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Antrittsbesuch des ungarischen Botschafters im Wirtschaftsministerium M-V

Duale Ausbildung ist Vorzeigemodell für Ungarn – wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen – Absatzmärkte erschließen

Botschafter von Ungarn10.4.2017 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag (10.04.) den Botschafter von Ungarn in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Péter Györkös, zu seinem Antrittsbesuch im Wirtschaftsministerium in Schwerin empfangen. „Die wirtschaftlichen Beziehungen sind insgesamt noch auf einem niedrigen Niveau und deutlich ausbaufähig. Wir wollen ausloten, wie wir die Zusammenarbeit intensivieren können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Deutsches System der dualen Ausbildung ist Vorzeigemodell

Im Mittelpunkt der Begegnung stand unter anderem auch das Thema der dualen Berufsausbildung. „Ungarn will sein Berufsbildungssystem auf ein ´duales Modell´ nach deutschem Vorbild umstellen. Ein modernes betriebliches Berufs- und Weiterbildungssystem soll dort aufgebaut werden. Es geht um die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen. Das System der dualen beruflichen Ausbildung hat sich bei uns im Land über Jahre bewährt. Umso mehr freut es mich, dass die duale Ausbildung auch im Ausland nachgefragt wird“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. In der Vergangenheit wurde in Ungarn überwiegend die schulische Berufsausbildung durchgeführt. Insbesondere die Niederlassungen deutscher Unternehmen wie Siemens oder Daimler Benz bilden dort bereits im dualen System aus.

Werben für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Ein weiterer Punkt war der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Ungarn. Wirtschaftsminister Glawe warb während des Treffens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Unser Land hat sich zu einem attraktiven Standort für Investoren und Unternehmen entwickelt. Wir sind ein Land zum Leben und Arbeiten und können mit unseren Standortvorteilen wie ausgebauten Gewerbegebieten und einer modernen Infrastruktur punkten. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Gesundheitswirtschaft haben wir Potential. So ist Mecklenburg-Vorpommern zunehmend als Investitionsstandort für ausländische Unternehmen gefragt“, erläuterte Glawe. Als Beispiel für Neuansiedlungen nannte er beispielsweise das Kaffeekapselwerk Nestlé und das Medizintechnikunternehmen Ypsomed aus der Schweiz. Die Deutsche BOGENN, eine Tochterfirma der türkischen MIR Technologie Holding, produziert Rohre im Fährhafen Sassnitz auf der Insel Rügen. Die Deutsche Großwälzlager GmbH, ein Unternehmen mit russischer Beteiligung, produziert Rollen- und Kugeldrehverbindungen sowie Zahnkränze in Rostock.

Informationen zum Im- und Export zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Ungarn

Mit insgesamt 91 Millionen Euro (Summe Im- und Export) ist im Jahr 2016 ein Exportüberschuss in Höhe von sieben Millionen Euro erreicht worden. Damit lag Ungarn auf Platz 27 der Außenhandelspartner des Landes. „Hier ist noch Luft nach oben. Hier können auf deutscher und ungarischer Seite noch Absatzmärkte erschlossen werden“, sagte Glawe.

Export aus Mecklenburg-Vorpommern nach Ungarn

Im Jahr 2016 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 49 Millionen Euro nach Ungarn exportiert, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um rund 8,9 Prozent bedeutet. Dies stellt einen Anteil am Gesamtexport Mecklenburg-Vorpommerns in Höhe von 1 Prozent dar; Ungarn war 2016 auf Platz 26 im Länderranking der Exportpartner. Die wichtigsten Exportgüter waren Kunststoffe (15,8 Prozent), Sperrholz, Span- und Faserplatten (14,3 Prozent) sowie elektronische Bauelemente (7 Prozent).

Import aus Ungarn nach Mecklenburg-Vorpommern

Von Ungarn nach Mecklenburg-Vorpommern sind im Jahr 2016 Waren im Wert von 42 Millionen Euro importiert worden (-14,3 Prozent); das entspricht Platz 22 der Importpartner des Landes. Die wichtigsten Importgüter waren Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (11,5 Prozent), Halberzeugnisse aus Aluminium (11,3 Prozent) sowie pflanzliche Öle und Fette (11 Prozent). Begleitet wurde der Botschafter von Honorarkonsul Jörg Reimer, Geschäftsführer der VARIOVAC PS Systempack GmbH UA Zarrentin. Das Unternehmen ist Hersteller und Händler von Vakuumverpackungsvollautomaten, Verpackungssystemen, Materialien und Zubehör für die Lebensmittelindustrie und medizinische Geräte.

Bildunterschrift – Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe (l.), empfängt den Botschafter von Ungarn in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Péter Györkös (r.), zu seinem Antrittsbesuch im Wirtschaftsministerium in Schwerin. Foto: Rainer Cordes

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Wirtschaftsreise nach Österreich

Österreichische Investoren schaffen mehr als 5.500 Jobs in MV

Schloss Schönbrunn in Wien 2010, Foto: Martina Wichor2.10.2014 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Österreich für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben. „Österreichische Unternehmen haben bei uns in den vergangenen Jahren über 800 Millionen Euro an verschiedenen Standorten investiert und über 5.500 Arbeitsplätze geschaffen. Es freut mich umso mehr, dass dies vor allem Jobs in dem wichtigen Bereich des Verarbeitenden Gewerbes sind. Das Vertrauen der österreichischen Investoren ist auch ein Beleg für die vielfältigen Ansiedlungsmöglichkeiten bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag in Wien. Der Wirtschaftsminister befindet sich derzeit mit Ministerpräsident Erwin Sellering und einer Wirtschaftsdelegation noch bis zum 03. Oktober in Wien. Bereits am 02. Oktober fand in der Deutschen Botschaft ein Empfang anlässlich des Tages der Deutschen Einheit statt.

Erfolgreiche österreichische Ansiedlungen in MV

Glawe lobte vor Ort die deutsch-österreichische Zusammenarbeit. „Eine Reihe österreichische Unternehmen haben die wirtschaftlichen Vorzüge unseres Bundeslandes bereits entdeckt. Sie haben sich bei uns in den vergangenen 20 Jahren erfolgreich angesiedelt. Die Zusammenarbeit im gewerblichen Bereich funktioniert. Aber auch im Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft arbeiten wir zusammen. Insgesamt liegt hier noch eine Menge wirtschaftliches Potential“, so Glawe weiter. Neben der Firma EGGER Holzwerkstoffe in Wismar, der HENKEL Beiz- und Elektropoliertechnik GmbH & Co. KG haben sich der Automobilzulieferer Oberaigner in Laage, Liebherr Kranbau in Rostock, die Eisengießerei in Torgelow, die Firma Maplan in Schwerin, HOBAS Rohre Gmbh in Trollenhagen (bei Neubrandenburg) oder die Firma Mona Sojaland in Schwerin angesiedelt. Das Wismarer Unternehmen German Pellets, ein Produzent und Händler von Holzpellets, investiert in Österreich. Zur Firmengruppe gehören auch die österreichische Hot’ts-/Glechner-Gruppe und die österreichische HEIZWERT GmbH. „Diese Beispiele zeigen, dass M-V und Österreich in wirtschaftlicher Hinsicht, beiderseitig voneinander profitieren. Der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit soll daher ein Schwerpunkt bei künftigen Kooperationen und anstehenden Veranstaltungen bilden“, sagte Glawe.

Österreich ist wichtiger Handelspartner

In 2013 lag der Export von Mecklenburg-Vorpommern nach Österreich bei 198 Millionen Euro. Wichtigste Ausfuhrgüter waren Sperrholz, Holzwaren, Backwaren und Pharmazeutische Erzeugnisse. Der Import nach Mecklenburg-Vorpommern lag im vergangenen Jahr bei 173,9 Millionen Euro. Die wichtigsten Einfuhrgüter waren Eisenwaren, Elektrische Erzeugnisse, Chemische Vorerzeugnisse und Fleisch. „Österreich ist ein wichtiger Außenhandelspartner. Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein unserer heimischen Wirtschaft lassen sich neue Absatzmärkte erschließen“, so Glawe abschließend.

Wirtschaft im Ostseeraum

Chancen der Region stärker nutzen

Ostseeküste vor Warnemünde, Foto: Martina Wichor Wirtschaftsminister Glawe hat auf einem Fachseminar in der Universität Greifswald für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen der Anrainerstaaten im Ostseeraum geworben. „Die Ostseeregion ist eine dynamische und schnell wachsende Wirtschaftsregion. Die besondere Lage unseres Landes im Ostseeraum mit engen Verbindungen zu den Metropolregionen Hamburg, Berlin, Malmö/Kopenhagen und Stettin ist ein Standortvorteil für unser Land. Chancen liegen unter anderem im Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort.

Ein Viertel aller Ausfuhren aus MV gehen in Ostseeraum

Das Gesamtvolumen des Außenhandels MV mit den acht Ländern im Ostseeraum (Polen, Dänemark, Russland, Finnland, Schweden, Litauen, Estland, Lettland) betrug im vergangenen Jahr 3,8 Milliarden Euro. „Dies entspricht einem Anteil von 33 Prozent am gesamten Außenhandel des Landes. Vor allem im Export können wir noch zulegen und neue Absatzmärkte erschließen“, so Glawe weiter. Knapp ein Viertel (24,3 Prozent/1,7 Milliarden Euro) aller Ausfuhren Mecklenburg-Vorpommerns gingen in den Ostseeraum. Knapp die Hälfte (47 Prozent/2,1 Milliarden Euro) aller Einfuhren nach MV kamen aus den Ostseeanrainerstaaten. Die wichtigsten Handelspartner im Ostseeraum sind Polen mit einem Außenhandelsvolumen von 1,2 Milliarden Euro, Dänemark mit 1,0 Milliarden Euro und Russland mit 0,6 Milliarden Euro.

Unternehmen aus Ostseeraum in MV

„Ziel der Wirtschaftspolitik ist deshalb weiterhin für Neuansiedlungen und Erweiterung von Unternehmen – auch aus der Ostseeregion – zu werben, so dass mehr Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe entstehen“. In den vergangenen Jahren konnte eine Reihe von Unternehmen aus dem Ostseeraum für unser Land gewonnen werden, z. B. die Darguner Brauerei: Tochtergesellschaft der dänischen Harboes Bryggeri A/S mit Hauptsitz in Skælskør, die NETTO ApS & Co. KG in Stavenhagen: Muttergesellschaft mit Sitz in Koge/Dänemark, Arla Foods GmbH, Niederlassung Upahl (Arla Hansa Milch eG): 2011 fusionierte das Unternehmen Hansa-Milch eG mit der dänisch-schwedischen „Arla Foods amba“ und ist heute ein Tochterunternehmen der „Arla Foods GmbH“ oder Ilim Nordic Timber Wismar: Zentrale Ilim Timber Industry in St. Petersburg.

Gesundheitswirtschaft weiter ausbauen

Wenn es um die Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft geht, wird der Blick vor allem auch auf unmittelbare Nachbarn gerichtet. „Wir verfügen in Mecklenburg-Vorpommern durchaus über exportfähige Produkte und Leistungen im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Diese Exportfähigkeit gilt es weiter herauszuheben. Wir wissen auch: Dafür braucht man einen langen Atem. Denn die Erfahrungen haben gezeigt, das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen muss wachsen“, betonte Glawe. „Die Branche der Gesundheitswirtschaft kann ihr Wachstumspotenzial besonders gut ausschöpfen, wenn sie sich noch stärker ostseeraumweit vernetzt und ihre Aktivitäten entsprechend abstimmt. Kooperation und Vernetzung sind der Schlüssel für eine ´Baltic Sea Health Region´“, sagte Glawe. Von großer Bedeutung ist dabei die EU-Ostseestrategie. Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit der Ostseeanrainer ist die Mitgliedschaft im Scan Balt Verbund, dem europäischen Kooperations-Netzwerk des Ostseeraumes im Bereich Life Science und Gesundheitswirtschaft. Die Initiative zu diesem Netzwerk ging von der BioCon Valley® GmbH aus, dem Dienstleister des Wirtschaftsministeriums für die Koordinierung von Maßnahmen der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Tourismuszuwächse im vergangenen Jahr

Die Übernachtungszahlen aus den Ostseeanrainerstaaten in Mecklenburg-Vorpommern sind von rund 112.000 im Jahr 1992 auf über 399.000 im Jahr 2013 gestiegen. „Diese Entwicklung zeigt deutlich: Aufgrund unserer Aktivitäten, Netzwerke und Strategien konnten die Beziehungen auf dem touristischen Gebiet in der Ostseeregion ausgebaut werden“, sagte Glawe. Darüber hinaus haben sich die Landesregierung und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern stark für den Aufbau eines internationalen touristischen Netzwerkes im Ostseeraum engagiert. Hieraus entstanden ist das Ostsee-Tourismusforum, eine Plattform, die es touristischen Marketingorganisationen, Leistungsträgern und Partnern im Ostseeraum ermöglicht, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu initialisieren. Das Ostsee-Tourismusforum wurde erstmals 2008 durchgeführt. Das nunmehr bereits 7. Ostsee-Tourismusforum wird am 01. und 02. Oktober 2014 in Karlskrona, Schweden, stattfinden. Auch im Rahmen des EU-Programms INTERREG Südliche Ostsee sind wertvolle Projekte entstanden. „Das Programm bietet Möglichkeiten der Kooperationen für Projekte mit Partnern aus den Ostseeanrainerregionen Schwedens, Dänemarks, Litauens und Polens“, so Glawe abschließend. Die heutige Veranstaltung fand im Rahmen eines Seminars der Greifswalder Hochschulgruppe der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung statt.