Archiv für das Schlagwort ‘Mecklenburg-Vorpommern

Deutscher Tourismuspreis 2017 geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Dock Inn Hostel in Warnemünde erhält Auszeichnung für innovatives Gesamtkonzept

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Dock Inn Hostel Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

24.11.2017 – Innovativ und erfolgreich: Die Dock Inn GmbH ist mit dem im April 2017 eröffneten Dock Inn Hostel im Seebad Warnemünde mit dem Deutschen Tourismuspreis 2017 ausgezeichnet worden. Das verkündete der Deutsche Tourismusverband, der die Auszeichnung für kreative Produkte und Projekte im Deutschlandtourismus am Abend des 23. November im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Mannheim zum 13. Mal verlieh. Dabei setzte sich das Dock Inn gegen insgesamt 62 Bewerber durch. Die Jury aus 19 Tourismusexperten und Medienvertretern überzeugte das Gesamtkonzept der ungewöhnlichen Unterkunft, bestehend aus lässigem Design, abwechslungsreichem Unterhaltungsangebot, professioneller Vermarktung und einer zum Standort passenden Architektur. Dazu Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Mit der Auszeichnung setzt Mecklenburg-Vorpommern zum wiederholten Mal ein Zeichen seiner innovativen Leistungsfähigkeit. Das Konzept, das neue Zielgruppen anspricht, geht auf und trifft genau den Geschmack der Gäste. Das Dock Inn ist damit ein Vorreiter für den Wandel in der dynamischen Tourismusbranche.“ Das Dock Inn ist das erste Hostel in Deutschland, das aus Überseecontainern gebaut wurde und bietet Gästen damit einen Schlafplatz der besonderen Art. 42 Doppelzimmer, zwei Suiten sowie 20 Vier- beziehungsweise Achtbettzimmer – alle mit Hafenblick – gehören neben einem Kino, einer Sauna, einer Boulderhalle, einer Kombüse oder einem Zocker-Raum zur Ausstattung. Bereits in den vergangenen Jahren gehörten Projekte des Landestourismusverbandes sowie touristische Aktivitäten aus Mecklenburg-Vorpommern, wie das vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Verein Landurlaub umgesetzte Projekt Landart sowie das Projekt „Seetel sucht Deutschlands Super-Azubis“ der Seetel-Hotelgruppe auf Usedom, die „Waldaktie“, „Einsatzort Wanderweg – mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers durch MV“ oder die Gute-Nacht-Geschichten für Kinder, zu den Nominierten beziehungsweise Platzierten bei der Tourismusauszeichnung. Im Jahr 2011 gewann das vom TMV und der TV-MV GmbH & Co. KG umgesetzte Bewegtbild-Projekt „mv-tourist.tv“ den Deutschen Tourismuspreis. Weitere Informationen: www.deutschertourismuspreis.de

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„Kreatop!a“ – Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rostock

Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Holzkunst "Uhu", Foto: Martina Wichor

Holzkunst „Uhu“, Foto: Martina Wichor

23.11.2017 – „Kreatop!a – Hoch hinaus und tief verwurzelt“ – unter diesem Motto stand am Donnerstag die Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein impulsgebender Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Die Branche schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Mir ist es wichtig, dass dieser Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern noch besser bekannt wird und seine Potentiale stärker erschlossen werden. Die Branchenkonferenz ist dabei ein wichtiges Element“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mehr Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft mit weiteren Wirtschaftsbranchen nötig

Auf Einladung des Landesnetzwerkes „Kreative MV“, des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammer zu Rostock tagten in Rostock rund 90 Vertreter der Kreativwirtschaft, weiterer Branchen, Politik und Verwaltung. Kreativschaffende stellten aktuelle Projekte vor, in Workshops wurden zu interaktivem und branchenübergreifenden Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. „Entscheidend für die Branche ist, Ideen zu marktfähigen Produkten zu entwickeln, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Dafür ist ein enges Zusammenarbeiten mit anderen Wirtschaftsbranchen nötig. Beide Seiten können davon profitieren – Unternehmen erhalten einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte, Geschäftsmodelle sowie Strategien und die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung und Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem durch Instrumente der Wirtschaftsförderung, beispielsweise das Mentoring-Programm, Gründerstipendien, die Unterstützung von Beratungsleistungen sowie Technologieförderung und Investitionsförderung. Darüber hinaus hatte das Wirtschaftsministerium einen „Ideenwettbewerb für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ ausgeschrieben. Gesucht wurden zukunftsweisende Projektideen. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollen Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft erschlossen, vermarktet und weiter entwickelt werden. Im Fokus stehen vor allem branchenübergreifende Konzepte, um die wirtschaftlichen Marktchancen von Unternehmen zu stärken. Die Branchenkonferenz ist vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 12.500 Euro aus Landesmitteln unterstützt worden. „Die Instrumente der Wirtschaftsförderung stehen allen Unternehmen offen. Diese Leistungen können und sollten auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden“, sagte Glawe.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG: In|du|strie Gemeinsam. Zukunft. Leben.

Startschuss in MV für die nachhaltige Stärkung der Industrie

Seehafen, Foto: Joachim Kloock

Seehafen, Foto: Joachim Kloock

Mit dem Industrie-Kongress am 22. November 2017 geben die IHKs NeubrandenburgRostock und Schweringemeinsam mit der Vereinigung der Unternehmensverbände den Startschuss für die nachhaltige Stärkung der Industrie. „Wir brauchen ein längst überfälliges Signal, um Industrieunternehmen am Standort Mecklenburg-Vorpommern Perspektiven zu geben“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der federführenden IHK zu Schwerin für das Sachgebiet Industrie. Die Voraussetzungen von MV als Industriestandort, auch über die Region hinaus wahrgenommen zu werden, sind im europaweiten Vergleich ideal. MV hat herausragende Standortvorteile und ist dank seiner geografischen Lage und der Küste ein prädestinierter Industriestandort. „Das Potential der Industriebranche, die Qualität der Produkte, das Know-how der heimischen Arbeitnehmer, aber auch die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Land müssen wir noch bekannter machen. Die Unternehmer sind gute Arbeitgeber und auch erfolgreiche Ausbilder. Es nützt nichts, wenn wir im stillen Kämmerlein schlummern. Unsere innovative und leistungsstarke Industrie hat hervorragende Produkte auf dem Markt. Entscheidend ist, dass wir das auch stärker anderen mitteilen. Das ´Für-Sich-Werben` muss und darf allerdings nicht am Ortsausgangsschild enden. Es ist ein guter Ansatz, wenn die Industrie- und Handelskammern in MV mit ihrer Kampagne auf die Unternehmen noch stärker zugehen“, sagte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) im Schweriner Schloss. „Mecklenburg-Vorpommern ist mehr als Tourismus für zwei Wochen im Jahr. Wir sind ein Land zum Leben und zwar für 52 Wochen im Jahr: Wir sind zugleich ein Land zum Arbeiten und haben attraktive Standorte für bereits ansässige Industrieunternehmen oder neue Investoren. Die hohe Leistungsfähigkeit unserer Industrie ist bundesweit und bei den europäischen Nachbarn zu wenig bekannt“, so Eisenach weiter.

Um das Erreichte zu erhalten und zukunftsorientiert auszubauen, bedarf es weiterer Anstrengungen und einer breiten Akzeptanz der Industrie in der Politik, auf den Landes-, Kreis- und Gemeindeebenen und vor allem in der Bevölkerung. Hier können wissensbasierte, neue Arbeitsplätze entstehen, auf die unser Land so dringend angewiesen ist. „Wir wollen mit diesem Industrie-Kongress den Startschuss geben für eine höhere Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Industrie: MV ist Urlaubsland Nr. 1 und wir können auch Industrie! Ein tolles Land zum Leben, zum Arbeiten und zum Investieren“, so das Ziel der IHKs und der VUMV in MV. Alle drei Punkte ergänzen sich gut. Die heimische Industrie wurde in den letzten 25 Jahren neu aufgebaut und sie entspricht den modernsten Standards. Zahlreiche Neuansiedlungen, auch international namhafter Unternehmen, unterstreichen die Attraktivität des Industriestandortes Mecklenburg-Vorpommern. „Die weitere industrielle Entwicklung ist kein Selbstläufer. Der weitere Ausbau bedarf einer nachhaltigen Stärkung der Industrie und einer höheren Aufmerksamkeit. Mit entsprechenden Aktionen und der aktiven Begleitung von Industrieunternehmen wollen wir gemeinsam auch mit der VUV die Aufmerksamkeit auf die Industrie richten und deren Bedeutung für MV hervorheben und stärken“, so Siegbert Eisenach abschließend. Die Umsetzung in den Regionen obliegt den jeweiligen IHKs.

Thomas Lambusch, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) und Partner der IHKs in M-V des Industrie-Kongresses in der Hansestadt Wismar:„Wir sind der festen Überzeugung: Unser Land kann und muss mehr Industrie wagen! Heben wir gemeinsam – Politik, Kammern und Unternehmen – hervor, welch hervorragende Industriebranchen bereits in Mecklenburg-Vorpommern produzieren. Sie bilden, neben der großen Zahl der klein- und mittelständischen Betriebe im Handwerk, das Rückgrat unserer Wirtschaft. Dieses gilt es zu stärken und weiterzuentwickeln. Nur, wenn es uns gemeinsam gelingt, die Qualitäten des Industriestandortes Mecklenburg-Vorpommern sichtbarer zu machen, wird M-V auch für Neuansiedlungen noch attraktiver. Mehr zukunftsfeste Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung und auskömmlichen Löhnen erreichen wir insbesondere dann, wenn wir mehr Industrie wagen.“ Im Rahmen der Akzeptanzoffensive wollen Unternehmen ihre Werktore für Nachbarn, für Studenten und Absolventen öffnen. Ein gutes Image vom Urlaubs- und Industrieland MV ist ein Weg zur langfristigen Gewinnung von Fachkräften und auch für weitere Ansiedlungen sowie Erweiterungen in Mecklenburg-Vorpommern.

12 Kilometer langer Radweg von Sassnitz zum Königsstuhl wird gebaut

Wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen entsteht – Region als Ganzes weiter voranbringen

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Nationalpark Jasmund, Foto: http://www.koenigsstuhl.com

Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund gebaut werden. „Mit dem geplanten Vorhaben wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um den Tourismus auf der Insel weiter zu beleben. Es wird ein wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen geschaffen. So können wir die Region als Ganzes weiter voranbringen und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Weg führt durch den Nationalpark Jasmund

Die geplante Radwegtrasse soll vom nördlichen Rand der Ortslage Sassnitz zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund verlaufen. Der Weg wird entlang vorhandener Forstwegtrassen durch die nördlich von Sassnitz befindlichen Waldareale führen. Die Gesamtlänge des Radweges beträgt rund 12 Kilometer, die Radwegbreite überwiegend 2,50 Meter. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten entstehen. Der Radwegeausbau erfolgt mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht (HGTD). „Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen weitgehend entsprechen, gleichzeitig aber die Vorteile vollflächiger, gebundener Befestigungen beibehalten“, so Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betragen rund 3,03 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro.

Neun Radfernwege sowie 21 Rundrouten in M-V

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

 

Hausärztetag in Rostock

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben – Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen 

18.11.2017 – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend am diesjährigen Hausärztetag teilgenommen. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Herausforderungen des Gesundheitswesens zu meistern. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung, die Veränderung der Morbidität und den zunehmenden Fachkräftebedarf so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Sonnabend in Rostock.

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben

Das Versorgungssystem wird noch von der älteren Ärztegeneration getragen, für die eine 60-Stunden-Woche häufig der Regelfall ist. „Das wandelt sich. Gleichzeitig steigt der Mehrbedarf an medizinischer Versorgung der älter werdenden Patienten. Wir sollten daher auch für die Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben, die oftmals mit einer langjährigen Betreuung von Familien und Patienten verbunden ist und damit von Menschen, die für die Unterstützung durch einen fachkundigen Lotsen durch das zuweilen komplexe Gesundheitswesen sehr dankbar sind“, forderte Glawe weiter.

Offene Hausarztstellen in M-V

Gegenwärtig sind in M-V etwa 1.130 niedergelassene Hausärzte im Bereich der ambulanten Versorgung tätig, etwa 125 Hausarztstellen sind derzeit landesweit nicht besetzt. Vor allem durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Das geschieht auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin angeboten wird. „Wichtig ist, dass möglichst viele der Allgemeinmediziner im Anschluss auch bei uns im Land bleiben und hier tätig werden“, so Glawe weiter.

Zeit für Familie und Beruf – Stipendienprogramm nutzen

Der Gesundheitsminister erläuterte, dass mittlerweile ca. zwei Drittel der Medizinstudenten weiblich sind. „Wichtig ist, dass neben der Arbeit genügend Zeit verbleibt, um sich auch der Familie zu widmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch bei den Ärzten einer immer wichtigeres Thema“, erläuterte Glawe. Darüber hinaus machte Minister Glawe auf das Stipendienprogramm seines Ministeriums aufmerksam. „Wir unterstützen Humanmedizinstudierende mit Hilfe von Stipendien, um diese frühzeitig für die Aufnahme einer späteren ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Wer die finanziellen Hilfen erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium wird bis 2022 eine Million Euro zur Verfügung stellen.

Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen – weiche Faktoren wie Kita und Schulen werden wichtiger

Gesundheitsminister Glawe regte an, dass die Gemeinden im Land ein Attraktivitätsprofil ihrer Kommune erstellen. „Im Fokus steht dabei, dass die Gemeinde auf sich aufmerksam macht, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, sagte Glawe. Das Attraktivitätsprofil könnte mit der Liste der von der Kassenärztlichen Vereinigung im Netz veröffentlichten freien oder frei werdenden Arztstellen verbunden werden und an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zu verteilen. „Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur sind vorhandene Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote wichtige Faktoren, sich an einem bestimmten Ort als Arzt niederzulassen“, sagte Glawe

24. Hausärztetag in Mecklenburg-Vorpommern

Veranstalter des 24. Hausärztetages ist der Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der in Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung in Köln den Hausärztetag ausrichtet. Der Hausärzteverband M-V hat seinen Sitz in Schwerin. Der Verband vertritt die größte Facharztgruppe der niedergelassenen Ärzte.

Bürgerforum in Rostock – am Dienstag, den 21. November 2017

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe lädt am Dienstag, den 21. November 2017, um 18.00 Uhr zum Bürgerforum in die Hansestadt Rostock (StadtHalle – Saal 3) ein. Das Thema der Veranstaltung lautet: „Neue Wege wagen? – Aktuelle Herausforderungen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“.

Dienstag, 21. November 2017 – 18.00 Uhr, StadtHalle Rostock, Saal 3, Südring 90, 18059 Rostock – Eingang „Kleines Foyer Saal 2 bis 6“ (direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle)

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung: E-Mail: buergerforum@wm.mv-regierung.de, Telefon: 0385/588-5078

Die Landesregierung veranstaltet das neu geschaffene Format „Bürgerforum“ zum zweiten Mal. Die Mitglieder der Landesregierung werden in verschiedenen Regionen des Landes vor Ort sein. Das erste Bürgerforum fand mit Wirtschaftsminister Glawe im Landratsamt in Güstrow im Mai dieses Jahres statt.

Bundesweite Offene Krebskonferenz erstmals in Mecklenburg-Vorpommern

Unterstützung für krebskranke Menschen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

18.11.2017 – In der Hansestadt Rostock hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe die bundesweite Offene Krebskonferenz eröffnet. „Krebs ist ein Thema, mit dem leider fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden, ob durch eigene Betroffenheit oder erkrankte Angehörige, Freunde oder im Kollegenkreis. Die Diagnose macht betroffen und oft auch hilflos. Ängste und Sorgen stellen von heute auf morgen den Alltag und die Lebensplanung auf den Kopf. Schon durch die Alterung der Bevölkerung wird die Zahl der Krebserkrankungen weiter ansteigen. Daher ist es wichtig, die Versorgung von krebskranken Menschen weiter zu verbessern. Neben einer guten Krebsfrüherkennung, hochwertigen Behandlung und Prävention gehören auch die Rehabilitation und Nachsorge sowie die Krebsforschung dazu“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Der Minister ist auch Schirmherr der Konferenz. An der Konferenz nehmen rund 80 Experten aus ganz Deutschland teil. Mecklenburg-Vorpommern ist zum ersten Mal Ausrichtungsort der Offenen Krebskonferenz. Die Offene Krebskonferenz ist bundesweit die größte thematische Veranstaltung und findet alle zwei Jahre statt.

Wichtige Rolle im Heilungsprozess: Unterstützung für krebskranke Menschen

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach dem Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2012 bis 2013 durchschnittlich jährlich 10.980 neue Krebsfälle diagnostiziert. Im Jahr 2016 werden etwa 11.500 Krebsneuerkrankungen – es liegen noch nicht alle Meldungen vor – erwartet. In M-V sind durchschnittlich jährlich 5.098 Menschen an Krebs gestorben, davon 2.916 Männer und 2.182 Frauen. „Krebserkrankungen stehen nach Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems an zweiter Stelle der Todesursachen“, so Gesundheitsminister Glawe weiter. Eine wesentliche Rolle im Heilungsprozess der Krankheit spielt auch die psychosoziale und psychoonkologische Unterstützung der an Krebs erkrankten Menschen und ihren Angehörigen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert derzeit ein Projekt „Psychoonkologische Versorgung in Deutschland“. Hierbei geht es um eine bundesweite Bestandsaufnahme der ambulanten und stationären psychoonkologischen Versorgungsangebote und Analyse der Versorgungsdichte. Gleichzeitig erarbeiten Experten des Nationalen Krebsplans Empfehlungen zur Qualitätssicherung und zu einer einheitlichen Struktur von Krebsberatungsstellen. „Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die Empfehlungen sollen Grundlage für die weitere Ausgestaltung der psychoonkologischen Versorgung sein“, so Gesundheitsminister Glawe. Die Ergebnisse werden nicht vor Mitte 2018 erwartet. Sie müssen dann in den Ländern entsprechend bewertet werden.

Klinische Krebsregister – Mitarbeit der Ärzte unverzichtbar

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister wurden die Weichen für die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und des flächendeckenden Auf- und Ausbaus bundesweit einheitlicher Krebsregister in den Bundesländern gestellt. Die Länder sind verpflichtet, klinische Krebsregister einzurichten. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf. „Für die onkologische Forschung braucht es Daten, die umfassend, vollständig, verlässlich und gut vergleichbar sind, um sie fachkundig auszuwerten und den am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Die klinischen Krebsregister stellen auch eine wichtige Informationsquelle für Versorgung und Forschung dar. Dafür ist in allen Bundesländern die engagierte Mitarbeit der Ärzte gefordert. Von den vollzähligen und vollumfänglichen Meldungen werden alle profitieren können“, appellierte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die klinische Krebsregistrierung durch das Krebsregistrierungsgesetz vom 11. Juli 2016 weiter entwickelt und ist mit der Umsetzung inzwischen weit voran geschritten. „Wichtig dabei ist, dass alle beteiligten Akteure weiterhin an einem Strang ziehen und dass insbesondere vollzählig und vollständig gemeldet wird“, sagte Glawe. 

Vier onkologische Zentren und 61 onkologisch qualifizierte Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier ausgewiesene onkologische Zentren: die Universitätsmedizin Greifswald, das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg, die Universitätsmedizin Rostock und die HELIOS-Kliniken Schwerin. Die Zentren haben unter anderem die Aufgabe, die interdisziplinäre Versorgung von Krebskranken zu sichern, eine fachgerechte Behandlung der häufigen Tumorerkrankungen zu gewährleisten (beispielsweise Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs) und sie sind zudem ein Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und ärztlicher Praxis. Dazu kommen 61 onkologisch qualifizierte Ärzte, die an der bundeseinheitlichen Onkologievereinbarung teilnehmen und damit die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten sicherstellen.

Organisatoren der Veranstaltung

Die Konferenz wurde von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., dem Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V. und der Landeskrebsgesellschaft des jeweiligen Bundeslandes, in dem die Veranstaltung stattfindet, organisiert. Der Gesundheitsminister dankte den Organisatoren. „Mit ihrer Arbeit tragen Vereine und die Gesellschaft entscheidend dazu bei, dass das Thema Krebs in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Erstmals gemeinsame Standortkampagne für Schwerin am Start

Landeshauptstadt Schwerin will auch „Lebenshauptstadt“ von M-V sein

Lebenshauptstadt_TestimonialsJennyundMartin_©Jörn LehmannDie Landeshauptstadt Schwerin will auch die Lebenshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern  sein: Seit heutegehen die Marketinginitiative der Wirtschaft e. V. – Region Schwerin, die Stadtmarketing Gesellschaft SchwerinmbH und die Landeshauptstadt Schwerin einen neuen Weg im Standortmarketing. Erstmals treten sie zusammen mit einer gemeinschaftlichen Marketingbotschaft an und werden ab sofort mit dem Begriff „Lebenshauptstadt Schwerin“ werben. Mit unterschiedlichen Kampagnen sollen Fachkräfte, Umzugswillige, Studenten und Investoren auf die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht und gezielt angesprochen werden. Der Bezug der Standortkampagne „Lebenshauptstadt Schwerin“ zum Landesmarketing mit der Botschaft „Land zum Leben“ ist nicht zufällig entstanden. Wie das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem unverwechselbaren Strandkorb wirbt, wird Schwerin jetzt auch ein typisches Symbol in den Mittelpunkt seiner Werbekampagne stellen. Es ist die Optimisten-Jolle. Das liebevoll „Opti“ genannte Boot steht für Bodenständigkeit, Verlässlichkeit, Vertrautheit und den engen Bezug zum Wasser und zum Sport schon von Kindesbeinen an.

Der Opti wird im Rahmen der Standortkampagne ab jetzt immer gekonnt in Szene gesetzt und so zum heimlichen Star der „Lebenshauptstadt Schwerin“. Zum Boot gesellen sich dann verschiedene Menschen aus Schwerin, die eine Geschichte zu erzählen haben und damit authentisch für ihre Stadt sprechen. Eine breite Beteiligung mit vielen Marketingbotschaftern ist das Ziel, denn zusammen kann mehr erreicht werden. Daher sind zur Präsentation am Freitag vor allem Vertreter aus der Wirtschaft geladen, die es zu überzeugen gilt. Möglichst viele sollen mit ins Boot geholt werden und zum gemeinsamen Standortmarketing beitragen. Zu Beginn werden die Marketingmaßnahmen hauptsächlich online erfolgen. Im März 2018 startet dann in größeren Städten Deutschlands eine Plakat-Kampagne in Zusammenarbeit mit der Ströer Media Deutschland GmbH. Die Kampagnenseite www.lebenshauptstadt.de ist direkt oder über www.schwerin.de erreichbar.

Hintergrund und Beteiligte

Der Impuls zur Erarbeitung einer Standortkampagne entstand im Marketing-Fachbeirat. In diesem Gremium arbeiten seit 2013 gewählte Mitglieder der Marketinginitiative der Wirtschaft e.V.-Region Schwerin mit der Landeshauptstadt Schwerin, der Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH und der IHK zu Schwerin zusammen. Im Jahr 2016 erarbeitete die Schweriner Agentur fachwerkler im Auftrag des Marketing-Fachbeirates ein Kommunikationskonzept als Basis für das gemeinsame Standortmarketing. In zwei Kreativ-Workshops haben zahlreiche Beteiligte aus unterschiedlichen Interessengruppen den Grundstein gelegt. Die Agentur fachwerkler hat mit dem Konzept die Grundlage für die Umsetzung erstellt. Daraufhin erfolgte im Frühjahr 2016 eine erneute Ausschreibung. Am 20. Mai 2016 wurde der Auftrag für den Umsetzungsprozess an die Schweriner Agenturen tokati Medienagentur und alpha context vergeben, die gemeinsam die kommunikative Klammer „Lebenshauptstadt Schwerin“ entworfen haben und erste Maßnahmen erarbeiteten.

Bildunterschrift: Marketingbotschafter Jenny Makatsch und Martin Neuhaus während des Fotoshootings in der Orangerie des Schweriner Schlosses. © Jörn Lehmann