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Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.

Brennbeginn von zwei Flusskreuzfahrtschiffen in Wismar

Für die maritime Industrie geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts – MV WERFTEN setzen selbstgesteckte Ziele tatkräftig um – Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen an Bedeutung

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

Flusskreuzfahrtschiff im Bau, Foto: Joachim Kloock

9.1.2017 – Bei den MV WERFTEN ist am Montag feierlich der erste Brennschnitt für zwei luxuriöse Flusskreuzfahrtschiffe in Wismar vollzogen worden. „Für die maritime Industrie unseres Landes geht es nach einer langen Durststrecke wieder aufwärts. Jeder Start für den Bau eines neuen Schiffs ist ein positives Signal in die maritime Branche hinein. Es bedeutet vor allem auch, dass die Wertschöpfung im Land bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag vor Ort.

Neuer Schiffstyp für amerikanische Reederei

Die neuen luxuriösen Schiffe tragen die Namen „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ und werden für die amerikanische Reederei Crystal River Cruises gefertigt. „Die MV WERFTEN setzen ihre selbst gesteckten Ziele tatkräftig um. Der eingeschlagene Weg wird mit hohem Tempo fortgesetzt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Schiffe der „Rhein“-Klasse werden rund 135 Meter lang und elf Meter breit sein. Sie sollen in 2018 abgeliefert werden und verkehren dann auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel. 

Unterstützung für die maritime Wirtschaft

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass die maritime Industrie im Land weiterhin unterstützt werde. „Wir wollen zum Beispiel bei der Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern der maritimen Wirtschaft helfen. Werften und Zulieferer sollen hiervon profitieren. Ein entsprechendes Programm ist gegenwärtig in Arbeit. Die Fachkräftenachfrage gewinnt bei der Umsetzung von Aufträgen und bei den ambitionierten Plänen an Bedeutung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Darüber hinaus bestünden Möglichkeiten bei der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.000 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Die Schiffbau-Branche wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Zukunftsforum MAZA in Rostock

Maritime Industrie ist im stetigen Wandel – Chance im Kreuzfahrtschiffbau nutzen

Kreuzfahrtschiff, Foto: Martina Wichor

Kreuzfahrtschiff, Foto: Martina Wichor

16.6.2016 – In Rostock hat am Donnerstag das 2. Zukunftsforum des Kooperationsverbundes MAZA M-V e.V. stattgefunden. „In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie nach wie vor ein bedeutender Industriezweig, in dem Wertschöpfung generiert wird, Nachwuchskräfte ausgebildet und Arbeitsplätze in Unternehmen gesichert und auch neue entstehen werden. Ziel ist es, die industrielle Wertschöpfung im Zuge des boomenden Kreuzfahrtschiffbaus wieder zu erhöhen, die Innovationsfähigkeit zu stärken und zusätzliche wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen sowie vorhandene Stärken auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. „Die eigentlichen Wettbewerber auf dem heute und in den nächsten Jahren dominierenden Markt für Kreuzfahrtschiffe sind die Wettbewerber in Europa und Asien. Um dagegen bestehen zu können, sollten wir gemeinsame norddeutsche Anstrengungen unternehmen und bündeln. Mittlerweile hat sich die deutsche Schiffbauindustrie, wie die Lloydwerftgruppe, die Meyer-Neptun-Gruppe, daneben aber auch große Zulieferer eindrucksvoll zeigen, in ganz Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg neu aufgestellt.“

Maritime Industrie mit Bedeutung für MV

„Die maritime Industrie befindet sich selten in ruhigem Fahrwasser. Sie muss ständig auf Veränderungen reagieren und sich den Ansprüchen des globalen Marktes stellen. Das bleibt eine stetige Herausforderung und ist auch eine Chance für unsere heimischen Unternehmen, am internationalen Wettbewerb zu partizipieren“, betonte Glawe weiter. Zur maritimen Industrie zählen der Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit ca. 280 Unternehmen und insgesamt rd. 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rd. 1,5 Milliarden Euro. Zum Schiff- und Bootsbau in MV zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, der Lloyd Werft Group (ehemals Nordic Yards), an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostocksind gegenwärtig rund 2.100 Mitarbeiter und rund 240 Auszubildende beschäftigt.

Kooperationsverbund Maritime Zulieferer-Allianz MV e.V. (MAZA M-V)

Der „Kooperationsverbund Maritime Zulieferer-Allianz MV e.V.“ (MAZA M-V) begleitet den Strukturwandel der maritimen Industrie und sucht nach innovativen Produktionsfeldern für die Zulieferindustrie. Derzeit sind 29 mittelständische und kleine Unternehmen sowie sechs Einzelpersonen als Mitglieder in die innovations- und kooperationsorientierten Aktivitäten des Vereins einbezogen. Nach eigenen Angaben beschäftigen diese Unternehmen etwa 1.700 Mitarbeiter, die im Jahr 2015 etwa 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet haben.