Archiv für das Schlagwort ‘Kulturschaffende

Kulturförderung 2018: Neue Regeln treten in M-V im Januar in Kraft

Ministerin Birgit Hesse: Auf die Vereinfachung haben wir lange hingearbeitet

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

29.12.2017 – Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Kunst und Kultur: Kulturschaffende, Träger und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern können die Kulturfördermittel des Landes vom kommenden Jahr an unter vereinfachten Bedingungen erhalten. Die neuen Regeln für die Kulturförderung treten zum 1. Januar 2018 in Kraft. Die entsprechende Richtlinie ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar. Dort stehen auch Hinweise für Zuwendungsempfänger zum Herunterladen bereit. „Immer wieder haben Kulturschaffende, insbesondere viele Ehrenamtliche, beklagt, dass die Regeln zur Kulturförderung zu kompliziert sind“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Auf die Vereinfachung haben wir lange hingearbeitet. Ich danke allen, die sich daran beteiligt haben. Die neuen Regeln sind in der Kulturszene gut aufgenommen worden. Im Jahr 2018 müssen sie den Praxistest bestehen. Bei aller Vereinfachung wird es auch künftig notwendig sein, einen Antrag zu stellen“, schränkte Hesse ein. Wer öffentliche Mittel erhalten möchte, müsse aufzeigen, wofür er sie verwenden wolle.

Die größten Vereinfachungen gibt es bei Kulturprojekten mit einer Landesförderung bis zu 30.000 Euro. Sie soll als Festbetragsfinanzierung erfolgen. Unabhängig vom Antragsvolumen entfällt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller grundsätzlich die Vorlage der Stellungnahme der Kulturverwaltung. Erleichterungen gibt es zudem bei weiteren Regelungen, z. B. hinsichtlich des vorzeitigen Beginns der Maßnahme, der Mitteilungspflichten und der Inventarisierungspflicht. Für öffentliche Bibliotheken gibt es Sonderregeln zur Medienbeschaffung. Im Jahr 2018 sind im Haushalt Kulturfördermittel in Höhe von 10,3 Mio. Euro eingeplant. In den Jahren davor waren es jährlich 11,5 Mio. Euro. „Auch wenn der Etat für die Kulturförderung künftig geringer ausfällt, handelt es sich nicht um eine Kürzung“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit der Regierungsbildung ist die Zuständigkeit für die kulturelle Filmförderung vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf die Staatskanzlei übergegangen. Dies umfasst auch die Verwaltung der Fördermittel für die Filmförderung“, erläuterte Hesse. Hinweise zum Antragsverfahren und Antworten auf Fragen zur Fördermittelakquise erhalten Kulturschaffende beim Servicecenter Kultur in Rostock.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock, Tel.: 0381-2035409, Internet: http://servicecenter-kultur.de, E-Mail: servicecenter@karo.ag

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Servicecenter Kultur in Rostock wird im Jahr 2017 weitergeführt

Ministerin Birgit Hesse: 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern können weiterhin auf die Unterstützung des Servicecenters Kultur in Rostock zählen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die KARO gAG haben sich darauf verständigt, die Beratungsstelle im kommenden Jahr weiterzuführen. Insbesondere ehrenamtliche Kulturakteure, kleine Kulturträger und Kulturinitiativen können dort bei der Fördermittelakquise beraten werden und erhalten wichtige Hinweise zum Antragsverfahren. „Das Beratungsangebot wird von den Kulturschaffenden sehr gut angenommen. Das Servicecenter Kultur hat insgesamt 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt. Auch die Sprechtage in allen Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten fanden großen Zuspruch“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Servicecenter Kultur hilft beiden Seiten: Die Kulturschaffenden erhalten dort eine ausführliche und kompetente Beratung. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies eine wichtige Unterstützung ihrer eigenen Beratungstätigkeit und bei der Bewältigung der knapp 450 Fördermittelanträge pro Jahr“, so Hesse. Ansprechpartner im Servicecenter Kultur ist Hendrik Menzl. Menzl wurde in Rostock geboren, ist Dipl. Medienwirt (FH) und war für die Initiative Musik gGmbH und dem VUT e. V. (Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen) tätig. Außerdem hat er für die Berliner Künstleragentur Audiolith gearbeitet. „Hendrik Menzl ist ein sehr guter Gesprächspartner für die Kulturschaffenden bei uns im Land. Ich danke ihm für seine bisherige Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg. Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände kann ich bei Fragen zur Kulturförderung und zum Antragsverfahren nur empfehlen, sich an Herrn Menzl zu wenden“, sagte Kulturministerin Hesse.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock. Tel.: 0381-2035409, E-Mail: servicecenter@karo.ag, http://servicecenter-kultur.de

 

„Marktplatz Kultur und Schule in MV“

Für starke Bündnisse in der Kulturbildung

Kinder zum Olymp! ruft zum „Marktplatz Kultur und Schule in MV“: Kulturschaffende, Künstler und Lehrer entwickeln gemeinsam spannende Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche in Anklam, Schwerin, Stralsund, Rostock, Mestlin und Waren (Müritz).

Neuer Markt in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Neuer Markt in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Am 26. November 2015 von 16 bis 18 Uhr sind Schulen, Kulturinstitutionen und Künstler zum ersten „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Zahlreiche neue Kooperationen für kulturelle Bildungsprojekte erhoffen sich die Veranstalter Kulturstiftung der Länder mit ihrer Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! und die Fachstelle Kulturelle Bildung MV. Förderer sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. „Auf diesen Marktplätzen wird nicht mit Geld gehandelt, hier soll eine andere Art des Tauschgeschäfts abgeschlossen werden: Schulen bieten ihre Räumlichkeiten an, Kulturscha­ffende werfen ihre Projektideen und ihr kreatives Potential in den Ring. Gemeinsam sollen Wege der Zusammenarbeit ausgelotet werden“, sagte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Ob Rap-, Tanz- oder Literaturprojekt: An sechs Marktplatz-Orten können Künstler, Vertreter von Kultureinrichtungen und Lehrer gemeinsam in nur zwei Stunden im persönlichen Gespräch Ideen für gemeinsame Projekte entwickeln, Kooperationsprojekte anschieben oder auch einfach den Austausch von Technik, Material und Räumen vereinbaren. Die Assoziation mit „SpeedDating“ liegt nicht fern, haben doch die Marktplatzteilnehmer aus Kultur und Schule die Chance, innerhalb kurzer Zeit möglichst viele potenzielle Kooperationspartner kennenzulernen, interessante Angebote und passende Gesuche auf ihre Eignung hin zu prüfen, Möglichkeiten auszuloten und sich mit den vielversprechendsten Partnern zu verbünden. Feste Vereinbarungen noch am selben Tag für die gemeinsame Umsetzung kreativer Projektideen sind das Ziel des Marktplatzes.

Interessierte Lehrer, Schulleiter, Künstler, Mitarbeiter von z. B. Museen, Theatern, Büchereien und anderen Kulturträgern können sich auf der Website www.kulturelle-bildung-mv.de noch bis zum 20. November 2015 zur kostenlosen Teilnahme am Marktplatz anmelden. Teilnehmen und gewinnen: Den überzeugendsten Kooperationsideen, die auf dem Marktplatz vereinbart werden, winkt ein Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro. Außerdem wird unter den Projektideen aller sechs Marktplätze ein Sonderpreis in Höhe von 2.000 Euro für das beste „Flächenprojekt“ vergeben. Denn Kunst und Kultur sollen Kinder und Jugendliche auch abseits der Metropolen mit ihrem großen kulturellen Angebot erleben können: Dieses Versprechen will die Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! der Kulturstiftung der Länder mit ihrem innovativen Veranstaltungsformat „Marktplatz Kultur und Schule“ einlösen. „Gerade im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern mit seiner geringen Bevölkerungsdichte und weiten Wegen wird sich unser Marktplatz als Geheimrezept für viele neue begeisternde Kooperationen landauf und landab erweisen“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. Als Pilotprojekt von Kinder zum Olymp! startete der „Marktplatz Kultur und Schule“ mit großem Erfolg bereits im Jahr 2012 in sechs Städten in Sachsen-Anhalt und wurde 2013 in der selbstständigen Trägerschaft des Kultusministeriums fortgeführt; in Chemnitz fand der Marktplatz Kultur und Schule Anfang November 2015 statt; bundesweit sollen weitere Städte folgen – ein Schneeballeffekt, der gewünscht ist! Kontakt: Johannes Fellmann, Leiter Kommunikation, Kulturstiftung der Länder, Lützowplatz 9, 10785 Berlin, E-Mail: jf@kulturstiftung.de, Tel.: 030-893635-29

Die Marktplatz-Orte

Anklam: Marktplatz im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Demokratiebahnhof Anklam, Am Bahnhof / 17389 Anklam

Lokaler Veranstalter: Kunst und Kulturrat Vorpommern-Greifswald e.V.

Kontakt: Ute Gallmeister, Tel.: 03971/259972, E-Mail: utegallmeister@online.de

Stralsund: Marktplatz im Landkreis Vorpommern-Rügen

Stadtbibliothek Stralsund, Badenstraße 13, 18437 Stralsund

Lokaler Veranstalter: Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Rügen e.V., Perform(d)ance e.V. Stralsund

Kontakt: Dr. Heike Carstensen, Tel.: 03831/284353, E-Mail: heike.carstensen@web.de und Dörte Wolter, Tel.: 0151-27004295, E-Mail: management@performdance.de

Waren: Marktplatz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

HAUS ACHT Eingang Feldstraße, Papenbergstraße 8, 17192 Waren (Müritz)

Lokaler Veranstalter: Kunst- und Kulturrat Mecklenburgische Seenplatte, Kultur und Kunstverein Waren e.V.

Kontakt: Christiane Bastian: Tel.: 0173/5293244, E-Mail: ChristianeBastian@gmx.de

Rostock: Marktplatz in Rostock und Umgebung

FRIEDA 23, Friedrichstraße 23, 18057 Rostock–

Lokaler Veranstalter: KARO gAG Rostock

Kontakt: Barbara Szuta, Tel.: 0381/2035408, E-Mail: geschaeftsstelle@karo.ag

Mestlin: Marktplatz im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Kulturhaus Mestlin, Marx-Engels-Platz 5, 19374 Mestlin

Lokaler Veranstalter: Kunst- und Kulturrat Ludwigslust-Parchim

Kontakt: Takwe Kaenders, Tel.: 038727/888 277, E-Mail: info@denkmal-kultur-mestlin.de

Schwerin: Marktplatz in Schwerin und Umgebung

Staatliches Museum Schwerin, Alter Garten 3, 19055 Schwerin

Lokaler Veranstalter: Staatliches Museum Schwerin

Kontakt: Birgit Baumgart, Tel.: 0385/5958 121, E-Mail: B.Baumgart@museum-schwerinde

2. „kulturLokal“ am 29. Oktober – das Netzwerktreffen für Kultur und Wirtschaft in Greifswald

Netzwerktreffen, Foto/Quelle: Presse HGW Netzwerktreffen, Foto/Quelle: Presse HGW30.9.2014 – Nach der gelungenen Premiere des ‚kulturLokals’ im Februar findet am 29. Oktober um 17 Uhr die 2. Auflage im St. Spiritus statt. Dann haben Vertreter Greifswalder Firmen und Kulturschaffende erneut die Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Nach dem Vorbild von Spielkarten wird erstmals ein Kulturführer für Unternehmen präsentiert. Gäste können auf unterhaltsame Stunden mit kulturellen und kulinarischen Überraschungen gespannt sein. Beim „kulturLokal“ haben Kulturvereine, Kreative und Künstler aller Sparten die Möglichkeit, sich zu vernetzen und mit interessierten Unternehmen sowie anderen Einrichtungen in Kontakt zu treten. Als Unternehmer/in können Sie sich mit Ideen, Know-How, Zeit oder Geld für ein Greifswalder Kulturprojekt engagieren oder andere Chancen nutzen, um Ihre Unternehmenskultur zu bereichern. Da die Teilnahmekapazitäten begrenzt sind, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich und ab sofort bis zum 23. Oktober unter nachfolgendem Kontakt möglich.

Kontakt: Projekt: EU-Projekt Business Culture Partnership, Ansprechpartner: Birthe Dobroczek, Anschrift: Stadthaus Greifswald, Markt 15, 17489 Greifswald, Telefon: 03834 – 8536 2841, E-Mail: bcp@greifswald.de.

Kulturförderung als partnerschaftliche Aufgabe von Land und Kommunen

Minister Brodkorb: Landkreise, Kommunen und Land sollten im Interesse der Kulturschaffenden eine Kulturpartnerschaft begründen.

Landeskulturkonferenz 201423. 4. 2014 – Kulturminister Mathias Brodkorb hat sich in Schwerin für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen bei der Kulturförderung ausgesprochen. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung zur diesjährigen Landeskulturkonferenz ins Schweriner Schloss gefolgt. Neben Kulturschaffenden waren auch Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, kulturellen Verbänden und Vereinen, Kommunen, Landkreisen und den kommunalen Spitzenverbänden in den Plenarsaal des Landtags gekommen. „Mein Ziel einer nachhaltigen Kulturpolitik ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Landkreisen und den Kommunen, damit beide ihrer verfassungsrechtlichen Pflicht nachkommen können, Kunst, Kultur und die Pflege der niederdeutsche Sprache zu schützen und zu fördern“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. Wesentliches Instrument ist die neue Kulturförderrichtlinie, die im Entwurf vorliegt. „Diesem Entwurf ging ein intensiver Austausch mit allen Beteiligten voraus“, erläuterte Brodkorb. „Mein Ziel war nicht, besonders schnell eine Richtlinie auf den Weg zu bringen, sondern eine Richtlinie, die auf Partnerschaft setzt, die Förderung für alle einfacher und transparenter gestaltet“, sagte der Minister. Es sei notwendig gewesen, sich mit allen Seiten auszutauschen. Die gute Resonanz in der Anhörung zur Kulturförderrichtlinie spreche für sich. Die Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig nach einem Drei-Säulen-Modell erfolgen und vom Förderjahr 2015 an gelten. Die erste Säule der Kulturförderung soll die kulturelle Grundversorgung umfassen. Sie soll sich auf den lokal und regional wirkenden Erwerb von kulturellen und künstlerischen Grundkompetenzen richten. In der zweiten Säule sollen Projekte von überregionaler oder landesweiter Wirksamkeit und Bedeutung enthalten sein. Die dritte Säule der Kulturförderung soll sonstige herausragende Projekte aus allen Genres umfassen.

Glawe: Wirtschaft, Kulturschaffende und bürgerschaftliches Engagement berücksichtigen

Schwerin 19.6.2013 – Im Landtag ist heute die Reform der GEMA-Tarife diskutiert worden. Wirtschaftsminister Harry Glawe appellierte, dass bei der Ausgestaltung des neuen Tarifsystems der GEMA im Veranstaltungsbereich die wirtschaftliche Betätigung von Musikveranstaltern möglich bleibt. “Gerade in einem Land, wo der Tourismus ein wirtschaftlicher Eckfeiler ist, hat die Unterhaltungsbranche einen besonderen Stellenwert. Ein ausgewogenes Tarifsystem ist für alle Beteiligten wichtig. Ein fairer Interessenausgleich zwischen den Künstlern als Urheber und den Nutzern als Veranstalter ist umso mehr nötig”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin. Glawe forderte auch die finanziellen Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Tätige und Vereine nicht aus den Augen zu verlieren. “Bürgerschaftliches Engagement darf durch die neue Tarifstruktur der GEMA nicht ausgeschlossen werden. Dieses betrifft insbesondere Stadtteil- und Dorffeste, Veranstaltungen von Vereinen und der freiwilligen Feuerwehr, Senioren- und Schulveranstaltungen und Benefizveranstaltungen, aber auch Musikaufführungen als Teil des kulturellen Lebens bis hin zu international bekannten Großveranstaltungen wie der Hansesail”, so Glawe weiter.

Letztlich muss die Gebührenpolitik der GEMA sowohl die Interessen der Kulturschaffenden als auch der Wirtschaft und des bürgerschaftlichen Engagements im Blick haben. “Die Kulturschaffenden haben ein berechtigtes Interesse daran, dass ihre Tätigkeit auch angemessen honoriert wird. In Zeiten der elektronischen Medien gehen heute oftmals die Einnahmen verloren, die in früheren Jahren durch den Verkauf von Platten und CDs generiert wurden”, so Glawe. Die GEMA hat mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) eine Interimsvereinbarung für die Tarife in diesem Jahr ausgehandelt. Bis Ende Juni ist von der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt eine Frist zur Einigung über das Tarifsystem gesetzt worden. Gibt es keine Einigung, startet ab dem 01. Juli 2013 ein Mediationsverfahren, um die Tarifausgestaltung nach 2013 zu klären.