollen, werden vom Tourismusverband für die Tourismuswerbung eingesetzt.

Künstler, die sich auf die Ausschreibung bewerben möchten, dürfen bis zu drei Proben einreichen, wobei sich jedes Blatt von dem anderen unterscheiden muss. Eine Technik ist nicht vorgegeben. Die Unterlagen können bis zum 14. Dezember 2018 beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern abgegeben werden. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Bewerber und Bewerberinnen ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in M-V haben oder Mitglied des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern sind. Eine vierköpfige Jury, durch den Künstlerbund und den TMV benannt, bewertet im Anschluss die eingereichten Arbeiten. Über das Ergebnis der Bewertung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum 19. Dezember 2018 informiert. Der Wettbewerb ist mit 5.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen und Ausschreibungsunterlagen: www.tmv.de/ausschreibung-thema-ueber-wasser

Grünes Licht von der EU – Forschungs- und Entwicklungsförderung in M-V wird aufgestockt

50 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsförderung bereitgestellt

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation wird aufgestockt. „Brüssel hat uns grünes Licht hierfür gegeben. Mit der vorliegenden Genehmigung werden weitere 50 Millionen Euro Mittel für die Forschungs- und Entwicklungsförderung (FuEuI-Förderung) bereitgestellt. Wir wollen mit der Unterstützung die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter ausbauen. Wichtig ist, dass mit der Technologieförderung mehr marktfähige Produkte entstehen, die international wettbewerbsfähig sind. Dies schafft auch mehr zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

218 Millionen Euro für Technologieförderung

Für die EU Förderperiode 2014 bis 2020 wurden im Operationellen Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) des Landes Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an finanzielle Mittel in Höhe von 168 Millionen Euro für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung gestellt. „Die Möglichkeiten der FuEuI-Förderung werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen, so dass Mitte 2018 bereits ein sehr großer Teil der geplanten Mittel schon gebunden war. Mit den weiteren 50 Millionen Euro stehen insgesamt rund 218 Millionen Euro aus dem EFRE für unseren Technologieförderschwerpunkt zur Verfügung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Unterstützungsmöglichkeiten weiter ausgebaut

Seit Inkrafttreten der FuEuI-Richtlinie im Mai 2015 wurden insgesamt 310 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 117 Millionen Euro unterstützt. Davon allein 173 Verbundprojekte, also Projekte von Unternehmen und Hochschulen, mit 83,7 Millionen Euro. „Mit den nun zusätzlichen Mitteln können die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der FuEuI-Richtlinie erweitert werden“, sagte Glawe. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, jedoch max. mit 200.000 Euro, gefördert. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. „Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Praxis überführt werden“, so Glawe.

Risikokapital für Gründer – Beteiligungsfonds aufgelegt

Weiterhin hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen. „Ziel ist es, jungen innovativen Technologieunternehmen und Existenzgründern im Land Risikokapital zur Verfügung zu stellen und damit die bestehenden Möglichkeiten bei der Frühphasenfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Finanziert werden alle Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung.

Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert

Selbstbestimmung und Würde des Patienten muss im Mittelpunkt stehen

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Klinikum Südstadt, Foto: Joachim Kloock

„Sterben in Würde ist möglich“ – unter diesem Motto stand der Hospiz- und Palliativtag der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativmedizin Mecklenburg-Vorpommern e.V. am Sonnabend in Schwerin. „Jeder von uns möchte darauf vertrauen, dass wir in der letzten Lebensphase mit unseren Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert werden. Ziel muss es sein, die Selbstbestimmung und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Deshalb unterstützen wir die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Gute Struktur der Hospiz- und Palliativversorgung im Land – stärkere Vernetzung nötig

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit elf SAPV-Teams (SAPV=spezialisierte ambulante Palliativversorgung), die sich aus Palliativmedizinern, Palliativ-Care-Pflegekräften, Hospiz-diensten, Seelsorgern und Sozialarbeitern zusammensetzen. So wird die allgemeine ambulante Palliativversorgung von Hausärzten oder niedergelassenen Fachärzten und Pflegediensten ergänzt. Speziell für Kinder ist das Team „Mike Möwenherz“ gegründet worden, das sich auf die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat und an der Universitätsmedizin Rostock angesiedelt ist. Für die stationäre Palliativversorgung stehen in 18 Krankenhäusern Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu kommen 22 ambulante Hospizdienste. Des Weiteren gibt es neun stationäre Hospize in Greifswald, Bergen/Rügen, RostockNeubrandenburgSchwerinNeustrelitzStralsundEggesin und Bernstorf. 88 niedergelassene Ärzte im Land haben die Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“. „Wir haben eine gute Struktur in der Hospiz- und Palliativversorgung im Land. Aber: die Angebote dürfen nicht isoliert von den Strukturen der Gesundheitsversorgung insgesamt betrachtet werden. Notwendig ist eine Vernetzung in die allgemeine ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung sowie in die pflegerischen Versorgungsleistungen. Nur eine kontinuierliche und ineinander greifende Betreuung kann bestmöglich zur Erleichterung der finalen Lebensphase beitragen“, sagte Glawe.

Handlungsempfehlungen aus erster Evaluation der Hospiz- und Palliativversorgung werden abgearbeitet

Um Handlungsfelder für einen weiteren Ausbau zu identifizieren, hat das Gesundheitsministerium im Juni den ersten Bericht „Die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ vorgelegt. Inhaltlich geht es dabei um die Bedarfsentwicklung in der ambulanten sowie stationären Palliativ- und Hospizversorgung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Versorgung. Das Gesundheitsministerium beauftragte das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald, diesen Bericht zu erstellen. In den „Standards und Richtlinien für Hospiz- und Palliativversorgung in Europa: Teil 2“ wird der Bedarf für eine spezialisierte stationäre Versorgung auf acht bis zehn Betten pro 100.000 Einwohner geschätzt. Mecklenburg-Vorpommern erfüllt diesen Bedarf mit insgesamt 9,74 spezialisierten Betten pro 100.000 Einwohnern. Als Handlungsempfehlungen definiert der Bericht unter anderem einige strukturelle Lücken insbesondere in den ländlichen Regionen, die durch eHealth und telemedizinische Funktionalitäten abgedeckt werden können. Zur Verbesserung der Kooperation zwischen den Leistungserbringern können insbesondere entsprechend qualifizierte Mitarbeiter im ambulanten Bereich eine Standardisierung des Entlassmanagements für Palliativpatienten sowie die Einrichtung von Palliativkonsildiensten auf Ebene der Landkreise beitragen. „Mit dem Bericht haben wir wertvolle Hinweise erhalten, wie wir besser werden können. Gemeinsam mit den engagierten Akteuren und in den Sitzungen des Runden Tisches Hospiz- und Palliativversorgung gehen wir die Handlungsfelder an“, sagte Glawe.

Dank an Mediziner, Pflegekräfte und Ehrenamtliche

Gesundheitsminister Glawe dankte abschließend den Organisatoren der Veranstaltung, der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin M-V (LAG). „Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zur letzten Stunde zu ermöglichen, ist ein wesentliches Element einer humanen Gesellschaft. Alle in diesem Umfeld Tätigen – Mediziner, Pflegekräfte und vor allem die Ehrenamtlichen – tragen wesentlich zu diesem wichtigen Teil Menschlichkeit bei. Ihnen gebührt hohe Anerkennung für ihre anspruchsvolle und wertvolle Arbeit“, so Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Die LAG ist ein Zusammenschluss der im Bereich Hospiz- und Palliativmedizin tätigen Dienste und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize, Träger von Hospizdiensten, Palliativstationen, SAPV-Teams, Einzelmitglieder und mehr. Sie wurde im November 2000 gegründet. Ziel der LAG ist die Förderung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und die Verknüpfung der einzelnen Dienste untereinander.

Erste Höhepunkte im Tourismusjahr 2019 in Mecklenburg-Vorpommern

Segel setzen, losradeln, zuhören: Der Veranstaltungskalender für das Jahr 2019 zeigt sich so vielfältig wie das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern selbst. Etablierte Klassiker wie die Hanse Sail in Rostock, die um weitere Erlebnismöglichkeiten verfeinert werden soll, oder die „Mecklenburger Seen Runde“, das Radretro-Event für Fahrradenthusiasten, locken tausende Besucher in den Nordosten. Ein Höhepunkt wird zweifelsohne das Internationale Bachfest sein, das vom 10. bis 19. März in Rostock veranstaltet wird. Im Folgenden finden unter anderem Kultur-, Natur- und Sportinteressierte eine Auswahl an Erlebbarem zwischen Ostseeküste und Seenplatte. Weitere sind unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

März: „Baltic Lights – Deutschlands nördlichstes Schlittenhunderennen“

Unter dem Titel „Baltic Lights“ werden vom 8. bis zum 10. März 2019 Schlittenhunderennen auf der Insel Usedom ausgetragen. Internationale Schlittenhundeführer – sogenannte Musher – treten dabei mit ihren Huskys gegeneinander an. Namensgebend für die Veranstaltung sind die zahlreichen Lagerfeuer, die die Strände der Kaiserbäder Ahlbeck und Heringsdorf am Samstagabend hell erleuchten. Ein Höhepunkt ist das Wohltätigkeitsrennen, bei dem sämtliche Erlöse der Organisation Welthungerhilfe gespendet werden. Zudem können sich Besucher im Musherdorf über nordische Hunderassen informieren, Trainingsläufe beobachten oder sich an Glühweinständen aufwärmen. Weitere Informationen: www.kaiserbaeder-auf-usedom.dewww.balticlights.de

März: Wismarer Heringstage

Vom Kutter in die Pfanne: Der „Hanseatische Köcheclub Wismarbucht“ veranstaltet vom 16. bis zum 31. März 2019 die Wismarer Heringstage. Bereits zum 17. Mal verwöhnen zahlreiche Restaurants der UNESCO-Welterbestadt Wismar und Umgebung Gäste mit Heringsvariationen, angefangen beim gebratenen Hering über Rollmops bis hin zu eingelegtem Matjes. Wenn der erste Kutter am Alten Hafen anlegt, Mitglieder des Köcheclubs das „Silber des Meeres“ auf hölzerne Karren laden und diese von Bläsern begleitet durch die historische Altstadt auf den Marktplatz fahren, gilt das Fest traditionell als eröffnet. Anschließend werden die Fische frisch zubereitet zur Verkostung angeboten – frischer geht´s nicht. Weitere Informationen: www.heringstage-wismar.dewww.wismar.de

März: Neubrandenburger Jazzfrühling

Vom 20. bis zum 24. März 2019 wird es laut in der Vier-Tore-Stadt: Dann verabschieden nationale und internationale Künstler die kalte Jahreszeit mit dem Neubrandenburger Jazzfrühling. Eröffnet wird das Festival mit der Komposition „The Big Wig“ von Andreas Schaerer in der Konzertkirche, begleitet von der Neubrandenburger Philharmonie sowie der schweizerischen Jazz-Formation „Hildegard lernt fliegen“. Weitere Spielorte sind unter anderem das Schauspielhaus Neubrandenburg, der Güterbahnhof und das Haus der Kultur und Bildung. Weitere Informationen: www.jazzfruehling-nb.de

April: Aktiv werden beim Wanderfrühling auf Rügen

Der Rügener Wanderfrühling vom 5. bis zum 14. April 2019 bietet Interessierten rund 60 Wander- und Aktivangebote – zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Mit im Programm sind fachkundige Führungen durch die Natur- und Kulturlandschaften der Ostseeinsel samt Hiddensee, Nordic-Walking-Touren, Ausflüge nach Jasmund und in die Granitz, Ortsrundgänge durch die Seebäder sowie Exkursionen zum Kap Arkona. Zahlreiche Veranstaltungen sind kostenlos. Weitere Informationen: www.ruegen.de

Ab April: Ansommern in der Mecklenburgischen Seenplatte

Angrillen, Anradeln, Anbaden: Unter dem Titel „Ansommern“ wird es vom Fleesensee bis hin zur Feldberger Seenlandschaft von April bis Juni 2019 zahlreiche Veranstaltungen vor dem offiziellen Sommerstart geben. Vom Bad im ruhigen Waldsee über eine entspannte Hausboot-Partie bis hin zu einer geführten Tour durch den Müritz-Nationalpark warten zahlreiche Entdeckungen auf Besucher. Mit dem 48-Stunden Ticket haben Gäste außerdem die Möglichkeit, rund 15 Orte mit einer Fahrkarte anzusteuern. Weitere Informationen: www.1000seen.de

Ab April: Märchenhafte Momente beim Kultur- und Gartensommer in Schwerin

Von April bis September 2019 lockt Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin mit feiner Kultur und fabelhafter Unterhaltung. Im Rahmen des Schweriner Kultur- und Gartensommers wird Besuchern ein abwechslungsreiches Programm – sowohl im Schlossgarten als auch in der Altstadt oder im Freilichtmuseum Mueß – geboten. Den Auftakt macht traditionell die Veranstaltung „FrühjahrsErwachen“ am 27. April. In den Sommermonaten wird es neben Konzerten auch Ausstellungen und kulinarische Veranstaltungen geben. Mit dem „Windros Festival“ vom 6. bis zum 8. September 2019 im Mueßer Freilichtmuseum endet die Kulturreihe. Weitere Informationen in Kürze: www.schwerin.com

Mai: Müritz Sail in Waren

Vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2019 wird die Müritz Sail im Warener Hafen in der Mecklenburgischen Seenplatte – dem größten zusammenhängenden Wassersportrevier Europas – veranstaltet. Jung und Alt können Segelwettkämpfe, Wasserskivorführungen, eine Flottenparade, ein Höhenfeuerwerk oder einen Festumzug bestaunen, auf der Bummel- und Erlebnismeile flanieren oder beim Tauziehen auf dem Wasser, dem so genannten Fischerstechen, selbst aktiv werden. Weitere Informationen: www.mueritzsail.net

Mai: 94. Internationales Bachfest: Mehr als 20.000 Besucher erwartet

Unter dem Titel „Kontrapunkte“ wird im Rahmen des Doppeljubiläums „800 Jahre Hansestadt Rostock 2018“ und „600 Jahre Universität Rostock 2019“ vom 10. bis 19. Mai 2019 das 94. Internationale Bachfest der Neuen Bachgesellschaft zu Ehren von Johann Sebastian Bach (1685-1750) in der Hansestadt veranstaltet. Rund 100 Veranstaltungen an mehr als 20 Orten mit Bach-Interpreten von Weltrang, darunter Konzerte mit der Sopranistin Dorothee Mields, den beiden Preisträgern der Bach-Medaille Reinhard Goebel und Peter Kooij, den Organisten Ton Koopman und Christoph Schoener, den aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker bestehenden Berliner Barock Solisten, der „lautten compagney BERLIN”, stehen auf dem Programm. Die künstlerische Leitung des Bachfestes übernimmt der Kantor der örtlichen St.-Johannis-Kirche, KMD Prof. Dr. h.c. Markus Johannes Langer. Ein breitgefächertes Rahmenprogramm bestehend aus Andachten, Abendliedersingen, Lesungen, Vorträgen sowie Familienangeboten machen das Fest zu einem der Höhepunkte 2019 für Musikliebhaber. Die Organisation des Bachfestes hat der Bachverein Rostock übernommen. Weitere Informationen: www.bachfest-rostock.de

MV WERFTEN Fertigmodule feiert Richtfest für neue Lagerhalle

Platz für über 300 Kreuzfahrtschiffskabinen – der Kabinenbauer für Mega-Kreuzfahrtschiffe, die MV WERFTEN Fertigmodule, feiert einen weiteren Meilenstein

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest, Hamburg

Seehafen Wismar und Wismarbucht, Foto Falcon Crest

Das Unternehmen setzte heute in einer Feierstunde und in Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, des Bürgermeisters der Hansestadt Wismar Thomas Beyer sowie Vertretern des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Wismar die Richtkrone auf die neue Lagerhalle. Auf der Grundfläche von 6.500 Quadratmetern finden dort zukünftig über 300 Fertigkabinen für Kreuzfahrtschiffe Platz. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe äußerte im Rahmen des Richtfestes: „Der Ausbau des Standortes ist ein weiterer Beitrag zur Stärkung der Schiffbauindustrie in Mecklenburg-Vorpommern. Die unternehmenseigene Kabinenfertigung festigt die Unternehmensposition im international hart umkämpften Wettbewerb als hochmodernen und leistungsfähigen Schiffbauer von Kreuzfahrtschiffen. Gleichzeitig werden Industriearbeitsplätze im Land gesichert und neue Jobs geschaffen.“ Für insgesamt vier Millionen Euro baut das Unternehmen die neue Lagerhalle. Sie ist rund 83 Meter lang, 76 Meter breit. Die Schiffskabinen werden darin in drei Ebenen in speziell dafür angefertigten Regalen gelagert. Eine der technischen Innovationen des Lagers sind die Induktionsschleifen, die die Kabinenstapler automatisch leiten. Der Kauf des Grundstücks war im März und der Baustart im Juni dieses Jahres. Der Baufortschritt liegt im Zeitplan, die Inbetriebnahme ist, nach erfolgreicher Abnahme, für Januar 2019 geplant. „Das Richtfest zum Kabinenlager markiert einen weiteren Schritt in die Zukunft des Werftstandortes Wismar. Ich freue mich sehr, dass hier am Standort investiert wird und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit kontinuierlich verbessert werden“, so der Bürgermeister der Hansestadt Wismar Thomas Beyer.

Mit dem neuen Kabinenlager wird die bestehende Logistikfläche von MV WERFTEN Fertigmodule um 6.500 Quadratmeter auf insgesamt 10.000 Quadratmeter mehr als verdoppelt. „Mit der neuen Halle können wir effizient und seriell fertigen, die Kabinen zwischenlagern und bei Bedarf flexibel ausliefern“, erklärt Johannes Gößler, Geschäftsführer von MV WERFTEN Fertigmodule. Die ersten komplett vorausgerüsteten Schiffskabinen, Crewkabinen für die Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ und die Passagier- und Crewkabinen für die Kreuzfahrtschiffe der Global Class entstehen bei MV WERFTEN Fertigmodule. Wohnmodule für die MV WERFTEN Beherbergungsstätte am Alten Holzhafen in Wismar sind bereits im Hotelneubau eingebracht. MV WERFTEN Fertigmodule beschäftigt gegenwärtig rund 92 Mitarbeiter, weitere 60 Mitarbeiter werden in den nächsten sieben Monaten in den Bereichen Produktion, also Tischler, Schlosser, Elektriker, Folierer, und Logistik eingestellt. Interessierte können sich unter www.mv-werften-fertigmodule.com/de/stellenangebote/ informieren und bewerben.