Forschung

Nach der Russlandreise des Ministerpräsidenten: Universitäten kooperieren

22.11.2013 – Im Oktober 2012 fand unter Leitung von Ministerpräsident Erwin Sellering eine Delegationsreise nach Sankt Petersburg statt. Im Ergebnis wurde nun eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Fachhochschule Stralsund und der elektrotechnischen Universität Sankt Petersburg (LETI) unterzeichnet. Beide Hochschulen wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die Vereinbarung sieht vor, sich über Wissen und neueste Forschungen auszutauschen. Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern haben Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften aus den Bereichen Nachrichtentechnik/Elektronik – so zum Beispiel die DEN GmbH aus Greifswald, die mit 25 Mitarbeitern auf dem Gebiet der Planung und Projektierung von Kommunikationslösungen tätig ist. „Wir sehen ein großes Interesse russischer Studierender nach Stralsund zu kommen und sie als hoch qualifizierte Fachkräfte auch an unser Unternehmen zu binden. So profitieren wir ganz konkret von der Vereinbarung“, sagt Werner Dietzsch, Geschäftsführer der DEN GmbH. Professor Klostermeyer sieht für die Fachhochschule sehr lohnenswerte Perspektiven: „Wir haben sehr interessante Forschungsergebnisse und fachlich hochwertige Ausbildungsinhalte vorgestellt bekommen“. Dies beträfe vor allen Dingen die Bereiche Telekommunikation und erneuerbare Energien. Erfreut zeigt sich Ministerpräsident Erwin Sellering über diese Entwicklung: „Sankt Petersburg ist eine interessante und aufstrebende Region in Russland und die LETI eine der besten Universitäten des Landes. Das verspricht eine sehr interessante Zusammenarbeit zu werden, ich freue mich für die Fachhochschule Stralsund. Von diesem Wissenstransfer werden auch Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern profitieren“, so der Regierungschef.

Wissenschaft zum Anfassen: Aquakultur in Born erstmals offen für Besuche

Der Besucherandrang bei den Führungen in Born war groß, Foto/Quelle: Pressestelle LU M-V21.10.2013 – Erstmals fanden in der Versuchsanlage der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern in Born in diesem Jahr öffentliche Führungen statt. Von Mai bis Oktober bestand einmal im Monat die Möglichkeit, die neuen experimentellen Aquakulturanlagen für die Zucht von Forellen, Stören und Zandern besichtigen und sich über Inhalte und Ziele der Erforschung von Aquakulturanlagen, Fischzuchtlinien, der Besonderheit von Brackwasser in Aquakulturanlagen oder die Wiederansiedlung von Stören informieren. Das Interesse war groß, mehr als 100 Besucher kamen. “Angesichts des zurückgehenden Fischbestandes in den Weltmeeren und den Binnenseen einerseits und der Notwendigkeit von bestandsschonenden Maßnahmen andererseits steigt die Bedeutung der Aquakultur”, betont Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Deshalb fördere das Land Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Pilotprojekte, um die Aquakultur im Land weiter zu entwickeln. Seit 30 Jahren leben beispielsweise in Born auf dem Darß Forellen unter Brackwasserbedingungen. Um festzustellen, wie robust diese Fische im Vergleich zu Importforellen sind, führt das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf bei Rostock ein Pilotprojekt durch. In Kooperation mit dem Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems und dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei sowie der BIMES-Binnenfischerei GmbH und der Forellenzucht Uhthoff GmbH sollen die Ergebnisse im Jahr 2015 vorgelegt werden. Die Landesregierung finanziert das Projekt insgesamt mit mehr als 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds und des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Auch im kommenden Jahr haben Interessenten wieder die Möglichkeit, sich über die Fortschritte bei der Entwicklung der Aquakultur in der Landesforschungsanstalt M-V zu überzeugen. Mehr unter www.lu.regierung-mv.de

Biologische Station Hiddensee feiert Einweihung neuer Bungalows

Am Dienstag, 4. September 2012, werden die neuen Bungalows der Biologischen Station Hiddensee der Universität Greifswald eingeweiht. Die sechs Gebäude wurden im Juli 2012 fertiggestellt. Die schwedenroten und hellblauen Bungalows ersetzen die Exkursionsunterkünfte aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Nun hat die Universität Greifswald eine Möglichkeit, ganzjährig Lehrveranstaltungen und Workshops auf der Ostseeinsel durchzuführen. Zur feierlichen Eröffnung werden Vorträge zu Forschung, Lehre und der historischen Entwicklung der Biologischen Station Hiddensee angeboten. Die insgesamt sechs Bungalows und das Küchengebäude wurden vom Betrieb für Bau- und Liegenschaften (BBL) und dem Greifswalder Architektenbüro pbg gebaut. Bis zu 24 Personen finden in den 32 m² großen, winterfesten Holzhäusern mit Badzelle Platz. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Bungalows nun freigeben können“, so Dr. Irmgard Blindow, Leiterin der Biologischen Station Hiddensee. „So haben zum Beispiel Studierende der Biologie und Landschaftsökologie auf Hiddensee ideale Möglichkeiten, ökologische Freilanduntersuchungen methodisch kennenzulernen und ihr Wissen über heimische Tier- und Pflanzenarten zu erweitern.“

Im Jahr 2011 bewilligte der Senat der Universität Greifswald rund 900.000 Euro für die Ersatzneubauten auf dem Gelände der Biologischen Station auf Hiddensee. Die maroden, ca. 80 Jahre alten Bungalows entsprachen schon längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an Wärmedämmung und Wohnstandard. Die Station befindet sich an der Westküste der Insel Hiddensee im Ortsteil Kloster. Sie wurde 1968 als Einrichtung der Sektion Biologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald gegründet und führt die Arbeit der „Biologischen Forschungsanstalt Hiddensee“ fort, die 1930 als eine der ersten ökologischen Forschungseinrichtungen Deutschlands gegründet worden war. Die Biologische Station ist Kurs- und Exkursionsstandort der Universität Greifswald. Darüber hinaus halten auch andere Universitäten und Institutionen Tagungen und Kurse ab. Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland nutzen die Unterkunfts- und Arbeitsmöglichkeiten der Station. Regelmäßig finden internationale Workshops statt. Forschungsthemen sind unter anderm Gewässerökologie, Küstendünenheiden und Salzgrünländer.

Pressemitteilung Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 30. 8. 2012

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Veröffentlicht 20. September 2012 von Martina Wichor