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Glawe: Wirtschaft, Kulturschaffende und bürgerschaftliches Engagement berücksichtigen

Schwerin 19.6.2013 – Im Landtag ist heute die Reform der GEMA-Tarife diskutiert worden. Wirtschaftsminister Harry Glawe appellierte, dass bei der Ausgestaltung des neuen Tarifsystems der GEMA im Veranstaltungsbereich die wirtschaftliche Betätigung von Musikveranstaltern möglich bleibt. “Gerade in einem Land, wo der Tourismus ein wirtschaftlicher Eckfeiler ist, hat die Unterhaltungsbranche einen besonderen Stellenwert. Ein ausgewogenes Tarifsystem ist für alle Beteiligten wichtig. Ein fairer Interessenausgleich zwischen den Künstlern als Urheber und den Nutzern als Veranstalter ist umso mehr nötig”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin. Glawe forderte auch die finanziellen Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Tätige und Vereine nicht aus den Augen zu verlieren. “Bürgerschaftliches Engagement darf durch die neue Tarifstruktur der GEMA nicht ausgeschlossen werden. Dieses betrifft insbesondere Stadtteil- und Dorffeste, Veranstaltungen von Vereinen und der freiwilligen Feuerwehr, Senioren- und Schulveranstaltungen und Benefizveranstaltungen, aber auch Musikaufführungen als Teil des kulturellen Lebens bis hin zu international bekannten Großveranstaltungen wie der Hansesail”, so Glawe weiter.

Letztlich muss die Gebührenpolitik der GEMA sowohl die Interessen der Kulturschaffenden als auch der Wirtschaft und des bürgerschaftlichen Engagements im Blick haben. “Die Kulturschaffenden haben ein berechtigtes Interesse daran, dass ihre Tätigkeit auch angemessen honoriert wird. In Zeiten der elektronischen Medien gehen heute oftmals die Einnahmen verloren, die in früheren Jahren durch den Verkauf von Platten und CDs generiert wurden”, so Glawe. Die GEMA hat mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) eine Interimsvereinbarung für die Tarife in diesem Jahr ausgehandelt. Bis Ende Juni ist von der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt eine Frist zur Einigung über das Tarifsystem gesetzt worden. Gibt es keine Einigung, startet ab dem 01. Juli 2013 ein Mediationsverfahren, um die Tarifausgestaltung nach 2013 zu klären.

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