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Equal Pay Day macht auf unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam

balance männer frauen, © fotomek - Fotolia.com21.3.2014 – Erst am heutigen Tag, dem 21. März 2014, haben Frauen rein statistisch gesehen bei gleicher Arbeit das Gehalt von Männern aus dem Jahr 2013 erreicht. Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind noch immer so gravierend, dass Frauen fast drei Monate länger arbeiten müssen, um den Verdienst ihrer männlichen Kollegen zu erhalten. Dieser geschlechtsspezifische Lohn- und Gehaltsabstand (sog. Gender Pay Gap) liegt in Deutschland bei rund 22 Prozent. Frauen sind in Mecklenburg-Vorpommern auf den ersten Blick in geringerem Maße betroffen. Der Gehaltsunterschied bei gleichen Funktionen und Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 6,2 Prozent (2010). Das Lohnniveau in Mecklenburg-Vorpommern liegt allerdings deutlich niedriger als in vielen anderen Bundesländern. Das heißt, Frauen verdienen oft so wenig, dass sie trotz Erwerbstätigkeit zusätzlich aufstockende Leistungen beziehen. Der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Nikolaus Voss wies am Freitag auf die Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung hin. “Es gilt, die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen weiter zu minimieren. Hier dürfen wir nicht nachlassen. Dass Frauen auch aufgrund ihres Geschlechts weniger verdienen, ist eine Ungerechtigkeit, die nicht in die heutige Zeit passt.” Frauen haben oft gleich gute oder höherwertige Bildungsabschlüsse im Vergleich zu Männern. Sie haben umfangreiche Berufserfahrungen und angesichts des Fachkräftemangels benötigt der Arbeitsmarkt insbesondere das Fachkräftepotenzial von Frauen. “Hierzu ist es aber nur gerecht, wenn Frauen ebenso wie Männer entlohnt werden. Daher finde ich Initiativen, die an diesem Aktionstag auf die immer noch bestehende Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen, enorm wichtig”, so Voss.

Welt-Mädchen-Tag am 11. Oktober

Aktionstage laden zu verschiedenen Veranstaltungen ein

Girls-Day, Foto: Joachim Kloock4.10.2013 – Zum zweiten Mal wird  am 11. Oktober 2013 der Welt-Mädchentag begangen. Anliegen des Tages ist, dass Mädchen gegenüber Jungen in weiten Teilen der Welt immer noch stark benachteiligt werden. Auch in Deutschland besteht Handlungsbedarf, die Situation der Mädchen und der jungen Frauen zu verbessern. Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Petra Willert: „Girls’ Day, Equal Pay Day oder Internationaler Frauentag und sogar die Bundestagswahlen zeigen, wo die unterschiedlichen Problemlagen sind. Zum Beispiel, dass Frauen trotz sehr guter Bildungsabschlüsse schlechtere Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten haben und sie auch in Führungsetagen deutlich unterpräsentiert sind“. Um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, soll es in Schwerin Mädchenaktionstage geben. Vom 8. bis 11. Oktober 2013 bieten der Alternative MädchenTreff (A.M.T.) gemeinsam mit der Landeshauptstadt Schwerin unterschiedliche Veranstaltungen an. Die Auswahl reicht von der Aufführung eines  Theaterstückes bis hin zu Themennachmittagen für Mädchen. Die Gleichstellungsbeauftragte Petra Willert  wird am Dienstag, dem 8. Oktober, um 10.30 Uhr im „café oRAAnge“ in der Dr.-Külz-Straße 3 das Theaterstück des Schaulspielkollektiv Lüneburg  „Arm aber sexy“ eröffnen.  Das Stück, das für Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse der Integrierten Gesamtschule Bertolt Brecht mit sich daran anschließender Diskussion aufgeführt wird, setzt sich charmant und witzig mit Konsumorientierung und Statussymbolen auseinander. Es hinterfragt teilweise schablonenhafte Geschlechterrollen und Körperkult. Die Vereinten Nationen haben im Dezember 2011 beschlossen, den 11. Oktober als „International Day of the Girl Child“ zu begehen.