Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich: Start eines neuen Förderprogramms für Unternehmen

Kompetenzen und Qualität in den Unternehmen sichern 

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

22.3.2017 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Nordmetall den Startschuss für eine Qualifizierungsoffensive für Beschäftigte im maritimen Bereich gegeben. Eine Grundlage hierfür bildet die neue Qualifizierungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums. „Fachkräftesicherung und auch Fachkräftegewinnung sind für Unternehmen im Land eine Herausforderung geworden. Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Spezialisierungen sind in vielen Bereichen nötig. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen. Das Wissen und der Erfahrungsschatz der Mitarbeiter sind Goldstaub für unsere Unternehmen. Sie sichern die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Fortbestand der Unternehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

Fachkräfte werden gesucht – Qualifizierung nötig

„Wir starten mit der Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich – also bei den Werften und den Zulieferern, denn hier ist durch die Übernahme der Werftstandorte durch die Genting Group die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal gestiegen“, so Glawe. „Aber uns liegen die Sicherung und Schaffung von industriellen Arbeitsplätzen generell besonders am Herzen. Deshalb wollen wir mit einem neuen Förderprogramm das gesamte verarbeitende Gewerbe und Teile des Handwerks unterstützen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Gesucht werden Fachkräfte beispielsweise im Bereich der Metallbearbeitung, Metallbau und Schweißtechnik sowie Elektrotechnik.

Berufsbegleitende Qualifizierung auf neue Füße gestellt

Mit dem neuen Förderprogramm zur berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) können erstmalig Qualifizierungsprojekte von Unternehmen mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. „Wir stellen die berufsbegleitende Qualifizierung auf neue Füße und unterstützen den gesamten Prozess der Qualifizierung: Bedarfsfeststellung, Kompetenzanalyse und Qualifizierungsmaßnahmen“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. Diese Förderung unterstützt die Unternehmen insofern umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Denn Fachkräftesicherung heißt nicht nur Arbeitnehmer von außen zu gewinnen, sondern das eigene Personal genauso im Blick zu haben. Das ist auch ein Beitrag dafür, die Betriebe konsequent beim technischen Wandel zu unterstützen.“

Vorhandene Förderung wird angepasst

Die bereits bislang erfolgreiche Förderung durch „Bildungsschecks“ steht auch künftig Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Sie hat sich bei der Qualifizierung von Mitarbeitern bewährt und fördert die Teilnahme an branchenübergreifenden und branchenspezifischen Weiterbildungen. Als ein Ergebnis der Gespräche mit den Sozialpartnern wird es künftig möglich sein, den Kreis der förderfähigen Weiterbildungsdienstleister, die von den Unternehmen in Anspruch genommen werden können, erheblich zu erweitern. „Das neue Förderprogramm bietet somit eine effektive Hilfe, sich an den sich vollziehenden Wandel anzupassen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Minister Glawe. Die Förderung soll aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) erfolgen. Bewilligungsbehörde ist die GSA Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung. Das Förderprogramm soll bis zum Sommer in Kraft treten.

Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich

Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch erklärt dazu: „Die positive Entwicklung der MV-Werften bedeutet eine Mega-Chance für unser Land, in der maritimen Branche – aber nicht nur dort – einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wir erhoffen uns einen industriellen Schwung, der dauerhaft zu höherem Wohlstand und mehr sozialer Sicherheit führt.“ Qualifizierung sei aber nicht nur ein Thema für die Werften und ihre Zulieferer; auch in anderen Branchen seien Fachkräfte rar. „Wir danken daher dem Wirtschaftsminister, dass er die Richtlinie auf das gesamte verarbeitende Gewerbe und Teile des Handwerks ausgedehnt hat und damit den Startschuss für eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive gibt“, sagte Lambusch, der auch Präsident der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern ist. „Künftig unterstützt das Land Unternehmen und Beschäftigte darin, sich auf neue Produkt- und Prozessanforderungen einzustellen. Das ist ein richtiges Signal zur richtigen Zeit.“

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, unterstrich: „Die Debatte über Konzepte der Fachkräftesicherung in der maritimen Wirtschaft bietet die Chance, das Thema Qualifizierung noch intensiver mit dem Gedanken der Prävention zu verbinden. Unser Programm WeGebAU* ist dabei – im Rahmen einer präventiven Arbeitsmarktpolitik – ein zentraler ‚Baustein‘ für kleine und mittlere Unternehmen der Zuliefererbranche. Denn die Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Beschäftigten schützt diese vor Arbeitslosigkeit und dient gleichzeitig der betrieblichen Fachkräftesicherung.“ Sie betonte darüber hinaus: „Es stehen ausreichend Mittel zur Verfügung. Ich möchte daher an die Betriebe der maritimen Wirtschaft appellieren: Lassen Sie sich von den Beraterinnen und Beratern der gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter informieren. Sie sind gerne bereit, Ihnen die Fördermöglichkeiten zu erläutern.“*(Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen bis 249 Mitarbeiter)

Unterstützung auch bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischen Fachrichtungen

Ergänzend wird das Wirtschaftsministerium zudem für kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes eine Unterstützung bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss anbieten. „Die Maßnahme dient dem Ausbau der Kapazitäten im ingenieurtechnischen und IT-Bereich der Unternehmen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz von kleinen und mittelständischen Betrieben durch die Entwicklung marktfähiger Produkte zu erhalten und weiter auszubauen. Zusätzliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten können in den Unternehmen voran gebracht werden“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Für den zukünftigen Arbeitnehmer muss es sich um eine Ersteinstellung handeln oder der Hochschulabschluss darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Darüber hinaus muss es sich bei der geförderten Personalstelle um ein zusätzliches (zu dem bereits vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss), unbefristetes Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Der mögliche Zuschuss wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt. Die Förderhöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Richtlinie soll voraussichtlich ebenfalls im Sommer veröffentlicht werden. Anträge können nach der Veröffentlichung beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern eingereicht werden.

 

Ausstellung „Rostock kreativ“ mit der Verleihung der Publikumspreise

20. 3. 2017 – Am gestrigen Sonntag endete die Ausstellung „Rostock kreativ“ mit der Verleihung der Publikumspreise. Mit der Verleihung  in den Kategorien Gemälde, Fotografie und Skulpur ist am Sonntag die Ausstellung „Rostock kreativ“ in der Rostocker Kunsthalle zu Ende gegangen. In der zehntägigen Ausstellung hatten über 600 Hobbykünstler ihre Werke ausgestellt, 13000 Besucher kamen, um sie zu sehen. Im Vordergrund der Arbeiten standen viele lokale Motive und regionale Themen. Nach acht Ausstellung ist Rostock kreativ mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden.

Bildunterschrift der Gruppe: v.l.: Chef der Rostocker Kunsthalle Jörg-Uwe Neumann, Diana Stutzke (Acryl-Porträt einer Frau), Helgard Griephan (Gemälde „Django“), OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und Dr. Klaus Freygang (Skulptur „Grimms Märchen“). Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommern schnell und bequem erreichbar

Neue Flugverbindungen von Wien und Zürich nach Rostock-Laage sowie von Linz nach Heringsdorf / neue Fernbus-Stopps und Nachtzugverbindungen machen Nordosten attraktiver

Flughafen Rostock-Laage, Foto: Joachim Kloock

Landeanflug, Foto: Joachim Kloock

Zwei neue Flugverbindungen aus Österreich sowie eine neue Linie aus der Schweiz erleichtern in der Saison 2017 die Anreise aus zwei der wichtigsten Herkunftsmärkte des Urlaubslandes: Vom 19. Mai bis zum 27. Oktober 2017 fliegt Germania zweimal wöchentlich freitags und sonntags von Zürich und vom 26. Mai bis zum 10. September ebenfalls freitags und sonntags von Wien nach Rostock-Laage sowie an den gleichen Tagen retour. Die Verbindungen in die beiden größten Städte Österreichs und der Schweiz wurden in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern, Tourismusorganisationen und Kreuzfahrtreedereien etabliert. Die Verbindung von Wien ist die erste Linienverbindung von Österreich nach Rostock-Laage. Neu ist zudem der Bus-Transfer für die Flüge von und nach Wien und Zürich zwischen Rostock-Laage und der Insel Rügen sowie der Mecklenburgischen Seenplatte, der auf die Flugzeiten abgestimmt ist. Diesen können Gäste direkt unter transfer.auf-nach-mv.de buchen. Der Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom wird von Linz vom 12. Mai bis zum 15. September 2017 mit einer Maschine der Linie Austria Airlines immer freitags angeflogen, am gleichen Tag verkehrt die Maschine in die Gegenrichtung. Folgende etablierte Verbindungen werden in der Saison 2017 fortgesetzt: Aus Stuttgart haben Gäste bis zum 28. Oktober 2017 die Möglichkeit, mit Eurowings zweimal wöchentlich Rostock-Laage im Flug zu erreichen. Die Linie bmi regional bringt Gäste aus München ganzjährig täglich und sonntags zweimal pro Tag nach Rostock-Laage. Beide Verbindungen verkehren an jeweils den gleichen Tagen auch in die Gegenrichtung. Zudem bringt Eurowings bis zum 28. Oktober 2017 jeweils samstags Urlauber aus Stuttgart nach Heringsdorf auf Deutschlands zweitgrößte Insel Usedom sowie ebenfalls samstags zurück nach Stuttgart. Vom 8. April bis zum 28. Oktober verkehrt Eurowings zudem samstags von Düsseldorf nach Heringsdorf sowie am gleichen Tag retour. Vom 15. April bis zum 28. Oktober können Gäste mit Lufthansa von Frankfurt nach Heringsdorf sowie in die Gegenrichtung reisen. Vom 4. Juni bis zum 10. September fliegt eine Maschine der Linie SkyWork immer sonntags von Bern nach Heringsdorf via Basel sowie am gleichen Tag zurück. Ab 2. September gelangen Gäste mit einer Maschine der Linie Germania immer samstags von Dortmundnach Heringsdorf und zurück.

Zügig an die Küste von Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist aus den deutschsprachigen Ländern mit der Bahn gut zu erreichen. Es bestehen umsteigefreie ICE-/IC-Direktverbindungen zum Beispiel aus den Regionen Rhein/Ruhr, Rhein/Main, Baden-Württemberg, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle, Erfurt und Berlin. Es werden ganzjährig Direktverbindungen auch bis auf die Insel Rügen angeboten. Ab München fährt beispielsweise ein ICE täglich umsteigefrei bis ins Ostseebad Binz beziehungsweise ein IC mit Halt in Neustrelitz und Waren (Müritz) ebenfalls täglich nach Rostock. Zudem gelangen Gäste täglich von Koblenz über Duisburg und Bremen mit einer direkten IC-Verbindung bis nach Binz. Von Karlsruhe über Frankfurt und Hannover besteht mehrmals täglich eine direkte IC-Verbindung nach Rostock und Stralsund. Attraktiv für Nachtschwärmer dürfte zudem die neue Verbindung mit dem Nacht-Intercity von Köln über Dortmund, Berlin, Neustrelitz und Rostock ins Ostseebad Binz sein. Bei gedimmtem Licht starten Reisende vom 23. Juni bis zum 1. September 2017 freitags um 23.00 Uhr in Köln und erreichen Binz um 11.15 Uhr. Außerdem ist Mecklenburg-Vorpommern entspannt im Schlaf erreichbar: Die neue Nachtreiseverbindung mit dem ÖBB Nightjet, die bequem über die Internetseite der Deutschen Bahn buchbar ist, startet beispielsweise täglich um 20.00 Uhr von Zürich und fährt über Karlsruhe, Frankfurt (Main) und Erfurt nach Berlin, wo samstags im Sommer um 6.30 Uhr ein direkter Anschlusszug nach Rostock, in die Mecklenburgische Seenplatte und weiter nach Rügen verkehrt. Aus Österreich können Urlauber die Euronight-Verbindung von Wien nach Berlin nutzen: Gäste starten um 22.50 Uhr in Wien, erreichen Berlin um 9.00 Uhr und können samstags bequem mit einem direkten Anschluss um 9.24 Uhr an die Ostseeküste oder in die Mecklenburgischen Seenplatte weiterreisen. Auch aus der Schweiz beziehungsweise aus Österreich bestehen sowohl Tagesverbindungen mit ICE-Zügen als auch weitere Nachtzugverbindungen nach Berlin und Hamburg mit Anschlüssen weiter zur Ostseeküste oder in die Mecklenburgische Seenplatte.

Fernbusse erweitern Flexibilität

Eine Reihe von Fernbusstrecken erweitern die Anreisemöglichkeiten nach Mecklenburg-Vorpommern zu günstigen Preisen. So erhöht „FlixBus“ seine Stopps im Nordosten 2017 auf mehr als 30 Ziele unter anderem auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sowie den Inseln Rügen und Usedom. Die Usedomer Bäderbahn bringt Gäste mit dem Bus unter anderem nach Berlin und Hamburg. Ein IC-Bus der Deutschen Bahn verkehrt täglich von Kopenhagen über Rostock nach Berlin und zurück. Von Schweden, Norwegen und Dänemark gelangen Gäste zudem mit Eurolines nach Rostock. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/anreise

Neue Produktionsmaschinen im Käsewerk in Blievenstorf

22 Arbeitsplätze werden gesichert

Produktdose, Foto: http://www.kaese-nordgut.de

Produktdose, Foto: http://www.kaese-nordgut.de

20. 3. 2017 – Die NORDGUT Käsewerk Hoffmann GmbH & Co. KG aus Blievenstorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat ihre Betriebsstätte um neue Produktionsmaschinen erweitert. Das Unternehmen produziert Schmelzkäse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Abpackgrößen und Sortierungen. „Das Traditionsunternehmen hat in neue Maschinen investiert, um seine Produktauswahl den veränderten Nahrungsmittelwünschen seiner Kunden anzupassen. Mit der Betriebserweiterung werden 22 Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Seit knapp 70 Jahren ist das Unternehmen in Blievenstorf ansässig und entwickelte sich von einer Sauermilchproduktion über die Herstellung von Kochkäse zu der heutigen Schmelzkäseproduktion. Mit den neuen Maschinen werden jetzt auch Bio Schmelzkäse und veganer Käse produziert.

 

Weltweit gefragt: Käse aus Mecklenburg

Das Unternehmen ist aus dem ehemaligen „Käho“ (Käsewerk Hoffmann) entstanden. Gründer Werner Hoffmann startete 1947 mit fünf Beschäftigten den Betrieb. Heute beliefert die NORDGUT Käsewerk Hoffmann GmbH & Co. KG nach eigenen Angaben Kunden in aller Welt, beispielsweise in die USA, nach Namibia und in der Europäischen Union. „Der Käse aus Mecklenburg ist eine beliebte Spezialität, die auch überregional stark nachgefragt wird. Das Unternehmen steht exemplarisch für eine Vielzahl von Betrieben, die die Ernährungsindustrie aus Mecklenburg-Vorpommern prägen“, sagte Glawe. Neben dem Käsewerk gibt es weitere Unternehmen mit einer langen Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens zur Betriebsstättenerweiterung betragen knapp 254.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 66.000 Euro.

Informationen zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

„Unsere Ernährungswirtschaft im Land ist gekennzeichnet durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment“, sagte Glawe. Derzeit sind in den 86 Betrieben über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 377 Millionen Euro im Monat. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Die Vielzahl der Betriebe zählt allerdings zu den mittelständischen Unternehmen. Im Land sind wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z.B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hierzu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.

AUF DEN KOPF GESTELLT – Roland Kaiser 2017

Die Tour zum neuen Album – Live 2017

Der 12. Februar 2016 ist ein Datum, das sich Roland Kaiser Fans rot im Kalender angestrichen hatten: der beliebte Sänger veröffentlichte sein neuestes Album „Auf den Kopf gestellt“. Und mit diesem neuen Programm geht Roland Kaiser im Frühjahr 2017 auch auf große Live-Tournee, die den Künstler im März und April durch 19 Städte von Hamburg, über Berlin, Leipzig, München bis nach Wien führen wird. Denn nichts geht über das Erlebnis, den Sänger und Entertainer Roland Kaiser live mit seiner Band auf der Bühne zu erleben. Roland Kaiser ist zweifelsohne im pop-kulturellen Kosmos Deutschlands eine Größe, mit der auch nach über 40 Jahren Karriere noch zu rechnen ist. Mit über 90 Millionen verkauften Tonträgern zählt der gebürtige Berliner zu den bekanntesten Protagonisten des deutschen Schlagers. Mit seinem letzten Album „Seelenbahnen“ gelang Kaiser 2014 ein grandioses Comeback, es erreichte Goldstatus. Jetzt beweist der Sänger mit dem Nachfolger „Auf den Kopf gestellt“ erneut, dass er sich weiter entwickeln, einen Schritt nach vorne machen und seine Fans mitnehmen kann. Moderne Pop-Schlager und gefühlvolle Balladen treffen auf lässige Lieder, vorgetragen mit der ganzen Routine einer über 40-jährigen Karriere. Roland Kaiser ist und bleibt der Grandseigneur des deutschen Schlagers.

Den Titel „Auf den Kopf gestellt“ hat er schon vor der Produktion im Kopf. „Ich wollte Songs“, erklärt er die Herangehensweise, „die darüber berichten, wie sich das Leben immer wieder auf den Kopf stellt: Weil man einen neuen Partner findet, den alten verlässt, den Job verliert, von einer schweren Krankheit genesen ist, da spielt alles Mögliche eine Rolle.“ „Die Songs müssen zu mir und meinem Alter passen“, stellt er fest. Und verstellt hat sich der gebürtige Berliner noch nie. „Das Publikum vor der Bühne hat eine Erwartungshaltung und ich wahre dadurch gleichzeitig meinen Stil.“ Das honorierte am 17. 3. 2017 auch das Publikum in der ausverkauften Stadthalle in Rostock mit frenetischen Ovationen. (Quelle: eventim.de)

Girlsday 2017, Foto: Joachim Kloock

Girlsday 2017, Foto: Joachim Kloock

17.3.2017 – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese spricht sich zum morgigen Equal Pay Day (18. März) für die vollständige Gleichstellung von Frauen und Männern auch auf dem Arbeitsmarkt aus. „Ich möchte, dass der Equal Pay Day in naher Zukunft nicht mehr auf den 16., 17. oder 18. März, sondern auf den 1. Januar fällt“, sagte Drese. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekommen Frauen noch immer im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. So betrugen 2016 die Bruttostundenlöhne der Frauen 16,26 Euro, während Männer auf 20,71 Euro kamen. Diese Lohnlücke ist zum Teil mit strukturellen Unterschieden zu erklären. Frauen arbeiten öfters in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung, wo der Verdienst pro Stunde im Vergleich grundsätzlich geringer ist als bei Menschen in Vollzeitbeschäftigung. Außerdem arbeiten Frauen oft in Branchen, in denen Arbeitnehmer automatisch schlechter bezahlt werden – etwa im sozialen Bereich. Drese: „Fair und gerechtfertigt ist dies nicht. Hier muss in unserer Gesellschaft insgesamt ein Umdenken stattfinden. Die Arbeit als Erzieherin, Kranken- oder Altenpflegerin verdient auch eine höhere finanzielle Wertschätzung.“ Aber selbst bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit von Männern und Frauen bleibe eine bereinigte Gehaltslücke von bundesweit etwa sechs Prozent, verdeutlichte die Ministerin. „Deshalb brauchen wir das Entgelttransparenzgesetz, das gerade im Bundestag beraten wird“, so Drese. Das Gesetz schreibe erstmals den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ fest. Unternehmen und öffentlicher Dienst sollen sich mit den Ursachen der Lohnlücke auseinandersetzen. Durch die Transparenz von Entgeltsystemen soll mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern geschaffen werden. Darüber hinaus will Ministerin Drese den eingeschlagenen Weg einer ursachenbezogenen Bekämpfung von Entgeltungleichheit fortzusetzen. „Dies geschieht z.B. durch den stetigen Kita-Ausbau, Maßnahmen zur Berufsorientierung und Erweiterung des Berufswahlspektrums für Mädchen und Jungen und Unterstützerprogramme für mehr Frauen in Führungspositionen in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“, so Drese.

Hintergrund: Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Umgerechnet auf den Lohnabstand von 21 Prozent ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen 2017 umsonst arbeiten.

Flutungspolder Lenzerwische schützt länderübergreifend

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Flutungspolder Lenzer Wische, Grafikquelle: INROS LACKNER

17.3.2017 – „Hochwasser hält sich nicht an Ländergrenzen. Insofern muss der vorsorgende Hochwasserschutz auch länderübergreifend betrachtet und organisiert werden. Aus diesen Gründen hat Mecklenburg-Vorpommern ein erhebliches Interesse daran, dass bereits im Oberlauf der Elbe alles getan wird, um die Hochwassergefahren im Unterlauf zu mindern“, sagte der Minister für Umwelt und Landwirtschaft Dr. Till Backhaus heute auf der Burg Lenzen (Brandenburg) anlässlich der feierlichen Unterzeichnung der Vereinbarung zum Projekt „Flutungspolder Lenzerwische“. Wie auch schon mit der Flutung der Havelpolder 2002 und 2013 unter Beweis gestellt wurde, sind Flutungspolder ein wirksames Mittel für die Absenkung des Hochwasserscheitels. Das ist vor allem wichtig für die Unterlieger, zu denen Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zählen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages am 6. März 2008 die gemeinsame Verantwortung im länderübergreifenden Hochwasserschutz dokumentiert. Der Ausbau der Lenzerwische als Flutungspolder wurde als Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms durch die Umweltministerkonferenz als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2013 beschlossen. Hauptziel ist es, Rückhalteräume von rund 4.400 Hektar an Elbe und Löcknitz zu schaffen, um die Unterlieger in Mecklenburg-Vorpommern – hier vor allem die Stadt Dömitz – und Niedersachsen bei extremen Hochwasserereignissen zu entlasten. Experten haben in einer Untersuchung ermittelt, dass bei einer Flutung mit der als Vorzugslösung herausgearbeiteten Variante eine Wasserspiegelabsenkung von bis zu 25 cm möglich ist. „Das mag angesichts der derzeit prognostizierten Kosten für den Bau der Flutungspolder von etwa 42 Millionen Euro gering erscheinen, aus eigener Erfahrung und in Anbetracht des Schadenspotentials allein in Mecklenburg-Vorpommern sind 25 cm jedoch viel. 2013 hatten wir in Boizenburg gerade noch 28 cm Luft bis zur Deichkrone, 25 cm mehr hätten uns ruhiger schlafen lassen“, so der Umweltminister. „Ich denke, jeder, der schon einmal bei der Hochwasserabwehr mitgewirkt hat, wird mir beipflichten, wenn ich sage, jeder Zentimeter zählt. Insofern danke ich den Brandenburger Kollegen, dass sie die Federführung für dieses Projekt übernommen haben, das für den länderübergreifenden Hochwasserschutz so wichtig ist. Ich versichere, dass Mecklenburg-Vorpommern sich solidarisch an der Finanzierung, Bereitstellung von Flächen und fachlichem Know-how sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung beteiligen wird“, sagte Backhaus abschließend.