Archiv für das Schlagwort ‘Mecklenburg-Vorpommern

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern begrüßt asiatische Auszubildende im Internationalen Haus des Tourismus

20 Vietnamesen und 9 Indonesier informieren sich über das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern

Blick auf die Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Willkommenskultur im Internationalen Haus des Tourismus: Am 9. März 2019 lädt der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern 20 vietnamesische Auszubildende der Universitätsmedizin Rostock und neun indonesische Auszubildende der Yachthafenresidenz Hohe Düne zu einer Präsentation über das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ins Internationale Haus des Tourismus nach Rostock ein. Damit möchte der Landestourismusverband ein Zeichen für die Integration ausländischer Arbeitskräfte setzen und diesen ihre neue Wahlheimat näherbringen. Für den 25. Mai ist darüber hinaus eine Exkursion nach Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn geplant. Dazu Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Fachkräftemangel ist ein deutschlandweites und branchenübergreifendes Problem. Wir können dankbar für motiviertes Personal aus dem Ausland sein und müssen das auch ganz eindeutig so kommunizieren. Man darf nicht vergessen, dass diese Menschen ihre Heimat aufgeben, um in Mecklenburg-Vorpommern Bedürftige zu pflegen oder Urlauber zu bewirten.“ In der Heimatkundestunde der besonderen Art werden die Auszubildenden über die Landesgeschichte und touristische Vorzüge ins Bild gesetzt und erfahren Wissenswertes zu gesundheitstouristischen sowie barrierefreien Angeboten und Projekten zwischen Ostseeküste und Seenplatte. „Es ist toll, dass unsere vietnamesischen Azubis die Möglichkeit bekommen, ihre neue Umgebung kennenzulernen. Schließlich gibt es auch außerhalb von Klinikstationen, Berufsschule und Sprachkursen vieles in der Region zu entdecken“, so Annett Laban, Pflegevorstand der Unimedizin Rostock. Silke Glomm, Mitglied der Geschäftsleitung der Yachthafenresidenz Hohe Düne, ergänzte: „Wir freuen uns, dass der Landestourismusverband uns dabei unterstützt, unseren indonesischen Auszubildenden mehr über ihre neue Heimat zu vermitteln. So gelingt es, ihnen die Eingewöhnung in ein neues Land und eine fremde Kultur zu erleichtern.“

Hintergrund

Am 20. September 2018 haben 20 Vietnamesen, die in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung absolvierten, ihre duale Ausbildung im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojektes in der Gesundheits- und Krankenpflege an der Universität Rostock begonnen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragte Projekt wird aktuell in Klinikstandorten in Berlin, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz umgesetzt. Für dieses Jahr ist ein weiterer Ausbildungsgang an der Universitätsmedizin Rostock geplant. In der Yachthafenresidenz Hohe Düne werden seit August 2018 neun Indonesier und drei Indonesierinnen zu Köchen, Hotelfach- und Restaurantfachangestellten ausgebildet. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

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Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerksbetriebe bei der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung

Dazuzugehören ist ein lohnendes Ziel kluger Köpfe und geschickter Hände – Ausbildungsmarketing profilieren – Ausbildungslücke darf nicht größer werden

Die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern werden vom Wirtschaftsministerium beim „Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe“ unterstützt. „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Aber es wird in den zumeist kleinen mittelständischen Betrieben oftmals zu wenig Zeit investiert, sich um den dringend notwendigen Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Wir wollen mit unserer Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung helfen. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Handwerks muss weiter stabil sein und sich täglich am Markt bewähren. Ausbildung und Fachkräftesicherung sind zwei Seiten einer Medaille – der Medaille Unternehmenszukunft“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Freitag.

Kernelemente des Ausbildungsmarketings

Kernelemente des Ausbildungsmarketings sind Wort-Bild-Botschaften von Handwerkmeistern sowie Auszubildenden im Handwerk. „Im Fokus stehen authentische Persönlichkeiten, die über ihre Erfahrungen berichten“, so Rudolph weiter. Die Botschaften werden CR-Code-basiert und ständig aktualisiert. Geworben wird sowohl analog auf Plakaten und Aufstellern, vor allem an Orten, an denen sich junge Menschen aufhalten, wie unter anderem Freizeiteinrichtungen, Jugendclubs, Schulen, als auch digital wie auf Homepages, Facebook, Instagram, Xing. „Unser Ziel ist es auch, mögliche Vorurteile über Ausbildungsberufe im Handwerk abzubauen und für mehr Klarheit über die verschiedenen Berufsbilder zu sorgen. Unser Handwerk im Land ist eine zukunftssichernde Heimat für mehr als 112.000 Handwerkerinnen und Handwerker. Dazuzugehören ist ein lohnendes Ziel kluger Köpfe und geschickter Hände“, machte Rudolph deutlich.

Ausbildungssituation im Handwerk – knapp 1.000 Stellen unbesetzt

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 4.260 Auszubildende im Handwerk. Davon werden 1.857 Lehrlinge im Kammerbezirk der Handwerkskammer Schwerin (HWK SN) und 2.403 Lehrlinge im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK OMV) ausgebildet. Aktuell melden die Handwerkskammern 968 unbesetzte Lehrstellen in 66 Ausbildungsberufen (HWK OMV: 745 unbesetzte Lehrstellen und HWK SN 223 unbesetzte Lehrstellen). Gesucht werden Auszubildende im Handwerksbereich, vor allem in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima; Kfz-Mechatroniker; Elektroniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei/Fleischerei); Metallbauer, Hörakustiker, Dachdecker, Friseur, Fleischer sowie Maler und Lackierer. „Der wachsende Bedarf an Handwerkerinnen und Handwerkern ist bereits heute überall spürbar, denn es macht sich praktisch bemerkbar: Wartezeiten für Kunden werden länger. Unternehmen geben auf, weil sie keine Nachfolger mehr finden. Die Situation ist angespannt. Umso wichtiger ist es, für eine Ausbildung im Handwerk professionell zu werben. Eines ist klar: Das, was uns heute bereits an Handwerkern fehlt, wird schwer sein, durch Auszubildende und somit – unsere Fachkräfte von morgen – nachzubesetzen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Ausbildungslücke nicht noch größer wird“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Unterstützung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen (SEM)“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro. An dem Projekt nehmen teil: Kreishandwerkerschaft Güstrow; Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan; Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar; Bildungszentrum Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern-Stralsund GmbH; Kreishandwerkerschaft Vorpommern-Greifswald; Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd sowie Kreishandwerkerschaft Mecklenburgische Seenplatte. Die Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar übernimmt, aufgrund entsprechender Vorerfahrungen mit analogem und vor allem digitalem Ausbildungsmarketing, die Anleitung der beteiligten Kreishandwerkerschaften.

Mecklenburg-Vorpommern und die Region Kreta wollen enger kooperieren – Vereinbarung auf ITB Berlin unterschrieben

Engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben

Nikolaos

Agios Nikolaos, Goto: gemeinfrei

Mecklenburg-Vorpommern und die Region Kreta wollen enger kooperieren. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat das gemeinsame Vorhaben gestern (Mittwoch, 06.03.2019) auf der ITB Berlin unter großer Aufmerksamkeit vorgestellt. Am Donnerstag (07.03.2019) ist eine entsprechende Vereinbarung auf der weltgrößten Reisemesse unterzeichnet worden. „Mit der Vereinbarung wollen wir einen gemeinsamen Handlungsrahmen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben. Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen. Tourismus und Infrastruktur müssen zueinander passen, Arbeitsplätze müssen sicherer sein und unsere Umwelt muss bewahrt werden. Wir brauchen einen Tourismus, der die Infrastruktur stärkt, Arbeitsplätze sichert und die Umwelt bewahrt. Eine Partnerschaft mit der Destination Kreta kann uns wichtige Impulse geben. Kreta entwickelt wie wir Konzepte, die die Saison verlängern und weiter hochwertigen Tourismus etablieren. Hier können wir Erfahrungen austauschen und beidseitig profitieren“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag.

Unterzeichnet wurde die Kooperationsvereinbarung im Rahmen der ITB Berlin von dem Präsidenten des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, sowie dem Vize-Gouverneur und Beauftragten für Tourismus der Region Kreta, Michalis Vamiedakis. Darüber hinaus waren bei der Unterzeichnung die Ministerin für Tourismus der Hellenischen Republik Elena Kountoura und der DGV-Beauftragte Norbert Barthle sowie der EOT-Generalsekretär Konstantinos Tsegas anwesend. Das DGV-Netzwerk setzt sich dafür ein, durch Vermittlung von Partnerschaften zwischen Kommunen, lokaler Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland auszubauen. Die Partnerschaft zwischen Kreta und Mecklenburg-Vorpommern ist aus dem DGV-Netzwerk entstanden.

Deutsch-griechischen Austausch auf mehreren Ebenen ausbauen

Unter anderem soll es zu mehr Begegnungen von Jugendlichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Region Kreta kommen, zum Beispiel durch Schüleraustausche. Das bereits etablierte deutsch-griechische Kochfestival symbolisiert einen gelungenen kulturellen Austausch unter Partnern. „Es ist angedacht, die Kooperation in diesem Bereich zu erweitern. Das Kochfestival soll in beiden Regionen durchgeführt werden. Ziel soll es sein, die traditionellen gastronomischen Küchen beider Partner kreativ miteinander zu verzahnen“, so Rudolph weiter. Unter dem Motto „Von Insel zu Insel – Rügen trifft Kreta“ fand Ende 2017 erstmals ein deutsch-griechisches Kochfestival in Binz (Insel Rügen) statt. Bestandteile der Veranstaltung waren eine Präsentation regionaler Produkte, Wettbewerbe von Auszubildenden, deutschen und griechischen Köchen und von Laienköchen aus Familienunternehmen der Region Rügen. Weitere Themen der Erklärung sind unter anderem der Informationsaustausch zum Thema Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft sowie die Umsetzung der Erhaltung und Pflege eines Wanderwegenetzes.

Bereits erste Aktivitäten geplant – Kochfestival auf Kreta und Schüleraustausch

Vom 16. bis 17. März 2019 findet in Heraklion (Kreta) in der Kochschule „Kappa studies“ das alljährliche kretische Kochfestival statt. Seit drei Jahren gibt es das Festival mit deutscher Beteiligung. Vier Köche (drei Köche vom Braugasthaus Störtebeker in Stralsund sowie ein Koch vom IFA Hotel in Binz) aus Mecklenburg-Vorpommern messen sich im Wettstreit mit griechischen Köchen um die schmackhaftesten Gerichte. Der Fokus des Festivals liegt auf der Verwendung lokaler Produkte und neuer gemeinsamer Kreationen. Darüber hinaus werden vom 24. bis 29. März 2019 jeweils fünf Jugendliche des Europagymnasiums Bergen und der Regionalschule Binz zum Jugendaustausch nach Hersonissos aufbrechen. Vom 29. April bis 05. Mai 2019 wird ein Gegenbesuch auf der Insel Rügen stattfinden. „Im gegenseitigen Austausch können wir voneinander lernen. Wir wollen die Zusammenarbeit auch auf regionaler Ebene intensivieren. Deshalb ist es gut, dass wir mit der Erklärung den Grundstein für eine langfristige touristische und wirtschaftliche Zusammenarbeit gelegt haben, die nun weiter mit Leben gefüllt werden muss“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Hattrick: Mecklenburg-Vorpommern ist zum dritten Mal beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Nordosten überholt Türkei

FUR_RA19Gute Nachrichten am ersten Messetag: Zum dritten Mal in Folge konnte Mecklenburg-Vorpommern seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten. Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2018 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2019 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Dazu Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Wir sind erneut Klassenprimus in Deutschland und konnten unser Ergebnis sogar deutlich ausbauen. Das hat sich unsere Tourismusbranche hart erarbeitet. Dennoch: Nach dem Erfolg ist bereits vor der nächsten Herausforderung. Die nächste Saison ist die schwerste. Wir arbeiten immer intensiv weiter, um erfolgreich zu bleiben. Unsere Aufgabe ist es, die touristische Infrastruktur an die Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel und neuen Urlausformen ergeben, anzupassen. Saisonverlängerung, Barrierefreiheit und die Fachkräftesicherung sind hier wichtige Herausforderungen. Potenzial besteht in der Stärkung der Region und der Betonung von ihren Alleinstellungsmerkmalen. Vor allem im ländlichen Binnenland liegt noch viel Potenzial, um neue Zielgruppen durch attraktive Angebote zu begeistern.“ Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern ergänzte: „Die Reiseanalyse ist erfreulicherweise schon die zweite maßgebliche Studie, die Mecklenburg-Vorpommern als beliebtestes Reiseziel der Deutschen herausstellt. Das ist noch einmal eindrucksvoller und zeigt, dass der Nordosten weiterhin sehr gefragt ist.“ Damit nahm Waldmüller Bezug auf die erst kürzlich veröffentlichte 35. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Zudem verwies Waldmüller darauf, dass es in Zukunft einmal mehr darauf ankomme, das Angebot weiter zu qualifizieren. Vor allem Investitionen in die touristische Infrastruktur wären wichtig – hier vor allem in die Radwege – um den hohen Standard zu halten und weiter an der Spitze zu bleiben.

Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 27 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,3 Prozent an allen 2018 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,6 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,3 Prozent) und Niedersachsen (3,6 Prozent). Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Erstmals schob sich das Urlaubsland vor die Türkei (5,1 Prozent). Spitzenreiter bleiben Spanien (13,7 Prozent) und Italien (8,1 Prozent). Die Reiseanalyse wird seit 49 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Reisemarktes.

Vom 6. bis zum 10. März stellt das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern seine Angebote auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin ins Schaufenster der Welt. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen Angeboten wie charakteristische Architektur oder Orten, an denen regionales Handwerk erlebt werden kann. Darüber hinaus startete der Landestourismusverband zur ITB Berlin eine neue Kooperation mit dem Reiseportal Urlaubsguru, auf dem fortan unter der Rubrik „deutschlandLiebe“ handverlesene Reisetipps für Urlaub zwischen Ostseeküste und Seeplatte gegeben werden. Die Plattform mit monatlich mehr als fünf Millionen Seitenaufrufen gehört zu den größten ihrer Art. Nachdem sich die Tore der Messe heute schließen, lädt Mecklenburg-Vorpommern 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie nationalen und internationalen Medien zu einem Partnerabend ins Restaurant Dae Mon in Berlin Mitte ein, der mit dem Titel „Klare Aussichten“ überschrieben ist und regionale Produkte in den Mittelpunkt stellt.

OstseeMesse in Rostock eröffnet

Messe ist Schaufenster der regionalen und überregionalen Produktvielfalt im Norden – durch emotionales Einkaufserlebnis neue Kunden im Einzelhandelsgeschäft erschließen – Verbrauchermessen bieten Chancen für Einzelhändler

Ostsee-Messe-2014, Foto: Joachim Kloock

OstseeMesse, Foto: Joachim Kloock

Heute wurde die OstseeMesse in der Hansestadt Rostock eröffnet. „Die Messe gehört zu den größten und besucherstärksten Messen im Norden. Sie ist das Schaufenster der regionalen und überregionalen Produktvielfalt in Norddeutschland. Die Mischung aus innovativen Produkten, vielfältigen Ausstellern sowie abwechslungsreichen Ideen im Rahmenprogramm lädt Gäste zum Kommen und Wiederkommen ein. Die OstseeMesse ist aber nicht nur Erlebnis. Sie ist vor allem auch eine gute Gelegenheit für heimische Unternehmen, die eigene Produktvielfalt und zugehörige Dienstleistungen zu präsentieren. Der direkte Kontakt zum Kunden macht den Reiz. Hierin liegt eine Chance für den Einzelhandel, neue Kunden für sich zu gewinnen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph anlässlich der OstseeMesse am Mittwoch. Dr. Stefan Rudolph wurde vor Ort vertreten durch Hanns Christoph Saur, Abteilungsleiter Grundsätze der Wirtschaftspolitik, der Industrie und des Tourismus im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.

Über 220 Aussteller auf Messe präsent – über 40 Prozent der Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern

In diesem Jahr sind über 220 Aussteller, davon 76 Neuaussteller, auf 10.600 Quadratmetern präsent. Rund ein Drittel (35 Prozent) der Aussteller sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. 90 Aussteller aus M-V zeigen ihre Produkte auf der Messe, 111 Aussteller kommen aus anderen Bundesländern, 21 aus dem Ausland (11 verschiedene Nationen). „Dass über 40 Prozent der Aussteller aus unserem Land kommen, spricht für die hohe Akzeptanz des Einzelhandels auf der Messe. Viele Händler haben die Messe als Plattform für ihre Produkte entdeckt. Gerade in Zeiten des wachsenden Online-Handels macht der direkte Kundenkontakt den Unterschied aus. Die Aussteller erleben eine deutlichere Wahrnehmung ihres Angebots durch die Besucher. Das macht eine so große Messe, wie die OstseeMesse so bedeutsam“, so Rudolph weiter.

Verbrauchermessen bieten Chancen für Einzelhandel

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph warb dafür, dass das Messegeschäft noch stärker in den Blickpunkt der heimischen Wirtschaft rückt. „Einfacher bekommen weder die Besucher noch die Aussteller die Möglichkeit, Marktforschung, Markttrends und Branchen-News zu erfahren. Gerade Verbrauchermessen sind ein emotionales Einkaufserlebnis und gibt den Ausstellern die Möglichkeit, durch Sympathie, Kompetenz und Professionalität zu überzeugen. Umso wichtiger ist es, dass heimische Firmen das Angebot von regionalen und überregionalen Messen nutzen“, mahnte Rudolph abschließend. Der Einzelhandelsumsatz in M-V betrug 2018 rund 8,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche lag im vergangenen Jahr bei über 51.500.

OstseeMesse in Rostock

Die Messe öffnet von Mittwoch, den 06. März, bis Sonntag, den 10. März, auf dem Gelände der HanseMesse Rostock ihre Pforten. In diesem Jahr findet sie zum 29. Mal statt. Die Blumenschau, der Kunsthandwerker-Markt mit traditionellen und selbstgestalteten Produkten, Modenschauen, zahlreiche Produktvorführungen und Verkostungen sowie das bunte Rahmenprogramm machen die Messe zu einem abwechslungsreichen Angebot für ihre Gäste. Im vergangenen Jahr haben rund 42.000 Menschen die OstseeMesse besucht.

30,9 Millionen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern in 2018

Zahlen für das Gesamtjahr 2018 liegen vor: Touristisches Rekordjahr

M-V wird auch außerhalb der Saison immer attraktiver – alle Reisegebiete verzeichnen Übernachtungszuwächse – mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern

Es hat sich schon angedeutet, nun ist es amtlich: Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr für die Tourismusbranche. Mit einem Ergebnis von 30,9 Millionen Übernachtungen hat die Tourismusbranche den höchsten Wert überhaupt erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Angaben des Statistischen Amtes ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,9 Millionen Übernachtungen um 4,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis und der Verdienst der gesamten Tourismusbranche. Wir haben die besten Zahlen seit 1990. Trotz des eher kühlen Wetters zu Beginn des vergangenen Jahres hat der lange und heiße Sommer bei uns im Land für eine ordentliche Auslastung in den touristischen Einrichtungen gesorgt. Die vollen Strände an der Ostsee und im Binnenland haben für viele zufriedene Gäste gesorgt. Die tollen Zahlen zeigen auch: Wir werden auch außerhalb der Saison immer attraktiver. Mecklenburg-Vorpommern ist das ganze Jahr über eine Reise wert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Dank an die Tourismusbranche – Herausforderungen angehen

Wirtschaftsminister Glawe dankte, den Touristikern, Hoteliers, Gastwirten sowie den vielen Aktiven für ihr Engagement im Land. „Unser Schwerpunkt liegt darin, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern, neue Quellmärkte zu erschließen und auch immer mehr Urlauber zum Wiederkommen zu gewinnen. Die Branche muss weiter investieren, mehr Qualität und Wertschöpfung erreichen, schneller und flexibler als bisher auf Herausforderungen reagieren. Das schaffen wir gemeinsam“, so Glawe weiter. Die strategische Grundlage bildet dafür die Landestourismuskonzeption (LTK). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in 2018 bei rund 4 Nächten. „Wichtig sind weitere Investitionen in die Infrastruktur und vor allem auch in das Angebot von saisonunabhängigen Einrichtungen. Chancen bestehen auch in der stärkeren regionalen Vermarktung. Wir können auch noch mehr mit dem Binnenland punkten. Deutliches Potenzial für mehr Gäste besteht weiter für Urlaub von Familien auf dem Lande. Aber im Kommen sind auch Angebote für mehr Entschleunigung. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt werden“, betonte Glawe weiter.

Alle Reisegebiete verzeichnen Übernachtungszuwächse

„Bei den Reisegebieten liegen im Gesamtjahr 2018 alle Regionen bei Übernachtungen auf Wachstumskurs. Binnenland und Küste legen zu. Vom wachsenden Binnentourismus in Deutschland profitiert auch Mecklenburg-Vorpommern. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir stehen in einem Wettbewerb zu anderen Tourismusdestinationen. Auch die Nachbarn entwickeln sich stetig weiter“, forderte Wirtschaftsminister Glawe. Kräftige Zuwächse verzeichnen die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+8,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+5,6 Prozent), die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (+4,8 Prozent) sowie die Region Westmecklenburg (+3,9). Das Reisegebiet Vorpommern legt bei den Übernachtungen um +3,7 Prozent zu. Zuwächse gibt es auch auf der Insel Usedom (+1,2 Prozent) sowie auf den Inseln Rügen/Hiddensee (+1,1) Prozent.

Kräftiges Wachstum im Camping

Die Campingplätze erzielten nach Angaben des Statistischen Amtes mit über fünf Millionen Übernachtungen ein Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 13,5 Prozent zu: 2018 wurden rund 1,1 Millionen Camper gezählt. „Camping ist ein Zugpferd der Branche. Wir wachsen auch im Campingbereich kräftig weiter. Hier geht der Ausbau der modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang einher. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden. Die Branche hat sich wettbewerbsfähig aufgestellt. Viele Campingplätze sind modern eingerichtet. Das zeigt auch, dass wir inzwischen mit wetterunabhängigen Angeboten stärker punkten können als noch vor wenigen Jahren“, so Glawe.

Mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern

Immer mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern. 2018 wurden rund 405.000 Gäste (+6,0 Prozent) gezählt, rund 1,07 Millionen Übernachtungen (+7,0 Prozent) wurden gebucht. Mecklenburg-Vorpommern war im vergangenen Jahr das erste deutsche Bundesland auf der Internationalen Reisemesse ITB Berlin. „Das internationale Vermarkten macht sich bemerkbar. Immer mehr internationale Gäste entscheiden sich für ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere im Ostseeraum, in Süddeutschland und in den Alpenländern macht sich das Werben für Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. Bei den ausländischen Gästen haben wir trotz des Erfolges noch Potential und können weiter zulegen. Die ITB Berlin ist eine hervorragende Plattform hierfür“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Mit rund 176.000 Übernachtungen (+23,5 Prozent) erzielten die niederländischen Gäste die meisten Übernachtungen, gefolgt von den Schweizern mit rund 159.000 Übernachtungen (+0,9 Prozent), den Schweden mit rund 130.000 Übernachtungen (-7,9 Prozent) sowie den Dänen mit 124.000 Übernachtungen (-6,8 Prozent) und Österreich mit 85.000 Übernachtungen (+9,4 Prozent).

Bitte beachten: Überprüfungen des Berichtskreises und der Erhebungsmerkmale führen ab August 2018 zu Veränderungen gegenüber entsprechenden Angaben in Vorjahreszeiträumen. Dadurch sind Vergleiche auf allen regionalen Ebenen (Land, Kreise, Reisegebiete und insbesondere Gemeinden) ab August 2018 nur bedingt möglich.

Drei Jahre MV WERFTEN in Mecklenburg-Vorpommern

Entwicklung ist auch Konjunkturprogramm für maritime Industrie – Kreuzfahrtschiffbau ist die Champions-League des Spezialschiffbaus

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Am 01. März erfolgte die Übernahme der Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund durch Genting Hong Kong Limited (GHK). Die heutigen MV WERFTEN haben in der Hansestadt Rostock ihre dreijährige Bilanz gezogen. „Die MV WERFTEN setzen den von Anfang an eingeschlagenen Weg kontinuierlich fort, um ihre ehrgeizigen Ziele umzusetzen. Die Genting-Gruppe erweist sich als verlässlicher Partner. Es hat sich viel getan an den Werftstandorten. Hierzu zählen vor allem Arbeitsplätze und auch die Auslastung an den Werftstandorten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag in Rostock.

Konjunkturprogramm für maritime Industrie

In den vergangenen drei Jahren wurden durch die MV WERFTEN unter anderem der Bau und die Ablieferung von vier exklusiven Flusskreuzfahrtschiffen realisiert, das erste Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der Endeavor Class und das erste Global Class-Kreuzfahrtschiff auf Kiel gelegt. Darüber hinaus erfolgte der Start der Kabinenproduktion der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH, die Errichtung einer neuen Schiffbauhalle sowie die Inbetriebnahme der neuen innovativen Laser-Hybrid-Paneellinie. „Der Personalbestand ist auf fast 3.000 Mitarbeiter angewachsen. Die MV WERFTEN setzen durch die Abarbeitung ihrer Aufträge auch ein Konjunkturprogramm für maritime Industrie in unserem Land aktiv um. Hiervon profitieren auch Zulieferer“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Ende 2018 waren auf den MV WERFTEN über 2.500 Mitarbeiter sowie 249 Auszubildende und Dualstudenten beschäftigt. Im Rahmen des Innovationsförderprogrammes des Bundes und der Küstenländer „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ (Förderung: zwei Drittel der Unterstützung trägt der Bund/ein Drittel das Land) wurde die Entwicklung von Schiffsprojekten und der Paneel- und T-Träger Fertigungslinie mit rund 33,4 Millionen Euro, davon rd. 11,1 Millionen Euro Landesmittel, unterstützt

Aufschwung in der maritimen Industrie – Auftragsbücher gut gefüllt

Wirtschaftsminister Glawe ging in Rostock auch auf die maritime Entwicklung der Branche insgesamt ein. „Die maritime Industrie ist ordentlich in Bewegung. Bei uns im Land sind die Werften mit die größten Arbeitgeber. Die zahlreichen Dienstleister rund um den Schiffbau tragen dazu bei, dass die maritime Branche im Land weiter vorankommt. Es geht aufwärts. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, so Glawe. Auf den hiesigen sechs Großwerften (MV WERFTEN mit Standorten in RostockWismar und Stralsund, Peene-Werft in Wolgast, Neptun Werft sowie Tamsen Maritim, beide in Rostock) sind gegenwärtig rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. „Es sind rund 1.500 hochwertige Industriearbeitsplätze mehr als vor zwei Jahren hinzugekommen. Neben den MV WERFTEN wird auch bei der Neptun Werft in Rostock in den Bau von Maschinenraum-Modulen für Flusskreuzfahrtschiffe ordentlich investiert. Der Kreuzfahrtschiffbau ist die Champions-League des Spezialschiffbaus“, sagte Glawe. Von den Gesamtbeschäftigten auf den Werften sind etwa rund 90 Prozent im Kreuzfahrtschiffbau tätig. Der Auftragsbestand in diesem Segment beträgt gegenwärtig rd. 3,6 Milliarden Euro. Die Peene Werft in Wolgast ist gegenwärtig vom Exportstopp der Bundesregierung nach Saudi-Arabien betroffen.

Maritime Wirtschaft im Überblick

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt ca. 11.500 Beschäftigten ein industrieller Kern. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern. Hinzu kommen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und ca. 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. „Die Unternehmen haben sich zu wichtigen Arbeitgebern im verarbeitenden Gewerbe entwickelt. Das sichert und schafft Jobs in der beschäftigungsintensiven Branche“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.