Archiv für das Schlagwort ‘Kulturgeschichte

Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser geht in die zehnte Runde

Kulturfestival „Mittsommer-Remise“ anlässlich des Jubiläums auf zwei Tage ausgeweitet / 100 herrschaftliche Anwesen laden am 24. und 25. Juni nach Mecklenburg-Vorpommern ein / Mehr als 4.000 Besucher erwartet

Schloss Bothmer, Foto: Monika Lawrenz

Schloss Bothmer, Foto: Monika Lawrenz

„Den Sommer herrschaftlich begrüßen“ – so lautet der Titel der zehnten Auflage der „Mittsommer-Remise 2017“, der Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser anlässlich der Sommersonnenwende. Dabei öffnen am 24. Juni zwischen 15.00 Uhr und 22.00 Uhr 70 mecklenburgische und am 25. Juni zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr 30 vorpommersche Anwesen Türen und Tore und gewähren Besuchern Einblicke hinter die Kulissen und in die Kulturgeschichte. Diese können die Anwesen auf eigene Faust oder mit einem Shuttlebus von Rostock aus ansteuern, um vor Ort durch malerische Parkanlagen zu spazieren, Gespräche mit Gutshausbesitzern bei einem Glas Wein am Lagerfeuer zu führen oder einfach historische Bausubstanz zu bewundern. Bei der Jubiläumsausgabe des Kulturfestivals, bei der mit insgesamt 100 Teilnehmern mehr als je zuvor dabei sind, geben 39 Häuser ihr Mittsommer-Remisen-Debüt, darunter das Schloss Schlemmin vor den Toren der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, das Schloss Bothmer im Klützer Winkel oder das Hotel Hullerbusch in der Feldberger Seenlandschaft.

Das Angebotsspektrum ist so vielfältig wie die Häuser selbst. Im Gutshaus Klein Strömkendorf, das sich keine 1.000 Meter vom Salzhaff entfernt befindet, werden Zigarren in der Lounge geschmökert und Whisky genossen, im Schloss Plüschow bei Wismar betreten Besucher eine Zwischenwelt, in der Shakespeares Geister und Randgestalten in dem Projekt „Geister“ miteinander kommunizieren, und im Gutshaus Sommerfeld werden im Ballsaal barocke Tänze aufgeführt. Tickets, die den Zutritt zu allen Häusern ermöglichen, sind im Vorverkauf für zwölf Euro inklusive Vorverkaufsgebühr erhältlich. Der Eintritt für Kinder bis zehn Jahre ist frei. Die Agentur Sphinx ET aus Rostock bietet in Kooperation mit Rux-Reisen Shuttletouren zu ausgewählten Häusern am Sonnabend und Sonntag an. Die Touren für 30 Euro pro Person sind unter der Telefonnummer 0381 1289392 buchbar. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Programm zum Download

Weitere Informationen: www.mittsommer-remise.de

Informationen zu Schlössern und Gutshäusern in Mecklenburg-Vorpommern: www.auf-nach-mv.de/schloesser

Advertisements

Denkmalpreise des Landes im Jahr 2016 ausgeschrieben

Minister Brodkorb ruft auf, Vorschläge einzureichen

Blücher-Denkmal, Foto Joachim Kloock

Blücher-Denkmal, Foto: Joachim Kloock

„Kultur zum Anfassen, das sind die Denkmale in unserem Land. Unsere Kulturgeschichte liegt uns teilweise zu Füßen. Wir müssen sie nur sehen und sie bewahren“, so Kulturminister Mathias Brodkorb. „Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis würdigt Menschen die unsere Geschichte für die nächsten Generationen bewahren.“ Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Denkmalpreise müssen bis zum 31. Mai 2016 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingegangen sein.  „Denkmale sind unsere Heimatgeschichte und ich bin sehr froh, dass wir diese Preise verleihen können, um Menschen zu würdigen die sich auf diesem Gebiet engagieren“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Ich freue mich darüber, wenn auch in diesem Jahr wieder Projekte auf Grund der Preisverleihung vielen Menschen im Land vorgestellt werden können und so ein Stück Geschichte in die Öffentlichkeit rückt.“

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 11. September 2016 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ ist mit 700 Euro dotiert. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind unzulässig. Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Werderstraße 124, 19055 Schwerin, Fax: 0385-588 7082, E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
  • langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Mirokoko lockt seit Pfingsten in die Mecklenburgische Seenplatte – Mirow feierte seine Schlosseröffnung

Schloss Mirow: Glanzvoll eröffnet das Rokoko-Juwel und startet in die erste Saison, Foto: Foto: Sabine Nolting8.6.2014 – Das Land Mecklenburg-Vorpommern präsentierte am 7. Juni der Öffentlichkeit erstmals ein glanzvolles Zeugnis seiner Kulturgeschichte. Rund 6500 Besucher kamen am Pfingstsonnabend zur Eröffnung von Schloss Mirow. Damit startete das neueste Museum des Landes vielversprechend in seine erste Saison „Mit Schloss Mirow haben wir eines der wichtigsten Zeugnisse unserer Landesgeschichte erhalten und machen es für uns und die kommende Generation wieder erlebbar“, würdigte Finanzministerin Heike Polzin das kulturpolitische Ereignis am Eröffnungstag. Rund 17 Millionen Euro wurden durch das Land mit Unterstützung der Europäischen Union in die Erhaltung des gesamten Bauensembles investiert, davon allein 12 Millionen Euro in die Sanierung und Restaurierung des Schlosses. Die Finanzministerin hob neben der Bauverwaltung die besondere Bedeutung der Staatlichen Schlösser und Gärten hervor: „Leuchttürme der Kunst, Geschichte und Baukultur weisen den Einheimischen und unseren Gästen den Weg zu besonderen Orten in unserem an Schlössern, Gärten und Herrenhäusern so reichem Land.“ Erwartungsfroh strömten die Festbesucher schon am Vormittag bei schönstem Pfingstwetter auf die Mirower Schlossinsel. Kurz nach 11 Uhr öffnete sich das Portal – von innen. Eine fröhliche Kinderschar drängte heraus und begrüßte die ersten Museumsbesucher. Nach dem überraschend unkonventionellen Festakt war das Rokoko-Juwel offiziell für das Publikum geöffnet. Die Museumsmitarbeiter konnten 2756 Besucher am eintrittsfreien Eröffnungstag zur Schlossbesichtigung begrüßen. „Unsere Erwartungen wurden bei weitem erfüllt und der Auftakt stimmt uns hoffnungsfroh für den zukünftigen Museumsbetrieb“, freut sich Kastellan Ralf Bäßler. Einheimische und Touristen feierten bis in den Abend auf der Schlossinsel. Mit einem stimmungsvollen Konzert der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin klang der ereignisreiche Tag aus. Mit Schloss Mirow gewinnt die Region eine Kulturstätte ersten Ranges. Bis Oktober kann das Schloss Dienstag bis Sonntag von 10 – 17 Uhr besichtigt werden, im Juli und August öffnet es täglich seine Pforten.  www.schlossmirow.de