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Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich hervorragend

Mecklenburg-Vorpommern ist deutschlandweiter Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Bruttowertschöpfung an der Gesamtwirtschaft – Branche ist Wachstums- und Arbeitsmarktmotor – Internationalisierung der Branche ausbauen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

In Berlin ist am Mittwoch die gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) vorgestellt worden. Darin erfasst das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) jährlich alle Güter und Leistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden. Die diesjährige Ausgabe stellt auf Basis des Jahres 2016 Vergleiche zwischen den Bundesländern her. „Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich hervorragend. Mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Wertschöpfung sind wesentliche Ergebnisse für unser Land“, sagt der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Branche mit enorm hoher Dynamik – Wachstums- und Arbeitsmarktmotor

Mittlerweile sind 154.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. „Unser Bundesland ist deutschlandweiter Spitzenreiter bei Beschäftigung und Bruttowertschöpfung. Das sind rund 7.000 Arbeitsplätze mehr. In keinem anderen Bundesland gibt es eine derart hohe Beschäftigtenquote“ so Glawe weiter. Das bedeutet, dass jeder fünfte Erwerbstätige (20,6 Prozent) in dieser Branche arbeitet. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von rund 15 Prozent (= 5,8 Milliarden Euro) leistet die Branche zudem einen immensen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung. „Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht hier“, sagte der Minister. „Die Gesundheitswirtschaft erweist sich als verlässliche Größe der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie ist im bundesweiten Vergleich aufgrund ihrer Innovationskraft und Beschäftigungsintensität ein Wachstums- und Arbeitsmarktmotor.“

Internationalisierung der Branche ausbauen

Trotz der positiven Entwicklung der Branche gibt es noch weitere Herausforderungen. „Ziel muss es sein, dass wir uns noch stärker international ausrichten. Wir müssen mit unseren heimischen Produkten weiter international werben. Wer als Unternehmen exportiert, sichert und schafft auch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im eigenen Land. Entscheidend ist, dass die neuen Märkte auch zielgerichtet erschlossen werden. Gerade im Auslandsgeschäft braucht es einen langen Atem. Viele kleine Schritte führen zum Erfolg. Dazu gehört es, die Werbetrommel ordentlich zu rühren“, machte Glawe deutlich. Der Besuch von Messen, Investorentreffen vor Ort sowie das Durchführen von Konferenzen wie beispielsweise auch die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft sind hierbei wichtige Bausteine, um über die Landesgrenzen hinaus bekannter zu werden.

Strukturierte und zielorientierte Entwicklung des Wirtschaftssektors

Schon früh hat Mecklenburg-Vorpommern die Gesundheitswirtschaft zu einem Schwerpunkt der Landesentwicklungspolitik gemacht. So existiert mit dem Kuratorium Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seinen fünf Strategiegruppen ein bundesweit einmaliges Gremium. „Mit ihm hat die Landesregierung eine sektoren- und branchenübergreifende Kommunikationsplattform zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung etabliert, die bundesweit und international ihresgleichen sucht. Dies ist ein Beleg dafür, dass die vielfältigen Maßnahmen der Landesregierung greifen“, so Glawe. Das 70-köpfige „Gesundheitswirtschaftsparlament“ berät und begleitet die Landesregierung bei der Umsetzung des „Masterplanes Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2020“. Dieser stellt eine umfassende Innovationsagenda des Landes dar und ist die Basis für die Zielsetzung, Mecklenburg-Vorpommern bundesweit zu einem führenden Gesundheitsland auszubauen. Koordiniert werden alle Aktivitäten durch das Landesnetzwerk für Gesundheitswirtschaft, der BioCon Valley® GmbH. Als zentraler Ansprechpartner und Dienstleister unterstützt das Unternehmen die Akteure in der Branche und leistet einen Beitrag zur wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Profilierung des Standortes. Die aktuelle Ausgabe der GGR finden Sie auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Branchenfokus/Wirtschaft/branchenfokus-gesundheitswirtschaft.html

Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR)

Diese gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) erfasst alle Waren und Dienstleistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden – angefangen von Kliniken und Pharma über Medizintechnik und Biotechnologie bis hin zu Gesundheitstourismus und Fitness-Apps. Ermittelt werden jährlich die drei wesentlichen Kennziffern der Branche: Bruttowertschöpfung und ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft, Zahl der Erwerbstätigen und ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft sowie die Exporte und ihr Anteil am deutschen Gesamtexport.

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Kiellegung für erste Marine Korvette bei Peene-Werft

Industrielles Herz in Wolgast schlägt wieder kräftiger

Marine bei der Ausfahrt in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

Marine in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

In Wolgast ist auf der Peene-Werft die erste Korvette der Boote 6-10 für die deutsche Marine feierlich auf Kiel gelegt worden. „Der heutige Fertigungsstart der Hinterschiffe hier am Standort Wolgast leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesamtauslastung der Werft und wird damit das durch den Exportstopp erfolgte Auslastungstief etwas abfedern. Damit schlägt das industrielle Herz in Wolgast wieder kräftiger“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Wolgast. Die Kiellegung erfolgte gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Neben Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe waren Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Ort.

Wichtiger Arbeitgeber in der Region

Die Peene-Werft ist Teil der Lürssen Schiffbaugruppe. Das Kerngeschäft liegt im Neubau, Umbau und der Reparatur von Marine- und Behördenschiffen. Die Lürssen Gruppe baut für die Marine fünf Korvetten. Umgesetzt wird das Vorhaben durch die Arbeitsgemeinschaft K130 (ARGE K130). Hierzu gehört federführend die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG sowie die thyssenkrupp Marine Systems GmbH und German Naval Yards Kiel GmbH. Auf der Peene-Werft sind rund 300 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt. „Die Peene-Werft zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Wir stehen dem Unternehmen unterstützend zur Seite ebenso wie bei der Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Beschäftigung der Mitarbeiter auf der Werft im Fokus

Die Bundesregierung hat einen Rüstungsgüterexportstopp nach Saudi-Arabien verhängt. Infolgedessen konnten Patrouillenboote, die auf der Peene-Werft hergestellt werden, nicht ausgeliefert werden. Das Ausfuhrmoratorium wurde durch den Bundessicherheitsrat am 31. März 2019 verlängert. „Inwiefern der Rüstungsgüterexportstopp ab Ende September 2019 wieder aufgehoben und die Produktion danach fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Wir haben die Beschäftigung der Mitarbeiter der Werft im Fokus. Entscheidend ist zu wissen, wohin die Reise künftig genau hingehen wird. Hier ist zunächst der Bund gefordert. Wir stehen weiter für Gespräche bereit, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Christian Pegel besucht die Messe „TransRussia“ in Moskau

Seehafen, Foto: Joachim Kloock

Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Am Dienstag, 16. April 2019, startet Infrastrukturminister Christian Pegel mit einer Delegation aus Vertretern der Hafenwirtschaft zu einer zweitägigen Reise nach Moskau. Anlass ist die TransRussia, die größte internationale Transport- und Logistikmesse im russischsprachigen Raum. Im Fokus der Reise stehen aktuelle Logistik- und Energiefragen sowie Fragen der Zusammenarbeit. Der Infrastrukturminister und Vertreter der Häfen StralsundSassnitz und Rostock sprechen über den Aufbau neuer Logistikpartnerschaften. Neben dem Besuch der TransRussia wirbt Christian Pegel beim stellvertretenden Transportminister Russlands Jurij Alexandrowitsch Zwetkow sowie beim Vize-Energieminister Anatolij Borisovich Yanowskij für Mecklenburg-Vorpommern als Logistikstandort und Land mit Know-How im Bereich der erneuerbaren Energien.

„Der traditionelle Besuch der Leitmesse TransRussia ist eine gute Chance, Neues auszuloten und Kooperationen zu stärken“, sagte Minister Christian Pegel und fügt hinzu: „Gerade in politisch angespannten Zeiten müssen langjährige Partnerschaften gepflegt und gestärkt werden. An dieser Stelle setzen wir mit unserer regelmäßigen Präsenz vor Ort an.“ Bei einem Abendempfang des Fördervereins Logistic Alliance Germany (LAG) und der Freien Hansestadt Hamburg mit Vertretern der deutschen und russischen Seite werden die Perspektiven der Deutsch-Russischen Kooperation in den Bereichen Verkehr und Logistik erörtert.

Termine der Delegationsreise TransRussia vom 16. bis 17. April

  1. April
  • Gemeinsamer Abendempfang mit Vertretern der Logistics Alliance Germany (LAG) und der Freien Hansestadt Hamburg
  1. April
  • Gespräch mit der DB Cargo, Rostock Port und dem Vorsitzenden von Kaliningrad Railways und Eurasian Rail Alliances
  • Gespräch im Transportministerium mit Vizeminister Jurij Alexandrowitsch Zwetkow
  • Gespräch im Energiewirtschaftsministerium mit Vizeminister Anatolij Borisovich Yanowskij
  • Rundgang auf der TransRussia
  • Gespräch mit Vertretern des Hafens Primorsk

Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie hier: www.transrussia.ru/en-GB

Neue Bäderverkaufs-Verordnung tritt in Kraft

Land braucht rechtskonforme Bäderregelung – Warenkorb bleibt unangetastet – Flächenbegrenzung aufgehoben – Mecklenburg-Vorpommern ist „beklagtes Land

Warnemünder Stromerwachen 2015, Foto: Joachim Kloock

Am Strom in Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Bäderregelung. Die Bäderregelung wird am Freitag, den 12. April, im Amtsblatt veröffentlicht und tritt am Montag, den 15. April, in Kraft. „Wir haben einen Kompromiss erzielen können. Mit der Regelung kommen wir den Empfehlungen des Gerichts nach, dem verfassungsrechtlich gebotenen Sonntagsschutz stärker Rechnung zu tragen. In einigen Punkten konnten wir in Verhandlungen mit ver.di Nachbesserungen erreichen. Wir haben nun Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Die Alternative wäre, keine Regelung zu haben – und das kann keiner am Ende wirklich wollen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Warenkorb bleibt unangetastet – Flächenbegrenzung aufgehoben

Insgesamt 76 Orte und Ortsteile sind in der neuen Bäderverkaufsverordnung enthalten. In den vergangenen Wochen hat es eine umfassende Verbandsanhörung gegeben. Im Vergleich zur Vorstellung des Entwurfes der Regelung im Januar sind im Ergebnis Bad Doberan (mit Heiligendamm), Klütz (und Ortsteil Wohlenberg) sowie Rambin (Freizeiteinrichtung) in die Bäderregelung aufgenommen worden. Die örtliche Eingrenzung auf bestimmte Straßenzüge entfällt in den Städten Waren (Müritz) und Röbel/Müritz. „Wir haben die eingegangenen Vorschläge sorgfältig geprüft und das Umsetzbare ausgelotet. Der Warenkorb bleibt unangetastet. Darüber hinaus entfällt eine Verkaufsflächenbegrenzung. Das ist gerade für den Handel von immenser Bedeutung. Ebenso beibehalten werden die Regelungen in den Weltkulturerbestädten Wismar und Stralsund“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Mecklenburg-Vorpommern ist „beklagtes Land“

Glawe machte deutlich, dass jeder Verhandlungspartner sich am Ende je nach Standpunkt in Teilen auch mehr versprochen hätte. „Die Bedenken und möglicherweise auch die Enttäuschung sind verständlich und nachvollziehbar. Mecklenburg-Vorpommern hat im Vergleich zu anderen Ländern jedoch den Nachteil, dass wir das ´beklagte Land´ sind. Das macht es für uns so schwierig. Die Bäderregelung ist seit Jahren in den unterschiedlichen Fassungen ein Streitfall vor Gericht gewesen. Im Ergebnis ist jede Bäderregelung nach einem Gerichtsurteil noch schlanker geworden. Wir setzen darauf, dass die neue Regelung streitfrei bleibt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Ver.di plant die noch laufende Klage zurückzunehmen. 

Land braucht Bäderregelung – Tourismus

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen. „Wir sind ein gefragtes Bundesland. Die Bäderverkaufs-Verordnung M-V ist dabei ein wichtiger Aspekt für den Tourismus und für den Handel, um die Attraktivität als Urlaubsland beizubehalten. Ohne die Regelung könnten die Ansprüche der Touristen an eine bedeutende Urlaubsregion nicht erfüllt werden. Dafür erwartet der Tourist ein entsprechendes Angebot vor Ort. Der Sonntagseinkauf wird von unseren Gästen geschätzt und auch erwartet. Für die touristische Entwicklung unserer Wirtschaft ist er unverzichtbar“, so Glawe weiter. 

Eckpunkte der neuen Bäderverkaufs-Verordnung im Überblick

Die Bäderregelung tritt am 15. April 2019 in Kraft und am 14. April 2024 außer Kraft. Zudem gibt es eine Option zur Verlängerung um weitere fünf Jahre. Die Bäderverkaufs-Verordnung vom 11. Dezember 2015 tritt somit außer Kraft.

Saisonale Dauer

Die Regelung beginnt am 15. April, sofern Ostern in den Monat März fällt, greift sie bereits am 15. März. Unabhängig davon können die in § 3 Abs. 2 der Verordnung genannten Orte und Ortsteile Ostersonntag und Pfingstsonntag öffnen. Der Verkauf ist an den Sonntagen in der Zeit von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr zulässig. Kernpunkt des Kompromisses ist es, das „Regel-Ausnahme-Verhältnis“ stärker zu berücksichtigen.

Warenkorb

Zulässig ist der gewerbliche Verkauf eines typischen touristischen Angebotes, das für diese Orte kennzeichnend ist. Dazu zählt in der Regelder Einzelhandel mit Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs verschiedener Art, Hauptrichtung Nahrungs- und Genussmittel, Verlagsprodukte, Sportausrüstung und Spielwaren, Bekleidung und Lederwaren, Kleingeräte zur mobilen Kommunikation, kosmetische Erzeugnisse und Körperpflegemittel, Schmuck, Bilder, kunstgewerbliche Erzeugnisse, Briefmarken, Geschenkartikel und der Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten. Das Warensortiment wird somit weiter beibehalten. Ausgeschlossen von dem gewerblichen Verkauf ist beispielsweise der Verkauf in Baumärkten, Möbelhäusern und Autohäusern, der Verkauf von Haushaltsgeräten wie Kühlschränke, Gefrierschränke, Herde, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen und Wäschetrockner sowie Lampen und Staubsauger, der Verkauf von Informationstechnik-, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronikgeräten wie Hifi-Anlagen, Fernseher, Video/DVD-Anlagen, Computer, Laptops, Beamer, Drucker sowie der Verkauf von Autoersatzteilen, Baumaschinen, Reisen, lebenden Tieren, Münzen, Booten, pyrotechnischen Gegenständen, Lotterielosen, Fluggeräten, Antiquitäten sowie der Verkauf von Pelzwaren und Uhren, sofern diese in der Verkaufsstelle das Hauptsortiment darstellen.

Verkaufsflächenbegrenzung

Eine Begrenzung der Verkaufsfläche entfällt zukünftig.

Weltkulturerbestädte

Die Regelung in § 4 der Bäderverkaufs-Verordnung zum gewerblichen Verkauf in den Weltkulturerbestädten Wismar und Stralsund wird beibehalten. In den festgelegten Gebieten der Weltkulturerbestädte Wismar und Stralsund soll der Verkauf an 12 Sonntagen (+ vier Sonntage im Rahmen des Ladenöffnungsgesetzes) weiter erhalten bleiben.

Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz

Die Rechte zum Arbeitnehmerschutz bleiben so wie in der bisherigen Verordnung beibehalten.

Alle Informationen zum Download

Die Bäderregelung mit einer Übersicht über den Geltungsbereich der Orte und Ortsteile ist im Internet auf der Startseite des Wirtschaftsministeriums (www.wm.mv-regierung.de) zum Download verfügbar.

Bundestag macht Weg frei für Offshore-Testfeld in der Ostsee

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

4.4.2019 – Heute hat der Bundestag im Rahmen seines Beschlusses zur Novellierung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz (NABEG) wichtigen Änderungen zur Netzanbindung für Offshore-Testflächen zugestimmt. Das bedeutet, dass vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, das zuvor mit einem Antrag im Bundesrat den Prozess angestoßen hatte, ein Offshore-Testfeld entstehen kann. „Die langjährigen Anstrengungen, die wir gemeinsam mit den Industrieverbänden und dem Netzbetreiber 50 Hertz unternommen haben, haben sich gelohnt. Für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern ist es ebenso wie für den Industriestandort Deutschland entscheidend, dass es nun seit Jahren erstmals wieder reale Testmöglichkeiten für Offshore-Komponenten geben wird“, sagt Christian Pegel. Besonders hebt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister hervor: „Aufgrund seiner Nähe zur Küste und zu Rostock, der größten Stadt unseres Landes mit Hochschulen und verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, dürfte dieses Testfeld weltweit nahezu einmalig sein. Es ist d i e Chance, den Technologievorsprung, den sich deutsche Industrie- und Anlagenbauer mit einigen wenigen europäischen Konkurrenten erarbeitet haben, zu sichern.“ Pegel betont auch: „Es ist höchste Zeit, nach den ersten Offshore-Windparks, die seit nunmehr fast zehn Jahren infolge der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes entstanden sind, eine neue Generation leistungsstärkerer Anlagen zu entwickeln. Dafür sind Tests unter realen Bedingungen unabdingbar. Modernere Anlagen werden auch dazu beitragen, Offshore-Windstrom noch konkurrenzfähiger zu machen.“ Zudem sei es wichtig, dessen Anteil an den erneuerbaren Energien zu erhöhen, wenn das Klimaschutzziel 2030 der Bundesregierung erreicht werden soll: 65 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms sollen bis dahin aus erneuerbaren Quellen stammen. Mit dem Beschluss der NABEG-Novelle heute wird auch das Windenergie-auf-See-Gesetz geändert: Es wird eine Definition für Offshore-Testflächen eingefügt und zudem das für die Offshore-Flächenplanung zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ermächtigt, noch innerhalb der Aufstellung des ersten Flächenentwicklungsplans bis 30. Juni 2019 – in Abstimmung mit dem jeweiligen Küstenbundesland – Testflächen im Küstenmeer festzulegen.

Bislang ist Mecklenburg-Vorpommern das einzige Bundesland, das ein solches Testfeld in seinem Landesraumentwicklungsprogramm (LEP) festgeschrieben hat. Außerdem wurde eine Änderung im Energiewirtschaftsgesetz mit beschlossen, die dazu dient, dass die Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer laufenden Netzentwicklungsplanung die Netzanbindung solcher Offshore-Testflächen berücksichtigen muss. „Bis zur Inbetriebnahme des Testfelds vor unserer Küste, die wir für 2023 geplant haben, ist es dennoch ein weiter Weg“, sagt Christian Pegel und erläutert, wie es weitergeht: Mit dem Schaffen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Netzanbindung des Testfelds kann nun begonnen werden, ein Konzept für dessen Nutzung und die Auswahl der zu testenden technologischen Innovationen zu erstellen. Ferner ist zu klären, wer das Testfeld betreiben wird. Außerdem soll – ähnlich wie beim ersten deutschen Testfeld Alpha Ventus – die gemeinsame Forschung von Wissenschaft und Industrie ermöglicht werden. Und schließlich soll unter Einbeziehung der Akteure vor Ort ein Konzept erstellt werden, um eine möglichst breite Akzeptanz des Testfelds zu gewährleisten. All‘ dies wird in enger Kooperation zwischen Bund, Land und der Offshore-Stiftung erfolgen, die dafür vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. „Ich werde mich im Rahmen der weiteren Gespräche dafür stark machen, dass – soweit es rechtlich möglich ist – auf die Einbindung lokaler Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein besonderer Fokus gelegt wird“, kündigt der Minister an und begründet: „Nur bei entsprechender Vor-Ort-Beteiligung kann ein Großprojekt wie ein nationales Offshore-Testfeld zu einem Zukunftsprojekt werden, das die Akzeptanz der ganzen Region genießt.“

Hintergrund

Das im LEP 2016 festgelegte Testfeld etwa zwölf Kilometer vor Rostock-Warnemünde soll Platz für zehn bis zwölf Offshore-Windenergieanlagen der 13- bis 15-Megawatt-Klasse bieten. Die Nähe zu Küste, Hafen und den Einrichtungen von Mecklenburg-Vorpommerns größter Stadt sowie die Wassertiefe von nur 20 Metern stellen einen enormen Kosten- und Standortvorteil dar.

Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt MV WERFTEN bei Bauzeitfinanzierung

Gute Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien – verantwortungsvolle Entscheidung der befassten Gremien – Konjunkturprogramm für die maritime Industrie wird fortgesetzt

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die MV WERFTEN durch Bürgschaften bei der Bauzeitfinanzierung von zwei Kreuzfahrtschiffen der Global Class. Hierfür hat der Finanzausschuss des Landtages am Donnerstag einstimmig grünes Licht gegeben. Das Bürgschaftsvolumen des Landes beträgt 375 Millionen Euro für den Bau der beiden Kreuzfahrtschiffe. Der Bund wird den Bau voraussichtlich in gleicher Höhe absichern. „Ich begrüße und freue mich über die verantwortungsvolle Entscheidung der befassten Gremien. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien. Mit den beiden Global-Schiffen und weiteren Schiffsneubauprojekten der Genting-Gruppe wird die Arbeit auf den MV WERFTEN weit in das nächste Jahrzehnt abgesichert. Neue Arbeitsplätze können entstehen und bestehende Jobs vor Ort gesichert werden. Die Wertschöpfung an den Standorten wird weiter erhöht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe nach dem Finanzausschuss.

Unterstützung auch durch den Bund

Eine Entscheidung haben – gemäß dem Gesetz zur Förderung der Finanzierung der Werften in Mecklenburg-Vorpommern (Werftenförderungsgesetz – WFG M-V) – der Bürgschaftsausschuss, die Lenkungsgruppe „Großbürgschaften und -kredite für die maritime Wirtschaft“ und der Finanzausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Bei der Bundesregierung hat ein interministerieller Ausschuss, bestehend aus Vertretern des Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministeriums, ein positives Votum für die Übernahme von Hermes-Garantien für den Bau und die Endfinanzierung der Global-Kreuzfahrtschiffe gegeben. Über diese Entscheidung muss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 10. April informiert werden. „Ich setze auf die Unterstützung des Bundes und danke für das Engagement“, so Glawe weiter.

Konjunkturprogramm für die maritime Industrie wird fortgesetzt

„Mit der Übernahme der Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund durch Genting Hong Kong Limited und deren Entwicklung zu Spezialwerften für den Kreuzfahrtschiffbau hat sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes eine völlig neue Perspektive eröffnet. Diese Chancen sollten wir weiter nutzen. Der Personalbestand ist auf fast 3.000 Mitarbeiter angewachsen. Die MV WERFTEN setzen durch die Abarbeitung ihrer Aufträge auch ein Konjunkturprogramm für maritime Industrie in unserem Land aktiv um“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Ende 2018 waren auf den MV WERFTEN über 2.500 Mitarbeiter sowie 249 Auszubildende und Dualstudenten beschäftigt. Seit der Übernahme der Werftstandorte durch die MV WERFTEN im Jahr 2016 wurden unter anderem der Bau und die Ablieferung von vier exklusiven Flusskreuzfahrtschiffen realisiert, das erste Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der Endeavor Class und das erste Global Class-Kreuzfahrtschiff auf Kiel gelegt. Darüber hinaus erfolgte der Start der Kabinenproduktion der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH, die Errichtung einer neuen Schiffbauhalle sowie die Inbetriebnahme der neuen innovativen Laser-Hybrid-Paneellinie.

Millionster Einsatz der ADAC Luftrettung bundesweit – Wirtschaftsminister Glawe dankt Neustrelitzer Crew

Luftrettung ist wichtige Unterstützung für bodengebundenen Rettungsdienst – Dank für Einsatzbereitschaft und Engagement

ADAC Luftrettung GruppenbildDie gemeinnützige ADAC Luftrettung hat bundesweit seit 1970 den millionsten Einsatz geflogen. Am Freitag dankte Wirtschaftsminister Glawe in Schwerin der Crew des Rettungshubschraubers „Christoph 48“ der Station Neustrelitz stellvertretend für alle Stationen der ADAC Luftrettung. „Die Besatzung aus Neustrelitz steht heute stellvertretend für Tausende andere, die jeden Tag im Einsatz sind. Am Standort Neustrelitz beispielsweise an 365 Tagen im Jahr von früh morgens bis zum Sonnenuntergang. Gerade in einer ländlich geprägten Region wie Mecklenburg-Vorpommern ist die Luftrettung als Unterstützung des bodengebundenen Rettungsdienstes ein wichtiger Baustein“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

1.223 Hubschrauber-Einsätze aus Neustrelitz im vergangenen Jahr

In Neustrelitz befindet sich eines der deutschlandweit 35 Luftrettungszentren. Dieses wird gemeinsam vom ADAC mit Unterstützung des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. betrieben. Alarmiert wird der Hubschrauber über die integrierte Leitstelle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Luftrettungszentrum Neustrelitz ist „Christoph 48“ stationiert – ein Hubschrauber, der in Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Brandenburg zur Notfallrettung eingesetzt wird. Die Notärzte werden nach Angaben des DRK-Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. durch das DRK Krankenhaus Neustrelitz gestellt. Die Rettungsassistenten und Notfallsanitäter, die durch die DRK Rettungswachen in Neustrelitz gestellt werden, haben neben der ständigen qualifizierten Ausbildung für den Einsatz beim DRK Rettungsdienst zusätzlich einen speziellen Lehrgang zum Einsatz in der Hubschrauber-Rettungs-Crew absolviert. Die Crew aus Neustrelitzflog im vergangenen Jahr nach Angaben des ADAC 1.223 Einsätze. „Hinter jedem Einsatz steht ein Mensch, der dringend Hilfe benötigt. Die Rettung aus der Luft kann oftmals einen entscheidenden Zeitvorteil bringen. Der Notarzt ist schnell vor Ort und so werden die Patienten zügig in ein geeignetes Krankenhaus transportiert“, sagte Glawe und dankte abschließend allen Rettungskräften im Land für ihr Engagement: „Mit großer Fachkompetenz, unermüdlicher Einsatzbereitschaft und persönlichem Engagement setzen sich die Crews, das Rettungsdienstpersonal und Klinikmitarbeiter jeden Tag dafür ein, Erkrankten schnellstmöglich zu helfen.“„So eine hohe Zahl an Rettungseinsätzen aus der Luft für Menschen in gesundheitlicher Not ist einmalig und wird für lange Zeit unerreicht bleiben“, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung. Bruder lobte die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich jeden Tag aufs Neue in einem hochkomplexen und risikobehafteten Arbeitsumfeld (für Menschen in medizinischen Notfallsituationen) beweisen müssen. „Luftrettung ist Teamarbeit“, ergänzte er und bedankte sich für 1.000.000 Mal partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, Kliniken, Leitstellen, den Aufgabenträgern im Land sowie der Polizei und Feuerwehr. An Harry Glawe übergab Frédéric Bruder symbolisch den 1.000.000. Einsatzhelm der ADAC Luftrettung.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung nach eigenen Angaben eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Bildunterschrift: Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.l.) nahm symbolisch von Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung (1.v.l.), und der Piloten-Crew einen Pilotenhelm für die 1.000.000ste ADAC Luftrettung entgegen.