Preise für Geschichtswettbewerb in MV verliehen

Ministerin Hesse lobt Neugier und Enthusiasmus von Schülerinnen und Schülern 

Heiligen-Geist-Kirche, Foto: Joachim Kloock

Heiligen-Geist-Kirche, Foto: Joachim Kloock

10.10.2017 – Bildungsministerin Birgit Hesse hat heute die Auszeichnungen des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung an die Gewinnerinnen und Gewinner aus Mecklenburg-Vorpommern übergeben. „Wenn Schülerinnen und Schüler sich neben dem Unterricht noch mit so viel Energie in ein Thema vertiefen und es neu erschließen, dann zeugt das von Neugier und Enthusiasmus. Es ist toll zu sehen, dass Geschichte das auslösen kann, und noch toller, was die Kinder und Jugendlichen dann daraus machen“, sagte Hesse am Rande der Preisverleihung im Schweriner Schloss. „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ lautete das Motto dieser 25. Ausschreibung des Wettbewerbs, an dem sich in Mecklenburg-Vorpommern knapp 150 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 25 Beiträgen beteiligt hatten. „Gerade in einem ostdeutschen Bundesland ist das ein faszinierendes Thema, denn in vielen Familien ist die Bindung zur Kirche verloren gegangen. Und das, obwohl Mecklenburg-Vorpommern historisch eine christlich geprägte Landschaft hat“, so die Ministerin. „Mit Blick auf die Gegenwart liefern das bevorstehende Reformationsjubiläum und die Auseinandersetzung mit dem Islam reizvolle Ansatzpunkte“, lobte Hesse die Themenwahl der Körber-Stiftung. Die Ministerin dankte auch den Lehrerinnen und Lehrern, die ihre Schüler bei der Arbeit an ihren Wettbewerbsbeiträgen unterstützt haben. „Dieses zusätzliche Engagement einzelner Lehrkräfte hilft den Schülerinnen und Schülern hier mit noch besseren Leistungen aufzuwarten. Der Preis ist damit auch eine Anerkennung für die Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Schülerinnen und Schüler ermutigen, sie motivieren und durch das Projekt begleiten“, betonte Hesse. Die vier Siegerprojekte kommen in diesem Jahr von Schülerinnen und Schülern vom Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg, von der CJD Christophorusschule Rostock, der Werkstattschule Rostock und vom Gerhard-Hauptmann-Gymnasium Wismar. Die Förderpreise gingen an ein Projekt der Grundschule Röbel und an eines der Werkstattschule Rostock.

Advertisements

CO2-frei im Jahr 2050! Greifswald schnürt ambitioniertes Maßnahmenpaket

Jeannette von Busse und Michael Busch, Foto: Presse HGW

Jeannette von Busse und Michael Busch, Foto: Presse HGW

Betriebliche Fuhrparkmanagements, Ökostrom für städtische Gebäude, wieder vernässte Moore im Stadtgebiet, autofreie Wohnquartiere oder die Einführung einer „grünen“ Hausnummer für energetisch sanierte Eigenheime – das sind nur einige von insgesamt 55 Maßnahmen, mit denen Greifswald bis zum Jahr 2050 nahezu CO2-frei sein möchte. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch im Vergleich zu 1990 halbiert werden. Enthalten sind diese Vorschläge im fast 200-seitigen „Masterplan 100 % Klimaschutz“, der ab 16. Oktober in den bürgerschaftlichen Gremien beraten wird. Die Universitäts- und Hansestadt gehört damit zu bundesweit 22 Kommunen, die sich ein solches ehrgeiziges Klimaschutz-Ziel setzen.  Unterstützt wird sie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Der Bund will mit den Masterplan-Kommunen Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes schaffen, an denen sich andere Städte orientieren können. „Schon seit vielen Jahren verfolgt Greifswald anspruchsvolle Ziele beim Klimaschutz“, erinnerte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder bei einem Pressegespräch. „Der Masterplan ist nun die konsequente Weiterführung der bisherigen Anstrengungen. Mit ihm zeigen wir auf, wie diese Ziele erreicht werden können. Ob wir sie tatsächlich umsetzen, liegt auch an jedem einzelnen. Man kann Klimaschutz nicht befehlen. Wenn wir diese ambitionierten Ziele schaffen wollen, geht das nur gemeinsam mit allen Greifswalderinnen und Greifswaldern.“ „Auf dem Weg der Umsetzung wird die Stadt die Bürger begleiten“, versicherte die Senatorin für Bauen und Umwelt, Jeannette von Busse. Als ein Beispiel präsentierte sie eine druckfrische Broschüre zum energieeffizienten Sanieren und Bauen als Handreichung für private Bauherren. Gleichzeitig bedankte sie sich bei allen Beteiligten, die dieses umfangreiche Konzept in nur einem Jahr erarbeitet haben.

Masterplan-Manager Michael Busch erläuterte, wie ein gangbarer Weg aussehen könnte. „Wenn beispielsweise unser Gebäudebestand soweit energetisch saniert würde, dass er lediglich etwa ein Drittel weniger an Energie für Heizung und Warmwasser benötigt und wir den verbleibenden Bedarf hauptsächlich über Fernwärme, Solarenergie und Geothermie decken, kommen wir unseren Zielen schon einen großen Schritt näher. Strom sollte generell aus erneuerbaren Energien gewonnen werden und wir müssen die Bedeutung des Autos in unserem Mobilitätsverhalten grundlegend überdenken. Tatsache ist – ein solches Umdenken muss in allen Bereichen erfolgen, egal ob kommunale Einrichtungen, Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen, private Haushalte oder beim Verkehr.“ Allerdings sind wir als Stadt auch von externen Faktoren, wie bspw. Gesetzesänderungen abhängig, auf die wir nur bedingt Einfluss haben. Die Stadtverwaltung gehe in Sachen Klimaschutz  mit gutem Beispiel voran, betonte Bausenatorin Jeannette von Busse. „Dank der Gebäudeleittechnik und einem Energiemanagement ist der Energiebedarf in kommunalen Gebäuden stetig zurückgegangen.“ Allerdings sei der Strombedarf aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Sondertechnik wie zum Beispiel der Lüftungsregelung oder Bewegungsmeldern gleich geblieben. Neue Gebäude würden nach dem Prinzip des nachhaltigen Bauens errichtet. „Ganz aktuell bemüht sich die Stadt zudem um den Ausbau der Elektro-Mobilität in Greifswald. Wir wollen in Kooperation mit den Stadtwerken nach sinnvollen Standorten für E-Ladesäulen suchen, so die Senatorin. In den nächsten Jahren werde auch ein städtisches zentrales Fuhrparkmanagement angestrebt.

Greifswald – gefördert durch die Nationale Klimaschutzrichtlinie

Als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern hatte Greifswald zum 1. Juli 2016 vom Bundesumweltministerium den Zuschlag für einen „Masterplan 100% Klimaschutz“ erhalten. Das Vorhaben wird zu 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert, nur 5 Prozent der Kosten sind durch die Stadt selbst zu tragen. Die Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von 4 Jahren. Im ersten Jahr war ein Konzept zu erarbeiten, das beschreibt, mit welchen ökologischen und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen der Energiebedarf der Stadt gesenkt werden kann und wie alle Akteure einbezogen werden können. In den nun folgenden drei Jahren kann aus den Masterplanmitteln ein konkretes Projekt umgesetzt werden. Greifswald erhält für die Aufstellung eines solchen Masterplans einschließlich der Finanzierung einer Personalstelle über vier Jahre verteilt insgesamt 389.000 Euro. Es ist das zweite Mal nach 2010, dass ein solches Programm ausgelobt wurde. Bei der ersten Kampagne erhielten insgesamt 19 ausgewählte Kommunen und Landkreise den Zuschlag, darunter Rostock als einzige ostdeutsche Stadt.

Greifswald setzt strategische Ziele beim Klimaschutz um

Bereits 2010 hatte die Bürgerschaft ein Klimaschutzkonzept für Greifswald beschlossen. Damit setzte sich die Stadt das Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung unterschiedlichster Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet. Ihm gehören Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch an, darunter die Stadtverwaltung, die Universität, die beiden großen Wohnungsunternehmen, die WITENO GmbH, die Firma Adtran, die Sparkasse Vorpommern sowie der wichtigste ortsansässige Energieerzeuger, die Stadtwerke. 2015 folgten Klimaschutz-Teilkonzepte speziell zu den Themen Wärme und Mobilität.

Was wurde in den letzten Jahren in Greifswald erreicht

Im Jahre 1990 stieß Greifswald mit damals noch 66.251 Einwohnern rund 518.000 Tonnen CO2 aus, der Energieverbrauch lag bei etwas über einer Million MWh. Im Jahre 2015 mit 57.286 Einwohnern betrug der CO2-Ausstoß 312.000 Tonnen bei circa 979.000 MWh Energieverbrauch. Das entspricht einem Rückgang von knapp 40 Prozent bei den Treibhausgas-Emissionen und 8,5 Prozent beim Energieverbrauch.

Eröffnung der Sonderausstellung „UNESCO-Biosphärenreservate – Modellregionen von Weltrang“

Biosphärenreservat Bliesgau, Foto: Eike Dubois

Biosphärenreservat Bliesgau, Foto: Eike Dubois

Biosphärenreservate sind nicht nur beliebte Urlaubsgebiete, sondern weltweit herausragende Regionen, die für ein Miteinander von Mensch und Natur stehen. Deutschland trägt seit dem Sommer dieses Jahres insgesamt für 16 der von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservate Verantwortung. Die neue Sonderausstellung „UNESCO-Biosphärenreservate – Modellregionen von Weltrang“ im Zeughaus auf der Festung Dömitz wird am Montag, 23. Oktober 2017 durch den Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe, Klaus Jarmatz, eröffnet.

Vorgestellt werden die Biosphärenreservate vom Wattenmeer, über den Spreewald, die Rhön, den Bliesgau und die Schwäbische Alb bis hin zum Südschwarzwald und dem Berchtesgadener Land. Direkt vor unserer Haustür, im Landkreis Ludwigslust-Parchim, sind es übrigens die Flusslandschaft Elbe und der Schaalsee; gemeinsam mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen hat Mecklenburg-Vorpommern drei dieser Modellregionen Naturschätze zu bieten in seinem Bundesland vereint. Die Wanderausstellung, konzipiert von EUROPARC Deutschland e.V., dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, gibt einen kurzen Überblick darüber, was genau die Einzigartigkeit eines jeden UNESCO-Biosphärenreservates ausmacht. Außerdem informiert sie über Angebote der Biosphärenreservate, wie beispielsweise das Junior-Ranger-Programm, „Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks“ und Partner der Nationalen Naturlandschaften. Interessierte Besucher können Einblicke erhalten, warum die Nationalen Naturlandschaften, also unsere Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparke, so bedeutsam für die biologische Vielfalt sind und welche Möglichkeiten erfolgreicher Regionalentwicklung es bereits gibt.

Mit einem Vortrag von Klaus Jarmatz, Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe, soll am Montag, 23. Oktober um 16.00 Uhr im Zeughaus das Thema fachlich vertieft und der Gedanke – der Mensch im Einklang mit der Natur – weiter in die Öffentlichkeit getragen werden.

Die Ausstellung, die mit Mitteln des Bundesumweltministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert wurde, wird bis April 2018 im Zeughaus auf der Festung Dömitz, dem Informationszentrum des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern, zu sehen sein. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind bis Ende Oktober von Dienstag bis Sonntag und am Feiertag von 10.00 bis 16.30 Uhr und ab November von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 12.00 bis 16.00 Uhr.

Instant-Suppen aus Mecklenburger Küche

Gadebuscher Fleischwarenproduzent forscht an gesunder Alternative zu herkömmlichen Fertigprodukten

Schneidversuch

Schneideversuch, Foto: Puttkammer GmbH

Die Puttkammer Fleischwaren Spezialitäten GmbH aus Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant, eine Innovation auf dem Markt für Fertig-Suppen einzuführen. Künftig sollen die Instant-Produkte nicht länger als Pulver aus einer Tüte kommen, sondern vorab frisch zubereitet und anschließend mit Gelatine in einen Darm gefüllt werden. „Die Produkte der Puttkammer Fleischwaren Spezialitäten GmbH aus mecklenburgischen und pommerschen Rezepturen sind vielen Generationen aus unserem Land gut bekannt. Jetzt wird eine gesunde Suppen-Alternative für den Gastronomiebereich entwickelt, die in den nächsten Jahren den regionalen und überregionalen Markt erobern soll“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. 

Hohe Qualität und einfache Handhabung – Instant-Suppen aus der Mecklenburger Küche

Bislang hat das Unternehmen mit verschiedenen Würsten, Aufschnitten und eingekochten Spezialitäten bereits vielerlei Fleischwaren im Angebot. Zu den Kunden gehören neben Groß- und Einzelhandelsketten, zahlreiche Feinkostgeschäfte und Imbisse. Zudem werden Alten- und Pflegeheime sowie Hotels und Kliniken beliefert. Mit dem aktuellen Forschungsprojekt möchte der Fleischwarenproduzent künftig eine gesündere Form der klassischen Fertig-Suppe anbieten. Dabei sollen die Wechselwirkungen von Gelatine und Verdickungsmitteln dahingehend genutzt werden, um ein neuartiges Gel-Enzym-System zu bilden. In dieser homogenen Struktur bleiben die unterschiedlichen Suppeneinlagen wie Gemüse, Kräuter oder Fleisch in der Schwebe und können sich so gleichmäßig im Produkt verteilen. Für die Haltbarkeit werden die Suppen pasteurisiert und anschließend in einen Kunststoffdarm gefüllt. Im abgekühlten Zustand sind sie dann schnittfest und beliebig portionierbar. „Der Familienbetrieb versorgt in der fünften Generation seine Kunden mit hochwertigen Spezialitäten. Der Tradition verpflichtet, entwickelt Puttkammer jedes Jahr neue Produkte. Mit dem aktuell laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen Suppen mit hoher Qualität und einfacher Handhabung entstehen“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 65.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 186.000 Euro. Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Weitere Informationen

Die Puttkammer Fleischwaren Spezialitäten GmbH existiert in seiner jetzigen Form seit 1993, kann aber in 5. Generation auf 150 Jahre Tradition und Erfahrung zurückblicken. In Gadebusch entstand auf über 10.000 Quadratmetern durch umfangreiche Investitionen und Umbaumaßnahmen einer der modernsten Fleischverarbeitungsbetriebe Mecklenburg-Vorpommerns. Die althergebrachten mecklenburgischen und pommerschen Rezepturen mit fein abgestimmten Würzmischungen und ausgesuchten Kräutern und handwerkliches Können sind der Garant für Qualität und Genuss. www.puttkammer-wurst.de

[Rostock denkt 365°] feiert Jubiläum – mit allen Rostockerinnen und Rostockern

Rostocks Wissenschaft seit 10 Jahren im Rampenlicht

365_SdjF_RoboterEr versteht sich als Koordinator und Motor des Austausches mit der Wissenschaft in der Region Rostock sowie als Kern des dafür notwendigen Netzwerkes: Der Verein [Rostock denkt 365°] e.V. Gegründet 2007 im Rostocker Rathaus feiert er genau da im Oktober sein zehnjähriges Bestehen. Und alle Rostocker und ihre Gäste bekommen was zu sehen. Aus Anlass seines Vereinsjubiläums lädt der Wissenschaftsmarketingverein am 18. Oktober zu einer Festveranstaltung in das Rostocker Rathaus ein. Diese Festivität, die um 17 Uhr beginnt, richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geben Rück- und Einblicke in das Wirken des Vereins und seine Bedeutung für die Stadtentwicklung. Zur Verwirklichung seiner Ziele organisiert [Rostock denkt 365°] e.V. seit seinem Bestehen wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen und sozialen Schichten, aus allen Stadtteilen und Berufsgruppen. Eine begleitende Ausstellung dokumentiert diesen Anspruch. Es sind Szenen zu sehen aus dem „Rostocker Wissenschaftsjahr 2009“; der bundesweiten Wissenschafts-Straßen-Show „Highlights der Physik 2010“, bei der Rostock einen noch heute gültigen Besucherrekord einfuhr; sowie aus den überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihen „Rostock’s Eleven“, die sich jährlich an Wissenschaftsjournalisten und Nachwuchsforscher richtet; aus der „Science@Sail“, die alljährlich die Hanse Sail um unterhaltsame Wissenschaft zum Anfassen bereichert; und aus den „Technologieabenden“, die mithilfe der Industrie- und Handelskammer zu Rostock und der Universität Rostock Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen. Der 41. Technologieabend zum Thema 3D Druck wird Ende November stattfinden.

Nicht zuletzt werden die größten Erfolge der Vereinsarbeit präsentiert: die einmalige Wissenschafts-Seifenoper „Sturm des Wissens“, die auch international Anklang findet, sowie die „Stadt der jungen Forscher 2013“, welche zu einem Anmelderekord beim Landeswettbewerb von „jugend forscht“ in jenem Jahr führte und in der Folge Rostock zu einem Austragungsort des „Europäischen Schülerparlaments“ machte. Bei letzterer Veranstaltungsreihe der Robert Bosch-Stiftung gehörten beim europäischen, englischsprachigen Finale in drei von fünf Themengruppen Rostocker Schülerinnen und Schülern zu den Rednern – ein weiterer Erfolg der konstanten Zusammenarbeit zwischen Schule und Wissenschaft in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. In den Reihen von [Rostock denkt 365°] e.V. finden sich seit seiner Gründung sowohl die Wissenschaftseinrichtungen der Stadt wieder, als auch die Wirtschaft, die Kultur und die Politik. Bekanntestes Wahrzeichen sind die „Wissensbojen“. Mit der Aufstellung dieser himmelblauen, ausrangierten Fahrwassertonnen macht der Rostocker Wissenschaftsmarketingverein seit 2008 die Vielfalt der Wissenschaftsszene unserer knapp 800 Jahre alten Hansestadt deutlich. Diese markanten „Se(e)hzeichen“ mit ihrem starken Bezug zur maritimen Tradition weisen und ebnen in der ganzen Regiopole die Wege zur Wissenschaft und zeigen an: hier befindet sich eine Wissenschafts- und Bildungseinrichtung.

Bildunterschrift: Bringt seit zehn Jahren auf unterhaltsame Weise Wissenschaft auf die Straße: der Wissenschaftsmarketingverein [Rostock denkt 365°] e.V. Bildautor: Christian Gohr/H2F Kommunikationsagentur

Ausstellung: Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium MV

Absolventen haben außergewöhnliche, individuelle und handwerklich herausragende Stücke gefertigt – Meisterbrief ist Basis für ein nachhaltiges und erfolgreiches Unternehmertum

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

9.10.2017 – Im Wirtschaftsministerium ist heute eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken eröffnet worden. „Die Präsentation der Meisterstücke zeigt Handwerk auf höchstem Niveau. In nur 18 Arbeitstagen haben die Tischler außergewöhnliche, individuelle und handwerklich herausragende Stücke gefertigt. Mit der Ausstellung wollen wir die Leistungen der Absolventen würdigen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Tischler haben mit ihren Meisterstücken den Grundstein für einen weiterhin erfolgreichen beruflichen Karriereweg gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Eröffnung in Schwerin. Die Tischlermeister haben bei der Handwerkskammer Schwerin über 24 Monate die Meisterschule in Teilzeit besucht. Fester Bestandteil der Abschlussprüfung ist die eigenverantwortliche Planung und Erstellung eines Meisterstücks.

„Besser ein Meister“ – Ausstellung wirbt für Meistertitel als Premium-Marke

Die Ausstellung ist Bestandteil der landesweiten Imagekampagne „Besser ein Meister“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns initiiert hat. „Ziel ist es, den Meistertitel als Premium-Marke zu positionieren und für ein modernes, positives Bild des Handwerks zu werben, um Fachkräfte für den Wirtschaftszweig zu gewinnen und zu sichern. Der hohe Qualitätsstandard im Handwerk muss auch dauerhaft gewährleistet sein, damit die Branche weiterhin als Wirtschaftsmotor für Mecklenburg-Vorpommern agiert. Deshalb ist es notwendig, Schulabgänger für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, Gesellen für Qualifizierungen wie den Meistertitel zu begeistern und Interessierte bei der Übernahme oder Gründung eines Betriebes zu begleiten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Handwerk dabei auf vielfältige Weise“, sagte Glawe.

Der Wirtschaftsminister machte auch auf die Bedeutung der Fachkräftesicherung im Handwerk aufmerksam. „Eine abwechslungsreiche Berufsorientierung, eine wachsende Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit angebotener Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung heimischer Unternehmen“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerksmeister unter anderem durch das „Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro als Anerkennung für ihren Abschluss. Existenzgründern im Handwerk wird zudem die Unternehmensnachfolge durch die „Meisterprämie“ in Höhe von 7.500 Euro erleichtert. Wirtschaftsminister Glawe hat abschließend für den Meistertitel im Handwerk geworben. „Der Meisterbrief ist die ideale Basis für ein nachhaltiges und erfolgreiches Unternehmertum und gelebter Verbraucherschutz“, sagte Glawe abschließend. Die Ausstellungstücke – eine Treppe, zwei Haustüren, ein Schreibtisch, zwei Barschränke, eine Truhe und ein Lowboard – sind noch bis zum 20. Oktober 2017 im Wirtschaftsministerium zu sehen (täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr).

Das Handwerk in Zahlen

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.958 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen. In Mecklenburg-Vorpommern sind 724 Tischlereibetriebe in den Handwerksrollen der Kammern verzeichnet. Derzeit absolvieren 225 Jugendliche im Land eine Ausbildung zum Tischler.

Großer Kampf ohne Happy End vor neuer Rekordkulisse

8.10.2017 – Die ROSTOCK SEAWOLVES haben die modernisierte StadtHalle mit einem großen Basketballfest, präsentiert von der OstseeSparkasse Rostock, wiedereröffnet. Vor der Rekordkulisse von 3.761 Zuschauern endete eine Aufholjagd gegen die Artland Dragons in einer Zitterpartie. Am Ende unterlagen die Wölfe denkbar knapp mit 80:81 (36:45). In der Schlussminute krallten sich die SEAWOLVES die erste Führung seit der Anfangsphase, Freiwürfe von Gäste-Guard Pierre Bland (22 Punkte) besiegelten letztlich die bittere Heimniederlage. Jordan Talbert beendete die Partie mit einem Double-Double (25 Punkte, 12 Rebounds) für die SEAWOLVES, die nach drei Spieltagen in der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord auf dem sechsten Platz stehen.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Artland Dragons 80:81 (36:45)

Die ersten Punkte der Partie erzielte Bill Borekambi nach tollem Pass von Brandon Lockhart. Anschließend übernahmen die Artland Dragons die Spielkontrolle und trafen acht ihrer ersten neun Würfe zur ersten zweistelligen Führung des Spiels (11:21, 6.). Die Hausherren legten daraufhin in der Verteidigung eine Schippe drauf und erlaubten den Quakenbrückern bis zum Viertelende nur noch zwei Punkte. Im Gegenzug sorgte ein 9:0-Lauf wieder für eine offene Begegnung. Im zweiten Durchgang enteilten die Drachen erneut und erarbeiteten sich einen komfortablen Vorsprung durch gut herausgespielte Würfe. Bei den Wölfen hielt Kapitän Jordan Talbert sein Team mit 17 Punkten vor der Halbzeit im Rennen, wenngleich die Gäste mit starken Wurfquoten (5/9 Dreier, 14/28 aus dem Feld) einen Neun-Punkte-Vorsprung (36:45) mit in die Kabine nahmen.

Nach dem Seitenwechsel wuchs die Gäste-Führung noch weiter an (40:55, 22. Min). Rostock kämpfte weiter und brachte den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich. Im Schlussviertel lief alles auf ein dramatischen Ende hinaus. Die SEAWOLVES arbeiteten sich Punkt um Punkt heran, Tim Vogt und Brandon Lockhart steuerten jeweils sechs Zähler zur Aufholjagd bei. 62 Sekunden vor Schluss brachte Jeffrey Martins Korbleger die SEAWOLVES erstmals seit den Anfangsminuten in Führung, die StadtHalle bebte vor Begeisterung. Leider holte sich Artland die Führung an der Freiwurflinie zurück; Pierre Bland traf zwei Mal. Mit dem letzten Angriff hatten die Wölfe die Chance auf den Sieg, konnten sich unter dem Korb aber nicht durchsetzen. Drachen-Center Leon Bahner trat 0,7 Sekunden vor Schluss an die Linie, verwarf beide Male. Den Rebound fing Noah Kamden, doch sein Wurf von hinter der eigenen Dreipunktelinie traf nur den Ring.

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Es war super, vor solch einer tollen Kulisse zu spielen. Das Spiel hat alles gezeigt, was den Basketballsport ausmacht. Dass wir am Ende die Chance auf den Sieg haben und knapp verlieren, lag vor allem an unserer Leistung in der ersten Halbzeit, in der wir Artland haben spielen lassen und sie leichte Körbe erzielen konnten. Wir haben defensiv zu wenig Druck erzeugt. Das haben sie dann gut ausgespielt. Dass es besser geht, haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Dass wir am Ende zwei, drei Chancen liegengelassen haben, um das Spiel tatsächlich noch zu drehen und zu gewinnen, ist schade. Wir haben uns somit nicht belohnt für diese Aufholjagd. Aufgrund der ersten Halbzeit hat Artland verdient gewonnen.“

Nun spielen die SEAWOLVES zweimal auswärts, am 15. Oktober in Wedel und am 21. Oktober in Cuxhaven. Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 28. Oktober, um 19:30 Uhr in der StadtHalle Rostock ausgetragen.

Viertelstände (HRO-ART): 20:23, 16:22, 27:23, 17:13

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (10), Cardenas (2), Frazier (9), Kamdem (3), Lockhart (17), Lopez (0), Martin (6), Talbert (25), Slavchev (0), Teucher (0), Thompson (2), Vogt (6).

Artland: Bahner (12), Bland (22), Calvin (12), Dierickx (6), Döding (3), Lavrinovicius (0), Lieser (11), Poska (nicht eingesetzt), Prasuhn (0), Rockmann (13), Zaletskiy (2),