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„Ship of Tolerance“ eingeweiht

21.5.2018 – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am Samstag im Rostocker Stadthafen das globale Kunstprojekt „Ship of Tolerance“ eingeweiht. Mit dem Schiff sollen nach dem Willen des in den USA lebenden russischen Künstlerehepaars Ilja und Emilia Kabakov Menschen verschiedener Kontinente, Kulturen und Identitäten verbunden werden. Seit der Premiere in Venedig 2005 sind weltweit zehn gleiche Versionen gebaut worden. Es wird auf Betreiben der Kunsthalle Rostock erstmals in Deutschland gezeigt. Anlass ist der 800. Stadtgeburtstag. „158 kleine Segeltücher, individuell bemalt, zeigen uns heute die Richtung, in die wir alle segeln wollen: Weltoffenheit, Toleranz und Respekt“, sagte Schwesig. „Das Leben in einer Gesellschaft wird dadurch bestimmt, wie jeder im Einzelnen, im privaten und beruflichen Bereich und im gesellschaftlichen und politischen Engagement sich bewegt und für welche Werte er steht.“ Deshalb sei das „Ship of Tolerance“ so wertvoll, weil es daran erinnere, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, in einem friedlichen Land zu leben.

Insgesamt sind in den vergangenen Wochen mehr als 800 Segeltücher entstanden, mehr als 3000 Rostocker, meist Kinder und Jugendliche, haben sich daran beteiligt. Emilia Kabakov lobte das „schöne Schiff, die schönen Zeichnungen und den schönen Liegeplatz“ im Stadthafen. Am meisten freue sie die Botschaft der Kinder, dass sie sich um die Welt kümmern wollen. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sagte, dass die Stadt versuchen werde, das Projekt zehn Jahre lang zu erhalten. Jedes Jahr sollen in der ganzen Welt neue Bilder für das Schiff gemalt werden. Zuerst sollen die rund 20 Partnerstädte Rostocks gefragt werden.

Bild 01: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der Künstlerin Emilia Kabakov, Foto: Joachim Kloock

 

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