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Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV – SchülerFerienTickets gewinnen

Frühzeitig auf berufliche Perspektiven und berufliche Vielfalt im Land aufmerksam machen

Motiv Durchstarten in MV-Eure Gründe für MV12.6.2017 – Die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) ist mit einer Aktion für die Sommerferien gestartet: „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler frühzeitig für berufliche Perspektiven in unserem Land sensibilisieren. Gefragt sind Gründe, warum die Jugendlichen eine Ausbildung in unserem Land machen wollen und gern hier leben. Es geht mit der Aktion auch darum, noch stärker auf die berufliche Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen. Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung sind wesentliche Herausforderungen der heimischen Wirtschaft.“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Gründe nennen und SchülerFerienTickets gewinnen

Auf den Social Media-Seiten Facebook und Instagram der Kampagne „Durchstarten in MV“ können alle Schülerinnen und Schüler sich zur Aktion mitteilen, zum Beispiel mit „Ich starte in Mecklenburg-Vorpommern durch, weil…“. Die Aktion läuft bis zum 14. Juli 2017. „Es gibt viele Möglichkeiten uns Gründe zum Durchstarten in MV zu nennen. Die Formen sind offen gehalten und vielfältig. Mit der Aktion regen wir an, sich dem Thema berufliche Perspektiven auf eine lockere Art und Weise zu nähern“, betonte Glawe weiter. Es können Kommentare, Selfies oder andere Fotos, kurze Videos oder Grafiken auf Facebook und Instagram gepostet werden. Unter allen, die mitgemacht haben, werden 10 x 1 SchülerFerienTickets verlost. Die Tickets werden von der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH bereitgestellt.

Ausbildungsplatzsuche – Karrieremöglichkeiten aufzeigen

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 5.330 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.964 unversorgte Bewerber gegenüber. „Auch Unternehmen sind gefordert. Wichtig ist bei der Ausbildungsplatzsuche auch das Gesamtangebot des Betriebes an die Jugendlichen. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, die Entlohnung oder auch über Fortbildungen. Das Anbieten von Betriebspraktika und Ferienjobs sind gute Möglichkeiten, auf Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig den Fortbestand des Unternehmens“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Durchstarten in MV mit Angeboten im Azubi-Atlas

Im Azubi-Atlas sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos. Seit Oktober 2009 werben das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV mit Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) gemeinsam für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV finanziert.

Weitere Infos zur Aktion: „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“

Teilnehmen auf Facebook

  1. Nehmt an unserem Facebook-Event „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“ teil.
  2. Nennt uns Eure guten Gründe für MV. Warum möchtet Ihr in unserem Bundesland durchstarten und eure berufliche Karriere beginnen!? Lasst Eurer Kreativität freien Raum. Ihr könnt einen Beitrag verfassen oder ein kommentiertes Foto / Video posten.

HINWEIS: Gewinnen kann nur wer teilnimmt und einen Beitrag postet.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1381588271933187

Teilnehmen auf Instagram

  1. Postet einen Beitrag in Eurem persönlichen Instagram-Profil mit mindestens einem der nachfolgenden Hashtags (#durchstarteninmv, #gutegruendemv2017 oder #durchstarten2017) oder
  2. Sendet uns einen Beitrag mit Eurem „guten Grunde für MV“ per Direct Messaging an @durchstarteninmv.

Instagram: https://www.instagram.com/p/BUzFqSpgbxF/?taken-by=durchstarteninmv

Oder Informationen auf Durchstarten in MV

Website: https://durchstarten-in-mv.de/aktuelles-details/social-media-aktion-durchstarten-in-2017-eure-gruende-fuer-mv

Bitte die Teilnahmebedingungen beachten

https://durchstarten-in-mv.de/aktuelles-details/social-media-aktion-durchstarten-in-2017-eure-gruende-fuer-mv

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Schüler mit Migrationshintergrund erhalten Deutsches Sprachdiplom

Minister Brodkorb: Deutsche Sprache ist Voraussetzung für Teilhabe und Erfolg

Hundertwasser-Gesamtschule, Foto: Joachim Kloock

Hundertwasser-Gesamtschule, Foto: Joachim Kloock

1.7.2016 – In Mecklenburg-Vorpommern haben in diesem Jahr 110 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund das Deutsche Sprachdiplom I erhalten. Bildungsminister Mathias Brodkorb hat in einer Feierstunde im Löwenschen Saal des Stralsunder Rathauses die Urkunden übergeben. Gastgebende Schule der Festveranstaltung ist in diesem Jahr das Schulzentrum am Sund in Stralsund. Die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) I wurden in Mecklenburg-Vorpommern zum vierten Mal an den allgemein bildenden Schulen durchgeführt. „In diesem Schuljahr haben wir viel über die Integration gesprochen und was nötig ist, damit sie gelingen kann“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Das Erlernen der deutschen Sprache ist die wichtigste Voraussetzung für Teilhabe und Erfolg. Kinder und Jugendliche aus zugewanderten Familien müssen die Bereitschaft mitbringen, die deutsche Sprache zu erlernen. Den Schülerinnen und Schülern, die das Deutsche Sprachdiplom erlangt haben, gratuliere ich zu ihren Erfolgen“, so Brodkorb.  45 Schülerinnen und Schüler haben in allen vier Teilprüfungen das Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens erreicht und erhalten das B1-Diplom. 34  Schülerinnen und Schüler haben das A2-Diplom erhalten. Das heißt, sie haben die Prüfung in den vier Teilkompetenzen auf B1- und A2-Niveau bestanden. 31 Schülerinnen und Schüler erhalten Teilleistungsbescheinigungen, die ihnen das B1- und A2-Niveau in einzelnen Teilkompetenzen ausweisen.

Die Schülerinnen und Schüler, die an den diesjährigen Prüfungen teilgenommen haben, besuchen 22 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben zuvor einen Intensivkurs Deutsch als Zweitsprache besucht. Die 12- bis 18-Jährigen haben 21 verschiedene Geburtsländer. Am häufigsten vertreten sind Schülerinnen und Schüler, die in Syrien (29), in Polen (21), in der Ukraine (16) und in Russland (12) geboren worden sind. In der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler in den Intensivkursen für Deutsch als Zweitsprache eine allgemeine Sprachkompetenz im Mündlichen und Schriftlichen auf dem Niveau B1 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens erreichen. Die Prüfung umfasst einen schriftlichen Teil mit Leseverstehen, Hörverstehen, schriftlicher Kommunikation und eine mündliche Prüfung.  Das Deutsche Sprachdiplom wird zurzeit in über 70 Staaten von mehr als 70.000 Prüflingen pro Jahr abgelegt. Auf Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) wird es seit November 2012 auch innerhalb der Bundesrepublik Deutschland für die sprachliche Entwicklung angeboten. Die Prüfungen werden von der Zentralstelle im Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes und dem Sekretariat der KMK entwickelt und gesteuert. Weitere Informationen: www.kmk.org

Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern

Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von morgen – Möglichkeit der noch neuen „Assistierten Ausbildung“ nutzen – jeder fünfte Ausbildungsplatz im Hotel- und Gastronomiebereich nicht besetzt

13.6.2016 – Der Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns Harry Glawe und die Chefin der Regionaldirektion Nord Margit Haupt-Koopmann haben am Montag in Rostock über die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt informiert. „Der Ausbildungsmarkt ist mächtig in Bewegung. Viele Stellen sind noch unbesetzt. Das ist eine Chance für Ausbildungssuchende und Ausbildungsbetriebe gleichermaßen. Viele Unternehmen stehen daher bei der Fachkräftegewinnung vor besonderen Herausforderungen. Gerade kleine Unternehmen können ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Aus diesem Grund braucht es intensive Anstrengungen für die Ausbildung insbesondere auch benachteiligter Jugendlicher. Betriebe müssen verstärkt ihren Blick auch auf vermeintlich ungeeignete Bewerber richten. Für Unternehmen ist es eine Chance sich frühzeitig und langfristig eine Fachkraft von `der Pike´ auf auszubilden. Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der Schulabgänger um die 12.000 bis 13.000 bewegen. „Um diese Schulabgänger werben nicht nur das Handwerk und die Industrie, sondern auch der öffentliche Dienst, die Gesundheits- und Pflegebranche, die Tourismusbranche, die Landwirtschaft.“

Möglichkeit der „Assistierten Ausbildung“ nutzen

Als Unterstützung bietet sich insbesondere das noch neue Förderinstrument „Assistierte Ausbildung“ an. „Das Instrument soll benachteiligte junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe intensiv und kontinuierlich während der betrieblichen Berufsausbildung unterstützen“, sagte Glawe. Die Durchführung obliegt einem zertifizierten Bildungsträger. Die „Assistierte Ausbildung“ gliedert sich in eine mögliche ausbildungsvorbereitende Phase (Phase I) und in eine ausbildungsbegleitende Phase (Phase II), die bis zum individuellen erfolgreichen Ausbildungsabschluss fortgeführt werden kann. Ansätze der „Assistierten Ausbildung“ überwinden die Kluft zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Voraussetzungen der Jugendlichen, indem sie eine reguläre betriebliche Berufsausbildung durch umfassende Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote flankieren. „Die Betriebe werden nicht alleine gelassen“, sagte Margit Haupt-Koopmann. „Sie können Unterstützung bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung und durch die Begleitung im Betriebsalltag zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses erhalten. Regelmäßige Gespräche mit den an der Ausbildung Beteiligten helfen, frühzeitig mögliche Schwierigkeiten zu erkennen und daraus Handlungsbedarfe abzuleiten. Die Unterstützung wird dabei individuell auf die Bedürfnisse der Betriebe ausgerichtet.“

Die Maßnahmen der „Assistierten Ausbildung“ sind in Mecklenburg-Vorpommern im Ausbildungsjahr 2015/2016 erstmals vergeben worden. Landesweit wurden 120 Plätze bestellt. In 2016 wurden für M-V insgesamt 158 Plätze in der Phase I (Ausbildungsvorbereitung) für „Assistierte Ausbildung“ bestellt. Phase II startet mit dem Beginn der betrieblichen Ausbildung ab August – eine Ausweitung auf insgesamt 197 Plätze ist dann möglich. Die Auszubildenden erhalten Hilfen zur Bewältigung der Anforderungen einer betrieblichen Ausbildung, zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses und zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss, z.B. in Form von Krisenintervention, Konfliktbewältigung, Alltagshilfen, Sprachförderung, Stütz- und Förderunterricht sowie Prüfungsvorbereitung. „Die Betriebe können erforderliche Hilfestellungen bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung erhalten, um den reibungslosen Ablauf der Ausbildung und den Ausbildungserfolg zu sichern“, sagte Glawe. „Von der ´Assistierten Ausbildung´ profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die Betriebe, die so ihre Fachkräftebasis sichern können und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.“

„Der Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten Jahren zum Bewerbermarkt entwickelt. Die Schere zwischen angebotenen Stellen und verfügbaren Bewerbern am Ausbildungsmarkt ist und bleibt eine zentrale Herausforderung. Angesichts dieser Lage können wir uns es nicht erlauben, auch nur einen Jugendlichen zu verlieren“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. „Die assistierte Ausbildung schafft Zugänge zur regulären Ausbildung für junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und unterstützt den erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Assistierte Ausbildung ist kein Sonderweg, sondern eine ganz normale betriebliche Ausbildung. Die Ausbildungsverantwortung verbleibt – anders als bei außerbetrieblichen Berufsausbildungen – bei den Betrieben. Die Azubis arbeiten in einem ´normalen´ Betrieb, schließen einen ´normalen´ Ausbildungsvertrag ab und erhalten die ´normale´ Ausbildungsvergütung.“

Berufsorientierung als Chance zum Ausprobieren

Glawe und Haupt-Koopmann warben darüber hinaus dafür, auch die Möglichkeiten der Berufsorientierung zu nutzen. „Wichtig ist es, dass sich Betriebe für Schülerinnen und Schüler öffnen, sei es durch Firmenpraktika oder durch Schülerexkursionen in die Betriebe. Dazu haben wir im vergangenen Jahr die Berufsorientierung mit großem Erfolg neu ausgerichtet. Das ist eine Chance, sich frühzeitig beruflich auszuprobieren“, sagte Glawe. Mit den fünf Modulen der neuen Berufsorientierung – Berufswahlparcours, Betriebspraktika und Schülerexkursionen, Bewerbungstraining und Berufsorientierungscamp – wird die neue Berufsorientierung umgesetzt. Für das Schuljahr 2016/17 erwarten wir nach den Voranmeldungen der Schulen rund 16.000 Schülerinnen und Schüler. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Programm im Zeitraum 2015 bis 2021 mit Mitteln aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von sieben Millionen Euro, die Bundesagentur für Arbeit trägt 6,7 Millionen Euro Unterstützung bei.

Jeder fünfte Ausbildungsplatz im Hotel- und Gastronomiebereich nicht besetzt

Insbesondere in der Hotel- und Gastronomiebranche fehlt der Nachwuchs. Seit Jahren führen sie die Liste der am wenigsten nachgefragten Ausbildungsberufe an: Koch/Köchin – Restaurantfachmann/-frau – Hotelfachmann/-frau – Fachkraft Gastgewerbe. Auch in diesem Jahr werden wieder Ausbildungsstellen gerade in der Hotel- und Gastronomiebranche nicht besetzt werden können. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit konnten bis Ende Mai 5.489 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, davon allein 1.174 Stellen in den Ausbildungsberufen der Hotel- und Gastronomiebranche. „Jeder fünfte Ausbildungsplatz in den HoGa-Berufen kann derzeit nicht besetzt werden. Das ist gerade in dem für unser Land so wichtigen Bereich des Tourismus alarmierend“, so Glawe weiter. Insgesamt wurden der Bundesagentur 10.092 betriebliche Angebote gemeldet, 3.996 Bewerber sind noch unversorgt.

Appell an Unternehmen – zweiter Blick lohnt sich

Glawe appellierte an die Wirtschaft des Landes, ihre Ausbildungsanstrengungen weiter zu intensivieren und jungen Menschen eine Chance zu geben. „Es ist wichtig, dass sich Unternehmen auch für vermeintlich schwächere Jugendliche öffnen. Der Blick allein in die Schulzeugnisse greift zu kurz. Viele Unternehmen machen sehr positive Erfahrungen, wenn sie einen Jugendlichen in ein Praktikum übernehmen. Häufig wird dieser dann auch in eine Ausbildung übernommen. Also, es lohnt ein zweiter Blick – es geht auch darum, jungen Menschen eine Perspektive zum Hierbleiben in unserem Land aufzuzeigen. Viele Jugendliche verfügen oft über ungeahnte Fähigkeiten und Talente. Jede und jeder wird gebraucht. Die duale Ausbildung ist für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern immer noch die beste Möglichkeit, ihren zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern“, betonte Glawe abschließend.

Jugendarrestvollzugsgesetz beschlossen – In M-V ist Vollzugsgesetzgebung somit komplett

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): „Erziehung steht im Vordergrund. Jedem straffällig gewordenen Jugendlichen wird der richtige Weg aufgezeigt“

Grafik - Paragraph20.4.2016 – „Der Landtag hat heute das Jugendarrestvollzugsgesetz beschlossen. Die Vollzugsgesetze von Mecklenburg-Vorpommern, die im Rahmen der Föderalismusreform wie in allen Bundesländern neu erarbeitet werden mussten, sind damit komplett“, sagte Justizministerin Kuder am Mittwoch am Rande der Landtagssitzung. „Die besondere Herausforderung besteht in der relativ kurzen Zeit des Jugendarrests von bis zu vier Wochen. Die Zeit muss von den Jugendlichen dazu genutzt werden, sich mit ihren Problemen und Defiziten zu befassen und an Lösungen zu arbeiten. Der Arrest soll ihnen vor Augen führen, dass bei weiterer Straffälligkeit der geschlossene Vollzug droht. Darum müssen wir es in der Arrestzeit schaffen, so auf die Jugendlichen einzuwirken, dass sie sich für ihr Handeln verantwortlich fühlen und die Fähigkeit entwickeln, zukünftig ohne Straftaten leben zu können“, sagte die Justizministerin weiter. „In der Jugendarrestanstalt Neustrelitz ist das erfahrene und motivierte Team spezialisiert in den Bereichen der Sucht-, Schulden- und Gewaltproblematik. Besonders eng arbeitet es mit Behörden, Gemeinden, Schulen, der Jugendrechtshilfe, der Bewährungshilfe und freien Trägern zusammen, um jedem im Arrest zu zeigen, wie er in ein straffreies Leben zurückkehren kann“, so Ministerin Kuder. Der Jugendarrest mit seinen 14 Plätzen ist vor den Mauern der Jugendanstalt Neustrelitz eingerichtet. Im Jahr 2015 waren insgesamt 242 Jugendliche arrestiert, gut jeder Dritte davon für jeweils zwei Wochen. Das Durchschnittsalter der Jugendlichen im Arrest betrug 18,35 Jahre.

Kommunaler Präventionsrat fördert kriminalpräventive Mikroprojekte

Kinder beim Baum pflanzen, Foto Joachim Kloock

Kinder, Foto: Joachim Kloock

8.3.2016 – Institutionen, freie Träger und Vereine, die im Sinne der Kriminalitätsvorbeugung innerhalb der Hansestadt Rostock tätig sind, können ab sofort und noch bis zum 30. Oktober 2016 für das laufende Jahr Förderanträge an den Präventionsrat der Hansestadt Rostock stellen. „Besonders am Herzen liegt uns die Bekanntmachung der Internetseite www.hast-du-stress.de“, erklärt Hans-Joachim Engster, Leiter des Präventionsrates. Die Internetseite bietet Kindern und Jugendlichen in Notlagen die Chance, sich anonym bei Beratungsstellen zu informieren – im besten Fall, bevor Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Mit aktuell 23 Beratungs- und Anlaufstellen aus dem Stadtgebiet ist die Hansestadt Rostock Vorreiterin in Mecklenburg-Vorpommern. Dank der Förderung des Präventionsrates konnten neben Gewaltpräventionsveranstaltungen, –trainings und Anti-Mobbing-Projekten an Schulen auch zahlreiche Seniorensicherheitsberatungen im Stadtgebiet ermöglicht werden. Den Antragsvordruck sowie die „Kriterien für die finanzielle Beteiligung an Mikroprojekten“ stehen unter http://www.rostock.de/praevention zum Download bereit. Anträge müssen spätestens vier Wochen vor Maßnahmebeginn eingehen. Sie können auch an die E-Mail-Adresse praeventionsrat@rostock.de gesendet werden. Nachfragen beantwortet die Geschäftsstelle des Präventionsrates auch unter Tel. 0381-381-5450. Kontakt: Kommunaler Präventionsrat der Hansestadt Rostock, Marlen Schmidt, Hinter dem Rathaus 4/5, 18055 Rostock, Tel.   0381-381-5450, E-Mail: praeventionsrat@rostock.de , www.rostock.de/praevention

„Wege zur Talentförderung: Die Richtigen sind die Besten!“ Drittes Bildungsforum im Schloss Hasenwinkel

Landesmesse Schülerfirmen, Foto: Holger Martens

Landesmesse Schülerfirmen, Foto: Holger Martens

1.6.2015Beim dritten Bildungsforum von Nordmetall und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) am Montag, den 1. Juni 2015, stand die Talentförderung von Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt. Im Schloss Hasenwinkel haben sich das Bildungsministerium, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Gewerkschaften darüber ausgetauscht, wie Schülerinnen und Schüler zielgerichteter gefördert werden können und die Berufsorientierung besser gestaltet werden kann. „Jede Schülerin oder jeder Schüler hat Talente. Während die einen mit handwerklichem Geschick überzeugen, stechen andere beispielsweise mit sprachlichen oder mathematischen Begabungen hervor“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Lehrerinnen und Lehrer haben ein geschultes Auge, besondere Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern zu erkennen und zu fördern. Mit dem Entdecken und Fördern von Talenten ist es jedoch nicht getan. Den geeigneten Ausbildungsberuf zu finden, ist nicht leicht. Bei der Berufs- und Studienorientierung sind neben den Schulen und Eltern auch Unternehmen gefragt, Jugendliche zu unterstützen“, so Brodkorb. Thomas Lambusch, Präsident des Arbeitgeberverbands Nordmetall sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) erläuterte: „Das Motto unseres Bildungsforums lautet ‚Die Richtigen sind die Besten‘. Damit meinen wir die Fachkräfte, die unsere Wirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähig halten sollen. Hinter dem Motto steckt die Erkenntnis, dass Noten allein noch keinen geeigneten Bewerber ausmachen. Nicht die mit dem höchsten Schul- und Studienabschluss, mit den besten Noten, dem geradlinigsten Lebenslauf sind die Besten. Manchmal erfahren wir es im persönlichen Gespräch mit diesen jungen Menschen, dass sie die Richtigen sind. Nicht selten stellt es sich erst nach einiger Zeit heraus. Und mit Hilfe unserer Verbandsprojekte lernen wir sie auch immer häufiger schon ein paar Jahre vor der Berufswahl kennen und können sie so über einige Zeit begleiten und fördern.“

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betonte: „Auch wenn die Jugendarbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern –  nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung  –  über die Jahre drastisch zurückgegangen ist, dürfen wir nicht vergessen: Wir haben immer noch 7.000 arbeitslose Jugendliche, überwiegend ohne Berufsausbildung. Darüber hinaus haben wir jedes Jahr eine Vielzahl von Jugendlichen, die nach der Schule den Sprung in die Ausbildung nicht oder zumindest nicht gleich schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem ‚Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf‘ eine gute Grundlage geschaffen haben, aus jedem Jugendlichen etwas zu machen. Weitere Ansätze, wie etwa die Jugendberufsagenturen, werden mit dazu beitragen, gerade auch schwächere Jugendliche zu stärken und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Dazu gehört auch das neue Instrument der ‚assistierten Ausbildung‘. Damit wollen wir gerade kleinere Betriebe motivieren, benachteiligten Jugendlichen eine betriebliche Ausbildungschance zu geben  –  und sich so eine künftige Fachkraft zu sichern.“

Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) betonte: „Die Debatte um eine angebliche ‚Überakademisierung‛ führt in die Irre. Die Unternehmen brauchen Absolventen aus beiden Bildungsbereichen – akademisch wie beruflich. Statt Hochschule und duale Berufsausbildung gegeneinander auszuspielen, müssen wir die Verzahnung zwischen beiden Bereichen fördern. Was wir brauchen sind mehr sinnvolle Kombinationen zwischen Studium und Berufsausbildung wie das duale Studium. Ebenso muss es uns gelingen, den immer noch viel zu hohen Anteil von fast 20 % nicht ausbildungsreifen jungen Menschen durch eine stärkere individuelle Förderung in der Schule zu senken, um hier mehr Potenziale für die Berufsausbildung zu erschließen.“ Voraussetzung für die erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist ein anerkannter Schulabschluss. In Mecklenburg-Vorpommern ist seit dem Schuljahr 2014/2015 das Erlangen der Berufsreife auch an 27 der insgesamt 41 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen möglich. Mit dem freiwilligen zehnten Schuljahr will das Land erreichen, dass sich die Quote der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, verringert. Im Jahr 2014 lag die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss bei 8,36 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch 15,8 Prozent. Im Schuljahr 2014/2015 investieren Land und EU insgesamt rund 2,5 Mio. Euro in das besondere Angebot für den Erwerb eines erfolgreichen Schulabschlusses. Die EU-Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Verleihung des Titels „Top Ausbildungsbetrieb 2014“ in MV

64 Betriebe erhielten am 12. Mai 2015 bei der Festveranstaltung in der Rostocker Nikolaikirche je einen Pokal und eine Urkunde von  IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen und Birgit Hesse, Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern. Unter den Ausgezeichneten sind 13 Betriebe, die sich zum achten Mal in Folge als TOP Ausbildungsbetrieb profiliert haben. Fünf Unternehmen erhielten die Auszeichnung erstmalig. IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen appellierte an alle Unternehmen: „Machen Sie die Fachkräfte-Sicherung zur Chef-Sache, stehen Sie auf vom Schreibtisch und holen Sie die Jugendlichen ab, gehen Sie in die Schulen und starten Sie Projekte mit den Schulen in Ihrer Region, bringen Sie sich aktiv rein!“ Auch lernschwache Schüler hätten es verdient, eine Chance zu bekommen. Die jetzt ausgezeichneten Unternehmen machten deutlich, dass sie sich vorbildlich dafür einsetzten.