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Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie kommt voran – gemeinsame Anstrengungen notwendig

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.6.2018 – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Gemeinsame Anstrengungen notwendig

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Schiffbau im Wandel – Bund und Land unterstützen Innovationen

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister. Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

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Gemeinsam stark: „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ seit zehn Jahren aktiv

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation prägt die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

10 Jahre Kooperationsverbund maritimer Zulieferer – das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC MAZA MV) hat in Rostock sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. „Gemeinsam stark sein – dieses Motto haben sich die Mitgliedsunternehmen des RIC MAZA auf die Fahnen geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation sind die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes im Verbund aktiv, um ihr Innovations- und Leistungspotential weiter zu stärken. Dazu ist es unter anderem notwendig, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. Da sehe ich noch viel Potential, das mit Unterstützung des Kooperationsverbundes gehoben werden sollte“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

RIC MAZA ist tragfähige Kooperationsstruktur zur nachhaltigen Stärkung der maritimen Industrie im Land

„Das Wirtschaftsministerium hat von Anbeginn an den Aufbau eines Netzwerkes in der maritimen Zulieferindustrie des Landes gefördert“, hob Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph in Rostock hervor. „Es ist gelungen, in der maritimen Branche eine tragfähige Kooperationsstruktur zu etablieren, so dass die maritime Industrie im Land nachhaltig gestärkt werden konnte. Das enge Zusammenwirken von maritimer Realwirtschaft und Wirtschaftsministerium, auch in schwierigen Zeiten, zahlt sich jetzt aus. Der Schiffbau in MV steht in den kommenden Jahren vor großen und nie so komplex dagewesenen Herausforderungen“, so Rudolph weiter. „Mit der Weiterentwicklung der MAZA M-V zum Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz hat der Kooperationsverbund erneut strategische Weitsicht bewiesen. MAZA wird so an weiteren Kapiteln des Erfolgs maritimer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitarbeiten können. Wir werden diese für unsere Volkswirtschaft bedeutsame Weiterentwicklung des MAZA-Verbundes unterstützen“, so Rudolph abschießend.

Maritime Industrie im Land im Aufwind – wachsende Ansprüche an Zuliefererunternehmen

Die Maritime Zuliefer Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Werften sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich soll die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse steigern. „Die maritime Industrie unseres Landes ist im Aufwärtstrend. Es hat sich auf den Werften ein technisch anspruchsvoller, innovativer Spezialschiffbau entwickelt. Daraus folgen wachsende Ansprüche an die Zuliefererbetriebe. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter passgenau und zukunftsgerecht zu qualifizieren. Die weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovationen jetzt zu verstärken. Hierbei unterstützen wir“, betonte Rudolph.

Intensivierung von Forschung und Entwicklung notwendig

In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum 2014 bis 2017 sind landesweit Zuschüsse in Höhe von 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. Davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuEI-Vorhaben und 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Die Unterstützung ging vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen – insgesamt 36,6 Millionen Euro für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro erhielten große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte. „Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen und dadurch zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen des Landes weiter gehen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt RIC MAZA MV

Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro. Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC) hat nach eigenen Angaben derzeit 41 Mitglieder, die insgesamt 2.800 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro für schiffbauliche Leistungen erzielen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine starke Wirtschaftsbranche. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren Ende März 2018 rund 2.670 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Entwicklungschancen der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie leistet wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung – Land unterstützt maritime Zulieferer

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Im Landtag wurden die Entwicklungschancen der maritimen Industrie und die Unterstützung der Branche durch das Land diskutiert. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe machte im Landtag deutlich: „Die maritime Industrie mit ihren Werften und den maritimen Zulieferern und Dienstleistern ist für die Landesregierung nach wie vor ein industrieller Kern und von strategischer Bedeutung. Mir ist wichtig, dass der Industriezweig an seine Leistungsfähigkeit, die er vor der Finanz- und Wirtschaftskrise innehatte, anknüpfen und diese möglicherweise sogar erhöhen kann. Von daher wird die maritime Industrie in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung und auch zur Verbesserung der gesamten wirtschaftlichen Lage des Landes leisten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Land unterstützt maritime Zulieferer

Glawe erläuterte, dass die maritime Zulieferindustrie unterstützt wird. Dies ist nach § 9 Nr. 3 Werftenförderungsgesetz MV möglich. „Bürgschaftsanträge können im Interesse von Zulieferern durch Banken oder Versicherungsunternehmen gestellt werden, zu denen auch die Warenkreditversicherer zählen. Auf diese Weise lassen sich Wettbewerbsnachteile hiesiger Zulieferer gegenüber ausländischen Konkurrenten insbesondere bei Zahlungszielen begrenzen“, betonte Glawe. Daneben können maritime Zulieferbetriebe auch gemäß der Richtlinie zur Übernahme von Bürgschaften des Landes MV unterstützt werden. „Das gilt zum Beispiel hinsichtlich der Besicherung von Betriebsmittelkrediten, die für eine Auftragsfinanzierung von wichtiger Bedeutung sein können. Im Interesse des Landes sind grundsätzlich solche Maßnahmen volkswirtschaftlich förderungswürdig, die zur Schaffung und Sicherung nachhaltig wettbewerbsfähiger Strukturen geeignet sind“, sagte Glawe.

Gute Auftragslage an den Werftstandorten

„Trotz einer schwierigen Marktlage im internationalen Schiffbau herrscht bei den hiesigen Werften nahezu eine Aufbruchstimmung. Die Auftragsbücher sind gefüllt und es wird in erheblichem Maße investiert“, sagte Glawe. Die als neue Werftengruppe entstandenen „MV Werften“ sollen in den nächsten 10 Jahren hauptsächlich Kreuzfahrtschiffe für die Reedereien der Genting Gruppe bauen. Das Bauprogramm für die nächsten fünf Jahre hat einen Auftragswert von rund 3,5 Milliarden Euro. Hiermit verbunden sind umfangreiche Neuinvestitionen von über 200 Millionen Euro. „Neben Genting haben aber auch die anderen Werften im Land gute Auftrags- und Beschäftigungslagen. Auch hier werden weitreichende Investitionen getätigt, so z. B. auf der zur Meyer-Gruppe gehörenden Neptun Werft in eine neue Schiffbauhalle für den Bau großer Maschinenraummodule“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Bund und Land unterstützen Innovationen

Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung in der maritimen Wirtschaft. So werden zum Beispiel mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Wie in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben, ist die Landesregierung entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat mit der Qualifizierungsrichtlinie und der Richtlinie zur Förderung der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen zwei neue Richtlinien erarbeitet.

Norddeutsche Zusammenarbeit wird ausgebaut

Eine weitere strategische Entscheidung zur Sicherung der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern ist das Engagement im Maritimen Cluster Norddeutschland e.V. (MCN). Über 290 Mitgliedern zählt das Netzwerk. Es bündelt die Kompetenzen der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zentrale Aufgaben des MCN bestehen darin, auch über Ländergrenzen hinweg Kooperations- und Innovationsprojekte zu initiieren, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteure zu stärken sowie deren regionale Kompetenzen auszubauen. „Hier wollen wir gemeinsam im Schulterschluss mit den norddeutschen Ländern die Potentiale der maritimen Wirtschaft bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Das länderübergreifende Clustermanagement ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und bildet eine regional verankerte Ergänzung zu den etablierten maritimen Wirtschaftsverbänden und lokalen Netzwerken“, so Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt darüber hinaus die kleinen und mittleren Unternehmen hier im Land bei der Etablierung eines „Regionalen Innovationsclusters“. „Ziel soll es sein, in Zusammenarbeit der Zulieferer und Dienstleister mit den Werften und den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung insbesondere eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen sowie durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse zu steigern“, so Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit ihren ca. 280 Unternehmen und insgesamt rd. 10.000 Beschäftigten eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiff- und Bootsbau in MV zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. Zu den sechs großen Werftstandorten zählen: die MV Werften-Gruppe an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, die Peene Werft in Wolgast und die Tamsen Maritim in Rostock. „Alle zusammen beschäftigen gegenwärtig rund 2.300 Mitarbeiter und 280 Auszubildende“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend. Zum hiesigen Schiffbau zählen auch die zahlreichen (ca. 140) maritimen Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Sie schaffen so ca. 5.000 weitere hochwertige Arbeitsplätze in unserem Bundesland. Die Dienstleister und Zulieferer sind beispielsweise neben dem Schiffbau auch im Bereich maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie Offshore-Technik und in weiteren Bereichen der Meerestechnik tätig.

Wechselspur zum Schiffstransport bei TAMSEN MARITIM in Rostockoffiziell freigegeben

TAMSEN Werft ist zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie – Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

19.10.2017 – Eine neue Wechselspuranlage ist heute auf dem 120.000 Quadratmeter großen Gelände der TAMSEN MARITIM GmbH in Rostock durch Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph offiziell in Betrieb genommen worden. Die Wechselspuranlage hilft, zusätzliche Rangiermöglichkeiten für Schiffe und zugleich einen weiteren Außenarbeitsplatz zu schaffen. „Die TAMSEN MARITIM hat sich als zuverlässiger Dienstleister der maritimen Industrie am Markt etabliert. Die TAMSEN Werft ist ein zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie. Die Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen. Bereits jetzt werden jährlich rund 50 Reparaturen, Umrüstungen und Neumotorisierungen realisiert. Mit der Investition in die neue Wechselspuranlage kann das Unternehmen noch flexibler auf Markterfordernisse reagieren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

TAMSEN MARITIM baut u.a. Seenotrettungsboote für Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Die TAMSEN MARITIM GmbH ist mit 89 Mitarbeitern in drei Geschäftsfeldern tätig: Wartung und Reparatur von Behörden-, Fahrgast- und Marineschiffen mit einer Länge von bis zu 70 Metern, Schiffsneubau von kleineren Einheiten sowie die Verarbeitung von Kunststoffen („Composite Produktion“) als Zulieferung für den Schiffbau, den Windenergiebereich und andere Auftraggeber. Unter anderem werden über 70 Meter lange Composite-Urformen gefertigt, in denen Rotorflügel produziert werden können. Nach Unternehmensangaben gehören die Deutsche Marine und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu den größten Kunden. So ist beispielsweise für die DGzRS bis zum Jahr 2019 der Bau von sieben Seenotrettungsbooten vorgesehen. „Die TAMSEN MARITIM reiht sich ein in die Riege der erfolgreichen maritimen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die maritime Industrie mit ihren Werften sowie den dazugehörigen Zulieferern und Dienstleistern ist für das Land von strategischer Bedeutung. In der Branche sind interessante Perspektiven entstanden und attraktive Arbeitsplätze neu geschaffen worden“, sagte Rudolph.

Informationen zur maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern der Wirtschaft. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV Werften in WismarRostock und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock sind derzeit etwa 2.300 Mitarbeiter und rund 280 Auszubildende beschäftigt. Zu dieser Branche zählen auch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfasst dieser Bereich etwa 140 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für die neue Wechselspuranlage betrugen rund 671.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 147.000 Euro.

 

 

Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

9.8.2017 – Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismarvon den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.