Archiv für das Schlagwort ‘Mecklenburg-Vorpommern

Hochsaison für Eisbader in Mecklenburg-Vorpommern

Abbaden, Bingo und Bäderarchitektur

Warnemünder Wintervergnügen 2017, Foto: Joachim Kloock

Baden in der Ostsee zu jeder Jahreszeit, Foto: Joachim Kloock

Zwischen Festtagsbraten und Kaffee und Kuchen mal eben in die eisige See hüpfen – das können Gäste etwa am 25. und 26. Dezember im Seebad Heringsdorf. Hier veranstalten die Inhaber des Strandkorbverleihs „Strandideen“, Familie Iden, seit 18 Jahren die Reihe „Glühweinstand am Fischerstrand“. Um 14.30 Uhr sind Interessierte und Schaulustige zu dem Spektakel am Strand des Kaiserbades eingeladen. Im Anschluss können Gäste an Bingo-Runden teilnehmen, Glühwein genießen und Lieder am Lagerfeuer singen. Wer Weihnachten lieber im Kreis seiner Liebsten verbringen möchte, kann am beim offiziellen Abbaden am 31. Dezember um 14.30 Uhr dabei sein. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de 

Im Ostseebad Zinnowitz auf Usedom wird vom 28. Dezember 2018 bis zum 1. Januar 2019 der alljährliche Wintermarkt veranstaltet. Neben Livemusik am 28. Dezember und weiteren Höhepunkten wie der Wichtelwanderung für Kinder am 29. Dezember steht am 30. Dezember das 18. Eisbaden an der Seebrücke auf dem Programm. Ab 14.00 Uhr können sich Hartgesottene in die eisige Ostsee stürzen, danach gibt es Feuerzangenbowle zum Aufwärmen. Als Erinnerung bekommt jeder Teilnehmer ein Gruppenfoto und eine Urkunde zugeschickt. Weitere Informationen: www.zinnowitz.de

Anbaden an Neujahr

Das Neujahrsbaden in Boltenhagen hat Tradition: Unter dem Titel „Es war einmal …“ treffen sich mutige Wasserraten bereits zum 21. Mal am Strand des Ostseebades. Um 13.00 Uhr startet das Spektakel für Kinder, um 13.30 Uhr für Frauen und um 14.00 Uhr für Herren. Dabei gilt es, den Rekord vom 1. Januar 2016 mit 379 Teilnehmern zu schlagen. Weitere Informationen: www.boltenhagen.de

Auch am Nordstrand des Ostseebades Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wird am 1. Januar 2019 die Badesaison eröffnet. Die Veranstaltung zählt jährlich mehr als 400 Teilnehmer in Badehosen und bunten Kostümen und mindestens genauso viele am Ufer, die die Eisbader unterstützen. Zum Aufwärmen gibt es Glühwein und Feuer am Strand. Weitere Informationen: www.ostseebad-prerow.de

Im Ostseebad Karlshagen wird am 1. Januar 2019 ab 11.00 Uhr ein Neujahrsmarkt veranstaltet. Pünktlich zur Mittagsstunde geht es für 50 bis 100 kostümierte Eisbader unter dem Applaus zahlreicher Schaulustiger in die kalten Fluten. Im Anschluss können sich die Teilnehmer an Glühwein erfreuen oder an einer Tombola teilnehmen. Livemusik, eine Minidisko sowie ein Laternenumzug für Kinder bilden den Rahmen für das Beisammensein am Karlshagener Strand. Weitere Informationen: www.karlshagen.de

Auch im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns können Eisbader ihrem Hobby frönen, so zum Beispiel in Banzkow bei Schwerin. Ab 14.00 Uhr treffen sich Hartgesottene und Schaulustige am Störkanal, um das winterliche Spektakel zu erleben. Für wärmende Getränke und die erste Bratwurst im neuen Jahr ist gesorgt. Wer sich aktiv beteiligen möchte, kann sich in der Pony-Bar in Banzkow unter der Rufnummer 03861 7253 anmelden. Weitere Informationen: www.die-lewitz.de

Auf ein Winterbad in die Lewitz

Am 6. Januar 2019 lädt der Campingplatz Barracuda Beach in der Lewitz zum großen Eisbaden im Neustädter See in dritter Auflage ein. Ab 11.00 Uhr können Interessierte am Einzellauf durch das flache Wasser oder erstmals auch am Firmen-Staffellauf teilnehmen. Lagerfeuer oder eine Fass-Sauna bringen stehen zum Aufwärmen bereit. Für Kinder werden unter anderem Kutschfahrten über das Gelände angeboten. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

Eisbaden im Februar

Beim 10. Warnemünder Wintervergnügen vom 1. bis zum 3. Februar 2019 stürzen sich zahlreiche kostümierte Eisbader – darunter auch Mitglieder des Vereins Rostocker Seehunde – in die Ostsee. Am Samstag können Mutige beim Eisfasching, am Sonntag beim Katerbaden dabei sein. Darüber hinaus wird es an dem Wochenende Reitvorführungen des Vereins Pferdefreunde der Ostseeküste, ein Drachenfest am Warnemünder Strand sowie eine mit Süßigkeiten beladene, fliegende Bonbonfähre geben. Weitere Informationen: www.rostock.de

Auf der Urlaubsinsel Usedom wird am 16. Februar 2019 das 25. Usedomer Winterbadespektakel ausgetragen. Um 10.30 Uhr versammeln sich vor der Kulisse der Bäderarchitektur bis zu 200 verkleidete Eisbader und Schaulustige an der Seebrücke des Seeheilbades Ahlbeck, um die Feierlichkeiten mit Livemusik und Programm zu starten. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Für das außergewöhnlichste Kostüm winkt ein Pokal. Weitere Informationen: http://www.kaiserbaeder-auf-usedom.de 

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Festspielsommer 2019 lockt nach Mecklenburg-Vorpommern

Festspiele_Ax-Emanuel-1-©Lisa-Marie-Mazzucco-310x211Mit dem Festspielsommer vom 15. Juni bis zum 15. September 2019 bringen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Musik in Kirchen, Scheunen, Schlossparks und Industriehallen – von der Seenplatte bis zur Ostseeküste. Interessierte können sich unter anderem auf die Violinistin Lisa Batiashvili, den Pianisten Emanuel Ax und auf den Moderator und Multiinstrumentalisten Götz Alsmann freuen. Darüber hinaus werden internationale Formationen wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das New Century Chamber Orchestra San Francisco sowie die „Preisträgerin in Residence 2019“ und Cellistin Harriet Krijgh zu hören sein.

Das Besondere des Festspielsommers 2019:  Die Vorpommern-Tage laden Gäste erstmals zu einer musikalischen, dreitägigen Reise durch die Region ein. Ebenfalls neu ist das „Detect Classic Festival“ in Neubrandenburg, das gezielt die jüngere Generation ansprechen soll. Karten sind unter www.festspiele-mv.de, unter der Rufnummer 0385 5918585 oder an den Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de 

Bildunterschrift: Der Pianist Emanuel Ax wird beim Festspielsommer 2019 zu hören sein. Foto: Lisa Marie Mazzucco.

Sanddornpunsch und Schlossgeschichten: Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern

Rund 50 Adventsmärkte stimmen im Nordosten auf Festtage ein / 2,5 Millionen Besucher erwartet

Weihnachtsmarkt, Foto: Joachim Kloock

Weihnachtsmarkt in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Weihnachtsspezialitäten bei Meeresbrise: Von Ende November bis Weihnachten und teilweise sogar darüber hinaus erstrahlen in Mecklenburg-Vorpommern rund 50 Weihnachtsmärkte in festlichem Lichterglanz. Neben jeder Menge Kunsthandwerk und regionalen Köstlichkeiten wie Sanddornpunsch oder Rauchwurst locken die vielen kleinen und größeren Adventsmärkte vor allem aber mit unverwechselbaren Kulissen und dem ganz besonderen maritimen Flair Besucher aus Nah und Fern an. So laden auch viele historische Märkte in Schlössern und Villen zu besinnlichen Stunden ein. Der Landestourismusverband rechnet mit 2,5 Millionen Gästen, insbesondere aus Deutschland, Schweden, Dänemark und dem Baltikum.

Größter im Nordosten: Der Rostocker Weihnachtsmarkt

Vom 26. November bis zum 22. Dezember lädt der größte und abwechslungsreichste Weihnachtsmarkt des Landes nach Rostockein. Im historischen Stadtzentrum erwartet Besucher auf rund drei Kilometern neben Schlemmerbuden und Glühweinständen eine begehbare Weihnachtspyramide sowie ein 40 Meter hohes Riesenrad. Auf der Weihnachtsbühne am Neuen Markt werden mehrmals wöchentlich Märchenlesungen, Weihnachtsmannsprechstunden und weitere stimmungsvolle Angebote für die ganze Familie präsentiert. An den Wochenenden wird ein extra für den Rostocker Weihnachtsmarkt geschriebene Weihnachtsmärchen aufgeführt. Skandinavisches Flair herrscht auf dem Universitätsplatz, wo Schweden, Norweger und Finnen Honig aus ihrer Heimat und wärmenden Glögg anbieten. Etwas abseits des großen Getümmels können Besucher der Hansestadt über den historischen Weihnachtsmarkt am Klostergarten flanieren, mehr als 30 Handwerker und Händler sowie wundersame Fabelwesen bestaunen und sich im Märchenzelt von Geschichten verzaubern lassen. Angebote wie Bogenschießen und Axtwerfen animieren zum Mitmachen. Turbulenter geht es auf dem Weihnachtsrummel an der Fischerbastion zu. Hier stehen die Klassiker unter den Fahrgeschäften wie Autoscooter, Geisterbahn und Break Dancer sowie ein rund 60 Meter hoher Freifallturm und eine Riesenschaukel bereit. Insgesamt sind rund 230 Schausteller und Markthändler, vor allem aus Deutschland und Nordeuropa, auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt vertreten. Circa 1,3 Millionen Besucher werden erwartet. Weitere Informationen: www.rostocker-weihnachtsmarkt.de

Weihnachtsmarkt in der Hansestadt Stralsund

Vorweihnachtliche Stimmung mit Welterbeflair: Stralsund lockt vom 28. November bis zum 22. Dezember mit drei Weihnachtsmärkten in die historische Altstadt. Auf dem Alten Markt wird es mit Kinderkarussell, Eisbahn und Weihnachtstanne besinnlich und gemütlich. Vergnügungsattraktionen wie Wurf- und Schießbuden sowie zahlreiche Fahrgeschäfte sind auf dem Neuen Markt zu finden. Zwischen den Märkten laden geschmückte Stände mit Kunsthandwerk und regionalen Erzeugnissen zum Stöbern ein. Der rund 1.500 Quadratmeter große Gewölbekeller des Stralsunder Rathauses ist der Höhepunkt des Weihnachtsmarktes und bietet Platz für mehr als 40 Kunsthandwerker, Händler und Künstler. Besucher können hier unter anderem Glaskugeln bemalen, Figuren filzen oder den Geschichten der am Spinnrad sitzenden Wollfee lauschen. Außerdem wird es ein weihnachtliches Bühnenprogramm mit Live-Musik sowie zahlreiche Bastel- und Mitmachaktionen geben. Weitere Informationen: www.weihnachtsmarkt-stralsund.de

Schweriner Weihnachtsmarkt – „Der Stern im Norden“

Bummelmeilen rund um den Altstädtischen Markt, den Pfaffenteich und die Mecklenburgstraße machen in Schwerin vom 26. November bis zum 30. Dezember Lust auf die schönste Zeit des Jahres. Geschmückte Gassen mit Schlemmerbuden und Punschständen, eine Glühweinpyramide, ein Kinder- und Kunsthandwerksmarkt sowie Karussells, eine Eislaufbahn und ein Riesenrad warten auf zahlreiche Besucher. Ein Höhepunkt des Schweriner Weihnachtsmarktes ist die traditionelle Weihnachtstanne, die mit ihren rund 10.000 Lichtern nicht nur das abwechslungsreiche Programm auf der Hauptbühne des Marktplatzes erhellt. In den Innenhof des alten Postamtes in der Mecklenburgstraße ziehen in diesem Jahr die Kunsthandwerker des Schlachtermarktes ein, der derzeit saniert wird. An diesem neuen Standort finden Besucher auch ein großes Lagerfeuer, ein Kinderaktionszelt und die Eisbärenband – vier lebensgroße Teddys, die auf Knopfdruck zur Musik schunkeln. An Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag haben alle Stände und Attraktionen geschlossen. Weitere Informationen: www.schweriner-weihnachtsmarkt.de

„wintersonnenWERKE“ im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Die reetgedeckten Scheunen und alten Bauernhäuser auf dem historischen Mueßer Museumsgelände bei Schwerin werden traditionell am vierten Adventswochenende besonders in Szene gesetzt und liebevoll geschmückt. Denn kurz vor Weihnachten, am 22. und 23. Dezember, findet mit dem „wintersonnenWERKE“ ein Adventsmarkt statt, der an das althergebrachte Markttreiben in der Vorweihnachtszeit erinnern soll. Künstler und Kunsthandwerker bieten Handgemachtes an, in der historischen Schmiede glüht das Eisen und am alten Feuerherd werden Köstlichkeiten wie Plätzchen und „Mecklenburger Punsch“ zubereitet. Die stimmungsvoll beleuchteten Bauernkaten laden zum gemütlichen Bummel ein. Für Kinder, die noch einen Wunschzettel verfassen wollen – stilecht mit Tinte und Feder –, ist die alte Dorfschule geöffnet. Weitere Informationen: www.schwerin.info

Wismar: Weihnachtsmarkt im Welterbe

Stilvoll eingerahmt vom hell erleuchteten Rathaus, der Wasserkunst und den altehrwürdigen Giebelhäusern wird der Wismarer Weihnachtsmarkt vom 26. November bis 22. Dezemberauf dem historischen Marktplatz der Welterbe-Hansestadt veranstaltet. Mit liebevoll dekorierten Ständen, romantischem Lichtschmuck und im schwedischen Stil gefertigten Weihnachtshütten gehört er zu den schönsten in Mecklenburg-Vorpommern und begeistert Besucher mit Spielzeug, Marionetten, Holzschnitzereien, Christbaumschmuck, Lammfellschuhen und Kunstschmiedearbeiten jedes Jahr aufs Neue. Eröffnet wird der Markt durch den Weihnachtsmann, der mit seinem Gefolge und begleitet von einer Kinderschar vom Alten Hafen mit einer Kutsche zum Alten Markt fährt. Als Extra für die Kleinen gibt es neben verschiedenen Fahrgeschäften einen Kinderweihnachtsmarkt, auf dem sie selbst persönliche Geschenke basteln, Kerzen ziehen, Plätzchen backen oder Tönernes töpfern können.
Weitere Informationen: www.wismar.de

Licht und Meer: Weihnachtliche Feste auf Mecklenburg-Vorpommerns Urlaubsinseln

Besonders stimmungsvolle und dabei nicht selten überraschende Kulissen bieten sich auf den vielen großen und kleineren Weihnachtsmärkten auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom. So wird vom 13. bis zum 16. Dezember im Binzer Kurpark der Weihnachtsmarkt „Engel, Licht & Meer“ veranstaltet, der in diesem Jahr erstmals und unter dem Titel „Kulinarik & Genuss im Park“ bis zum 21. Dezember erweitert wird. Neben kulinarischen Köstlichkeiten, Kinderkarussells und regionaler Handwerkskunst können sich Besucher auf eine Kindereisenbahn und eine Schiffsschaukel freuen. Ein Bühnenprogramm mit Musik, Märchenfilmen und Lesungen rundet die Veranstaltung ab. Auch in Sellin weihnachtet es vom 20. bis zum 22. Dezember. An der Kurverwaltung im ehemaligen Warmbad des Ostseebades versammeln sich zahlreiche Händler und Stände, die Freiluftbühne lädt mit festlicher Musik zum Träumen ein. Weitere Informationen: www.ostseebad-binz.dewww.ostseebad-sellin.de Im Seeheilbad Ahlbeck auf der Zwei-Länder-Insel Usedom stimmt der traditionelle Kaiserbäder Weihnachtsmarkt vom 30. Novemberbis zum 2. Dezember auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein. Gäste bekommen am ersten Adventswochenende ein abwechslungsreiches Programm mit stimmungsvollen Liedern sowie kleinen Texten und Anekdoten rund ums Weihnachtsfest geboten. Beim Weihnachtsmarkt am Rathaus der Peenestadt Wolgast bieten Händler vom 14. bis zum 16. Dezember ihre dekorativen Waren und köstlichen Spezialitäten an. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Bläsermusik und Märchenrundgängen ergänzt das Wintertreiben.
Weitere Informationen: www.kaiserbaeder-auf-usedom.dewww.usedom.de

Weberglockenmarkt in Neubrandenburg

In der Neubrandenburger Innenstadt wird vom 26. November bis 22. Dezember der historische Weberglockenmarkt veranstaltet. Gästen wird ein buntes Programm geboten: Neben Märchenvorstellungen auf der Weber-Bühne wird es in der Glockenstube wechselnde Mitmachaktionen von Weihnachtsbacken bis Kerzengießen geben. Am 15. Dezember können sich Interessierte einer historischen Stadtführung von Wollweber Mattias Gerling anschließen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Kunsthandwerker ihre Waren an. Der Name des Neubrandenburger Adventsmarktes entstammt einer Sage, in der ein Weber am Weihnachtsabend und bei Schneesturm den Weg in die Vier-Tore-Stadt fand, weil er den Klängen der Kirchglocke in St.-Marien folgte. Weitere Informationen: www.weberglockenmarkt.com

Mit Jolle und Jute: Weihnachtsmarkt in Greifswald

In der Universitäts- und Hansestadt Greifswald eröffnet der Weihnachtsmarkt am 29. November. Rund 50.000 Gäste stimmen sich jährlich auf dem historischen Marktplatz, dem Fischmarkt und auf dem Kunsthandwerkermarkt im Gewölbekeller des Rathauses auf das Weihnachtsfest ein. Ein Höhepunkt ist die Ankunft des Weihnachtsmannes, der am 2. Dezember ganz traditionell und maritim mit dem Segelschiff im Museumshafen anlegt. Darüber hinaus findet am 15. Dezember ein Lampionumzug für Groß und Klein statt. Märchenwald, Nachtwächterführungen, Glühweinpartys und Vorleseabende runden das familienfreundliche Angebot ab. Am 20. Dezember schließt der Greifswalder Weihnachtsmarkt. Weitere Informationen: www.greifswald.de

Bernstein und Bratwurst: Weihnachtliche Märkte auf Fischland-Darß-Zingst

Ob im Museum, mit Boddenblick oder unter Künstlern: Idyllische Adventsmärkte mit kleinen Marktständen, liebevoller Dekoration und traditionellem Handwerk laden ab Ende November zu einem Ausflug auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ein. So wird am 1. und 2. Dezember der Zingster Adventsmarkt auf dem Museumshof des Ostseebades veranstaltet. Allerlei Leckereien, Handwerker und Händler sowie ein Glockenspiel und viele Künstler sorgen am ersten Adventswochenende für vorweihnachtliche Stimmung. Im Ostseebad Wustrow findet der Weihnachtsmarkt traditionell am ersten Adventssamstag statt. Hier können kleine Gäste Ponys reiten und Karussell fahren. Darüber hinaus weihnachtet es am 9. Dezember von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr in Dierhagen. Rund um die Dorfkirche erwartet Besucher ein Adventsmarkt mit zahlreichen Ständen und ein Weihnachtsprogramm der Kindergartenkinder und Schüler des Ostseebades. Weitere Informationen: www.fischland-darss-zingst.de/veranstaltungen/weihnachtsmaerkte

Erste Verbundforschungsprojekte am neuen Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg vorgestellt

Möglichkeiten des Kompetenzzentrums für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt intensiv nutzen – mit innovativen Projekten Lebensqualität von Diabetikern perspektivisch verbessern

Im Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK) sind am Mittwoch die ersten Verbundforschungsprojekte vorgestellt worden. „Wir haben das Wachstumspotential der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Mit zwei neuen innovativen Projekten soll die Lebensqualität von Diabetikern perspektivisch deutlich verbessert werden. Durch unser Engagement hier in Karlsburg wird die Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft, Medizin und Ingenieurskunst potenziert werden. Ich erwarte neue innovative Lösungen, Produkte und Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft, die sowohl marktfähig sind als auch mehr Wohlstand in unserem Land generieren. Nur das kann unser Anspruch sein“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. Die strukturelle Ausrüstung mit Laboreinrichtungen und wissenschaftlichen Geräten wurde vom Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und der EU mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Projekt: Entwicklung einer intelligenten Einlegesohle

Das Unternehmen Orthopädie – Technik – Service aktiv GmbH aus Greifswald hat in Karlsburg ein innovatives Projekt „DFS-Frühwarnsystem vorgestellt. „Innovativer Kern des Projektes ist die Entwicklung einer intelligenten Einlegesohle zur fortlaufenden Erfassung und Übertragung des Temperatur- und Bewegungsprofils am Fuß von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom“, sagte Rudolph. Partner im Projekt sind das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg und das Institut für Diabetes „Gerhard Katsch“ aus Karlsburg. Das Wirtschaftsministerium fördert das Verbundprojekt mit ca. 910.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Projekt: Innovative Technologien für die Behandlung chronischer Wunden

Die Firma Human Med AG entwickelt mit dem Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg und der Universität Rostock innovative Technologien zur Aktivierung und klinischen Applikation von Geweben und Zellen für die Behandlung chronischer Wunden. „Es sollen Fettstammzellen zur besseren Wundheilung eingesetzt werden. Das ist ebenso ein Beitrag zur Vorbeugung von für den Diabetes typischen Komplikationen“, betonte Rudolph. Das Unternehmen Human med aus Schwerin ist seit 25 Jahren auf dem Gebiet der medizinischen Geräte der Wasserstrahltechnologie tätig. Das Projekt ist gegenwärtig in der Antragstellung.

Alleinstellungsmerkmal für Mecklenburg-Vorpommern

Das Konzept des KDK besteht im Aufbau eines Zentrums zur regionalen Förderung der angewandten kliniknahen Forschung – ausgehend von zwei maßgeblichen Standbeinen: Plasmamedizin und Wundheilung/Diabetes. Hierfür haben sich federführend das Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP e.V.) in Greifswald und das Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth GmbH & Co KG zusammengeschlossen, um die Expertisen in der Plasmatechnologie, Wundheilung und Diabetesforschung zum Wohle der Patienten zu bündeln. „Das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg vereint kompetentes Know-how der Grundlagenforschung, der angewandten klinischen Forschung und Behandlung aus unserem Land unter einem Dach. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, eine wirtschaftsnahe Forschungsstruktur auf dem Gebiet der Diabetologie in M-V zu etablieren. Durch die Konzentrierung der in der Region vorhandenen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Diabetes und der Wundheilung soll eine nachhaltige Struktur entwickelt werden. Dazu sollen die bereits vorhandene Forschungsinfrastruktur, das bestehende Methodenspektrum und die bereits erbrachten Forschungsleistungen genutzt werden. Das KDK bringt mit diesem translationalen Ansatz interdisziplinare Forschung bis in die Klinik. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in M-V. Hierbei werden vor allem die bereits existierenden Expertisen in den Bereichen Wundheilung, Zell- und Mikrobiologie sowie Plasmatechnologie um die Themengebiete klinische Studien, Sensorik und Diagnostik erweitert“, sagte Rudolph.

Möglichkeiten des Zentrums intensiv nutzen

Der Staatssekretär appellierte, die Möglichkeiten des Kompetenzzentrums Diabetes Karlsburg für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt intensiv zu nutzen. „Das Wirtschaftsministerium unterstützt weiter innovative Vorhaben. Insbesondere die Verbundforschungsförderung – die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft – ist dabei ein Schwerpunkt unserer Technologiepolitik. In dem Diabetes-Innovationszentrum liegt auch eine große Chance für heimische Medizintechnik- und Biotechnologieunternehmen, innovative Ideen praktisch umzusetzen“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

In 2016 wurde das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg offiziell eröffnet. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 9,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Zuschuss in Höhe von rund acht Millionen Euro.

Wirtschaftsminister M-V stellt Landestourismuskonzeption vor

Zentrale Stellschrauben für die touristische Entwicklung benannt – Konzeption ist der Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung

Camping-Touristikmesse, Foto Joachim Kloock

Camping, Foto Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag die neue Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) vorgestellt. „Mit der Konzeption werden die zentralen Stellschrauben für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren benannt, die eine auch künftig erfolgreiche touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Reisenden, der Beschäftigten und der Bevölkerung verändern sich, neue Qualitätsdefinitionen etablieren sich im Markt. Deshalb ist es wichtig, noch flexibler auf diese Herausforderungen zu reagieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Landestourismuskonzeption ist im Kabinett verabschiedet worden.

Strategische Ausrichtung der Konzeption

Die neue Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken. Sie verfolgt mit der Ermittlung und Beschreibung der Strategie- und Zukunftsfelder einen übergreifenden problemlösenden Ansatz. Die strategischen Felder sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung. „Hier ist mit dem erfolgreichen Auftritt als Partnerland auf der diesjährigen ITB schon ein Zeichen gesetzt worden“, sagte Glawe. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“, „Innovation und Qualität“ werden die Arbeitsschwerpunkte benannt. „Diese klare Fokussierung setzt die Klammer um alle Aktivitäten. Die verantwortliche – auch finanzielle – Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Verabschiedung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung. Diese muss als Daueraufgabe verstanden werden mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf diese flexibel zu reagieren“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. „Die Konzeption verfolgt neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung (Investitionspauschale), einen Paradigmenwechsel bei der Förderung (hin zu mehr Unterstützung der Aktiven), diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen, will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze bleiben Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Hierfür ist ein sehr intensiver Diskussionsprozess aller Beteiligten erforderlich“, sagte Glawe.

Zentrale Neuerung – erstmals Einrichtung eines Umsetzungsmanagements

„Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein“, erläuterte Glawe. Für die Aufgaben des Umsetzungsmanagements – Fachforen, Veranstaltungen, Online-Portal, Monitoring, Evaluation – sowie die Einrichtung von zwei Stellen sind für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren insgesamt 660.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt worden. Ein Steuerungsgremium soll das Umsetzungscontrolling übernehmen. Den Vorsitz hat das Wirtschaftsministerium. Auf Seiten der Landesregierung gehören die Staatskanzlei, das Energieministerium und das Innenministerium dem Gremium an. Darüber hinaus sind der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sowie regionale Interessenvertreter für Küste und Binnenland und Vertreter der Branche dabei.

Konzeption ist der Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung

Die Landestourismuskonzeption gilt für das gesamte Urlaubsland, sie akzeptiert und berücksichtigt aber die regionalen Unterschiede, insbesondere zwischen dem Küstengebiet und den ländlichen Regionen, aber auch auf Ortsebene. „Das verantwortliche Miteinander der touristischen Akteure im Land stärken und Kooperationen weiter auszubauen ist ein Ziel bei der Umsetzung dieser Konzeption für eine Branche mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist dabei: Diese Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist kein statisches Ergebnis mit einer Gültigkeitsdauer von x Jahren. Sie ist vielmehr als Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung zu verstehen“, forderte Glawe. Dazu gehöre es auch, die Analyseergebnisse immer wieder zu hinterfragen, die gesetzten Schwerpunkte bei Bedarf anzupassen und die abgeleiteten Maßnahmen gegebenenfalls neu zu priorisieren oder zu ergänzen. Die Politik – Land, Landkreise, Gemeinden – verbessert dafür die Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist in Zeiten wachsender Vernetzungen und von Wechselwirkungen insbesondere ein Mehr an fachübergreifender Koordination. Die Tourismusbranche wiederum – Tourismusorganisationen, Verbände und Betriebe – muss ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern. „Die strategischen Überlegungen und die konkreten Maßnahmen können nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn alle Beteiligten im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern an einem Strang ziehen“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Große Beteiligung bei der Entstehung

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Die Konzeption ist unter großer Beteiligung im gesamten Land und einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Insgesamt sind bei der Verbandsanhörung 30 Stellungnahmen eingegangen. Hierzu zählen Tourismusverbände auf Landes- und regionaler Ebene, Fachverbände wie Landurlaub und Bäderverband, Kammern und Unternehmensverbände, DJH, Gewerkschaften und Naturschutzorganisationen, Kreise und große Städte, Architektenkammer und BioCon Valley. 

Wirtschaftsfaktor Tourismus im Überblick

Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen wie dem Einzelhandel bei. Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Das ist jeder sechste Beschäftigte in MV. Die Tourismusintensität erreichte 2017 in MV einen Wert von 18.514, das bedeutet 18.514 gewerbliche Übernachtungen (incl. Camping) bezogen auf 1.000 Einwohner (2010: 16.760), der mit Abstand höchste Wert in Deutschland (unter 5.000) und auch im europäischen Maßstab ein Spitzenwert.

Touristische Zahlen von Januar bis August 2018

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung im Bereich Camping.Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landestourismuskonzeption kann auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern heruntergeladen werden, Download unter www.wm.mv-regierung.de.

Neuartige Softwarelösung mit Technologiepreis ausgezeichnet

Innovative Ideen mutig in praxisrelevante Lösungen umgesetzt – Unterstützungsmöglichkeiten für digitale Lösungsvorschläge nutzen

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis, Foto: Pressestelle WM

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis

In Schwerin ist am Montag der „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ feierlich verliehen worden. Preisträger ist in diesem Jahr die GWA Hygiene GmbH aus Stralsund. Das Unternehmen hat ein neuartiges Hygiene Monitoring System entwickelt. Ausgezeichnet mit dem Sonderpreis Digitalisierung wurde Philipp Engel. Er hat eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken entwickelt. (siehe Preisträger im Überblick auf Seite 3). „Beide Preisträger haben in herausragender Weise ihre innovativen Ideen mutig in praxisrelevante Lösungen umgesetzt. Unser Land braucht noch mehr solche Entwicklungen, die im Ergebnis zu mehr wettbewerbsfähigen Produkten führen. Immer dann, wenn Ergebnisse der Arbeit erfolgreich umgesetzt werden, entstehen Wachstum und neue Märkte. Das sichert qualifizierte Arbeitsplätze im Land, neue Jobs werden geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph. Die Preise wurden in der IHK zu Schwerin übergeben.

„Neben dem Ludwig-Bölkow-Technologiepreisträger hat auch der von der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern gestiftete Sonderpreis den hohen Stellenwert der Digitalisierung gezeigt. Der zunehmende Einsatz von IT-Lösungen im Entwicklungs- und Produktionsprozess führt zu erheblichen Steigerungen der Produktivität. Auch unter den weiteren Bewerbern fanden sich Unternehmen, die Industrie 4.0 bereits leben und weiterentwickeln. Die hohe Produktivität und internationale Handelbarkeit industrieller Produkte wird mit Innovationen und neuen Technologien noch mehr zu einem wachsenden Wohlstand hier in der Region beitragen. Hier setzt auch unsere IHK-Industrie-Image-Kampagne an: Die industrielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen im Land muss deutlich stärker in die öffentliche Wahrnehmung gebracht werden“, sagte der Vizepräsident der IHK zu Schwerin Matthias Belke.

Technologieförderung um 50 Millionen Euro aufgestockt

In der laufenden EU Förderperiode bis 2020 wurden die Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation um 50 Millionen Euro aufgestockt. Das Wirtschaftsministerium stellt nunmehr 218 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Damit können wir die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter stärken. Unternehmen erhalten Unterstützung von der Produktentwicklung bis hin zur Marktreife. Im besonderen Fokus haben wir auch Lösungsvorschläge bei den Herausforderungen der Digitalisierung“, betonte Rudolph.

Sowohl Produktionsprozesse als auch Leistungsprozesse können unterstützt werden

Der Wirtschaftsstaatssekretär machte insbesondere auf die Unterstützungsmöglichkeiten für Lösungen bei der Digitalisierung aufmerksam. „Sowohl Produktionsprozesse als auch Leistungsprozesse können unterstützt werden. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt ihre Produktionsprozesse zu analysieren, ´digitale´ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen“, sagte Rudolph. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, maximal mit 200.000 Euro gefördert. Darüber hinaus können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. Als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums ist auch die Förderung von Investitionen möglich, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik.

Risikokapital für Gründer

Das Wirtschaftsministerium hat zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen. „Unterstützt werden Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung“ so Rudolph.

Die Preisträger 2018 im Überblick

LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern

GWA Hygiene GmbH, Stralsund

Projekttitel: Digitaler Assistent für die Krankenhaushygiene „NosoEx“

Geschäftsführer ist Tobias Gebhardt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 gegründet. Es handelt sich bei dem Produkt „NosoEx“ um ein Hygiene Monitoring System, bestehend aus zwei Hardwarekomponenten und einer webbasierten Software. Das System besteht aus einer Platine, die in handelsübliche Hygienespender eingebaut werden kann und einem Transponder, den das Personal trägt. Es protokolliert die Betätigung von Händedesinfektionsmittelspendern und wertet die Hygienesituation tagesaktuell aus. „Damit ist die Überwachung und Auswertung der Einhaltung von Hygienestandards beispielsweise im medizinischen Bereich oder im Pflegebereich möglich. Die Neuheit ist die Möglichkeit der Datenauswertung und Systemkompatibilität, da es mit allen gängigen Desinfektionsmittelspendern kompatibel ist“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. Bisher ist das System in 15 Einrichtungen in Deutschland und in der Schweiz installiert. In Mecklenburg-Vorpommern gehören unter anderem die Boddenklinik Ribnitz-Damgarten sowie die Helios Klinik Leezen dazu.

Preisträger Sonderpreis Digitalisierung

Philipp Engel (Hochschule Neubrandenburg)

Projettitel: Open Automativ Deformation Monitoring System (Open ADMS)

Das OpenADMS ist eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken, Brücken, Tunneln, Dämmen, Rutschhängen, Steilküsten oder Geländeoberflächen. Dabei werden Verformungen mit Hilfe von Sensoren zeitkontinuierlich und automatisiert erfasst, gespeichert, analysiert, in drahtlose Sensornetzwerke verteilt und bei Grenzwertüberschreitungen Alarme auslöst. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber vorhandenen Lösungen besteht darin, dass die benötigte Software kostenfrei ist, das System über offene Schnittstellen und standardisierte Datenaustauschformate leicht angepasst werden kann und bereits vorhandene Software nutzbar bleibt. Ein erster Einsatz erfolgt seit 2015 an der Marienkirche Neubrandenburg. Auch ein Vermessungsbüro in Celle verwendet das MonitoringSystem seit 2016 zur messtechnischen Überwachung zweier Autobahnbrücken. „Durch Überwachung kann die bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden, da auftretende Schäden rechtzeitig erkannt werden“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph. Das Verfahren ist ebenso bei Industrieanlagen anwendbar wie beispielsweise bei Windkraftanlagen. Die Entwicklung erfolgte an der Hochschule Neubrandenburg.

25. Hausärztetag Mecklenburg-Vorpommern

Flächendeckende ambulante Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern – Chancen der Telemedizin nutzen

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

In Rostock hat der 25. Hausärztetag stattgefunden. „Die Hausärzte nehmen im Gesundheitswesen eine besonders wichtige Funktion wahr. Sie sind regelmäßig der erste Ansprechpartner der Patienten. Ihnen kommt neben der Behandlung der Patienten die Rolle eines Lotsen zu, der den Patienten durch Überweisungen zu Fachärzten oder Kliniken den aus medizinischer Sicht geeigneten Weg durch das Gesundheitssystem weist. Die klassische Hausarztpraxis ist das Rückgrat der ambulanten ärztlichen Versorgung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister danke den Ärztinnen und Ärzten sowie ihren Teams für Ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Patienten bei uns im Land.

Flächendeckende Versorgung im Land sichern

„Uns alle verbindet das Ziel, die flächendeckende ärztliche ambulante Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern. Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte und der Bedarf an Nachrückern machen sich beispielsweise auch im ländlichen Raum bemerkbar.  Sowohl das Land als auch die Kassenärztliche Vereinigung des Landes haben den vergangenen Jahren vielfältige Aktivitäten unternommen, um insbesondere Hausärzte für das Land zu gewinnen“, so Glawe. Etwa 240 Hausärzte werden in den kommenden fünf Jahren über 65 Jahre alt sein. (Quelle: Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern gemäß der Beschlussfassung des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen Mecklenburg-Vorpommern zum Stand der ambulanten Versorgung vom 14. März 2018).

Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten nutzen

Insbesondere für die Aufwertung der Allgemeinmedizin wird viel im Land getan. „Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Lehrstühle an den Universitäten Rostock und Greifswald für Allgemeinmedizin eingerichtet. Es wird ein Stipendienprogramm an Medizinstudierende ausgereicht, die sich verpflichten, nach ihrer Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern ärztlich tätig zu werden. Ein Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin und Medizin wurde geschaffen und es werden Sicherstellungs- und Investitionszuschüsse für niederlassungswillige Ärzte bezahlt. Daneben besteht die Möglichkeit der Errichtung von Zweigpraxis und Gesundheitshäusern“, so Glawe weiter.

Über 230 Weiterbildungsassistenten im Bereich der Allgemeinmedizin

„Die Rahmenbedingungen insbesondere für Mediziner, die in der Allgemeinmedizin tätig werden möchten, sind deutlich verbessert worden“, sagte Gesundheitsminister Glawe. Als Beispiele nannte der Minister auch die Aufhebung der Residenzpflicht sowie der Altersgrenzen für Ärzte bis zur Möglichkeit einer Tätigkeit in einem medizinischen Versorgungszentrum oder in einer Gemeindepraxis. Mittlerweile gibt es über 230 Weiterbildungsassistenten im Bereich der Allgemeinmedizin.  „Es muss unser Ziel sein, möglichst viele der Weiterbildungsassistenten in der Allgemeinmedizin dafür zu gewinnen, ihre spätere Tätigkeit das Haus als auch tatsächlich in Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen“, forderte Glawe. „Zudem ist es wichtig, insbesondere im ländlichen Raum tätigen Ärzten, Weiterbildungsermächtigungen zu erteilen. „Gerade in den Bereichen, in denen Weiterbildungsermächtigungen vorliegen, gibt es  gute Chancen, die weitergebildeten Ärzte als Nachfolger für die Hausärzte in Praxen zu gewinnen“.  Weiterbildungsassistenten sind Ärzte, die nach Erteilung der Approbation im Rahmen einer Weiterbildung einen Facharzt erwerben.

Telemedizinische Versorgung der Bevölkerung

Die telemedizinische Versorgung der Bevölkerung wird gerade auch in einem Flächenland immer wichtiger werden. Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe verwies auf eine Vielzahl von Projekten, die in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden. Unter anderem wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald ein mehrjähriges Projekt entwickelt, dass Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen entwirft und anschließend in Modellregionen erprobt. Schwerpunktmäßig geht es um die Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte. Übergreifende Themen wie beispielsweise der Fachkräftebedarf, die Fachkräftesicherung und telemedizinische Unterstützung werden jeweils in die Überlegungen mit einbezogen. Das Projekt ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Zugleich sprach Glawe sich für einen verstärkten Einsatz von Telemedizin in ländlichen Räumen aus. „Wir werden mögliche Ansätze prüfen, um die vorhandenen Ressourcen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern noch besser miteinander zu vernetzen. Ziel ist es immer, Patienten bestmöglich unter Beachtung der regionalen Gegebenheiten zu behandeln. Um das zu gewährleisten, nutzen wir verstärkt telemedizinische und digitale Möglichkeiten zum Wohle der Patienten“, betonte Glawe. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern 1.166 Hausärzte tätig. Davon sind 744 Fachärzte für Allgemeinmedizin, 296 hausärztlich tätige Fachärzte für Innere Medizin und 126 Praktische Ärzte.