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Kulturförderung als partnerschaftliche Aufgabe von Land und Kommunen

Minister Brodkorb: Landkreise, Kommunen und Land sollten im Interesse der Kulturschaffenden eine Kulturpartnerschaft begründen.

Landeskulturkonferenz 201423. 4. 2014 – Kulturminister Mathias Brodkorb hat sich in Schwerin für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen bei der Kulturförderung ausgesprochen. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung zur diesjährigen Landeskulturkonferenz ins Schweriner Schloss gefolgt. Neben Kulturschaffenden waren auch Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, kulturellen Verbänden und Vereinen, Kommunen, Landkreisen und den kommunalen Spitzenverbänden in den Plenarsaal des Landtags gekommen. „Mein Ziel einer nachhaltigen Kulturpolitik ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Landkreisen und den Kommunen, damit beide ihrer verfassungsrechtlichen Pflicht nachkommen können, Kunst, Kultur und die Pflege der niederdeutsche Sprache zu schützen und zu fördern“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. Wesentliches Instrument ist die neue Kulturförderrichtlinie, die im Entwurf vorliegt. „Diesem Entwurf ging ein intensiver Austausch mit allen Beteiligten voraus“, erläuterte Brodkorb. „Mein Ziel war nicht, besonders schnell eine Richtlinie auf den Weg zu bringen, sondern eine Richtlinie, die auf Partnerschaft setzt, die Förderung für alle einfacher und transparenter gestaltet“, sagte der Minister. Es sei notwendig gewesen, sich mit allen Seiten auszutauschen. Die gute Resonanz in der Anhörung zur Kulturförderrichtlinie spreche für sich. Die Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig nach einem Drei-Säulen-Modell erfolgen und vom Förderjahr 2015 an gelten. Die erste Säule der Kulturförderung soll die kulturelle Grundversorgung umfassen. Sie soll sich auf den lokal und regional wirkenden Erwerb von kulturellen und künstlerischen Grundkompetenzen richten. In der zweiten Säule sollen Projekte von überregionaler oder landesweiter Wirksamkeit und Bedeutung enthalten sein. Die dritte Säule der Kulturförderung soll sonstige herausragende Projekte aus allen Genres umfassen.

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Minister Brodkorb stellt Leitlinien für ein neues Konzept für die Kulturförderung vor

Grafik: Pressestelle BM(PM/BM 30.4.2013) –  In Mecklenburg-Vorpommern soll die Kulturförderung des Landes künftig verlässlicher und transparenter werden. Kulturminister Mathias Brodkorb hat heute auf der Landeskulturkonferenz im Schweriner Schloss sein Konzept für eine Neuordnung vorgestellt. „Die Kulturförderung wollen wir künftig auf drei verschiedene Säulen stellen: die kulturelle Grundversorgung, Projekte und Einrichtungen von überregionaler Bedeutung und die Förderung von sonstigen herausragenden Projekten“, erläuterte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Durch dieses System wollen wir nachvollziehbare Förderkriterien einführen und die Förderung transparenter gestalten“, sagte der Minister. Die erste Säule der Kulturförderung betrifft die kulturelle Grundversorgung. Dabei geht es um den lokalen und überregional wirkenden Erwerb von kulturellen und künstlerischen Grundkompetenzen. Die Förderung soll künftig z. B. an Bibliotheken, Kinder- und Jugendkunstschulen, Musikschulen und soziokulturelle Einrichtungen sowie an die regionalen Literaturzentren, Film- und Medienzentren in Form eines Bescheides an die Kommunen bzw. Landkreise ausgereicht werden.

Die zweite Säule der Kulturförderung enthält Projekte von überregionaler Bedeutung wie die dauerhafte Förderung von überregional wirkenden Einrichtungen und Projekten sowie die Landesverbandsarbeit. Nach Möglichkeit soll es auch hier eine Zweijahresförderung geben. In der dritten Säule der Kulturförderung werden sonstige herausragende Projekte gefördert. Dabei sollen besonders innovative Projekte aus allen Genres jährlich neu ausgewählt werden. „Durch das Drei-Säulen-Prinzip wollen wir den Verwaltungsaufwand verringern und die Verlässlichkeit der Förderung erhöhen. Wir wollen dadurch auch die Fördermittel zügiger als bislang an die Empfänger ausreichen“, betonte Kulturminister Brodkorb. SPD und CDU haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Kulturförderung hinsichtlich der Förderkriterien transparenter zu gestalten und die Förderzeit von Projekten mit dauerhafter kultureller Funktion auf zwei Jahre zu verlängern.