Kunst/Kultur

Kulturschätze in Stralsund und in Greifswald unter Schutz gestellt

Durch Eintragung in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes wird Abwanderung der Kulturschätze ins Ausland verhindert

Foto: www.museum.stralsund.de2.5.2014 – Kulturminister Mathias Brodkorb hat Kulturschätze in Stralsund und in Greifswald in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes eintragen lassen. Unter Schutz gestellt wurden die Löwensche Sammlung der Hansestadt Stralsund und der Croӱ-Teppich der testamentarischen Schenkung des Herzogs Ernst Bogislaw von Croӱ an die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Die Eintragungen sind im Amtsblatt Mecklenburg-Vorpommern und im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Die Eigentümerinnen der Kulturschätze hatten zuvor der Eintragung zugestimmt. „Die Löwensche Sammlung und der Croӱ-Teppich zählen zu den bedeutenden Zeugnissen der Landesgeschichte“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Mit der Eintragung in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes wird sichergestellt, dass die Kulturschätze nicht ins Ausland abwandern und unserem kulturellem Gedächtnis erhalten bleiben“, sagte der Minister.

Die Löwensche Sammlung umfasst heute ein Konvolut von mehreren hundert Büchern, von Karten und Kupferstichen, Gemälden, Graphiken, Elfenbeinstatuen, Spielbrettern, Pokalen, Waffen, ein Festungsmodell, Artillerieinstrumente, Armaturen und mechanische Maschinen und stellt ein bedeutendes Zeugnis der Landesgeschichte dar. Den Grundstock für die Sammlung legte im 18. Jahrhundert der ehemalige Schwedische Generalgouverneur für Pommern, Axel Graf von Löwen. Die Sammlung spiegelt die wirtschaftspolitischen, religiösen, naturwissenschaftlichen, historischen, philosophischen und belletristischen Interessen des Generalgouverneurs in Schwedisch-Pommern wider. Eine Besonderheit der Löwenschen Sammlung stellt der umfangreiche Bestand an nautischen und astronomischen Instrumenten dar. Außerdem enthält die Sammlung eine Handschrift des portugiesischen Mathematikers Francisco de Mello. Bei der Handschrift im Stadtarchiv Stralsund handelt es sich um eine der äußerst seltenen originalen Überlieferungen von de Mello, dessen Hauptwerk bei dem Erdbeben von Lissabon 1755 zerstört wurde.

Der Croӱ-Teppich wird zu den national bedeutsamen Kulturgütern der Bundesrepublik Deutschland sowie des Landes Mecklenburg-Vorpommern gezählt. Der Monumentalteppich stellt ein Bekenntnis zur lutherischen Reformation dar. Auf ihm befindet sich eine Darstellung des pommerschen Herzogs Philipp I. mit seiner Familie sowie der Familie seiner Frau Maria, des kursächsischen Fürstenhauses, anlässlich der Hochzeit. Zu sehen sind außerdem die Reformatoren Philipp Melanchthon und Johannes Bugenhagen. Der Croӱ-Teppich ist 31 m² groß (4,46 x 6,90 m) und wiegt 80 kg. Der prachtvolle Wandteppich entstand um 1554 im Auftrage des Herzogs Philipp I. von Pommern-Wolgast und war für sein Herzogschloss in Wolgast bestimmt. Der Monumentalteppich befindet sich heute als Leihgabe im Pommerschen Landesmuseum. Weitere Informationen: www.kulturgutschutz-deutschland.de

Kulturförderung als partnerschaftliche Aufgabe von Land und Kommunen

Minister Brodkorb: Landkreise, Kommunen und Land sollten im Interesse der Kulturschaffenden eine Kulturpartnerschaft begründen.

Landeskulturkonferenz 201423. 4. 2014 – Kulturminister Mathias Brodkorb hat sich in Schwerin für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen bei der Kulturförderung ausgesprochen. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung zur diesjährigen Landeskulturkonferenz ins Schweriner Schloss gefolgt. Neben Kulturschaffenden waren auch Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, kulturellen Verbänden und Vereinen, Kommunen, Landkreisen und den kommunalen Spitzenverbänden in den Plenarsaal des Landtags gekommen. „Mein Ziel einer nachhaltigen Kulturpolitik ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Landkreisen und den Kommunen, damit beide ihrer verfassungsrechtlichen Pflicht nachkommen können, Kunst, Kultur und die Pflege der niederdeutsche Sprache zu schützen und zu fördern“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. Wesentliches Instrument ist die neue Kulturförderrichtlinie, die im Entwurf vorliegt. „Diesem Entwurf ging ein intensiver Austausch mit allen Beteiligten voraus“, erläuterte Brodkorb. „Mein Ziel war nicht, besonders schnell eine Richtlinie auf den Weg zu bringen, sondern eine Richtlinie, die auf Partnerschaft setzt, die Förderung für alle einfacher und transparenter gestaltet“, sagte der Minister. Es sei notwendig gewesen, sich mit allen Seiten auszutauschen. Die gute Resonanz in der Anhörung zur Kulturförderrichtlinie spreche für sich. Die Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig nach einem Drei-Säulen-Modell erfolgen und vom Förderjahr 2015 an gelten. Die erste Säule der Kulturförderung soll die kulturelle Grundversorgung umfassen. Sie soll sich auf den lokal und regional wirkenden Erwerb von kulturellen und künstlerischen Grundkompetenzen richten. In der zweiten Säule sollen Projekte von überregionaler oder landesweiter Wirksamkeit und Bedeutung enthalten sein. Die dritte Säule der Kulturförderung soll sonstige herausragende Projekte aus allen Genres umfassen.

Land hat im Jahr 2013 rund 250 Kulturprojekte gefördert

Transparenter Umgang mit Mitteln der Kulturförderung

Musik auf der Treppe, Violoncello solo mit Margareta Häfner, Foto: Joachim Kloock9.4.2014 – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat eine Übersicht über die geförderten Kulturprojekte und Kulturträger im Jahr 2013 veröffentlicht. Interessierte können die Förderliste auf der Internetseite des Ministeriums einsehen. „An der Übersicht wird deutlich, wie vielfältig die Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist. Die Kulturförderung ist ein besonders wichtiges Instrument, um Kultur zu schützen und zu fördern“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Rund 250 Kulturschaffende und Kulturträger haben im vergangenen Jahr von den Zuwendungen profitiert.“ Über die Höhe der Kulturförderung entscheidet das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Grundlage der entsprechenden Kulturförderrichtlinie. Gefördert werden kulturelle Projekte aus den Bereichen Archive, Besondere Kulturprojekte, Bibliotheken, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film und Medien, Gedenkstätten, Heimatpflege, Niederdeutsche Sprach- und Kulturarbeit, Initiative „Wege zur Backsteingotik“, Internationale Kulturarbeit, Literatur, Museen und Ausstellungen, Musik und Soziokultur. Projektträger reichen beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unter Wahrung einer Frist einen Antrag auf Kulturförderung ein. Dieser Antrag wird dann geprüft. Ein Anspruch des Antragsstellers auf eine Zuwendung besteht allerdings nicht. „Mit der Veröffentlichung der Übersicht soll die Transparenz in der Kulturförderung erhöht werden“, erläuterte Kulturminister Brodkorb. „Im Haushaltsjahr 2013 standen ca. 9,5 Mio. Euro für die Kulturförderung zur Verfügung. Hiervon wurden lediglich 11.953 Euro nicht in Anspruch genommen und flossen in den Gesamthaushalt zurück. Alle anderen Mittel standen im Jahr 2013 für Kulturprojekte zur Verfügung oder werden im Jahr 2014 zusätzlich bereitgestellt“, so Brodkorb weiter.

Kulturpreis des Landes MV 2014 ausgelobt

Minister Brodkorb ruft auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger einzureichen

Kultur, Foto: zb-Regio8.4.2014 – Auch im Jahr 2014 beabsichtigt das Land Mecklenburg-Vorpommern, einen Kulturpreis als Haupt- und Förderpreis zu verleihen. Die Auszeichnungen werden durch den Ministerpräsidenten verliehen. „Mit dem Kulturpreis werden die künstlerischen oder kulturellen Leistungen einer Persönlichkeit oder einer Gruppe aus allen Bereichen von Kunst und Kultur gewürdigt“, erläuterte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Für die Verleihung kann ein einzelnes Werk oder das Gesamtschaffen entscheidend sein.“ Selbstbewerbungen seien allerdings nicht möglich. Der Förderpreis soll wie der Hauptpreis Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Förderpreis mit 5.000 Euro. Eine Künstlerin oder ein Künstler, eine Persönlichkeit oder eine Gruppe soll diesen Preis nur einmal erhalten. Einzureichen sind die Vorschläge für Auszeichnungen im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstr. 124 in 19055 Schwerin bis zum 1. Juli 2014. Mit dem Vorschlag ist ein kurzer Lebenslauf, eine Beschreibung der bisher geleisteten und der aktuellen Arbeit abzugeben. Gewinnerin des Kulturpreises war im vergangenen Jahr die Dirigentin Romely Pfund. Den Förderpreis erhielt im Jahr 2013 die Initiative „Die Kunst von der Kunst zu leben“. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, damit Künstlerinnen und Künstler dabei unterstützt werden, von der Kunst auch ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Friedrich-Lisch-DenkmalpreisDenkmalpreise des Landes werden ausgeschrieben – Kulturminister Brodkorb ruft auf, Vorschläge für Preisträger/-innen einzureichen

4.4.2014 – Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur verleiht auch im Jahr 2014 den „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ und den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Bis zum 31. Mai 2014 können die mit einer Begründung versehenen Auszeichnungsvorschläge beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Werderstraße 124, 19055 Schwerin, Fax: 0385 588 7082, E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de eingereicht werden. „Mit den beiden Denkmalpreisen werden Personen oder Gruppen gewürdigt, die sich um den Erhalt von Denkmälern und die Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern verdient gemacht haben“, betonte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Ich rufe hiermit alle Kulturinteressierten dazu auf, Vorschläge einzureichen und hoffe auf eine rege Beteiligung.“ Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
  • langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Die Bewertung der eingehenden Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Die Preisverleihung wird am 14. September 2014 anlässlich des Tages des offenen Denkmals während der zentralen Festveranstaltung des Landes erfolgen. Vorschlagsberechtigt sind Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen. Eigenbewerbungen sind unzulässig.

Festakt zum Start des Akademienvorhabens „Uwe Johnson-Werkausgabe“

Bildungs- und Wissenschaftsminister Brodkorb: Land sagt Förderung von 3,6 Mio. Euro zu

Uwe Johnson, Quelle: Pressestelle BM M-V26.3.2014 – Das Vorhaben „Uwe Johnson-Werkausgabe“ wird ab April in das Programm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften aufgenommen. Heute, am 26. März 2014, fand in der Aula des Hauptgebäudes der Universität Rostock eine Festveranstaltung anlässlich der Aufnahme statt. Im Beisein des Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock,  unterzeichneten Mathias Brodkorb,  Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, eine Gemeinsame Erklärung. Das Land sichert darin eine Förderung von 3,6 Mio. Euro zu. Uwe Johnson, einst Student der Rostocker Universität, gilt als der bedeutendste Schriftsteller Mecklenburgs und zugleich als einer der wichtigsten Autoren deutscher Sprache. Mit der Edition seines Gesamtwerkes wird erstmals eine Werkausgabe für einen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts als Akademienvorhaben gefördert. „Ich freue mich, dass es der Universität Rostock im gemeinsamen Zusammenwirken mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, einem privaten Stifter, der Uwe Johnson-Gesellschaft und der Hansestadt Rostock gelungen ist, dieses einzigartige Langzeitvorhaben an unsere Universität holen zu können. Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Universität Rostock zu einem Zentrum der internationalen Johnson-Forschung zu machen“, sagte  Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Universität Rostock gewinnen damit ein Forschungsvorhaben von internationalem Ansehen und hoher Anziehungskraft. Dies stellt neben dem Akademien-Projekt zum Philosophen Moritz Schlick eine sichtbare Stärkung der Rostocker Geisteswissenschaften dar. Mit dem Langzeitvorhaben der Akademie-Union kehrt das schriftstellerische Werk von Uwe Johnson in seine mecklenburgische Heimat zurück“, betonte der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb. „Wichtige Kriterien für den Erfolg waren die hervorragende Forschungsausstattung für dieses Thema an der Universität Rostock, dem Johnson-Archiv, die Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft, und die entschiedene Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern“, begründet der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock die Aufnahme in das Akademienprogramm. Die dazugehörige Arbeitsstelle wird an der Universität Rostock eingerichtet und von Prof. Dr. Holger Helbig geleitet. Die Werkausgabe, die auch in digitaler Form zur Verfügung stehen soll, wird über einen Zeitraum von 24 Jahren erarbeitet. „An der Ausgabe arbeiten heißt, Johnsons Texte so aufzubereiten, dass Leser sie für sich entdecken und Wissenschaftler mit ihnen arbeiten können, im Buch oder im Internet“, unterstreicht Prof. Dr. Holger Helbig.

Herzogliche Sammlung verbleibt in Mecklenburg-Vorpommern

Herzogin und Minister erzielen einvernehmliches Ergebnis

Landeshauptstadt M-V, Schwerin - Schlossansicht, Foto: Joachim Kloock25.3.2014 – Die Kunstschätze der „Herzoglichen Sammlung“ können auch über das Jahr 2014 hinaus in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt werden. Am Montag, dem 17. März 2014, haben Donata Herzogin zu Mecklenburg-von Solodkoff und der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin abschließend über den Ankauf der „Sammlung Christian Ludwig Herzog zu Mecklenburg“ verhandelt und ein einvernehmliches Ergebnis erzielt. Das Verhandlungsergebnis wurde in der heutigen Kabinettssitzung von der Landesregierung gebilligt. Die Sammlung geht für einen Preis von 9,5 Mio. Euro mit wenigen Ausnahmen in das Eigentum des Landes über. Für alle wesentlichen Sammlungsstücke, die nicht in das Eigentum des Landes übergehen, wurden eine zehnjährige unentgeltliche Leihgabe sowie ein zeitlich unbeschränktes Vorkaufsrecht vereinbart. Die Herzogin und der Minister erklärten hierzu gemeinsam: „Mit der nun erzielten Einigung wurde ein für beide Seiten fairer Kompromiss erzielt. Kulturpolitisch besonders bedeutsam ist dabei die Tatsache, dass die Sammlung nahezu vollständig dem Land, seinen Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern erhalten bleibt. Die kunsthistorische Bedeutung der Sammlung wird dabei nicht zuletzt durch die Förderung des Ankaufes durch die Kulturstiftung der Länder sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstrichen. Das Land verfügt hiermit auf Dauer über einen Kulturschatz von nationalem Rang.“ Der Direktor des Staatlichen Museums Schwerin – Kunstsammlungen Schlösser und Gärten, Dr. Dirk Blübaum, ergänzte: „Mit der Einigung ist die bestmögliche Lösung erzielt worden. Ich begrüße dieses Ergebnis außerordentlich, weil die Kunstschätze der Sammlung im Bestand des Staatlichen Museums und der Kunstsammlungen Schlösser und Gärten verbleiben können. Eine lange Zeit, in der um wichtige Kunstwerke gebangt werden musste, findet ihr Ende. Insbesondere für das Schloss Ludwigslust ist der heutige Tag ein Glücksfall, weil dort nach dem Abschluss der Sanierung ein Großteil der Sammlung den Besucherinnen und Besuchern präsentiert werden soll.“

Über 420.000 Euro für Filmförderung in Wismar und in Neubrandenburg

Minister Brodkorb: Einrichtungen leisten wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Medienkompetenz

10.3.2014 – Das Land unterstützt auch im Jahr 2014 die Projekte des Filmbüros Mecklenburg-Vorpommern in Wismar. Das Filmbüro hat in diesem Jahr für die Kulturelle Filmförderung, für die Filmarchivierung und die Aktivitäten der Medienwerkstatt insgesamt 372.518 Euro aus Mitteln der Kulturförderung erhalten. „Das Filmbüro leistet eine wichtige Aufgabe bei der Förderung von kreativen Filmschaffenden und Nachwuchstalenten im Land“, lobte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Kinder und Jugendliche können mit dem Medium ‚Film‛ experimentieren und entwickeln ihre Medienkompetenz weiter. Darüber hinaus erschließt, sammelt und archiviert das Filmbüro Filme und sorgt auf diese Weise dafür, dass sie nachfolgenden Generationen erhalten bleiben“, so Brodkorb. Das Land unterstützt außerdem das Kino „Latücht“ und die dazugehörige Medienwerkstatt in Neubrandenburg. Der Verein „Latücht Film & Medien“ hat im Jahr 2014 für seine Aktivitäten insgesamt 50.000 Euro aus Mitteln der Kulturförderung erhalten. Mit diesen Mitteln werden die Projekte „Lern- und Praxisort Medienwerkstatt“ und das Kino gefördert. „Der Verein ‚Latücht‛ richtet sich mit seinen medienpädagogischen Angeboten an alle Altersgruppen und will ihnen gleiche Chancen beim Zugang zu den neuen Medien ermöglichen“, betonte Minister Brodkorb. „Kinder und Jugendliche können das Kino gegen das Klassenzimmer tauschen und lernen mit Medien umzugehen. Erwachsene können sich Filme anschauen, die in Multiplex-Kinos nicht gezeigt werden, Senioren entwickeln ihre Medienkompetenz weiter.“

Ministerium fördert Filmkunstfest mit über 200.000 Euro

Minister Brodkorb: Frühe Fördermittelzusage schafft Sicherheit bei der Planung

20.2.2014 – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt auch im Jahr 2014 die Projekte der FilmLand M-V gGmbH. Das „Filmkunstfest M-V“ und das „Filmkunstfest on tour“ erhalten in diesem Jahr 226.700 Euro aus Mitteln der Kulturförderung. Die „SchulKinoWochen M-V“ werden wie im Vorjahr mit 18.000 Euro aus Mitteln der Kulturförderung unterstützt.  „Das Filmkunstfest ist eine cineastische Perle in unserem Land, die ich gerne unterstütze“, betonte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb. „Viele Filmfreunde freuen sich wieder auf das Festival und haben es schon im Kalender vermerkt. Ich wünsche der neuen Leitung viel Erfolg und gutes Gelingen. Ich bin zuversichtlich, dass sie das Festival in Zukunft weiterentwickeln und neue Akzente setzen wird“, so Brodkorb. Mit einer besonders frühen Fördermittelzusage schaffe das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Sicherheit bei den Verantwortlichen für die Planung der Veranstaltungen. „Auch die Angebote der SchulKinoWochen werden in diesem Jahr wieder durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt. Im ganzen Land soll bei Schülerinnen und Schüler die Neugierde auf das Medium ´Film´ geweckt werden. Jugendliche können für einige Stunden die Schulbank gegen den Kinosessel tauschen. Für Lehrerinnen und Lehrer sind die Vorführungen eine gute Gelegenheit, Medienbildung zu vermitteln“, sagte Brodkorb.

Entwurf der neuen Kulturförderrichtlinie geht in die Anhörung

Minister Brodkorb: Neue Kulturförderrichtlinie macht Förderung transparenter

Grafik, Quelle: Pressestelle BM M-V12.2.2014 – Kulturminister Mathias Brodkorb bringt die Neuregelung der Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern voran. Der Entwurf der neuen Kulturförderrichtlinie befindet sich nun in der Anhörung. Bis Mittwoch, den 5. März 2014 haben Landkreise und Kommunen, kreisfreie Städte, die kommunalen Spitzenverbände, die kulturellen Landesverbände und der Landeskulturrat Gelegenheit, ihre schriftlichen Stellungnahmen abzugeben.  „Mit der Anhörung setze ich den Dialog über die Neuregelung der Kulturförderung fort. Hinweise von Kulturschaffenden und Kulturträgern sind in dem Entwurf der Richtlinie bereits berücksichtigt worden. Bis hierher danke ich vor allem dem Landeskulturrat, der Arbeitsgemeinschaft Kulturförderung und vielen Landesverbänden für die konstruktive Mitarbeit“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Künftig soll die Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern auf drei Säulen stehen. Durch dieses System wird es nachvollziehbare Förderkriterien geben. Die Förderung wird für alle Beteiligten transparenter“, so der Minister. Das Drei-Säulen-Modell der Kulturförderung sieht vor, innerhalb der ersten Säule die kulturelle Grundversorgung abzudecken, die sich auf den lokal und regional wirkenden Erwerb von kulturellen und künstlerischen Grundkompetenzen bezieht. In der zweiten Säule werden Projekte von überregionaler oder landesweiter Bedeutung gefördert. In der dritten Säule werden sonstige herausragende Projekte gefördert. Die neue Kulturförderrichtlinie soll zum 1. August 2014 veröffentlicht werden und zum 1. Januar 2015 in Kraft treten. Der Minister lädt alle Interessierten ein, sich an der weiteren Diskussion über die Kulturförderung des Landes zu beteiligen. Bei der Landeskulturkonferenz am 23. April 2014 soll das Thema im Mittelpunkt stehen.

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichen Gesamtprogramm

127 Konzerte geplant – Vorverkauf startet am 5. Februar 2014

Gustavo Dudamel, Foto: Chris Christodoulou TMV – Musikliebhaber können sich in diesem Jahr auf 127 Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern freuen, die sie heute in ihrem Gesamtprogramm angekündigt haben. Vom 20. Juni bis zum 21. September 2014 lockt die namhafte Musikreihe in ihrer 25. Saison an 86 Spielstätten, darunter neun neue wie das Kulturhaus Mestlin, das Eisenbahnmuseum Schwerin und die Klosterruine Eldena, Besucher in den Nordosten. Unter der erstmaligen Intendanz von Dr. Markus Fein haben sich unter anderem große Namen wie die Berliner Philharmoniker, Michael Sanderling, Marek Janowski, Rudolf Buchbinder, Julia Fischer, Daniel Hope, Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta und Matthias Schorn angekündigt. Mit 21 Konzerten prägt Igor Levit die Saison als Preisträger in Residence. Zum Auftakt spielt er in Ulrichshusen Schostakowitsch’ Klavierkonzert Nr. 1 mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (22.06.). Eröffnet wird die Jubiläumsaison am 20. Juni in der St.-Georgen-Kirche Wismar von Chören aus dem Land mit einer eigens komponierten „Festspiel-Ouvertüre“ und dem NDR-Sinfonieorchester mit Semyon Bychkov sowie dem Pianisten Bertrand Chamayou. Im letzten Jahr zählten die Festspiele 67.000 Besucher. Der Vorverkauf für die Konzerte startet am 5. Februar.

Zu den sommerlichen Höhepunkten gehören die Konzerte auf dem Landgestüt Redefin mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Gustavo Dudamel, Rudolf Buchbinder sowie Julia Fischer und Michael Sanderling. In pittoreske Schlossparks laden die Open Airs in Klütz und Hasenwinkel sowie das „Kleine Fest im großen Park“ in Ludwigslust. Werke und Klangkörper aus dem Land sind in der Reihe „Musik aus MV“ zu hören und internationale Talente in der Nachwuchsreihe „Junge Elite“. Interessante Künstlerbegegnungen versprechen die Projektwoche mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica sowie die Reihe „Berliner Philharmoniker in MV“, in der auch einzelne Musiker und Ensembles des Spitzenorchesters auftreten. Erstmalig wird das musikalische Wandertheater „Jahrmarkt der Sensationen“ an mehreren Orten die Besucher ins Staunen versetzen. Neu sind außerdem die umfangreichen Begleitprogramme: Bei 17 Konzerten, vor allem in den neuen Reihen „360° Streichquartett“, „Pavillons der Jahrhunderte“ und „Landpartie Junge Elite“ können die Besucher in Hörexperimenten, Führungen und Künstlergesprächen mehr über die Werke, die Musiker und die Umgebung erfahren und so ganz neue Perspektiven auf die Musik gewinnen. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de, Kartentelefon: 0385-591 85 85.

Überraschend und vielseitig: Mecklenburg-Vorpommern zwischen Kunst, Kultur und Kulinarik

Jubiläen und Premieren prägen den Veranstaltungskalender 2014 in M-V

Das Fauré Quartett erobert mit dem "Festspielfrühling Rügen" die Vorsaison, Foto: Festspiele MV/Northoff TMV – Ob raffinierte Menüs oder kulinarische Safaris in Kühlungsborn, frickelige Blues-Rock- und Experimentalmusik während der Zappanale in Bad Doberan oder romantische Spaziergänge beim zweiten Wanderherbst auf der Insel Rügen – das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern hält für die 2014 erwarteten zwölf Millionen Urlauber neben seiner bewährten Vielfalt eine Reihe lang geplanter Ereignisse und überraschender Neuerungen im Veranstaltungskalender bereit. Ein Muss für Kulturliebhaber sind die mehr als 100 Veranstaltungen, die im Jahr der Romantik anlässlich des 240. Geburtstages des Malers Caspar David Friedrich am 5. September 2014 in Mecklenburg-Vorpommern von der Initiative „Natürlich romantisch“ organisiert werden. Sportliche Höchstleistungen vor einer wildromantischen Kulisse können Gäste beim ersten Ironman auf der Insel Rügen am 14. September erleben. Wer lieber die kulinarische Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns genießen möchte, sollte sich im Oktober die Tüffelwochen in der Lewitz oder die Kühlungsborner Gourmet-Tage im November nicht entgehen lassen. Auch Jubiläen stehen vielerorts auf dem Programm: So werden etwa im Mai das Ostseebad Nienhagen und im September die Reuterstadt Stavenhagen mit einer Reihe von Veranstaltungen ihre 750. Jahrestage feiern. Für die aktive Urlaubsgestaltung kann überdies auf die vielen Klassiker wie die Hanse Sail in Rostock, die Schlossfestspiele in Schwerin, die Störtebeker-Festspiele auf Rügen, die Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder das Usedomer Musikfestival gesetzt werden – Gastgeber und Veranstalter, die sich ständig neu erfinden, um attraktive Programme zu bieten und Urlauber ins Staunen zu versetzen. Nachfolgend eine Übersicht über einige der zentralen Veranstaltungen im Jahreskalender des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern. Viele weitere sind im Veranstaltungskalender unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

Träger der Theater und Orchester in den östlichen Landesteilen arbeiten mit dem Land zusammen

Minister Brodkorb: Im Jahr 2014 stehen Grundsatzentscheidungen in den östlichen Landesteilen an

Grafik/Quelle: Pressestelle BM M-V17.1.2014 – Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Träger der Theater und Orchester in den östlichen Landesteilen arbeiten bei der Weiterentwicklung der Theater- und Orchesterstrukturen zusammen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Städte Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz und Stralsund haben eine entsprechende Vereinbarung („Letter of Intent“) geschlossen. „Nach den Entscheidungen in Schwerin und Parchim stehen in diesem Jahr Entscheidungen in den östlichen Landesteilen an“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Die bisherigen Gespräche mit den Trägern in den östlichen Landesteilen stimmen mich zuversichtlich, dass wir weiterhin konstruktiv verhandeln und zügig eine grundsätzliche Einigung erreichen können“, so der Minister. In der Vereinbarung ist geregelt, dass die Theater und Orchester in den östlichen Landeteilen nicht benachteiligt werden dürfen, sollten im westlichen Landesteil Strukturveränderungen unterbleiben. Die Landesregierung ist unter der Maßgabe, dass tragfähige Strukturveränderungen erreicht werden, bereit, eine Beteiligung an Umstrukturierungskosten und Investitionen sowie eine Landesbeteiligung und ein Dynamisierungsmodell für die Zuschüsse ab 2020 in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Die METRUM Management GmbH ist beauftragt, eine vertiefte Analyse zu erstellen und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. METRUM hat die Arbeit bereits begonnen und bezieht die Theaterleitungen und Betriebsräte der Theater und Orchester in den östlichen Landesteilen mit ein.

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Theaterreform im westlichen Landesteil geht voran

Minister Brodkorb lobt Zuverlässigkeit der Verhandlungspartner

Foto: Silke Winkler25.10.2013 – Kulturminister Mathias Brodkorb begrüßt den Beschluss des Kreistages Ludwigslust-Parchim zum Theaterkonzept. Die Kreistagsmitglieder hatten beschlossen, das Angebot des Landes unter bestimmten Bedingungen mitzutragen. Minister Brodkorb lobte in der Diskussion vor allem die Zuverlässigkeit der Verhandlungspartner: „Mit dem Beschluss wird deutlich, wie wichtig allen Beteiligten die Angebote des Kinder- und Jugendtheaters in Parchim sind. Einer Umsetzung des Theatersicherungskonzeptes für den westlichen Landesteil steht nach der Entscheidung des Kreistags nun nichts mehr im Wege.“ Im August hatte das Land den Theatern in Schwerin und Parchim ein entsprechendes Angebot gemacht, seine Hilfen jedoch an klare Bedingungen geknüpft. Das Land erklärt seine grundsätzliche Bereitschaft, vom Jahr 2016 an sich an einer Gesellschaft „Staatstheater Mecklenburg“ zu beteiligen. Vorgesehen ist auch, dass das Land seine Mittel für die Theaterfinanzierung vom Jahr 2020 an dynamisiert. Im Gegenzug müssen die Theater erste Konsolidierungsmaßnahmen umsetzen. Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und das Landestheater Parchim sollen sich unter einem Dach vereinen.

Backsteingotik entlang des Ostseeküsten-Radwegs – neuer Faltplan erschienen

Per Rad von Dänemark ins Baltikum – Ostseeküsten-Radweg 2013, Foto: Europäische Route der Backsteingotik e.V.Berlin 27.8.2013 – Frische Ostseeluft schnuppern, etwas für die Fitness tun, und dabei noch mittelalterliche Baukultur genießen? Das bietet der großartige Ostseeküsten-Radweg, der mit Blick auf die Backsteingotik ganz anders erlebt werden kann. Viele Erläuterungen zu diesen fantastischen Bauwerken bietet der neue zweisprachige (deutsch und polnisch) Faltplan „Per Rad von Dänemark ins Baltikum – Ostseeküsten-Radweg“, aufgelegt von der Europäischen Route der Backsteingotik. Die Europäische Route der Backsteingotik lässt sich hervorragend auch mit dem Drahtesel entdecken. In der druckfrischen Publikation „Per Rad von Dänemark ins Baltikum – Ostseeküsten-Radweg“ wird eine ca. 1.600 km lange Route in drei Ländern vorgestellt, die natürlich in langen oder kurzen Abschnitten gefahren werden kann. Die Strecke verläuft überwiegend entlang des länderübergreifenden Ostseeküsten-Radwegs durch großartige Natur, viele malerische Orte und entlang imposanter backsteingotischer Bauten. Der 28-seitige Faltplan präsentiert innen auf einer großen Karte die gesamte Reichweite der Europäischen Route der Backsteingotik in Dänemark, Deutschland und Polen. An der Küste wird die aktuelle Radroute mit 42 Backsteingotik-Städten und -Orten in drei Ländern dargestellt. Sie beginnt im dänischen Haderslev und verläuft entlang vieler Orte der Europäischen Route der Backsteingotik: Schleswig, Wismar, Bad Doberan, Ribnitz-Damgarten, Stralsund, Rügen, Greifswald, Wolgast, Cammin (Kamień Pomorski). Sie endet in der stolzen Ostseestadt Danzig (Gdańsk). Nach Neukloster bei Wismar und Schlawe (Sławno), jeweils unweit der Ostseeküste, gelingt man ganz leicht per Abstecher. Auf der Außenseite findet der Leser kurze und informative Beschreibungen zu baukulturellem Backsteingotik-Hochgenuss auf Deutsch und Polnisch – in den großen und bekannten Welterbe-Städten auf dem Radweg, aber auch in pittoresken kleineren Orten, wo der Reisende z. B. in alten Klostergärten die Seele richtig baumeln lassen kann … Der Faltplan ist in den Tourist-Informationen der oben genannten Städte sowie in der Geschäftsstelle in Berlin (Adresse siehe unten) ab sofort kostenlos erhältlich oder kann unter www.eurob.org (ca. 6 MB) heruntergeladen werden. Die populären Vorgängerrouten „Per Rad von Dänemark ins Baltikum – Mecklenburgischer Seen-Radweg“ und „Per Rad von Dänemark ins Baltikum – Rundkurs Greifswald–Wolgast–Anklam“ können ebenfalls in derGeschäftsstelle in Berlin bestellt oder im Netz heruntergeladen werden. Weitere Informationen: Europäische Route der Backsteingotik e.V., Sanna Martzahn / Christoph Pienkoß, Littenstraße 10, 10179 Berlin, Tel. +49 30 2061325-55 oder -59, info@eurob.org, www.eurob.org

Kabinett billigt Reformkonzept für Theater in Schwerin und Parchim

Großes Haus für große Klasse, Foto: Staatstheater Schwerin Schelfoniker beim Konzert im Mecklenburgischen Staatstheater, Foto: Pressestelle Landeshauptstadt SchwerinSchwerin 13.8.2013 – Das Land Mecklenburg-Vorpommern will sich bei der Einrichtung eines „Staatstheaters Mecklenburg“ engagieren. Dazu ist das Land bereit, sich an der Sanierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin zu beteiligen, knüpft seine Hilfen jedoch an klare Bedingungen. Darauf hat sich das Kabinett heute in seiner Sitzung einvernehmlich verständigt. „Mit dem vorliegenden Angebot geht das Land weit über sein bisheriges Engagement hinaus. Zum ersten Mal seit 1990 erklärt das Land seine Bereitschaft, in die Trägerschaft von Theatern einzutreten. Auch eine Erhöhung der Mittel ist möglich“, erklärte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Allerdings ist die Bereitschaft des Landes an klare Bedingungen gebunden. Entscheidend wird daher sein, ob insbesondere die Stadt Schwerin, sein Theater sowie alle Verhandlungspartner angesichts des Ernstes der Lage bereit sind, dieses Angebot anzunehmen und klare Entscheidungen zu treffen“, sagte der Minister. Darüber hinaus wies der Minister darauf hin, dass ähnliche Hilfsmaßnahmen auch an anderen Standorten möglich sind: „Es wird keine Bevorzugung des Standortes Schwerin geben. Für alle Theaterstandorte im Land gelten dieselben Bedingungen. Dort, wo Theater und Träger bereit sind, die notwendigen Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Theater- und Orchesterlandschaft in Abstimmung mit dem Land einzuleiten, wird auch das Land seinerseits zu Hilfen bereit sein.“ Hierbei würden auch keine Einheitslösungen für das gesamte Land vorgegeben, sondern nach vor Ort tragfähigen und funktionierenden Lösungen gesucht.

Das Land unterbreitet folgendes Angebot:

  • Das Land erklärt seine grundsätzliche Bereitschaft, vom Jahr 2016 an in eine Gesellschaft „Staatstheater Mecklenburg“ auf Basis des für den westlichen Landesteil vorgeschlagenen Modells einzutreten. Das Modell hatte die METRUM Management GmbH entwickelt. Voraussetzung hierfür ist eine erfolgreiche Umsetzung erster, entscheidender Konsolidierungsmaßnahmen in den Jahren 2014 und 2015.
  • Das Land wird seine Mittel für die Theaterfinanzierung vom Jahr 2020 an dynamisieren.
  • Das Land wird sich temporär an notwendigen Umstrukturierungskosten der Mecklenburgischen Staatstheater gGmbH zu einem „Staatstheater Mecklenburg“ beteiligen.
  • Das Land prüft eine Kostenbeteiligung an baulichen Maßnahmen am Standort Parchim.
  • Das Land wird sich bis 2020 über bisherige Zahlungen hinaus an der Finanzierung des „Staatstheater Mecklenburg“ beteiligen. Derzeit geht es hierbei einschließlich etwaiger Umstrukturierungskosten gemäß METRUM-Gutachten im Jahr 2014 von 1,2 Mio. Euro und in der Folge von bis zu 1,6 Mio. Euro in 2020 aus.
  • Die bereits 2012 bewilligte Soforthilfe in Höhe von bis zu 2 Mio. Euro wird in 2013 ausgezahlt. Der Zuwendungsempfänger Landeshauptstadt Schwerin als Träger wird damit berechtigt und verpflichtet, die Zuwendung innerhalb von drei Monaten zweckgebunden an die gGmbH weiterzugeben, sofern die im Bescheid genannten Bedingungen erfüllt und gegenüber dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur nachgewiesen sind.

Dieses Angebot gilt zu den nachfolgenden Konditionen, die noch im August 2013 durch entsprechende Aufsichtsrats- und Stadtvertreterbeschlüsse des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin bzw. der Landeshauptstadt Schwerin zu untersetzen sind.Außerdem ist eine Einigung mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und der Vereinigung Deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) im September 2013 mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zwingend erforderlich. Anschließend ist eine Zielvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Schwerin, dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, den Trägern des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim, dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim und dem Land abzuschließen.

Voraussetzungen für das Angebot:

  • Am Standort Schwerin sind bis 2020 30 Stellen (1,7 Mio. €) sozialverträglich abzubauen (altersbedingter Abgang, Nichtbesetzung, Vorruhestandsangebote), wovon bereits im Jahr 2014 110.000 Euro zu erbringen sind.
  • Eine Einigung mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und der Vereinigung Deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) auf eine dauerhafte Personalkostenabsenkung entsprechend der prozentualen Differenz der Kosten eines A-Orchesters zu einem B-Orchester ist zu erzielen.
  • Es ist eine Spielplanoptimierung und Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Veranstaltungen (insbesondere im E-Werk) mit einer Reduzierung der direkten Veranstaltungskosten in Höhe von 400.000 Euro pro Jahr, beginnend im Jahr 2014 in Höhe von 120.000 Euro, zu erreichen.
  • Die Integration des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim als Produktionsstandort für das Kinder- und Jugendtheater und die Fritz-Reuter-Bühne inkl. Stellenanpassung um 7 Stellen bis 2020 (sozialverträglicher Abbau) mit einem Synergieertrag in Höhe von bis zu 600.000 Euro pro Jahr, beginnend ab 2014 mit einem Einspareffekt in Höhe von 180.000 Euro, ist einvernehmlich zu verhandeln.
  • Die Finanzierungsbasis ist durch das Angebot von Gesellschafteranteilen insbesondere an den Landkreis Ludwigslust-Parchim und den Landkreis Nordwestmecklenburg zur Generierung von 400.000 Euro pro Jahr beginnend ab 2014 zu verbreitern. Hierbei sind vom Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie der Stadt Parchim mindestens 300.000 Euro sowie vom Landkreis Nordwestmecklenburg 100.000 Euro zu erbringen.
  • Für die Schlossfestspiele vom Jahr 2014 an ist ein Risikobegrenzungskonzept anhand eines separaten Wirtschaftsplanes (inkl. geplanter Veranstaltungen, geplanter Auslastung, Kostenkalkulation, Kartenpreisen, Einnahmeplan) unter Ausschluss einer Risikobeteiligung durch das Land zu erarbeiten. Dabei sind Einspareffekte von 200.000 Euro auszuweisen.

Außerdem verpflichtet sich die Landeshauptstadt Schwerin, im Rahmen des haushaltsrechtlich Möglichen ihren Zuschuss bis 2020 konstant zu halten.

Natürlich romantisch: Der 240. Geburtstag von Caspar David Friedrich löst Themenjahr aus

Landesweite Initiative gegründet / Neue Internetseite informiert über Veranstaltungen im Romantikjahr 2013/14

Klosterruine Eldena - Caspar David Friedrich 1774-1840, Öl auf Leinwand 1825 / WikipediaKlosterruine Eldena, Foto: Joachim KloockTMV – Den 240. Geburtstag von Caspar David Friedrich (1744-1840), einem Vertreter der Romantik im Blick, hat sich die Initiative „Natürlich romantisch“ gegründet, der unter anderem das Pommersche Landesmuseum, das Caspar-David-Friedrich-Zentrum in Greifswald, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, der traditionsreiche Rostocker Hinstorff Verlag, der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern, das Staatliche Museum Schwerin, die Kunstsammlung Neubrandenburg sowie das Umweltfotofestival „Horizonte Zingst“ angehören. Über die Initiative soll die Rolle der Region als bedeutendes Zentrum vor allem der Frühromantik betont werden. Dabei soll neben dem Werk Friedrichs auch das weiterer seiner Zeitgenossen, die im heutigen Mecklenburg-Vorpommern wirkten und über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangten, darunter Philipp Otto Runge und Friedrich August Klinkowström, beleuchtet werden. Auf der Internetseite www.auf-nach-mv.de/romantik finden Urlauber ab Sommer 2013 eine Übersicht über die geplanten Veranstaltungen im Romantikjahr.Den Beginn markiert die Präsentation des Bildbandes „Natürlich romantisch“ des Landschaftsfotografen Thomas Grundner und der Autorin Dr. Birte Frenssen vom Pommerschen Landesmuseum, der im Rostocker Hinstorff Verlag erscheint und am 5. September 2013, dem Geburtstag Caspar David Friedrichs, vorgestellt wird.

Daneben ist im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald ein multimedialer Tisch für die Galerie eingerichtet, der Friedrichs Aufenthaltsorte und die von ihm geliebten Landschaften in Mecklenburg-Vorpommern anhand seiner Skizzenbücher, der bekannten Gemälde wie „Kreidefelsen auf Rügen“ oder „Mönch am Meer“ und Landschaftsfotografie lebendig werden lässt. Darüber hinaus ist eine Wanderausstellung mit dem Titel „Natürlich romantisch“ mit von Aufnahmen vom Landschaftsfotografen Thomas Grundner geplant. Das Staatliche Museum Schwerin präsentiert die Ausstellung „Fluxus made in USA. Die Revolution der Romantiker“. Sie zeigt erstmals den Einfluss der historischen Romantiker auf US-amerikanische Fluxus-Künstler. Dabei treffen Werke von Caspar David Friedrich, Georg Friedrich Kersting und Philipp Otto Runge auf Werke von Nam June Cage, George Brecht, Alison Knowles, Georges Macunias und anderer. Zudem wird es im Runge-Haus in Wolgast Erläuterungen zur Farbenlehre des Künstlers geben und in Neubrandenburg, der Geburtsstadt seiner Eltern, ab Herbst einen Caspar David-Bilderweg. Romantik-Touren, Malkurse und Fotosafaris runden den Veranstaltungsreigen ab. Weitere Informationen: www.natuerlich-romantisch.de

Europäische Route der Backsteingotik – Reiseführer 2013 und zwei neue Radtouren herausgegeben! 

130410_Entlang_der_Europäischen_Route_der_Backsteingotik_2013(PM/Eurob 11.4.2013) – Der Reiseführer der Europäischen Route der Backsteingotik 2013 ist erschienen. Wie seine beliebten Vorgänger macht die dritte aktualisierte Auflage Appetit auf die architektonischen und kulturellen Höhepunkte der 34 Mitgliedsstädte und -regionen der Route, die durch Dänemark, Deutschland und Polen verläuft. Neu im Reiseführer sind dieses Jahr u. a. die ausführlichen Tipps zu den wichtigsten Fahrradrouten in der Region und Beiträge zu den mit der Backsteingotik eng verwandten historischen Themen. Darüber hinaus hat die Europäische Route der Backsteingotik zwei gesonderte Publikationen zum Radfahren erarbeitet, die Anregungen für schöne Touren entlang der backsteingotischen Bauten geben. Alle Materialien sind in der Geschäftstelle in Berlin erhältlich.Hunderte faszinierender Backsteinbauten, eingebettet in idyllische Landschaften oder malerische Altstädte, eröffnen dem Besucher der Europäischen Route der Backsteingotik großartige Einblicke in das Leben an den Ostseeküsten bis weit hinein ins Binnenland ab dem 13. Jahrhundert. Die Region ist von Hanse und Mittelalter geprägt und war einst europäische Wirtschaftsmacht: Ihr einstiger Reichtum zeigt sich bis heute angesichts der ehrwürdigen, Jahrhunderte alten Bauten.Dieses beeindruckende Kulturerbe wird heutzutage durch die Europäische Route der Backsteingotik erlebbar. 34 Städte und Regionen in Dänemark, Deutschland und Polen – verschieden, modern, lebendig und bunt, aber gleichzeitig durch gemeinsame Geschichte vereint – präsentieren ihr gemeinsames Kulturerbe unter einer Marke.

Der neue Reiseführer “Entlang der Europäischen Route der Backsteingotik” 2013 stellt Städte und Regionen entlang der Route ausführlich vor. Im Mittelpunkt stehen die Bauwerke der Backsteingotik, aber der kulturinteressierte Reisende findet auch viele weitere Tipps für einen gelungenen Urlaub: die schönsten Museen, Führungen, Konzerte und Veranstaltungen, Naturerlebnisse sowie Aktivitäten für Familien. Neu sind die umfangreichen Tipps zu den Fahrradrouten in der Region sowie Beiträge zu verwandten historischen Themen wie Hanse, Klöster und Romanik. Darüber hinaus bietet der Reiseführer einen Überblick zu der Geschichte der Backsteingotik und ein kleines Backsteingotik-Glossar. Die QR-Codes der touristischen Webseiten der Mitgliedsstädte runden das Angebot ab. Über den Reiseführer hinaus hat die Europäische Route der Backsteingotik in diesem Frühjahr erstmalig zwei Faltblätter für Radbegeisterte herausgebracht, denn die Route eignet sich hervorragend für kürzere und längere Radtouren. Die Publikationen “Backsteingotik per Rad entdecken: Greifswald-Wolgast-Anklam” und “Backsteingotik per Rad entdecken: der Mecklenburgische Seen-Radweg” bieten viele Anregungen für schöne Touren, die die Besucher das reiche Natur- und Kulturerbe der Region in einem außergewöhnlichen Zusammenspiel genießen lassen.

Weitere Informationen: Europäische Route der Backsteingotik e.V., Sanna Martzahn / Christoph Pienkoß, Littenstraße 10, 10179 Berlin, Telefon: +49 30-2061325-55 oder -59, Email: info@eurob.org, www.eurob.org

Minister Brodkorb versendet Welterbe-Bewerbungen

(PM/BM 29.1.2013) – Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb hat weitere Unterlagen für die Welterbe-Bewerbungen von Bad Doberan und Schwerin an die Kultusministerkonferenz fristgerecht verschickt. Bad Doberan bewirbt sich mit der *Hochgotischen Ausstattung des Doberaner Münsters* um die Aufnahme in das Welterbe der UNESCO, die Landeshauptstadt mit dem *Residenzensemble Schwerin * Kulturlandschaft des romantischen Historismus*. *Mit dem Versenden der Unterlagen kommen wir dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger nach, die sich für eine Aufnahme der beiden Stätten in das Welterbe der UNESCO einsetzen*, erklärte Minister Brodkorb. *Zu beiden Bewerbungen liegen auch Beschlüsse des Landtages vor*, so der Minister weiter. Voraussichtlich Ende 2014 wird die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Entscheidung treffen. Die Frist für das Einreichen der Unterlagen läuft ab am Freitag, den 1. Februar 2013.

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Umweltminister eröffnet Grenzwege-Parcours durch Geschichte und Natur

(PM/LU 8.11.2012) – “Grenzwege Schlagsdorf – Lesezeichen in der Natur” heißt ein Parcours entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Am Donnerstag weihte der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, die in Norddeutschland einmalige Route im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee ein. Sie besteht aus zwei Abschnitten von ca. 1,5 und 2,1 Kilometern. 14 Informationsstelen erklären wichtige Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem einstigen Grenzregime stehen. “Insbesondere als außerschulischer Lernort für die historisch-politische Bildungsarbeit sehe ich hier Chancen, neue Zielgruppen anzusprechen”, betonte der Minister bei der Eröffnung. “Auch die Möglichkeit, die historisch-politische Bildung mit Aspekten der Umweltbildung zu verbinden, betrachte ich als innovative Herausforderung.” Die Verknüpfung dieser Themen sei auch Ausdruck der Aufgaben von UNESCO-Biosphärenreservaten, die sich als Modellregionen für eine nachhaltige Regionalentwicklung, aber auch als Ort der Bildung verstehen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 73.500 €, wovon etwa zwei Drittel durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert wurden. Außerdem beteiligten sich der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. als Träger, die Landeszentrale für politische Bildung, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, der Landkreis Nordwestmecklenburg, der Grenzhus e.V. sowie das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee. Die Gemeinde Schlagsdorf und der Zweckverband “Schaalsee-Landschaft” stellten die Flächen zur Errichtung des Grenzparcours bereit. “Mauerbau und Mauerfall haben das Leben vieler Menschen in Ost und West nachhaltig beeinflusst”, sagte Dr. Till Backhaus. “Das Erinnern als Mahnung an diese Zeit, an das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze, aber auch an das tödliche Grenzregime ist eine Aufgabe, der sich das GRENZHUS widmet.”

Das Museum habe sich zu einem der wichtigsten Einrichtungen dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt; ca. 10.000 Besucher werden alljährlich hier begrüßt. Im Mai 2011 hatte der Landwirtschafts- und Umweltminister einen Fördermittelbescheid für die Planungen zur inhaltlichen Neugestaltung des Museums übergeben. Dieses mit über 66.000 € aus LEADER-Mitteln geförderte Planungsprojekt ist ein echtes Gemeinschaftswerk, in dessen Ergebnis auch der Grenzwege-Parcours entstand. Für die Neugestaltung des Grenzhuses wurde ein Bedarf von ca. 1 Million € festgestellt. Diese Mittel könne das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz nicht allein aufbringen. Der Minister: “Ich sehe es als breite gesellschaftliche Aufgabe an, das GRENZHUS zu einem Ort der Information, der Aufklärung und Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur und dem Einfluss der Grenze auf den Naturraum zu entwickeln. Daher ist es meine ausdrückliche Bitte, dass sich an der Umsetzung dieser Konzeption neben unserem Bundesland auch der Bund und das Land Schleswig-Holstein beteiligen.”

Da ist man platt

Ein Informatikprofessor wirbt mit dem Buch „Nich lang schnacken“ für die plattdeutsche Sprache

(PM/BM 19.9.2012) – Man kennt und schätzt ihn in der Fachwelt als Systembiologen und Bioinformatiker, jetzt ist Professor Olaf Wolkenhauer, Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock, unter die Plattdeutsch-Autoren gegangen. In seinem plattdeutschen Konversationshandbuch wirbt er für die reizvolle und trocken-sympathische norddeutsche Mundart: „Nich lang schnacken“. Mit dem Handbuch will Prof. Wolkenhauer die Anwendung des Plattdeutschen im Alltag fördern – beim lütten Schnack över’n Tuun oder över’t Wedder. Aber auch kennenlernen kannst di op Platt … mit dien Leevste(n) schnacken und Diskussionen op Platt maakt jüst so veel Spooß! Außerdem ist das Plattdeutsche für ihn eine Sympathieerklärung an den Norden, ganz nach dem Motto: In’n Noorden kunn een dat goot utholen! Das „Moin” zur Begrüßung kennt jeder, aber warum nicht auch kurze Gespräche auf Platt führen? – und das ohne die plattdeutsche Sprache gleich lernen zu müssen! „Dies war die Idee zu dem Buch – sich der Sprache über den Dialog zu nähern und nicht über ein Lehrbuch zur Grammatik und Rechtschreibung. Auch wenn es einige regionale Unterschiede in Norddeutschland gibt, verbindet das Platt die Menschen in Norddeutschland“, sagt Wolkenhauer.

Das Buch ist sein Viertes, allerdings fällt es vollkommen aus dem Rahmen, weil es das erste ist, das sich nicht mit Mathematik befasst. Am Lehrstuhl für Systembiologie & Bioinformatik der Universität Rostock befasst sich Prof. Wolkenhauer mit der mathematischen und computergestützten Beschreibung biologischer und biomedizinischer Systeme. Sein Team ist interdisziplinär und sehr international – alle teilen die Neugierde für andere Sprachen und Kulturen. „Plattdeutsch ist neben  Chinesisch, Hochdeutsch, Tschechisch, Spanisch, Indisch, Persisch, Bulgarisch, Französisch und natürlich Englisch nur eine von vielen Sprachen, die bei uns gesprochen werden“, schmunzelt der Informatiker.

Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern – steinerne Zeugen der Agrarkultur von europäischem Rang

Wenn sich  Besucher des Agrarlandes M-V abseits der Städte auf Entdeckungsreise begeben, erartet sie ein einzigartiges Kulturerbe: Gutsdörfer, zumeist stimmig eingebettet in die durch die letzte Eiszeit sehr  unterschiedlich geprägte Landschaft. Sie erzählen von längst Vergangenem – von der unverwechselbaren Agrar-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Gebietes zwischen Elbe und Oder. Obwohl Mecklenburg und Vorpommern historisch manches trennt, so verbindet sie das „Kulturerbe Gutsanlagen“ miteinander – ähnlich wie mit den Nachbarländern im Ostseeraum.

Während sich in anderen Teilen Deutschlands vorrangig bäuerliche Strukturen entwickelten, führte die politische und wirtschaftliche Potenz mecklenburgischer und pommerscher Grundherren ab dem 30jährigen Krieg in weiten Teilen des Landes zu einer gänzlich neuen Wirtschaftsweise mit großen zusammenhängenden Blockfluren und einer neuen Siedlungsform. Das Herrenhaus bildete mit den Wirtschaftsgebäuden den gestalterischen Mittelpunkt der Anlage. Das gesamte Ensemble mit meist straßenseitig angeordneten Gutskaten – Wohnhäuser der damaligen Landarbeiter – und einem weitläufigen Wirtschaftsbereich sowie Gutsgarten, Park oder auch Ehrenhof verleiht dem ländlichen Raum ein unverwechselbares Gesicht. Vor allem aber kündet es von der besonderen Geschichte dieses Landes und ihrer Menschen.

Über Jahrhunderte gewachsen, ist sowohl die Vielzahl der Güter, als auch deren Vielfalt beeindruckend – als steinerne Zeugen einer einmaligen landwirtschaftlichen Entwicklung. Zugleich sind sie Ausdruck der individuellen, persönlichen Note und des Ideenreichtums der Eigentümer und zeugen vom Können der Baumeister und der Landschaftsarchitekten. Da Gutsanlagen auf das engste mit Personen und Familien verknüpft sind, ist die mit ihnen verbundene Geschichte überaus lebendig. Die außerordentlich große Formenvielfalt ermöglicht eine lohnende Zeitreise durch die Architekturgeschichte. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt, findet der aufmerksame Besucher Feldstein- und Backsteinhäuser – Gebäude aus der Renaissance, barocke Schlösschen, imposante klassizistische Marställe – und vereinzelt sogar neugotische Tagelöhnerkaten. Nicht zu vergessen sind die unzähligen Parks und Gärten, deren Palette von eher wirtschaftlich ausgerichteten Gutsgärten über barocke Anlagen bis zum Landschaftspark á la Lenné reicht. Erfreulich viele Herrenhäuser sind seit 1990 aus dem „Dornröschenschlaf“ erweckt worden und zu neuem Glanz erwacht. Einige wird man dagegen vergeblich suchen – Mauerreste oder Erhebungen im Gelände weisen auf sie hin. Um dieses einzigartige Erbe zu retten und in die Zukunft zu tragen, gründeten Enthusiasten aus nah und fern 1995 auf dem ehemaligen Gut von Johann Heinrich von Thünen die „Arbeitsgemeinschaft Erhaltung und Nutzung der Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpomern e. V.“. Alle Kräfte zu bündeln und Aktivitäten nachhaltig zu unterstützen, ist das Anliegen der wachsenden Zahl der Streiter für das „Kulturerbe Gutsanlagen“.

Rolf-Peter Bartz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Erhaltung und Nutzung der Gutsanlagen in M-V e. V.

25 Jahre Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

(PM/BM 11.5.2012) – Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Sebastian Schröder, gratulierte dem Freilichtmuseum Groß Raden zum Jubiläum. „Das Museum ist ein bedeutender historischer Ort für alle, die sich mit der Landesgeschichte auseinandersetzen wollen“, sagte Schröder bei einem Besuch eines Kolloquiums in Groß Raden. „Das Museum hat sich zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel entwickelt und ist über die Autobahn gut erreichbar.“ Außerdem lobte Schröder die Arbeit und das Engagement von Archäologen und Bodendenkmalpflegern. „In vorbildlicher Weise arbeiten haupt- und ehrenamtliche Kräfte Hand in Hand.“ Der Staatssekretär berichtete den Tagungs-teilnehmern weiterhin über die Anstrengungen der Landesregierung im Bereich der Archäologie und Bodendenkmalpflege. „Vorrangiges Ziel hat die Dekontaminierung der archäologischen Funde in Wiligrad. Darüber hinaus arbeitet die Landesregierung mit Hochdruck an der Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes Stellingstraße Schwerin“, so Schröder.

In Schwerin sollen Werkstätten und Depots gebaut werden, wo die archäologischen Funde künftig aufbereitet und sicher gelagert werden können. Dort werden sich die Arbeitsbedingungen der Restauratoren verbessern. Ein Architektenwettbewerb zu diesem Bauvorhaben wurde im März dieses Jahres ausgelobt. Das Vorhaben umfasst einen Finanzierungsumfang von 50 Millionen Euro. Staatssekretär Schröder warb bei den Tagungsteilnehmern um Verständnis, dass es derzeit keine konkreten Planungen für den Bau eines Archäologischen Landesmuseums geben könne.

Die Europäische Route der Backsteingotik

Die Europäische Route der Backsteingotik verbindet Länder, Regionen, Städte, Kulturen und Menschen in einer gemeinsamen Architektursprache. Rund um die Ostsee klingt sie in Kirchen, Rathäusern und Burgen und fasziniert durch ihr kraftvolles, warmes Timbre.  Das leuchtende Farbspiel des gebrannten Tons,  seine raue Oberfläche und die Variationsbreite der Bauformen, die sich um den flachen Stein aufbauen ließen, machen Backstein zu einem faszinierenden Baustoff. Seine bedeutendste und flächendeckende Ausprägung erlebte der mittelalterliche Backsteinbau in den mittel- und nordeuropäischen Küstenländern um die Ostsee. Die zahlreichen Beispiele der „Backsteingotik“ entlang der Küsten und bis weit ins Binnenland hinein zeugen von einer reichen und beeindruckenden Baukultur. Innerhalb der europäischen Archirektur kommt der Backsteingotik eine Sonderstellung zu. Ihre Entwicklung ist eng an die Geschichte der nordwest- und nordosteuropäischen Staaten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert und der Entwicklung der Hanse geknüpft. Im 13. Jahrhundert führten die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern der Ostsee und den westlichen Ländern der heutigen Niederlande, Belgiens und Frankreich zu einem Austausch der kulturellen Entwicklungen bis weit in das Baltikum. Wenngleich die Städte und Regionen politisch und wirtschaftlich konkurrierten, zeugt die gemeinsame Architektursprache von einem koordinierten kulturellen Verständnis. Noch heute erlebt der Besucher die Bauten als etwas Vertrautes und Neues zugleich. Die identitätsstiftende Funktion der Bauten über Grenzen hinweg – früher aus religiösen und wirtschaftlichen Gründen motiviert – wirkt bis heute und ist ein zentraler Gedanke der „Europäischen Route der Backsteingotik“. Weitere Informationen über die heutige Arbeit und die Mitglieder der Route unter: www.eurob.org

Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor