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Reportage: Ohne Uhr und mit viel Ruhe – Spurensuche auf Fischland-Darß-Zingst

Auf der Halbinsel wird man sich unweigerlich Zeit nehmen für die schönen Dinge des Lebens. Dabei eröffnen verschiedene Themenpfade eine völlig neue Perspektive auf Gegenwart und Vergangenheit. Kultur und Natur, Vergangenheit und Moderne, Einfaches und Feines treffen hier nicht bloß aufeinander – sie verbinden sich zu einem Ausdruck von Vollkommenheit. Auch Sandra und Sebastian aus Weimar haben das bei ihrem Streifzug erfahren.

Bemalte_Türen2_TMV_Krauss„Ich muss ehrlich sein: Du siehst die Welt durch eine rosarote Brille!“, ruft Sandra und lacht. Denn das tut Sebastian im wahrsten Sinne des Wortes: Das Pärchen steht am Sandstrand von Zingst und während Sandra die Kamera zückt, hat sich Sebastian schon hinter der überdimensionalen Sonnenbrille des Künstlers Marc Moser in Pose gebracht und guckt durch die rosafarbenen Gläser hindurch auf die sonst tiefblaue Ostsee. Das beeindruckende Kunstwerk in XXL dürfen Besucher von Mai bis Mitte Oktober am Strand entdecken, danach wird es in sein Winterquartier, den Zingster Hafen, gebracht. Als die beiden gehört haben, dass sich Besucher auf dem Olympus FotoKunstPfad Zingst kostenfrei Kameras ausleihen und auf zwölf Stationen die Werke von Künstlern entdecken und einfangen können, waren sie begeistert: „Das bringt mit Meer, Strand, Kunst und Fotografie unsere größten Leidenschaften zusammen“, sagt Sebastian. „Es ist toll, einfach abzuschalten und die Tage am Strand dahinplätschern zu lassen. Doch noch schöner ist es, wenn man inspirierende Bilder und spannende Geschichten mit nach Hause nehmen kann.“ Besondere Andenken sind es, die Sandra und Sebastian in Zingst mit ihren Kameras aufnehmen: So erzählt die Skulptur des Bildhauers Rob Mulholland – eine zarte Frauen-Silhouette, die auf einer Buhne im Wasser steht – von der Verletzlichkeit und Stärke des Meeres. Andere Künstler setzen auf den spielerischen Effekt, wie Lulu Guinness, die Besucher mit einem großen Nagelbrett, dem beliebten Spielzeug der 80er-Jahre, verschmelzen lässt.

Von Haustüren, die vor Zauberei beschützen

Als Kontrast zur modernen Kunst haben sich Sandra und Sebastian als nächste Station den Darßer Haustürenpfad herausgesucht: Der verknüpft die Gegenwart mit Bräuchen und Spuren des 19. Jahrhunderts in den Orten PrerowBorn und Wieck. Mit dem Rad erreichen sie Prerow in nur 20 Minuten. Der Weg führt direkt an der Küste entlang, wo sie die salzige Meeresluft und den erfrischenden Fahrtwind genießen. „Ich habe noch nie eine Haustür gesehen, die so viel gute Laune versprüht“, sagt Sandra und nimmt mit ihrer Kamera die roten Tulpen und die Sonne ins Visier. Die Darßer Haustür an der Tourist-Information in Prerow ist die erste der berühmten Türen, die bunt bemalt wurde. Der Brauch der aufwändig geschnitzten Türen geht auf die Seefahrtsgeschichte zurück. Der Sonnenaufgang steht für eine glückliche Rückkehr, andere Motive sind von heidnischen Einflüssen geprägt. So sollen Symbole wie Feuer vor Zauberei schützen, Blumen dagegen Lebensfreude schenken. Die Tradition weiterleben lässt die Kunsttischlerei Roloff, die seit 1832 in Handarbeit die Darßer Türen restauriert oder neu anfertigt.

Post aus dem 20. Jahrhundert

Den Halt an der Tourist-Information in Prerow haben Sandra und Sebastian genutzt, um sich mit neuen Inspirationen zu verschiedenen Ausflugszielen einzudecken. Das Paar möchte mehr über die Geschichte der Region erfahren, bei strahlend blauem Himmel am liebsten im Freien. So ist das nächste Ziel schnell bestimmt: Auf dem Fahrrad möchten sie den Postkartenpfad in Wieck erkunden. Die Fotomotive des 20. Jahrhunderts, die an sieben Stationen ausgestellt werden, machen es den Besuchern leicht, sich auf die Reise durch die Zeit zu begeben. „Sieh mal, da vorne lag damals die Holzerland-Werft“, sagt Sebastian und zeigt zum Bodstedter Bodden, vor dem heute ein großes Feld liegt, auf dem gemütlich die Pferde grasen. Auf einer Holzbank genießen die beiden den Ausblick und erfinden Geschichten vom geschäftigen Treiben, das hier damals herrschte. Bevor es weiter zum nächsten Pfad geht, stromern beide weiter durch das Boddendorf. Dabei entdecken sie den idyllischen Hafen und die Darßer Arche, die ein Informationszentrum und eine Ausstellung über den Nationalpark beherbergt. Ob es der Gedanke an Fisch, die Fahrradtour oder die frische Luft ist – sicher ist: Sandra und Sebastian sind hungrig. Wie praktisch, dass das Capitänshaus von Petersson in Born nur 15 Fahrradminuten entfernt ist. In der 250 Jahre alten Scheune werden frische Gerichte wie Fisch oder auch selbstgebackener Kuchen serviert. Von der Terrasse aus schweift der Blick über die gepflegte Grünanlage hin zum Capitänshaus, dessen Namensgeber der berühmte Schiffskapitän Carl von Petersson ist. Er befuhr vom Darß aus die ganze Welt. Diese und viele weitere Geschichten des alten Fischerdörfchens erzählen Tafeln, die auf alten Buhnenpfählen vor historisch bedeutenden Häusern stehen.

Wandeln auf den Spuren der Künstlerkolonie Ahrenshoop

Die Sonne steht tief und taucht die alte Linde, die auf dem Anwesen Petersson steht, in ein besonderes Licht, als sich Sandra und Sebastian zum letzten Mal auf den Sattel schwingen. In Ahrenshoop werden die Zeitenwandler im Hotel The Grand entspannen und Kräfte für den nächsten Tag sammeln. „Doch vorher möchte ich noch die Dünen sehen“, sagt Sandra. Entlang des Kunstpfads, mit seinen Landschaftsgemälden, lassen sich die beiden von der Schönheit der hellgrünen Gräser, des feinen Sandes und der blauen See verzaubern und verstehen sofort, warum dieser Anblick auch die Maler der Künstlerkolonie Ahrenshoop schon Mitte des 19. Jahrhunderts berührte. Auf einer Aussichtsplattform, ganz in der Nähe des Strandes, kann das Pärchen genau jenen idyllischen Blick auf Ahrenshoop genießen, der bereits 1889 den angesehensten Landschaftsmaler Deutschlands und Begründer der Künstlerkolonie, Paul Müller-Kaempff, berührte und den er ein Jahr später in einem Gemälde verewigte. Mit diesem letzten, ergreifenden Eindruck verabschieden sich Sandra und Sebastian in die wohlverdiente Nachtruhe. „Schließlich möchten wir morgen fit sein – es gibt noch viel zu entdecken!“

Bildunterschrift:  Bemalte Türen künden in Prerow, Born und Wieck von den Bräuchen der Seefahrer, Quelle: TMV/Krauss

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Asse im Hinterland von Mecklenburg-Vorpommern

In der Schatzkiste von Fischland-Darß-Zingst steckt viel mehr als nur Sommer, Sonne, Strand und See

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Bernsteinschleiferin bei der Arbeit, Foto: TMV/pocha.de

Fischland. Darß. Zingst. Bei diesen Namen schnalzen Ostsee-Kenner mit der Zunge. Wegen der Puderzuckerstrände, die an der Westflanke von Dierhagen über Ahrenshoop bis zum Darßer Leuchtturm und im Norden zwischen Prerow und Zingst nahtlos ineinander übergehen. Wegen des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, der alle Welt fasziniert mit seinen Landschaften, Gewächsen und Getieren. Wegen abertausender Kraniche, die jedes Jahr ausgiebige Zwischenstopps einlegen zum Tanken und Tanzen. Wegen der rostbraun getakelten Zeesboote, die zu Törns um die Halbinsel einladen und auf Regatten um den Sieg segeln. Wegen der Kunst- und Fotoszene, die ihren Ursprung in der Künstlerkolonie Ahrenshoop hatte. Und nicht zuletzt wegen diverser Hotels und Lokale, die auch verwöhnten Schlummerern und Schlemmern ein seliges Lächeln ins Gesicht zaubern. Kurzum: Auf dem schmalen, von Stürmen und Wellen modellierten Streifen Land, der die anbrandende Ostsee vom glitzernden Bodden trennt, findet so ziemlich jeder sein persönliches Urlaubsglück. Ob Baden oder Segeln. Surfen oder Kiten. Radeln oder Wandern. Futtern oder Fasten. Vögel angucken oder Fische fangen. Landschaft knipsen oder Landschaft malen. Seele baumeln oder Körper schwitzen lassen. Mit Familie urlauben oder solo. Mit Hund oder sogar Pferd – auf Fischland-Darß-Zingst kann sich jedermann nach Herzenslust austoben. Bei aller Ostsee-Euphorie wird dabei oft vergessen, dass Fischland-Darß-Zingst auch ein Hinterland hat. Das ist jammerschade. Denn jenseits vom Bodden, nur wenige Minuten weg von Strandtrubel und Badespaß belohnt eine Welt voller kleiner Wunder denjenigen, der sich auf die Suche macht. Ganz und gar malerisch zum Beispiel mäandert die Recknitz durch die romantische Wildnis uralter Torfmoore. Ein vorpommersches Flüsschen, das urwüchsige Natur in frappierender Einsamkeit und Stille offenbart. Ein Paddelrevier, wie man es sich schöner kaum vorstellen kann: mit Weiden und Schilfinseln. Mit Trollblumen und Orchideen. Mit Libellen und Moorfröschen. Mit Fischottern und Molchen.

Seit dem Mittelalter wurde auf dem Grenzfluss zwischen Mecklenburg und Vorpommern Salz transportiert – vor allem aus der Saline in Bad Sülze, die bereits 1243 urkundlich erwähnt wird. Im Salzmuseum der Stadt erfahren Besucher so gut wie alles über unser wichtigstes Gewürz, in den Wellness-Salztürmen von Trinwillershagen die wohltuende Wirkung von salzhaltigem Mikroklima am eigenen Leib. Und auf dem Wirtshausschild vom „Schmugglerkrug“ in Eixen schleppt nicht von ungefähr ein Mann einen schweren Sack über die Grenze – das „weiße Gold“ war die klammheimliche Schufterei seinerzeit offenbar mehr als wert. Auch das „Gold des Nordens“ kann man hier in erstaunlicher Masse und Klasse erleben: Das „Deutsche Bernsteinmuseum“ in Ribnitz-Damgarten präsentiert Europas schönste Bernsteinausstellung mit 1.600 ausgesuchten Exponaten im atmosphärischen Backsteinkloster. Aber auch bei der modernen, künstlerischen Verarbeitung ist Ribnitz-Damgarten Spitze. In der Schaumanufaktur von Ostdeutschlands größtem Schmuckproduzenten wird auf drei Etagen Bernstein bearbeitet und präsentiert – allein die Ringkollektion umfasst 4.500 Exemplare. Und auch hier wurden einzigartige Kunstwerke erschaffen: ein Originalmodell der Bounty etwa, ein Baum mit 29.000 Blättern und drei Meter Kronenumfang oder eine Riesenlampe, deren Elemente mit 50 Kilogramm Bernstein gefüllt sind.

Zoo-Vögel, Foto: Joachim Kloock

Küstenvögel, Foto: Joachim Kloock

Zum regionalen Superstar allerdings hat sich in den letzten 20 Jahren eine Einrichtung gemausert, in der man Papageien begegnet und Steppenadlern, Marabus und Kakadus, Uhus und Pinguinen oder ganz seltenen und unter Artenschutz stehenden Exoten wie der Socorrotaube, dem Geierperlhuhn oder dem Balistar, von dem es weltweit nur noch ganz wenige freilebende Exemplare gibt. Sie alle leben mit hunderten anderen Vögeln und Säugetieren aus allen Kontinenten etwa eine halbe Stunde von der Ostsee entfernt – im fabelhaften Vogelpark Marlow. Und nicht nur das: Hier sind sie häufig auch ganz nah und ohne Gitter zu bewundern – fast wie in freier Wildbahn. Ein Konzept, dem herausragende Vogelpark-Markenzeichen zu verdanken sind wie der einmalige Nachbau des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, in dessen verschiedenen Biotopen sich Rotschenkel, Säbelschnäbler, Krickenten oder Brandgänse wohl fühlen. Oder die ebenfalls begehbare riesige Küstenvogelvoliere: In ihr wurde der Lebensraum Ostseeküste mit Dünen, Strandseen und Spülsaum nachgestaltet – Heimat für Austernfischer, Eiderenten, Kormorane oder Lachmöwen, denen man zur Brutzeit direkt ins Nest schauen kann. Doch auch unter freiem Himmel sind den Vogelpark-Machern außergewöhnliche Anlagen gelungen. Zum Beispiel das Storchenrevier gleich am Eingang. Nicht einer, nicht zwei, nein mehr als 20 Weißstörche und ein paar seltene schwarze Exemplare bilden hier eine stolze Kolonie, klappern majestätisch über die Wiese und bauen ihre voluminösen Nester. Fluchtgefahr besteht keine; die Störche sind samt und sonders Unfallopfer mit so starken Verletzungen, dass Fliegen und damit Leben in freier Natur nicht mehr möglich ist. Von einem Ausguck, der wie ein Nest gestaltet ist, überblickt man aus Sicht eines Adebars die gesamte Anlage. Und nicht zuletzt kann man hier sogar die Nacht verbringen – in Baumpfahlhäusern mit Blick auf Südamerika- und Madagaskaranlage oder sogar mittendrin im Storchenrevier.

Weitere Informationen:

www.fischland-darss-zingst.de
www.vogelparkregion-recknitztal.de
www.auf-nach-mv.de

Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop

Künstlerort lockt am 18. August Kulturinteressierte auf den Darß

Lange Nacht der Kunst 2015 im Ostseebad AhrenshoopRund 20 Galerien, Keramikwerkstätten, Kunst- und Veranstaltungshäuser öffnen am 18. August zur 19. Langen Nacht der Kunst im Ostseebad Ahrenshoop. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und Tanzaufführungen stehen dabei auf dem Programm. Los geht es bereits am Nachmittag mit einem Familienfest im Garten des Kunstmuseums Ahrenshoop, wo Stoffbeutel bemalt und Bilder gestaltet werden. Bis in die späten Abendstunden hinein verzaubert etwa Clownfrau Katharina Witerzens mit schaurig schöner Jahrmarktpoesie aus dem Schaubuden-Wagen das Publikum, gibt Vasyl Kotys in der Alten Weberei Duport-Variationen von Wolfgang Amadeus Mozart und Corelli-Variationen von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov zum Besten und eröffnet Grit Götze in der Galerie Alte Schule eine Keramikausstellung mit dem Titel „Die Stille des Sommers“. Zu jeder vollen Stunde führt Hotelier Roland Fischer unter anderem durch seine Gemäldesammlung im Romantikhotel Namenlos und Fischerwiege. Zudem können Gäste das eine oder andere Kunstwerk auf einer Versteigerung um 21.00 Uhr im Neuen Kunsthaus erwerben.

Tickets sind ab dem 10. August 2018 in allen beteiligten Kunsthäusern, der Kurverwaltung Ahrenshoop, den Zimmervermittlungen Meerfischland und Ahrenshooper Ferien erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen: www.ostseebad-ahrenshoop.de

Bildunterschrift: Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop, Foto: Voigt und Kranz UG

Tolle Events in Mecklenburg-Vorpommern

Rügen feiert den Fisch

2018-03-23_0026_TZR-Kulinarik-Kopie-2-310x207Fisch(er)tage laden vom 28. April bis 6. Mai auf Deutschlands größte Insel

Vom 28. April bis zum 6. Mai werden auf der Insel Rügen die Fisch(er)tage veranstaltet und erinnern an die langjährige Tradition des Fischfanges auf Deutschlands größter Insel. Gleichermaßen stellen sie den Berufsstand in den Mittelpunkt, der dafür verantwortlich zeichnet, dass die Leckerbissen in Form von Hering, Hornfisch und Co. auf den Tellern der Gäste landen: die Fischer. Inselweit gibt es während der Fisch(er)tage zahlreiche Veranstaltungen, die über die Küstenfischerei informieren sowie zum Schlemmen und Erleben einladen, angefangen beim Fisch-Grillfest in Schillings Fischhus in Schaprode über den Heringstag in Altefähr bis hin zum Vortrag über die Fischerei im Ostseebad Thiessow. Mit einem Regionalmarkt am 28. und 29. April in Putbus unter dem Titel „Bärlauch trifft Fisch“ wird die kulinarische Reihe eingeläutet. Weitere Informationen, eine Liste mit Restaurants, bei denen Fisch auf der Speisekarte steht, sowie Termine sind unter www.ruegen.de/fischertage-auf-ruegen zu finden. Bildunterschrift: Fisch(er)tage auf Rügen, Foto: Tourismuszentrale Rügen / Christian Thiele

Das große Buddeln: Mit Sandburgenbau-Wettbewerben wird Strandsaison an der Mecklenburgischen Ostseeküste eröffnet

Zum fünften Mal in Folge laden am 5. Mai acht Orte zu Wettbewerben am Strand ein

Two boys building large sandcastle on the beachMit Eimer, Schaufel und Maurerkelle: Zum fünften Mal startet die Mecklenburgische Ostseeküste am 5. Mai 2018 mit einem großen Sandburgenbau-Wettbewerb in die Strandsaison 2018. Alle, die Spaß am Graben, Modellieren und Dekorieren haben oder einfach die Arbeit großer und kleiner Sandkünstler bestaunen möchten, sollten sich das maritime Spektakel an den Stränden der Orte Boltenhagen, Insel Poel, Rerik, Kühlungsborn, Börgerende, Nienhagen, Markgrafenheide und Graal-Müritz nicht entgehen lassen. Eine Jury kürt am Ende des Tages an jedem Schauplatz die schönsten Sandskulpturen und belohnt die Arbeiten der Gewinner mit attraktiven Preisen. Dazu gibt es ein buntes Animationsprogramm und Stände mit kulinarischen Leckerbissen. „Auf die Schippe, fertig, los!“ heißt es entlang der Seebrücke am Boltenhagener Ostseestrand. Große Windräder kündigen den sandigen Veranstaltungsort, an dem jeder Künstler oder jedes Künstler-Team eine Fläche von fünf mal fünf Metern zur Verfügung gestellt bekommt, bereits von Weitem an. In Boltenhagen werden, wie auch am Strand des Ostseebades Kühlungsborn (am Strandaufgang 2), Eimer und Schaufel in ausreichender Anzahl bereit gehalten und müssen nicht zwingend mitgebracht werden. Wer am Sandburgenbau-Wettbewerb rechts und links des Strandaufganges 23 in Graal-Müritz teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorab unter http://www.graal-mueritz.de anzumelden. In Rerik findet der erste große Jahreshöhepunkt am Meer an der Seebrücke statt, wo in rund zwei Stunden die schönsten Sandfiguren kreiert werden müssen. Der Strandabschnitt vor dem StrandResort Markgrafenheide bildet den Veranstaltungsort im gleichnamigen Ostseebad, während das traditionelle Buddeln und Schaufeln in Börgerende am Hauptstrand und auf der Insel Poel am Strandabschnitt „Schwarzer Busch“ zum Erlebnis wird. Nachdem 2017 eine Sturmflut die Teilnahme des Ostseebades Nienhagen verhindert hat, können sich Sandarchitekten in diesem Jahr wieder am zentralen Strand des Urlaubsortes miteinander messen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.ostseeferien.de/saisonauftakt. Bildunterschrift: Kinder beim Sandburgenbau, Foto: Martin Valigursky/Fotolia

Naturklänge auf Fischland-Darß-Zingst

16. Auflage der Konzertreihe verbindet Natur und Musik

sdrUnter dem Titel „Naturklänge“ lädt der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst vom 22. Juni bis zum 1. September zur 16. Auflage einer Konzertreihe ein, bei der Musik an besonderen Orten erklingt. Acht Konzerte stehen dabei auf dem Programm, darunter im Innenhof des Klosters in Ribnitz, auf der Wiese vor dem Hotel Schlösschen Sundische Wiese inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft oder am Hohen Ufer in der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Los geht es am 22. Juni mit Ensemble „Due Sopra il Basso“ mit Countertenor Johannes Wieners in der Backsteinkirche in Starkow. Ab 18.00 Uhr wird dort auch eine Führung durch den Pfarrgarten angeboten. Neu im Reigen der Aufführungsorte ist der Boddenhafen im Ostseebad Dierhagen, an dem das schwedisch-südafrikanische Duo „Fjarill“ seine Songs zum Besten gibt. Musikalisch reicht das Spektrum bei den „Naturklängen“ von Barockmusik über Blues und Jazz bis hin zu karibischen Klängen. Tickets sind ab 15,00 Euro ( zzgl. VVK Gebühr bei Onlinebuchung) unter http://www.naturklaenge.net erhältlich oder können in den Kurverwaltungen und Tourist-Informationen der Region gekauft werden. Weitere Informationen: www.naturklaenge.netwww.fischland-darss-zingst.de Bildunterschrift: „Naturklänge“ auf Fischland-Darß-Zingst, Swimming Piano, Foto: TV FDZ/Uchtenhagen

 

Das perfekte Bild: Umweltfotofestival „horizonte zingst“

Fotomontage David Hettich

Mehr als 20 Fotoausstellungen im Ostseeheilbad zu sehen – Fotoschauen, Workshops und ein Fotomarkt: Vom 28. Mai bis zum 5. Juni findet das Umweltfotofestival „horizonte zingst“ statt. Neun Tage lang steht an der Ostseeküste die Fotografie im Fokus. Die Veranstaltungsreihe ist längst zu einer Institution in der Fotoszene geworden. Mehr als 20 Fotoschauen, davon fünf Open-Air-Ausstellungen im Ostseeheilbad, und thematisch breitgefächerte Workshops stehen auf dem Programm. Eröffnet wird das neunte Fotofestival am 28. Mai im Kunsthallenhotel „Vier Jahreszeiten“. „Überirdisches in Zingst – die Erde in XXL“ ist beispielsweise eine Open-Air-Ausstellung in der Jordanstraße, in der Fotos von Alexander Gerst gezeigt werden. Der Raumfahrer präsentiert dabei seine Eindrücke aus der Weltallperspektive. „Architektier“ ist eine weitere Open-Air-Austellung am Postplatz von Ingo Arndt, der zwei Jahre um die Welt gereist ist, und Tierbauten, darunter Vogelnester und Termitenhügel, fotografiert hat. Die Garage wird zum Kunstobjekt: Die Bewohner des Ostseeheilbades Zingst geben während des Umweltfotofestivals ein augenfälliges Bekenntnis zur Fotografie und damit auch ihrer Sympathie für Fotografen ab. Unter dem Titel „Hier ist die Fotografie zuhause“ werden mehr als 20 Garagentore zu Ausstellungsflächen. Jeder Hausbesitzer stellt dabei ein Motiv seines Lieblingskünstlers vor. Unter www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de finden Interessierte das gesamte Festivalprogramm. Weitere Informationen: www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de, Übernachtungen:www.fischland-darss-zingst.de

Demokratische Fraktionen des Landtages in MV stehen zur Verlegung des Nothafens

Hafenvariante Prerow - Quelle: Machbarkeits-/Variantenuntersuchung 201413.3.2015 – Heute hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommern nach einem gemeinsamen Antrag aller demokratischer Fraktionen das Vorhaben der Landesregierung, den Nothafen aus der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft zu verlegen, unterstützt. Seit mehr als 25 Jahren wird die Verlegung des Nothafens aus der Kernzone des Nationalparks angestrebt. Da der Hafen für die Seenotrettung und die maritime Notfallversorgung im Seegebiet vor dem Fischland-Darß-Zingst eine wichtige Funktion hat und die nächsten Schutzhäfen viele Seemeilen entfernt liegen, wird der Hafen seit 1994 als landeseigener „Nothafen“ betrieben. Der Erhalt der Funktionen eines Nothafens in diesem Bereich der Ostsee südlich der vielbefahrenen Kadetrinne, das heißt die Sicherstellung der Seenotrettung, der maritimen Notfallversorgung und die Verfügbarkeit eines Schutzhafens, ist auch zukünftig dringend erforderlich. Am Darßer Ort befindet sich allerdings auch eines der größten natürlichen Anlandungsge­biete für Sedimente im Ostseeraum. Es hat sich eine einzigartige Landschaft mit seltenen, zu schützenden Naturräumen und Lebensraum- bzw. Biotoptypen gebildet. Das Gebiet um den „Darßer Ort“ wurde daher bereits 1990 als Kernzone des Nationalparks ausgewiesen und liegt heute auch innerhalb eines von der Europäischen Union mehrfach anerkannten Schutzgebietes. Der Schutzzweck des drittgrößten Nationalparks Deutschlands zielt in der Kernzone auf eine vom Menschen möglichst ungestörte Ent­wicklung. Allerdings versandet die Fahrrinne zum jetzigen Nothafen regelmäßig, so dass immer wieder Baggerarbeiten erforderlich werden und der Schiffs-/Bootsverkehr sowie Betrieb des Hafens teilweise stark beein­trächtigt beziehungsweise nicht möglich sind. Damit kann einerseits die Seenotrettung nicht über einen längeren Zeitraum garantiert werden und andererseits stellt eine Ausbaggerung einen erheblichen Eingriff in die zu schützende Natur dar. Seit 1990 mussten circa 250.000 m³ Sand aus der Zufahrt zum Hafen gebaggert werden, was rund 2,5 Mio. € gekostet hat. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Bund seit 2005 nicht mehr an den Kosten für die Baggerarbeiten beteiligt. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung eine Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben, mit den Zielen die Seenotrettung zu gewährleisten, einen Nothafen zur Verfügung zu stellen, Liegeplätze für die ansässigen Fischer vorzuhalten und die Kernzone zu schützen. Die Ergebnisse der Studie liegen vor und zeigen ganz klar, dass diese Ziele mit einem kleinen Inselhafen erreicht werden können. Den gesamten Artikel lesen Sie bitte hier http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/start/index.jsp?pid=94656

Für Caravaning-Einsteiger: Standgebühr sparen in Mecklenburg-Vorpommern

27 Campingplätze erlassen Gebühren für eine Nacht

Auf diesen Plätzen kann gespaart werden, Foto: Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus MVTMV – Caravaning-Einsteiger augepasst: Noch bis Dezember 2016 kann kräftig an der Standgebühr auf Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern gespart werden. 27 Plätze, die unter www.vcwmv.de zu finden sind, erlassen Gästen die Standgebühr für eine Nacht. Die Vorteilskarte, die dafür notwendig ist, bekommen Interessierte bei 37 Händlern von InterCaravaning. Für die Suche nach einem InterCaravaning-Händler in der Nähe lohnt sich ein Blick auf die Internetseite www.intercaravaning.de/händler. „Wir möchten damit Caravaning-Einsteigern einen Anreiz geben, das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen kennenzulernen“, sagt Knuth Reuter, erster Vorsitzender des Verbandes für Camping- und Wohnmobiltourismus Mecklenburg-Vorpommern. Die Aktion ist eine Kooperation zwischen dem Verband und InterCaravaning, Europas größter Caravaning-Fachhandelskette. Jede Übernachtung auf einem der teilnehmenden Campingplätze ist einmalig einlösbar und wird auf dem jeweiligen Partnercampingplatz auf der Vorteilskarte des Besitzes abgestempelt. „Die Caravaner können mit der Vorteilskarte in nahezu jeder Region in Mecklenburg-Vorpommern Station machen. Denn Partnercampingplätze finden sich in der Mecklenburgischen Seenplatte, Meckenburg-Schwerin, der Mecklenburgsichen Ostseeküste, Fischland-Darß-Zingst, Rügen sowie auf der Insel Usedom“, so Reuter. Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Saison 2013 beim Campingtourismus an die Spitze der deutschen Bundesländer gesetzt. Das Statistische Amt registrierte knapp vier Millionen Übernachtungen sowie 874.230 Ankünfte (+ 4,7 Prozent). Weitere Informationen: www.camping-caravan-mv.de