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Neue grenzüberschreitende Projekte befürwortet – deutsch-polnische Zusammenarbeit wird weiter intensiviert

Vorhaben schaffen bessere Lebensperspektiven für Bewohner in grenznahen Regionen – Erfolgsgeschichte des Programms muss fortgeschrieben werden

Otto Lilienthal, Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst, Berlin 1889, Abbildung gemeinfrei.

Otto Lilienthal, Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst, Berlin 1889, Abbildung gemeinfrei.

Für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und die Republik Polen sind neue europäische Projekte im Rahmen des Interreg-Programms V A (Informationen zum Programm, Seite 4) bewilligt worden. „Die Vorhaben vertiefen die kulturelle, touristische, ökologische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Partnern. Über die einzelnen Projekte entstehen bessere Lebensperspektiven für die Bewohner der grenznahen Regionen. Das grenzüberschreitende Programm leistet einen bedeutenden Beitrag zur europäischen wirtschaftlichen Stabilität“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Insgesamt sieben Projekte sind ausgewählt worden – davon vier mit Beteiligung aus Mecklenburg-Vorpommern

Insgesamt sind sieben Projekte mit einer Gesamtsumme von etwa 14,5 Millionen Euro ausgewählt worden, davon vier Projekte mit Beteiligung aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Förderung für die vier EU-Projekte beläuft sich auf rund 7,55 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Die europäischen Mittel im Interreg-Fördergebiet zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind eine Erfolgsgeschichte. Sie muss fortgeschrieben werden. Wir benötigen weiterhin die Unterstützung, um die enge Nachbarschaft intensiv leben zu können“, hob Glawe hervor. Der Wirtschaftsminister verwies auf derzeit laufende Überlegungen der Europäischen Union, ab der Förderperiode 2021 Fördermittel zu reduzieren und die Fördergebiete neu zu definieren. „Wir werden uns weiter in Brüssel dafür einsetzen, dass das Interreg-Programm auch künftig für die deutsch-polnische Zusammenarbeit genutzt werden kann.“

Technikgeschichte in Pommern – grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Museen in Anklam und Szczecin

Die Städte Anklam und Szczecin wollen mit dem polnischen Technikmuseum und dem vorpommerschen Otto-Lilienthal-Museum die Technikgeschichte in Pommern besser erlebbar gestalten. Szczecin ist mit seinem Technikmuseum ein Aushängeschild in der technisch-historischen Museumslandschaft der Region. Anklam ist ein Tor zu einer führenden deutschen Tourismusregion an der Grenze zu Polen und verfügt über einen der großen Namen der Welt-Technikgeschichte – Otto Lilienthal. Durch das gemeinsame museale Konzept sollen generationsübergreifend Anwohner und Gäste der deutschen und polnischen Seite angesprochen werden. Ziel ist es, Bildungs- und Weiterbildungsangebote, ein Experimentarium sowie ein Lilienthal-LAB zu entwickeln. Während das Museum für Technik und Kommunikation (MTK) in Szczecin mit dem Experimentarium auf das Thema der individuellen Mobilität und die Verkehrserziehung setzen soll, soll das Otto-Lilienthal-Museum (OLM) das Thema Fliegen im Lilienthal-LAB, dem fliegenden Klassenzimmer, entwickeln. Mit dem Lilienthal-LAB soll das Otto-Lilienthal-Museum in der Nikolaikirche Anklam zum Lernort für alle werden. Baulich soll in Anklam dafür das Kirchenschiff der Nikolaikirche verändert werden – zum Ikareum. „Die oftmals komplexen Themen Technik und Mobilität sollen in den Museen für die Besucher attraktiv gestaltet werden. So kann jeder Interessierte über eigenständiges Forschen, Entdecken und Erfahren ein größeres Technikverständnis entwickeln“, sagte Glawe. Projektpartner sind die Hansestadt Anklam und die Stadt Szczecin. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp drei Millionen Euro; aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) erfolgt eine Unterstützung in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro.

„Gestaltung von gewässernahen Räumen in Pasewalk, Pełczyce und Police zur Erweiterung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit“

Ziel des Projektes ist die größere Erlebbarkeit des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes durch die Entwicklung spezieller themenorientierter Bildungs- und Erlebnisangebote. Dazu ist unter anderem vorgesehen, eine neue gemeinsame Marke zu entwickeln, die Gebiete am Fluß Larpe in Police für Sport und Tourismus zu bewirtschaften sowie einen Fahrradweg, Stege für Freizeitangler und eine Aussichtsplattform zu errichten. In Pelczyce sind der Bau einer Brücke in der Jeziorna Straße, die Verbindung von zwei Seen mit einem Kanal und der Bau von touristischen Wegen neben der Brücke geplant. In der Speicherstraße in Pasewalk sollen unter anderem die Ufer der Uecker neu gestaltet, die Feldsteinmauern saniert und ein 50 Meter langer Holzsteg gebaut werden. „In den Regionen sollen neue, attraktive touristische Angebote entstehen für Urlauber, die sich für Geschichte und Sport interessieren. Mit der Umsetzung wird dazu beigetragen, weitere Gäste für einen Erholungsaufenthalt in der beeindruckenden Naturlandschaft zu gewinnen“, sagte Glawe. Projektpartner sind die Stadt Pasewalk sowie die polnischen Gemeinden Police und Pelczyce. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 2,5 Millionen Euro; aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) erfolgt eine Unterstützung in Höhe von knapp 2,1 Millionen Euro.

„Steigerung der Attraktivität des regionalen, grenzübergreifenden Natur- und Kulturerbes durch die Verbindung touristischer Infrastruktur, gemeinsame Werbung und Steigerung der Kenntnisse des Tourismusangebotes“

Das Projekthauptziel ist die Erhaltung, Förderung und Entwicklung des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes der Region. Dies soll durch die Modernisierung der Tourismusinfrastruktur der Region und durch wechselseitige Verflechtung touristischer Infrastruktur sowie gemeinsame Förderung des Kurparks in Świnoujście (Swinemünde), des Tierparks Greifswald e. V. und der Feldherren-Akademie e. V. erreicht werden. Unter anderem ist vorgesehen, das gemeinsame touristische Angebot der Region zu erweitern, indem thematische Aktivitäten und Busfahrten organisiert werden. „Über das gemeinsame Projekt entsteht eine touristisch interessante Route von Greifswald über Wolgast bis nach Świnoujście. Der Kurpark in Świnoujście, der Tierpark Greifswald e. V. und die Feldherren-Akademie e. V. werden dann grenzübergreifend und kombiniert attraktive Angebote für die Besucher initiieren“, sagte Glawe. Projektpartner sind die Stadt Świnoujście, der Tierpark Greifswald e. V. und die Feldherren-Akademie e. V. mit Sitz in Greifswald. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 2,4 Millionen Euro; aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) erfolgt eine Unterstützung in Höhe von rund zwei Millionen Euro.

„Schutz der Trockenrasen im deutsch-polnischen Grenzgebiet“

Die Projektpartner verfolgen das Ziel, den in den Grenzgebieten beheimateten Trockenrasen zu erhalten. Trockenrasen sind Lebensräume, die zu sehr wertvollen und gleichzeitig stark gefährdeten Elementen der natürlichen Umwelt Europas gehören. Die Biotope bilden sich an trockenen, nährstoffarmen Standorten und dienen als Rückzugsgebiet gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Trockenrasenpflanzengemeinschaften dienen als wertvolle Quelle der sogenannten Tracht (Blütenstaub und Nektar für Insekten). Die Schutzmaßnahmen sollen die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung (Mahd und Beweidung) sowie die Beseitigung von Sträuchern und Baumanflug umfassen. Das Projekt wird in den Landkreisen Vorpommern Greifswald und Uckermark sowie in den Gemeinden Kolbaskowo und Chojna umgesetzt. „In Kombination mit einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit soll den Anwohnern und Besuchern die ökologische Bedeutung von Trockenrasen eindrucksvoll vermittelt werden“, sagte Glawe. Projektpartner sind der Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide e. V. (Brandenburg) und der Verband der Grünen GAJA (Polen). Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 1,1 Millionen Euro; aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) erfolgt eine Unterstützung in Höhe von rund 900.000 Euro.

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Continental beginnt mit dem Bau des Forschungs- und Versuchslabors „Taraxagum Lab Anklam“

Mehr Wertschöpfung und innovative Arbeitsplätze für Vorpommern

  • Reifenhersteller investiert 35 Millionen Euro in Forschungs- und Versuchslabor für Löwenzahn-Kautschuk
  • Gebäude und Anlagen sollen 2018 fertiggestellt werden, rund 20 Arbeitsplätze entstehen
  • Land Mecklenburg-Vorpommern fördert Forschungsvorhaben mit 11,6 Millionen Euro

Spatenstich Continental Anklam13.11.2017 – Die Continental Reifen Deutschland GmbH hat heute mit einem symbolischen Spatenstich den Bau des Forschungs- und Versuchslabors „Taraxagum Lab Anklam“ in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. An der Feierstunde nahmen auch der Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe, der Bürgermeister der Stadt Anklam Michael Galander und der Leiter der Forschung und Entwicklung Pkw-Reifen von Continental Dr. Boris Mergell, teil. Continental investiert in das Forschungsvorhaben insgesamt 35 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben für den Bau und die Forschung mit rund 11,6 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Glawe betonte, dass sich Continental als ein strategischer Investor für die ganze Region erweisen könne. „Wir haben Hoffnung, dass mit dem erfolgreichen Verlauf des Forschungsvorhabens in einem weiteren Schritt auch eine innovative Fabrik der Zukunft in Vorpommern entsteht. Hiervon sollen nachhaltig Wirtschaft, Natur und Gesellschaft in der Region profitieren. Unsere Ziele sind dabei mehr Wertschöpfung und innovative Arbeitsplätze für Vorpommern“, sagte er. Das Taraxagum Lab Anklam soll ab Herbst 2018 den Betrieb aufnehmen. Künftig soll dort der Anbau und die Verarbeitung von Russischem Löwenzahn als alternative Rohstoffquelle zum Kautschukbaum in den Tropen erforscht werden. Der Reifenhersteller plant, bei positiven Ergebnissen der Versuche den Rohstoff in seiner Serienproduktion einzusetzen, um künftig einen wachsenden Teil seines Naturkautschukbedarfs aus der Löwenzahnpflanze zu gewinnen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun einen Standort in Anklam gefunden haben, der für unsere Forschungs- und Versuchsanlage passend ist“, sagte Dr. Mergell, Leiter der Forschung und Entwicklung Pkw-Reifen von Continental, beim Spatenstich. „Wir hoffen, durch die Weiterentwicklung des Anbaus von Löwenzahn und seiner Verarbeitung künftig einen Teil unseres Naturkautschukbedarfs nachhaltiger decken zu können. Die Pflanzen für unseren ‚Taraxagum‘ genannten Löwenzahnkautschuk können auch in gemäßigten Breiten angebaut werden, so können Monokulturen und Brandrodung in den Tropen vermieden werden; auch die Transportwege zu unseren Reifenwerken sind deutlich kürzer als bisher.“

Für die Stadt Anklam sagte Bürgermeister Galander, dass das Forschungs- und Versuchslabor des Reifenherstellers ein wichtiger Schritt in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt sei. „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Spatenstich ein internationaler Konzern hier bei uns Zukunftsentwicklung betreiben wird“, sagte er. „Das ist ein wichtiges Zeichen, das auch außerhalb der Region die Attraktivität des Standortes und die Qualifikation der Menschen hier demonstriert.“ Continental hatte im August 2016 die Planungen für das Labor vorgestellt und kann nun im Zeitplan mit dem Bau auf dem Grundstück Lilienthalring 1 in Anklam beginnen. Künftig werden dort rund 20 Mitarbeiter tätig werden. Die Forschungen zum Ersatz von Kautschuk aus den Tropen durch Pflanzen, die in gemäßigten Breiten angebaut wurden, hat der Reifenhersteller 2011 in Zusammenarbeit mit Fraunhofer Institut IME, Münster, dem Julius Kühn-Institut, Quedlinburg sowie dem Züchtungsexperten ESKUSA, Parkstetten und weiteren Partnern in verschiedenen Forschungsprojekten mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft begonnen.

Projektförderung

Continental Reifen Deutschland bedankt sich für die Projektförderung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (FKZ 0315971A, 031B0059A, 031A285C), beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (FKZ 22009516) sowie beim Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern (FKZ TBI-V-1-168-E).

Continental AG

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2016 einen Umsatz von 40,5 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 233.000 Mitarbeiter in 56 Ländern.

Division Reifen

Die Division Reifen verfügt heute über 24 Produktions- und Entwicklungs-Standorte weltweit. Das breite Produktportfolio sowie kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung leisten einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlicher und ökologisch effizienter Mobilität. Als einer der weltweit führenden Reifenhersteller hat die Reifen-Division 2016 mit mehr als 50.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Pkw-Reifen

Continental zählt zu den führenden Pkw-Reifen-Herstellern in Europa und ist in Erstausrüstung und Ersatzgeschäft insgesamt der viertgrößte Pkw-Reifen-Hersteller weltweit. Der Fokus für die Produktentwicklung der Premium-Marke Continental liegt auf der Optimierung aller sicherheitsrelevanten Eigenschaften bei gleichzeitig minimiertem Rollwiderstand. www.continental-reifen.de

Bildunterschrift: Carla Recker – Projektleiterin Forschung und Entwicklung, Continental, Dr. Carsten Venz, Dr. Andreas Topp – Leiter Materialentwicklung und Industrialisierung sowie Prozessentwicklung für Reifen, Continental, Minister Harry Glawe, Boris Mergell – Leiter Forschung und Entwicklung PKW-Reifen, Continental, Michael Galander – Bürgermeister von Anklam, Dr. Katherina Herzog, (v.l.). Foto: WM M-V

Radwegenetz entlang des Peeneufers in Anklam erweitert

Neu- und Ausbau von Radwegen stärkt die Infrastruktur – touristische Auslastung weiter verbessern

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

9.10.2015 – Die touristischen Radwege in der Hansestadt Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind weiter ausgebaut worden. „Die touristische Infrastruktur in Anklam ist mit der Fertigstellung der neuen Radwege erheblich aufgewertet worden. Jetzt haben Gäste und Einheimische die Möglichkeit, entlang des Peeneufers die Stadt Anklam vom Wasserwanderrastplatz bis zur Stadtgrenze Richtung Stolpe zu erkunden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort. Bereits entstanden ist der Uferpromenadenweg zwischen Mauerstraße und Entensteig entlang des südlichen Peeneufers auf einer Länge von 531 Metern. Zusätzlich sind zwei Plattformen unmittelbar am Peeneufer angelegt worden, die als Rast- und Ausblicksmöglichkeit dienen. Der Uferpromenadenweg stellt auch eine Verbindung zum „Rundwanderweg Peenetal Anklam-Lotz/Wanderweg der Vorpommerschen Dorfstraße e.V.“ dar. Ebenfalls fertiggestellt sind zwei Bauabschnitte des touristischen Radweges entlang der Peene. Vom Entensteig in Anklam bis zur Anbindung an den Weg „Grüne Wiese“ ist auf einer Länge von 1.146 Metern im ersten Bauabschnitt und vom Bereich „Grüne Wiese“ bis zur Stadtgrenze Anklams auf einer Länge von 1.842 Metern ein weiterführender Radweg entstanden. „Neben dem Neu- und Ausbau von touristischen Radwegen sind weitere Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen wie beispielsweise der Errichtung von Wander-, Lehr-, Erlebnis- und Naturpfaden oder der Bau von Bootsanlegestellen und Wasserwanderrastplätzen wichtig. So können wir die touristische Auslastung auch abseits der Hauptsaison weiter verbessern. Stimmt das Angebot vor Ort, kommen Gäste auch gern wieder“, betonte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Uferpromenadenweg belaufen sich auf knapp 269.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 242.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gesamtinvestitionen für den touristischen Radweg entlang der Peene in Höhe von knapp 523.000 Euro werden vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 450.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt.

Fahrradtourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Durch Anklam verlaufen drei Radfernwege (Berlin-Usedom, Oder-Neiße-Radfernweg und der Mecklenburgische Seenradweg). Insgesamt stehen in Mecklenburg-Vorpommern neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Radfahrer können im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Kabinett billigt Soforthilfe für Theater Anklam

Theater Anklam beteiligt sich kooperativ an Weiterentwicklung der Strukturen

Theatervorhang, Foto: shutterstock18.11.2014 – Die Vorpommersche Landesbühne GmbH Anklam erhält in diesem Jahr eine Auszahlung in Höhe von max. 110.000 Euro, um die Existenz des Betriebes zu sichern. Zuwendungsempfänger ist der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Das Kabinett hat heute in seiner Sitzung die entsprechenden Hilfen freigegeben. „Mit der Freigabe der Soforthilfe hält sich das Land an die Verabredungen“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Bereits zu Beginn der Debatte über die Weiterentwicklung der Theater- und Orchesterstrukturen habe ich deutlich gemacht, dass das Land zusätzliche Hilfen leistet, wenn sich die Träger zur gemeinsamen Arbeit an langfristig tragfähigen Strukturen bereiterklären. Die Auszahlung zusätzlicher Mittel ist an diese Bedingung geknüpft. Wie an anderen Standorten sind auch für das Theater Anklam Hilfsmaßnahmen möglich, da eine wirtschaftliche Schieflage anders nicht abgewendet werden kann“, so Brodkorb. Am 23. September 2014 haben das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Vorpommersche Kulturfabrik e.V. eine Zielvereinbarung geschlossen. Die darin vereinbarten standortbezogenen Zielstellungen werden zur Auflage des Bescheids über die Soforthilfe gemacht.

Hesse gibt Startschuss für Telemedizin in Anklam – Kinderklinik profitiert von neuer Technik

28.8.2014Kinder in Anklam profitieren künftig von modernen Einrichtungen im örtlichen Krankenhaus. Sozialministerin Birgit Hesse hat am Donnerstag den Startschuss für ein Projekt der Telemedizin in Anklam gegeben. Damit wird eine verbesserte Diagnose und Beratung der kleinen Patienten und ihrer Eltern gewährleistet. Im Mittelpunkt des Besuches von Ministerin Hesse in Anklam stand die Einrichtung einer Videoanlag zur telemedizinischen Beratung zwischen der Notaufnahme im Krankenhaus Anklam und der Kinderklinik der Universitätsmedizin Greifswald. Die diensthabenden Ärzte können so in der Zeit zwischen 18.00 und 8.00 Uhr mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Greifswald Kontakt aufnehmen. „Gerade in dünn besiedelten Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns müssen die Kliniken alle technischen Möglichkeiten ausnutzen, um trotz des Fachkräftemangels in Medizin und Pflege die Betreuung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen“, sagte Hesse. Die Ministerin machte damit deutlich, dass auch in Regionen, in denen die Zahl der Kinder in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen habe, die medizinische Versorgung weiter auf hohem Niveau bestehen bleibe. „Mit der Telemedizin wird es in Anklam künftig auch möglich sein, eine Zweitmeinungs-Sprechstunde einzuführen“, so Hesse. Damit kann der fachliche Rat von Kolleginnen und Kollegen an der Universitätsmedizin in Greifswald eingeholt werden. Die Kinderklinik in Anklam ist eine Betriebsstelle der Universitätsmedizin in Greifswald. Sie verfügt über zwölf Betten.

Anklam Extrakt erweitert – Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Unternehmen investiert am Stammsitz – Vertrauen in Region

ueber_uns, Foto/Quelle: http://www.anklam-extrakt.de ueber_uns, Foto/Quelle: http://www.anklam-extrakt.de10.7.2014 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag das Unternehmen Anklam Extrakt besucht. Vor Ort hat er sich über das aktuelle Erweiterungsvorhaben informiert. „Das Unternehmen hat sich erfolgreich am Markt positioniert. Jetzt wird mit weiteren Investitionsabschnitten begonnen, die die Positionierung am Weltmarkt ausbauen sollen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. Die Firma produziert und vertreibt hochwertige Pflanzenextrakte für die Pharma-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Getränkeindustrie.

Forschung und Entwicklungsaktivitäten ausbauen – Umzug in neues Gebäude

Im Vordergrund steht nicht nur die quantitative Erweiterung der Kapazitäten, sondern vor allem auch Investitionen in Qualität, Qualifizierung sowie Spezialisierung bei der Produktherstellung. „Dies ist auch ein Vertrauensbeweis in die Wirtschaftsregion Vorpommern. Es geht um den Ausbau der technischen Möglichkeiten, Verfahren, Veredelungsstufen sowie der Lagerkapazitäten und der Logistik. Darüber hinaus wird auch in die Forschungs-, Entwicklungs- und Qualitätssicherungseinrichtungen investiert“, so Glawe weiter. Die Forschung und Entwicklung soll in ein extra Gebäude (Johann-Friedrich-Böttger-Str. 10) umziehen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Investitionsvorhaben in Höhe von 19,5 Millionen Euro aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Mitteln in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro. 27 neue Arbeitsplätze werden geschaffen und 37 weitere am Standort Anklam gesichert. Des Weiteren beschäftigt das Unternehmen sieben Mitarbeiter im Vertriebsbüro in Erlangen (Bayern).

Greifswald beim Internationalen Hansetag in Lübeck präsent

Auf der Greif, Foto Malte Kretschmann15.5.2014 Die Hansestadt Lübeck lädt vom 22. bis 25. Mai 2014 zu den 34. Internationalen Hansetagen ein. Greifswald präsentiert sich gemeinsam mit den anderen Hansestädten Wismar, Rostock, Stralsund, Demmin und Anklam in einem eigenständigen Mecklenburg-Vorpommern-Dorf. Auf einer eigenen Bühne treten Kulturgruppen des Landes auf, dazu gibt es verschiedene lokale Spezialitäten. Das Segelschulschiff „GREIF“ segelt eigens zu dem Fest an die Trave, um die Werbetrommel für Greifswald zu rühren. Die Schonerbrigg ist mit Ausfahrten und Vorträgen an Bord in das Programm der Hansetage eingebunden. Die Künstlerin Linda Perthen, die am Caspar-David-Friedrich Institut studierte und nun in Berlin lebt, vertritt Greifswald bei der Kunstausstellung „HanseVideoArtWorks“. Auch die Jugendhanse ist wieder aktiv. Aus Greifswald nehmen drei Schülerinnen des Humboldtgymnasiums und zwei Auszubildende der Stadtverwaltung daran teil. Als offizieller Vertreter der Stadt reisen Oberbürgermeister Dr. Arthur König und die Beauftragte für Internationale Kontakte, Anett Dahms, nach Lübeck. Während des viertägigen Großereignisses verwandelt sich die gesamte Innenstadt in einen Schauplatz der Hanse mit historischem Handwerkermarkt, Mittelalterlager, einer maritimen Meile, mittelalterlich gekleideten Menschen und vielen Veranstaltungen. Insgesamt 1.500 Delegierte aus über 130 Städten und bis zu 750.000 Gäste werden erwartet. Derzeit sind 182 Hansestädte in 16 Ländern im Hansebund der Neuzeit vertreten. Infos unter www.hansetag2014.de