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Papierkörbe pressen Müll mit Solarenergie

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

20.4.2017 – Er hat die Größe eines Kühlschranks, arbeitet mit Solarenergie und kann jede Menge Müll schlucken. In Greifswald stehen seit kurzem drei Papierkörbe, die gleichzeitig eine Müllpresse sind. Zwei von ihnen versehen ihren Dienst am Museumshafen Nord, ein weiterer in den Credneranlagen. Der 1,50 Meter hohe Müllbehälter hat ein Fassungsvermögen von 120 Litern, in einen normalen Papierkorb passen lediglich etwa 40 Liter. „Wir wollen die Behälter erst einmal testen“, so Dieter Schick, verantwortlich für die Verkehrs- und Grünanlagen beim Tiefbau- und Grünflächenamt. Der Vorteil liege auf der Hand: „Der Behälter schluckt jede Menge Müll und das an Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten und erfahrungsgemäß viel Abfall anfällt. Vor allem Kaffee- oder Plastebecher presst er im Handumdrehen. Außerdem ist der Müll in dem geschlossenen Behälter sicher verwahrt und fliegt nicht durch die Gegend. Wir hoffen, dass sich dadurch die Sauberkeit in diesen Bereichen erhöht.“ Asche darf natürlich nicht eingefüllt werden, darauf wird noch einmal in großen Lettern hingewiesen. Ist der Papierkorb voll, sendet ein Signal eine Info direkt an den Rechner von Uwe Adam,  Leiter des städtischen Bauhofs. Seine Mitarbeiter übernehmen dann die Leerung. Übrigens ist der Behälter nicht nur intelligent, sondern auch höflich: nach Benutzung bedankt er sich mit einem Smiley. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf rund 3.500 Euro je Behälter. Sollten sie  sich bewähren, könnten sie künftig durchaus öfter im Stadtbild zu sehen sein.

Greifswalder Kulturnacht & Singende Balkone am 15. September

Wer macht mit? Akteure können sich bis 16. Juli anmelden!

Die singenden Balkone 2014, Foto: Presse HGW

Die singenden Balkone, Foto: Presse HGW

Zum 15. Mal werden Greifswalder Vereine & Institutionen, Lokale, Initiativen und KünstlerInnen am 15. September 2017 gemeinsam die Greifswalder Kulturnacht bestreiten. Wer tolle Ideen und Lust hat, die Kulturnacht mitzugestalten, kann sich bis zum 16. Juli beim Amt für Bildung, Kultur und Sport (www.greifswald.de/kulturnacht) melden. In den vergangenen Jahren organisierten verschiedenste Akteure vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein etwa 80 Einzelveranstaltungen an über 50 verschiedenen Orten. An diese Vielfalt soll 2017 abermals angeknüpft werden. Professionelle, Laien, ambitionierte Amateure, Spezialisten, Allrounder, Local Heroes und Szenelieblinge aller Kunst- und Kulturgenres können sich präsentieren. Ob Vortrag, Ausstellung, Führung oder Workshop, Konzert, Tanz, Installation, Malerei, Live-Performance, Film, Theater, Kleinkunst – ob literarisch, musikalisch, tierisch, kulinarisch, Mainstream oder alternativ, lokal, regional, international, klassisch, populär oder revolutionär, einstudiert oder improvisiert – alles ist möglich. Da die Kulturnacht über die Altstadt hinaus wachsen soll, werden auch Orte außerhalb der Innenstadt sehr gern ins Programm aufgenommen. Seit 2014 eröffnen die Singenden Balkone in Schönwalde II die Kulturnacht mit einem musikalischen Spaziergang – auch in diesem Jahr wird es so sein. Darüber hinaus wirft das Programm stets ein Schlaglicht auf bestimmte Gebiete in der Stadt. In diesem Jahr könnte es „Ins Grüne“ gehen, auf die Wege entlang des Walls oder in den Botanischen Garten. Um den Besuchern das Wandeln zwischen mehreren Veranstaltungsorten zu ermöglichen, werden vor allem kurze Beiträge (max. 30-45 min) bevorzugt. Auch späte Angebote ab 22 Uhr sind willkommen, um die Kulturnachtschwärmer noch zum mitternächtlichen Kulturgenuss zu animieren.

Was muss man tun, um bei der Kulturnacht oder den „Singenden Balkonen“ 2017 mitzumachen? 

Melden Sie sich bis 16. Juli mit Ihren Ideen beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Dazu tragen Sie Ihren Programmvorschlag mit den Angaben für das Programmheft im Meldeformular auf www.greifswald.de/kulturnacht ein. Wer bei den Singenden Balkonen auftreten möchte oder einen Balkon dafür zur Verfügung stellt, kann sich auch telefonisch melden (Tel: 03834-8536-2104). Das Gesamtprogramm wird vom Amt für Bildung, Kultur und Sport zusammengefasst und einheitlich beworben. Wie stets wird  versucht, auch jene Akteure ohne eigene Räumlichkeiten und Mitveranstalter zusammenzuführen, die zwar über passende Räume verfügen, aber keine eigenen Programmpunkte gestalten können. Für Fragen steht Marc Werth von der Abteilung Kultur zur Verfügung (Tel: 03834 8536-2104). Weiterführende Informationen auf www.greifswald.de/kulturnacht

Greifswald stellt sich in Sachen Klimaschutz bis 2050 ambitionierte Ziele

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Die Stadt Greifswald will ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 halbieren und den CO2-Ausstoß gegenüber 2005 (aus diesem Jahr stammt die erste CO2-Bilanz für Greifswald) um 80 Prozent senken. Sie gehört damit zu einer Gruppe von insgesamt 22 Kommunen, die vom Bund den Zuschlag für einen „Masterplan 100% Klimaschutz“ erhalten hat. Am Freitag, dem 30 September, findet im Technologiezentrum (jetzt WITENO GmbH) die Auftaktveranstaltung für die neue Kampagne statt. „Um dieses ambitionierte langfristige Ziel erreichen zu können, müssen die Greifswalder Einwohner, Unternehmen und Organisationen an einem Strang ziehen und bereits heute die Weichen für diese Entwicklung stellen“, betonte Bausenator Jörg Hochheim. Mit den Masterplan-Kommunen werden Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes geschaffen, an denen sich andere Kommunen orientieren können. Das Vorhaben in Greifswald wird deshalb zu 95 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert, nur fünf Prozent der Kosten sind durch die Stadt selbst zu tragen. Greifswald erhält für die Aufstellung des Masterplans über vier Jahre verteilt insgesamt 389.000 Euro. Koordiniert wird das Projekt durch einen Masterplanmanager. Im ersten Jahr wird ein Konzept erarbeitet, das beschreibt, mit welchen ökologischen und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen die Einsparungen erreicht werden können. In den darauffolgenden drei Jahren wird die Umsetzung des Konzeptes vorbereitet und eine Beispielmaßnahme gefördert.

Hintergrund: Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hatte 2010 ein Klimaschutzkonzept für Greifswald beschlossen. Darin setzte sich die Stadt das Ziel, den CO2-Ausstoß  bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung unterschiedlichster Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet, dem Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch angehören, darunter die Stadtverwaltung, die Universität und die beiden großen Wohnungsunternehmen, sowie der wichtigste ortsansässige Energieerzeuger, die Stadtwerke. Ab 2013 wurde die Stadt durch einen vom Bund geförderten Klimaschutzmanager unterstützt. Dieses Förderprogramm lief im Juli 2016 aus. Um die Klimaschutzaktivitäten weiterführen zu können, hat sich Greifswald erfolgreich um eine Förderung durch das Bundesprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ beworben. Dieses wurde erst zum zweiten Mal aufgelegt. Nach derzeitigen Prognosen geht die Stadt Greifswald davon aus, dass Stand 2014 etwa 8% weniger CO2 pro Einwohner im Vergleich zu 2005 ausgestoßen wurde, das ist etwa die Hälfte der bis 2020 erwünschten Einsparung.

Ab Mitte September Jastram-Plastiken im Museumshafen Greifswald

Aufbereitung einer Jastram-Plastik (Foto Bronzegießerei Herweg Berlin)

Fischerhund-Jastram-Plastik wird in der Bronzegießerei Herweg aufbereitet, Foto F. Herweg

1.9.2016 – Bislang standen  vier Brunnenplastiken des Rostocker Künstlers Jo Jastram (1928 – 2011) im Greifswalder Rathausfoyer. Derzeit werden diese und drei weitere Kunstwerke, die im Pommerschen Landesmuseum zwischengelagert waren, in der Kunst- und Bronzegießerei F. Herweg, Berlin) aufbereitet und mit Halterungen versehen. Sie werden voraussichtlich ab Mitte September im Museumshafen aufgestellt. Die Kosten für die Aufbereitung und das Aufstellen der Kunstwerke, das gleichfalls in den Händen des Berliner Unternehmens liegt, belaufen sich auf ca. 3.500 Euro.  Jo Jastram hatte die Plastiken in den 1970er Jahren für einen Fischerbrunnen entworfen, der auf dem großen Markplatz auf einer Fläche von 140 m² aufgebaut werden sollte. Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes und des Fischmarktes 1998/99 einigten sich die Stadt und der Künstler auf eine kleinere Brunnenvariante auf dem Fischmarkt. Dafür wurden drei Figuren ausgewählt: der Fischer, die wartende Fischersfrau am Fenster und der Aalgreifer. Die sieben bis zu 150 Kilogramm schweren Plastiken Sonnenuhr mit Landkarte, Klabautermann, Fischerfrühstück, drei gestapelte Fischkisten, Poller mit Katze, Möwe auf kleinem Poller und Fischerhund werden die neu entstehende Nordpromenade des Museumshafens schmücken. Die Bauarbeiten in der Salinenstraße und Museumshafen werden bis Oktober 2016 fertiggestellt. Hinter den bereits Ende Juni fertiggestellten Promenaden entstehen noch Grünflächen und der Hafenspielplatz. Das gesamte Bauvorhaben, das auch die Umgestaltung der Salinenstraße einschließt, wird mit Hilfe von Städtebaufördermitteln finanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, davon rund 1,35 Millionen aus Städtebaufördermitteln.

Neue Promenade am Museumshafen Nord ist fertig

neue Promenade am Museumshafen, Foto Pressestelle

Neue Promenade am Museumshafen, Foto: Presse HGW

30.6.2016 – Am Museumshafen Nord, der zu den beliebtesten Plätzen in Greifswald gehört, ist ein weiterer wichtiger Bauabschnitt fertig. Heute wurde die neue Promenade entlang der Salinenstraße übergeben. Die jeweils knapp 100 Meter lange und fünf Meter breite Pflasterfläche rechts und links der Fußgängerbrücke schließt sich an die vorhandenen Sitzstufen an. Zahlreiche Fahrradbügel wurden integriert. Bis Oktober werden nun noch die Grünfläche neu angelegt, Bäume gepflanzt und ein neuer Spielplatz gebaut. Als Blickfang finden Figuren des Künstlers Jo Jastram, die derzeit im Rathaus zu sehen sind, hier einen neuen Standort. Bevor die Fläche gepflastert wurde, hatten die Stadtwerke zum Teil ihre Leitungssysteme erneuert. Der Toilettencontainer wurde umgesetzt; er kann weiterhin als öffentliche Toilette genutzt werden. In der Investitionsliste der Stadt ist eine neue öffentliche Toilette für den Museumshafen vorgesehen. Wann diese gebaut wird, entscheidet allerdings die Bürgerschaft. Die gesamte Baumaßnahme umfasst auch den Ausbau der Salinenstraße. Diese wird einschließlich der Nebenanlagen grundhaft erneuert. Die neuen Leitungen für Trink- und Abwasser sowie ein neuer Regenkanalstrom sind bereits in der Erde. Die Fahrbahn und die Parkflächen werden nun mit dem vorhandenen Großpflaster aus Granit befestigt. In den Nebenflächen wird Betonsteinpflaster verlegt. Ebenfalls erneuert wird die Straßenbeleuchtung. Die Arbeiten sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. In die Baumaßnahmen flossen auch Ideen und Anregungen der Anwohner ein. So wurden auf der Promenade die Standorte für Fahrradbügel und Papierkörbe leicht verändert, einige Bänke erhalten Lehnen. Entlang der Salinenstraße werden die ursprünglich 14 geplanten Parkflächen um weitere 10 erweitert. Im Gegenzug wird die Zahl der Bäume von 14 auf 7 reduziert. Das Bauvorhaben wird mit Hilfe von Städtebaufördermitteln finanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, davon rund 1,35 Millionen aus Städtebaufördermitteln.

Kleine Sensation: Goldschakal streifte durch Greifswalder Stadtforst

 

Goldschakal im Stadtwald von Greifswald, Fotoquelle: Presse HGW

23.5.2016 – Bei dem Tier, das vor einigen Wochen im Stadtwald durch eine Fotofalle erfasst wurde, handelt es sich nicht um einen Wolf, sondern um einen Goldschakal. Wie Stadtförster Bent Knoll mitteilte, haben das Expertisen durch unterschiedliche Experten ergeben. Unter anderem hat der deutsche Säugetierspezialist Dr. Eckhard Grimmberger bestätigt, dass es sich bei dem Tier um einen Goldschakal handelt. Nach einer eingehenden Prüfung des Fotos kommt er zu dem Schluss: „Man erkennt am Schwanz, Verteilung von Rückenfärbung und gelblicher Färbung von Flanken und Beinen, Kopfform, eigentlich am gesamten Habitus, dass es sich um einen Goldschakal handelt.“ Die gleiche Einschätzung traf der Wolfsspezialist Dr. Adrian Vos aus Estland. Ein Schakal ist kleiner als ein Wolf.„Das ist schon eine kleine Sensation“, so der Stadtförster. „Die Anwesenheit von Wölfen im Stadtwald war zwar immer schon mal über Fährten und verdächtige Rissen zu spüren. Es gab aber keinerlei Anzeichen dafür, dass sich hier in unserer Gegend ein Goldschakal aufhalten würde, insofern sind nicht nur ich, sondern auch andere Experten im ersten Moment eher von einem Wolf ausgegangen. Zumal das Tier mit einer geschätzten Größe von knapp 49 Zentimetern eher zu den größeren Exemplaren zählt“. Das Foto von dem Wildtier wurde am 26. März aufgenommen. „Dabei handelte es sich um einen absoluten Zufallstreffer“, so Bent Knoll. „die Aufnahme war einmalig und einzigartig“

Hintergrund zu der Fotofalle

Der Stadtforst führt in seinen großen Wiederaufforstungen, welche vollständig gezäunt sind, über Fotofallen ein Wildmonitoring durch. Diese Flächen dürfen laut Waldgesetz von Unbefugten nicht betreten werden.‎ Über die Fotofallen wird kontrolliert, ob die  Zäune in Ordnung sind. Der Forstbetrieb hat keinerlei Kapazitäten diese Kontrollen anders durchzuführen. Die inzwischen fast 300 ha Wiederaufforstungen, welche hauptsächlich durch das Eschensterben verursacht wurden, sind nur so zu kontrollieren. Da Wild innerhalb der Zäune gewaltige Schäden verursachen kann, ist eine regelmäßige Kontrolle der Flächen unumgänglich. Der Stadtwald umfasst rund 1.600 Hektar und reicht bis Stahlbrode, Grimmen und Groß Kiesow.

Tag der Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern

Städtebauförderung schafft attraktive Wohn- und Arbeitsorte im Land – heimische Wirtschaft profitiert von Bauaufträgen

23.5.2016 – Wirtschafts- und Bauminister Harry Glawe hat sich zum 2. bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ am Samstag in Stralsund und Greifswald über aktuelle Bauvorhaben informiert. „Mit Unterstützung der Städtebauförderung sind im ganzen Land die Städte und Kommunen deutlich attraktiver geworden. Stadtentwicklung bedeutet nicht nur, alte durch neue Fassaden zu ersetzen. Es geht vielmehr um neue, moderne Wohnungen sowie um ein soziales Umfeld, in dem Arbeit, Bildung, Betreuung, Versorgung und Kultur miteinander vereint werden können. Kurz gesagt, eine Umgebung, in der sich Menschen zu Hause fühlen, ihre Freunde haben und ihre Freizeit verbringen können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

Rund drei Milliarden Euro für mehr als 16.000 Projekte in 120 Kommunen bereitgestellt – heimische Wirtschaft profitiert von Bauaufträgen

Landesweit wurden seit 1991 für mehr als 16.000 Projekte in 120 Kommunen rund drei Milliarden Euro aus den Programmen der Städtebauförderung investiert, unter anderem in Wohnungen, Rathäuser, Kindertagesstätten, Schulen, Kirchen, Museen, Straßen, Plätze, Stadtmauern und Sportstätten. Im Rahmen der Städtebauförderung stehen die folgenden Programme zur Verfügung: Landeseigenes Städtebauförderprogramm, „soziale Stadt – Investitionen im Quartier“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Stadtumbau Ost“ – Aufwertung und Rückbau“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ sowie „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Für das Jahr 2016 stehen rund 52 Millionen Euro aus der Städtebauförderung zur Verfügung. 2015 sind aus den Programmen der Städtebauförderung rund 56,3 Millionen Euro eingesetzt worden, davon rund 28 Millionen Euro Finanzhilfen vom Land. 43 Gemeinden mit 52 Gesamtmaßnahmen und sechs Einzelvorhaben waren in den Programmen vertreten. „Die Investitionen in die Städtebauförderung bewirken, dass unser Land noch schöner wird. Gleichzeitig profitiert auch eine Vielzahl kleiner, mittelständischer und großer Unternehmen und Handwerksbetriebe im Land von den baulichen Aufträgen. Das bedeutet, Städtebauförderung ist zugleich auch Wirtschaftsförderung“, sagte Glawe.

Informationen zur Städtebauförderung in Stralsund

Die Hansestadt Stralsund ist seit 1991 in den Programmen der Städtebauförderung. Von 2011 bis 2015 wurden knapp 26,6 Millionen Euro aus der Städtebauförderung eingesetzt, unter anderem für die Sanierungsmaßnahme „Schulzentrum am Sund“ und die Sanierung des westlichen Klausurbereiches des Katharinenklosters. Derzeit wird die Heilgeiststraße zwischen Wasserstraße und Jakobiturmstraße saniert. Zusätzlich erhielt die Stadt für die Gesamtmaßnahme „Altstadtinsel“ rund 5,8 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). In Stralsund standen unter dem Motto „… denn Zukunft kann man bauen“ zum Tag der Städtebauförderung Führungen durch die Baustellen der Kulturkirche St. Jakobi, des Bauamtes in der Badenstraße 17 und der Integrierten Gesamtschule Grünthal, Haus II, in Grünhufe im Fokus. Im Maritimen Zentrum in der Frankenvorstadt wurde ein „Tag der offenen Tür“ angeboten. „Die historische Altstadt Stralsunds ist dank der Möglichkeiten aus der Städtebauförderung und dem hohen Engagement privater und öffentlicher Bauherren zu einem Schmuckstück geworden“, sagte Glawe.

Informationen zur Städtebauförderung in Greifswald

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald befindet sich seit 1991 in den Programmen der Städtebauförderung. Von 2011 bis 2015 wurden rund 26,1 Millionen Euro Städtebau-fördermittel in die Gesamtmaßnahmen „Innenstadt und Fleischervorstadt“, „Schönwalde II“ sowie „Ostseeviertel-Parkseite“ investiert. Kürzlich ist die Umgestaltung der Wallanlagen als Grüngürtel rund um die Innenstadt in mehreren Bauabschnitten beendet worden. Zum Tag der Städtebauförderung hat die Stadt das Baugeschehen rund um die Greifswalder Kirchen in den Mittelpunkt gestellt. Derzeit laufen umfassende Sanierungen am Dom St. Nikolai und an der St. Marienkirche. „In der Innenstadt Greifswalds hat sich das Gesicht der Stadt grundlegend positiv gewandelt. Die Straßenzüge sind saniert, die Plätze bieten eine hohe Aufenthaltsqualität und die Häuser zeigen farbenfrohe Fassaden“, hob Glawe hervor.

Informationen zum 2. bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“

Ziel des Aktionstages ist es, das Thema Stadtsanierung als Selbstverwaltungsaufgabe der Kommune unter Beteiligung zahlreicher Akteure und die mit Städtebaufördermitteln unterstützten Maßnahmen in der Öffentlichkeit stärker zu kommunizieren. In diesem Jahr findet der Tag der Städtebauförderung am 21. Mai statt. Für 2016 haben sich bundesweit etwa 530 Kommunen für den „Tag der Städtebauförderung“ angemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich über 20 Kommunen. Weitere Informationen unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de.