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Servicecenter Kultur in Rostock wird im Jahr 2017 weitergeführt

Ministerin Birgit Hesse: 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern können weiterhin auf die Unterstützung des Servicecenters Kultur in Rostock zählen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die KARO gAG haben sich darauf verständigt, die Beratungsstelle im kommenden Jahr weiterzuführen. Insbesondere ehrenamtliche Kulturakteure, kleine Kulturträger und Kulturinitiativen können dort bei der Fördermittelakquise beraten werden und erhalten wichtige Hinweise zum Antragsverfahren. „Das Beratungsangebot wird von den Kulturschaffenden sehr gut angenommen. Das Servicecenter Kultur hat insgesamt 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt. Auch die Sprechtage in allen Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten fanden großen Zuspruch“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Servicecenter Kultur hilft beiden Seiten: Die Kulturschaffenden erhalten dort eine ausführliche und kompetente Beratung. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies eine wichtige Unterstützung ihrer eigenen Beratungstätigkeit und bei der Bewältigung der knapp 450 Fördermittelanträge pro Jahr“, so Hesse. Ansprechpartner im Servicecenter Kultur ist Hendrik Menzl. Menzl wurde in Rostock geboren, ist Dipl. Medienwirt (FH) und war für die Initiative Musik gGmbH und dem VUT e. V. (Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen) tätig. Außerdem hat er für die Berliner Künstleragentur Audiolith gearbeitet. „Hendrik Menzl ist ein sehr guter Gesprächspartner für die Kulturschaffenden bei uns im Land. Ich danke ihm für seine bisherige Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg. Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände kann ich bei Fragen zur Kulturförderung und zum Antragsverfahren nur empfehlen, sich an Herrn Menzl zu wenden“, sagte Kulturministerin Hesse.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock. Tel.: 0381-2035409, E-Mail: servicecenter@karo.ag, http://servicecenter-kultur.de

 

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Unterstützung beim Durchbrechen des Kreislaufes von Demütigung und Gewalt

5.2.2014 – Gleichstellungsministerin Birgit Hesse hat am Donnerstag das Frauenhaus in Schwerin und die dortige Beratungsstelle besucht. Opfer von häuslicher oder sexualisierter Gewalt finden dort wie in den 27 anderen Anlaufstellen des Landes Hilfe. Die Ministerin informierte sich bei ihrem Besuch über die Arbeit vor Ort und zog eine positive Bilanz für die Beratungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.  Demnach erhielten 3.779 Erwachsene (davon 3.531 Frauen) durch 28 Beratungs- und Hilfeeinrichtungen Schutz und kostenlose professionelle Hilfe. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es 3.855 Erwachsene. Von den 248 Männern haben 32 die Beratungsstellen freiwillig aufgesucht haben. Den anderen Männern wurde von der Polizei der Kontakt zu einer Beratungsstelle angeboten. 290 Betroffenen der 3.779 Erwachsenen wurden als Betroffene von sexualisierter Gewalt begleitet und unterstützt. Meist waren es Frauen, die aufgrund von sexuellen Missbrauchserfahrungen in der Kindheit, aufgrund von Leidensdruck durch Vergewaltigung und sexueller Nötigung, sexueller Belästigung im Alltag, am Telefon oder am Arbeitsplatz die Beratungsstellen aufsuchten. In 210 Fällen wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen beraten. „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist auf das Schärfste zu verurteilen! Die Mitarbeiterinnen in den Beratungsstellen helfen nicht nur im konkreten Einzelfall. Ihre Arbeit trägt auch dazu bei, das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit zu transportieren. Sie haben ihren Anteil daran, wenn weniger weggesehen wird“, sagte Ministerin Hesse.

2013 waren 3.196 Kinder und Jugendliche von häuslicher Gewalt betroffen. Zum Vergleich: 2012 waren es 3.026. Sie haben die Gewalt zwischen ihren Eltern miterlebt, gegebenenfalls einen Polizeieinsatz gesehen und gehört. 288 Kinder und Jugendliche haben gemeinsam mit ihren Müttern Schutz in den neun zur Verfügung stehenden Frauenhäusern gefunden. Durch fünf Mitarbeiterinnen erhalten Kinder und Jugendliche eine eigenständige psychosoziale und kostenlose Beratung und Unterstützung. Durch die landesweit tätige Fachberatungsstelle für Menschenhandel und Zwangsverheiratung kurz: ZORA wurden im Jahr 2013 in Mecklenburg-Vorpommern fünf Fälle von Minderjährigen bekannt, die Betroffene von Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution wurden. Weitere 21 Erwachsene, die ökonomisch und sexuell ausgebeutet wurden, erhielten durch ZORA Beratung und Begleitung. In den Täterberatungsstellen für Fälle von häuslicher Gewalt und Stalking wurden im Jahr 2013 285 Täterinnen und Täter beraten. Dies ist eine erhebliche Steigerung zum Vorjahr. In 2012 waren es lediglich 226 Personen. Grund für die Zunahme der Fallzahlen ist die Neueröffnung der Täterberatungsstelle in Greifswald zum 01. Juni 2013.