Archiv für das Schlagwort ‘Kultur

10 Jahre Schweriner Kultur- und Gartensommer

Enger zusammengerückt und überregional bekannter

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin Foto: Joachim Kloock

Bereits zum zehnten Mal setzt der Schweriner Kultur- und Gartensommer die Schlossstadt mit Kunst, Kultur und fantasievollen Festen in Szene. Ihre Bühnen findet die Veranstaltungsreihe dabei erneut von April bis September auf den lauschigen Plätzen der Altstadt und in den versteckten Winkeln des Schlossgartens. „Die Zusammenarbeit der wichtigsten Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt unter dem gemeinsamen Dach des Schweriner Kultur- und Gartensommers hat sich als richtig erwiesen. Die Kulturszene ist dadurch enger zusammengerückt und besser vernetzt und kann ihr vielfältiges Angebot auch überregional noch besser bekannt machen“, sagt Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Uns ist auch im Jubiläumsjahr ein guter Mix aus kostenfreien und kostenpflichtigen Angeboten gelungen. Dieses kulturelle Sommerprogramm ist auch für Reisende, Gäste aus dem Schweriner Umland und Tagesausflügler von der Ostsee zum Anziehungspunkt geworden“, bestätigt die Martina Müller, Geschäftsführerin der Stadtmarketinggesellschaft Schwerin.

Nach dem FrühjahrsErwachen am 27. und 28. April  mit einem Straßenfestival und verkaufsoffenen Sonntag sowie einem Gartenmarkt in der Schleifmühle geht es mit Filmkunst weiter: Vom 30. April bis 5. Mai kommen Filmliebhaber beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern auf ihre Kosten, das zu den größten Publikumsfestivals der neuen Bundesländer gehört. Das abwechslungsreiche Programm mit 150 Filmen hält für nahezu jeden Filmgeschmack etwas Sehenswertes bereit. Neben den Filmvorführungen warten einige Sonderveranstaltungen auf die Besucher, wie etwa die große Eröffnung am 30. April und die Preisverleihung mit anschließendem Stummfilmkonzert, begleitet von der Mecklenburgischen Staatskapelle. Das Gastland des diesjährigen Filmkunstfestes ist Irland.  Eine Fotoausstellung, Lesungen und Musik ergänzen die gezeigten Filme aus irischer Produktion. Ehrenpreisträgerin ist in diesem Jahr Katharina Thalbach, die am 4. Mai mit dem „Goldenen Ochsen“ geehrt wird. Vom 14. bis 16. Juni wird am Rad der Zeit gedreht: Das historische Schlossfest am Samstag entführt seine Besucher in das Leben am Hofe. Am Sonntag steht das Fest ganz im Zeichen der heutigen Landespolitik beim „Tag des offenen Landtags“. Mit Einbruch der Dunkelheit sorgt die spektakuläre Lichtinszenierung „Son et lumière“ am Freitag und Samstag für einzigartige Effekte am Schweriner Schloss.

Sommerliche Höhepunkte sind erneut die Schlossfestspiele Schwerin des Mecklenburgischen Staatstheaters vom 21. Junibis 20. Juli. Vor atemberaubender Schlosskulisse präsentieren sie den berührenden Musicalklassiker Anatevka auf dem Alten Garten und im Schlossinnenhof die romantisch-rasante Komödie Cyrano de Bergerac. Am 23. Juni laden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zum Fahrradkonzert ein. Unter dem Motto „Musik bewegt“ kann man mit dem Fahrrad neue und bekannte Konzertorte in Schwerin erkunden und Musik von Klassik bis Jazz, von Weltmusik bis Pop erleben. Auf unterschiedlichen Bühnen im Stadtgebiet warten erstklassige Künstler wie Faltenradio, Daniel Hope oder der Flötenmann Gabor Vosteen. Die mecklenburgische Landschaft in Bildern erleben Besucher bei der Ausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ vom 5. Juli bis 6. Oktober im Staatlichen Museum Schwerin. Carl Malchin gilt als Begründer der mecklenburgischen Landschaftsmalerei. Kein anderer Künstler dieser Zeit war in so hohem Maße darauf spezialisiert, die Natur Mecklenburgs zu erfassen.

Mit kulinarischen Gaumenfreuden verzaubert der GourmetGarten vom 12. bis 14. Juli seine Gäste. Im Schlossgarten tischen Gastronomen ein Wochenende unter freiem Himmel auf. Unter dem Motto „Wie im Zauberland“ entführt die Schlossgartenlust am 3. August in die Welt der Magie und Zauberei. Verträumte Klänge und romantische Lichtinszenierungen verwandeln das Areal rund um das Schloss Schwerin in ein magisches Reich. An verschiedenen, interaktiven Zauberstationen laden Akteure, Artisten, Illusionisten und Musiker zum Verweilen, Mitmachen und Staunen ein. Stimmengewaltig geht der Schweriner Kultur- und Gartensommer 2019 zu Ende. Beim „Windros Festival“ vom 6. bis 8. September kommen hochkarätige Musiker aus der ganzen Welt im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß zusammen. Von Konzerten über Workshops, Tanzveranstaltungen und Vorträgen gibt es an dem Festivalwochenende viele Veranstaltungen rund um die (Folk-)Musik zu erleben.

Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop

Künstlerort lockt am 18. August Kulturinteressierte auf den Darß

Lange Nacht der Kunst 2015 im Ostseebad AhrenshoopRund 20 Galerien, Keramikwerkstätten, Kunst- und Veranstaltungshäuser öffnen am 18. August zur 19. Langen Nacht der Kunst im Ostseebad Ahrenshoop. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und Tanzaufführungen stehen dabei auf dem Programm. Los geht es bereits am Nachmittag mit einem Familienfest im Garten des Kunstmuseums Ahrenshoop, wo Stoffbeutel bemalt und Bilder gestaltet werden. Bis in die späten Abendstunden hinein verzaubert etwa Clownfrau Katharina Witerzens mit schaurig schöner Jahrmarktpoesie aus dem Schaubuden-Wagen das Publikum, gibt Vasyl Kotys in der Alten Weberei Duport-Variationen von Wolfgang Amadeus Mozart und Corelli-Variationen von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov zum Besten und eröffnet Grit Götze in der Galerie Alte Schule eine Keramikausstellung mit dem Titel „Die Stille des Sommers“. Zu jeder vollen Stunde führt Hotelier Roland Fischer unter anderem durch seine Gemäldesammlung im Romantikhotel Namenlos und Fischerwiege. Zudem können Gäste das eine oder andere Kunstwerk auf einer Versteigerung um 21.00 Uhr im Neuen Kunsthaus erwerben.

Tickets sind ab dem 10. August 2018 in allen beteiligten Kunsthäusern, der Kurverwaltung Ahrenshoop, den Zimmervermittlungen Meerfischland und Ahrenshooper Ferien erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen: www.ostseebad-ahrenshoop.de

Bildunterschrift: Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop, Foto: Voigt und Kranz UG

Immaterielles Kulturerbe: Vorschläge für bundesweites Verzeichnis liegen vor

Unsere Kultur, Bräuche und das Handwerk prägen unser Land Mecklenburg-Vorpommern 

Das Nutzen der Zeesboote in der Boddenlandschaft, das Bemalen der Holztüren auf dem Darß und das Mecklenburger Alphorn sind im dritten Bewerbungszyklus als Vorschläge für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingegangen. Insgesamt liegen sieben Anträge vor. Bis zum 15. April 2018 müssen die Länder eine Vorauswahl treffen und die Vorschläge an die Kultusministerkonferenz (KMK) übermitteln. Die Vorauswahl trifft in Mecklenburg-Vorpommern der Landeskulturrat. „Unsere Kultur, Bräuche und traditionelles Handwerk prägen unser Land und sind sehr vielfältig. Darauf dürfen wir durchaus stolz sein“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich danke allen Initiativen, Vereinen und Verbänden, die sich am dritten Bewerbungszyklus für das Immaterielle Kulturerbe beteiligt haben. Ich würde mich freuen, wenn sich die Anträge im Expertenkomitee der Kultusministerkonferenz durchsetzen. Zunächst müssen die Mitglieder des Landeskulturrates eine Vorauswahl treffen. Ich wünsche dabei eine glückliche Hand“, sagte Hesse. Dies sei keine einfache Aufgabe.

Die Bundesländer dürfen jeweils vier Vorschläge unterbreiten. Dazu kommen vier weitere Vorschläge, die für den Fall greifen, dass andere Bundesländer ihr Kontingent nicht ausschöpfen. Die Vorschläge der Länder werden dann von dem durch die Deutsche UNESCO-Kommission einberufenen Expertenkomitee evaluiert. Die Kultusministerkonferenz und die Bundesregierung treffen eine abschließende Entscheidung über die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Ende 2018. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Lieder, Musiktraditionen, Theater und Tänze, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken und Handwerkstraditionen. Beim ersten Bewerbungsverfahren im Dezember 2014 wurden das Reetdachdecker-Handwerk und das Malchower Volksfest in das bundesweite Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Im zweiten Bewerbungszyklus folgten 2016 das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen.

Im Einzelnen sind folgende Vorschläge eingegangen

Die Bewahrung und Nutzung der Zeesboote in der Boddenlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern

Zeesboote sind unvergleichliche Zeugen einer vergangenen Fischereitradition. Diese Tradition hat ihren Ursprung im Mittelalter. Spätestens um 1800 wurden die bis dahin gebräuchlichen Zeeskähne durch die kleineren, etwa 12 Meter langen, zweimastigen Zeesboote abgelöst.

Bemalte Holztüren auf dem Darß

Die abgeschiedene Insellage von Fischland-Darß-Zingst und der sehr hohe Anteil der seemännischen Bevölkerung haben die Herausbildung und Entwicklung einer eigenen Bau- und Wohnkultur begünstigt. Die kunsthandwerkliche Fertigung von Haustüren, die mit Schnitzereien verziert sind, hat auf der Halbinsel Darß eine lange Tradition.

Stralsunder Wallensteintage

Die Wallensteintage in der Hansestadt Stralsund sind ein jährlich über mehrere Tage stattfindendes historisches Volksfest. An vier Tagen im Juli wird der Abwehr der Belagerung der Hansestadt Stralsund durch den kaiserlichen Feldherrn Wallenstein und seine Truppen im Jahr 1628 gedacht.

Brauchtum des Martensmannes

Seit Jahrhunderten hat sich die Tradition bewahrt, dass die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin alljährlich am Martinstag aus Lübeck ein Fass Rotwein (145,5 Liter) erhielten. Die Fahrt erfolgte nach einem festen Fahr- und Zeitplan von Lübeck über Schönberg und Rehna bis in die fürstliche Residenz nach Schwerin.

Feldziegelei, Meilerbrand, Ziegelei-Handwerk

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Backsteinland, die roten Ziegel prägen Städte und Dörfer. Darunter sind großartige Bauwerke, die schon hunderte von Jahren überstanden haben. Die Kunst des Ziegelbrennens kam um 1250 mit den Mönchen aus der Lombardei nach Norddeutschland, es entstanden die ersten Klöster und Kirchen aus Backstein. Die Kunst des Ziegelmachens ist aber sehr viel älter und führt zurück in die Anfänge menschlicher Zivilisation.

Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika

Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika gehört seit den 1860er Jahren zu den stilprägenden Praktiken in der Ausübung instrumentaler Volksmusik in Mecklenburg und Vorpommern. Die Bezeichnungen der diatonischen Handharmonika sind „Treckfiedel“, „Ziehharmonika“, „Harmonika“ oder nur „Monika“, „diatonisches Knopfakkordeon“, „Quetschkommode“ oder nur „Quetsche“. Das relativ kleine Instrument eroberte schnell die Tanzsäle der Dörfer und bildete den musikalischen Hintergrund gemeinschaftlicher Unterhaltung.

„Das Mecklenburger Alphorn“, Erhalt Mecklenburgischer Naturtonmusik mit heimischen Alphörnern

Das Mecklenburger Alphorn ist einmalig: 1820 erlebte Fritz Reuter als Kind das Mecklenburger Alphorn in Stavenhagen und hat es 1865 in „Meine Vaterstadt Stavenhagen“ in hochdeutsch genau beschrieben. Die Alphorngemeinschaft in Witzin hat dieses Horn originalgetreu nachgebaut, eine Gruppe und ein Orchester für Alphornbläser in Mecklenburg gegründet, Geschichtsforschung zum Alphorn in Mecklenburg-Vorpommern betrieben, die traditionelle Bauweise und die Tonlagen (Musik) wurden extra  dafür entwickelt, aufgearbeitet und  werden gepflegt.

„Kreatop!a“ – Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rostock

Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Holzkunst "Uhu", Foto: Martina Wichor

Holzkunst „Uhu“, Foto: Martina Wichor

23.11.2017 – „Kreatop!a – Hoch hinaus und tief verwurzelt“ – unter diesem Motto stand am Donnerstag die Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein impulsgebender Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Die Branche schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Mir ist es wichtig, dass dieser Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern noch besser bekannt wird und seine Potentiale stärker erschlossen werden. Die Branchenkonferenz ist dabei ein wichtiges Element“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mehr Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft mit weiteren Wirtschaftsbranchen nötig

Auf Einladung des Landesnetzwerkes „Kreative MV“, des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammer zu Rostock tagten in Rostock rund 90 Vertreter der Kreativwirtschaft, weiterer Branchen, Politik und Verwaltung. Kreativschaffende stellten aktuelle Projekte vor, in Workshops wurden zu interaktivem und branchenübergreifenden Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. „Entscheidend für die Branche ist, Ideen zu marktfähigen Produkten zu entwickeln, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Dafür ist ein enges Zusammenarbeiten mit anderen Wirtschaftsbranchen nötig. Beide Seiten können davon profitieren – Unternehmen erhalten einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte, Geschäftsmodelle sowie Strategien und die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung und Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem durch Instrumente der Wirtschaftsförderung, beispielsweise das Mentoring-Programm, Gründerstipendien, die Unterstützung von Beratungsleistungen sowie Technologieförderung und Investitionsförderung. Darüber hinaus hatte das Wirtschaftsministerium einen „Ideenwettbewerb für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ ausgeschrieben. Gesucht wurden zukunftsweisende Projektideen. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollen Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft erschlossen, vermarktet und weiter entwickelt werden. Im Fokus stehen vor allem branchenübergreifende Konzepte, um die wirtschaftlichen Marktchancen von Unternehmen zu stärken. Die Branchenkonferenz ist vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 12.500 Euro aus Landesmitteln unterstützt worden. „Die Instrumente der Wirtschaftsförderung stehen allen Unternehmen offen. Diese Leistungen können und sollten auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden“, sagte Glawe.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Greifswalder Kulturnacht & Singende Balkone am 15. September

Wer macht mit? Akteure können sich bis 16. Juli anmelden!

Die singenden Balkone 2014, Foto: Presse HGW

Die singenden Balkone, Foto: Presse HGW

Zum 15. Mal werden Greifswalder Vereine & Institutionen, Lokale, Initiativen und KünstlerInnen am 15. September 2017 gemeinsam die Greifswalder Kulturnacht bestreiten. Wer tolle Ideen und Lust hat, die Kulturnacht mitzugestalten, kann sich bis zum 16. Juli beim Amt für Bildung, Kultur und Sport (www.greifswald.de/kulturnacht) melden. In den vergangenen Jahren organisierten verschiedenste Akteure vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein etwa 80 Einzelveranstaltungen an über 50 verschiedenen Orten. An diese Vielfalt soll 2017 abermals angeknüpft werden. Professionelle, Laien, ambitionierte Amateure, Spezialisten, Allrounder, Local Heroes und Szenelieblinge aller Kunst- und Kulturgenres können sich präsentieren. Ob Vortrag, Ausstellung, Führung oder Workshop, Konzert, Tanz, Installation, Malerei, Live-Performance, Film, Theater, Kleinkunst – ob literarisch, musikalisch, tierisch, kulinarisch, Mainstream oder alternativ, lokal, regional, international, klassisch, populär oder revolutionär, einstudiert oder improvisiert – alles ist möglich. Da die Kulturnacht über die Altstadt hinaus wachsen soll, werden auch Orte außerhalb der Innenstadt sehr gern ins Programm aufgenommen. Seit 2014 eröffnen die Singenden Balkone in Schönwalde II die Kulturnacht mit einem musikalischen Spaziergang – auch in diesem Jahr wird es so sein. Darüber hinaus wirft das Programm stets ein Schlaglicht auf bestimmte Gebiete in der Stadt. In diesem Jahr könnte es „Ins Grüne“ gehen, auf die Wege entlang des Walls oder in den Botanischen Garten. Um den Besuchern das Wandeln zwischen mehreren Veranstaltungsorten zu ermöglichen, werden vor allem kurze Beiträge (max. 30-45 min) bevorzugt. Auch späte Angebote ab 22 Uhr sind willkommen, um die Kulturnachtschwärmer noch zum mitternächtlichen Kulturgenuss zu animieren.

Was muss man tun, um bei der Kulturnacht oder den „Singenden Balkonen“ 2017 mitzumachen? 

Melden Sie sich bis 16. Juli mit Ihren Ideen beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Dazu tragen Sie Ihren Programmvorschlag mit den Angaben für das Programmheft im Meldeformular auf www.greifswald.de/kulturnacht ein. Wer bei den Singenden Balkonen auftreten möchte oder einen Balkon dafür zur Verfügung stellt, kann sich auch telefonisch melden (Tel: 03834-8536-2104). Das Gesamtprogramm wird vom Amt für Bildung, Kultur und Sport zusammengefasst und einheitlich beworben. Wie stets wird  versucht, auch jene Akteure ohne eigene Räumlichkeiten und Mitveranstalter zusammenzuführen, die zwar über passende Räume verfügen, aber keine eigenen Programmpunkte gestalten können. Für Fragen steht Marc Werth von der Abteilung Kultur zur Verfügung (Tel: 03834 8536-2104). Weiterführende Informationen auf www.greifswald.de/kulturnacht

Bilanz 2016: 11,5 Mio. Euro für die allgemeine Kulturförderung

Allein 330.000 Euro zusätzlich für Projekte der kulturellen Grundversorgung und für Projekte von überregionaler Bedeutung

Kunsthaus Basthorst, Fotoquelle: ebenda

Kunsthaus Basthorst

Das Land hat im vergangenen Jahr für ca. 280 Projekte bzw. Einrichtungen Mittel der allgemeinen Kulturförderung bewilligt. Kulturträger mit Projekten, die eine Laufzeit von mehreren Jahren haben, nehmen die Fördermittel teilweise erst in diesem Jahr in Anspruch. Eine Übersicht über die geförderten Kulturprojekte ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar. Im Haushaltsjahr 2016 standen erstmals Mittel in Höhe von 11,5 Mio. Euro für die Kulturförderung zur Verfügung. Gegenüber den Vorjahren ist das eine Steigerung um 22 Prozent. „Im vergangenen Jahr standen allein 330.000 Euro zusätzlich für Projekte der kulturellen Grundversorgung und für Projekte von überregionaler Bedeutung zur Verfügung. Die Kulturträger haben im Vergleich zum Jahr 2015 jeweils fünf Prozent mehr Geld erhalten“, sagte Kulturministerin Hesse. „Auch andere Bereiche haben von den zusätzlichen Haushaltsmitteln profitiert. Für die Literaturhäuser im Land standen insgesamt 60.000 Euro mehr zur Verfügung. Die Künstlerhäuser haben insgesamt 60.000 Euro mehr erhalten. Das Land hat das Nachwuchskünstlerförderwerk fortgeführt, die Bibliotheken mit zusätzlich 100.000 Euro unterstützt und gemeinsam mit dem Energieministerium eine LED-Initiative zur Anschaffung von klimafreundlicher, sparsamer LED-Lichttechnik gestartet“, fasste Hesse zusammen. Mit den Mitteln der allgemeinen Kulturförderung unterstützt das Land alle Kulturbereiche. Um Fördermittel zu erhalten, müssen Projektträger bzw. Einrichtungen einen entsprechenden Antrag stellen. Im Jahr 2017 hat das Land wieder verschiedene Sonderförderprogramme aufgelegt, um die Kulturszene zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise ein Investitionsprogramm, das Landesprogramm zur Sicherung von schriftlichen und audiovisuellen Kulturgütern, die Projektförderung im Rahmen des Landesprogramms „Meine Heimat – mein Modernes Mecklenburg-Vorpommern“ und ein Landesprogramm zur Erinnerungskultur. „Ich habe angekündigt, mich für ein einfacheres Antragsverfahren bei der Kulturförderung einzusetzen“, sagte Ministerin Hesse. „Viele ehrenamtlich tätigen Kulturschaffenden empfinden die bisherigen Regelungen als zu kompliziert. Es gibt erste Ideen zur Vereinfachung, die wir weiter prüfen müssen. Allerdings wird es auch in Zukunft nicht ohne einen gewissen Aufwand möglich sein, eine Förderung zu erhalten“, betonte Hesse. Weitere Informationen unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturförderung“.

Servicecenter Kultur in Rostock wird im Jahr 2017 weitergeführt

Ministerin Birgit Hesse: 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern können weiterhin auf die Unterstützung des Servicecenters Kultur in Rostock zählen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die KARO gAG haben sich darauf verständigt, die Beratungsstelle im kommenden Jahr weiterzuführen. Insbesondere ehrenamtliche Kulturakteure, kleine Kulturträger und Kulturinitiativen können dort bei der Fördermittelakquise beraten werden und erhalten wichtige Hinweise zum Antragsverfahren. „Das Beratungsangebot wird von den Kulturschaffenden sehr gut angenommen. Das Servicecenter Kultur hat insgesamt 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt. Auch die Sprechtage in allen Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten fanden großen Zuspruch“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Servicecenter Kultur hilft beiden Seiten: Die Kulturschaffenden erhalten dort eine ausführliche und kompetente Beratung. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies eine wichtige Unterstützung ihrer eigenen Beratungstätigkeit und bei der Bewältigung der knapp 450 Fördermittelanträge pro Jahr“, so Hesse. Ansprechpartner im Servicecenter Kultur ist Hendrik Menzl. Menzl wurde in Rostock geboren, ist Dipl. Medienwirt (FH) und war für die Initiative Musik gGmbH und dem VUT e. V. (Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen) tätig. Außerdem hat er für die Berliner Künstleragentur Audiolith gearbeitet. „Hendrik Menzl ist ein sehr guter Gesprächspartner für die Kulturschaffenden bei uns im Land. Ich danke ihm für seine bisherige Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg. Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände kann ich bei Fragen zur Kulturförderung und zum Antragsverfahren nur empfehlen, sich an Herrn Menzl zu wenden“, sagte Kulturministerin Hesse.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock. Tel.: 0381-2035409, E-Mail: servicecenter@karo.ag, http://servicecenter-kultur.de

 

Denkmalpreise des Landes im Jahr 2016 ausgeschrieben

Minister Brodkorb ruft auf, Vorschläge einzureichen

Blücher-Denkmal, Foto Joachim Kloock

Blücher-Denkmal, Foto: Joachim Kloock

„Kultur zum Anfassen, das sind die Denkmale in unserem Land. Unsere Kulturgeschichte liegt uns teilweise zu Füßen. Wir müssen sie nur sehen und sie bewahren“, so Kulturminister Mathias Brodkorb. „Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis würdigt Menschen die unsere Geschichte für die nächsten Generationen bewahren.“ Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Denkmalpreise müssen bis zum 31. Mai 2016 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingegangen sein.  „Denkmale sind unsere Heimatgeschichte und ich bin sehr froh, dass wir diese Preise verleihen können, um Menschen zu würdigen die sich auf diesem Gebiet engagieren“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Ich freue mich darüber, wenn auch in diesem Jahr wieder Projekte auf Grund der Preisverleihung vielen Menschen im Land vorgestellt werden können und so ein Stück Geschichte in die Öffentlichkeit rückt.“

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 11. September 2016 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ ist mit 700 Euro dotiert. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind unzulässig. Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Werderstraße 124, 19055 Schwerin, Fax: 0385-588 7082, E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
  • langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Schweriner Kultur- und Gartensommer 2016

Von April bis September 2016 verschmelzen Natur und Kultur erneut zu schönsten Sinneszaubern

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Bereits zum siebten Mal setzt der Schweriner Kultur- und Gartensommer in diesem Jahr die Schlossstadt mit Kunst, Kultur und fantasievollen Festen in Szene. Ihre Bühnen findet die Veranstaltungsreihe dabei erneut auf den lauschigen Plätzen der Altstadt und in den versteckten Winkeln des Schlossgartens. „Der Schweriner Kultur- und Gartensommer 2016 ist wieder ein starkes Gemeinschaftswerk! Es hat sich gelohnt, die Kräfte für dieses umfangreiche Kulturangebot zu bündeln. Es ist der Kulturstadt im Norden würdig“, sagt Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Nach der auslaufenden Förderung des Landes ist es gelungen, Unternehmen zu begeistern die sich für den Erhalt der in den vergangenen Jahren aufgebauten Veranstaltungen engagieren, freut sich Martina Müller, Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH Schwerin über den geglückten Erhalt des Schweriner Kultur- und Gartensommers. „Wir danken allen für ihre Unterstützung. Denn Fakt ist, nur mit der Beteiligung kulturell engagierter Partnerinnen und Partner konnte der Schweriner Kultur- und Gartensommer in diesem Jahr diese Qualität erreichen. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft mit einem noch größeren Engagement rechnen können.“

FrühjahrsErwachen als farbenfroher Auftakt

Auf bewährte Weise läutet das FrühjahrsErwachen am 23. und 24. April die siebte Saison des Schweriner Kultur- und Gartensommers ein. Am Samstag nehmen Künstlerinnen und Künstler, Musiker, Clowns und Fabelwesen Markt und Straßen der Innenstadt in Besitz und geben einen turbulenten Vorgeschmack auf einen Sommer voller Kultur, Kunst und Unterhaltung. Viele Häuser locken an diesem Tag mit besonderen Angeboten. Darüber hinaus starten die Fahrgastschiffe der Weißen Flotte mit der traditionelle Flottenparade in die neue Saison. Für noch mehr FrühjahrsErwachen sorgt am Sonntag das Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß mit seinem Frühjahrspflanzenmarkt.

Wasserspektakel AQUANARIO®

AQUANARIO® – das Open-Air-Schauspiel aus Wasser, Laser, Pyrotechnik, Licht und Musik gastiert vom 10. bis 12. Juni im Schweriner Schlossgarten. Jeder der drei Abende steht unter einem anderen Motto. Von mythischen Klangwelten, klassischen Melodien bis hin zu preisgekrönten Schlagerhits entstehen vor den Augen der Zuschauer Sphären aus Wasser, Licht und Klängen.

Ein ganzes Wochenende im Zeichen des Schlosses

Vom 17. bis 19. Juni erleben Besucher beim Schlossfest eine Zeitreise durch die mehr als 150-jährige Geschichte des Schweriner Schlosses. Das glanzvolle Festwochenende führt vom Leben am Hofe bis in die Gegenwart. Rund herum laden Konzerte und Kunsthandwerk zum Bummeln und Verweilen ein. Freitagabend geht es mit Einbruch der Dunkelheit los mit der fulminanten Show „Son et Lumiere“ und die Kunsthandwerker schlagen vor dem Schloss die Zelte auf. Sonnabends wird am Rad der Zeit gedreht: Das historische Schlossfest entführt Besucher in das 19. Jahrhundert. Der Tag steht ganz im Zeichen seiner königlichen Hoheit Friedrich Franz II. Am Samstagabend erstrahlt das Schloss dann im Licht der zweiten Geschichte von „Son et Lumiere“. Der „Tag des offenen Landtages“ am Sonntag steht ganz im Zeichen der aktuellen Nutzung des Schlosses und bietet Einblicke hinter die Kulissen des politischen Zentrums des Landes.

Moderne in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Am 1. und 2. Juli 2016 geht der langjährige Wunsch nach mehr Ausstellungsfläche endlich in Erfüllung: der Erweiterungsbau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin wird eröffnet. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet der von den Berliner Architekten Scheidt Kasprusch Becker entworfene Bau endlich dauerhaft Platz für die Kunst nach 1945.

(Auszug aus den Programmen)

 

Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2015 rund 250 Kulturprojekte gefördert

Transparenter Umgang mit Mitteln der Kulturförderung

 

Gutshof-Gutshaus 2012, Tellow, Foto: Geschäftsleitung des Thünenmuseums

Thünen-Museum Tellow, Foto: Museum

15.3.2016 – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat eine Übersicht über die geförderten Kulturprojekte und Kulturträger im Jahr 2015  veröffentlicht. Die Liste ist auf der Internetseite des Ministeriums einsehbar. „Mit der Veröffentlichung der Übersicht wollen wir wie in den Vorjahren transparent machen, welche Kulturträger bzw. Kulturprojekte Fördermittel des Landes erhalten haben. Im vergangenen Jahr waren es 257 Projekte bzw. Träger“, erläuterte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Die Kulturförderung ist ein besonders wichtiges Instrument, um Kultur zu bewahren und zu fördern. Die Übersicht zeigt auch, wie vielfältig die Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern ist“, so Brodkorb. Über die Höhe der Kulturförderung entscheidet das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Grundlage der Kulturförderrichtlinie. Hierzu reichen die Projektträger  beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unter Wahrung einer Frist ihre Anträge auf Kulturförderung ein. Die Anträge werden dann geprüft. Ein Anspruch auf eine Zuwendung besteht allerdings nicht. Gefördert wurden im vergangenen Jahr kulturelle internationale Projekte, besondere Kulturprojekte, Projekte von Jugendkunstschulen, von Archiven, Bibliotheken und Museen, Kulturprojekte in den Bereichen „Backsteingotik“, „Film und Medien“, „Bildende Kunst“, „Darstellende Kunst“, „Heimatpflege“, „Literatur“, „Musikpflege“ und „Soziokultur“. Außerdem hatte das Land ein Instrumentenförderprogramm aufgelegt. „Die Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern hat im vergangenen Jahr Landesmittel in Höhe von ca. 9,5 Mio. Euro erhalten. Diese Mittel waren im Jahr 2015 im Haushalt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur für Zwecke der allgemeinen Kulturförderung vorgesehen“, erläuterte Kulturminister Brodkorb. „Neben der Förderung für die Projekte und Träger in der Übersicht unterstützt das Land auch die Einzelkünstlerförderung, das Nachwuchskünstlerförderwerk sowie das Thünen-Museum Tellow und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Brodkorb. Die Übersicht ist auf der Internetseite des Ministeriums im Bereich „Förderungen/Kulturförderung“ einsehbar unter: www.bm.regierung-mv.de.

Zwischen Heringstagen und Gutsküchenwochen

Ein kulinarischer Kalender für den Nordosten

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Heringstage in Wismar, Foto: H.-J.-Zeigert

Mecklenburg-Vorpommern ist die kulinarische Nummer eins im Osten: Mit nunmehr zehn Sterne-Restaurants steht Mecklenburg-Vorpommern 2016 kulinarisch weiterhin an der Spitze der ostdeutschen Flächenländer. Das ganze Jahr über können Urlauber nicht nur in Sterne-Restaurants Gaumenfreuden erleben, denn vielerorts locken traditionsreiche kulinarische Veranstaltungen Gäste ins Land. Dabei reicht das Spektrum von den Heringstagen im März in der Hansestadt Wismar bis zu den Kühlungsborner Gourmettagen im Herbst. Zuletzt gaben laut Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus zehn Prozent der Gäste an, sich unter anderem aufgrund der Vielfalt und Qualität des gastronomischen Angebots für ihr Reiseziel entschieden zu haben. Laut GfK/IMT DestinationMonitor Deutschland haben 37 Prozent der MV-Urlauber während ihres Urlaubs 2014 in Mecklenburg-Vorpommern typische Speisen und Getränke genossen. Im Folgenden eine Auswahl der Top-Veranstaltungen, die Genießer 2016 nicht verpassen sollten:

März: Wismarer Heringstage

Gebraten und gerollt: Zum 14. Mal finden auf Initiative des Hanseatischen Köcheclubs „Wismarbucht“ die Wismarer Heringstage statt. In Erinnerung an die goldenen Zeiten des Heringsfangs verwöhnen vom 5. bis 20. März rund ein Dutzend Gastronomen der Hansestadt und Umgebung ihre Gäste mit maritimen Spezialitäten – von frisch gebratenem Hering bis zu eingelegtem Matjes. Los geht es am 5. März um 10.00 Uhr am Alten Hafen, wo die Fische angelandet werden. In großen Heringskarren werden sie anschließend, begleitet durch ein Blasorchester, zum Marktplatz befördert. Danach werden die Fische frisch zubereitet und Gäste zur Verkostung eingeladen. In den teilnehmenden Restaurants steht der Hering zudem ganz oben auf der Speisekarte – nordisch mit Bratkartoffeln zubereitet oder von südlicherer Küche inspiriert mit Tomaten-Oliven-Ragout serviert. Weitere Informationen: www.heringstage-wismar.de,www.wismar.de

Bis April und ab Oktober 2016: Plau kocht

Urlaub geht durch den Magen: Zwischen Oktober und April laden sieben Gastronomen in Plau am See zur kulinarischen Veranstaltungsreihe „Plau kocht“ ein, die Besuchern die Vielfalt regionaler Spezialitäten näher bringen soll. Dabei können sich Gäste in sieben Restaurants jeweils durch sieben Gänge schlemmen, jeder Gang wird von einem anderen Koch zubereitet. Regie hat das gastgebende Haus und so entstehen sieben ganz individuelle Mehr-Gänge-Menüs und Veranstaltungen. Termine, Informationen und Tickets unter: www.plau-kocht.de

16. April und 12. November 2016: Kultur trifft Genuss in Rostock und Warnemünde

Das Theater kommt zum Gast: Am 16. April können Gäste Kultur und Kulinarik in einem erleben und zwar bei der sechsten Auflage von „Kultur trifft Genuss“. Dabei handelt es sich um ein Rostocker Theatererlebnis, bei dem der Gast aus zehn teilnehmenden Restaurants das wählt, in dem er seinen Abend verbringen möchte. Während das extra für die Veranstaltung kreierte Menü zusammen mit ausgewählten Getränken serviert wird, zeigen Schauspieler des Volkstheaters Darbietungen unterschiedlicher Genres. Am 12. November findet das kulinarische Ereignis in zehn Restaurants im Seebad Warnemünde statt. Weitere Informationen: www.kultur-trifft-genuss.de

7. Mai: Grand Schlemm auf Usedom

Ein Tisch mit Meerblick ist jedem der Teilnehmer des 11. „Grand Schlemm“ am 7. Mai sicher. Bei der fünf Kilometer langen kulinarischen Strandwanderung von Ahlbeck über Heringsdorf bis nach Bansin, zugleich eine der wohl ausgefallensten Gourmet-Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern, kreieren Inselköche an insgesamt zehn Stationen aromatische Hochgenüsse, die schon beim bloßen Anblick das Feinschmecker-Herz höher schlagen lassen. Gespeist wird an gedeckten Tafeln mit Porzellangeschirr genau wie im Restaurant – der Unterschied ist, dass die Füße sich beim Essen in den feinen weißen Sandstrand graben und die Gourmets von einer frischen Meeresbrise umgeben sind. Freuen können sich Genießer unter anderem auf Gerichte wie „Jakobsmuschel auf Mango-Chutney“, „Spanferkelrücken mit Paprika, Senfsauce und Petersilien-Muffin“ oder auf das „Joghurt-Limonentörtchen mit Mandarinen und Erdbeer-Pfeffersorbet“ zum Dessert. Los geht es um 13.00 Uhr an der Ahlbecker Seebrücke. Weitere Informationen unter: www.grandschlemm.de,www.usedom.de

Juli: „GourmetGarten“ in Schwerin

Mit kulinarischen Gaumenfreuden verzaubert der Schweriner „GourmetGarten“ vom 15. bis 17. Juli 2016 bereits zum sechsten Mal seine Gäste. Drei Tage lang tischen Köche und Gastronomen aus der Region unter freiem Himmel auf und verwandeln den historischen Schlossgarten in ein festliches Gartenlokal. Auf dem Teller der Gäste landen unter anderem Fisch aus der Müritz oder Wild aus den heimischen Wäldern. Weitere Informationen in Kürze unter: www.schwerin.info

Oktober: Gutsküchenwochen in der Mecklenburgischen Seenplatte

Bei den Gutsküchenwochen in der Mecklenburgischen Seenplatte, die im Oktober veranstaltet werden, locken Gutshäuser mit Regionalem und Feinem aus ihren Küchen. Jedes Gutshaus präsentiert ein eigens für die Gutsküchenwochen kreiertes Menü. Ob Müritz-Zander, Spanferkel, Rehrücken oder Wildkräuter in unterschiedlichsten Variationen – es werden Freuden für jeden Gaumen geboten. Zudem haben viele Schlossherren Arrangements gestrickt – so können sich Gäste nach den Veranstaltungen auch herrschaftlich betten. Weitere Informationen: www.mecklenburgische-schweiz.com,www.mecklenburgische-seenplatte.de

Ab November: „Kühlungsborn kocht!“

Kühlungsborn kocht!“ heißt eine etablierte Gourmetreihe, die vom 4. November bis zum 17. Dezember Gäste ins größte mecklenburgische Ostseebad locken soll. Dabei können sich Gäste auf ein so genanntes „Genießer-Menü“, das aus Rübchen, Wildrind, Müritzfisch, Kernobst und Gewürzen zusammengestellt wird, freuen. Zudem wird es kulinarische Themenabende und Workshops mit Titeln wie „Sushi Rollen selbst gemacht“ oder „Pralinenherstellung“ geben. Teilnehmende Häuser sind unter anderem die Hotels „Upstalsboom“, „IV Jahreszeiten“, „Aquamarin“, „Neptun“, „Polar-Stern“, sowie „Tillmann Hahn´s Gasthaus“ und das „Hansa Hotel“. Weitere Informationen: www.gourmettage.com

Ganzjährig: Zu Tisch bei Freunden im „Mecklenburger ParkLand“

Südamerikanisches Grillen auf dem „FerienGut Dalwitz“ oder ein Dammwildrollbraten auf dem Schloss Lühburg – „Zu Tisch bei Freunden“ ist eine kulinarische Initiative im so genannten „Mecklenburger ParkLand“, einer Region, die sich zwischen den Städtchen Tessin, Laage, Teterow und Gnoien im Herzen Mecklenburgs befindet. Das Besondere: Hier fühlt sich der Gast wie bei Freunden zu Besuch, schließlich öffnen die Gastgeber mitunter auch ihre privaten Küchen. Die Idee für die Reihe „Zu Tisch bei Freunden“ hatten Knut Splett-Henning vom Gutshaus Rensow und Wolf-Christian Calsow vom nur wenige Kilometer entfernten Schloss Lühburg in Ermangelung von Restaurants in dem dünn besiedelten Landstrich. Sie machten aus der Not eine Tugend und ließen ihre Gäste mal bei dem einen, mal bei dem anderen Gastgeber speisen. Für die Gäste bedeutete dies zum einen Abwechslung, zum anderen lernten sie während ihres Aufenthaltes noch ein anderes herrschaftliches Anwesen kennen. Termine sind ab Ostern unter www.plmv.de zu finden.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/kulinarik

Rostock nimmt an der 13. Union of Baltic Cities-Generalkonferenz teil

Universitätsplatz Rostock, Foto: Joachim Kloock

Universitätsplatz Rostock, Foto: Joachim Kloock

26.10.2015 – Vom 27. bis 30. Oktober 2015 diskutieren die Mitgliedsstädte der Union of Baltic Cities (UBC) im polnischen Gdynia während ihrer 13. Generalkonferenz über die Schaffung intelligenter Städte in der Ostseeregion. Dabei sollen die Chancen und Herausforderungen für die Städte bei Anwendung smart-intelligenter Lösungen in allen Bereichen des kommunalen Lebens ausgelotet werden. Die Herausforderungen, die die Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Energie, Sicherheit, Kultur und Gleichstellung mit sich bringen, werden in Diskussionsrunden und Workshops thematisiert. Daneben sind die Erfahrungen bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und in Afrika Thema des Erfahrungsaustausches der Ostseestädte. Auch die Hansestadt Rostock ist als Gründungsmitglied der 1991 entstandenen UBC bei der Generalkonferenz vertreten. Insgesamt werden 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 90 Städten und zehn Staaten der Ostseeregion erwartet. Neben Rostock sind die Landeshauptstadt Kiel, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und Bergen auf Rügen deutsche Mitgliedsstädte der UBC. Die zweijährliche Generalkonferenz ist das höchste Gremium der UBC und entscheidet über die Aktivitäten der Städtegemeinschaft. Die Konferenz wählt zudem die Präsidentin bzw. den Präsidenten sowie das Präsidium. Zeitgleich findet in Gdynia die UBC-Jugendkonferenz statt. Fünf junge Rostockerinnen und Rostocker diskutieren Aspekte rund um das Motto „Jugend für Gleichberechtigung, Gleichstellung und Frieden“. Linktipp: http://ubcconferencegdynia.pl

Lange Nacht der Museen am 24. Oktober 2015 in Rostock

Museen und Einrichtungen der Hansestadt öffnen in der Nacht der Zeitumstellung von 18:00 Uhr bis in die späten Abendstunden und zum Teil bis nach Mitternacht, um Wissenswertes aus Geschichte, Traditionen, Kultur und Kunst zu vermitteln und ihre wertvollen Exponate zu präsentieren. Ein Museumsbesuch in besonderer Atmosphäre für die ganze Familie erwartet die Besucher. Die Akteure haben kreative Programme vorbereitet und führen mit Fantasie und Engagement zu den Kulturschätzen der Stadt. Die RSAG richtet einen Bus-Shuttle vom Schröderplatz bis zur Kunsthalle ein.

Aufbruch in der Kulturszene: Zwei Millionen Euro mehr für die Kulturförderung in MV

Die Chance, Neues zu machen, müssen wir nutzen

Schweriner Schloss, Foto: Joachim Kloock

Schweriner Schloss, Foto: Joachim Kloock

2.10.2015 – Kulturminister Mathias Brodkorb will die zusätzlichen Landesmittel in der Kulturförderung in drei Bereiche investieren. Seine Vorschläge hat der Minister den 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Landeskulturkonferenz im Schweriner Schloss vorgestellt. Neben einer Anhebung der Finanzierung vieler Einrichtungen und Projekte zählen ein Investitions- und ein Innovationsprogramm dazu. Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2016/2017 sind rund zwei Millionen Euro zusätzlich für die Kulturförderung eingeplant. Das entspricht einer Erhöhung von 22 Prozent. „Die Kulturförderung des Landes hat viel mit der Bewahrung kultureller Schätze zu tun, darf sich aber darauf nicht beschränken“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Zum einen ist mir wichtig, bestehende Einrichtungen und Projekte besser zu finanzieren. Zum anderen haben wir durch die Erhöhung des Kulturetats erstmals seit Langem die Möglichkeit, neue Initiativen, Projekte und Ideen zu fördern. Die Chance, Neues zu machen, müssen wir nutzen“, forderte Brodkorb. Bei der Anhebung der Finanzierung vieler Einrichtungen und Projekte plädierte der Minister dafür, Mittel in Höhe von höchstens einer halben Million Euro vorzusehen. Außerdem schlug er ein Investitionsprogramm im Umfang von einer halben Million Euro pro Jahr vor. „Mit diesem Programm könnte flächendeckend ein Investitionsbedarf finanziert werden. Ich denke beispielsweise an Galerien, die auf LED-Beleuchtung umrüsten. Sie engagieren sich für den Umweltschutz, haben geringere Kosten und können die frei werdenden Mittel für andere Projekte ausgeben“, erläuterte Brodkorb. Die Investitionsmittel des Landes sollten jedoch als Ko-Finanzierung ausgereicht werden. Den dritten Bereich umfasst ein Innovationsprogramm. „Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Programm einen Umfang von einer Million Euro hat“, sagte Minister Brodkorb. „Die Ausgangsfragen müssen dabei lauten: Wo wollen wir kulturpolitisch hin? Und was machen wir Neues?“ Der Landeskulturrat und die Kreiskulturräte wurden vom Minister gebeten, dies mit den Kulturschaffenden zu diskutieren. Eine Entscheidung, wie die zusätzlichen Mittel in der Kulturförderung investiert werden, muss bis Dezember 2015 fallen. Dann berät der Landtag abschließend über den Entwurf zum Doppelhaushalt 2016/2017.

Ministerpräsident Erwin Sellering zeichnet Dieter Schumann mit dem Kulturpreis des Landes aus

Kloster zum Heiligen Kreuz, Foto: Joachim KloockDie Eckigen, Theaterensemble in Stralsund, Foto/Quelle: http://theater-nichts-nutz.de/die_eckigen.php19.11.2014Bei der Verleihung des Landeskulturpreises und des Kulturförderpreises in Schwerin hat Ministerpräsident Erwin Sellering die kulturelle Vielfalt des Landes hervorgehoben und gewürdigt: „Ich finde es großartig, wie viele Menschen bei uns im Land sich auf ganz unterschiedlichen Gebieten mit Kultur beschäftigen, wie viele selbst künstlerisch aktiv sind, selbst etwas unternehmen und organisieren.“ Kultur lebe von bunter Vielfalt, davon, dass sie neugierig mache, zum Nachdenken anstoße und möglichst „viele Menschen an ihr teilnehmen und teilhaben.“ Den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhält in diesem Jahr der Dokumentarfilmer Dieter Schumann. „Der gelernte Regisseur war eine der treibenden Kräfte bei der Etablierung der Filmkunst in Mecklenburg-Vorpommern, einer der Gründer des Mecklenburg-Vorpommern Film e.V., war als erster Leiter des Landesfilmzentrums in Schwerin beteiligt und schuf so die Voraussetzung für die erste Filmförderung des Landes“, betonte der Ministerpräsident. Als Festivalleiter hob Dieter Schumann das Filmkunstfest aus der Taufe. Sellering: „Heute ist es das bedeutendste Filmfest der ostdeutschen Bundesländer mit vielen Tausend Besucherinnen und Besuchern aus ganz Deutschland. Das ist ein großer Erfolg.“ Die besondere Verbundenheit zu seiner Heimat zeige Schumann auf ganz beeindruckende Weise auch in seinen filmischen Werken. Das Land und vor allem die Menschen, die hier leben, stünden im Mittelpunkt seiner Arbeit. „Er begleitet Fischer und Bäcker, Diakonissen und Werftarbeiter, hält in seinen Filmen das Leben dieser Menschen fest, ihren Alltag, ihre Freude, ihre Sorgen. Ich freue mich, dass wir Dieter Schumann heute mit dem Landeskulturpreis auszeichnen können – für seine Verdienste bei der Entwicklung und Stärkung der Filmkunst bei uns im Land, für seinen wichtigen Beitrag zum Filmschaffen in Mecklenburg-Vorpommern, in ganz Deutschland“, betonte der Ministerpräsident.

Den Landeskulturförderpreis erhalten die Pommersche Literaturgesellschaft aus Greifswald und das Theaterensemble „Die Eckigen“ aus Stralsund. Sellering: „Beide Initiativen zeigen eindrucksvoll, was engagierte Menschen in der Kultur bewegen können.“ Mit großem Engagement widme sich die Pommersche Literaturgesellschaft seit vielen Jahren der Pflege pommerscher Literatur, mit ganz besonderem Schwerpunkt auf Hans Fallada. Inzwischen ist eine große Sammlung entstanden. Mit Lesungen, Ausstellungen und Vorträgen gebe die Gesellschaft einem breiten Publikum immer wieder die Möglichkeit, das Werk Falladas und anderer pommerschen Schriftsteller kennenzulernen. Sellering: „Die Idee der Pommerschen Literaturgesellschaft, ein „Haus der Initiativen zu sein“, finde ich großartig. Damit ist sie zu einem wichtigen Impulsgeber im kulturellen Leben der Hansestadt Greifswald geworden.“ Das Repertoire des Theaterensembles „Die Eckigen“ sei so bunt und facettenreich wie ihre Darsteller selbst. Seit über 20 Jahren begeistert das Ensemble sein Publikum „mit seiner Leidenschaft für das Theater. Die Darsteller überzeugen mit ihrem Können, mit ihrer Ausdrucksstärke, mit viel Spaß und einer guten Portion Selbstironie“, sagte Sellering. Und das auf einheimischen Bühnen genauso wie bei Gastspielen im In- und Ausland. „Das Ensemble trägt mit seinen Vorstellungen ganz wesentlich zum besseren Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Handicap bei – ein wunderbares Engagement für mehr Toleranz und Inklusion bei uns im Land.“

Jastram-Plastik „Der schreiende Hengst“ ist ein gutes Beispiel für lebendige Kultur

4.9.2014Die Plastik „Der schreiende Hengst“ von Jo Jastram ist zum Gedenken an den weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannten Künstler heute am Kröpeliner Tor in der Hansestadt Rostock der Öffentlichkeit übergeben worden. „Wie kaum ein anderer Künstler hat Jo Jastram das Stadtbild Rostocks geprägt. Die Brunnen, Reliefs und Denkmäler am Universitätsplatz und am Hafen, in der Badstüberstraße und im Rosengarten – überall in der Stadt begegnet uns der große Bildhauer. Nun auch am Kröpeliner Tor. Ich bin mir sicher, dass das bronzene Tier hier viele Blicke auf sich ziehen wird“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering. Teilnahmslos werde sicher niemand vorbeigehen. „Und genau das ist es, was Kultur lebendig macht. Wenn Menschen Kultur neugierig macht, sie zum Nachdenken anstößt und wenn Kultur Menschen dazu bringt, miteinander zu diskutieren“, so der Ministerpräsident. „Der „schreiende Hengst“ ist ein gutes Beispiel für lebendige Kultur. Ich finde es sehr wichtig, dass es möglichst viele Gelegenheiten gibt, Kunst und Kultur zu begegnen – nicht nur im Museum oder in der Galerie, sondern vor allem im öffentlichen Raum, unmittelbar im alltäglichen Leben.“ Kunst und Kultur zu fördern sei der Landesregierung sehr wichtig. Noch wichtiger aber seien die Menschen vor Ort, „die etwas in Bewegung bringen und sich mit großer Begeisterung und viel Herzblut, mit Idealismus und großem Engagement dafür einsetzen, dass Kunst und Kultur für alle erlebbar wird – so wie mit der Jastram-Plastik in Rostock.“ Jo Jastram wäre am 4. September 86 Jahre alt geworden. Er verstarb am 7. Januar 2011 in Ribnitz-Damgarten.

EU-Programm brachte Vorzeige-Projekte für die Pomerania-Region auf den Weg

INTERREG-Programme - Logo10.7.2014 – Die Umgestaltung des Museumshafens, das grenzüberschreitende Neugeborenenscreening oder das Service- und Beratungszentrum der Pomerania sind nur drei Beispiele für deutsch-polnische Projekte, die in den zurückliegenden Jahren im Rahmen der INTERREG-Programme in Greifswald gefördert wurden. Zwischen 2009 und 2013 wurden insgesamt 9 Projekte mit mehr als 21 Millionen Euro bezuschusst. Alle Partner pflegen seit Jahren eine grenzübergreifende Kooperation, die der Entwicklung der Stadt Greifswald als Ganzes zugute kommt. Einen Überblick über alle Projekte bietet eine neue Broschüre, die druckfrisch vorliegt. Sie ist in der Infotheke im Rathaus erhältlich oder kann im Internet unter www.greifswald.de gelesen werden. Die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V. wurde 1992 gegründet. In ihr sind Städte und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vereint. Greifswald gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Die Kommunalgemeinschaft fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit polnischen Gemeinden vorwiegend in den  Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft und Kultur.

Ministerpräsident Erwin Sellering: Kirchner-Wiegers-Ausstellung passt sehr gut nach Schwerin

Ernst Ludwig Kirchner, Sitzende Dame (Dodo) 1907, gemeinfreiJan Wiegers, Schiffe im Reitdiep in Groningen 2001, Quelle: grafischcentrumgroningen.nl4.7.2014„Das Staatliche Museum ist berühmt für eine der beeindruckendsten Niederländer-Sammlungen, für eine große Sammlung alter Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Kunst. Europaweit finden die in der Schweriner Schatzkammer gesammelten Meisterwerke hohe Anerkennung bei allen Fachleuten. Ich freue mich, dass wir heute eine ganz besondere Ausstellung eröffnen können. Eine Ausstellung, die erstmals in Deutschland die Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Jan Wiegers gemeinsam zeigt. Diese Ausstellung eines der größten Expressionisten mit einem sehr starken niederländischen Pendant passt sehr gut nach Schwerin“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering bei der Eröffnung der Ausstellung „Expressionistische Begegnungen Ernst Ludwig Kirchner und Jan Wiegers“ am Freitag im Staatlichen Museum in Schwerin. Dass diese Ausstellung stattfinden könne, sei auch der guten Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Museum in Saarbrücken und vor allem dem Museum in Groningen zu danken. In seiner Rede ging der Ministerpräsident auf die gute Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und den drei niederländischen Provinzen Groningen, Drenthe und Friesland ein: „Insgesamt sind die Beziehungen zwischen unseren Regionen in den letzten Jahren auf vielen Ebenen deutlich gewachsen. Die Niederlande sind heute einer der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns, niederländische Unternehmen gehören zu den wichtigsten ausländischen Investoren in unserem Land.“ Seit vielen Jahren bestünde eine enge Kooperation auch in Forschung und Wissenschaft. Hinzu kämen Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, in der Medizin- und Biologietechnik, im Tourismus und in der Kultur. „Besonders freue ich mich, dass auch die Menschen unserer Regionen sich näherkommen, sich austauschen. Ich bin mir sicher, auch in Zukunft wird es viele Gelegenheiten geben, sich weiter kennenzulernen und neue Felder zu erschließen, auf denen wir unsere Zusammenarbeit intensivieren können.“ (Anm. d. Red.: Die zwei Bilder sind nicht unbedingt in der Ausstellung zu sehen, zeigen aber einen kurzen Einblick in das Werk beider Künstler)

„Der junge Hauptmann wäre heute ein Blogger“

Neue Dauerausstellung zur literarischen Moderne im Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee, Foto: TZRNeue Dauerausstellung zur literarischen Moderne im Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee

Im neuen Pavillon neben dem Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster ist am 4. Juni eine neue Dauerausstellung eröffnet worden. Sie beschäftigt sich mit der literarischen Moderne und beschreibt die enge Anbindung von Hiddensee an die kosmopolitischen Zentren und Themen jener Zeit. Zehn Ausstellungskapitel ermöglichen in Wort, Bild und Film die Begegnung mit Schriftstellern und Künstlern in ihrer Hiddenseer Sommerfrische – mit Thomas Mann, Sigmund Freud, Mascha Kaléko oder Günter Grass. „Das ist ein Meilenstein und der Abschluss eines langen Weges, den wir über viele Jahre gegangen sind“, sagte Museumsleiterin Franziska Ploetz.

Bildungsschatz fördern und pflegen

Gefördert wurde die neue Ausstellung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, das Land Mecklenburg-Vorpommern und den Freundeskreis des Gerhart-Hauptmann-Hauses. Auch Hauptmann, der Literatur-Nobelpreisträger, hätte seine Freude daran gehabt, ist sich Dr. Hans-Robert Metelmann, der Vorsitzende der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Kloster, sicher: „Der junge Hauptmann wäre sicherlich ein Blogger, hätte eine fantastische Facebook-Präsentation und würde alle sozialen Medien und Netzwerke nutzen, um seine Texte zur Wirkung zu bringen. Er hat ja wichtige Themen wie soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit in seinen großen Dramen behandelt. Genau das sollte nicht nur auf die große Bühne gebracht, sondern verstärkt auch in den Bildungsschatz aufgenommen werden.“ Die neue Ausstellung in dem modern gestalteten Pavillon sei der richtige Begegnungsort dafür, eine Werkstatt, in der neue Texte viele Zuhörer finden und Impulse liefern werden. Dieser Pavillon sei die „zeitgemäße Hülle für eines der hübschesten Literaturhäuser“, die er kenne. Wie sagte doch Hauptmann: „Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch, nichts Wunderbareres und nichts, das wichtiger wäre.“

Nach Angaben von Mathias Brodkorb, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in MV, gehörte das Museum im „Haus Seedorn“ Ostdeutschland zu den wenigen kulturellen Gedächtnisorten nationalen Ranges in Ostdeutschland, was einem Adelstitel in der Kulturlandschaft gleiche. „Museen sollen Vergangenes darstellen, aber sie sollten sich auch ständig verändern. Und das ist hier gelungen – in geschickter und inspirierender Form“, sagte der Minister. „Ich wünsche natürlich auch im Namen des Landes, dass viele Besucher sich dies anschauen mögen und ihre Freude daran haben“, so der Minister weiter. Der Pavillon sei ein architektonisches Kleinod, das neben jenem Haus steht, in dem Hauptmann mit seiner Frau Margarete in den Sommern 1926 bis 1943 lebte und arbeitete. Weitere Informationen: http://www.hauptmannhaus.de, http://www.gerhart-hauptmann.de/veranstaltung_hiddensee/

Staatliches Museum in Schwerin erhält einen Anbau – Ausstellungsfläche kann um 800 Quadratmeter vergrößert werden

Foto: Uwe Jannsen5.6.2014 – Das Staatliche Museum Schwerin kann künftig seine Ausstellungsfläche erweitern. Das Museum soll einen zweigeschossigen Anbau erhalten. Mit dem Erweiterungsbau vergrößert sich die Ausstellungsfläche um 800 Quadratmeter. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen.  „Für das Staatliche Museum ist der Erweiterungsbau ein echter Gewinn. Ein größeres Museum wird auch den Kunst- und Kulturstandort Schwerin bereichern“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Es ist ein Erfolg, dass es uns gemeinsam mit dem Finanzministerium gelungen ist, den Anbau zu vereinbaren und mit den Planungen und ersten Vorbereitungen zu beginnen“, betonte Brodkorb. Finanzministerin Heike Polzin: „Ich freue mich, den Erweiterungsbau hinsichtlich der Planung und der Baudurchführung aktiv unterstützen zu dürfen, damit das Galeriegebäude des Staatlichen Museums Schwerin im Umfeld des Welterbeantrages um eine touristische Attraktion bereichert wird.“ Mit der Planung und Durchführung der Baumaßnahme ist der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) beauftragt. Ziel ist es, den Erweiterungsbau bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode abzuschließen. „Mit der geplanten Erweiterung des Galeriegebäudes wird nun der Wunsch Wirklichkeit, der seit rund 20 Jahren von Seiten des Museums immer wieder an die Politik herangetragen wurde. Die bauliche Erweiterung um 800 Quadratmeter versetzt uns endlich in die Lage die Kunst nach 1945 – und damit im Besonderen auch die Werke Günther Ueckers – adäquat zeigen zu können. Zudem kann damit der Innenhof zu einem echten Museumshof aufgewertet werden“, sagte der Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, Dr. Dirk Blübaum. „Die Nachricht, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern der Qualität seiner herausragenden Kunstsammlungen und der Verpflichtung ihrer ständigen Erweiterungen mit einem großen Erweiterungsbau Rechnung trägt, erfüllt mich mit Zuversicht. Damit werden wir der eigenen, historischen Bedeutung in Europa, in der Zukunft gerecht“, zeigte sich die Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Uecker in Schwerin: Neubau e.V., Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe erfreut.

Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser: „MittsommerRemise” in Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als 4.000 Besucher werden zur siebten Auflage des Kulturfestivals erwartet

Herrenhaus Vogelsang, Foto: Kaesmann TMV – In einer lauen Sommernacht von Gut zu Gut chauffiert werden? Am 21. Juni 2014 wird die siebente „MittsommerRemise – die Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser“ von 15.00 bis 23.00 Uhr in vier Regionen Mecklenburg-Vorpommerns veranstaltet, zu der mehr als 4.000 Besucher erwartet werden. Mehr als 2.000 herrschaftliche Wohnsitze sind in dieser Region zu finden. Umgeben von oft einzigartigen Parks und Gärten besitzen diese Gebäude ihren eigenen Charme und nicht selten eine sagenhafte Geschichte. Rund 40 herrschaftliche Bauten – darunter zwölf neue Teilnehmer – im Mecklenburger Parkland, in der Mecklenburgischen Schweiz, in der Mecklenburgischen Seenplatte, der Recknitz Aue und einigen Außenstandorten öffnen ihre Pforten an diesem Tag bis in die Nacht, um den Sommer mit einem reichhaltigen Programm aus Kultur und Geschichte zu begrüßen. Der Beginn in den Nachmittagsstunden ermöglicht es Gästen, den Kulturmarathon bei Sonnenschein und frischem Gebäck zu starten und bis in die späte Abenddämmerung dieses Fest zu Ehren der Sommersonnenwende zu erleben. Zwölf Euro kostet die MittsommerRemise, wenn Besucher die Wahl zwischen allen Gutshäusern haben möchten: Zehn Euro kostet der Besuch zweier Häuser, fünf Euro der Besuch eines Veranstaltungsortes.Ob über japanische Gartenkunst im Schloss Mitsuko fachsimpeln, Geschichten am Lagerfeuer im Gutshaus Groß Siemen hören oder ein Violinen-Duo in der Gutsanlage Diekhof erleben – das Programm, das unter http://www.mittsommer-remise.de zu finden ist, inspiriert. Herrschaften lassen sich fahren – entsprechend gibt es während der „MittsommerRemise“ einen Shuttle-Service, der unter der Rufnummer 0381-1289392 gebucht werden kann. Die arcona Hotels bieten Zimmer in Wismar, Rostock und im Schloss Teschow direkt an den Busrouten an. Individuelle Ferienunterkünfte gibt es ebenfalls in vielen der teilnehmenden Häuser. Weitere Informationen unter www.mittsommer-remise.de und unter 0381-1289392.

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt

16.4.2014 – Ein Meilenstein ist geschafft: Heute öffnete die gemeinnützige KARO AG die Türen der FRIEDA 23. Mit dem FRIEDA-Erwachen beginnt das Kunst- und Medienzentrum sein kreatives Potenzial für die Hansestadt zu entfalten: Unter einem Dach vereint, werden zahlreiche Initiativen aus Kunst, Film, Radio und Musik die Rostocker Kulturszene mit neuen Ideen bereichern. Mit der Eröffnung schauen die Initiatoren des Projektes auf zehn Jahre der Ideenentwicklung, Arbeit und Emotionen zurück: Bereits 2004 entstand die Vision eines finanziell unabhängigen Kunst- und Medienhauses, 2008 wurde die gemeinnützige KARO AG gegründet. 2014, nach einer 20-monatigen Bauphase, steht die termingerechte Eröffnung der FRIEDA 23 für eine gelungene Allianz von wirtschaftlichem Verstand und kulturellem Wirken. Die Bewohner der neuen FRIEDA 23 wollen den Neubeginn mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu einem Erlebnis werden lassen. Eröffnungsreden der Unterstützer und Begleiter dieses Projektes u.a. der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mathias Brodkorb leiteten die symbolische Öffnung des Hauses ein. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, offene Türen im Haus zu erkunden und deren Bewohner kennen zu lernen. Verschiedene Ausstellungen, Filmvorführungen und Livemusik sowie ein FRIEDA 23-Quiz ließen den Nachmittag und Abend zu einem Erlebnis werden. Diese Vielfalt beim FRIEDA-Erwachen spiegelt die neuen Möglichkeiten der KARO gAG und ihrer Partner wieder: Unter einem gemeinsamen Dach finden hier die Kunst.Schule.Rostock, das Institut für neue Medien, Radio LOHRO und das Lichtspieltheater Wundervoll ein neues Zuhause. Dazu ziehen Partner wie der Landesverband PopKW e.V., der Jugendmedienverband MV, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Open.net Initiative e.V. und die Baf AG i.G. mit ein. Die KARO gAG initiiert und fördert gemeinnützige Projekte und Institutionen in den Bereichen Kunst, Kultur und Bildung in Rostock und Umgebung. Die FRIEDA 23 ist das Ergebnis einer mehrjährigen Mitmachinitiative über Kulturaktien und bürgerschaftlichem Engagement – von Rostocker Bürgern für Rostocker Bürger.

 

Schwerin eröffnet Kultur- und Gartensommer 2014

Broschüre listet mehr als 160 Veranstaltungen vom PfingstFest bis zur SchlossgartenNacht

Farbenfrohe Unterhaltung im Rahmen des Schweriner Kultur- und Gartensommers, Fotomontage: fachwerkler.de | Foto: Stadtmarketing Schwerin/Marieke SobiechTMV – Mit dem „FrühjahrsErwachen“ und der so genannten Klangwelle, einer farbenfrohen Licht- und Wassershow, läutet die Landeshauptstadt Schwerin vom 1. bis 4. Mai den Kultur- und Gartensommmer ein. Dabei dürfen sich Besucher unter anderem auf Kleinkunst in der Innenstadt und einen verkaufsoffenen Sonntag freuen. Neben dem „PfingstJazz“ vom 7. bis 9. Juni, der zu kleinen, aber feinen Konzerten in Gärten und Höfe einlädt, wird die „SchlossgartenNacht“ am 23. August ein großes Publikum begeistern. Im Mittelpunkt des Kultur- und Gartensommers stehen die Schlossfestspiele, die mit der Verdi-Oper „Nabucco“ von Ende Juni bis Anfang August zehntausende Besucher auf den Alten Garten locken werden. Ein genussvolles Wochenende nicht nur für Feinschmecker ist der „GourmetGarten“ vom 18. bis 20. Juli. Dabei laden ausgewählte Gastronomen zu einer kulinarischen Entdeckungsreise in den Schlossgarten ein. Die Küche schlägt dabei eine Brücke zwischen ländlich Feinem und internationalen Speisen. Vormerken sollten sich Genießer das „GartenMahl“ am 18. Juli, bei dem sie ein erlesenes Menü unter den historischen Laubengängen im Schlosspark erleben können. 2013 zählte der Schweriner Kultur- und Gartensommer rund 94.000 Gäste. Alle Veranstaltungen sind in einer Broschüre zusammengefasst, die kostenlos bei der Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH bestellt oder auf www.schwerin.info heruntergeladen werden kann.

1. Impulskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft

Glawe: Branche schafft Arbeitsplätze und Einkommen

15.10.2013 – Die erste Impulskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag in Rostock stattgefunden. “Kunst und Kultur, Tourismus, Architektur oder die Werbebranche sind ohne Fachkräfte aus der Kreativwirtschaft nicht denkbar. Wir nutzen täglich ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen, dennoch sind sie nicht auf Anhieb sofort sichtbar wie ein Hotel, eine Bäckerei oder ein Maschinenbauunternehmen. Die Branche benötigt mehr Öffentlichkeit, Anerkennungskultur und Unterstützung”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Glawe betonte, dass auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft als Teil der Wirtschaft die Instrumente und Programme der Wirtschaftsförderung wie Existenzgründungsberatung, Gründerstipendien, Kleindarlehen und Investitionszuschüsse zur Unterstützung bereitstehen. “Die Programme können genutzt werden”, so Glawe weiter. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Kultur- und Kreativwirtschaft vorrangig durch viele Kleinstunternehmen und freiberuflich Tätige geprägt, zudem durch 3.000 steuerpflichtige Kleinunternehmen und Mittelständler mit etwa 10.000 Beschäftigten. “Die Kreativwirtschaft in unserem Land schafft Einkommen und Arbeitsplätze wie das Handwerk oder das Verarbeitende Gewerbe. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Potentiale des Wirtschaftszweiges noch besser zu erschließen, um mehr Wertschöpfung zu produzieren”, hob Glawe hervor. Als Kultur- und Kreativwirtschaft werden die Unternehmen bezeichnet, die überwiegend erwerbswirtschaftlich agieren und sich mit Schaffung, Produktion, Verteilung und der medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Rund 100 Teilnehmer informierten sich in Rostock über die Zukunftsperspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Veranstaltet wurde die Konferenz vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Elb-Frachter auf Party-Trip

Kulturpartnerschaft zwischen Metropolregion Hamburg und Thalia Theater: Conor McPhersons Stück “Rum und Wodka” am 25. Oktober um 20 Uhr auf dem Museums- und Kulturschiff Minna im Boizenburger Hafen
Sven Schelker steht am 25. Oktober in Boizenburg auf der Bühne an Bord des Frachters Minna. Foto Thalia Theater 1.10.2013 – Schauspieler ohne Bühne, ganz nah und intensiv. An Orten, die selbst Geschichten erzählen und aufregend anders sind. Das Thalia Theater und die Metropolregion Hamburg laden 2013 erstmals dazu ein, Stücke zu erleben, die in realer Kulisse lebendig werden. Die wegen des Hochwassers an der Elbe ausgefallene Lesung wird nun nachgeholt. Zum Abschluss der Reihe spielt das Thalia Theater seine neueste Inszenierung: Conor McPhersons Stück “Rum und Wodka” mit Sven Schelker auf Frachter Minna in Boizenburg an der Elbe. Minna ist viel rumgekommen mit ihren 93 Jahren. Arbeits- und erlebnisreiche Jahre auf der Elbe als Massenguttransporter zwischen Hamburg, Berlin und Magdeburg liegen hinter ihr. Schmal gebaut, ist sie heute nicht mehr geeignet für die moderne Transportwirtschaft, dafür aber ein aufregender Ort für zeitgenössische Jugend- und Kulturarbeit. Passend dazu nimmt uns Sven Schelker mit in die frühe Erwachsenenjahre eines jungen Mannes, der sich selbst ums die Zeit seiner Jugend gebracht hat. Weil er das Partygirl Mary geschwängert hat, nimmt das Leben des 24-jährigen Mannes eine ungewollt normale Wendung: Zwei Kinder, Reihenhaus im Vorort und ein tödlich langweiliger Job. Selbst noch halb Kind  und überfordert mit der Familienvaterrolle dreht er durch: Eines Freitag nachmittags wirft er den Computer aus dem Bürofenster und seinen Job hin. Doch statt seiner Frau zu beichten, dass der Versorger der Kleinfamilie versagt hat, lässt er sich mit seinen Freunden volllaufen. Der Alkohol: Ursprung und Lösung aller Probleme? Er begibt sich auf einen berauschten Trip durch ein Wochenende, in dessen Verlauf er sich auf ein Mädchen einlässt, einen Typen ins Krankenhaus prügelt und am Ende doch wieder in seinem Reihenhaus steht, am Bett seiner schlafenden Kinder und die eine Frage immer noch da ist: Wie bin ich hier her gekommen?
Die Metropolregion Hamburg und das Thalia Theater arbeiten 2013 erstmals zusammen, um den Kultur-Tourismus mit neuen Ideen aus der Stadt in den ländlichen Bereich zu erweitern. Unter dem Titel “Thalia Kulturlandschaften” reisen Schauspieler aus dem Thalia Ensemble mit ausgesuchten Lesungen an besondere Orte in der Metropolregion. Dazu haben die Partner über 600 Kilometer zurückgelegt und außergewöhnliche Orte gefunden, die gemeinsam mit den Schauspielern eine stimmige Geschichte lebendig werden lassen. Ziel ist eine dauerhafte Kooperation des Thalia Theaters mit der Metropolregion und eine lebendig gelebte Nachbarschaft. Dazu sagte Jochen Strauch, Projektleiter dieser Kooperation beim Thalia-Theater bei der Pressekonferenz: “Wir werden zwar weltweit zu Gastspielen eingeladen, wissenaber um unsere Traditionen, um unsere Herkunft und Verwurzelung im Norden. Das Thalia möchte sich stärker in der Region engagieren, auch um neue Netzwerke im Bereich Tourismus und Kultur zu initiieren und zu knüpfen.” Für Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg, ist dies ein “handfestes Ergebnis der Partnerschaft von Land und Stadt, das künstlerisch inspiriert ist und den eigenständigen Wert von Kultur ernst nimmt. Die Metropolregion Hamburg wird als lebenswerte Region erneut ein Stück aufgewertet. Außergewöhnliche Orte wie der Frachter Minna werden als einmalige Theater-Kulisse in den Fokus gerückt und die Elbregion lädt mit einem attraktiven Angebot einmal mehr zu einem Besuch ein.”
Karten unter: Tel: 038847-37847 oder info@kino-boizenburg.de, Kino-Club-Boizenburg e.V., Reichenstraße 19, 19258 Boizenburg/Elbe, Eintritt: 12,00 EUR / 5,00 EUR (ermäßigt) Mehr Informationen unter: metropolregion.hamburg.de/thaliakulturlandschaften  und   thalia-theater.de/kulturlandschaften.

Vorträge anlässlich des 110. Jahrestages der Eröffnung des Kunst- und Altertumsmuseums

Kulturhistorisches Museum, Innenraum, Foto: Joachim KloockRostock 26.9.2013 – Einen Blick in die Geschichte des Kulturhistorischen Museums gibt eine Vortragsreihe am 1. Oktober 2013, die anlässlich des 110. Jahrestages der Eröffnung des Kunst- und Altertumsmuseums initiiert wurde.  Am 4. Oktober 1903 hatten sich die Pforten zum Rostocker Kunst- und Altertumsmuseum in der Friedrich-Franz-Straße (heute August-Bebel-Straße) geöffnet. Die Sammlungen, die bis heute den Grundstock der Bestände des Kulturhistorischen Museums Rostock bilden, zogen in neue und damals moderne Räume. Dank des unermüdlichen Engagements Rostocker Bürger war das repräsentative Gebäude vor dem Steintor 1901 erworben und nach Plänen des Stadtbaudirektors Gustav Dehn zum Museum umgebaut werden. Erstmals waren nun die kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen unter einem Dach vereint und bezeugten Tradition und Selbstverständnis der Rostocker Bürger. Aus Anlass des 110. Jahrestages der Eröffnung des Kunst- und Altertumsmuseums lädt das Kulturhistorische Museum Rostock am 1. Oktober um 17 Uhr zu Vorträgen ein. Die Wissenschaftler des Museums eröffnen dabei einen Blick in die Museumsgeschichte und berichten über die Entwicklung der Schatzkammer Rostocker Stadt-, Kultur- und Kunstgeschichte. Dr. Susanne Fiedler spricht zum Thema „Historischer Kunstverein. Mäzene und Legate“, „Einmal Friedrich-Franz- Straße und zurück“. Unter dem Titel „Das Kunst- und Altertumsmuseum 1883 – 1903 – 2013“ erinnert Annelen Karge, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum,  an prägnante Daten der Rostocker Museumsgeschichte. Der leiter des Museums Dr. Steffen Stuth beschließt die Reihe mit einem Vortrag zum Thema „Ein Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Geschichten aus 800 Jahren Rostock“.

Am Donnerstag wurde am Kulturprojekt FRIEDA Richtfest gefeiert

FRIEDA 23 in Rostock, Foto: Joachim KloockFRIEDA 23 in Rostock, Foto: Joachim KloockFRIEDA 23 in Rostock, Foto: Joachim KloockFRIEDA 23 in Rostock, Foto: Joachim KloockFRIEDA 23 in Rostock, Foto: Joachim Kloock

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Rostock 12.9.2013 – In der FRIEDA 23 werden nach der Fertigstellung das Institut für neue Medien, die Kunst.Schule. Rostock,das Lichtspieltheater Wundervoll, Radio LOHRO und die Heinrich-Böll-Stiftung zu finden sein. Durch die Vielfalt der Akteure, die sich hier zusammenfinden, wird die FRIEDA 23 zu einem kreativen Brennpunkt, der Freiraum für alternative Informations- und Bildungsangebote schafft und das kulturelle Leben in Rostock bereichern wird.

Pangea Festival: Skateboarden im Bunker, Rocken im Hangar, Abtauchen im Bällebad

2.000 Zuschauer werden vom 12. bis 15. September 2013 auf ehemaligen Flughafen in Pütnitz erwartet / Auch Rüdiger Nehberg zu Gast

TMVPangea Festival in Pütnitz, Foto: Lars Jacobsen „Never stop playing.“ – so lautet das Motto des Pangea Festivals, das vom 12. bis 15. September auf dem ehemaligen Flughafen von Pütnitz vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst veranstaltet wird. Dieser verwandelt sich laut Rostocker Organisationsteam Supremesurf in die fiktive Insel Pangea, einen Ort abseits des Alltags, der eine Fülle von Erlebnissen bietet. Die vier Säulen des Festivals – Sport, Musik, Kultur, Kindsein – versprechen abwechslungsreiche Tage. Sportinteressierte Gäste versuchen sich im Kitesurfen, Skate-, Skim- oder Longboarden, BMX-Fahren oder Stand-Up-Paddling. Dafür stehen eigens konstruierte Rampen und Hindernis-Parcours bereit. Musikalisch bietet das Festival eine Reihe von Konzerten, die sich zwischen feinstem Elektro über Orchesterklänge bis hin zu Indie-Rock bewegen. Die Hauptbühne befindet sich in einem Hangar. Bands wie „Super Flu“, „Kombinat 100“, „Kid Simius“ oder „Mollono.Bass“ haben ihr Kommen angesagt. Im Bereich Kultur verführt ein Geschichtenerzähler die Zuhörer in Märchenwelten, ein Ukulele-Kurs bringt neue Erfahrungen und der Graffiti-Workshop Inspiration für eigene Ideen. Wieder Kind sein, können Erwachsene im Hüpfburgenland, beim Kräftemessen „Hau den Lukas“, beim Abtauchen im Bällebad oder beim Riesenseifenblasen machen. Mutige springen beim „Hangar Jump“ aus zehn Meter Höhe auf ein großes Luftkissen. Gast und weitere Attraktion des Festivals ist der Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte Rüdiger Nehberg, der in einer Live-Reportage Sequenzen seines Lebens zeigt. So berichtet er über das Leben der Yanomami-Indianer in Brasilien oder seine Reise mit einem massiven Baumstamm über den Atlantik. Rest-Tickets gibt es auf www.pangea-festival.de. Hier finden Interessierte auch weitere Auskünfte zu Camping-, Grill oder Versorgungsmöglichkeiten. Das Pangea Festival schließt die Saison der jungen Festivals in Mecklenburg-Vorpommern ab, bei denen Open Airs wie „Immergut“, die „Fusion“, „Airbeat One“ oder „Zuparken“ Zehntausende Besucher begeisterten. Weitere Informationen: www.pangea-festival.de