Archiv für das Schlagwort ‘Kultur

10 Jahre Schweriner Kultur- und Gartensommer

Enger zusammengerückt und überregional bekannter

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin Foto: Joachim Kloock

Bereits zum zehnten Mal setzt der Schweriner Kultur- und Gartensommer die Schlossstadt mit Kunst, Kultur und fantasievollen Festen in Szene. Ihre Bühnen findet die Veranstaltungsreihe dabei erneut von April bis September auf den lauschigen Plätzen der Altstadt und in den versteckten Winkeln des Schlossgartens. „Die Zusammenarbeit der wichtigsten Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt unter dem gemeinsamen Dach des Schweriner Kultur- und Gartensommers hat sich als richtig erwiesen. Die Kulturszene ist dadurch enger zusammengerückt und besser vernetzt und kann ihr vielfältiges Angebot auch überregional noch besser bekannt machen“, sagt Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Uns ist auch im Jubiläumsjahr ein guter Mix aus kostenfreien und kostenpflichtigen Angeboten gelungen. Dieses kulturelle Sommerprogramm ist auch für Reisende, Gäste aus dem Schweriner Umland und Tagesausflügler von der Ostsee zum Anziehungspunkt geworden“, bestätigt die Martina Müller, Geschäftsführerin der Stadtmarketinggesellschaft Schwerin.

Nach dem FrühjahrsErwachen am 27. und 28. April  mit einem Straßenfestival und verkaufsoffenen Sonntag sowie einem Gartenmarkt in der Schleifmühle geht es mit Filmkunst weiter: Vom 30. April bis 5. Mai kommen Filmliebhaber beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern auf ihre Kosten, das zu den größten Publikumsfestivals der neuen Bundesländer gehört. Das abwechslungsreiche Programm mit 150 Filmen hält für nahezu jeden Filmgeschmack etwas Sehenswertes bereit. Neben den Filmvorführungen warten einige Sonderveranstaltungen auf die Besucher, wie etwa die große Eröffnung am 30. April und die Preisverleihung mit anschließendem Stummfilmkonzert, begleitet von der Mecklenburgischen Staatskapelle. Das Gastland des diesjährigen Filmkunstfestes ist Irland.  Eine Fotoausstellung, Lesungen und Musik ergänzen die gezeigten Filme aus irischer Produktion. Ehrenpreisträgerin ist in diesem Jahr Katharina Thalbach, die am 4. Mai mit dem „Goldenen Ochsen“ geehrt wird. Vom 14. bis 16. Juni wird am Rad der Zeit gedreht: Das historische Schlossfest am Samstag entführt seine Besucher in das Leben am Hofe. Am Sonntag steht das Fest ganz im Zeichen der heutigen Landespolitik beim „Tag des offenen Landtags“. Mit Einbruch der Dunkelheit sorgt die spektakuläre Lichtinszenierung „Son et lumière“ am Freitag und Samstag für einzigartige Effekte am Schweriner Schloss.

Sommerliche Höhepunkte sind erneut die Schlossfestspiele Schwerin des Mecklenburgischen Staatstheaters vom 21. Junibis 20. Juli. Vor atemberaubender Schlosskulisse präsentieren sie den berührenden Musicalklassiker Anatevka auf dem Alten Garten und im Schlossinnenhof die romantisch-rasante Komödie Cyrano de Bergerac. Am 23. Juni laden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zum Fahrradkonzert ein. Unter dem Motto „Musik bewegt“ kann man mit dem Fahrrad neue und bekannte Konzertorte in Schwerin erkunden und Musik von Klassik bis Jazz, von Weltmusik bis Pop erleben. Auf unterschiedlichen Bühnen im Stadtgebiet warten erstklassige Künstler wie Faltenradio, Daniel Hope oder der Flötenmann Gabor Vosteen. Die mecklenburgische Landschaft in Bildern erleben Besucher bei der Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ vom 5. Juli bis 6. Oktober im Staatlichen Museum Schwerin. Carl Malchin gilt als Begründer der mecklenburgischen Landschaftsmalerei. Kein anderer Künstler dieser Zeit war in so hohem Maße darauf spezialisiert, die Natur Mecklenburgs zu erfassen.

Mit kulinarischen Gaumenfreuden verzaubert der GourmetGarten vom 12. bis 14. Juli seine Gäste. Im Schlossgarten tischen Gastronomen ein Wochenende unter freiem Himmel auf. Unter dem Motto „Wie im Zauberland“ entführt die Schlossgartenlust am 3. August in die Welt der Magie und Zauberei. Verträumte Klänge und romantische Lichtinszenierungen verwandeln das Areal rund um das Schloss Schwerin in ein magisches Reich. An verschiedenen, interaktiven Zauberstationen laden Akteure, Artisten, Illusionisten und Musiker zum Verweilen, Mitmachen und Staunen ein. Stimmengewaltig geht der Schweriner Kultur- und Gartensommer 2019 zu Ende. Beim „Windros Festival“ vom 6. bis 8. September kommen hochkarätige Musiker aus der ganzen Welt im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß zusammen. Von Konzerten über Workshops, Tanzveranstaltungen und Vorträgen gibt es an dem Festivalwochenende viele Veranstaltungen rund um die (Folk-)Musik zu erleben.

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Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop

Künstlerort lockt am 18. August Kulturinteressierte auf den Darß

Lange Nacht der Kunst 2015 im Ostseebad AhrenshoopRund 20 Galerien, Keramikwerkstätten, Kunst- und Veranstaltungshäuser öffnen am 18. August zur 19. Langen Nacht der Kunst im Ostseebad Ahrenshoop. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und Tanzaufführungen stehen dabei auf dem Programm. Los geht es bereits am Nachmittag mit einem Familienfest im Garten des Kunstmuseums Ahrenshoop, wo Stoffbeutel bemalt und Bilder gestaltet werden. Bis in die späten Abendstunden hinein verzaubert etwa Clownfrau Katharina Witerzens mit schaurig schöner Jahrmarktpoesie aus dem Schaubuden-Wagen das Publikum, gibt Vasyl Kotys in der Alten Weberei Duport-Variationen von Wolfgang Amadeus Mozart und Corelli-Variationen von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov zum Besten und eröffnet Grit Götze in der Galerie Alte Schule eine Keramikausstellung mit dem Titel „Die Stille des Sommers“. Zu jeder vollen Stunde führt Hotelier Roland Fischer unter anderem durch seine Gemäldesammlung im Romantikhotel Namenlos und Fischerwiege. Zudem können Gäste das eine oder andere Kunstwerk auf einer Versteigerung um 21.00 Uhr im Neuen Kunsthaus erwerben.

Tickets sind ab dem 10. August 2018 in allen beteiligten Kunsthäusern, der Kurverwaltung Ahrenshoop, den Zimmervermittlungen Meerfischland und Ahrenshooper Ferien erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen: www.ostseebad-ahrenshoop.de

Bildunterschrift: Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop, Foto: Voigt und Kranz UG

Immaterielles Kulturerbe: Vorschläge für bundesweites Verzeichnis liegen vor

Unsere Kultur, Bräuche und das Handwerk prägen unser Land Mecklenburg-Vorpommern 

Das Nutzen der Zeesboote in der Boddenlandschaft, das Bemalen der Holztüren auf dem Darß und das Mecklenburger Alphorn sind im dritten Bewerbungszyklus als Vorschläge für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingegangen. Insgesamt liegen sieben Anträge vor. Bis zum 15. April 2018 müssen die Länder eine Vorauswahl treffen und die Vorschläge an die Kultusministerkonferenz (KMK) übermitteln. Die Vorauswahl trifft in Mecklenburg-Vorpommern der Landeskulturrat. „Unsere Kultur, Bräuche und traditionelles Handwerk prägen unser Land und sind sehr vielfältig. Darauf dürfen wir durchaus stolz sein“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich danke allen Initiativen, Vereinen und Verbänden, die sich am dritten Bewerbungszyklus für das Immaterielle Kulturerbe beteiligt haben. Ich würde mich freuen, wenn sich die Anträge im Expertenkomitee der Kultusministerkonferenz durchsetzen. Zunächst müssen die Mitglieder des Landeskulturrates eine Vorauswahl treffen. Ich wünsche dabei eine glückliche Hand“, sagte Hesse. Dies sei keine einfache Aufgabe.

Die Bundesländer dürfen jeweils vier Vorschläge unterbreiten. Dazu kommen vier weitere Vorschläge, die für den Fall greifen, dass andere Bundesländer ihr Kontingent nicht ausschöpfen. Die Vorschläge der Länder werden dann von dem durch die Deutsche UNESCO-Kommission einberufenen Expertenkomitee evaluiert. Die Kultusministerkonferenz und die Bundesregierung treffen eine abschließende Entscheidung über die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Ende 2018. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Lieder, Musiktraditionen, Theater und Tänze, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken und Handwerkstraditionen. Beim ersten Bewerbungsverfahren im Dezember 2014 wurden das Reetdachdecker-Handwerk und das Malchower Volksfest in das bundesweite Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Im zweiten Bewerbungszyklus folgten 2016 das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen.

Im Einzelnen sind folgende Vorschläge eingegangen

Die Bewahrung und Nutzung der Zeesboote in der Boddenlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern

Zeesboote sind unvergleichliche Zeugen einer vergangenen Fischereitradition. Diese Tradition hat ihren Ursprung im Mittelalter. Spätestens um 1800 wurden die bis dahin gebräuchlichen Zeeskähne durch die kleineren, etwa 12 Meter langen, zweimastigen Zeesboote abgelöst.

Bemalte Holztüren auf dem Darß

Die abgeschiedene Insellage von Fischland-Darß-Zingst und der sehr hohe Anteil der seemännischen Bevölkerung haben die Herausbildung und Entwicklung einer eigenen Bau- und Wohnkultur begünstigt. Die kunsthandwerkliche Fertigung von Haustüren, die mit Schnitzereien verziert sind, hat auf der Halbinsel Darß eine lange Tradition.

Stralsunder Wallensteintage

Die Wallensteintage in der Hansestadt Stralsund sind ein jährlich über mehrere Tage stattfindendes historisches Volksfest. An vier Tagen im Juli wird der Abwehr der Belagerung der Hansestadt Stralsund durch den kaiserlichen Feldherrn Wallenstein und seine Truppen im Jahr 1628 gedacht.

Brauchtum des Martensmannes

Seit Jahrhunderten hat sich die Tradition bewahrt, dass die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin alljährlich am Martinstag aus Lübeck ein Fass Rotwein (145,5 Liter) erhielten. Die Fahrt erfolgte nach einem festen Fahr- und Zeitplan von Lübeck über Schönberg und Rehna bis in die fürstliche Residenz nach Schwerin.

Feldziegelei, Meilerbrand, Ziegelei-Handwerk

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Backsteinland, die roten Ziegel prägen Städte und Dörfer. Darunter sind großartige Bauwerke, die schon hunderte von Jahren überstanden haben. Die Kunst des Ziegelbrennens kam um 1250 mit den Mönchen aus der Lombardei nach Norddeutschland, es entstanden die ersten Klöster und Kirchen aus Backstein. Die Kunst des Ziegelmachens ist aber sehr viel älter und führt zurück in die Anfänge menschlicher Zivilisation.

Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika

Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika gehört seit den 1860er Jahren zu den stilprägenden Praktiken in der Ausübung instrumentaler Volksmusik in Mecklenburg und Vorpommern. Die Bezeichnungen der diatonischen Handharmonika sind „Treckfiedel“, „Ziehharmonika“, „Harmonika“ oder nur „Monika“, „diatonisches Knopfakkordeon“, „Quetschkommode“ oder nur „Quetsche“. Das relativ kleine Instrument eroberte schnell die Tanzsäle der Dörfer und bildete den musikalischen Hintergrund gemeinschaftlicher Unterhaltung.

„Das Mecklenburger Alphorn“, Erhalt Mecklenburgischer Naturtonmusik mit heimischen Alphörnern

Das Mecklenburger Alphorn ist einmalig: 1820 erlebte Fritz Reuter als Kind das Mecklenburger Alphorn in Stavenhagen und hat es 1865 in „Meine Vaterstadt Stavenhagen“ in hochdeutsch genau beschrieben. Die Alphorngemeinschaft in Witzin hat dieses Horn originalgetreu nachgebaut, eine Gruppe und ein Orchester für Alphornbläser in Mecklenburg gegründet, Geschichtsforschung zum Alphorn in Mecklenburg-Vorpommern betrieben, die traditionelle Bauweise und die Tonlagen (Musik) wurden extra  dafür entwickelt, aufgearbeitet und  werden gepflegt.

„Kreatop!a“ – Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rostock

Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Holzkunst "Uhu", Foto: Martina Wichor

Holzkunst „Uhu“, Foto: Martina Wichor

23.11.2017 – „Kreatop!a – Hoch hinaus und tief verwurzelt“ – unter diesem Motto stand am Donnerstag die Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein impulsgebender Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Die Branche schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Mir ist es wichtig, dass dieser Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern noch besser bekannt wird und seine Potentiale stärker erschlossen werden. Die Branchenkonferenz ist dabei ein wichtiges Element“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mehr Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft mit weiteren Wirtschaftsbranchen nötig

Auf Einladung des Landesnetzwerkes „Kreative MV“, des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammer zu Rostock tagten in Rostock rund 90 Vertreter der Kreativwirtschaft, weiterer Branchen, Politik und Verwaltung. Kreativschaffende stellten aktuelle Projekte vor, in Workshops wurden zu interaktivem und branchenübergreifenden Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. „Entscheidend für die Branche ist, Ideen zu marktfähigen Produkten zu entwickeln, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Dafür ist ein enges Zusammenarbeiten mit anderen Wirtschaftsbranchen nötig. Beide Seiten können davon profitieren – Unternehmen erhalten einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte, Geschäftsmodelle sowie Strategien und die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung und Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem durch Instrumente der Wirtschaftsförderung, beispielsweise das Mentoring-Programm, Gründerstipendien, die Unterstützung von Beratungsleistungen sowie Technologieförderung und Investitionsförderung. Darüber hinaus hatte das Wirtschaftsministerium einen „Ideenwettbewerb für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ ausgeschrieben. Gesucht wurden zukunftsweisende Projektideen. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollen Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft erschlossen, vermarktet und weiter entwickelt werden. Im Fokus stehen vor allem branchenübergreifende Konzepte, um die wirtschaftlichen Marktchancen von Unternehmen zu stärken. Die Branchenkonferenz ist vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 12.500 Euro aus Landesmitteln unterstützt worden. „Die Instrumente der Wirtschaftsförderung stehen allen Unternehmen offen. Diese Leistungen können und sollten auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden“, sagte Glawe.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Greifswalder Kulturnacht & Singende Balkone am 15. September

Wer macht mit? Akteure können sich bis 16. Juli anmelden!

Die singenden Balkone 2014, Foto: Presse HGW

Die singenden Balkone, Foto: Presse HGW

Zum 15. Mal werden Greifswalder Vereine & Institutionen, Lokale, Initiativen und KünstlerInnen am 15. September 2017 gemeinsam die Greifswalder Kulturnacht bestreiten. Wer tolle Ideen und Lust hat, die Kulturnacht mitzugestalten, kann sich bis zum 16. Juli beim Amt für Bildung, Kultur und Sport (www.greifswald.de/kulturnacht) melden. In den vergangenen Jahren organisierten verschiedenste Akteure vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein etwa 80 Einzelveranstaltungen an über 50 verschiedenen Orten. An diese Vielfalt soll 2017 abermals angeknüpft werden. Professionelle, Laien, ambitionierte Amateure, Spezialisten, Allrounder, Local Heroes und Szenelieblinge aller Kunst- und Kulturgenres können sich präsentieren. Ob Vortrag, Ausstellung, Führung oder Workshop, Konzert, Tanz, Installation, Malerei, Live-Performance, Film, Theater, Kleinkunst – ob literarisch, musikalisch, tierisch, kulinarisch, Mainstream oder alternativ, lokal, regional, international, klassisch, populär oder revolutionär, einstudiert oder improvisiert – alles ist möglich. Da die Kulturnacht über die Altstadt hinaus wachsen soll, werden auch Orte außerhalb der Innenstadt sehr gern ins Programm aufgenommen. Seit 2014 eröffnen die Singenden Balkone in Schönwalde II die Kulturnacht mit einem musikalischen Spaziergang – auch in diesem Jahr wird es so sein. Darüber hinaus wirft das Programm stets ein Schlaglicht auf bestimmte Gebiete in der Stadt. In diesem Jahr könnte es „Ins Grüne“ gehen, auf die Wege entlang des Walls oder in den Botanischen Garten. Um den Besuchern das Wandeln zwischen mehreren Veranstaltungsorten zu ermöglichen, werden vor allem kurze Beiträge (max. 30-45 min) bevorzugt. Auch späte Angebote ab 22 Uhr sind willkommen, um die Kulturnachtschwärmer noch zum mitternächtlichen Kulturgenuss zu animieren.

Was muss man tun, um bei der Kulturnacht oder den „Singenden Balkonen“ 2017 mitzumachen? 

Melden Sie sich bis 16. Juli mit Ihren Ideen beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Dazu tragen Sie Ihren Programmvorschlag mit den Angaben für das Programmheft im Meldeformular auf www.greifswald.de/kulturnacht ein. Wer bei den Singenden Balkonen auftreten möchte oder einen Balkon dafür zur Verfügung stellt, kann sich auch telefonisch melden (Tel: 03834-8536-2104). Das Gesamtprogramm wird vom Amt für Bildung, Kultur und Sport zusammengefasst und einheitlich beworben. Wie stets wird  versucht, auch jene Akteure ohne eigene Räumlichkeiten und Mitveranstalter zusammenzuführen, die zwar über passende Räume verfügen, aber keine eigenen Programmpunkte gestalten können. Für Fragen steht Marc Werth von der Abteilung Kultur zur Verfügung (Tel: 03834 8536-2104). Weiterführende Informationen auf www.greifswald.de/kulturnacht

Bilanz 2016: 11,5 Mio. Euro für die allgemeine Kulturförderung

Allein 330.000 Euro zusätzlich für Projekte der kulturellen Grundversorgung und für Projekte von überregionaler Bedeutung

Kunsthaus Basthorst, Fotoquelle: ebenda

Kunsthaus Basthorst

Das Land hat im vergangenen Jahr für ca. 280 Projekte bzw. Einrichtungen Mittel der allgemeinen Kulturförderung bewilligt. Kulturträger mit Projekten, die eine Laufzeit von mehreren Jahren haben, nehmen die Fördermittel teilweise erst in diesem Jahr in Anspruch. Eine Übersicht über die geförderten Kulturprojekte ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar. Im Haushaltsjahr 2016 standen erstmals Mittel in Höhe von 11,5 Mio. Euro für die Kulturförderung zur Verfügung. Gegenüber den Vorjahren ist das eine Steigerung um 22 Prozent. „Im vergangenen Jahr standen allein 330.000 Euro zusätzlich für Projekte der kulturellen Grundversorgung und für Projekte von überregionaler Bedeutung zur Verfügung. Die Kulturträger haben im Vergleich zum Jahr 2015 jeweils fünf Prozent mehr Geld erhalten“, sagte Kulturministerin Hesse. „Auch andere Bereiche haben von den zusätzlichen Haushaltsmitteln profitiert. Für die Literaturhäuser im Land standen insgesamt 60.000 Euro mehr zur Verfügung. Die Künstlerhäuser haben insgesamt 60.000 Euro mehr erhalten. Das Land hat das Nachwuchskünstlerförderwerk fortgeführt, die Bibliotheken mit zusätzlich 100.000 Euro unterstützt und gemeinsam mit dem Energieministerium eine LED-Initiative zur Anschaffung von klimafreundlicher, sparsamer LED-Lichttechnik gestartet“, fasste Hesse zusammen. Mit den Mitteln der allgemeinen Kulturförderung unterstützt das Land alle Kulturbereiche. Um Fördermittel zu erhalten, müssen Projektträger bzw. Einrichtungen einen entsprechenden Antrag stellen. Im Jahr 2017 hat das Land wieder verschiedene Sonderförderprogramme aufgelegt, um die Kulturszene zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise ein Investitionsprogramm, das Landesprogramm zur Sicherung von schriftlichen und audiovisuellen Kulturgütern, die Projektförderung im Rahmen des Landesprogramms „Meine Heimat – mein Modernes Mecklenburg-Vorpommern“ und ein Landesprogramm zur Erinnerungskultur. „Ich habe angekündigt, mich für ein einfacheres Antragsverfahren bei der Kulturförderung einzusetzen“, sagte Ministerin Hesse. „Viele ehrenamtlich tätigen Kulturschaffenden empfinden die bisherigen Regelungen als zu kompliziert. Es gibt erste Ideen zur Vereinfachung, die wir weiter prüfen müssen. Allerdings wird es auch in Zukunft nicht ohne einen gewissen Aufwand möglich sein, eine Förderung zu erhalten“, betonte Hesse. Weitere Informationen unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturförderung“.

Servicecenter Kultur in Rostock wird im Jahr 2017 weitergeführt

Ministerin Birgit Hesse: 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern können weiterhin auf die Unterstützung des Servicecenters Kultur in Rostock zählen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die KARO gAG haben sich darauf verständigt, die Beratungsstelle im kommenden Jahr weiterzuführen. Insbesondere ehrenamtliche Kulturakteure, kleine Kulturträger und Kulturinitiativen können dort bei der Fördermittelakquise beraten werden und erhalten wichtige Hinweise zum Antragsverfahren. „Das Beratungsangebot wird von den Kulturschaffenden sehr gut angenommen. Das Servicecenter Kultur hat insgesamt 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt. Auch die Sprechtage in allen Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten fanden großen Zuspruch“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Servicecenter Kultur hilft beiden Seiten: Die Kulturschaffenden erhalten dort eine ausführliche und kompetente Beratung. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies eine wichtige Unterstützung ihrer eigenen Beratungstätigkeit und bei der Bewältigung der knapp 450 Fördermittelanträge pro Jahr“, so Hesse. Ansprechpartner im Servicecenter Kultur ist Hendrik Menzl. Menzl wurde in Rostock geboren, ist Dipl. Medienwirt (FH) und war für die Initiative Musik gGmbH und dem VUT e. V. (Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen) tätig. Außerdem hat er für die Berliner Künstleragentur Audiolith gearbeitet. „Hendrik Menzl ist ein sehr guter Gesprächspartner für die Kulturschaffenden bei uns im Land. Ich danke ihm für seine bisherige Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg. Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände kann ich bei Fragen zur Kulturförderung und zum Antragsverfahren nur empfehlen, sich an Herrn Menzl zu wenden“, sagte Kulturministerin Hesse.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock. Tel.: 0381-2035409, E-Mail: servicecenter@karo.ag, http://servicecenter-kultur.de