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Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Stadtjubiläum 2018 größte Qualitätsstadt in Deutschland werden

Top in Puncto Angebot und Service – sieben neue Mitstreiter

QualitätsStadt Rostock_Zertifikatsübergabe an 7 neue Mitstreiter_(c) TZRW Joachim Kloock12.7.2017 – Service Qualität rückt immer mehr in das Bewusstsein der Kunden. Das betrifft jedes Unternehmen, welches Kundenkontakt pflegt. Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde hat sich zusammen mit Rostock Marketing auf die Fahnen geschrieben, sich dem Thema verstärkt anzunehmen. Beim Standortmarketing spielen das Angebot und der Service vor Ort eine besonders wichtige Rolle und sind längst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Als Teil der Qualitätsoffensive konnten nun heute sieben weitere Unternehmen durch die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert werden. Um im nächsten Jahr pünktlich zum 800-jährigen Stadtjubiläum den begehrten Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, bedarf es jedoch noch einiger weiterer Mitstreiter. „In den vergangenen Jahren konnten wir die Zahl der Gäste, die ihren Urlaub bei uns an der Ostsee verbringen, stetig steigern. Das Ganze ist jedoch kein Selbstläufer und deshalb versuchen wir, Betriebe zu überzeugen, die Qualität des Services im Unternehmen und damit auch im Ort stetig zu verbessern“, sagte Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock. „Viele Gäste schauen ganz genau auf die Angebote ihres Urlaubsziels, so dass die Servicequalität für uns zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden ist. Umso erfreulicher ist nun, dass sieben weitere Unternehmen bis Anfang Juli zertifiziert werden konnten. Damit sind wir nunmehr bei 26 Teilnehmern angelangt. Um im nächsten Jahr den Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, benötigen wir allerdings insgesamt 50 Betriebe.Deshalb hoffen wir, im Vorfeld des großen Stadtgeburtstages noch einige Unternehmen gewinnen zu können“, so Fromm. Sollte das ehrgeizige Ziel 2018 erreicht werden, wäre Rostock die größte Qualitätsstadt in Deutschland.

Deutschlandweite Initiative für mehr Kundenzufriedenheit

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Deutschen Tourismusverband mit dem Ziel,das Qualitätsbewusstsein in den Unternehmen zu steigern und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern. Kernaspekte stellen dabei die Integration, Motivation und Förderung der Mitarbeiter dar. Die Zertifizierung des branchenübergreifenden Qualitätsmanagementsystems läuft in insgesamt drei Stufen ab, die sich unter den Schlagwörtern Sensibilisierung, Fokussierung und Intensivierung zusammenfassen lassen. Hierfür sind Schulungen der Mitarbeiter notwendig, die den Unternehmen helfen, ihre eigenen Abläufe zu hinterfragen und in der Konsequenz Qualität und Angebot zu steigern. Aktuell gibt es in Deutschland rund 3.200 zertifizierte Betriebe. Seit 2007 ist die Hotel und Gaststätten Marketing GmbH des DEHOGA MV Landeskoordinierungsstelle für die ServiceQualität Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern und konnte bislang in MV über 90 Unternehmen zertifizieren. Die Kosten hierfür beginnen bei 95 Euro und richten sich nach der Größe des Betriebes sowie dem gewählten Leistungspaket. 

Servicequalität genießt bei Unternehmen höchste Priorität

Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Geschäftsführer der Hotel und Gaststätten Marketing GmbH MV, betont die besondere Bedeutung für die Teilnehmer: „ServiceQualität Deutschland ist ein einfach handhabbares und kostengünstiges Qualitätsmanagementsystem mit Mehrwert.Von einer Auszeichnung profitieren nicht nur die Kunden und Gäste, die in Ihren Erwartungen und Wünschen ernst genommen und überrascht werden, sondern auch die Mitarbeiter, die an der Qualitätsoptimierung im Unternehmen aktiv mitwirken und neue Serviceideen einbringen. Aber auch Unternehmer haben Vorteile, da sie durch interne Qualitätsverbesserungen eine starke Bindung der Gäste und Mitarbeiter an den Betrieb erreichen. Davon profitieren alle Seiten.“ „Wir begleiten die Initiative mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit und veranstalten regelmäßig Informationsveranstaltungen. Momentan stehen wir im engen Kontakt zu den Ämtern der Hansestadt, um diese von einer Teilnahme zu überzeugen, schauen aber selbstverständlich auch bei uns selbst, was wir verbessern können. Die nächsten Schulungstermine sind für September und November diesen Jahres geplant“, informierte Matthias Fromm, der hofft, dass weitere Betriebe dem Aufruf folgen. Neben der Verbesserung des eigenen Angebotes profitieren die Unternehmen außerdem von dem branchenübergreifenden Netzwerk und der Möglichkeit der Durchführung eines Mystery Checks, der in Zusammenarbeit mit Julia Kaufmann von Kaufmann &Kirner – mystery shopping and more angeboten wird. Regelmäßig werden Treffen aller Teilnehmer abgehalten und auch zwischen den einzelnen Kommunen erfolgt ein reger Austausch. Von den 26 bisher in Rostock zertifizierten Betrieben befinden sich 10 in den Seebädern.

Neu hinzu gekommen bzw. rezertifiziert worden sind folgende Unternehmen: AFZ Aus- undFortbildungszentrum Rostock, Ankes Restaurant und Pension, BVCD Camping-Akademie, Bundesverband der Campingwirtschaft Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD/MV), MV-IT-Systeme, PINAX Werbemedien und Sorglos-Urlaub vom Institut für Bildung und Gesundheit. Zu den bereits zuvor zertifizierten Unternehmen gehören unter anderem der Zoo Rostock, die Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft und das Hotel NEPTUN.

Was im Jahre 2001 seinen Anfang nahm,ist nun dank der Initiative ServiceQualität Deutschland ein bundesweit bereitgestelltes, dreistufiges System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente. Kleinen und mittleren Betrieben im Hotel-,Gastronomie- und Tourismusbereich sowie Dienstleistungsunternehmen bietet die Initiative ein einfaches Qualitätsmanagementsystem, das hilft, die Qualität des Betriebs kontinuierlich zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner.Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon. Die geprüften Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen,dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität arbeiten und diese nachhaltig verfolgen. Für Endverbraucher ist es die Sicherheit, einem nach geprüftem Qualitätsstandard zertifizierten Betrieb vertrauen zu können.  

WeitereInformationen

www.q-deutschland.de

www.servicequalitaet-mv.de

www.rostock.de/qualitaetsstadt.html

Bildunterschrift: QualitätsStadtRostock, Übergabe der Zertifikate ServiceQualität Deutschland an sieben neue Unternehmen, Foto: Joachim Kloock

Bundesbank veröffentlicht Goldbarrenliste

Deutschland hat weltweit zweitgrößte Goldreserve

Goldbarren, Foto: Gemeinfrei

Goldbarren, Foto: Gemeinfrei

Deutschland hat im Oktober 2015 eine Liste über ihren Goldbarrenbestand an ihren vier Lagerorten Frankfurt, London, Paris und New York veröffentlicht. Die Liste enthält die Barrennummern, Inventarnummern, das Brutto- und Feingewicht sowie die Feinheit des Goldes. Diese Informationen nutzt die Bundesbank für die Lagerhaltung der Barren und zur Bilanzierung ihres Goldbestandes. Die Goldbarrenliste wird künftig einmal jährlich auf der Website der Deutschen Bundesbank aktualisiert. Ende 2014 waren diese Goldbestände etwa 107 Milliarden Euro wert, rund 3.384 Tonnen Gold sind im Besitz der Bundesbank. Deutschland verfügt damit über den weltweit zweitgrößten Goldbestand nach den Vereinigten Staaten. Der Goldbestand stellt zwei Drittel der deutschen Währungsreserven dar. Die Bundesbank hält und verwaltet den Goldbestand als Teil der Währungsreserven. Da die Deutsche Bundesbank Gold mit Ausnahme der jährlichen Goldverkäufe an das Bundesministerium der Finanzen (BMF) für das Prägen von Goldmünzen keine weiteren Verkäufe oder auch Zukäufe vornimmt, entwickelt sich der Bestand der deutschen Goldreserven nahezu konstant.  Durch die Goldverkäufe an das BMF verminderte sich der Goldbestand in den letzten Jahren um drei bis sechs Tonnen Gold pro Jahr.

Mit dem Stichtag 31. 12. 2014 lagerten 35% der deutschen Goldreserven in Frankfurt, 43% in New York, 13% in London und die restlichen 9% in Paris. Diese Lagerung wird sich jedoch verändern: „Spätestens 2020 wird die Hälfte der deutschen Goldreserven in Deutschland lagern“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Dazu werden seit dem Jahr 2013 schrittweise 374 Tonnen Gold von Paris und 300 Tonnen Gold von New York nach Frankfurt/Main verlagert. Künftig werden dann 50% der deutschen Goldreserven in Deutschland liegen, 37% bei der US-amerikanischen Zentralbank FED und 13% bei der Bank of England bleiben. Da Frankreich wie Deutschland zum Euro-Währungsgebiet gehören, wird im Zuge der Umlagerung der Platz bei der Banque de France aufgelöst.

Quelle: Bundesbank.de

Magazin wirbt um Golfurlauber in MV

Titel Golfmagazin MV, Quelle: Presse WM M-VNeue Zielgruppen für unser Land begeistern

9.1.2015 – Das Wirtschaftsministerium wirbt mit einem 100-seitigen Magazin „Golf …hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“ für mehr Golffaszinierte und Golfinteressierte. „Wir wollen gezielt Golfsportler für unser Bundesland begeistern. Darüber hinaus geht es auch darum neue Gäste-Zielgruppen auf unser Land aufmerksam zu machen. Golf ist keine Randsportart und im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern haben wir hervorragende Bedingungen zum Ausüben des Sports“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag.

Golfbroschüre wirbt mit authentischen Gesichtern

In bebilderten Berichten aus allen Regionen des Landes werden Golfplätze in dem Magazin präsentiert. Investoren und Betreiber berichten in anschaulicher Art und Weise, warum sie in Mecklenburg-Vorpommern investiert haben. Prominente, wie beispielsweise Fußball-Legende Uwe Seeler oder der Golf-Bundestrainer Ulrich Zilg, erzählen in Interviews, warum Golfen für sie so faszinierend ist und was sie an unserem Land begeistert. Der Direktor der orthopädischen Universitätsklinik Rostock Professor Dr. Wolfram Mittelmeier berichtet, warum Golf gut für den Körper ist. In dem Magazin wird auch die Geschichte des Golfsports in Deutschland skizziert.

Golfsport ist Wirtschaftsfaktor in MV

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 17 Golfplätze. Rund 15.000 Golfer sind als Mitglieder in den Golfvereinen organisiert. „Der Golfsport ist nicht nur von touristischer Bedeutung. Er wird als Arbeitsmarkt und Wirtschaftsfaktor zunehmend bedeutender. Die Übernachtungen der Golfer sind in den vergangenen Jahren um 35 Prozent gestiegen“, so Glawe weiter. 2006 hatte MV rund 260.000 Übernachtungen von Golfspielern. Inzwischen zählt das Land ca. 400.000 Übernachtungen pro Jahr „Die Tendenz ist weiter steigend. Golf trägt zu einer Attraktivitätssteigerung des Freizeitangebotes einer Region bei. Die Verweildauer der Gäste wird verlängert. Für regionalen Anbieter sind ´Schnupper-Golfspieler´ interessant, die erst während des Urlaubs Golf ausprobieren wollen“, betonte Glawe. Zu den für MV interessanten Quellmärkten gehört unter anderem Skandinavien, Mittel- und Norddeutschland sowie auch der Großraum Berlin.

Golfplätze im Land sind gut erreichbar

„Die Golfplätze im Land verfügen weitgehend über verkehrsgünstige Anbindungen an Autobahnen und an den Fährverkehr. Die Plätze sind leicht erreichbar. Bevorzugt wird von den Golftouristen auch die Vor- und Nachsaison. Das trägt zur Saisonverlängerung im Land bei. Die Skandinavier können beispielsweise im Vergleich zu ihren Heimatländern bei uns im Land bereits einen Monat früher und auch einen Monat länger Golf spielen“, sagte Glawe abschließend. Auf einigen Plätzen des Landes wird sogar ganzjährig gespielt, wie zum Beispiel in Kaschow. Auch der Golfclub Mecklenburg-Strelitz e.V. hat ganzjährig geöffnet.

Golfmagazin zum Download

Das Golf-Magazin ist in deutscher Sprache erschienen. Es ist in Zusammenarbeit mit dem Golfverband MV und dem Tourismusverband MV entstanden und liegt bereits in zweiter Auflage vor. Es kann auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums unter www.wm.regierung-mv.de (Punkt „Publikationen“ – linke Spalte – dann Punkt: „Tourismus“ auswählen) heruntergeladen werden.

Tourismuszentrale Rügen startet Kampagne zum Jubiläum „25 Jahre Deutsche Einheit“

Tourismuszentrale Rügen startet Kampagne zum Jubiläum „25 Jahre Deutsche Einheit“TMV – Nach dem Mauerfall in die Reisefreiheit. Deutschland feiert im Jahr 2015 „Silberhochzeit“: 25 Jahre Deutsche Einheit. Die Tourismuszentrale Rügen (TZR) erinnert mit der Kampagne „#25JAHRE“ an jene Zeit vor und nach dem Mauerfall. Wie haben die Menschen auf Rügen, Ummanz und Hiddensee die gesellschaftliche Wende erlebt? Wie war ihr Leben in der DDR – an der unsichtbaren Mauer, die Ostsee hieß? Und wie ging es im neuen und vereinten Deutschland für sie weiter? Rügen hat sie: Menschen mit ihren spannenden Geschichten, authentisch, ehrlich, emotional, überraschend. Jede Woche des neuen Jahres steht für eines dieser 52 Gesichter, die immer freitags in Kurzfilmen auf dem Youtube-Kanal und im Blog www.wirsindinsel.de gezeigt werden: Plattdänzer und Plattschnacker, „Ureinwohner“ und Neurüganer, Sänger, Künstler, Mitgestalter, der Wetterfrosch, der Nachbar und die Nachbarin. Spannende Geschichten, die zeigen, wie tief so manche Wurzel in die Rügener Geschichte hineinreicht, die erzählen, was Glück und Heimat bedeuten und wie sich Zeiten und Menschen ändern, ob Wünsche und Träume wahr wurden oder Hoffnungen sich vielleicht doch nicht erfüllt haben. „#25JAHRE“ ist ein Projekt voller Emotionen, ein Stück bewahrter Zeitgeschichte, das am 2. Januar 2015 startet. Weitere Aktionen sind im Jubiläumsjahr geplant: Im Wanderfrühling (16. bis 26. April) begeben sich die Teilnehmer auf eine Zeitreise, lernen geheime Orte kennen, treffen Zeitzeugen, erfahren auch in Vorträgen und Ausstellungen mehr über die Entwicklung Rügens in der vergangenen 25 Jahren. Und auch während der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern (Juni bis September) werden auf der Insel unerhörte Orte ins richtige Licht gerückt – wie Prora. Und dem Binzer Landbaumeister, Architekten und Visionär Ulrich Müther, der mit seinen futuristischen Hyparschalen ein Stück Architekturgeschichte mitgestaltet hat, werden die Festspiele ihre besondere Referenz erweisen.

Land als Stifter: Unterstützung beim Aufbau des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

Mecklenburg-Vorpommern leistet Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Raubkunst in Deutschland

Staatliches Museum Schwerin, 23. April 2008, Foto:  by Niteshift, Wikimedia Commons23.12.2014 – Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich am Aufbau des neuen „Deutschen Zentrums Kulturgutverluste“ in Magdeburg. Die gemeinsame Stiftung bürgerlichen Rechts wird von Bund, Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden getragen. Das Zentrum soll von 2015 an arbeiten und hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern setzt durch seine Beteiligung am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste ein Zeichen und leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Raubkunst in Deutschland“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Mit dem neuen Zentrum wird es uns gemeinsam gelingen, die Provenienzforschung zur NS-Raubkunst zu bündeln, zu stärken und auszubauen sowie die Kommunikation mit und zwischen allen Akteuren weiter zu verbessern. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste soll ein Stiftungsvermögen von 50.000 Euro haben. Der Bund will 25.000 Euro übernehmen, Mecklenburg-Vorpommern und alle anderen Länder werden jeweils 1.500 Euro, die kommunalen Spitzenverbände 1.000 Euro aufbringen. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, die Kulturministerinnen und Kulturminister der Länder sowie Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände haben im Oktober 2014 die Gründung des Zentrums beschlossen. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste wird die Koordinierungsstelle Magdeburg und die Arbeitsstelle für Provenienzforschung unter einem Dach vereinen, weitere zentrale Institutionen der Provenienzforschung einbinden und die dezentrale Suche nach NS-Raubkunst weiter ausbauen und noch besser vernetzen.

Die neue Einrichtung fungiert als zentrale Ansprechpartnerin für Kultureinrichtungen und Privatsammlerinnen und Privatsammler, Erbinnen und Erben aus dem In- und Ausland. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste erhält neben Beiträgen aller Stifter zum Stiftungskapital jährliche Zuwendungen von Bund und Ländern. Mecklenburg-Vorpommern wird die neue Einrichtung jährlich mit insgesamt ca. 22.800 Euro unterstützen. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat von den Anstrengungen selbst profitiert“, erklärte Minister Brodkorb. So sei ein seit dem Zweiten Weltkrieg verschollenes Gemälde aus dem Staatlichen Museum Schwerin in England entdeckt worden. Die „Büßende Maria Magdalena“ des spanischen Barockmalers Sebastián de Llanos y Valdés (1605 – 1677) sei dem Auktionshaus Cristie´s angeboten worden. Da das Schweriner Museum den Verlust des Gemäldes in der Datenbank „Lost Art“ eingestellt hatte, nahm das Auktionshaus Kontakt zum Museum auf. In diesem Jahr bekam das Staatliche Museum Schwerin bereits das kriegsvermisste Bild „Zwei Kinder im Park“ aus den USA zurück. Das nicht signierte Gemälde, das dem Maler Adriaen Hanneman (1603 – 1671) – möglicherweise ein Schüler van Dycks – zugeschrieben wird, war vom FBI in New Orleans im US-Staat Louisiana in Privatbesitz gefunden. „Wie wichtig die Provenienzforschung und die Klärung der Herkunft von NS-Raubkunst ist, können Besucherinnen und Besucher derzeit im Staatlichen Museum Schwerin erleben Die Ausstellung ‚Kunstraub – Raubkunst‛ widmet sich der Provenienzforschung und zeigt auf, wie schwierig es in bestimmten Fällen sein kann, rechtmäßige Besitzer zu ermitteln“, sagte Kulturminister Brodkorb.

Weitere Informationen: www.bundesregierung.de  und  www.museum-schwerin.de

Bad Doberaner Klostermauer wird saniert

Sanierungsmaßnahmen werten die Klosteranlage als touristischen Ausflugsort weiter auf

Münster Bad Doberan, Foto: Joachim KloockAnlage des Münster Bad Doberan, Foto: Joachim KloockMünster Bad Doberan, Foto: Joachim Kloock15.12.2014 – Die Stadt Bad Doberan (Landkreis Rostock) plant, weitere Teile der Klostermauer am Bad Doberaner Münster zu sanieren. Die das Klostergelände umfassende Mauer hat eine Gesamtlänge von etwa 1.400 Metern und eine Höhe von durchschnittlich zweieinhalb Metern. Sie gilt als die längste fast vollständig erhaltene Backstein-Klostermauer in Deutschland. „Die Klosteranlage in Bad Doberan ist eine touristische Attraktion und zieht jedes Jahr viele Besucher aus Nah und Fern an. Es ist wichtig, dieses historische Bauensemble zu erhalten. Dazu gehört es auch, die Backsteinmauern zu sanieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Das Vorhaben sieht vor, die Mauer im Bereich am Althöfer Bach und den steinernen Bogen über dem Wallbach zu modernisieren. Um die Bogensanierung durchführen zu können, soll die an der Außenseite der Klostermauer vorhandene, baulich desolate Brücke abgerissen und in einem Abstand von etwa zweieinhalb Metern neu errichtet werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist für das Jahr 2015 vorgesehen. „Mit der Ausbesserung der Ringmauer wird die Klosteranlage als Ganzes noch weiter aufgewertet und verschönert“, so Glawe weiter. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von rund 191.000 Euro. Insgesamt betragen die Kosten rund 366.000 Euro. Mit Unterstützung der Städtebauförderung konnten in Bad Doberan neben Maßnahmen im Klosterbereich unter anderem die Sanierung des ehemaligen Amtshauses am Kloster und die Schule Am Kamp sowie ein Großteil der Straßen realisiert werden.

Die Liebe begann nicht mit einem Korb

Zaher_Original, Foto/Quelle: EBC RostockEBC/5.12.2014 – Seit Jahren ist die Integration von ausländischen Mitbürgern in die Gesellschaft ein großes Thema, welches in Politik und Wirtschaft für viel Diskussionsbedarf sorgt. Politiker, soziale Einrichtungen, Toleranz- und Integrationsorganisationen entwickeln Tag für Tag neue Konzepte, um jungen Menschen den Einstieg in die unsere Gesellschaft zu erleichtern. Auch der EBC Rostock unterstützt solche Projekte seit mehreren Jahren und gibt ausländischen Mitbürgern ein neues Zuhause. Integration durch Sport heißt Teilen der Leidenschaft zum Ball und Vermittlung der Gefühle von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Heute interviewt Tobias Hahn, Pressewart des EBC Rostock, einen ganz besonderen Menschen, der sein Land Syrien verließ und durch den Sport eine neue Heimat fand.

Tobias: Zaher, was hat dich dazu bewegt, dein Heimatland zu verlassen und nach Deutschland/ Rostock zu kommen?
Zaher: Mein Bruder lebt bereits seit 12 Jahren in Deutschland und hat sich hier ein neues Leben aufgebaut. Letztendlich war er es, der mich dazu bewogen hat, nach Deutschland zu kommen, um mein Studium hier zu beenden.

Ist der Rest deiner Familie noch in Syrien und hast du Geschwister?
Mein Vater und meine vier Schwestern leben noch in Syrien. Wir sind eine große Familie mit einem großen Anteil an weiblichen Hormonen.

Wie ist das Leben in Syrien?
Vor der Krise war vieles besser. Momentan herrscht leider ein heilloses Durcheinander. Werte gehen verloren und wirtschaftliche Ressourcen werden über das menschliche Wohl gestellt. Meine Heimat hat sich verändert. Dennoch ist uns Eines geblieben: Die Familie. Auch wenn die Welt Kopf steht, die Familie ist das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens in Syrien. Häufige Besuche und Einladungen zu Mahlzeiten unter den Familienmitgliedern sind ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens und machen alles ein wenig erträglicher.

Wie bist du zum Basketball gekommen?
Meine Liebe zum Ball begann nicht mit einem Korb, sondern mit einem Tor. In meiner frühsten Kindheit war ich Spieler in einem Fußballverein. Da ich ein sehr dynamisches Kind war und viele Verletzungen vom eifrigen Spielen mit nach Hause brachte, motivierte mich meine Mutter, zum Basketball zu wechseln. Sie dachte wohl, dass diese Sportart ungefährlicher wäre. Für mich entwickelte sich das Ganze zum Vorteil, denn ich entdeckte meine Liebe zum ORANGENEN Leder und spielte zuletzt bis zu meinem Umzug nach Deutschland in der A- Jugend.

Wie ist die Entwicklung des Basketballs in deinem Land? Ist es dort auch eine Sportart, die gerne betrieben wird?                               Vor der Glaubenskrise waren das Bewusstsein und die Leidenschaft des Volkes für Sport viel intensiver ausgeprägt. Unsere U19-Nationalmannschaft hatte sich sogar für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Basketball ist generell die zweitbeliebteste Sportart in Syrien und zählt oft zu den Grundsportausbildungen in Schulen. Auch die Freizeitbeschäftigung vieler junger Leute wird vom Basketball dominiert.

Spielt noch jemand aus deiner Familie Basketball?
Mein Bruder hat früher auch gespielt. Er hat diese Sportart dann aber aufgegeben, um sich dem Turnierreiten zu widmen.

Wie bist du zum EBC Rostock gekommen oder auf den Verein aufmerksam geworden?
Ein Freund von mir, welcher halb deutsch, halb Syrier ist, hat vor geraumer Zeit bei den EBC Talents gespielt. Um mich zu integrieren und neue Menschen kennenzulernen hat er mich einmal zum Training mitgenommen. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich habe gemerkt, dass die Akzeptanz fremder Nationalitäten unter Sportlern zunächst viel höher zu sein scheint als in der normalen Öffentlichkeit. Jedenfalls war es für mich einfacher, neue Menschen kennenzulernen. Der Trainer der Talents hat mich dann an die Herren 5 empfohlen, wo ich seit geraumer Zeit fester Bestandteil des Teams bin. Alle Mitspieler sind sehr freundlich zu mir und die erfahrenen Spieler geben mir viele Ratschläge, wie ich mein Spiel stetig verbessern kann.

Vermisst du deine Heimat manchmal?
Eigentlich nicht, da ich denke, hier eine neue Heimat gefunden zu haben. Das Einzige, was ich wirklich vermisse, ist das leckere syrische Essen.

Wie fühlst du dich in Rostock?
Ich wohne hier seit 4 Jahren und fühle mich wirklich sehr wohl.

Möchtest du in Zukunft in Deutschland/Rostock bleiben?
In Deutschland ja. Ob es bei Rostock bleibt, kann ich heute leider noch nicht sagen. Zunächst einmal möchte ich mein Studium beenden und dann schaue ich, wo ich eine interessante Arbeit finde. Vielleicht sogar in Rostock.

Würdest du dich auch im Verein engagieren?
Ja, gern. Ich habe ja früher schon einmal als Trainer im Basketball gearbeitet und die Kinder und Jugendlichen an der Borwinschule unterrichtet. Ich war Mitglied im Verein SV Fortuna Rostock. Ein Verein für Jung und Alt, der durch seine Vielseitigkeit der Sportarten besticht.

Was sind deine Ziele in den nächsten Jahren?
Ich wünsche mir sehr, nach dem Studium einen guten Job zu finden und weiterhin Basketball spielen zu können.

Was bedeutet Integration durch Sport für dich?
Sport ist für mich eine ideale Kontakt- und Kennenlernmöglichkeit. Hier sollten kulturelle Vorurteile abgebaut und unabhängig von etwaigen Sprachschwierigkeiten miteinander kommuniziert werden.

Tobias: Danke Zaher für das Gespräch und weiterhin alles Gute.