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Sonntagsführung zu den Katzen im Zoo Rostock

Führung des Rostocker Zoovereins widmet sich Löwen, Schneeleoparden & Co.

Die fünf Gepardenbabys mit Mutter, Foto: Joachim KloockBei der Sonntagsführung am 16. Juni statten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Katzen im Zoo einen Besuch ab. Gemeinsam mit dem Rostocker Zooverein geht es auf einen interessanten Rundgang durch den Zoo zu den Schneeleoparden, Geparden, Luchsen & Co.

Katzen sind mystisch, rätselhaft und manchmal verwirrend. Auf fast schon magische Weise verzaubern sie uns Menschen. Als Raubtiere sind ihre Sinnesleistungen und der Körperbau perfekt an die räuberische Lebensweise angepasst. Fossilien beweisen, dass es katzenartige Tiere bereits seit Jahrmillionen gibt, wobei die Kleinkatzen älter sind als die Großkatzen. Neben den Hunden gelten Katzen als die beliebtesten Haustiere. In Ägypten wurden sie einst gezähmt und als natürliche Schädlingsbekämpfer eingesetzt.

Bei der Sonntagsführung am 16. Juni erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch viel mehr Interessantes über die Katzen im Allgemeinen und die Großkatzen im Zoo im Speziellen. Die Führung ist kostenlos. Lediglich der Zooeintritt muss gezahlt werden. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Eingang Trotzenburg.

Bildunterschrift: Fünf Gepardenbabys mit Mutter, die in der Zwischenzeit natürlich nicht mehr so aussehen. Foto: Joachim Kloock

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Winter im Zoo Rostock 2016 – Samstagspaziergang

Fotos vom Profi Joachim Kloock

Afrikanisch und wohlklingend – RSAG und Zoo suchen Namen für die Geparden-Babys

Die fünf Gepardenbabys mit Mutter, Foto: Joachim Kloock

Die fünf Gepardenbabys mit Mutter, Foto: Joachim Kloock

22.6.2015Wohl jeder Rostocker kennt die Zoo-Straßenbahn mit dem Geparden, dem schnellsten Landraubtier der Welt. Im Wettlauf würden beide gleichauf liegen – sowohl die Geparden als auch die modernen Straßenbahnen der RSAG erreichen jeweils eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Die Nähe der RSAG zu den schnellen Raubkatzen hat einen Hintergrund. Schon seit 1996 ist die RSAG Pate für die Geparden im Zoo Rostock. Dementsprechend groß war die Freude über die Fünflinge, die Gepardin Malika am 28. April zur Welt gebracht hat. Vater ist der sechs Jahre alte Akido. Jetzt rufen der Rostocker Zoo und die RSAG für die bevorstehende Taufe im Juli gemeinsam zur großen Namenssuche auf. Die Tierpfleger im Zoo wünschen sich wohlklingende afrikanische Namen, die zu den grazilen Savannen- und Steppentieren passen. Die geschickten Jäger sind stark vom Aussterben bedroht. Die größten Vorkommen gibt es gegenwärtig noch südlich der afrikanischen Sahara. Gleich fünf Namen müssen gefunden werden, für zwei Kater und drei Kätzchen. Vorschläge können ab sofort an presse@zoo-rostock.de oder marketing@rsag-online.de gesendet werden. Die schönsten Namen kommen in die engere Auswahl und werden auf der Facebookseite des Zoos zur Abstimmung gestellt. Einsendeschluss für die Namenssuche ist der 6. Juli 2015.

Im Rostocker Zoo gibt es seit 1973 Geparden. Aktuell leben zwei männliche Tiere, Baako (8) und Akido (6) sowie drei weibliche Tiere, Uzuri (15) und die Schwestern Malika (4) und Tiha (4) in der Wild-WG. Seit Mitte Juni kann die quirlige Fünfer-Bande auch auf der Außenanlage des Gepardenhauses beobachtet werden. Noch für Juli ist die Taufe geplant, damit die Kleinen dann mit einem Namen aufwachsen. Besucher erreichen den Rostocker Zoo direkt mit den Straßenbahnlinien 3 und 6 oder mit der Buslinie 28.

Schmusealarm im Geparden-Revier – Malika ist auf einen Schlag fünffache Mutter

15.6.2015 – Nach fünf Jahren Pause freuen sich die Tierpfleger gleich über fünffachen Nachwuchs im Geparden-Revier. Nachdem die kleinen Kätzchen die ersten Wochen hinter den Kulissen gut überstanden haben, stand heute der erste Ausgang mit Mutter Malika an. Am 28. April wurde die Handaufzucht aus dem Zoo Rostock das erste Mal Mutter. „Allen fünf Raubkätzchen geht es gut, sie sind gesund und munter“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Für Malika ist der Nachwuchs eine kräftezehrende Aufgabe, der sie aber sehr fürsorglich nachkommt.“ Naturgemäß zeigt Papa Akido kein Interesse an dem Schmuse-Quintett. Geparden kommen nur zur Paarung zusammen und gehen dann getrennte Wege. Im Rostocker Zoo gibt es seit 1973 Geparden. Aktuell leben zwei männliche Tiere, Baako (8) und Akido (6), sowie drei weibliche Tiere, Uzuri (15) und die Schwestern Malika (4) und Tiha (4) in der Wild-WG. Malika und Tiha stammen aus dem letzten Nachwuchs aus dem Jahre 2010. Ihre Mutter, auch Tiha, starb kurz nach der Geburt ihrer vier Babys (23. Juli 2010) an einem plötzlichen Nierenversagen. Die vier jungen Raubkatzen wurden dann liebevoll mit der Hand aufgezogen. Die beiden männlichen Tiere aus der letzten Handaufzucht wechselten im September 2012 nach Sigean in Frankreich. Nun freuen sich alle im Zoo Rostock nach der langen Pause über den neuen Nachwuchs.

Zwei Kater, drei Kätzchen

Malika ist eine sehr vorsichtige Mutter, die ihre Kleinen, zwei männliche und drei weibliche Babys, ständig im Blick hat. Ist die Mutter einmal außer der Reichweite ihrer Jungtiere, verhalten sich diese sehr ruhig und zurückhaltend und bleiben immer in ihrem „Versteck“ in Deckung. „Das Verhalten ist vergleichbar mit dem Leben in der freien Wildbahn“, erklärte die Kuratorin. „In den ersten Monaten sind die Kleinen durch andere Raubtiere extrem gefährdet.“ Bei den fünf Jungtieren lag das Geburtsgewicht zwischen 290 und 350 Gramm. Inzwischen wiegen die Geparden-Babys zwischen 1300 und 2100 Gramm. Malika zieht ihre Jungtiere weitestgehend allein groß, steht aber unter ständiger Beobachtung ihrer vertrauten Tierpflegerinnen Ellen Hinz und Andrea Marx. „Die Handaufzucht von Malika erweist sich als sehr hilfreich, da wir so das Gewicht der Jungtiere überprüfen und gegebenenfalls mit einer Sonderportion Milch aushelfen können. Das war  insbesondere bei dem kleinsten Kätzchen, das mit viel Überlebenswillen die schwierige Phase nach der Geburt überwunden hat, notwendig. Das zierliche Mädchen konnte mit Hilfe von Katzenaufzuchtmilch aus der Flasche gut entwickeln  und weiß sich inzwischen bei ihren stärkeren Schwestern und Brüdern „durchzubeißen“. Die Säugezeit dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Auf dem Speiseplan steht nun auch schon mal durchgedrehtes Rindfleisch. Wenn es um das Futter geht, kennen die kleinen Geparden schon jetzt keine Freundschaft mehr. Dann sind sie sehr fordernd und zwacken auch schon mal in die Hand des Tierpflegers oder fauchen laut. „Ein gutes Zeichen. Wir sind zufrieden mit der Entwicklung der Jungtiere. Es gab bislang keine Veranlassung für einen Tierarztbesuch“, so Antje Zimmermann.

Wo kann man die Fünfer-Bande aufwachsen sehen?

Das Gepardenhaus, in dem die Jungtiere aufwachsen, wurde 2006 eröffnet und befindet sich gegenüber der Stelzvogelwiese neben dem Vogelhaus. Dort besteht auch bei schlechtem Wetter die Möglichkeit, das Aufwachsen der flauschigen Fünfer-Bande zu beobachten. Sowohl das Gepardenhaus als auch das insgesamt 1.000 Quadratmeter große Außenrevier wurde farblich dem natürlichen Lebensraum angepasst. Für die Bepflanzung inner- und außerhalb wurden Pflanzen und Gehölze ausgewählt, die vom Aussehen her denen des heimischen Lebensraumes Afrika nahe kommen, so beispielsweise graulaubige Gräser, Stauden und Sträucher sowie Gehölzer mit schirmartigem Wuchs. Im Sommer werden sich Malika und ihre Schützlinge überwiegend draußen aufhalten. Sie können sich aber nach wie vor in eine hintere Box zurückziehen, wenn sie Ruhe suchen. „In der ersten Zeit brauchen die Besucher sicher manchmal etwas Geduld, denn auch Katzenbabys schlafen viel und müssen sich nach dem Trinken und Spielen ausruhen“, so Kuratorin Antje Zimmermann. „Aber ganz sicher werden die Lütten mit jedem Tag aufgeweckter. Vorsichtig sollten insbesondere Gäste mit Hunden sein, denn Vierbeiner beunruhigen die Geparden-Mutter mit großer Wahrscheinlichkeit.“