SCHWERIN   Leave a comment

Die Landeshauptstadt Schwerin

Die kreisfreie Stadt ist nach Rostock zweitgrößte Stadt und eines der vier Oberzentren Mecklenburg-Vorpommerns. Sie liegt im Westen des Bundeslandes am Südwestufer des Schweriner Sees in einer waldreichen Seenlandschaft. Weitere Seen im Stadtgebiet sind der Burgsee, der Faule See, der Grimkesee, der Heidensee, die Große Karausche, der Lankower See, der Medeweger See, der Neumühler See, der Ostorfer See, der Pfaffenteich und der Ziegelsee. Fließgewässer sind der Aubach, dessen Wasser über die Verbindung mehrerer Seen den Schweriner See speist, und die Stör, der zur Wasserstraße ausgebaute natürliche Abfluss des viertgrößten deutschen Sees.

Die Einwohner bezeichnen Schwerin gerne als die „Stadt der sieben Seen und Wälder“. Diese Bezeichnung geht auf eine Zeit zurück, als Schwerin noch nicht seine heutige geographische Ausdehnung hatte und tatsächlich von nur sieben Seen umgeben war. Die weitläufigen Wälder mussten nach und nach der städtebaulichen Entwicklung weichen, zahlreiche Waldreste sind vor allem an den Ufern der Seen erhalten geblieben. Die nächsten größeren Städte sind Lübeck, zirka 54 Kilometer nordwestlich, Rostock, zirka 69 Kilometer nordöstlich, und Hamburg, etwa 94 Kilometer westlich.

Landeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockNeuere Ausgrabungen auf dem Schweriner Marienplatz zeigen, dass das heutige Stadtgebiet schon seit langer Zeit besiedelt war. So fanden sich Werkzeuge, die auf etwa 1000 bis 600 v. Chr. datiert wurden.Der Fund eines germanischen Brunnens aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt das Gebiet germanisch besiedelt war. Nach 700 n. Chr. siedelten sich Obotriten im Gebiet des heutigen Schwerin an und errichteten dort eine Burg. Ein spanisch-maurischer Jude, der als Handelsreisender in der Gegend weilte, berichtete 965 von einer Burg in einem Süßwassersee, die von Historikern an der Stelle des heutigen Schwerins vermutet wird. Eine weitere slawische Burg, die Burg Dobin entstand im 11./12. Jahrhundert auf der schmalen Landzunge zwischen der Döpe und dem Schweriner Außensee, an der unter anderen 1147 der erste Kreuzzug Heinrichs des Löwen und des dänischen Heeres gegen den slawischen Volksstamm scheiterte.

Die deutsche Gründung erfolgte 1160 durch den Welfenherzog Heinrich den Löwen nach dem Sieg über den Obotritenfürsten Niklot. Die angesichts der Übermacht von den Verteidigern selbst niedergebrannte und verlassene Burg auf der heutigen Schlossinsel wurde wiederaufgebaut. 1167 verlegte der Zisterziensermönch Berno seinen Bischofssitz nach Schwerin. 1167 wurde Schwerin Sitz der Grafschaft Schwerin unter dem Grafen Gunzelin. Nach der Weihe des von Heinrich gestifteten ersten Doms um 1171 entwickelte sich Schwerin zum Zentrum der Christianisierung und Besiedlung des späteren Mecklenburgs. Die Stadt hatte zu der Zeit zirka 500 Einwohner, von denen ein Fünftel Geistliche waren.

Landeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim Kloock Ein städtischer Rat, bestehend aus sechs Ratsherren und dem Bürgermeister, wurde erstmals 1228 erwähnt. Hemmend für die Entwicklung der Stadt waren die Machtstreitigkeiten zwischen dem Grafen und dem Bischof. Bis 1284 konnten Nachfolger des Bischofs zwar die gesamte Schelfe (heute: Schelfstadt) in Besitz nehmen, diese wurde jedoch nicht in die städtischen Befestigungsanlagen einbezogen, so dass das Domkapitel seinen Besitz nicht vergrößern konnte. 1270 wurde mit dem Bau eines zweiten Domes begonnen. Das Geld dafür stammte aus den Einnahmen von Pilgern, die einen in Jaspis eingeschlossenen heiligen Blutstropfen aufsuchten, den Graf Heinrich von Schwerin 1222 von einer Pilgerfahrt mitgebracht und den Domherren gestiftet hatte. Von einem Drittel der Einnahmen aus dieser Reliquie wurde auf Betreiben der Witwe des Grafen, Gräfin Audacia, der Neubau eines Franziskanerkonventes finanziert, der schon 1236 urkundlich erwähnt wurde; er ist damit die älteste Niederlassung eines Bettelordens in Mecklenburg (Aufhebung im Jahr 1552).1284 wurde der Spieltordamm errichtet, der den Aubach im heutigen Pfaffenteich aufstaute und Voraussetzung für den Betrieb einer gräflichen und einer bischöflichen Wassermühle war. Die Ersetzung der hölzernen Stadtbefestigung durch eine massive Stadtmauer wurde 1340 vollendet. 1351 wurde das Rathaus erstmals erwähnt, das dreimal abgebrannt und immer wieder an derselben Stelle neu errichtet wurde. Erhalten ist der mittelalterliche Torbogen des Rathausdurchgangs. Die Stadtmauer bestand ihre erste Bewährungsprobe, als Herzog Albrecht der II., ein Nachfahre Niklots, die Stadt 1358 monatelang belagerte.

Nach dem Aussterben der Familie Gunzelin ging die Grafschaft Schwerin 1358 an das Herzogtum Mecklenburg über. Albrecht II. erwarb die Stadt für 20.000 Mark Silber und machte sie zu seiner Residenz und damit zum kulturellen und politischen Zentrum Mecklenburgs. In wirtschaftlicher Hinsicht entwickelten sich die verkehrstechnisch günstiger gelegenen Städte Rostock und Wismar besser. Unter Herzog Heinrich IV. waren Grenzstreitigkeiten, Raub und Mord an der Tagesordnung, die Kassen waren leer. Zudem grassierte die Pest. Erst Magnus II. konnte ab 1478 das Blatt durch die Neuordnung der Verwaltung, insbesondere der Finanzverwaltung wenden. Er hatte Pläne, Elbe, Elde, Schweriner See und Wismar durch Kanäle zu verbinden. Unter ihm wurde das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt errichtet, das Große Neue Haus. Eine Fürstenschule wurde 1553 gegenüber dem Schloss eröffnet, auf die das Fridericianum Schwerin zurückgeführt wird. 1561 entstand unter Tilemann Stella eine Regierungsbibliothek. Brände in den Jahren 1531 und 1558 vernichteten große Teile der Stadt.

Auszug aus der Geschichte der Stadt, siehe „Wikipedia“

Landeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockLandeshauptstadt M-V, Schwerin, Foto: Joachim KloockDie Landeshauptstadt Schwerin ist durch ihre geografische Lage zwischen den Metropolregionen Hamburg und Berlin und nahe der Autobahnen A 24 und A 20 eine äußerst attraktive Adresse für Unternehmen. Die Stadt betreibt eine ausgewogene Standortpolitik, die bewusst viel Wert auf Lebensqualität legt. Eine gute Lage hängt nicht allein von der passenden Gewerbefläche ab. Das in Schwerin vorhandene Angebot grüner und wassernaher Wohngebiete mit günstigen Mieten und Grundstückspreisen, die familienfreundliche Kinderbetreuung, die medizinische Versorgung, das große Angebot an Schulen auch privater Träger und das vielfältige Kultur- und Freizeitangebot lassen keine Wünsche offen.
Die Landeshauptstadt verfügt über umfangreiche Bildungsangebote und ein ausgezeichnetes Technologie- und Gewerbezentrum. Das innovative Potenzial am Standort Schwerin ist überdurchschnittlich groß und die Verkehrsanbindungen sind sehr gut. Diese Standortfaktoren und die günstige Lage vereinen viel von dem, was Investoren suchen.

Auch für Touristen ist Schwerin attraktiv. Eine Reise in die Stadt lohnt sich auf jeden Fall. Abwechslungsreich und malerisch reiht sich Sehenswertes in der alten Residenzstadt aneinander. Nicht nur das Schloss lockt mit seinen Gärten, auch der Dom kann mit seiner Geschichte überzeugen. Die Bühnen, Museen und Kirchen der Stadt, die weit bekannten Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die vielen Märkte bieten unterhaltsame, ausgesuchte Veranstaltungen und fröhliche Events. Sportliche Wettstreite, Filmkunstfestivals, Sonderausstellungen oder literarische Sommer begeistern mit ihrer Vielfalt jeden Besucher.

Weitere Informationen unter http://www.schwerin.de

Weitere, vertiefende und interessante Informationen… siehe bitte Einzelthemen von “A” (Arbeit) über “K” (Kunst und Kultur/Museen) bis “W” (Wissenschaft).

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Veröffentlicht 14. August 2012 von Martina Wichor

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