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Ergebnisse des Wettbewerbes „Stadteingang Slüterstraße“ in Rostock vorgestellt

20.4.2017 – Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs „Stadteingang Slüterstraße“ sind seit Mittwoch bis zum 3. Mai 2017 in der Rathaushalle zu sehen. Aufgabe des Planungswettbewerbes „Stadteingang Slüterstraße“ war es, im Eingangsbereich der Altstadt am östlichen Ende der Slüterstraße auf zwei vorgegebenen Grundstücken ein bauliches Ensemble bestehend aus Stadthäusern und einem Stadttor (Petritor) zu entwerfen. Dieses Ensemble soll bis 2018 die Lücken im Stadtgrundriss schließen, die Silhouette der historischen Altstadt ergänzen und mit seiner Gestalt wieder als Mittler zwischen den verschiedenen Elementen der Altstadtsilhouette wie Kirche, Stadtmauer und Bürgerhäusern fungieren. Um nach der besten städtebaulichen und architektonischen Lösung zu suchen, lobte im Auftrag der Hansestadt Rostock der städtische Sanierungsträger, die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS), einen Realisierungswettbewerb für eine Wiederbebauung der historischen Grundstücke aus. Architekten aus ganz Deutschland und darüber hinaus waren aufgerufen, realisierbare Entwürfe vorzulegen. Neben Fassadenansichten und Perspektiven sollten detaillierte Grundrisse und Ideen für Verkehrs- und Freiflächenlösungen eingereicht werden. „Dass über 60 Büros diesem Aufruf gefolgt waren, zeigt das große Interesse an dieser besonderen Aufgabe. Damit konnte das Preisgericht aus einer Fülle verschiedener Ideen für die bauliche Ausformung dieses wichtigen Eingangsbereiches in die Rostocker Altstadt auswählen“, hob Oberbürgermeister Roland Methling hervor. Die Wettbewerbssieger ermittelte in der vergangenen Woche ein elf Mitglieder umfassendes Preisgericht, dem neben Fachleuten für Architektur und Stadtplanung auch Vertreterinnen und Vertreter des Vereins für Rostocker Geschichte, des Ortsbeirates Mitte und der Rostocker Bürgerschaft angehörten. In einem kreativen und intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess wurden die Entwürfe für die Neubebauung des Quartiers und die Wiedererrichtung des Petritores begutachtet. Die gestalterische und materielle Qualität der architektonischen Lösung, die Grundideen und die Funktionsfähigkeit des Nutzungskonzeptes, aber auch die Lösungen für den Verkehr in und aus der Östlichen Altstadt und die Grünraumgestaltung flossen in die Bewertung ein. Das Preisgericht hat nach mehreren Wertungsrunden drei Arbeiten prämiert und abschließend einstimmig die Reihenfolge der Verteilung der Preise beschlossen.

Der 1. Preis ging an den Wettbewerbsbeitrag des Büros Architekten Kühn-von Kaehne und Lange aus Potsdam. Nach Auffassung des Preisgerichtes fanden die Architekten für den geschichtsträchtigen Ort im Sinne einer schöpferischen Neuinterpretation die beste bauliche und gestalterische Lösung. „Die Neubebauung fügt sich harmonisch in die Stadtsilhouette ein, der Übergang zur kleinteiligen Bebauung Am Wendentor ist gut gelöst. Eine deutliche Differenzierung zwischen Tor und Wohn-, Bürogebäude ist ablesbar “, unterstreicht Professor Thomas Will vom Institut für Baugeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege an der Technischen Universität Dresden als Vorsitzender des Preisgerichts.

Den 2. Preis erhielt das Büro gmp International GmbH aus Berlin. Diese Lösung war insgesamt ebenfalls sehr überzeugend. Das Petritor bildet als klarer stark abstrakter Baukörper einen dominanten Stadteingang, wird aber gleichzeitig durch die ergänzenden Bebauungen nach Nord städtebaulich in Weiterführung der Stadtmauer eingebunden. Sowohl die Aufnahme der Geschichte mit Charakteristik des Petritores in moderner Interpretation als auch die Ruhe und Geschossigkeit des Gesamtensembles schließen diese Baulücke städtebaulich und architektonisch angemessen.

Den 3. Preis erhielt das Planungsbüro Ferrier Architekten GmbH aus Zürich (Schweiz). Der Wettbewerbsbeitrag zeigt ein reduziert einfaches Gestaltungskonzept, welches nach außen die angrenzende Altstadtbebauung stimmig ergänzt und aufwertet. Die spannungsvolle ungleiche Symmetrie aus der landschaftlich gesetzten Mauer und dem kompakten Stadttorkörper wird zum Hauptmotiv des Entwurfes, welcher damit gekonnt die empfindliche Lücke schließt und die Stadtsilhouette wiederherstellt. Die kompakte Gesamterscheinung und die Einheit des backsteinernen Materials ergänzen den hochwertigen Kontext. Oberbürgermeister Roland Methling sieht in den Entwürfen eine gute Basis für die weiteren Planungen: „Wir werden mit den Preisträgern umgehend Gespräche aufnehmen und so bereits im kommenden Jahr einen baulichen Lückenschluss an der östlichen Altstadtgrenze erleben.“ Alle Wettbewerbsbeiträge werden vom 19. April bis 3. Mai 2017 in der Rathaushalle am Neuen Markt 1 gezeigt. In der Ortsbeiratssitzung am heutigen Abend stehen ebenfalls Vertreterinnen und Vertreter der RGS und des Eigenbetriebes Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE) allen Interessierten für Informationen zur Verfügung.

Bild 01: Die Wettbewerbssieger: Den ersten Preis holten Benjamin Rätz (v.l.), Gerald Kühn-von Kaehne und Eberhard Lange aus dem Potsdamer Architekturbüro Kühn-von Kaehne und Lange, den dritten Marcel Ferrier mit seinem Züricher Büro Ferrier Architekten und den zweiten Platz Katja Gohdejohann und Kollegen aus dem Team Kristian Spencker der Architekten von Gerkan, Marg und Partner aus Berlin. Foto: Joachim Kloock

 

Rostock ist Standort für das Archäologische Landesmuseum M-V

Ausgrabungen am Bussebart, Foto: Joachim Kloock

Ausgrabungen am Bussebart, Foto: Joachim Kloock

Ministerin Hesse: Archäologisches Erbe findet eine neue Heimat

Mit großer Freude hat Kulturministerin Hesse die Entscheidung des Koalitionsausschuss für das Archäologische Landesmuseum aufgenommen. „Ich bin davon überzeugt, dass das Museum in der Hansestadt eine große Strahlwirkung für unser Land entfaltet. Die archäologischen Schätze des Landes werden aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und können in einem modernen Haus präsentiert werden“, so die Ministerin. Mit der Entscheidung für den Standort Rostock ist der Koalitionsausschuss von SPD und CDU dem vom Bildungsministerium in Auftrag gegebenen Gutachten gefolgt. Das MuseoConsult-Gutachten aus dem Jahr 2016 hat die Vor- und Nachteile der verschiedenen Standorte im Land wissenschaftlich untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass das Archäologische Landesmuseum in Rostock die besten Voraussetzungen findet.

Rostocker Ostermarkt 2017

Ostermarkt Rostock 2017, Foto: Joachim Kloock

Ostermarkt Rostock 2017, Foto: Joachim Kloock

4.4.2017 – Der Frühling wird mit der Eröffnung des Ostermarktes am 7. April in der Rostocker Innenstadt eingeläutet. Vom 07. bis 23. April lockt der Rostocker Ostermarkt mit vielen österlichen Überraschungen in die City. Zwischen dem Neuen Markt und dem Universitätsplatz können die Besucher des Ostermarktes an vielen Ständen nach österlichen Geschenken stöbern oder kulinarische Leckereien genießen. Eine bunte Dekoration mit geschmückten Birkenbäumchen, bemalten Riesenostereiern, einer großen Osterkrone und jeder Menge Frühlingsblumen lässt alle Rostocker und ihre Gäste in Frühjahrstimmung tauchen. Außerdem haben wir attraktive Mitmachaktionen für unsere kleinen Ostermarktbesucher geplant.

Bild: v.l.: Renè Gottschalk- Leiter Besucherservice & Marketing Zoo Rostock, Inga Knospe- Geschäftsführerin der Großmarkt Rostock GmbH und Lothar Welte- stellvertretender Vorsitzender des Schaustellerverbandes Rostock. Foto: Joachim Kloock

Let’s Clean Up Europe – Gemeinsamer Frühjahrsputz in Rostock

22.3.2017 – Erstmalig beteiligt sich die Hansestadt Rostock in diesem Jahr an der europaweiten Initiative „Let`s Clean Up Europe“. Dabei werden jährlich im Frühjahr Aktive, Kampagnen und Bündnisse gegen illegale Abfallentsorgung bei Frühjahrsputzaktionen vereint. „Die Vermüllung von Landschaften und Städten durch mutwillig oder achtlos weggeworfenen Abfall und Verpackungen hat sich zu einem deutschland- und europaweiten Problem entwickelt. Wir wollen gemeinsam ein Zeichen dagegen setzen und für das Thema sensibilisieren“, unterstreicht Rostocks Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus. Die Hansestadt Rostock unterstützt in diesem Jahr erstmalig die Aktion des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der die deutschlandweiten Frühjahrsputzaktionen bündelt. „Grundsätzlich ist dies jedoch keine neue Thematik für unsere Hansestadt. Jedes Jahr im Frühjahr beteiligen sich nun schon seit 14 Jahren in bis zu zwölf Stadtteilen oftmals mehr als 200 engagierte Einwohnerinnen und Einwohner an Aufräumaktionen“, bilanziert Senator Matthäus. Begonnen hatten die Aktionen 2003, als die Schmarler ihren Stadtteil für die Internationale Gartenbauausstellung IGA besonders schön herausputzen wollten.

Alle Rostockerinnen und Rostocker sind jetzt aufgerufen, sich wieder an den Frühjahrsputzaktionen zu beteiligen. Diese werden von den Stadtteilmanagern, Vereinen, Ortsbeiräten und Ortsämtern vorbereitet. Mitarbeiter und Bundesfreiwillige des Amtes für Umweltschutz und des Amtes für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege leisten tatkräftige Hilfe. Die Rostocker Entsorgungsunternehmen Veolia Umweltservice Nord GmbH und die Stadtentsorgung Rostock GmbH unterstützen die Aktionen. Sie stellen Großcontainer für die Abfallentsorgung sowie zusätzliche Reinigungsleistungen mit Kehrmaschinen und Abfallsaugern zur Verfügung. „Eine saubere Stadt fängt bei jedem Einzelnen von uns an“, unterstreicht Senator Holger Matthäus. „Der Frühjahrsputz ist ein willkommener Anlass, die Einwohnerinnen und Einwohner zum Mitmachen anzuregen. Das gemeinsame Aufräumen bringt zutage, welche nachhaltigen Auswirkungen die Vermüllung auf die Natur und Lebensqualität haben kann. Ich danke jetzt schon allen Aktiven und Unterstützern der Frühjahrsputzaktionen für ihr großes bürgerschaftliches Engagement“, so Holger Matthäus. Die Konzeption Ordnung und Sauberkeit der Hansestadt Rostock umfasst weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit in der Stadt. Gemeinsam mit dem beauftragten Entsorger, der Stadtentsorgung Rostock GmbH werden viele umgesetzt, beispielsweise durch den Einsatz von Handreinigern, Teams zur Fugengrünbeseitigung und die ganzjährige Arbeit des Radwegewarts.

Termine der Aktionen

1. April 2017 von 9 bis 13 Uhr „Lichtenhagen räumt auf“
1. April 2017 von 10 bis 13 Uhr „Der Nordosten räumt auf“ (Dierkow, Toitenwinkel)
8. April 2017 von 9 bis 12 Uhr Aufräumaktion im Barnstorfer Wald
8. April 2017 von 10 bis 13 Uhr Aufräumaktion Östliche Altstadt
8. April 2017 Lindenpark Säuberungsaktion
8. April 2017 von 9 bis 11Uhr Markgrafenheide
8. April 2017 „Warnemünde soll schöner sein“
8. April 2017 Frühjahrsputz „Klar Schiff“ in Groß Klein
22. April 2017 von 10 bis 16 Uhr Aufräumaktion Brinckmanshöhe
22. April 2017 von 9 bis 13 Uhr „Schmarl räumt auf“
28. April 2017 von 10 bis 16 Uhr „Evershagen räumt auf“ Säuberungsaktion

 

Tag des Wassers am 22. März: Führungen über die Zentrale Kläranlage Rostock

Zentrale Kläranlage Rostock, Foto: Eurawasser Nord GmbH

Zentrale Kläranlage Rostock, Foto: Eurawasser Nord GmbH

17.3.2017 – Der „Tag des Wassers“ am 22. März wurde 1992 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und soll dazu beitragen, weltweit auf die Bedeutung des Wassers für das tägliche Leben aufmerksam zu machen. Der Schutz der Wasservorkommen und dessen schonende nachhaltige Nutzung sind laut UN-Resolution nur durch eine entsprechende Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zu erreichen. Der „Tag des Wassers“ konzentriert sich jedes Jahr auf unterschiedliche Leitthemen. Dieses Jahr dreht sich alles um „Abwasser“ – eine wertvolle Ressource im Wirtschaftskreislauf. Durchschnittlich produziert ein Mensch pro Tag 150 Liter Abwasser – so viel wie eine gut gefüllte Badewanne. Das 260.000-fache dieser Menge erreicht täglich die Zentrale Kläranlage in Bramow – Abwasser von Haushalten und Industrien der Hansestadt Rostock sowie 12 Umlandgemeinden. Das Klärwerk funktioniert vollbiologisch und ist mit einer mechanischen Vorreinigung, zwei biologischen Reinigungsstufen – einschließlich Phosphor- und Stickstoffreduzierung – sowie einer Schlamm- und Abluftbehandlung ausgerüstet. Ist das Abwasser gereinigt, wird es ins Oberflächenwasser (Warnow) geleitet und damit wieder seinem natürlichen Kreislauf zugeführt. Unter strengsten Maßstäben wird mit dieser Art der Abwasseraufbereitung ein entscheidender Faktor für den Umweltschutz geleistet. EURAWASSER hat im Zusammenwirken mit dem Warnow-Wasser- und Abwasserverband in der bisherigen Entwicklung große Erfolge erzielt und schützt mit innovativen Technologien Warnow und Ostsee nachhaltig vor Belastungen.

Den hohen Anforderungen an die Rostocker Abwasserreinigung wird EURAWASSER mit dem vorhandenen Know-how und den technischen Ausrüstungen gerecht. Dazu gehören allein im Einzugsgebiet der Zentralen Kläranlage Rostock neben rd. 900 Kilometern engmaschigem Kanalnetz auch 254 Pumpwerke. Die EURAWASSER Nord GmbH als Betreiber und der Warnow-Wasser- und Abwasserverband als Eigentümer der Anlage, nehmen den „Tag des Wassers“ zum Anlass, um auf die Bedeutung einer umweltgerechten Abwasserreinigung aufmerksam zu machen. Am 22. März werden hier auf der größten Kläranlage des Landes Mecklenburg-Vorpommern um 15:00 Uhr und 17:00 Uhr Sonderführungen angeboten. Interessierte sind herzlich eingeladen! Anmeldungen werden bis zum 21. März über das Kundencenter der EURAWASSER unter Tel. 0381 / 8072 220 aufgenommen. Die Teilnehmerzahl ist aus Sicherheitsgründen begrenzt. Parkplätze stehen vor dem Betriebsgelände, Carl-Hopp-Straße 1 in Bramow, zur Verfügung.

Gästebucheintragung für den DESEX-Flottenverband im Protokollzimmer des Rathauses in Rostock

10.3.2017 – Am Freitag trugen sich der Militärattaché der Botschaft der Republik Südafrikas in Deutschland, Kapitän zur See Nigel Jonathan Fillis, und der Kommandant der Task Group, Fregattenkapitän Volker Herbert Blasche, in das Gästebuch der Hansestadt Rostock ein. Anlass ist der Antrittsbesuch des DESEX-Verbandes in Rostock. Dem Verband gehören die Schiffe SAS AMATOLA aus Südafrika und die deutschen Schiffe FGS AUGSBURG, FGS BONN und SPESSART an.

DESEX 17/ GOOD HOPE VII ist ein bilaterales Projekt zwischen der Deutschen und der Südafrikanischen Marine, um den Austausch und die Zusammenarbeit beider Marinen zu stärken. Hierzu werden vom 25. Februar bis zum 13. März die Fregatte SAS AMATOLA zusammen mit deutschen Einheiten taktische Übungen wie Schadensabwehr und Gefechtsausbildung durchführen. Die Ausbildung von Offiziersanwärtern ist ein weiterer Schwerpunkt.

Bild 1: Nigel Jonathan Fillis (Militärattaché der Botschaft der Republik Südafrikas in Deutschland), Francoise Roux (Kapitän zur See der Amatola), Oberbürgermeister Roland Methling und Fregattenkapitän Volker Herbert Blasche (Kommandant der Task Group) beim Eintrag in das Gästebuch der Hansestadt Rostock (v.l.n.r.)

Internationaler Frauentag am 8. März mit Veranstaltungen in Rostock

Porträtfoto-Ausstellung „Derecho de voz(s). (Dein) Recht auf Stimme“ im
Rostocker Rathaus

Porträtfoto-Ausstellung, Foto: Joachim Kloock

Porträtfoto-Ausstellung, Foto: Joachim Kloock

7.3.2017 – Durch eine Kooperation der Universidad Complutense de Madrid („Género Estética y Cultura Audiovisual“ (GECA) und der Institute für Romanistik der Universitäten Leipzig und Rostock konnte eine erstklassige Wanderausstellung anlässlich des Internationalen Frauentags nach Rostock geholt werden. Für die Ausstellung „Derecho de voz(s). (Dein) Recht auf Stimme.“  hat der Fotograf Ricardo Pinzón Hidalgo 16 Schwarz-Weiß-Porträts von Menschen unterschiedlicher geschlechtlicher Identitäten (Frauen und LGBTQI*-Personen) angefertigt. 16 Porträts und 16 Erzählungen sexueller Gewalt innerhalb eines mehr als 50 Jahre andauernden bewaffneten Konfliktes, der die Geschichte Kolumbiens blutig gefärbt hat. Jede Fotografie wird von der Stimme, einer eigenen Erzählung des jeweiligen Opfers begleitet. Sie zeigen auf, dass es ihr Recht ist, die Gewalt auszusprechen und anzuklagen. Die Ausstellung erzählt somit nicht nur von Gewalt, sondern von einer Hoffnung, einer Wende hin zur Selbsterzählung, die die Opfer nicht mehr primär als solche begreift, sondern  zu Akteurinnen ihrer eigenen Befreiung werden lässt. Oftmals durch Unkenntnis der eigenen Rechte, Scham oder öffentliche Ignoranz verstummt, verschaffen Kampagne und Ausstellung den geschädigten Personen Zugang zu Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Öffentlichkeit sowie zur Wiedererlangung sozialen Rückhalts.

Die Rostocker Ausstellung ist eine Kooperationsveranstaltung der Gender/ Queer AG und der Institute für Romanistik der Universitäten Rostock und Leipzig sowie des Forschungszentrums „Género, Estética y Cultura Audiovisual“ der Universidad Complutense de Madrid, der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Rostock und des Peter-Weiss-Haus e.V. Unterstützt wird die Ausstellung von der Gleichstellungsbeauftragen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und vom AStA der Universität Rostock. Bis zum 10. März 2017 wird die Ausstellung im Rathaus zu besichtigen sein, danach im Peter-Weiss-Haus.