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Alle Mann an Bord! Fischerfest Gaffelrigg setzt Segel

Das maritime Wochenende in Greifswald-Wieck vom 14. bis zum 16. Juli 2017

Passage der Brücke zur Gaffelrigg 2016, Foto Pressestelle

Passage der Brücke zur Gaffelrigg 2016, Foto Presse HGW

6.7.2017 – Am 3. Juliwochenende feiert die Region Vorpommern das größte maritime Volksfest. Das Fischerfest „Gaffelrigg“ wird von drei großen „Segeln“ in Fahrt gebracht: Vom ehrenamtlichen, kreativen Engagement Greifswalder Wassersportvereine, von der überaus attraktiven Lage des Festgeländes im Fischerei- und Segelhafen Greifswald-Wieck und vom vertrauensvollen Zusammenwirken aller Akteure. 50.000 Gäste werden an Bord erwartet. Geboten wird ein Törn mit Musik, Sport, Unterhaltung, Party, Sternenregen und Gaumenfreuden. Höhepunkt des Festes ist die Gaffelrigg – eine Ausfahrt von Traditionsschiffen und klassischen Yachten. Rund 50 dieser sanierten, historischen Arbeitsschiffe und klassischen Yachten legen am Sonnabend im Museumshafen zu einer Regatta in Richtung Bodden ab. Neben Schiffen, die in Greifswald ihr zu Hause haben, werden Gastschiffe aus anderen Museumshäfen Norddeutschlands, aus den Niederlanden und auch aus Dänemark erwartet. Während die Schiffe im Museumshafen in Päckchen vertäut liegen, präsentieren sie sich bei der Durchfahrt durch die Wiecker Brücke in voller Pracht. Zudem werden alle Schiffe und ihre Crews dabei unterhaltsam begrüßt und fachkundig vorgestellt. Noch mehr Schiffe in Fahrt bietet die Regatta der legendären ZK 10 Kutter. Die einstigen Marinekutter mit bis zu 12 Mann Besatzung kommen von Seesportvereinen aus der ganzen Bundesrepublik nach Greifswald. Sie segeln ganztägig am Sonnabend einen Rundkurs auf der Dänischen Wieck.

Rettungsboote der DLRG und der Wasserwacht sind an allen Tagen im Einsatz, um wasserseitig für Sicherheit zu sorgen, aber auch, um mit viel Umsicht wassersportliche Wettkämpfe abzusichern. Das Greifswalder Segelschulschiff GREIF lädt nach vielen Jahren Pause wieder zu Open Ship ein. Wissbegierige sind auch auf den Schiffen der Bundespolizei und der Wasserschutzpolizei willkommen. Während die GREIF tagsüber und das historische Fahrgastschiff Stubnitz bis in den Abend hinein Schiffstouren anbieten, bleiben die Kutter der Fischereigenossenschaft fest vertäut im Hafen. Denn die Fischer lassen sich „ihr“ Fest nicht entgegen. Sie engagieren sich als Gastgeber mit Fisch aus Pfannen und Räucheröfen, mit leckerem Kuchen, Waffeln und Getränken. Auf dem Parkplatz der Fischereigenossenschaft kann das Kinderland mit Mäusezirkus, Ballonzauberei und Hüpfburgen besucht werden. Die kleinen Gäste werden auch beim Runden drehen auf diversen Karussells, beim Bungee-Jump oder bei den nachmittäglichen Kindershows auf dem Dorfplatz in Franks Zauberspaß oder mit Clown Hollino ihren Spaß haben. Erstmals laden die Stadtwerke Greifswald Kinder ab 8 Jahren am Sonntag an den Strand zum Beachsoccer ein. Wer das Schwimmabzeichen in Bronze erworben hat, kann gleichfalls am Sonntag beim Kinderboddenschwimmen Erfahrung im Freiwasserschwimmen sammeln.

Mit Geschicklichkeit und Kraft kann es Klein und Groß gelingen, am Sonnabend vor der Wiecker Zugbrücke den Ryck an einem Seil zu überqueren. Diese Weltmeisterschaft im Ryckhangeln hat Fans im In- und Ausland. Startwillige können sich am Wettkampftag ab 9:30 Uhr vor Ort anmelden. Am Sonntag beim Boddenschwimmen muss man auf einer Stecke von 2600 Metern Wind und Wellen der Dänischen Wieck standhalten. Belohnung ist die Begeisterung des Publikums bei der Ankunft der Sportlerinnen und Sportler an der Südmole des Wiecker Hafens. Eine Woge der Begeisterung des Publikums erwarten die Veranstalter auch an der NDR-Bühne am Strandbad, der Bühne auf dem Dorfplatz und der Sonnentanz-Festival-Bühne. Am Freitag starten Bos Taurus, eine Rock/Pop Coverband aus Berlin, und Natascha Wright & Rapper Joe die Fischerfestparty. St. Retrograd und Stamping Feet, das Trommelgewitter aus Berlin, rocken am Sonnabend die Bühne. DJ Melody, DJ Daniel Langschläfer und DeeJay Dicky überzeugen die Fans auf der Sonnentanz-Party mit genialen Tracks. Mit Glamrock sorgen Sweety Glitter and the Sweethearts am Sonntag für Stimmung während der Abschiedsparty. Oldies, Spaß und viel Musik in einer Kneipenatmosphäre bietet die Dorfplatzbühne. Dabei sind u. a. das Duo Urgestein oder auch Ilka und Jörg mit einem Strauß bunter Melodien. Ein Gottesdienst im Autoskooter lädt am Sonntag zum Innehalten ein.

Der Sternenhimmel über dem Festgelände wird strahlen: Die stimmungsvolle Rock- und Popnacht zum Sonnabend wird mit einem Höhenfeuerwerk eingeleitet. Unter dem Motto ZUSAMMEN erwartet die Gäste des Festes bei „Ryck in Flammen“ein romantischer Abschluss. Die Choreografie der Pyro-, Laser- und Lichtshow entwickelte die Hanseatische Eventagentur GmbH. Mit dabei sind Feuerwerker, die das Publikum mit einer Show von phantastischen Farbexplosionen, dreidimensionalen Figuren, Mustern und Spezialeffekten bezaubern wollen. Das Unternehmen Apollo – Art of Laser & Fire gestaltet die dazu passende Lasershow. Die Audio Equipment Nord GmbH (AEN) aus Greifswald sorgt während der Show für den besten Sound und weitere Lichteffekte. Für die Sicherheit – also für die „Handbreit Wasser unter dem Kiel“ – sorgen an allen drei Festtagen rund um die Uhr Polizei, Wasserwacht, DLRG, Wasserschutzpolizei und die Greifswalder Feuerwehren. Die Veranstalter empfehlen, die kostengünstigen Parkangebote in der Innenstadt (Tagesgebühr 1 Euro) und den kostenlosen Bus-Shuttle zum Festgelände zu nutzen. Zudem pendeln Traditionszüge zwischen Hauptbahnhof, Museumshafen und dem Hafen Ladebow. Nach 1.400 Metern Fußweg befinden sich dann auch die Zugreisenden mitten im Festgetümmel.

Greifswald verzeichnet im 1. Quartal 2017 Übernachtungsplus von 15,8 Prozent

Regionen_MV_Uebernachtungen_Jan-Mar_201716.6.2017 – Greifswald hat sich im ersten Quartal 2017 als Tourismusmagnet erwiesen. Wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, konnte Greifswald bei den Übernachtungszahlen um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Den vorläufigen Zahlen zufolge wurden von Januar bis März insgesamt 32.103 Übernachtungen gezählt. Vor allem deutsche Urlauber besuchten die Stadt. Während deren Übernachtungszahlen sogar um 19,7 Prozent zulegten, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 16,4 Prozent zurück. Die Aufenthaltsdauer betrug durchschnittlich 2,2 Tage. Die Zahl der Ankünfte stieg um 22,2 Prozent auf 14.591. Verglichen mit den anderen sechs großen Städten in MV kann Greifswald den größten Zuwachs verzeichnen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, Fabian Feldt: „Dass gerade in der nicht so attraktiven Urlaubszeit so viele Gäste nach Greifswald kommen, spricht für die Attraktivität der Stadt, ihrer Einrichtungen und Angebote. Wir hoffen natürlich, dass die Nachfrage auch über die Sommermonate anhält“. Auch für den Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH, Maik Wittenbecher, ist das ein wirklich guter Start ins Jahr. „Es zeigt sich, dass Greifswald auch in der Nebensaison bei den Deutschen immer beliebter wird.“

Zusammenfassung für das 1. Quartal 2017 (vorläufige Zahlen)

Im März 2017 wurden in MV rund 440.000 Gästeankünfte (-11,7%) und 1,42 Mio. Übernachtungen (-19,1%) registriert. Mit diesem Übernachtungsrückgang liegt MV deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von -3,9%. Dieser Rückgang ist vor allem durch die Verschiebung der Osterfeiertage (2016 waren diese noch im März) zu begründen. Diese Verschiebungen machen sich in Urlaubs-Destinationen wie MV oder Schleswig-Holstein besonders bemerkbar. Im ersten Quartal 2017 wurden 1,03 Mio. Gästeankünfte (-4,8%) und 3,46 Mio. Übernachtungen (-9,4%) an das statistische Amt gemeldet. Deutschlandweit liegt der Übernachtungsrückgang in den ersten drei Monaten 2017 bei -1,1%. Trotz der deutlichen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr, ist das erste Quartal 2017 sowohl bei den Ankünften, als auch bei den Übernachtungen das zweiterfolgreichste seit der Wende (bzw. das erfolgreichste ohne Osterfeiertage). Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in den ersten 3 Monaten des Jahres 2017 bei 21,6% (Jan-Mär 2016: 23,3%) Aus dem Ausland kamen im ersten Quartal 2017 rund 34.000 Gäste (-8,8%), welche rund 79.000 Übernachtungen (-16,0%) in MV verbrachten.

Alle fünf Hauptquellmärkte verzeichnen aktuell zweistellige Übernachtungsrückgänge – allerdings noch auf einem absolut niedrigen Niveau. Bei den Reiseregionen verzeichnen von Jan-März 2017 alle Reiseregionen Übernachtungsrückgänge – am deutlichsten auf Fischland-Darß-Zingst (-20,0%) und auf Rügen/Hiddensee (-14,4%). Die Insel Usedom verzeichnet mit einem Rückgang von -2,3% noch die moderatesten Verluste bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von den 6 größten Städten in MV vermelden von Januar bis März 2017 Greifswald (+15,8%), Neubrandenburg (+8,8%) und Wismar(+5,3%) ein Übernachtungsplus. Schwerin (-2,8%), Rostock (-5,7%) und Stralsund (-9,5%) haben hingegen weniger Übernachtungen auf dem Konto. Bei den Unterkunftsarten müssen in den ersten drei Monaten des Jahres 9 der 10 ausgewiesenen Unterkunftsarten Übernachtungsrückgänge an das Statistische Amt melden, insbesondere die Campingplätze (-65,2%), die Ferienwohnungen/-Häuser (-32,0%) und die Jugendherbergen/Hütten (-23,6%). Erfreulich entwickeln sich nur die Vorsorge-/Rehakliniken (+1,0%). Es bleibt abzuwarten, ob diese Rückgänge durch den überwiegend kühlen April wieder ausgeglichen werden können. Spätestens im Mai ist jedoch eine Rückkehr in den Wachstumsbereich realistisch.

Der Bericht liegt unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.laiv-mv.de/static/LAIV/Statistik/Dateien/Publikationen/G%20IV%20Tourismus,%20Gastgewerbe/G%20413/2017/G413%202017%2003.pdf

Start des neuartigen Projektes Portalpraxisklinik in Wolgast

Vorteile einer stationären Anbindung mit denen einer ambulanten Versorgung verbinden

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe beim Start des Projektes Portalpraxisklinik in Wolgast, Foto: WM M-V

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe beim Start des Projektes Portalpraxisklinik in Wolgast, Foto: WM M-V

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Donnerstag mit Vertretern des Kreiskrankenhauses Wolgast sowie der Universitätsmedizin Greifswald das Projekt Portalpraxisklinik vorgestellt. „Wir starten heute das neuartige und innovative Projekt. Es sollen dabei die Vorteile einer stationären Anbindung mit denen einer ambulanten Versorgung verbunden werden. Ziel ist es dabei, eine Versorgung vorzuhalten, die sich durch flexible Regelungen auch an unterschiedliche Bedarfe anpassen kann. Kinder in und um Wolgast können die Notfallbehandlung am Krankenhaus mit 10 Betreuungs- und Behandlungsplätzen in Anspruch nehmen. Das Projekt wird Schritt für Schritt umgesetzt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Wolgast.

Modell Portalpraxisklinik noch nicht in Regelversorgung

Die Portalpraxisklinik verbindet die Begriffe der Portalpraxis und der Praxisklinik miteinander. Beide Begriffe entstammen den Regelungen für die gesetzliche Krankenversicherung. „Eine Portalpraxisklinik ist jedoch in der Regelversorgung noch nicht vorhanden. Neben der ärztlichen und pflegerischen Behandlung und Betreuung in der Portalpraxisklinik gibt es weitere Elemente, die entwickelt und erprobt werden sollen: Dazu gehört die gezielte Qualifizierung von Kinderkrankenschwestern in der Notfallbehandlung und -einschätzung sowie die telemedizinische Unterstützung des Behandlungsprozesses“, betonte Glawe weiter. Zudem solle die Arbeit aller Beteiligten eng miteinander verknüpft werden, wodurch eine intersektorale Notfallversorgung erst ermöglicht wird. So können z.B. chirurgische Notfallverletzungen regulär am Krankenhaus behandelt werden; Erkrankungen, die ein ärztliches Eingreifen und eine kurze Beobachtungszeit brauchen, in der Portalpraxisklinik behandelt und anschließend betreut werden; schwere Erkrankungen werden an die Kinderstation eines Krankenhauses verwiesen und es besteht auch die Möglichkeit, dass Patienten durch niedergelassene Praxen weiterbehandelt werden.

Bestandsaufnahme nach drei Jahren

In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie das Modell von der Bevölkerung und den Touristen in der Region angenommen wird. Der Projektzeitraum beträgt drei Jahre. „Wir wollen am Ende eine Bestandsaufnahme machen, ob sich dieses Versorgungsangebot bewährt hat“, so Gesundheitsminister Glawe. Das Gesundheitsministerium stellt für das Projekt rund 1,66 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Geldern soll unter anderem die Beteiligung an der Finanzierung der Personalkosten für die fachärztliche und pflegerische Betreuung, von anfallenden Sachausgaben sowie der Förderung der baulichen Herrichtung und Ausstattung der Räumlichkeiten vorgenommen werden.

Dank an alle Beteiligten – konstruktiver Dialog muss weitergehen

Gesundheitsminister Glawe dankte allen Beteiligten, die bei der Projektentwicklung mit Rat und Tat unterstützt haben. „Das Projekt und die Tatsache, dass wir heute damit beginnen können, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit des Krankenhauses Wolgast, der Universitätsmedizin Greifswald, der gesetzlichen Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der beteiligten Ärzte und Pfleger sowie meines Hauses. Die Bürgerinitiative hat sich konstruktiv in den Prozess eingebracht. Jeder der Beteiligten hat sich dafür stark gemacht, wofür ich allen sehr herzlich danke. Wir müssen alle den konstruktiven Dialog miteinander fortsetzen, so kommen wir zu Lösungen“, so Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Papierkörbe pressen Müll mit Solarenergie

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

20.4.2017 – Er hat die Größe eines Kühlschranks, arbeitet mit Solarenergie und kann jede Menge Müll schlucken. In Greifswald stehen seit kurzem drei Papierkörbe, die gleichzeitig eine Müllpresse sind. Zwei von ihnen versehen ihren Dienst am Museumshafen Nord, ein weiterer in den Credneranlagen. Der 1,50 Meter hohe Müllbehälter hat ein Fassungsvermögen von 120 Litern, in einen normalen Papierkorb passen lediglich etwa 40 Liter. „Wir wollen die Behälter erst einmal testen“, so Dieter Schick, verantwortlich für die Verkehrs- und Grünanlagen beim Tiefbau- und Grünflächenamt. Der Vorteil liege auf der Hand: „Der Behälter schluckt jede Menge Müll und das an Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten und erfahrungsgemäß viel Abfall anfällt. Vor allem Kaffee- oder Plastebecher presst er im Handumdrehen. Außerdem ist der Müll in dem geschlossenen Behälter sicher verwahrt und fliegt nicht durch die Gegend. Wir hoffen, dass sich dadurch die Sauberkeit in diesen Bereichen erhöht.“ Asche darf natürlich nicht eingefüllt werden, darauf wird noch einmal in großen Lettern hingewiesen. Ist der Papierkorb voll, sendet ein Signal eine Info direkt an den Rechner von Uwe Adam,  Leiter des städtischen Bauhofs. Seine Mitarbeiter übernehmen dann die Leerung. Übrigens ist der Behälter nicht nur intelligent, sondern auch höflich: nach Benutzung bedankt er sich mit einem Smiley. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf rund 3.500 Euro je Behälter. Sollten sie  sich bewähren, könnten sie künftig durchaus öfter im Stadtbild zu sehen sein.

Greifswalder Kulturnacht & Singende Balkone am 15. September

Wer macht mit? Akteure können sich bis 16. Juli anmelden!

Die singenden Balkone 2014, Foto: Presse HGW

Die singenden Balkone, Foto: Presse HGW

Zum 15. Mal werden Greifswalder Vereine & Institutionen, Lokale, Initiativen und KünstlerInnen am 15. September 2017 gemeinsam die Greifswalder Kulturnacht bestreiten. Wer tolle Ideen und Lust hat, die Kulturnacht mitzugestalten, kann sich bis zum 16. Juli beim Amt für Bildung, Kultur und Sport (www.greifswald.de/kulturnacht) melden. In den vergangenen Jahren organisierten verschiedenste Akteure vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein etwa 80 Einzelveranstaltungen an über 50 verschiedenen Orten. An diese Vielfalt soll 2017 abermals angeknüpft werden. Professionelle, Laien, ambitionierte Amateure, Spezialisten, Allrounder, Local Heroes und Szenelieblinge aller Kunst- und Kulturgenres können sich präsentieren. Ob Vortrag, Ausstellung, Führung oder Workshop, Konzert, Tanz, Installation, Malerei, Live-Performance, Film, Theater, Kleinkunst – ob literarisch, musikalisch, tierisch, kulinarisch, Mainstream oder alternativ, lokal, regional, international, klassisch, populär oder revolutionär, einstudiert oder improvisiert – alles ist möglich. Da die Kulturnacht über die Altstadt hinaus wachsen soll, werden auch Orte außerhalb der Innenstadt sehr gern ins Programm aufgenommen. Seit 2014 eröffnen die Singenden Balkone in Schönwalde II die Kulturnacht mit einem musikalischen Spaziergang – auch in diesem Jahr wird es so sein. Darüber hinaus wirft das Programm stets ein Schlaglicht auf bestimmte Gebiete in der Stadt. In diesem Jahr könnte es „Ins Grüne“ gehen, auf die Wege entlang des Walls oder in den Botanischen Garten. Um den Besuchern das Wandeln zwischen mehreren Veranstaltungsorten zu ermöglichen, werden vor allem kurze Beiträge (max. 30-45 min) bevorzugt. Auch späte Angebote ab 22 Uhr sind willkommen, um die Kulturnachtschwärmer noch zum mitternächtlichen Kulturgenuss zu animieren.

Was muss man tun, um bei der Kulturnacht oder den „Singenden Balkonen“ 2017 mitzumachen? 

Melden Sie sich bis 16. Juli mit Ihren Ideen beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Dazu tragen Sie Ihren Programmvorschlag mit den Angaben für das Programmheft im Meldeformular auf www.greifswald.de/kulturnacht ein. Wer bei den Singenden Balkonen auftreten möchte oder einen Balkon dafür zur Verfügung stellt, kann sich auch telefonisch melden (Tel: 03834-8536-2104). Das Gesamtprogramm wird vom Amt für Bildung, Kultur und Sport zusammengefasst und einheitlich beworben. Wie stets wird  versucht, auch jene Akteure ohne eigene Räumlichkeiten und Mitveranstalter zusammenzuführen, die zwar über passende Räume verfügen, aber keine eigenen Programmpunkte gestalten können. Für Fragen steht Marc Werth von der Abteilung Kultur zur Verfügung (Tel: 03834 8536-2104). Weiterführende Informationen auf www.greifswald.de/kulturnacht

Greifswald stellt sich in Sachen Klimaschutz bis 2050 ambitionierte Ziele

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Die Stadt Greifswald will ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 halbieren und den CO2-Ausstoß gegenüber 2005 (aus diesem Jahr stammt die erste CO2-Bilanz für Greifswald) um 80 Prozent senken. Sie gehört damit zu einer Gruppe von insgesamt 22 Kommunen, die vom Bund den Zuschlag für einen „Masterplan 100% Klimaschutz“ erhalten hat. Am Freitag, dem 30 September, findet im Technologiezentrum (jetzt WITENO GmbH) die Auftaktveranstaltung für die neue Kampagne statt. „Um dieses ambitionierte langfristige Ziel erreichen zu können, müssen die Greifswalder Einwohner, Unternehmen und Organisationen an einem Strang ziehen und bereits heute die Weichen für diese Entwicklung stellen“, betonte Bausenator Jörg Hochheim. Mit den Masterplan-Kommunen werden Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes geschaffen, an denen sich andere Kommunen orientieren können. Das Vorhaben in Greifswald wird deshalb zu 95 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert, nur fünf Prozent der Kosten sind durch die Stadt selbst zu tragen. Greifswald erhält für die Aufstellung des Masterplans über vier Jahre verteilt insgesamt 389.000 Euro. Koordiniert wird das Projekt durch einen Masterplanmanager. Im ersten Jahr wird ein Konzept erarbeitet, das beschreibt, mit welchen ökologischen und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen die Einsparungen erreicht werden können. In den darauffolgenden drei Jahren wird die Umsetzung des Konzeptes vorbereitet und eine Beispielmaßnahme gefördert.

Hintergrund: Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hatte 2010 ein Klimaschutzkonzept für Greifswald beschlossen. Darin setzte sich die Stadt das Ziel, den CO2-Ausstoß  bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung unterschiedlichster Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet, dem Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch angehören, darunter die Stadtverwaltung, die Universität und die beiden großen Wohnungsunternehmen, sowie der wichtigste ortsansässige Energieerzeuger, die Stadtwerke. Ab 2013 wurde die Stadt durch einen vom Bund geförderten Klimaschutzmanager unterstützt. Dieses Förderprogramm lief im Juli 2016 aus. Um die Klimaschutzaktivitäten weiterführen zu können, hat sich Greifswald erfolgreich um eine Förderung durch das Bundesprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ beworben. Dieses wurde erst zum zweiten Mal aufgelegt. Nach derzeitigen Prognosen geht die Stadt Greifswald davon aus, dass Stand 2014 etwa 8% weniger CO2 pro Einwohner im Vergleich zu 2005 ausgestoßen wurde, das ist etwa die Hälfte der bis 2020 erwünschten Einsparung.

Ab Mitte September Jastram-Plastiken im Museumshafen Greifswald

Aufbereitung einer Jastram-Plastik (Foto Bronzegießerei Herweg Berlin)

Fischerhund-Jastram-Plastik wird in der Bronzegießerei Herweg aufbereitet, Foto F. Herweg

1.9.2016 – Bislang standen  vier Brunnenplastiken des Rostocker Künstlers Jo Jastram (1928 – 2011) im Greifswalder Rathausfoyer. Derzeit werden diese und drei weitere Kunstwerke, die im Pommerschen Landesmuseum zwischengelagert waren, in der Kunst- und Bronzegießerei F. Herweg, Berlin) aufbereitet und mit Halterungen versehen. Sie werden voraussichtlich ab Mitte September im Museumshafen aufgestellt. Die Kosten für die Aufbereitung und das Aufstellen der Kunstwerke, das gleichfalls in den Händen des Berliner Unternehmens liegt, belaufen sich auf ca. 3.500 Euro.  Jo Jastram hatte die Plastiken in den 1970er Jahren für einen Fischerbrunnen entworfen, der auf dem großen Markplatz auf einer Fläche von 140 m² aufgebaut werden sollte. Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes und des Fischmarktes 1998/99 einigten sich die Stadt und der Künstler auf eine kleinere Brunnenvariante auf dem Fischmarkt. Dafür wurden drei Figuren ausgewählt: der Fischer, die wartende Fischersfrau am Fenster und der Aalgreifer. Die sieben bis zu 150 Kilogramm schweren Plastiken Sonnenuhr mit Landkarte, Klabautermann, Fischerfrühstück, drei gestapelte Fischkisten, Poller mit Katze, Möwe auf kleinem Poller und Fischerhund werden die neu entstehende Nordpromenade des Museumshafens schmücken. Die Bauarbeiten in der Salinenstraße und Museumshafen werden bis Oktober 2016 fertiggestellt. Hinter den bereits Ende Juni fertiggestellten Promenaden entstehen noch Grünflächen und der Hafenspielplatz. Das gesamte Bauvorhaben, das auch die Umgestaltung der Salinenstraße einschließt, wird mit Hilfe von Städtebaufördermitteln finanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, davon rund 1,35 Millionen aus Städtebaufördermitteln.