Forschung

Kompetenzzentrum für Medizintechnik Mecklenburg-Vorpommern in Rostock gegründet

Rudolph: Durch neue, innovative und weltmarktfähige Produkte der Medizintechnik aus Mecklenburg-Vorpommern mehr zukunftsorientierte und marktfeste Arbeitsplätzue in unserem Land ermöglichen

17.4.2014 – In der Hansestadt Rostock wurde am Donnerstag das „Kompetenzzentrum für Medizintechnik Mecklenburg-Vorpommern“ im Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V. (IIB e.V.) gegründet. „Das Kompetenzzentrum für Medizintechnik wird sich mit weltweit beachteter Forschung und Entwicklung, dem Qualitätsmanagement und der Prüfung von Medizinprodukten befassen. Ich erwarte, dass sich das Kompetenzzentrum für Medizintechnik zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und unseren einheimischen Unternehmen mit dem Ziel entwickelt, durch neue, innovative und weltmarktfähige Produkte der Medizintechnik aus Mecklenburg-Vorpommern mehr zukunftsorientierte und marktfeste Arbeitsplätze in unserem Land zu ermöglichen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag vor Ort.

Umsetzung der Leitprojekte Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern gestartet

„Mit dem Kompetenzzentrum für Medizintechnik beginnen wir konkret mit der Umsetzung der vom Kuratorium für Gesundheitswirtschaft beschlossenen Leitprojekte. Ein zügiger und gelungener Start“, so Rudolph weiter.

Förderzusage übergeben

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph hat vor Ort eine Förderzusage an das Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V. in Höhe von vier Millionen Euro für die Durchführung von Verbundforschungsprojekten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Medizintechnik übergeben.

Innovationskraft der Gesundheitstechnologien zur wirtschaftlichen Entwicklung nutzen

„Das Institut IIB e.V. forscht international anerkannt und intensiv mit Firmen aus dem Bereich der Medizintechnik und Biomedizin im Land an internationalen Spitzentechnologien“, so Rudolph weiter. Aufgrund seiner intensiven Forschungs- und Wirtschaftskooperationen auf dem Gebiet der Medizintechnik stellt der IIB e.V., als An-Institut der Universität Rostock, ein wichtiges Element für Forschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien dar. Von außerordentlicher Bedeutung ist dabei das akkreditierte Prüflabor für Medizinprodukte am IIB e.V. „Durch die Gründung des Kompetenzzentrums soll die hohe Innovationskraft der Gesundheitstechnologien zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern genutzt werden“, so Prof. Schmitz, Institutsdirektor des IIB e.V. Schon heute ist das Institut ein weltweit nachgefragter Forschungs- und Technologiepartner auf dem Gebiet der Medizintechnik, insbesondere der Stenttechnologie für das Herz-Kreislauf-System.

Mittel für Forschung, Entwicklung und Innovation aufgestockt

Der Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation hat im Wirtschaftsministerium des Landes M-V noch mehr Bedeutung. Künftig sollen fast 10 Prozent mehr EU-Mittel, nämlich 168 Millionen Euro, in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 (155 Euro Millionen 2007 bis 2013) für die wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung eingesetzt werden. „An der Aufgabe, den wirtschaftlichen Strukturwandel in Mecklenburg-Vorpommern mit Forschung und Entwicklung voranzutreiben, führt kein Weg vorbei. Wir brauchen mehr wirtschaftsnahe Forschungsprojekte für Produkte, die auch in Unternehmen unseres Landes hergestellt, von dort vermarktet und im Verbund weiter entwickelt werden“, forderte Rudolph. „Im Fokus stehen Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – die sogenannte Verbundforschung, darüber hinaus soll die anwendungsnahe Forschungsinfrastruktur weiter verbessert werden“, sagte Rudolph abschließend.

Ein „Reinigungsdragee“ für die Generation Zahnspange

Parchimer Unternehmen entwickelt mit Hilfe der EU-Verbundforschung erstes eigenes Hygieneprodukt

Wirtschaftsminister Harry Glawe beim Unternehmensbesuch bei bmp in Parchim, Foto/Quelle: Pressestelle WM M-VBracket, Foto/Quelle: Pressestelle WM M-V24.1.2014 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Freitag in Parchim über das Verbundforschungsprojekt „Large Protection of Oral Health“ des Arzneimittelherstellers bmp, bulk medicines & pharmaceuticals production gmbh mit der Universitätsmedizin Greifswald informiert. Das Ziel des Projektes besteht darin, die Mundhygiene, insbesondere bei kleinen und jugendlichen Patienten mit erschwerten Bedingungen, nachhaltig zu verbessern und somit Krankheiten vorzubeugen. „Ein spannendes Vorhaben mit einem ganz praktischen Nutzen, an dessen Ende ein marktfähiges Produkt stehen soll. Hier arbeiten Wirtschaft und Wissenschaft effektiv zusammen. Das Know-how der Universitätsmedizin Greifswald und des Pharmaunternehmens wird in diesem Fall erfolgreich gebündelt. Wir wollen mit Unterstützung des Landes und der EU durch wissenschaftlich-technischen Fortschritt und mit innovativen Produkten zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen“, sagte Glawe vor Ort. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Euro. Das Ministerium unterstützt das ambitionierte Vorhaben mit einem Zuschuss aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 843.000 Euro.

Wenn die Mundhygiene leidet

Laut AOK stellen Zahnfehlstellungen und Kieferfehlentwicklungen für 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren, zunehmend auch für Erwachsene, ein Problem dar. Je nach Grad der Fehlstellung können schiefstehende Zähne sogar krank machen, beispielsweise durch Fehlbelastungen der Kiefergelenke, unzureichende Zerkleinerung der Nahrung oder auch durch die eingeschränkte Mundhygiene. Mittels herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnspangen können über einen längeren Zeitraum Korrekturen am Gebiss vorgenommen werden. Während die losen Zahnspangen zur Reinigung bzw. zum Zähneputzen herausgenommen werden können, geht dies bei den sogenannten Brackets nicht. Patienten mit Brackets benötigen für die Zahnhygiene nicht nur mehr Zeit, sondern auch spezielle Bürsten und Reinigungsgeräte, die in ihrer Anwendung mitunter nicht leicht zu handhaben sind. So leidet nicht selten bei der „Generation Zahnspange“ die für die Vermeidung von Karies und Zahnfleischentzündungen notwendige gute Mundhygiene. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es tausende Bracket-Träger, in Europa mehrere Millionen, die durchschnittlich zwei Jahre mit den festsitzenden Zahnspangen behandelt werden. Den gesamten Text lesen Sie bitte unter http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/wm/index.jsp?pid=66542

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

EU-Förderung für praxisnahe Forschung

Minister Brodkorb: Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern stärkt Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Wissenschaftler im Labor, Foto/Quelle: Pressestelle BM M-V30.12.2013 – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat im Jahr 2013 den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen insgesamt 15 Mio. Euro aus EU-Strukturfondsmitteln bewilligt. Diese Mittel wurden für 21 Projekte aus dem Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern für anwendungsorientierte Forschung zur Verfügung gestellt.„In den geförderten Projekten testen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die erreichten Forschungsergebnisse gezielt auf eine konkrete wirtschaftliche Anwendung hin und entwickeln wettbewerbsfähige Produkte“, erläuterte Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Ich verspreche mir, dass durch die Förderung der Wissens- und Technologietransfer aus den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes verstärkt und die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Wirtschaftsunternehmen verbessert wird“, so Brodkorb. Von den insgesamt 21 Projekten stammen 9 aus dem Medizinbereich, 4 aus dem Bereich Maschinenbau- und Schiffstechnik, 3 aus dem naturwissenschaftlichen Bereich, 3 aus der Informationstechnik und dem betriebswirtschaftlichen Bereich sowie 2 aus den Agrar- und Umweltwissenschaften. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Greifswald erforschen beispielsweise die Pelletierung und thermische Verwertung von halmgutartiger Biomasse an nassen Standorten. Dabei wird die Produktion und Nutzung pelletierter Biomasse für Kleinfeuerungsanlagen und als Industriepellets erprobt. Der gesamte Text unter http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/bm/index.jsp?pid=65083

Mecklenburger Unternehmen möchte mit „blutfreien“ Messgeräten für Diabetiker den Markt erobern

Neues Verbundforschungsprojekt der Rostocker Universität mit der bluepoint MEDICAL Selmsdorf gestartet

Wirtschaftsminister Harry Glawe übergibt einen Zuwendungsbescheid für ein neues innovatives Projekt an Prof. Hartmut Ewald - Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock und Geschäftsführer Bernd Lindner - bluepoint MEDICAL GmbH & Co. KG in Selmsdorf, Foto/Quelle: WM M-V9.12.2013 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich heute in Selmsdorf über ein neues Verbundforschungsvorhaben der Universität Rostock mit der bluepoint MEDICAL GmbH & Co. KG informiert. Das Selmsdorfer Medizintechnikunternehmen bluepoint MEDICAL entwickelt zurzeit in Kooperation mit Wissenschaftlern und Ingenieuren vom Institut für Allgemeine Elektrotechnik an der Universität Rostock ein optisches Messgerät mit speziellen Sensoren. Diese sollen auf nichtinvasive Art, also ohne Blutentnahme, künftig zuverlässige Blutzuckerwerte liefern. Mit der ständigen Kontrolle der medizinischen Daten durch das neue Messgerät soll zum einen eine sich abzeichnende Diabeteserkrankung frühzeitig erkannt und zum anderen die Insulineinstellung von Diabetespatienten besser überwacht werden. Das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 838.000 Euro wird vom Wirtschaftsministerium MV mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 669.000 Euro gefördert. „Das ambitionierte Verbundforschungsvorhaben bündelt das Know-how der Universität Rostock und der Mecklenburger Medizintechnikfirma. Mit Unterstützung des Landes und der EU wird hier das klare Ziel verfolgt, mit innovativen Produkten einen Fuß auf den US-amerikanisch dominierten Wachstumsmarkt für Sensor-Messgeräte zu bekommen. Als Wirtschaftsminister liegt mein Interesse genau darin, wissenschaftlich-technischen Fortschritt und Arbeitsplätze an unser Land zu binden“, so Harry Glawe.

Wohlstandskrankheit Nr. 1

Der Diabetes mellitus, oder auch die Zuckerkrankheit, ist die häufigste chronische Krankheit weltweit. Allein in Deutschland sind mehr als sieben Millionen Menschen erkrankt und es werden immer mehr und die Betroffenen immer jünger. Etwa 90 Prozent dieser Menschen leiden dabei an dem Diabetes mellitus Typ 2, für den Übergewicht und zu geringe körperliche Bewegung eine wesentliche Rolle spielen. Patienten mit einer Zuckerkrankheit müssen ständig ihre Blutwerte kontrollieren, unter anderem auch den sogenannten Langzeitzucker (Glykohämoglobin). Dieser Wert ist einer der wichtigsten Parameter in der Diabetestherapie. Mit ihm kann der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten acht bis zehn Wochen ermittelt werden, unabhängig davon, ob die Werte in der Zwischenzeit stark angestiegen oder gesunken sind. Deswegen wird der Glykohämoglobinwert auch als das „Blutzuckergedächtnis“ bezeichnet. Ist der Langzeitzucker nicht richtig eingestellt, drohen schwere gesundheitliche Schäden wie Herzinfarkt, Erblindung oder Nierenversagen. Bislang musste dafür Blut abgenommen werden, um sichere Werte zu erhalten.

Mikroben haben keine Chance – Bildungsministerium fördert neue Plasmatechnologien in klinischer Anwendung mit 1,5 Millionen Euro am INP Greifswald

Grafik/Quelle: Pressestelle BM M-V29.11.2013 –  Die Erfolgsgeschichte der Plasmamedizin wird am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald e.V.) weitergeführt. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben „Plasmamedizinische Forschung – Neue pharmazeutische und medizinische Anwendungsfelder“ mit 1,5 Mio. Euro. Damit werden die Forschungsarbeiten aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundvorhaben „Plasma Campus MED“ aus dem Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ konsequent weiter vorangetrieben. In den kommenden anderthalb Jahren sollen neue Anwendungsgebiete der Plasmatechnologie in der Medizin und Pharmazie erschlossen werden. Drei Forschungsgruppen untersuchen die klinische Plasmaanwendung bei der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms, in der Gesichtschirurgie sowie zur Vermeidung und Bekämpfung von Infektionen und Entzündungen in der Zahnheilkunde. Als ein weiteres mögliches Einsatzgebiet sehen die Forscher die Bekämpfung von Tuberkuloseerregern an. Erfolgversprechende Einsatzgebiete sind weiterhin die Anwendung plasmaaktivierter, antimikrobiell wirksamer Flüssigkeiten sowie der Einsatz von Plasma in der biotechnologischen Wirkstoffproduktion. Die Forschungsarbeiten werden in enger Kooperation mit dem Klinikum Karlsburg Herz- und Diabeteszentrum Mecklenburg-Vorpommern, der Universitätsmedizin Greifswald und der Universität Greifswald durchgeführt. Das Projekt stärkt den Standort Greifswald als Kompetenzregion für Plasmatechnologie in Deutschland und fördert den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft. Unter der Förderaktivität „Förderung anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung von Vorhaben mit identifiziertem Verwertungspotenzial“ werden durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern anwendungsorientierte Forschungsprojekte an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes gefördert. So werden im Rahmen des Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 22 Projekte mit ca. 14,4 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in der laufenden Strukturfondsperiode 2007 bis 2013 unterstützt.

Greifswalder Forschungsprojekt erhält Norddeutschen Wissenschaftspreis

Minister Brodkorb: Greifswalder Projekt ist ein Beispiel für exzellente Forschung in Mecklenburg-Vorpommern

Logo/Quelle: Pressestelle BM M-V26.11.2013 – Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb gratuliert den Gewinnern des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2013. Die Kooperation „Genomforschung an Mikroorganismen – Schlüsseltechnologien für die Biowissenschaften“ des Norddeutschen Zentrums für Mikrobielle Genomforschung (NZMG) hat die Auszeichnung erhalten. Das Projekt ist eine gleichberechtigte Kooperation des Laboratoriums für Genomforschung an der Georg-August-Universität Göttingen und des Proteomzentrums an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. „Für die Greifswalder Forscherinnen und Forscher ist der Preis eine große Anerkennung“, freute sich Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb beim Festakt im Bremer Rathaus. „Ich danke dem leitenden Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Hecker und seinem Team für die hervorragende Arbeit. Das Greifswalder Projekt ist ein Beispiel für exzellente Forschung in Mecklenburg-Vorpommern. Es zeigt, dass sich der Nordosten mit anderen Bundesländern messen kann“, lobte Brodkorb. Zugleich bewiesen die Greifswalder Wissenschaftler in vorbildlicher Weise, wie eine Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg funktionieren könne.

Die mikrobielle Genomforschung gehört weltweit zu den wichtigsten Gebieten der Lebenswissenschaften. Sie beeinflusst ganz unterschiedliche Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft, von der Gesundheit des Menschen über Fragen des Klimawandels bis hin zu den verschiedenen Facetten der Biotechnologie einschließlich der synthetischen Biologie. Der Norddeutsche Wissenschaftspreis ist mit 50.000 Euro dotiert. Mit dem Preis werden erfolgreiche länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft gewürdigt. Er wird gemeinsam von den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, der Freien Hansestadt Bremen und der Freien und Hansestadt Hamburg vergeben. Die Preisskulptur für den Norddeutschen Wissenschaftspreis „Blaue Fibonacci-Spirale“ hat die Studentin Anne Ruddat von der Hochschule Wismar entworfen. Bewerben können sich länderübergreifende Wissenschaftskooperationen, die bereits länger bestehen, sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und zur Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher Wissenschafts-Netzwerke beitragen. Der Preis wird jährlich verliehen, jedes Mal zu einem anderen Thema. Die Initiative ist zunächst für fünf Jahre vorgesehen. Im vergangenen Jahr wurde der Norddeutsche Wissenschaftspreis in Hamburg erstmals vergeben.

Gemeinsam zum Wohle der Küsten – Fünf große Verbundprojekte in der Küstenforschung sind gestartet

Von Nils Ehrenberg

IOW 17.5.2013 – Mit dem „Kick-Off-Meeting“ am 29. Und 30. April gaben die führenden Köpfe der deutschen Küstenforschung gemeinsam den Startschuss für fünf große Verbundprojekte, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 6 Millionen Euro fördern wird. Ziel der Projekte ist es, den guten Zustand des Meeresbodens in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee zu definieren und Grundlagen zu schaffen, diesen nicht nur zu erhalten, sondern auch zu verbessern. Ein solches konzertiertes Vorgehen ist neu. Alle Projekte laufen unter einer gemeinsamen Koordination durch eine Steuergruppe, in der jeweils ein Vertreter der einzelnen Projekte mitarbeitet. Sprecher des Konsortiums ist derzeit Ulrich Bathmann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde.

Kernstück der gebündelten Vorhaben sind so genannte Habitat-Atlanten für Nord- und Ostsee. In ihnen soll letztlich dokumentiert werden, welche Ökosystem-Dienstleistungen durch die Sedimente, die in den deutschen Meeresgewässern vorkommen, erbracht werden. Die Ergebnisse bilden schließlich die dringend notwendige Planungsgrundlage für die weitere Nutzung der deutschen Küstengewässer, die ohne eine wissenschaftliche Basis eine Gefahr für die Leistungen des Meerbodens – wie zum Beispiel das Herausfiltern von Schad- und Trübstoffen – darstellen kann. Die Dokumentation der Leistung der Sedimente für die Nordsee findet im Projekt NOAH und für die Ostsee im Projekt SECOS statt. Projektleiter von SECOS ist der Direktor des IOW Ulrich Bathmann. Projektpartner in SECOS sind neben dem IOW das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH in Berlin, das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) sowie die Universität Rostock mit dem Institut für Biowissenschaften – Mikrobiologie. Unter folgenden Links finden sie weitere Informationen zu den fünf Verbundprojekten:

SECOS: The Service of Sediments in German Coastal Seas; Die Leistung der Sedimente in deutschen Küstenmeeren

NOAH: North Sea – Observation and Assessment of Habitats; Sedimentprovinzen der Deutschen Bucht – Eigenschaften, Leistungen, Risiken

BACOSA: Baltic Coastal system analysis and status evaluation

MOSSCO: Modulares Daten- und Modellsystem für Schelfmeere und Küsten

STopP: Vom Sediment zum Top-Prädator

*******************************************************************************************************************************************************************************************************************************************************************

Rostocker Unternehmen forscht im “POLAR”-Projekt

Glawe: Fachwissen aus MV ist weltweit gefragt

Schwerin 12.8.2013 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag das Unternehmen Neptun Ship Design GmbH in Rostock besucht. Das Unternehmen bietet Ingenieur-Dienstleistungen in Entwicklung, Konstruktion und Design von Schiffbau- und Offshore-Projekten an. “Das Unternehmen ist international tätig. Das hochspezialisierte Fachwissen aus unserem Land wird weltweit nachgefragt und stärkt damit den Wirtschaftsstandort MV”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Unter anderem wird nach Unternehmensangaben mit Werften, Reedereien und Klassifizierungsgesellschaften in China, Kanada, Chile, Niederlande sowie Großbritannien zusammen gearbeitet. An den Firmenstandorten Rostock und Stralsund sind 195 Beschäftigte tätig. Die Neptun Ship Design GmbH wurde im Jahr 1992 gegründet. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen im Projekt “POLAR” mit. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von zehn Firmen und drei Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich mit der Entwicklung von technischen Lösungen zur Lagerung und dem Transport von arktischem Erdgas beschäftigen.

Neptun Ship Design ist verantwortlich für die Entwicklung einer schwimmenden Plattform mit einem Stahlgewicht von etwa 50.000 Tonnen bei einer Verflüssigungskapazität von einer Millionen Tonnen Flüssigerdgas pro Jahr. Die Plattform mit der integrierten Verflüssigungsanlage hat Lagertanks mit einer Kapazität von 200.000 m³. Sie bietet Platz für 200 Mann Besatzung und ist ausgelegt für eine Funktionsfähigkeit bis minus 50° Celsius. “Die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft ist für die Weiterentwicklung Mecklenburg-Vorpommerns in der industriellen Wertschöpfung elementar. Innovation ist für jedes Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Um die Firmen im Land darin zu bestärken, werden wir auch in der kommenden EU-Förderperiode einen Schwerpunkt in die Förderung von Forschung und Entwicklung legen”, sagte Glawe. “Entscheidend ist, dass Produkte bis zur Marktreife entwickelt werden. So können im Ergebnis auch viele neue, wissensbasierte Arbeitsplätze entstehen.” Die Neptun Ship Design GmbH ist Gesellschafter der Shipdesign Stralsund (SDS) GmbH, in der ehemalige Schiffskonstrukteure und Entwicklungsingenieure der P+S Werft in Stralsund beschäftigt sind.

Millionen-Erfolg für wirtschaftsnahe Forschung aus MV

Glawe: Erfolg für Verbundforschung

Schwerin 18.7.2013 – Millionen-Erfolg für wirtschaftsnahe Forschung aus Mecklenburg-Vorpommern: Die Universität Rostock hat gemeinsam mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik im 500-Millionen-Euro-Förderprogramm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen Förderetat gewonnen. Unter anderem sind die Firma CORTRONIK GmbH aus Rostock, die RoweMed AG aus Parchim sowie das Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien aus Warnemünde beteiligt. „Das ist ein großer Erfolg für die Verbundforschung in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurden die wesentlichen Grundlagen für den Projektantrag gelegt. Das Wirtschaftsministerium sieht seinen Weg der Förderung der angewandten Forschung bestätigt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Bei „RESPONSE – Partnerschaft für Innovation in der Implantattechnologie“ handelt es sich um ein Projekt zur besseren Versorgung multimorbider Patienten und die Erhöhung der Lebensqualität bis ins hohe Alter. Angestrebt werden klinisch relevante Therapien mit innovativen Implantaten, die zu einer Entlastung des Gesundheitssystems bei der Behandlung von Volkskrankheiten wie Grauer und Grüner Star, Taubheit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

RESPONSE entwickelt hierfür Implantate, die in besonderer Weise das Zielgewebe und zelluläre Prozesse in der Implantatregion berücksichtigen. „Ergebnis des Projektes sollen innovative Produkte sein, die von Unternehmen unseres Landes produziert und vermarktet werden können. Dies schafft hochwertige und attraktive Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungs-Verbundvorhaben hat das Wirtschaftsministerium unter anderem ein Projekt der Firma RoweMed AG gefördert, bei dem es um die Technologie-, Material- und Prozessentwicklung für medizinische Filtersysteme und deren Wechselwirkungen mit Medikamenten ging. Bei dem Projekt „TheraNova“ der Firma CORTRONIC GmbH stand gemeinsam mit Forschungspartnern in Rostock, Greifswald und Wismar unter anderem die Entwicklung neuer Transkatheter-Therapieplattformen auf den Gebieten der pharmakafreisetzenden Stents im Vordergrund. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in MV in der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 wurden Mittel in Höhe von insgesamt 155 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. „Davon wurden bereits 134,9 Millionen Euro bewilligt. Mit diesen Mitteln konnten bisher 733 Projekte gefördert werden, davon 332 Verbundforschungsprojekte mit einem Fördervolumen von 87,1 Millionen Euro“, sagte Glawe abschließend.

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Internationales Forscherteam beschreibt Wirkung eines Enzyms gegen Muskelabbau

Universität Greifswald 27.11.2012 – Muskelabbau ist ein entscheidendes Problem bei Krankheit, Immobilität und im hohen Alter. Ein internationales Forscherteam aus Baltimore, Greifswald und Tübingen hat nun ein Enzym in seiner Wirkung beschrieben, das den Muskelabbau und -aufbau steuert. Die Ergebnisse wurden an Mäusen sowie winterschlafenden nordamerikanischen Eichhörnchen gewonnen und sind nun in der Wissenschaftszeitschrift EMBO Journal online veröffentlicht. Die beteiligten Forscher sind zuversichtlich, dass sich die Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen. Durch die Aktivierung des Enzyms könnte der Muskelabbau verhindert und die Lebensqualität vieler Menschen verbessert werden. Etwa zwei Millionen ältere Menschen in Deutschland leiden an Sarkopenie. Dieser Muskelabbau im Alter führt zum Beispiel dazu, dass das Gehen und Treppensteigen zunehmend schwerer fällt. Weitere Gründe für Muskelabbau sind Bettlägerigkeit oder neuromuskuläre Erkrankungen. Ein Aktivator des Enzyms, welches unter dem Kürzel SGK1 bekannt ist, könnte dem nun entgegenwirken. „Das Besondere an der Kinase SGK1 ist, dass sie den Muskelaufbau auch bei Bewegungsmangel oder Immobilisierung fördert“, so Professor Dr. Heinrich Brinkmeier, Leiter der Forschungsgruppe Greifswald. „Man müsste niedermolekulare Aktivatoren des Enzyms entwickeln und diese als Medikamente verabreichen. Die Tübinger Arbeitsgruppe um Professor Florian Lang arbeitet bereits daran.“

Die Wirkungsweise des Enzyms in Mäusen entdeckten die Wissenschaftler aus Greifswald und Tübingen zufällig. Sie untersuchten die Nager mit einem Gendefekt im SGK1-Gen. Dabei wurde die Laufbereitschaft im Laufrad gemessen. Mäuse laufen freiwillig mehrere Kilometer pro Nacht. Daraufhin wurde die Kraft isolierter Muskeln im Bein und Zwerchfell gemessen und das Muskelgewebe histologisch untersucht, unter anderem auf Muskelfaserdegeneration und Fibrose. In Baltimore wurden winterschlafende nordamerikanische Eichhörnchen, „ground squirrels“, gezielt – und zunächst unabhängig vom deutschen Projekt – untersucht. Die amerikanischen Wissenschaftler testeten die Wirkung der SGK1 auf andere muskuläre Enzyme, die sich auf die Proteinsynthese und den Abbau auswirken. Weiterhin wurden die Muskeln der Tiere vor, während und nach dem Winterschlaf histologisch untersucht. Beide Untersuchungen zeigten, dass das SGK1-Gen den Muskelabbau hemmt.

„Professor Dr. Florian Lang aus Tübingen kenne ich seit vielen Jahren“, so Professor Dr. Heinrich Brinkmeier. „Die Verbindung nach Baltimore ist zustande gekommen, nachdem das amerikanische Forscherteam um Professor Dr. Ronald Cohn in Tübingen angefragt hat, ob es Daten zur Muskulatur von Mäusen mit einem Gendefekt im SGK1-Gen gibt. Wir sind dann zusammen zur Erkenntnis gekommen, dass unsere Daten viel aussagekräftiger sind, wenn wir sie kombinieren.“ „Im Idealfall könnten Aktivatoren des Enzyms den Muskelabbau des Menschen im Alter oder aufgrund von Krankheiten oder Bettlägerigkeit aufhalten und sogar umkehren“, so Professor Brinkmeier. „Aufbauende und abbauende Prozesse sind Gegenspieler in der Muskelfaser und verhalten sich wie die zwei Seiten einer Balkenwaage. Hemmt man den Abbau und fördert den Aufbau, sollte die Muskelmasse wieder anwachsen können. Eine eiweißreiche Ernährung ist dabei Voraussetzung.“ Weitere Informationen: Veröffentlichung EMBO Journal http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23161797

Neugeborene werden in Mecklenburg-Vorpommern auf Mukoviszidose untersucht

Frühe Diagnose der Stoffwechselerkrankung soll Organschäden verhindern und die Lebensqualität der Kinder verbessern

15.10.2012 – An der Universitätsmedizin Greifswald wurde heute das erweiterte Landes-Neugeborenen-Screening vorgestellt. Mecklenburg- Vorpommern ist das erste Bundesland, das neugeborenen Kindern künftig landesweit eine zusätzliche Untersuchung auf Mukoviszidose anbietet. „Wir können jetzt im Rahmen dieser standardisierten Reihenuntersuchung frühzeitig Mukoviszidose ausschließen oder die geeigneten Maßnahmen zur optimalen Behandlung einleiten“, erklärte Prof. Matthias Nauck, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und Leiter des Neugeborenen-Screeninglabors MV. Dabei handelt es sich um eine freiwillige und kostenfreie Untersuchung für alle Neugeborenen in Mecklenburg-Vorpommern seit September. Mukoviszidose ist eine der häufigsten vererbten Stoffwechselerkrankungen in Mitteleuropa. Rund 8.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leben in Deutschland mit dieser bisher unheilbaren Krankheit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ca. 100 Menschen, darunter etwa 45 Kinder und Jugendliche, die unter der Erkrankung leiden. Als Folge eines angeborenen Defektes werden die Atemwege in der Lunge, der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse oder die Gallenwege mit zähem Schleim verstopft, wodurch es zu einer chronischen Entzündung der Lunge, starken Hustenanfällen und zu schweren Verdauungs- und Wachstumsstörungen kommt. Die Beschwerden sind anfänglich sehr unspezifisch, so dass die Diagnose oftmals erst nach Monaten oder Jahren gestellt werden kann. Dann sind die Organe unter Umständen schon dauerhaft geschädigt.

„Mit der Vorsorgeuntersuchung unmittelbar nach der Geburt kann die Erkrankung frühzeitig festgestellt werden, was wiederum einen frühen Behandlungsbeginn ermöglicht“, betonte der Mediziner. „Früh auftretende Folgeerkrankungen an der Lunge können verhindert werden. Die betroffenen Kinder entwickeln sich besser und leben länger. Eine rechtzeitige Diagnose ist daher für die Betroffenen sehr wichtig.“

Schweißtest bring Sicherheit

In Mecklenburg-Vorpommern haben alle Neugeborenen ein Recht auf ein Neugeborenen-Screening auf angeborene, behandelbare Erkrankungen des Stoffwechsels und der Hormone. Dieses sieht eine Untersuchung auf Mukoviszidose nicht vor. Im Zuge des etablierten Neugeborenen-Screenings wird dem Säugling eine kleine Blutprobe entnommen und auf eine Trockenblutkarte getropft. Aus dieser gleichen Probe wird nun zusätzlich die Untersuchung auf Mukoviszidose angeboten. Aus der Trockenblutprobe wird zunächst ein Eiweiß aus der Bauchspeicheldrüse bestimmt (immunreaktives Trypsin – IRT). Ist dieses erhöht, wird aus derselben Blutprobe in einer zweiten Stufe ein weiteres Eiweiß herausgelöst (Pankreatitis-assoziiertes Protein – PAP). Ist auch dieses Protein erhöht, ist das ein Alarmzeichen. Um eine endgültige Diagnose zu stellen, informiert das Screeningzentrum Mecklenburg- Vorpommern in Greifswald den verantwortlichen Arzt.

Dieser wird eine weitere Untersuchung, den Schweißtest, in einer Mukoviszidose-Ambulanz veranlassen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Ambulanzen in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin, die alle im von der Ärztekammer zertifizierten Mukoviszidose-Zentrum MV zusammengeschlossen sind. Nur dort kann der Schweißtest verlässlich durchgeführt werden. Dabei wird auf der Haut Schweiß gesammelt und anschließend im Labor analysiert. Der Schweiß von Mukoviszidose-Patienten weist einen erhöhten Salzgehalt auf. Der sichere Nachweis beruht auf einem erhöhten Kochsalzgehalt (Natrium-Chlorid) im Schweiß der Betroffenen. Für die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse ist das Neugeborenen-Screeninglabor Mecklenburg-Vorpommern an der Universitätsmedizin Greifswald verantwortlich. Etwa eines von 1.300 Neugeborenen im Land ist durch eine seltene angeborene Störung des Stoffwechsels und der Organfunktion in seiner Gesundheit gefährdet. Bei vielen dieser Erkrankungen bestehen bei möglichst kurz nach der Geburt eingeleiteten Therapien sehr gute Aussichten, Behinderungen zu vermeiden oder wenigstens zu mildern und Todesfälle zu verhindern. Diese zusätzliche kostenlose Untersuchung wird als Studie im Rahmen des PomScreen-Projektes angeboten und auch nur nach ausdrücklicher Zustimmung durch die Eltern durchgeführt.

Advertisements

Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor