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Erstmals Stipendien an Medizinstudierende in Rostock übergeben

Stipendien sollen Entscheidung für Mecklenburg-Vorpommern als Lebens- und Arbeitsort erleichtern

Universitätsklinik Rostock, 16. 1. 2013, Foto: Joachim Kloock

Universitätsklinik Rostock, Foto: Joachim Kloock

21.3.2018 – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute in Rostock die ersten Medizin-Stipendien des Landes an 16 Studierende der Universitätsmedizin Rostock übergeben. „Die Studierenden haben eine wichtige Entscheidung für ihre persönliche Lebensplanung getroffen und bleiben nach Aus- und Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Aber es ist auch eine wichtige Entscheidung für unser Land. Im Bereich der ärztlichen Versorgung sind wir deutschlandweit im Wettbewerb um die Medizinabsolventen. Mit Hilfe der Stipendien wollen wir die Entscheidung für Mecklenburg-Vorpommern als Lebens- und Arbeitsort erleichtern und zugleich dazu beitragen, eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung im Land flächendeckend und nachhaltig sicherzustellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Attraktive Arbeitsplätze für Mediziner im Land

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Hausärzte (Stand Januar 2018) tätig, davon sind 120 hausärztliche Pädiater. Dabei sind 35 Prozent der Allgemeinmediziner und Kinderärzte 50 bis 59 Jahre alt, werden wahrscheinlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. „Mecklenburg-Vorpommern ist vielleicht etwas mehr als andere Bundesländern vom demografischen Wandel betroffen. Da die anspruchsvolle Ausbildung eines Arztes Zeit braucht, wollen wir rechtzeitig gegensteuern und aufzeigen, dass wir attraktive Arbeitsplätze für Mediziner im Land haben“, sagte Glawe.

Arzt in ländlichen Regionen oder Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitsdienst – Stipendiaten haben die Wahl

Das Wirtschaftsministerium gibt an Medizinstudierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, ein Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich längstens für einen Zeitraum von vier Jahren und drei Monate aus. Insgesamt stehen mindestens eine Million Euro für das Programm zur Verfügung. Die Medizinstudierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen, sei es ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns, ärztlich tätig zu sein. Zu den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes gehören unter anderem die Überwachung von Einrichtungen in Bezug auf die Einhaltung hygienischer und gesundheitsrechtlicher Vorschriften, die Durchführung der öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen sowie die Erstellung von amtsärztlichen Gutachten, Zeugnissen und Bescheinigungen, soweit solche gesetzlich vorgeschrieben sind. „Der öffentliche Gesundheitsdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitswesens. Die Mitarbeiter übernehmen in ihrer Tätigkeit Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung“, sagte Glawe.

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe hat mit Partnern den Startschuss für ein innovatives Modell der Patientenversorgung gegeben

Modellprojekt leistet Pionierarbeit – Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung wird digital – bruchfreier Informationsaustausch zwischen Ärzten möglich

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

19.3.2018 – Heute ist in Torgelow und Ueckermünde der nächste Schritt in der vernetzten Patientenversorgung für die Uecker-Randow-Region vorgestellt worden: der Einstieg in den digitalen Datenaustausch von ambulant tätigen Haus- und Fachärzten in ein Krankenhaus. „Durch den digitalisierten Gesundheitsdatenaustausch können Informationen der Patienten bruchfrei ausgetauscht werden. Fehler können vermieden und die Behandlung deutlich verbessert werden. Denn: der Übergang von der ambulanten zur stationären Versorgung ist im Hinblick auf Behandlungsfehler oder Doppelbehandlungen, gerade auch in Bezug auf die Medikation, eine kritische Situation. Im ländlichen Raum ist die digitale Vernetzung vor allem nötig. Das ist ein innovativer Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserem Flächenland“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. In praxisnahen Tests in den beteiligten Arztpraxen und Kliniken hat das digitale Netzwerk seine Funktionsfähigkeit heute unter Beweis gestellt. Das System kann jetzt für die Einschreibung der Patienten genutzt werden.

Wirtschaftsminister hat Startschuss für digitalen Gesundheitsdatenaustausch gegeben

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit den Projektpartnern rund um das digitale Gesundheitsnetzwerk in einer Hausarztpraxis in Torgelow den symbolischen Startknopf für die digitale Einschreibung der Patienten gedrückt. Darüber hinaus hat er sich im AMEOS Klinikum Ueckermünde über die beispielhafte Durchführung des Modellprojektes informiert. Durchgeführt wird das Projekt vom Ärztenetzwerk HaffNet, der AOK Nordost, der Kassenärztliche Vereinigung M-V (KVMV) und der AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Vernetzung und Koordination von ambulanten und stationären Versorgungsleistungen. „Die Akteure vor Ort tragen gemeinsam zur Verbesserung der regionalen Versorgung vor Ort bei. Die Umsetzung erleichtert die Zusammenarbeit für Ärzte und Patienten gleichermaßen“, so Glawe weiter.

Digitales Aufnahme- und Entlassmanagement

Künftig soll das Aufnahme- und Entlassmanagement ausschließlich digital erfolgen. Dazu haben die Vertragspartner einheitliche Aufnahme- und Entlassungsbögen entwickelt, die alle relevanten Daten eines Patienten – wie etwa Vorerkrankungen und die aktuelle Medikation – enthalten. Ziel ist es, den Klinikaufenthalt eines Patienten vorzubereiten und seine Anschlussversorgung zu organisieren. Bisher erfolgte die Übermittlung der Daten via Fax oder auf dem persönlichen Weg über den Patienten. Mit dem neuen Gesundheitsnetzwerk läuft die vernetzte Versorgung nun per Mausklick. Mit der Zustimmung des Patienten können die Ärzte bei einer geplanten stationären Behandlung relevante medizinische Patienteninformationen direkt und digital miteinander austauschen. In der digitalen Patientenakte sind darüber hinaus weitere Informationen enthalten: Notfalldatensatz, Medikationsplan und Impfpass.In einer nächsten Ausbaustufe sollen weitere Informationen angeboten werden. Die integrierte Zusammenarbeit zwischen ambulanten Haus- und Fachärzten und dem AMEOS Klinikum Ueckermünde richtet sich an 6.000 AOK-Versicherte in der Uecker-Randow-Region.

Auswirkungen der Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung

Die Digitalisierung wird Auswirkungen auf unterschiedlichste Aspekte der Gesundheitsversorgung haben. „Sektorenübergreifende Ansätze werden deutlich einfacher. Eine schnelle Informationsvermittlung über Sektoren- und Institutionsgrenzen stärkt die interdisziplinäre und professionsübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten in einer Region. Damit verbunden sind Verbesserungen der Versorgungsqualität. Auch der Aspekt der Patientenorientierung wird gestärkt. Über die Bereitstellung der Daten für Patienten können sich diese noch aktiver einbringen“, erläuterte Glawe. „Ebenso ist die Digitalisierung für eine Neuausrichtung der Berufsbilder und die Zusammenarbeit der ärztlichen und nichtärztlichen Professionen von Bedeutung. Sie erfordert neue Fähigkeiten und sie ermöglicht die eng abgestimmte Zusammenarbeit über Distanzen.“

Hochwertige Gesundheitsversorgung aufrechterhalten

Bei dem Modellprojekt ist das Ziel, für die Menschen in der Versorgungsregion Uecker-Randow die bedarfsgerechte wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. „Die Arbeit für medizinische und nicht medizinische Fachkräfte wird im Rahmen der Kooperation vielfältiger und attraktiver. Arbeitsplätze werden gesichert, Ausbildungsmöglichkeiten werden interessanter. Eine gut aufgestellte Gesundheitsversorgung macht eine Region attraktiv für Fachkräfte aber auch für Gäste. Beides kommt der Region als Wirtschaftsstandort zugute“, betonte Gesundheitsminister Glawe.

Gesundheitswirtschaft ist Wachstumsmotor in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Gesundheitswirtschaft in ihrer Gesamtheit zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen. Auf Initiative der BioCon Valley® GmbH wurde in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Studie „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ (2015) erstellt. Darin wurden erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes beträgt ca. 15,3 Prozent. Darüber hinaus generiert ein Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft zusätzliche 1,16 Euro in anderen Branchen des Bundeslandes. In der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns sind rund 148.000 Erwerbstätige (ca. 19,9 Prozent des Gesamtarbeitsmarktes) beschäftigt. „Jeder fünfte Arbeitsplatz befindet sich bei uns in der Gesundheitswirtschaft. Die Gesundheitswirtschaft ist ein Wachstumsmotor bei uns im Land. Der Gesundheitsmarkt bietet angesichts der demografischen Veränderungen und des steigenden Bewusstseins um das eigene Wohlbefinden noch riesige Chancen für innovative Ideen“, so der Minister. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 werden für die Förderung von Projekten der Gesundheitswirtschaft rund zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, Bild- und Videomaterial finden Sie in der digitalen Pressemappe der AOK: https://nordost.aok.de/inhalt/vernetzte-versorgung-digital/

Das härteste Radrennen der Welt

Drei Ärzte stellen sich der Herausforderung

Das RACE ACROSS AMERICA

Auf zur RACE ACROSS AMERICA, Foto: Joachim Kloock

Auf zur RACE ACROSS AMERICA, Foto: Joachim Kloock

Es ist bekannt als das härteste Radrennen der Welt. Auf einer Gesamtlänge von über 5.000km und 50.000 Höhenmetern von der Westküste zur Ostküste der USA treten jährlich begeisterte Radrennfahrer an, diesen Ultraradmarathon zu meistern. Nach dem Start in Oceanside an der Westküste stellt die Mojavewüste mit Temperaturen bis 50° C die erste große Herausforderung dar. Anschließend müssen die Rocky Mountains mit dem höchsten Streckenpunkt in 3.300m Höhe bezwungen werden. Nach scheinbar endlosen Geraden durch die Mitte von Amerika warten als letzte große Hürde die Apalachen, die mit den vielen steilen Anstiegen die letzten Kräfte fordern. Neben den hohen sportlichen, klimatischen und mentalen Belastungen ist es immer ein Rennen gegen die Uhr – innerhalb von nur 9 Tagen muss das Ziel Annapolis an der Ostküste der Vereinigten Staaten erreicht sein.

Das TEAM

Wenn auch die Faszination für das Rennradfahren groß ist, und die sportliche Herausforderung das härteste Radrennen der Welt zu bestehen einen starken Reiz ausübt, so kann es nur mit einem tatkräftigen, zuverlässigen und aufopferungsvollen Team gelingen, das Ziel zu erreichen. In den 9 Tagen wird das gesamte Team immer wieder an die Grenze der körperlichen und mentalen Belastbarkeit kommen. Dem Reglement des Rennens entsprechend werden wir mit einem Begleitfahrzeug für den Rennfahrer und einem Wohnmobil als unser Zentrum für Etappenplanung, Kommunikation, Regeneration, Verpflegung und Schlafplatz unterwegs sein.

Unsere Rennradfahrer: Das sind die beiden Brüder Sebastian & Christian und Falk. Jeder verfügt mit ca. 120.000 km über starke Beine und einen starken Willen, der zum Beispiel immer wieder in unseren 10-maligen Alpenquerungen im Winter per Rad unter Beweis gestellt wird.

Bildunterschrift: v.l.: Dr. Falk Hildebrandt, 46 Jahre, Dr. Sebastian Ansorge, 43 Jahre, Dr. Christian Ansorge, 50 Jahre. Foto: Joachim Kloock

Hausärztetag in Rostock

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben – Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen 

18.11.2017 – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend am diesjährigen Hausärztetag teilgenommen. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Herausforderungen des Gesundheitswesens zu meistern. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung, die Veränderung der Morbidität und den zunehmenden Fachkräftebedarf so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Sonnabend in Rostock.

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben

Das Versorgungssystem wird noch von der älteren Ärztegeneration getragen, für die eine 60-Stunden-Woche häufig der Regelfall ist. „Das wandelt sich. Gleichzeitig steigt der Mehrbedarf an medizinischer Versorgung der älter werdenden Patienten. Wir sollten daher auch für die Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben, die oftmals mit einer langjährigen Betreuung von Familien und Patienten verbunden ist und damit von Menschen, die für die Unterstützung durch einen fachkundigen Lotsen durch das zuweilen komplexe Gesundheitswesen sehr dankbar sind“, forderte Glawe weiter.

Offene Hausarztstellen in M-V

Gegenwärtig sind in M-V etwa 1.130 niedergelassene Hausärzte im Bereich der ambulanten Versorgung tätig, etwa 125 Hausarztstellen sind derzeit landesweit nicht besetzt. Vor allem durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Das geschieht auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin angeboten wird. „Wichtig ist, dass möglichst viele der Allgemeinmediziner im Anschluss auch bei uns im Land bleiben und hier tätig werden“, so Glawe weiter.

Zeit für Familie und Beruf – Stipendienprogramm nutzen

Der Gesundheitsminister erläuterte, dass mittlerweile ca. zwei Drittel der Medizinstudenten weiblich sind. „Wichtig ist, dass neben der Arbeit genügend Zeit verbleibt, um sich auch der Familie zu widmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch bei den Ärzten einer immer wichtigeres Thema“, erläuterte Glawe. Darüber hinaus machte Minister Glawe auf das Stipendienprogramm seines Ministeriums aufmerksam. „Wir unterstützen Humanmedizinstudierende mit Hilfe von Stipendien, um diese frühzeitig für die Aufnahme einer späteren ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Wer die finanziellen Hilfen erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium wird bis 2022 eine Million Euro zur Verfügung stellen.

Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen – weiche Faktoren wie Kita und Schulen werden wichtiger

Gesundheitsminister Glawe regte an, dass die Gemeinden im Land ein Attraktivitätsprofil ihrer Kommune erstellen. „Im Fokus steht dabei, dass die Gemeinde auf sich aufmerksam macht, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, sagte Glawe. Das Attraktivitätsprofil könnte mit der Liste der von der Kassenärztlichen Vereinigung im Netz veröffentlichten freien oder frei werdenden Arztstellen verbunden werden und an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zu verteilen. „Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur sind vorhandene Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote wichtige Faktoren, sich an einem bestimmten Ort als Arzt niederzulassen“, sagte Glawe

24. Hausärztetag in Mecklenburg-Vorpommern

Veranstalter des 24. Hausärztetages ist der Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der in Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung in Köln den Hausärztetag ausrichtet. Der Hausärzteverband M-V hat seinen Sitz in Schwerin. Der Verband vertritt die größte Facharztgruppe der niedergelassenen Ärzte.

Bürgerforum in Rostock – am Dienstag, den 21. November 2017

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe lädt am Dienstag, den 21. November 2017, um 18.00 Uhr zum Bürgerforum in die Hansestadt Rostock (StadtHalle – Saal 3) ein. Das Thema der Veranstaltung lautet: „Neue Wege wagen? – Aktuelle Herausforderungen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“.

Dienstag, 21. November 2017 – 18.00 Uhr, StadtHalle Rostock, Saal 3, Südring 90, 18059 Rostock – Eingang „Kleines Foyer Saal 2 bis 6“ (direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle)

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung: E-Mail: buergerforum@wm.mv-regierung.de, Telefon: 0385/588-5078

Die Landesregierung veranstaltet das neu geschaffene Format „Bürgerforum“ zum zweiten Mal. Die Mitglieder der Landesregierung werden in verschiedenen Regionen des Landes vor Ort sein. Das erste Bürgerforum fand mit Wirtschaftsminister Glawe im Landratsamt in Güstrow im Mai dieses Jahres statt.

Gesundheitsminister Harry Glawe: Ärzteschaft ist das Rückgrat der medizinischen Versorgung – Herausforderungen der Gesundheitspolitik gemeinsam angehen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

19.11.2016 – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend an der Kammerversammlung der Ärzte in Rostock teilgenommen. „Die Ärzteschaft bildet das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Ihre kompetente und engagierte Arbeit ist unverzichtbar für eine gute medizinische Versorgung der Menschen. Hierzu zählen auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Praxisteams vor Ort oder das medizinische Personal in den Krankenhäusern. Die erfolgreiche Zusammenarbeit ist unerlässlich, um die bestmögliche Versorgung für die Patienten zu ermöglichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, der den Medizinern für ihren Einsatz in Mecklenburg-Vorpommern dankte.

Herausforderungen der Gesundheitspolitik

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf die Herausforderungen der Gesundheitspolitik ein. „Wir brauchen eine flächendeckende, medizinisch hochwertige Versorgung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Das Thema Fachkräftegewinnung wird immer bedeutender. Auch der Schutz und die lebensbegleitende umfassende Förderung der Gesundheit der Menschen gehört hierzu“, so Gesundheitsminister Glawe weiter. Die Gesundheitspolitik müsse das Resultat eines gesamtgesellschaftlichen Diskussionsprozesses sein. Es ginge auch darum, dass die Gesundheitspolitik der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung der Versicherten nachhaltig Rechnung trägt.

Ärztekammer in Mecklenburg-Vorpommern

Die Ärztekammer M-V ist die berufsständige Vertretung von über 10.000 Ärztinnen und Ärzten in M-V. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechtsaufsicht des Landes. Die Aufgaben der Ärztekammer werden durch das Heilberufsgesetz des Landes geregelt. Sie bestehen vor allen Dingen darin, die Erfüllung der Berufspflichten der Mitglieder zu überwachen und die Weiter- und Fortbildung der Ärzte zu regeln. Mitglied der Ärztekammer sind alle Ärztinnen und Ärzte, die ihren Beruf in M-V ausüben oder wenn sie ihren Beruf nicht ausüben, ihre Hauptwohnung in M-V haben.

„Multiple Häuser“ erleichtern das Leben am Stettiner Haff

4.8.2014Heute hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Rieth, Landkreis Vorpommern-Greifswald, eins von vier ‚Multiplen Häusern‘ eröffnet. „Mit solchen Einrichtungen begegnen wir den Herausforderungen des demografischen Wandels“, erklärte der Minister. Die selektive Abwanderung insbesondere junger Menschen, die geringen Geburtenzahlen und der Anstieg der Lebenserwartung stellen Mecklenburg-Vorpommern vor besondere Aufgaben. So hat dieses Bundesland seit der Wiedervereinigung rund 300.000 Einwohner verloren. Gleichzeitig stieg das Durchschnittsalter der Bürgerinnen und Bürger um über zehn Jahre auf 45,5. „Folglich ist es ein besonderer Kraftakt, hier die alltägliche Daseinsfürsorge am Laufen zu halten. Denn die stetig ansteigende Überalterung führt zu einem Mobilitätsverlust. Dem gegenüber steht die Zentralisation von Dienstleistungen auf kommunaler Ebene. Das birgt die Gefahr der Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen aus dem öffentlichen Leben. Besonders gefährdet sind ländliche, dünn besiedelte und überalterte Regionen, wie diese“, stellte Dr. Backhaus dar. Die Multiplen Häuser ersetzen die fehlende Mobilität der Bevölkerung durch die Mobilität der Dienstleister. Damit wird ein Netzwerk zwischen den Gemeinden Ahlbeck, Altwarp, Hintersee, Vogelsang-Warsin und der Dorka-Bartelt GbR aus Rieht geschaffen. Die Nutzung der Häuser wird flexibel gestaltet und den Bedürfnissen der Einwohner der Gemeinden angepasst. „So können Arztsprechstunden, Friseur, Lebensmittelverkauf und andere Dienstleistungen angeboten und die Räume ebenfalls als Treffpunkt für Vereine und die Dorfbewohner genutzt werden. Mit diesem Konzept wird für die Menschen vor Ort eine funktionierende Grundversorgung geschaffen und das Dorfleben bunt gestaltet“, erklärte der Minister. Insgesamt wurden für den Umbau der multiplen Häuser über 883.000 € investiert, wovon ca. 677.000 € LEADER-Mittel waren. Davon kamen ca. 542.000 € aus dem ELER.

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Das Multiple Haus ist der zentrale Ort im Dorf für Dienstleistung und Nachbarschaft

„Das Multiple Haus im Dorf ist das Gebäude in zentraler Lage, das durch sein regionaltypisches Aussehen und durch ortstypische Merkmale ins Auge fällt und auf Dorfbewohner wie Besucher gleichermaßen einladend wirkt. Von Besuchern ist es einfach und bereits bei der Ortsdurchfahrt zu identifizieren. Sowohl die Dorfbewohner als auch die Dorfbesucher finden hier den Ort im Dorf für Information, Kommunikation, Dienstleistung und Nachbarschaft, dessen verschiedene Nutzungen auch im Tagesrhythmus wechseln können.“

http://www.multiples-haus.de/Mit dem Multiplen Haus soll die fehlende Mobilität der Anwohner ersetzt werden durch die Mobilität der „Dienstleister“. Sie teilen sich als „feste“ Nutzer nach dem Prinzip des „carsharing“ Grundmiete und Nutzungsgebühren für das Haus. Da die Raumnutzungen wechseln können, bieten benachbarte Dörfer mit einem Netzwerk Multipler Häuser auch wieder ein attraktives Arbeitsumfeld für Ärzte, Lebensmittelhändler, Friseure etc., die aus wirtschaftlichen Gründen ein Dorf nur noch wöchentlich oder monatlich besuchen können: je mehr Orte sich vernetzen, desto kürzer sind die Wege der Dienstleister und desto wirtschaftlicher wird deren Engagement. An allen freien Tagen stehen die Räume für flexible Nutzungen wie Kaffeeklatsch, Skatabende, Diavorträge zur Verfügung. Gerade in kleinen Dörfern hängt es am Anfang sehr stark vom ehrenamtlichen Engagement und dem Willen der Dorfbewohner ab, ob sie ihr Dorf aktivieren wollen.

 (Textquelle: http://www.multiples-haus.de)

Junge Notärzte in Rostock ausgebildet

Rettungshubschrauber, Foto Joachim Kloock7.7.2014 – Ein 80-stündiger Kurs „Notfallmedizin“ zur Ausbildung künftiger Notärzte für Mecklenburg Vorpommern geht heute zu Ende. Diese Zusatzbezeichnung für Ärzte erfordert höchste fachliche Kompetenz mit 24 Monaten Weiterbildungszeit in verschiedenen Einrichtungen, 50 vorherigen Einsätzen im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber, Prüfung und ständiger Auffrischung der erworbenen Kenntnisse, um in Notfallsituationen richtig handeln zu können. Innerhalb einer Woche wurden die Ärztinnen und Ärzte mit einem gut gefüllten Programm theoretisch und praktisch auf die präklinische Versorgung Schwerverletzter oder lebensbedrohlich Erkrankter vorbereitet. Erkenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten wurden unmittelbar im Team abverlangt und geprüft. Die künftigen Notärzte bekamen neben der Besichtigung der Leitstelle, der Rettungsdienstfahrzeuge und des in Rostock stationierten Intensivtransporthubschraubers „ITH Christoph Rostock“ die Gelegenheit, an einer größeren Seerettungsübung des Verletztenversorgungsteams der Berufsfeuerwehr als Beobachter teilzunehmen. Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und die Arbeitsgemeinschaft der Notärzte Mecklenburg-Vorpommern veranstalteten diesen Kurs seit 1. Juli 2014. Der diesjährige Kurs wird zum wiederholten Male in der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem Brandschutz- und Rettungsamt der Hansestadt Rostock, der Universitätsmedizin, dem Klinikum Südstadt und der Rostocker Simulationsanlage für Notfallmedizin (RoSaNa) im Haus der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern in Rostock durchgeführt. Die wissenschaftliche Leitung oblag den Leitenden Notärzten Dr. Martin Gloger (Universitätsmedizin Rostock) und Dr. Bert Werner (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Hansestadt Rostock). Unterstützt wurden diese durch Vorträge von über 20 erfahrenen Referentinnen und Referenten aus den Rettungsdiensten und den Krankenhäusern des Landes. Der praktische Teil wie z.B. das Training von Wiederbelebungsmaßnahmen und Rettungstechniken wurde unter Leitung von Dr. Gernot Rücker, Universitätsmedizin Rostock, absolviert.