Stummfilm PANZERKREUZER POTEMKIN am 5. September in Wismar

PANZERKREUZER POTEMKIN (UdSSR 1925)

Panzerkreuzer Potemkin, Fotoquelle: Filmbüro MV

Stummfilm von Sergei Eisenstein mit Chris Jarrett am Klavier am Dienstag, 5. September um 19:00 Uhr

Die Filmreihe 100 Jahre Revolutionen ist eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV in Wismar in Kooperation mit dem Filmbüro MV. Eisensteins Stummfilmklassiker gilt als einer der herausragenden Werke der internationalen Filmgeschichte. Chris Jarrett hat eine Komposition zu Eisensteins Stummfilm geschrieben. Thema dieses Films ist der russische Volksaufstand im Jahre 1905. Chris Jarretts ganz eigenständige, teils durchkomponierte, teils improvisierte Partitur unterstreicht die antimilitaristische Botschaft Eisensteins. Seine Musik ist aber weit mehr als nur Begleitung zum Film – sie wirkt auf eine ganz persönliche Art kommentierend und ergreift Partei für die Unterdrückten.

Panzerkreuzer Potemkin, UdSSR 1925, Stummfilm, s/w, R: Sergei Eisenstein, 70 min., FSK 12. Mit Chris Jarrett am Piano und einer Einführung durch Ulrich Grunert. Im Anschluß: Filmgespräch mit Chris Jarrett, Moderation: Ulrich Grunert. Kino im Filmbüro, Bürgermeister-Haupt-Str. 51, Wismar, Einlaß 18:30 Uhr, Eintritt: 8 € im Vorverkauf/ 10 € Abendkasse. Kartenreservierung im Filmbüro: (03841) 618 100 und info@filmbuero-mv.de. Vorverkauf: Filmbüro MV und Tourist-Information Wismar (03841) 19433.

http://www.wismar.de/Tourismus-Welterbe

 

Eine Insel voller Filme – Rügen im Leinwandfieber

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Das 1. Rügen International Film Festival bringt vom 4.-8. Oktober 2017 Filmkultur aus den neun Ostsee-Anrainerstaaten auf die Leinwände der Insel-Kinos und zeigt anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Europäischen Filmpreises als einziges deutsches Festival eine Retrospektive. Den Zuschauer erwarten an historischen, stimmungsvollen und innovativen Spielorten auf der Insel Rügen, in Stralsund und in Greifswald exquisite Publikumsfilme, die im eigenen Land erfolgreich waren. Darüber hinaus werden filmische Neuentdeckungen in insgesamt vier Festivalsektionen zu sehen sein. Das Festivalprogramm liest sich wie eine erlesene Auswahl der nordischen Filmproduktion – abwechslungsreich, anspruchsvoll, innovativ und darüberhinaus treffsicher in der Rahmengestaltung. Ab dem 15. August ist das gesamte Programm online abrufbar unter www.ruegenfilmfestival.de. Hier werden alle Festival-Filme und Beiträge ausführlich dargestellt und zusätzlich stehen umfangreiche Informationen über weitere Programmpunkte, Veranstaltungen und Specials zur Verfügung. Als Eröffnungsfilm des 1. Rügen International Film Festival gibt der neue Usedom-Krimi TRUGSPUR unter Regie von Jochen Alexander Freydank den Festival-Startschuss. Im Film erleben wir Katrin Sass als Ex-Staatsanwältin Lossow und zur Eröffnung des Festivals wird die bekannte Schauspielerin persönlich als Ehrengast begrüßt.

In der Festivalsektion Wettbewerb konkurrieren neun Publikumslieblinge aus den Nachbarländern rund um die Ostsee. Eine hochkarätig besetzte internationale Jury vergibt den mit 7500,- Euro dotierten Preis für den besten Film. Die Zuschauer können ihren Favoriten wählen und mitbestimmen, wer den Publikumspreis gewinnt. Zu sehen ist beispielsweise der raffinierte Psycho-Thriller FREDDY/EDDY (Deutschland 2016) – ausgezeichnet mit dem Preis für die beste Regie auf dem 14. „Baltic Debut“-Filmfestival in Svetlogorsk, Russland, im Juli diesen Jahres. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Filmakademie erleben die Zuschauer in der Reihe European Highlights Preisträger aus 30 Jahren europäischer Filmpreis. In der Reihe Inselwelten werden Sie spannende Dokumentar- und Spielfilme entdecken, die sich mit Inseln an sich und mit dem Leben auf Inseln weltweit beschäftigen. In dieser Sektion wird der mit 2000,- Euro dotierte Sonderpreis „Leben am Wasser“ vergeben. Großes Augenmerk liegt auch auf der vierten Programmreihe Local Heroes. Hier werden polnische und deutsche Filme aus der Region und über die Region Pommern gezeigt. Gemeinsam mit den Partnerfestivals Szczecin (SEFF) und Rostock(FiSH) wurden auch Filme von Nachwuchstalenten ausgesucht, die nun auf dem Rügen International Film Festival präsentiert werden. In dieser Sektion wird der Findlingspreis vergeben, verbunden mit einer Tour des Gewinnerfilms durch die Kinos in Mecklenburg-Vorpommern. Einer der Beiträge: DAS KABARETT AN DER OSTSEE (Deutschland 2017) – tausende Ostsee-Urlauber trainieren jährlich ihre Hirn- und Lachmuskeln in den Vorstellungen wandernder Kabarettisten. Im Film gestatten die Helden der Unterhaltung Blicke hinter die Bühne.

Während des fünftägigen Filmfestivals bietet sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Zu zahlreichen Filmvorführungen werden zahlreiche Filmemacher erwartet, die nach den Vorführungen auch gern für Filmgespräche zur Verfügung stehen. Höhepunkte zum Filmfestival sind der gemeinsam mit der Europäischen Filmakademie veranstaltete Regie- Workshop „A Sunday in the Country“ sowie ein deutsch-polnisch-pommersches NDR Special. Der Baltische Abend am Freitag im Yachthafen Lauterbach / Im Jaich ist eines der Specials im Programm. Nach den Filmen aus dem Baltikum ist die Band „SUBTILO-Z“ aus Litauen avisiert – sie tritt zum ersten Mal in Deutschland auf. Im Anschluss an das Konzert ist die Tanzfläche offen. Weitere Specials sind die Matinées am Samstag und Sonntag im Theater Putbus, als Gast wird unter anderem der Regisseur Dani Levy erwartet, gezeigt wird sein Film: ALLES AUF ZUCKER! (Deutschland 2004). Der Karten-Vorverkauf für das 1. Rügen International Film Festival startet am 4. September 2017. Die Karten sind online über eventim, an angeschlossenen Verkaufsstellen, an den Abendkassen und beim Medienpartner Ostsee-Zeitung erhältlich. Unser ausdrücklicher Dank für die großzügige Unterstützung des 1. Rügen International Film Festival gilt den Städten und Gemeinden SellinStralsundBaabe, Göhren, SassnitzPutbus und Binz sowie der Tourismuszentrale Rügen.

Erstmals Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft ausgelobt

Forschungsaktivitäten mit Unternehmen in der Ernährungswirtschaft ausbauen – mehr innovative Projekte gebraucht

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bindet die Würste ab, ROSTOCKER Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH, Foto: Joachim KloockDas Wirtschaftsministerium lobt zum ersten Mal einen Ideenwettbewerb im Bereich der Ernährungswirtschaft aus. „Wir rufen Wirtschaft und Wissenschaft auf, Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Ernährungswirtschaft zu initiieren. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit im Zukunftsfeld Ernährung zu verbessern und damit die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen nachhaltig zu unterstützen. Hier haben wir noch Nachholbedarf“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Ernährung ist eines von sechs Zukunftsfeldern, welches die Ausrichtung der Technologieschwerpunkte des Wirtschaftsministeriums darstellt. Die Projekte im Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft können bis zum 08. November in schriftlicher oder digitaler Ausführung beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden. Für den Wettbewerb stehen vom Wirtschaftsministerium Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für Projektförderungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Forschungsaktivitäten mit Unternehmen in der Ernährungswirtschaft ausbauen

„Die bisherigen Forschungsaktivitäten in dieser Branche sind sehr gering. Innerhalb der Ernährungswirtschaft müssen noch mehr innovative und international marktfähige Produkte entwickelt werden. Das schafft Arbeitsplätze bei uns im Land und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Mit dem Wettbewerb wollen wir Anreize schaffen, das Engagement von Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Forschung und Entwicklung zu erhöhen“, so Glawe weiter. Im Zeitraum 2015 bis 2016 sind 10 Projekte im Ernährungsbereich mit Zuschüssen vom Wirtschaftsministerium in Höhe von insgesamt 1,86 Millionen Euro bewilligt worden. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Das Wirtschaftsministerium und die Hochschule Neubrandenburg haben den Wettbewerb gemeinsam vorbereitet. „Die Zukunftsfähigkeit der Branche resultiert in erster Linie aus der regionalen und überregionalen Absatzfähigkeit der im Land produzierten Produkte. Dies in Verbindung mit modernen Verarbeitungstechnologien, innovativen Prozessabläufen vom Erzeuger bis zum Konsumenten und einer hohen Qualifikation der Fachkräfte trägt zur Sicherung und Steigerung der Wertschöpfungskette im Land bei“, sagte der Prorektor für Forschung, Wissenstransfer und Internationales der Hochschule Neubrandenburg, Prof. Dr. Gerd Teschke. Die Hochschule Neubrandenburg ist auch Mitglied der Jury im Wettbewerb.

Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Unternehmen weiter bei Vorhaben unterstützen

In 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie sind über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Ernährungswirtschaft in MV ist gemessen an ihrem Gesamtumsatz von ca. 4,5 Milliarden Euro jährlich der größte Industriezweig innerhalb des verarbeitenden Gewerbes in unserem Bundesland. Sie hat einen Gesamtanteil von 33 Prozent an den Gesamtumsätzen des verarbeitenden Gewerbes“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Schwerpunkte im Wettbewerb

Teilnahmeberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen und große Unternehmen, die eine Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern haben, sowie Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt ist in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Die Jury setzt sich aus fachkompetenten Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zusammen. Es gibt drei mögliche Schwerpunkte im Wettbewerb. Hierzu zählen „Gesunde Ernährung“ (Lebensmittel mit nachgewiesener Gesundheitswirkung, bioaktive Inhaltsstoffe, Enzym- und Biotechnologie, funktionelle, gesundheitsbezogene Lebensmittel); „Technologische Innovation“ (Rohstoffe und Produkte, innovative Verarbeitungstechnologien in der Lebensmittelproduktion sowie Lebensmittelverpackungen mit Funktion sowie „Prozessinnovation“ (Prozessinnovation in der Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Konsumenten, Automatisierung in der Qualitätskontrolle für Lebensmittelrohstoffe und -produkte).

Ansprechpartnerin für den Wettbewerb im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: Referat Technologie, Frau Carina Schröder, Johannes-Stelling-Straße 14, 19053 Schwerin, Tel.: 0385-588-5316, E-Mail: c.schroeder@wm.mv-regierung.de

Bildunterschrift: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bindet die Würste ab, ROSTOCKER Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH, Foto: Joachim Kloock

Pokalspiel F. C. Hansa Rostock – Hertha BSC 0:2 am 14. 8. 2017

Die gesamte Bildergalerie unter https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock –  Janis Blaswich – Joshua Nadeau, Julian Riedel, Oliver Hüsing, Fabian Holthaus – Bryan Henning (87. Mounir Bouziane), Amaury Bischoff, Mike Owusu (70. Soufian Benjamina), Stefan Wannenwetsch, Marcel Hilßner – Marcel Ziemer (87. Selcuk Alibaz).

Hertha BSC – Rune Jarstein – Per C. Skjelbred, Karim Rekik, Vladimir Darida, Alexander Esswein (90. + 3 Ondrej Duda) – Salomon Kalou (80. Genki Haraguchi), Mathew Leckie, Sebastian Langkamp, Vedad Ibisevic – Marvin Plattenhardt, Mitchell Weiser.

Tore – 0:1 Mitchell Weiser (86.), 0:2 Vedad Ibisevic (90. + 2).

Schiedsrichter – Robert Hartmann (Wangen), Thomas Stein, Johannes Huber.

Zuschauer – 22.400

Meeresforscher und Zoo-Experten in Rostock wollen zusammenarbeiten

Im POLARIUM wird die erfolgreiche Quallenzucht ausgeweitet

Kompassqualle, Foto: Joachim Kloock

Kompassqualle, Foto: Joachim Kloock

15.8.2017 – Der Rostocker Zoo und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) mit Sitz in Warnemünde werden künftig auf dem Gebiet der Quallenforschung zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperation haben Zoodirektor Udo Nagel und der Direktor des IOW, Prof. Ulrich Bathmann, am Montag vereinbart. Die neue Partnerschaft wurde vom Rostocker Bundestagsabgeordneten Peter Stein initiiert, der sich als Mitglied der Ostseeparlamentarierkonferenz, der Baltic Sea Parliamentary Conference (BSPC), unter anderem für „Saubere Meere“ einsetzt. Die Ostseeparlamentarierkonferenz ist das parlamentarische Forum der Ostseeanrainerstaaten, in dem neben wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen auch Probleme des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und der Energiepolitik diskutiert werden. „Mit dem IOW haben wir viele Schnittmengen“, betonte Udo Nagel. „Einen kleinen Ausschnitt der Unterwasserwelt, die die Wissenschaftler in den Meeren untersuchen, zeigen wir auch in unseren Aquarien. Insbesondere mit unserer erfolgreichen Quallenzucht haben wir uns einen Namen gemacht. Fünf Jahre nach Start der Quallenhaltung sind die Tierpfleger in einem regen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus dem Zoo Berlin, dem Zoo in Wien und nicht zuletzt dem Enoshima-Aquarium in Japan, mit dem uns seit vergangenem Jahr ein Kooperationsvertrag verbindet“, so Nagel. Die Quallenzucht soll mit dem POLARIUM mit der Präsentation weiterer Arten ausgeweitet werden. Auch deshalb freut sich der Biologe und Meeresforscher Prof. Ulrich Bathmann auf die Zusammenarbeit mit dem Zoo. „Mit dem Know-how der Zoo-Experten und der exzellenten Versorgungstechnik in der Aquaristik ergeben sich hervorragende Synergien. Der Zoo ist ein interessanter Praxispartner für unsere Wissenschaftler und unsere Nachwuchsarbeit“, so Bathmann.

Abtauchen in Meereswelten

Angedacht sind gemeinsame Projekte rund um die Quallen, die mit zu den ältesten noch lebenden Tiere der Erdgeschichte zählen. Themen von gegenseitigem Interesse sind unter anderem Aspekte der Lebensweise der Quallen, ihrer Vermehrung und Ansprüche an ihre Umwelt. Berührungspunkte gibt es darüber hinaus beim Thema Verschmutzung der Meere und der daraus resultierenden Probleme für alle Meeresbewohner. Korallenriff und Quallenkreisel waren mit der Eröffnung des DARWINEUM vor fünf Jahren absolutes Neuland für den Rostocker Zoo. Diese Unterwasserwelten gehören zu den Besuchermagneten. Der Zoo hält derzeit Polypen von etwa 20 Quallenarten, Medusen von etwa zehn Arten, darunter die Wurzelmundquallen, die Kompassquallen und Spiegeleiquallen. Im POLARIUM, das im kommenden Jahr zum 800. Stadtgeburtstag eröffnet werden soll, werden in einer eigenen Quallenkoje weitere sieben Arten gezeigt, die derzeit schon in Rostock gezüchtet, bisher aber noch nicht zur Schau gestellt wurden. Mit Bau und Betrieb des POLARIUM strebt der Zoo weitere wissenschaftliche Kooperationen mit Institutionen an, die sich mit polaren Lebenswelten befassen. Partnerschaften mit wissenschaftlichen Einrichtungen haben sich in der Vergangenheit für jeweils beide Seiten mehrfach bewährt – zur Verbesserung der Tierhaltung, aber auch für die Bereiche Marketing, Kommunikation, Gestaltung, Besucherbefragung und Technik. So pflegt der Zoo enge Kontakte mit der Rostocker Universität und ihren Fachinstituten, mit der Hochschule Wismar und der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Das IOW ist ein Meeresforschungsinstitut, das sich auf die Küsten- und Randmeere und unter diesen ganz besonders auf die Ostsee spezialisiert hat. Mit einem interdisziplinären Ansatz wird Grundlagenforschung zur Funktionsweise der Ökosysteme der Küstenmeere betrieben. Die Ergebnisse sollen der Entwicklung von Zukunftsszenarien dienen, mit denen die Reaktion dieser Systeme auf die vielfältige und intensive Nutzung durch die menschliche Gesellschaft oder auf Klimaänderungen veranschaulicht werden kann. www.io-warnemuende.de

Bildunterschrift: Die Kompassqualle ist eine vor allem im Atlantik, im Mittelmeer, in der Nordsee und im Kattegat anzutreffende Schirmquallenart. Zu sehen ist sie auch im DARWINEUM im Zoo Rostock. Foto: Joachim Kloock

Schwesig trifft Gabriel: Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben

Hanse Sail Rostock, Foto: Joachim Kloock

Hanse Sail Rostock, Foto: Joachim Kloock

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig setzt sich gemeinsam mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für die Traditionsschifffahrt in Deutschland ein

13.8.2017 – „Unsere Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben. Sie begeistern jedes Jahr auf großen Volksfesten wie der Hanse Sail Tausende von Besuchern. Die Mehrzahl dieser Segelschiffe wird von ehrenamtlich getragenen Vereinen betrieben. Diese wertvolle Arbeit darf jetzt nicht zerstört werden“, erklärten Schwesig und Gabriel zum Abschluss der 27. Hanse Sail in Rostock. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesaußenminister waren dort gestern zu einem Gespräch zusammengetroffen. „Ich bin bei der Eröffnung der Hanse Sail von den Traditionsschiffern noch einmal auf ihre Probleme angesprochen worden und nehme ihre Sorgen sehr ernst. Es ist nachvollziehbar, dass das Bundesverkehrsministerium Regelungen treffen will, um die Sicherheit an Bord und auf See zu erhöhen. Aber die jetzt vorgeschlagene Verordnung stellt zu hohe Hürden auf. Da muss es zu Änderungen kommen. Ich habe deshalb Bundesaußenminister Gabriel, der sich schon in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister sehr für die Traditionsschifffahrt eingesetzt hat, gestern auf dieses Thema angesprochen. Ich freue mich sehr, dass er in dieser wichtigen Frage an unserer Seite steht“, sagte Schwesig. „Die traditionelle Schifffahrt ist nicht nur Teil unseren kulturellen Erbes in Norddeutschland, sondern auch ein Magnet für die vielen Touristen. Wir dürfen sie nicht durch unnötige Bürokratie kaputt machen lassen. Traditionsschiffe müssen eine Zukunft haben.“ erklärte Außenminister Sigmar Gabriel.

Offener Brief zum DFB-Pokal-Spiel des F. C. Hansa Rostock gegen Hertha BSC

Ostseestadion, Foto: Joachim Kloock

Ostseestadion, Foto: Joachim Kloock

Liebe Hansafans,

am Montag trifft unser Team in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Hertha BSC. Zu der Partie gegen den Erstligisten aus der Hauptstadt werden über 20.000 Hanseaten ins Ostseestadion kommen. Zudem werden unzählige Zuschauer das Spiel live im Fernsehen mitverfolgen. Unsere Jungs sind heiß und wollen alles daran setzen, für euch, für unseren Verein und für sich die Sensation perfekt zu machen und bei diesem typischen „David gegen Goliath“-Spiel als Sieger vom Platz zu gehen. Zweifelsohne können wir uns also auf einen spannenden Pokal-Fight und auf eine beeindruckende Kulisse gefasst machen. Trotz allem Kampfgeist und Ehrgeiz wollen wir allerdings sowohl auf dem Platz als auch auf den Tribünen ein fairer Gegner und ein guter Gastgeber sein. Erst in dieser Woche, also unmittelbar vor diesem für uns so wichtigen Spiel, wurden wir durch das Sportgericht des DFB für das Fehlverhalten unserer Anhänger mit einer harten Strafe belegt. Mindestens zwei Auswärtsspiele müssen ohne unsere stimmgewaltigen Fans stattfinden und die Mannschaft somit bei zwei wichtigen Spielen ohne den treuen Auswärts-Support auskommen. Umso wichtiger ist es, mögliche weitere Konsequenzen durch unsportliches Verhalten auf den Rängen und andere negative Randerscheinungen zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für das Pokal-Spiel gegen Hertha BSC. Die Scheinwerfer der Öffentlichkeit und die Augen Fußball-Deutschlands werden bei dieser Partie auf uns gerichtet sein – vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um ein Hochsicherheitsspiel handelt. Seit dem letzten Aufeinandertreffen mit Hertha im März 2008 hat es unzählige Drittortauseinandersetzungen gegeben. Die Brisanz dieser Partie ist also nicht nur sportlich hoch, sondern in jeglicher Beziehung.

Unterschiedliche Auffassungen mit dem DFB

Um eines klar und deutlich zu sagen: Auch wir haben bei vielen Dingen eine andere Meinung als der Deutsche Fußball-Bund. Zuletzt wurde dies öffentlich sehr deutlich, als wir die Art und Weise des Zustandekommens der Drittliga-Partnerschaft kritisierten. Und auch bei anderen Themen haben wir unseren eigenen mit dem DFB nicht konformen Standpunkt vertreten und unsere Irritation über Entscheidungen des DFB und vor allem über die Kommunikation dieses großen Verbandes mit seinen Mitgliedern öffentlich geäußert. Insbesondere im Hinblick ausgesprochener Strafen haben wir mehrfach zum Dialog aufgerufen. Wir setzen uns klar und deutlich für einen runden Tisch ein. Seien es nun die ausgesprochenen Strafen oder aber auch unsinniger Vandalismus – am Ende ist bei allem nur einer der große Verlierer: der Fußball und damit vor allem auch unser geliebter Verein! Selbstverständlich ist das Strafensystem des Sportgerichtes oftmals schwer nachvollziehbar und die Sinnhaftigkeit von Kollektivstrafen mehr als zweifelhaft. Mehr als fragwürdig sind auch Maßnahmen wie zuletzt beim Auswärtsspiel in Erfurt, wo unser Fanblock mit Nato-Stacheldraht „nachgebessert“ wurde, als handele es sich bei Hansa-Anhängern um Strafgefangene, die auf Freigang aus dem Hochsicherheitstrakt sind. Aber die Kritik und das Unverständnis darüber dürfen dennoch kein Freibrief für Fehlverhalten sein – auch wenn ein jeder sicherlich zu diesem Fehlverhalten eine andere Sichtweise haben mag und für eine nicht unwesentliche Zahl von Anhängern bestimmte Handlungen zu ihrem persönlichen Fandasein gehören.

Im Vordergrund steht immer der Verein

Daher kann der Appell – nicht nur, aber eben gerade auch für das Pokalspiel gegen Hertha BSC – an einen jeden einzelnen von uns Hanseaten nur sein, alles zu unterlassen, was den F. C. Hansa und auch euch schadet! Wir alle wissen, dass bestimmte Handlungen Strafen (auch drakonische) nach sich ziehen werden. Ein späteres Lamentieren und Jammern über die Höhe und die Urteilsbegründung wird unserer Kogge dann nicht helfen können! Helfen kann unserer Kogge nur, wenn der Support im Ostseestadion noch stimmungsvoller als sonst schon ist und die Jungs um Pavel Dotchev gerade in diesem Spiel noch mehr von euch getragen und nach vorn gepeitscht werden. Helfen kann nur, wenn sich ein jeder von uns auf den Rängen seiner Verantwortung gegenüber unseres geliebten Vereines bewusst ist und alles unterlässt – egal welchen Standpunkt er vertritt und welche Meinung er gegenüber dem DFB derzeit hat – was der Kogge schaden kann! Ich bitte daher alle, sich ihrer Verantwortung für unseren Verein bewusst zu sein. Wir sind alle Teil von etwas ganz Großem und darauf können wir stolz sein. Deshalb sollte jegliches Verhalten und jegliche Handlung an diesem Tage nur im Zeichen unserer Kogge stehen…

Vergesst nie, dass einzig und allein der F. C. Hansa Rostock im Vordergrund steht!

Weiß-blaue Grüße
Robert Marien
– Vorstandsvorsitzender des F. C. Hansa Rostock –