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Eine Insel voller Filme – Rügen im Leinwandfieber

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Das 1. Rügen International Film Festival bringt vom 4.-8. Oktober 2017 Filmkultur aus den neun Ostsee-Anrainerstaaten auf die Leinwände der Insel-Kinos und zeigt anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Europäischen Filmpreises als einziges deutsches Festival eine Retrospektive. Den Zuschauer erwarten an historischen, stimmungsvollen und innovativen Spielorten auf der Insel Rügen, in Stralsund und in Greifswald exquisite Publikumsfilme, die im eigenen Land erfolgreich waren. Darüber hinaus werden filmische Neuentdeckungen in insgesamt vier Festivalsektionen zu sehen sein. Das Festivalprogramm liest sich wie eine erlesene Auswahl der nordischen Filmproduktion – abwechslungsreich, anspruchsvoll, innovativ und darüberhinaus treffsicher in der Rahmengestaltung. Ab dem 15. August ist das gesamte Programm online abrufbar unter www.ruegenfilmfestival.de. Hier werden alle Festival-Filme und Beiträge ausführlich dargestellt und zusätzlich stehen umfangreiche Informationen über weitere Programmpunkte, Veranstaltungen und Specials zur Verfügung. Als Eröffnungsfilm des 1. Rügen International Film Festival gibt der neue Usedom-Krimi TRUGSPUR unter Regie von Jochen Alexander Freydank den Festival-Startschuss. Im Film erleben wir Katrin Sass als Ex-Staatsanwältin Lossow und zur Eröffnung des Festivals wird die bekannte Schauspielerin persönlich als Ehrengast begrüßt.

In der Festivalsektion Wettbewerb konkurrieren neun Publikumslieblinge aus den Nachbarländern rund um die Ostsee. Eine hochkarätig besetzte internationale Jury vergibt den mit 7500,- Euro dotierten Preis für den besten Film. Die Zuschauer können ihren Favoriten wählen und mitbestimmen, wer den Publikumspreis gewinnt. Zu sehen ist beispielsweise der raffinierte Psycho-Thriller FREDDY/EDDY (Deutschland 2016) – ausgezeichnet mit dem Preis für die beste Regie auf dem 14. „Baltic Debut“-Filmfestival in Svetlogorsk, Russland, im Juli diesen Jahres. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Filmakademie erleben die Zuschauer in der Reihe European Highlights Preisträger aus 30 Jahren europäischer Filmpreis. In der Reihe Inselwelten werden Sie spannende Dokumentar- und Spielfilme entdecken, die sich mit Inseln an sich und mit dem Leben auf Inseln weltweit beschäftigen. In dieser Sektion wird der mit 2000,- Euro dotierte Sonderpreis „Leben am Wasser“ vergeben. Großes Augenmerk liegt auch auf der vierten Programmreihe Local Heroes. Hier werden polnische und deutsche Filme aus der Region und über die Region Pommern gezeigt. Gemeinsam mit den Partnerfestivals Szczecin (SEFF) und Rostock(FiSH) wurden auch Filme von Nachwuchstalenten ausgesucht, die nun auf dem Rügen International Film Festival präsentiert werden. In dieser Sektion wird der Findlingspreis vergeben, verbunden mit einer Tour des Gewinnerfilms durch die Kinos in Mecklenburg-Vorpommern. Einer der Beiträge: DAS KABARETT AN DER OSTSEE (Deutschland 2017) – tausende Ostsee-Urlauber trainieren jährlich ihre Hirn- und Lachmuskeln in den Vorstellungen wandernder Kabarettisten. Im Film gestatten die Helden der Unterhaltung Blicke hinter die Bühne.

Während des fünftägigen Filmfestivals bietet sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Zu zahlreichen Filmvorführungen werden zahlreiche Filmemacher erwartet, die nach den Vorführungen auch gern für Filmgespräche zur Verfügung stehen. Höhepunkte zum Filmfestival sind der gemeinsam mit der Europäischen Filmakademie veranstaltete Regie- Workshop „A Sunday in the Country“ sowie ein deutsch-polnisch-pommersches NDR Special. Der Baltische Abend am Freitag im Yachthafen Lauterbach / Im Jaich ist eines der Specials im Programm. Nach den Filmen aus dem Baltikum ist die Band „SUBTILO-Z“ aus Litauen avisiert – sie tritt zum ersten Mal in Deutschland auf. Im Anschluss an das Konzert ist die Tanzfläche offen. Weitere Specials sind die Matinées am Samstag und Sonntag im Theater Putbus, als Gast wird unter anderem der Regisseur Dani Levy erwartet, gezeigt wird sein Film: ALLES AUF ZUCKER! (Deutschland 2004). Der Karten-Vorverkauf für das 1. Rügen International Film Festival startet am 4. September 2017. Die Karten sind online über eventim, an angeschlossenen Verkaufsstellen, an den Abendkassen und beim Medienpartner Ostsee-Zeitung erhältlich. Unser ausdrücklicher Dank für die großzügige Unterstützung des 1. Rügen International Film Festival gilt den Städten und Gemeinden SellinStralsundBaabe, Göhren, SassnitzPutbus und Binz sowie der Tourismuszentrale Rügen.

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Erneute Übernahme ins Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern

Das Umweltarchiv der Hochschule Neubrandenburg übergibt rund 180 Filme

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

25.7.2017 – Erneut konnte das filmische Erbe des Landes im Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern bereichert werden, am 17. Juli 2017 übergab Dr. Jens Hoffmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltgeschichte und Regionalgeschichte der Hochschule Neubrandenburg, rund 180 Filme aus dem „Umweltarchiv“. Eine besondere Entdeckung dürfte dabei der Nachlass des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann sein. Ein NDR-Fernsehbeitrag aus Neubrandenburg mit historischen Filmausschnitten war der Auslöser für die weitere Recherche. Kurzerhand verabredete Karl-Heinz Steinbruch, Landesfilmarchivar im Filmbüro MV in Wismar, ein Treffen mit Dr. Hoffmann an der Hochschule Neubrandenburg. Das dortige „Umweltarchiv“ beherbergt neben konventionellem Archivgut auch eine größere Anzahl analoger Filme. Die konnten bisher aber mangels geeigneter Abspieltechnik nicht durch die Hochschule gesichtet werden. Die beiden Institutionen wurden sich sehr schnell einig darüber, daß diese Filme im Landesfilmarchiv dauerhaft und fachgerecht verwahrt werden sollen. Ebenfalls kann das analoge Material nun sukzessive digitalisiert werden, was im Filmbüro problemlos möglich ist. Der größte Teil dieses umfassenden Zuwachses sind 16-mm-Lehrfilme aus verschiedenen Reihen, darunter Unterrichtsfilme, Berufsschulfilme, Berufsschulfilme für die Landwirtschaft oder Filme für die Ausbildung von Pädagogen. Nahezu 20 Filme im 35-mm-Format sind Bestandteil eines an das Umweltarchiv Neubrandenburg abgegebenen Nachlasses des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann. Von diesen Arbeiten sind bereits einige Filme im Landesfilmarchiv erfaßt und liegen im Bestand vor. Eine weitere Entdeckung bei der ersten Durchsicht war ein 35-mm-Zweiakter aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Film über die Arbeit der „Lehrstätte für Naturschutz Müritzhof“. Noch im August werden die Erschließungsarbeiten aller Filme beginnen, eine spannende Arbeit, bei der wir noch auf einige Überraschungen hinsichtlich des filmischen Erbe des Landes hoffen können.

Weitere Informationen unter:

http://iugr.net/

http://www.filmbuero-mv.de/de/landesfilmarchiv/ueber_das_landesfilmarchiv

Film ab: SchulKinoWoche 2014 beginnt

Filme können im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden

FilmLand M-V gGmbH21.11.2014 – Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb begrüßt die gute Beteiligung von Schulklassen an der diesjährigen SchulKinoWoche in Mecklenburg-Vorpommern. Von Montag, dem 24. November 2014, bis Freitag, dem 28. November 2014, wollen 15.413 Schülerinnen und Schüler sowie 1.368 Begleitpersonen in den Kinosesseln im ganzen Land Platz nehmen. In diesem Jahr stehen insgesamt 49 Filme zur Auswahl, die in 28 Kinos über die Leinwand flimmern. „Die Filme werden bei den Schülerinnen und Schülern für Nervenkitzel, Bauchkribbeln oder Gänsehaut sorgen. Sie werden auch dazu anregen, sich mit Themen wie Freundschaft, Abenteuer, Wissenschaft, der digitalen Gesellschaft, Gewalt in der Familie, Krieg und Friedensstiftung auseinanderzusetzen“, sagte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb. „Im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft, Gegenwart und Vergangenheit werden in den Filmen Charaktere gezeigt, die Mut zum eigenen Handeln geben“, so Brodkorb weiter. „Das breit gefächerte Film- und Begleitprogramm bietet Lehrerinnen und Lehrern Gelegenheit, gemeinsam in fremde Welten einzutauchen und zugleich Eigenes in alltäglichen Welten kritisch zu reflektieren“, betonte der Minister. „Wenn Filme im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden, dann bieten sie vielseitige Ansätze für fachliche und fächerübergreifende Diskussionen“, sagte Brodkorb. So könnten beispielsweise Literaturverfilmungen, Spielfilme in Originalsprache, Animations- oder Dokumentarfilme die Inhalte des Fachunterrichts um sprachliche, ethische oder politische Perspektiven bereichern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die SchulKinoWochen 2014 mit Mitteln in Höhe von 18.000 Euro. Weitere Informationen: www.filmland-mv.de

9. Rostocker Filmtage „AB`GEDREHT“ vom 9. bis 15. Oktober

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim KloockFRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock7.1FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock0.2014 Vom 9. bis 15. Oktober 2014 finden  die 9. Rostocker Filmtage „AB`GEDREHT“ im Lichtspieltheater Wundervoll statt. Die Hansestadt Rostock hat sich wieder dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit angeschlossen, das alljährlich zum Internationalen Tag der seelischen Gesundheit und bundesweit zur Woche der Seelischen Gesundheit aufruft. Psychische Leiden belasten immer stärker Menschen und Gesundheitssysteme. Die Filmwoche gehört zur jährlichen Tradition der Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes mit der Klinik für Psychiatrie der Universität Rostock, der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH, der AWO Sozialarbeit gGmbH, dem Landesverband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker e.V., dem Rostocker Bündnis gegen Depression e.V. sowie dem Lichtspieltheater Wundervoll. Weltweit sind zwölf Prozent und in Europa 20 Prozent der Bevölkerung durch psychische Störungen belastet. Bis 2020 werden Depressionen in den Industriestaaten die zweithäufigste Erkrankung sein. Allein an einer Angststörung leiden 14 Prozent, sieben Prozent an ernsten Schlafstörungen, ebenso viele an Depressionen, fünf Prozent an Demenz, psychosomatischen Krankheiten oder am ADH-Syndrom und mehr als drei Prozent an einer Alkoholabhängigkeit. Das derzeitige Lebenszeitrisiko, an einer psychischen Störung zu erkranken, liegt mit über 50 Prozent der Bevölkerung wesentlich höher. Für die Zunahme psychischer Erkrankungen werden neben dem Wegfall funktionierender sozialer Strukturen, Arbeitslosigkeit und unsicherer Arbeitsverhältnisse  auch Arbeitsplatzbelastungen wie  zeitliche und fachliche Über- und Unterforderung und fehlender Handlungsspielraum angenommen. Die Berichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen vor allem seit dem Jahr 2006 kontinuierlich ansteigen. Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass  psychosoziale Faktoren wie mangelnde Wertschätzung, soziale Konflikte und defizitäres Führungsverhalten für die physische und psychische Gesundheit  ausschlaggebend sind. Zwar können die meisten Menschen mit einer psychischen Erkrankung effektiv behandelt werden, jedoch verhindert die Angst vor einer Stigmatisierung häufig eine Inanspruchnahme von Hilfen. Die Filmwoche trägt zur Information und Aufklärung über psychische Erkrankungen sowie Sensibilisierung gegenüber psychisch erkrankten Menschen bei. Im Anschluss an die Filme beantworten Fachleute Fragen.

Auftakt der Filmwoche ist eine Buchlesung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Rostock. Der Autor Jan Nenninger stellt sein Buch „Mein Leben mit der Schizophrenie“ vor. Am 10. Oktober 2014, dem Welttag der seelischen Gesundheit, werden in der FRIEDA 23 mit dem Film „Wie ich lernte die Zahlen zu lieben“ die Filmtage mit dem Regisseur Oliver Sechting eröffnet. Bis zum 15. Oktober laufen Filmveranstaltungen in der FRIEDA 23, darunter für  Berufsschüler und Gymnasiasten. Demenz und die Problematik pflegender Angehöriger ist Schwerpunktthema am 14. Oktober, zum Film „Vergiss mein nicht“ wurde in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der Arbeitsagentur und des Unternehmerverbandes eine Veranstaltung organisiert. Am 12. Oktober laden die Organisatoren um 15.30 Uhr zu einem Filmerlebnis bei Kaffee und Kuchen in den Waldemarhof ein. Veranstaltungsübersicht, Veranstaltungsort (wenn nicht anders angegeben) ist FRIEDA 23, Friedrichstraße 23, Internet: http://www.liwu.de. Kartenbestellungen unter Telefon 0381-4903859, Fax 0381-4591499 oder per E-Mail:  mail@liwu.de; Eintrittspreise: Schüler drei Euro, Erwachsene sechs Euro.

Die nächsten Veranstaltungen im Filmbüro MV

Dienstag, 2. September um 19:30 Uhr der Film des Monats:

GABRIELLE – (K)Eine ganz normale Liebe

Mittwoch, 3. September um 10:30 Uhr im KinderwagenKino

Gabrielle (22) sprüht vor Lebensfreude. Wenn sie singt, vergißt sie alles um sich herum. Bei den wöchentlichen Chorproben trifft sie Martin, in den sie sich verliebt. Doch die aufkeimende Beziehung stürzt ihr Umfeld in helle Aufregung, denn die beiden haben das Williams-Beuren-Syndrom, sind geistig behindert. Gabrielle lebt in einer Wohngemeinschaft. Laurent, ihr Betreuer, und ihre Schwester Sophie unterstützen sie beim Entdecken ihrer Sexualität. Martin hingegen wird von seiner Mutter umsorgt, die sich dagegen ausspricht – erst recht, nachdem die beiden auf Gabrielles Zimmer halbnackt erwischt wurden. Ein Gespräch zwischen allen Beteiligten führt zu keinem Ergebnis… Der Film erzählt von den Sorgen und Nöten, von der Lebenslust und dem Begehren von Gabrielle und Martin, statt der Unterschiede betont er die Gemeinsamkeiten von behinderten und nicht behinderten Menschen auf ungemein berührende, sanfte Weise. (Publikumspreis in Locarno, Eröffnung Filmfest Hamburg 2013, kanadischer Oscar-Beitrag 2014.

CAN 2013, Regie: Louise Archambault, mit Gabrielle Marion-Rivard, Alexandre Landry, Mélissa Désormeaux-Poulin, Vincent-Guillaume Otis, Benoit Gouin u.a., 104 min, ab 6 Jahren, empfohlen ab 14 Jahren, http://www.gabrielle-derfilm.de. Einlass 18:30 Uhr. Getränke, kleine Speisen und Knabbereien stehen bereit. (Eintritt 6 €). http://www.filmbuero-mv.de/de/veranstaltungen/film_des_monats/gabrielle

 

Das weitere Programm

07.10. – 19:30 Uhr / 08.10. – 10:30 Uhr: NYMPH( )MANIAC 1

Donnerstag, 11. September, 19:30 Uhr

VERGISS MEIN NICHT

Filmabend in Kooperation mit der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema Demenz

VERGISS_MEIN_NICHT_01Die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN ist auf Filmtour und besucht im September mit dem Film VERGISS MEIN NICHT auch Wismar. Silke Gajek, die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion wird vor dem Film eine Einführung in das Thema Demenz geben. Das Publikum ist nach dem Film herzlich zum Gespräch eingeladen. Dokumentarfilmer David Sieveking nimmt uns mit auf eine ungemein persönliche Reise seiner Familie. Seine Mutter Gretel leidet an schwerer Demenz. Um seinem Vater etwas Last von den Schultern zu nehmen, zieht David für einige Wochen wieder bei seinen Eltern ein, um seine Mutter zu pflegen, während sein Vater Malte einige Zeit neue Kraft tankt. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter, die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt. Obwohl sich Gretels Krankheit immer wieder deutlich zu erkennen gibt, verliert die Frau nicht ihren Lebensmut und steckt damit auch ihren Sohn an. Durch ihre offene und ehrliche Art lernt David seine Mutter noch einmal ganz neu und von einer ganz anderen Seite kennen. Durch den Film setzt er ein Mosaik seiner Familiengeschichte zusammen, es ist kein Krankheitsfilm, sondern ein Liebesfilm entstanden.

D 2012, Regie: David Sieveking, mit Gretel, Malte, David Sieveking u.a., 92 min, ab 6 Jahren, www.vergissmeinnicht-film.de, Prädikat der Filmbewertungsstelle: Besonders wertvoll. Einlass 18:30 Uhr. Ein reichhaltiges Getränkeangebot, heiß und kalt sowie belegte Brötchen und Knabbereien stehen für Sie bereit. (Eintritt 3 € inklusive Begrüßungsgetränk) Weitere Informationen auch unter www.filmbuero-mv.de und http://www.gruene-fraktion-mv.de. http://www.filmbuero-mv.de/de/veranstaltungen/weitere_kinoveranstaltungen/vergiss_mein_nicht

Mittwoch, 17. September, 19:00 Uhr

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

Filmabend in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wismar in der  Originalfassung mit deutschen Untertiteln

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTERClaude und Marie Verneuil, ein gutsituiertes Ehepaar aus der französischen Provinz, sind liberal und weltoffen. Allerdings endet ihre Toleranz, als drei ihrer vier in Paris lebenden Töchter vor den Traualtar treten: Die eine heiratet einen Muslim, die andere einen Juden und die dritte hat sich in einen Chinesen verliebt. Jedes Familientreffen endet im Streit, bei dem nicht nur Claude seine Vorurteile abfeuert, sondern auch die drei Schwiegersöhne ob ihrer kulturellen Unterschiede aneinander geraten. Als ihre jüngste Tochter ihre Vermählung mit dem Katholiken Charles ankündigt, scheint der sehnlichste Wunsch der Eltern endlich erfüllt. Was Claude und Marie nicht wissen: Charles stammt von der Elfenbeinküste… Der Film handelt vom gewöhnlichen Rassismus, der bekanntlich nicht nur an Stammtischen zu Hause ist. Dank des intelligenten Drehbuchs und der paßgenauen Besetzung ist daraus ein idealer Gute-Laune-Film geworden – und ein Highlight des Kinosommers 2014. Chapeau!

F 2014, O-Titel: Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?, Regie: Philippe de Chauveron, mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Pascal Nzonzi, Elodie Fontan u.a., 97 min, ab 6 Jahren, OmU, www.monsieurclaude.de. Einlass 18:00 Uhr. Getränke, kleine Speisen und Knabbereien stehen bereit. (Eintritt 6 €). http://www.filmbuero-mv.de/de/veranstaltungen/weitere_kinoveranstaltungen/monsieur_claude_und_seine_toechter

SAVE THE DATE

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FiSH – Festival vom 15. – 18. Mai im StadtHafen Rostock

Samstag, 17. Mai, 16:30 Uhr (li.wu. FRIEDA 23)

DER SCHATTEN DES KÖRPERS DES KAMERAMANNS

von Alfred Behrens und Benjamin Dickmann

http://www.filmbuero-mv.de/de/filmfest_wismar/langfilme1/der_schatten_des_koerpers_des_kameramanns

http://www.fish-rostock.de/sehsterne.html#schatten

 

Samstag, 17. Mai, 19:00 Uhr (li.wu. FRIEDA 23)

ANDERSON von Annekatrin Hendel

http://www.filmbuero-mv.de/de/filmfoerderung/gefoerderte_produktionen/anderson

http://www.fish-rostock.de/sehsterne.html

www.itworksmedien.com, www.salzgeber.de

 

Freitag, 16. Mai, 19:00 Uhr (Bühne 602)

ZUGPERLEN von Gregor Eppinger

http://www.filmbuero-mv.de/de/filmfoerderung/gefoerderte_produktionen/zugperlen

http://www.fish-rostock.de/sehsterne.html

Der durch das Land geförderte Dokumentarfilm DER SCHATTEN DES KÖRPERS DES KAMERMANNS von Alfred Behrens und Benjamin Dickmann feierte seine Welturaufführung beim Filmfest Hamburg 2013 und seine MV-Premiere beim Filmfest Wismar im letzten Jahr. Ein Film über das Schreiben, das Erzählen mit dem „Kamerafederhalter“. Der Film handelt vom Schweben zwischen den Zeilen und den Bildern. Ein Brief an einen Freund, der viel zu früh gestorben ist. He was Born to be Wild, Lyriker, Maler, Kämpfer, Maoist 1968. Es geht um den Unzuverlässigen Erzähler, alles ohne Drehbuch, ohne Shot-List. Ein Dokument des technologischen Wandels von Super8 bis HD, holistische Dramaturgie der mehr-medialen Narration. Ein Essay-Film, ein Dokfilm, ein ArtMovie, ein Tagebuch-Film, ein Reisefilm.

Der zweite geförderte Film in der diesjährigen Auswahl, der Dokumentarfilm ANDERSON von Annekatrin Hendel feierte seine Welturaufführung im diesjährigen „Panorama“ Programm der Berlinale. Der zweite Teil ihrer „Verrats-Trilogie“ zeichnet wie zuvor VATERLANDSVERRÄTER (Perspektive deutsches Kino Berlinale 2011, Grimme-Preis 2013) erneut ein ungewohnt vielschichtiges Bild von der Situation der Künstler in der DDR. Es gelingt der Regisseurin, 25 Jahre nach dem Mauerfall, einen neuen Blick auf alte, allzu verhärtete Diskussionen zu werfen.

Eine echte Perle ist der geförderte Kurzfilm ZUGPERLEN von Gregor Eppinger, der polnische Putzfrauen und Haushaltshilfen, die als Hauptverdienerinnen der Familie in Berlin arbeiten, auf ihrem Weg mit dem Zug nach Polen begleitet. Sie sind nicht zuhause, nicht bei der Arbeit, sondern unter sich. Nirgends wird offener und intimer gesprochen, als mit einem Glas Sekt auf einer langen Fahrt durch Vorpommern.