Archiv für das Schlagwort ‘hanse sail

Schwesig trifft Gabriel: Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben

Hanse Sail Rostock, Foto: Joachim Kloock

Hanse Sail Rostock, Foto: Joachim Kloock

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig setzt sich gemeinsam mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für die Traditionsschifffahrt in Deutschland ein

13.8.2017 – „Unsere Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben. Sie begeistern jedes Jahr auf großen Volksfesten wie der Hanse Sail Tausende von Besuchern. Die Mehrzahl dieser Segelschiffe wird von ehrenamtlich getragenen Vereinen betrieben. Diese wertvolle Arbeit darf jetzt nicht zerstört werden“, erklärten Schwesig und Gabriel zum Abschluss der 27. Hanse Sail in Rostock. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesaußenminister waren dort gestern zu einem Gespräch zusammengetroffen. „Ich bin bei der Eröffnung der Hanse Sail von den Traditionsschiffern noch einmal auf ihre Probleme angesprochen worden und nehme ihre Sorgen sehr ernst. Es ist nachvollziehbar, dass das Bundesverkehrsministerium Regelungen treffen will, um die Sicherheit an Bord und auf See zu erhöhen. Aber die jetzt vorgeschlagene Verordnung stellt zu hohe Hürden auf. Da muss es zu Änderungen kommen. Ich habe deshalb Bundesaußenminister Gabriel, der sich schon in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister sehr für die Traditionsschifffahrt eingesetzt hat, gestern auf dieses Thema angesprochen. Ich freue mich sehr, dass er in dieser wichtigen Frage an unserer Seite steht“, sagte Schwesig. „Die traditionelle Schifffahrt ist nicht nur Teil unseren kulturellen Erbes in Norddeutschland, sondern auch ein Magnet für die vielen Touristen. Wir dürfen sie nicht durch unnötige Bürokratie kaputt machen lassen. Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben.“ erklärte Außenminister Sigmar Gabriel.

Advertisements

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnet 27. Hanse Sail Rostock

Maritimes Fest setzt Zeichen für die Zukunft der deutschen Traditionsschifffahrt

10.8.2017 – Mit dem Glasen der Schiffsglocke hat die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Roland Methling, zum ersten Mal die Hanse Sail eröffnet. „Herzlich willkommen den Gösten aus aller Welt!“, begrüßte die Schirmherrin der 27. Hanse Sail die Besucher des maritimen Festes. Noch bis zum 13. August ist Rostock das maritime Zentrum der Welt. Schiffe und Crews aus zwölf Nationen sind in diesem Jahr zu Gast. Damit das auch weiter so bleibt, haben die Vertreter der Traditionssegler einen symbolischen Rettungsring an die Ministerpräsidentin übergeben. „Retten Sie die Traditionsschiffe, bevor sie untergehen“, bat Jan-Matthias Westermann, Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge. Aktuell gefährdet der Entwurf einer neuen Sicherheitsrichtlinie durch zu hohe bürokratische Hürden den Bestand der deutschen Flotte. „Die Landesregierung setzt sich für den Erhalt der Traditionsschiffe und die Stärkung des Ehrenamtes ein“, versicherte die Ministerpräsidentin. „Wir freuen uns auf vier Tage geprägt von einer freudvollen internationalen Stimmung, die bereits zum 27. Mal Menschen verschiedener Nationen auf wirtschaftlichen und politischen Plattformen sowie auf den Planken, die die Welt bedeuten, zusammenbringen“, fasste Oberbürgermeister Roland Methling zusammen. Neben der Anwesenheit von Delegationen aus den USA, Polen, Russland und Kroatien hob er den Besuch des Schiffs der brasilianischen Marine „Cisne Branco“ hervor, dessen Kapitän ebenfalls an der Eröffnung teilgenommen hat. Stellvertretend für das diesjährige Partnerland Island richtete der isländische Botschafter S.E. Guomundur Arni Stefansson Größe vom Inselstaat aus.

Miss Hanse Sail 2017 heißt Eva Wiedemann

Zeitgleich zur Eröffnung wurde auf der Bühne Hanse Sail & Antenne MV die Miss Hanse Sail 2017 gewählt. Die Jury wählte die zwanzigjährige Eva Wiedemann aus Neuenkirchen zur neuen Schönsten der Hansestadt. In Anwesenheit von Tourismusdirektor Matthias Fromm setzte Moderator Torsten Dück ihr das Krönchen auf. Den zweiten Platz belegte Sarah Scherf (17) aus Schweden, dritte wurde Samantha Hill (20) aus Greifswald.

„Sedov“ als 100. Schiff zur 27. Hanse Sail 2017 angemeldet

Die "Sedov", Foto: Joachim Kloock

Die „Sedov“, Foto: Joachim Kloock

16.2.2017 – Nachdem die russischen Segelschulschiffe „Krusenstern“ (Baujahr 1926) und „Mir“ sich für die 27. Hanse Sail vom 10. bis 13. August 2017 angemeldet haben, kündigte nun auch die 96-jährige „Sedov“ ihre Teilnahme am maritimen Großevent an. Damit werden die beiden ältesten und größten noch aktiven Windjammer der Welt in Rostock zu Gast sein. Zusammen mit der baugleichen Schwester der „Mir“ – der polnischen „Dar Mlodziezy“ – machen die Großsegler in Warnemünde fest und verwandeln den Passagierkai in ein Mastenmeer. Die Viermastbark „Sedov“ zählt zu den größten Windjammern der Welt: 117,5 Meter lang, 14,2 Meter breit und der Großmast ragt 54,5 Meter in die Höhe. Stolze 4.192 Quadratmeter Segelfläche kann das Schiff an den Wind bringen. Die „Sedov“ ist wie auch die „Krusenstern“ ein Zeugnis deutscher Schiffbaukunst und Schifffahrtstradition. 1921 wurde sie in der damaligen Germania-Werft in Kiel als „Kommodore Johnson“ gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Sowjetunion das Schiff als Reparationsleistung. Seit 1952 steht an Bug und Heck „Sedov“, zu Ehren des Polarforschers Georgij Sedov, der 1911 in der Arktis umkam. Die „Sedov“ ist weltweit im Auftrag der Technischen Universität Murmansk unterwegs. An Bord werden Nautiker und technische Offiziere ausgebildet. Schon jetzt können für die „Mir“, die „Dar Mlodziezy“ oder rund 60 weitere Schiffe Mitsegeltickets bei der Tall-Ship Buchungszentrale des Hanse Sail Vereins erworben werden. Quelle: www.hansesail.com

Starkes erstes Halbjahr und erfolgreicher Sommer: MV bestätigt Position als führendes Ferienziel in Deutschland

Nochmals leichte Steigerung zwischen Januar und Juni / Auch Sommersaison von Branche mehrheitlich positiv eingeschätzt

Trotz verschärften Wettbewerbs und eines kühlen Frühjahrs ist Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu einem erneut sehr guten touristischen Jahresergebnis. Nach Auswertung des ersten Halbjahres und Einschätzung der Sommersaison kann das Niveau des Vorjahres erreicht und möglicherweise leicht übertroffen werden. 2014 waren insgesamt 28,7 Millionen Übernachtungen und damit mehr als in jedem anderen Jahr seit 1990 erreicht worden. Im ersten Halbjahr 2015 konnte Mecklenburg-Vorpommern gegenüber dem bisherigen Bestwert aus dem Vorjahr weiter leicht zulegen. Zwischen Januar und Juni wurden in den Urlaubsregionen des Landes 11,2 Millionen Übernachtungen von knapp 3,1 Millionen Gästen statistisch verbucht. Dies bedeutet 1,8 Prozent Zuwachs bei den Übernachtungen und ein Prozent mehr Ankünfte als im Vorjahreszeitraum. Über die stärksten Zuwächse können sich dabei die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+8,5 Prozent), die Inseln Rügen und Hiddensee (+4,5 Prozent) sowie die Hansestadt Stralsund (+4,2 Prozent) freuen. Alle Unterkunftsarten lagen in der ersten Jahreshälfte im Plus, am deutlichsten stiegen die Übernachtungszahlen in den Ferienwohnungen und -zentren (+3,3 Prozent) sowie auf den Campingplätzen (+3,0 Prozent). Leichte Rückgänge (-2,9 Prozent) gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres bei Übernachtungen ausländischer Gäste. „Ein insgesamt positives Ergebnis. Wir sind auf einem sehr hohen Niveau, was die Gäste- und Übernachtungszahlen bei uns im Land angeht. Dies zu halten oder auch zu steigern, ist eine stetige Herausforderung. Jede Steigerung ist dabei eigentlich auch immer eine kleine Sensation und keine Selbstverständlichkeit“, sagte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus.

Starke Nachfrage in den Sommermonaten

Auch für die Zeit der Sommerferien in Deutschland überwiegen in der Tourismusbranche die positiven Einschätzungen. Der aktuellen Saisonumfrage des Landestourismusverbandes unter 200 Quartiersanbietern zufolge, war insbesondere zwischen Mitte Juli und Mitte August eine sehr starke Nachfrage zu verspüren, die eine Reihe von Betrieben in Richtung voller Auslastung führte. „Mecklenburg-Vorpommern blickt auf eine intensive und gelungene Hauptsaison zurück, mit der das Land seine Position als beliebtestes Ferienziel in Deutschland untermauert“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Sie betonte in diesem Zusammenhang, dass die Sommerferien der einzelnen Bundesländer auch in diesem Jahr keine sonderlich günstige Verteilung und mit 78 Tagen auch keine ideale Gesamtlänge hatten. So wären einzig in Nordrhein-Westfalen in der ersten Juli-Hälfte Sommerferien gewesen. „Das heißt, wir hatten ein gewisses Gedränge im vom guten Wetter zusätzlich begünstigten Zeitraum Mitte Juli bis Mitte August, während am Monatsbeginn des unbeständigeren Juli hier und da ein paar Betten frei blieben“, so die Verbandspräsidentin. Insgesamt konstatierte etwa ein Drittel der vom Tourismusverband Befragten eine höhere Auslastung als im Vorjahressommer, für rund die Hälfte verlief der Sommer auf ähnlichem Niveau, ein Fünftel musste im Vergleich zu 2014 einige Abstriche machen. Die durchschnittliche Auslastung aller Betriebe im Land bewegte sich zwischen Mitte Juli und Mitte August bei etwas mehr als 90 Prozent, davor und danach lag sie bei einer Reihe von Betrieben auch darunter. Kleine Auslastungsunterschiede gab es erneut zwischen Ostseeküste und Landesinnerem, wobei diese Unterschiede im Sommer so gering sind, wie zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres. Für die Monate Juli und August rechnet der Tourismusverband auf Basis der Einschätzungen aus der Branche allein in den größeren, für die Statistik relevanten Übernachtungsbetrieben mit mehr als zwei Millionen Übernachtungsgästen und mehr als zehn Millionen Übernachtungen. Sylvia Bretschneider: „Was Ende 2015 für ein Ergebnis herauskommt, werden wir abwarten. Ein Ziel lautet, das hohe Niveau des Vorjahres zu übertreffen. Dieses Ziel ist auch nach Ablauf von zwei Dritteln des Jahres realistisch.“ Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe ergänzte: „Die positive Entwicklung ist kein Selbstläufer. Das Wetter können wir nicht beeinflussen, auch Natur, Binnenseen sowie die Ostsee reichen nicht allein, um weitere touristische Zuwächse zu erzielen. Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Ländern – die auch kräftig investieren. Ziel ist es, dass unser Land über das ganze Jahr hin attraktiv ist. Da geht Qualität vor Quantität.“

Mecklenburg-Vorpommern muss sich härterem Wettbewerb stellen

Die Präsidentin des Landestourismusverbandes riet trotz des erfolgreichen Saisonverlaufs im Urlaubsland zu verhaltener Freude. „Wir dürfen nicht außen vor lassen, dass gute Gesamtzahlen wenig über die betriebswirtschaftliche und personelle Situation in den Unternehmen aussagen und sollten auch nicht nur auf uns selbst schauen. Wir leben und arbeiten nicht in der Kuschelzone, sondern in einem Verdrängungswettbewerb“, so Sylvia Bretschneider. Mecklenburg-Vorpommern habe im Vergleich mit vielen Bundesländern und auch mit dem Bundesdurchschnitt sowohl in diesem als auch im vorigen Jahr eine geringere Entwicklungsdynamik aufzuweisen. Während der Nordosten bei den Übernachtungen von Januar bis Juni um 1,8 Prozent zulegen konnte, waren es im Bundesschnitt 3,2 Prozent. Hinzu kommt, dass Mecklenburg-Vorpommern stärker als in den vergangenen zwei Jahrzehnten in eine Konkurrenzsituation eingebettet ist: Schleswig-Holstein investiert so massiv wie lange nicht in das eigene Produkt, in Marketing und in Infrastruktur. Die Ferienregionen und -orte an der dänischen Ostseeküste versuchen konzentriert, in den vergangenen Jahren verlorenes Terrain zurückzuerobern. Die polnische Ostseeküste bekommt als europäische Höchstförderregion einen ähnlichen Entwicklungsschub wie Mecklenburg-Vorpommern in den 1990ern und frühen 2000ern. „Daher dürfen wir bei der Qualität, beim Werben um neue Gäste vor allem in West- und Süddeutschland und im benachbarten Ausland sowie bei Investitionen zur Weiterentwicklung von Unternehmen und Angeboten keinesfalls nachlassen“, erklärte Sylvia Bretschneider. Es bestünden genügend Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für den Tourismus weiter zu verbessern – angefangen von der Fachkräftesituation, über die weitere Stärkung der Vor- und Nachsaison, der Internationalität, der Erreichbarkeit, des Tourismus im ländlichen Raum und in den Binnenregionen bis hin zur Service- und Produktqualität. „Tourismus befindet sich ständig im Wandel. Wir brauchen immer wieder neue Ideen und neue Köpfe, die für Aufbruchstimmung und Pioniergeist sorgen, welche Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich gemacht haben“, sagte die Verbandspräsidentin.

An Erfolge und Investitionen der vergangenen 25 Jahre anknüpfen

Seit 1990 wurden im Rahmen der Förderung der touristischen Infrastruktur und der Förderung touristischer Einrichtungen (gewerblicher Tourismus) Gesamtinvestitionen beispielsweise von Unternehmen oder Gemeinden von rund 6,35 Milliarden Euro ausgelöst. Das Wirtschaftsministerium hat diese mit rund 2,29 Milliarden Euro unterstützt. Insgesamt  wurden über 4.700 Fördervorhaben bewilligt. Der Wirtschafts- und Tourismusminister betonte: „Es ist viel passiert in den vergangenen 25 Jahren. Mit den eingesetzten Mitteln wurden Radwege gebaut, Wasserwanderrastplätze und touristische Häfen sind entstanden. Touristische Einrichtungen wie zum Beispiel Hotels wurden errichtet oder erweitert. Diese Entwicklung sucht bundesweit ihresgleichen“ betonte Harry Glawe. Er benannte die bessere Auslastung sowie Nutzung vorhandener Infrastrukturen und Angebote als Ziele für die kommenden Jahre; auch die Förderung familienfreundlicher Angebote werde ein Schwerpunkt bleiben. „Von großer Bedeutung sind für uns die Schaffung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Hier haben wir noch Potenzial. Darüber hinaus wollen wir die Entwicklung und Förderung saisonverlängernder Angebote im gesamten Land weiter unterstützen“, so Glawe weiter.

Open Airs, Museen und Volksfeste punkten mit guten Programmideen

Mit guten Programmideen und Innovationskraft haben im Sommer 2015 die Musik- und Theater-Open-Airs überzeugt. Die Störtebeker-Festspiele auf Rügen verzeichnen auch 2015 mit „Aller Welt Feind“ einen großen Publikumszuspruch von mehreren Hunderttausend Besuchern. Die Festspiele MV vermeldeten zur Halbzeit der Saison mehr als 30.000 Besucher plus 18.000 Besucher des ausverkauften „Kleinen Fests im großen Park“ in Ludwigslust. Die Schlossfestspiele Schwerin erreichten mit 28.000 Besuchern bei 23 Vorstellungen von Verdis „La Traviata“ ein gutes Ergebnis, auch wenn dieses leicht unter dem des Vorjahres lag (2014: „Nabucco“ mit 32.000 Besuchern). Auch die Vorpommersche Landesbühne zeigte sich insgesamt zufrieden: Zu Aufführungen wie „Die Peene brennt“, den Vineta-Festspielen mit „Der Tag des Königs“, „Die vier Musketiere“ und zum neuen Zuschauermagneten „Sonnenallee“ kamen insgesamt knapp 50.000 Zuschauer. Die Inszenierung von „Jedermann“ mit Sascha Gluth in der Hauptrolle lockte 5.000 Besucher in die St. Georgen-Kirche in Wismar. Viel Resonanz erfuhren auch in diesem Jahr die 25. Hanse Sail in Rostock mit mehr als einer Million Besucher oder die jungen Festivals wie Fusion, Immergut oder das Baltic Spring Break in Ahlbeck auf Usedom mit 10.000 jungen Besuchern. Viele Museen und Erlebniszentren profitierten vom starken Gästeaufkommen im Land und teils auch von der kühleren Witterung im Juli. Das Deutsche Meeresmuseum mit seinen vier Standorten vermeldete am 28. Juli einen Tagesbesucherrekord für dieses Jahr mit 12.381 Besuchern. Das Nationalparkzentrum am Königsstuhl zählte im Sommer pro Tag bis zu 3.000 Gäste. Die Zoos und Tierparks schafften es, viele der im Land weilenden Familienurlauber von einem Besuch zu überzeugen; so beispielsweise der Zoo Rostock mit dem Eisbär-Jungen Fiete. Auch das neu eröffnete Schloss Bothmer in Westmecklenburg erfreute sich eines regen Zuspruchs von Geschichts-, Kultur- und Architekturinteressierten.

Erfolgreiche Saison für Charterunternehmen, Bootsverleiher und Fahrgastschiffer

Stark nachgefragt waren während der Sommerferien auch die wassertouristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern, wie eine separate Umfrage des Tourismusverbandes unter Charterunternehmen, Bootsverleihern und Fahrgastschiffern ergab. So berichten Hausboot- und Motoryachtanbieter von nahezu vollständig gebuchten Kapazitäten und eine das Angebot teils übersteigende Nachfrage nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, aus Österreich und aus den Niederlanden. Auch im Frühjahr sei das Geschäft ordentlich verlaufen, ebenso gebe es Vorbuchungen für den Herbst auf gutem Niveau. Die Charterzeiten bewegen sich häufig im Bereich von zwei Wochen. Kanutourismus war im kühlen Frühjahr etwas weniger, dafür im Sommer umso stärker gefragt. Ebenfalls positiv fällt schließlich das Saisonfazit der Betreiber von Fahrgastschiffen aus, die von einer verbesserten Zusammenarbeit mit Hotels sprechen, zum Teil aber Rückgänge im Bereich der Gruppentouristik verzeichnen.

Autohaus-Assistentin wird neue Miss Hanse Sail 2014

Sandra Blockus aus Rostock erhielt das Krönchen

10.8.2014 – Die Spannung war groß, als am Sail-Sonntag kurz nach 18 Uhr die Siegerehrung der diesjährigen Wahl zur Miss Hanse Sail begann. Gewinnerin mit 470 Punkten wurde schließlich Sandra Blockus aus Rostock. Die 24-jährige, die als Assistentin in einem Rostocker Autohaus arbeitet, konnte ihr Glück kaum fassen, als ihr die Vorjahressiegerin Angelina Rißmann das Siegerkrönchen aufsetzte. Mit 370 Punkten Zweitplatzierte wurde die 26-jährige Laura Anne Schmerse aus Halle an der Saale vor Sina-Lauren Lange (21) aus Lambrechtshagen / Landkreis Rostock, die 200 Punkte sammelte. Für alle der insgesamt sieben Kandidatinnen war es die erste Teilnahme an einer Miss-Wahl. Ulrike Wölfel (Miss Ostdeutschland 2012) und Torsten „Torte“ Dück (Moderator bei ANTENNE MV) führten charmant durch den Schönheitswettbewerb auf der Hanse-Sail-Bühne im Stadthafen. Eine aus ehemaligen Miss und Mistern der Hanse Sail sowie der amtierenden Miss Hauptstadt Berlin besetzte Jury bewertete die Titelanwärterinnen in drei Durchgängen und vergab als Preise neben dem Titel und der Schärpe auch eine Flasche Doppel-Magnum der Henkell & Co. Sektkellerei KG, ein hochwertiges Uhren-Set sowie einen Gutschein für einen Segeltörn zur 25. Hanse Sail 2015. Präsentiert wurde die Wahl zur Miss Hanse Sail 2014 vom LT-Club Rostock und Medienpartner ANTENNE MV. Herzlichen Glückwünsch an alle Teilnehmerinnen – besonders natürlich an Sandra Blockus, die sich mit dem Titelgewinn gleichzeitig für das Deutschland-Finale am 20. September in Dortmund qualifizierte. (Textquelle: http://www.hansesail.com)

Traditionelle Eröffnung der 24. Hanse Sail auf der NDR-Bühne im Stadthafen Rostock

7.8.2014 – Herzlich willkommen zur Hanse Sail Rostock hieß es traditionell auch zur 24. Auflage des maritimen Festes auf der NDR-Bühne aus prominentem Munde. Erwin Sellering und Roland Methling und auch das Publikum vor der Bühne kennen und schätzen die Zeremonie mit dem Absprung der Waffentaucher, mit dem Klasen der Schiffsglocke und dem gemeinsamen Fassbieranstich. Die 24. Hanse Sail vom 7. bis 10. August ist das größte jährlich stattfindende Traditionsseglertreffen der Welt und begeistert seine rund eine Million Besucher in diesem Jahr mit einer Flotte von 211 Traditionsschiffen aus zwölf Nationen. Und auch der finale Satz des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns, der vor wenigen Tagen erneut Vater eines Jungen wurde, war traditionell: „Hiermit erkläre ich die 24. Hanse Sail für eröffnet!“ Der Absprung der Waffentaucher konnte mithilfe eines Flugzeuges vom Fallschirmsport Verein in Barth realisiert werden, nachdem der dafür eingeplante Hubschrauber „SeaKing“ der Marine kurz zuvor kaputt gegangen war. Vor der eigentlichen Eröffnung übergab die Besatzung der „Tres Hombres“, des letzten traditionellen Frachtschiffes ohne Motor, ein ganzes Paket an fair gehandelten Waren an den Oberbürgermeister. Erwin Sellering hat bereits im Vorfeld seine Vorstellungen vom Verlauf und von der Wirkung „des größten und wichtigsten Volksfestes bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“ formuliert. Mit Blick auf den Sail-Samstag und den von ihm moderierten Sail-Brunch im Rahmen von „Business meets Hanse Sail“ betont der oberste Landespolitiker: „Die Hanse Sail ist Werbung pur für die Region, für  unser ganzes Land . Sie hat sich zu einem Motor für die touristische Entwicklung in und um Rostock entwickelt und ist auch ein wichtiger Treffpunkt für Wirtschaftskapitäne, insbesondere aus der maritimen Branche.“

Für den Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling, sind die Tage der Hanse Sail die intensivsten des Jahres. „In diesem Jahr erlebe ich die Hanse Sail als Oberbürgermeister zum 10. Mal. Und ich freue mich darauf eigentlich immer mehr, weil auch die Kontakt- und Gesprächsmöglichkeiten mit in- und ausländischen Politikern, mit wichtigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur von Jahr zu Jahr zunehmen. Die Hanse Sail verfügt über ein dichtes internationales und nationales Netzwerk, das die Hansestadt auch ganzjährig nutzen kann.“ Der besondere internationale Gast der Eröffnungsveranstaltung war die Botschafterin der Republik Finnland I.E. Frau Päivi Maria Luostarinen. Der nördliche Nachbar Finnland ist diesjähriges Partnerland der Hanse Sail. Weitere internationale Gäste der 24. Hanse Sail sind unter anderem Irakli Tcheishvili (Vorsitzender des Stadtparlaments der Stadt Batumi), John Brædder (Bürgermeister der Großgemeinde Guldborgsund), Song Jiawei (stellvertretender Vorsitzender des ständigen Kommitees des Volkskongresses von Hefei), Valerijs Kokis (stellvertretender Stadtdirektor von Riga), Miroslav Matešic (stellvertretender Bürgermeister von Rijeka), Robert Olsson (Generaldirektor der schwedischen Nationalen Maritimen Museen) und Krzysztof Soska (stellvertretender Stadtpräsident von Szczecin).

Hanse Sail 2014 in Rostock-Warnemünde gibt sich wie immer international

Pressekonferenz zur Hanse-Sail 2014, Foto: Joachim Kloock Pressekonferenz zur Hanse-Sail 2014, Foto: Joachim Kloock5.8.2014 – Die 24. Hanse Sail findet wie immer große internationale Beachtung. Dabei kommen nicht nur Schiffe aus aller Welt. Delegationen aus den sieben befreundeten und Partnerstädten der Hansestadt Rostock haben sich angemeldet. Am Donnerstag (7. August 2014) wird Oberbürgermeister Roland Methling sie im Festsaal des Rathauses begrüßen. Dann werden sich die Leiter der Delegationen aus dem georgischen Batumi, der dänischen Gemeinde Guldborgsund, der chinesischen Provinzhauptstadt Hefei, dem lettischen Rīga, dem kroatischen Rijeka, der Schwedischen Nationalen Maritimen Museen und des polnischen Szczecin in das Gästebuch der Hansestadt Rostock eintragen. Stellvertretend für die Deutsche Marine wird der Kommandant des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ unterzeichnen. Finnland ist das Partnerland der diesjährigen Hanse Sail. Die Kunsthalle am Schwanenteich lädt mit der Exposition „Nature and More“ zum Betrachten zeitgenössischer finnischer Kunst ein. Am Mittwoch (6. August 2014) wird der Schwanenteich von 16 bis 20 Uhr auch Schauplatz der artSAIL mit finnischen Kunstfilmen, Künstlergesprächen, Kinderprogramm, Barbecue und Musik sein. Die Ausstellung „Migranten in Helsiniki“ im Rostocker Rathaus widmet sich ebenfalls dem Partnerland. Auf dem Wasser ist Finnland mit dem Gaffelschoner „Amazone“ vertreten.

In diesem Jahr wird in Rostock als Hauptstadt des Fairen Handels erstmals ein Fairer Transport-Segler einlaufen, der auf seiner Reise ohne Motor auskommen wird: die 32 Meter lange „Tres Hombres“ aus dem französischen Douarnenez, die für die Hanseatische Kolonialwarengesellschaft eine Ladung französischen Weines löschen wird, der hier in Rostock zum Rostocker Rotspon veredelt werden soll. Künstlerische Beiträge aus Rostocks Partnerstädten gehören zur Hanse Sail dazu. Das traditionelle Eröffnungskonzert am Mittwoch (6. August 2014) zum Vorabend der Hanse Sail in der Halle 207 wird traditionell von der jungen norddeutschen philharmonie anlässlich der Festspiele Mecklenburg Vorpommern gespielt, in diesem Jahr verstärkt durch eine junge Kontrabassistin aus der Europäischen Kulturhauptstadt Riga. 13 Sänger des Shantychors „Les Ducs-d’Albe“ werden auf den Open-Air-Bühnen musikalische Grüße aus Rostocks Partnerstadt Dünkirchen überbringen. Grüße erreichen Rostock auch aus dem dänischen Guldborgsund – mit dem Rostock im November eine Städtepartnerschaft besiegeln wird – auch in diesem Jahr über die schnellen Haikutter auf ihrer 6. Regatta zwischen Nysted und Warnemünde. Der Stadthafen gibt sich wie immer international, nicht nur wegen der rund 200 Schiffe aus verschiedenen Nationen. Eine internationale Schlemmermeile neben dem Biergarten des „Alten Fritz“ bietet besondere Gaumenfreuden, darunter australische und brasilianische Spezialitäten. In einem internationalen Bootsbauerworkshop wird unter Anleitung des Marinemuseums Gdansk ein hölzernes Ruderboot gebaut, dass am Sonntag (10. August 2014) zu Wasser gelassen werden soll. Einen internationalen Kunsthandwerkermarkt mit Händlern aus dem Baltikum und Russland wird es ebenfalls geben. Die Hanse Sail ist ein traditionsreiches internationales Fest der Rostocker – ein Fest gastfreundlicher Menschen und ihrer Freunde in einer weltoffenen Stadt.