Kunst/Kultur

Kunst im FM: Volker Grahn “Impressionen von Ahrenshoop”

Plakat: Stefan Bruhn3.6.2014 – Finanzministerin Heike Polzin hat heute eine neue Ausstellung in den Räumen des Finanzministeriums eröffnet. Unter dem Titel “Impressionen von Ahrenshoop” sind farbintensive Ölbilder und Aquarelle des Malers und Grafikers Volker Grahn aus Tabarz zu sehen. In der expressiven Gestaltung werden diese Ansichten zu wahrhaft sinnlichen Erlebnissen. Die Bilder, durchkomponiert, stimmig im Detail und in einer teilweise ungewöhnlichen Farbgestaltung, entwickeln durch ihren spannungsreichen Bildaufbau eine Lebendigkeit, der sich der Betrachter meist nicht entziehen kann. Die Arbeiten entstanden nach den jährlichen Aufenthalten in Ahrenshoop – der großen Liebe des in Wittenberge geborenen Künstlers. Alle Bilder entstanden im Atelier, teils dienten selbst gemachte Fotos als Vorlage, teils wurden die Eindrücke direkt aus der Erinnerung auf die Leinwand gebracht. Für Grahn ist Malen der Versuch, aufgebaute innere Spannung bei der Arbeit konstruktiv zu bündeln und Ausgleiche zu schaffen sowie dem Bild Halt, Duktus und malerisch Power zu geben. Die Ausstellung im Finanzministerium kann bis zum 15. August wochentags zu den Geschäftszeiten des Finanzministeriums besichtigt werden.

„Elfen-Blues“ und Cha-Cha-Cha

Konzertreihe „Naturklänge“ lockt vom 6. Juni bis zum 6. September auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Ulrike Mai auf Fischland-Darß-Zingst, Foto: Lutz GerlachTMV – Natur als Bühnenkulisse – das ist das Konzept der mittlerweile zwölften Auflage der Konzertreihe „Naturklänge“ auf Fischland-Darß-Zingst, zu der rund 5.000 Gäste erwartet werden. Die Ostsee, barocke Pfarrgärten, alte Schmieden, Salzgraswiesen – die „Naturklänge“ werden an besonderen Orten veranstaltet, von denen die Halbinsel zahlreiche bietet. Los geht es am 6. Juni um 20.00 Uhr im Barocken Pfarrgarten Starkow. Anlässlich des 300. Geburtstages von Carl Philipp Emanuel Bach, dem zweiten Sohn Johann Sebastians, bietet das Ensemble „Accentus“ seine Werke dar. Im Freilichtmuseum Klockenhagen vor der alten Mühle spielt die Pianistin Ulrike Mai Werke der Romantik aus dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert oder impressionistische Stimmungsbilder wie „Undine“ von Claude Debussy. Ein Klassiker ist die Veranstaltung „Swimming Piano“. Dabei wird auf dem Teich vor dem Schloss Schlemmin ein Piano schwimmen, auf dem das Duo „Appassionata“ die Mondscheinsonate zum Besten gibt. Vom Bahnsteig des alten Bahnhofs in Bresewitz schauen Besucher über die Salzgraswiesen bis zum Bodden. Hier lebt der Schlagzeuger und Percussionist Dan Müller, der mit der Formation „La Banda Ritmo Cubano“ auftreten wird. Angekündigt ist ein Cocktail aus Fröhlichkeit, Leidenschaft und Melancholie. Musik in der Tradition des „Buena Vista Social Clubs“ wird gespielt, und Gäste können Salsa, Cha-Cha-Cha und Rumba genießen oder tanzen.

Ungewöhnlich ist das Musikinstrument des Trios „Döller und Schwalk und Gerlach“. Thomas Döller entwickelte 2010 eine Kohle-Titan-Flöte für das Projekt Kulturhauptstadt Ruhr, deren Klang Musikliebhaber am 31. Juli im Park der „Alten Schmiede“ in Hessenburg / Saal erleben können. Den sogenannten „Elfen-Blues“ gibt es von Uwe Kropniski auf seiner Solo-Gitarre im „Schlösschen Sundische Wiese“ in Zingst. Dabei macht die Lage des Veranstaltungsortes Zingst mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft es den Zuhörern leicht, sich bei seiner Virtuosität auf der Gitarre, die in der Fachpresse mit der von Jimi Hendrix oder Keith Jarret verglichen wird, Fabelwesen vorzustellen. Unter www.naturklaenge.net gibt es das Gesamtprogramm der Reihe „Naturklänge“ mit den acht Konzerten zum Nachlesen. Weitere Informationen: Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst e.V., www.fischland-darss-zingst.de

Eröffnung der „HOMUNKULUS Figurensammlung“

Neue, ganzjährige touristische Attraktion in Vitte

Figurensammlung Homunkulus Hiddensee (Architekturentwurf: Prof. Johanne Nalbach, Berlin), Quelle: www.homunkulus.de21.3.2014 – Eine neue Attraktion in Vitte auf Hiddensee – die „HOMUNKULUS Figurensammlung“ des Figurentheaters Seebühne Hiddensee ist für Besucher geöffnet. „Viele hundert Puppen, die zum Ensemble der Seebühne gehören, waren bisher nur während der Vorstellungen zu sehen. Jetzt erhält die umfangreiche Sammlung einen Ort, in dem die Figuren gebührend präsentiert werden. Vitte ist nun um eine ganzjährige touristische Attraktion reicher“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag in Vitte. Für das Museum wurde ein ehemaliges Waschhaus umgebaut und ein neues Gebäude nach den Entwürfen der Berliner Architektin Johanne Nalbach in unmittelbarer Nachbarschaft der Seebühne Hiddensee errichtet. Zusätzlich ist in dem Museum ein Café untergebracht. „Mit dem neuen Angebot für Urlauber und Einheimische sind zwei Dauerarbeitsplätze und ein Saisonarbeitsplatz entstanden“, sagte Glawe. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 500.000 Euro wurde mit rund 210.000 Euro aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt Die Seebühne Hiddensee ist seit 17 Jahren in Vitte ansässig. Schwerpunkt des Theaters ist die Aufführung von Kammerspielen mit Theaterpuppen. Das Museum „HOMUNKULUS Figurensammlung“ ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Internationales Festival der zeitgenössischen Kunst weckt Sehnsüchte

Das Künstlerhaus Lukas als Ausstellungsstätte des "Zuflucht"- Festivals, Foto: Künstlerhaus Lukas 	TMV – Unter dem Leitthema „Zuflucht – von der Sehnsucht des Paradieses“ ist das internationale und interdisziplinäre Festival der zeitgenössischen Kunst im Künstlerort Ahrenshoop auf Fischland-Darß-Zingst eröffnet worden. Bis Oktober 2014 laden Kunstschaffende in ihre Ateliers sowie zu Konzerten, Lesungen, Videokunstschauen und Kunstausstellungen auf der Halbinsel und an weiteren Orten in Mecklenburg-Vorpommern ein. Anlass für die Präsentationsreihe sind gleich mehrere Jubiläen, die 2014 zwischen Ostsee und Bodden gefeiert werden: 20 Jahre Künstlerhaus Lukas als eines der ältesten Künstlerhäuser Deutschlands, 20 Jahre Neues Kunsthaus als Forum der zeitgenössischen Kunst in Ahrenshoop und 20 Jahre Edition Hohes Ufer Ahrenshoop, der gemeinsamen Edition beider Häuser. Weitere Informationen: www.zuflucht2014.de

Mobile Open-Air-Bühne für Theater Vorpommern

Glawe: Angebot für Besucher wird erweitert

6.12.2013 – Das Theater Vorpommern plant für die Ostseefestspiele 2014 den Kauf einer mobilen Open-Air-Großbühne, um während der Sommersaison in Stralsund, Greifswald, Heringsdorf, Ribnitz-Damgarten und Binz verschiedene Inszenierungen aufzuführen. „Die Ostseefestspiele haben sich zu einem kulturellen Geheimtipp der Sommersaison für Touristen und Einheimische entwickelt. Jetzt wird das Angebot erweitert. Die mobile Bühne geht auf Tournee und spielt in fünf Orten, um noch mehr Zuschauer zu erreichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Samstag in Stralsund. Geplant ist die Anschaffung einer mobilen Open-Air-Bühne mit einem Zuschauerraum für 1.375 Besucher, davon 975 Tribünenplätze, sowie die notwendigen bühnentechnischen Anlagen. Wirtschaftsminister Glawe hat eine Zusicherung übergeben. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 998.250 Euro wird vom Wirtschaftsministerium, wenn alle Unterlagen vollständig eingereicht und geprüft worden sind, voraussichtlich mit Infrastrukturfördermitteln in Höhe von rund 889.000 Euro unterstützt. Die Ostseefestspiele finden in der Zeit vom 28. Mai bis zum 30. August 2014 statt. Es sind insgesamt 44 Open-Air-Aufführungen geplant, davon 17 in den Hansestädten Stralsund und Greifswald sowie 27 in Heringsdorf, Ribnitz-Damgarten und Binz. Nach Theaterangaben werden neben einigen Gastspielen das Musical „Die Abrafaxe“, das moderne amerikanische Märchen „Der Zauberer von Oz“ und vier popsinfonische Konzerte unter dem Leitmotiv „Sommer“ gespielt.

Kreidemuseum auf Rügen erweitert

Glawe: Gefragtes Angebot wird ausgebaut

Foto/Quelle: Kreidemuseum GummanzSchwerin 2.9.2013 – Das Kreidemuseum in Gummanz auf Rügen (Gemeinde Sagard) erweitert seine Kapazitäten. Geplant ist ein Anbau. „Das Museum hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Das Interesse der Gäste ist groß, jetzt werden die Ausstellungsflächen vergrößert. Dies ist auch ein Ergebnis der gestiegenen Nachfrage und das freut mich umso mehr“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Bis zu 25.000 Gäste besuchen das Museum jährlich, geplant waren mal bis zu 15.000 im Jahr. In Gummanz wurde ein ehemaliges Fabrikgebäude zum Kreidemuseum umgebaut. Seit 2005 hat das Museum geöffnet. Ein Schwerpunkt bildet dabei das Gestein „Rügener Schreibkreide“ aus verschiedenen Perspektiven. Zum Museum gehören ein Naturlehrpfad, eine Freilichtausstellung und das Museumsgebäude selbst. Mit Filmen, Demonstrationstafeln, Hörstationen und Modellen werden die Geschichte des seit 1720 begonnenen Kreideabbaus und die Geologie der Kreide dargestellt. „Rügen ist für seine Kreidefelsen weltberühmt. Den wenigsten Besuchern ist bekannt, dass die Verarbeitung der Kreide ein bedeutender Industriezweig war beziehungsweise ist. Die regionale Besonderheit der Insel wird durch das Museum insgesamt noch besser betont“, so Glawe weiter. „Da die gesamte Insel Rügen auf mehreren hundert Meter mächtigen kreidezeitlichen Ablagerungen steht, andererseits aber eiszeitgeprägt und relativ jung ist, möchten wir unseren Besuchern auf moderne Weise auch Rügens Entstehung und Fortbestand mit allen geologisch bedingten Konsequenzen nahe bringen“, sagt Manfred Kutscher, Initiator und einer der Geschäftsführer des Kreidemuseums. „Nach Fertigstellung des Vorhabens können Einheimische und Gäste ein verbessertes touristisches Angebot nutzen. Insbesondere witterungsunabhängige Maßnahmen sind für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern wichtig. Wir brauchen mehr solche Anreize, um im touristischen Wettbewerb weiter mithalten zu können“, so Glawe abschließend. Das Vorhaben wird unter anderem mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), Bund und Land in Höhe von rund 473.660 Euro gefördert.

Große Kunst im kleinen Ort – Neues Kunstmuseum in Ahrenshoop eröffnet

Mit 7,7 Millionen Euro teurem  Neubau entsteht europäisches Kunst- und Kulturportal / Jährlich 60.000 Besucher erwartet

Neue Heimstatt für die Kunst: Das Kunstmuseum Ahrenshoop, Grafik: Kunstmuseum Ahrenshoop/Staab Architekten Berlin	TMV 30.8.2013 – Ahrenshoop untermauert seinen Status als künstlerisches Zentrum an der Ostsee: Nach rund zweijähriger Bauzeit öffnet das neue Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst seine Pforten. Das Museum, das auch als Forschungszentrum für die universitäre Arbeit dienen soll, ist als Stiftermuseum mit erheblichem bürgerschaftlichem Engagement errichtet worden und wird in ständigen und wechselnden Ausstellungen die bis heute andauernde, lebendige Entwicklung des Künstlerortes sowie der angrenzenden Küstenregion nachhaltig belegen. „Das neue Kunstmuseum Ahrenshoop stärkt den Ruf Mecklenburg-Vorpommerns als Land, in dem sich Kultur- und Naturgenuss zu jeder Jahreszeit ideal verbinden“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist bemerkenswert, wie es durch bürgerschaftliches Engagement gelungen ist, ein Vorhaben von dieser Größe in einem 700-Seelen-Ort umzusetzen“, so Bretschneider weiter. Ab dem 31. August können Kunstinteressierte in der Eröffnungspräsentation „Um uns ist ein Schöpfungstag – von der Künstlerkolonie bis heute“ täglich zwischen 11.00 und 18.00 Uhr eine Gesamtvorstellung vom künstlerischen Erbe der Malerkolonie bekommen und Höhepunkte aus 120 Jahren Kunstgeschichte der Küstenlandschaft von Fischland/Darß bis Usedom erleben. Gerechnet wird mit rund 60.000 Besuchern im Jahr.

Mit einem Investitionsvolumen von 7,7 Millionen Euro soll das museale Großprojekt in Ahrenshoop zu einer Landmarke der Region und auch im internationalen Kontext als europäisches Kulturportal beachtet werden. Der Bestand der eigenen Sammlung umfasst bereits mehr als 500 Bilder und zudem Grafikkonvolute. Das Sammlungskonzept des Hauses berücksichtigt die Zeit der Gründerjahre der Künstlerkolonie und die sich anschließenden Entwicklungen kunstgeschichtlich relevanter Positionen des 20. Jahrhunderts. Auch zeitgenössische Perspektiven werden einbezogen, um den Blick für Zukunftsentwicklungen zu öffnen und eine Plattform für eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung zu bieten. Der Museumsneubau liegt auf einem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hauptstraße von Ahrenshoop und besteht aus vier Ausstellungshäusern und einem Multifunktionalhaus, die im Erdgeschoss durch ein Foyer verbunden sind. Entworfen wurde das Museum von dem Berliner Architekturbüro Volker Staab, das als Sieger aus einem international ausgeschriebenen Wettbewerb hervorging. Der Schlüssel zum architektonischen Konzept des Museums liegt in der rund 120-jährigen Geschichte der Künstlerkolonie. Bei vielen Künstlern ist eine tiefe Verbundenheit der Landschaft und der baulichen Tradition dieser Region zu spüren. Das architektonische Konzept des Kunstmuseums stellt den Versuch dar, diesen ländlichen Bautypus in eine zeitgemäße Museumsarchitektur zu integrieren.

Hintergrund: Errichter und Betreiber des Museums ist die Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop, die derzeit von über 100 Stiftern getragen und von mehr als 370 Vereinsmitgliedern unterstützt wird. Dieses Engagement wird ergänzt durch eine anteilige Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Weitere Informationen: www.kunstmuseum-ahrenshoop.de

Haisammlung an Deutsches Meeresmuseum übergeben

Haisammlung des Deutschen Meeresmuseums , Foto: Deutsches Meeresmuseum StralsundTMV – Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat eine rund 200 Exponate umfassende Haisammlung erworben. Neben Flossenpräparaten und Eihüllen bilden 67 Haigebisse von 51 verschiedenen Haiarten, darunter das eines Moka-, eines Reißzahn- und eines gewöhnlichen Sägehais, den Schwerpunkt der Sammlung. Ab sofort sind drei der Haigebisse in der Ausstellung „Mensch und Meer“ in der Katharinenhalle des Meeresmuseums zu sehen. Zukünftig soll dem Thema „Haie“ eine eigene Dauerausstellung gewidmet werden. Der Kauf des umfangreichen Bestands an Präparaten wurde durch den Förderverein der Stiftung Deutsches Meeresmuseum ermöglicht. Weitere Informationen: www.meeresmuseum.de

Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee erfindet sich neu

Wird neu gestaltet und erweitert: Das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee, Foto: Robert OttTMV 14.6.2013 – Das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee wird neu gestaltet und erweitert. Mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Rügen, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Freundeskreises der Gerhart-Hauptmann-Stiftung werden die historischen Räume und Außenanlagen von Hauptmanns ehemaligem Sommerhaus überarbeitet. Besonderer Wert wird auf die Verbindung zwischen Authentizität und Erklärungsangeboten gelegt. Ein Ausstellungskomplex mit einer neuen Dauerausstellung im 2012 eröffneten Literaturpavillon sollen das Schriftstellerhaus bereichern und zum Verweilen, Lesen, Hören und Sehen einladen. Ab Herbst können Besucher die ersten neuen Ausstellungseinheiten besichtigen; das Gesamtprojekt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Weitere Informationen: www.hauptmannhaus.de

Künstlerort Ahrenshoop: mit 7,7 Millionen Euro teurem Museumsneubau entsteht ein europäisches Kunst- und Kulturportal / Jährlich 60.000 Besucher erwartet

Kunstmuseum Ahrenshoop, Modell, staab Architekten BerlinTMV 12.6.2013 – Im Spätsommer ist Mecklenburg-Vorpommern um eine Attraktion reicher: Am 2. September eröffnet das Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst seine Pforten. „Um uns ist ein Schöpfungstag – von der Künstlerkolonie bis heute“, lautet der Titel der Eröffnungsausstellung. Sie präsentiert Höhepunkte aus 120 Jahren Kunstgeschichte der Küstenlandschaft vom Fischland und vom Darß bis Usedom und möchte einen Begriff von der Qualität, Vielfalt, Opulenz und Problemhaltigkeit der mit Ahrenshoop verbundenen Kunst geben. Ausgangspunkt ist die Künstlerkolonie Ahrenshoop mit Werken von deren Hauptakteuren wie Paul Müller-Kaempff, Friedrich Wachenhusen oder Elisabeth von Eicken. Die „Sommergäste“ der Klassischen Moderne sind mit bedeutenden Namen vertreten, darunter Marianne von Werefkin, Lyonel Feininger, Max Pechstein, Max Kaus und Ernst Wilhelm Nay. Aber auch weniger bekannte Protagonisten moderner Kunst aus den Jahren des Kaiserreiches, der Weimarer Republik, der Inneren Emigration im Nationalsozialismus und der Zeit nach 1945 sind mit ihren Werken im neuen Museum zu finden. Die gezeigten Werke stammen aus den Sammlungen der Stiftung Kunstmuseum, der Gemeinde und des Förderkreises Ahrenshoop, ergänzt um Leihgaben aus namhaften Museen und Privatbesitz. Der Museumsneubau entsteht auf einem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hauptstraße von Ahrenshoop und wird aus vier Ausstellungshäusern und einem Multifunktionalhaus bestehen, die im Erdgeschoss durch ein Foyer verbunden sind. Entworfen wurde das Museum von dem Berliner Architekturbüro Volker Staab, das als Sieger aus einem international ausgeschriebenen Einladungswettbewerb hervorging.

Der Schlüssel zum architektonischen Konzept des Museums liegt in der rund 120-jährigen Geschichte der Künstlerkolonie. Bei nahezu allen Werken ist eine tiefe Verbindung der Landschaft und der baulichen Tradition dieser Region zu spüren. Das architektonische Konzept des Kunstmuseums stellt den Versuch dar, diesen ländlichen Bautypus in eine zeitgemäße Museumsarchitektur zu integrieren. Das Museum, das auch als Forschungszentrum für die universitäre Arbeit dienen soll, wird in ständigen und wechselnden Ausstellungen die bis heute andauernde, lebendige Entwicklung des Künstlerortes und der angrenzenden Küstenregion nachhaltig belegen. Der Bestand der eigenen Sammlung umfasst bereits mehr als 500 Bilder und zudem Grafikkonvolute. Das weitere Sammlungskonzept des Hauses berücksichtigt die Zeit der Gründerjahre der Künstlerkolonie und die sich anschließenden Entwicklungen kunstgeschichtlich relevanter Positionen des 20. Jahrhunderts. Auch zeitgenössische Perspektiven werden einbezogen, um den Blick für Zukunftsentwicklungen zu öffnen und eine Plattform für eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung zu bieten.

Mit einem Investitionsvolumen von 7,7 Millionen Eurosoll das museale Großprojekt zu einer Landmarke der Region und auch im internationalen Kontext als europäisches Kulturportal beachtet werden. Das Museum wird als Stiftermuseum mit erheblichem bürgerschaftlichem Engagement errichtet und betrieben. Die Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop wird derzeit von über 100 Stiftern getragen und von mehr als 350 Vereinsmitgliedern unterstützt. Dieses Engagement wird ergänzt durch eine anteilige Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern. Bauherr und Träger der Stiftung ist der Verein der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Ahrenshoop e. V.

„Das neue Kunstmuseum stärkt den Ruf Ahrenshoops als Ort, in dem sich Kultur- und Naturgenuss zu jeder Jahreszeit ideal verbinden. Es ist bemerkenswert, wie es durch bürgerschafliches Engagement gelungen ist, ein Vorhaben von der Größe in dem 700-Seelen-Ort umzusetzen“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Guenter Roese, der Initiator und Vorsitzende des Kunstmuseums Ahrenshoop e. V., fügte hinzu: „Schon der architektonische Zuschnitt des Museums sowie die Relevanz der Kunstwerke und Sammlungen sind für diese Region einzigartig. Sie werden der herausragenden Bedeutung Ahrenshoops als Katalysator unterschiedlichster Kunstströmungen gerecht, die zudem die gesellschaftspolitischen Umbrüche der Zeit spiegeln. Dies ist auch im internationalen Kontext einmalig.“ Weitere Informationen: www.kunstmuseum-ahrenshoop.de

Figurentheatermuseum entsteht in Vitte

Glawe: Neue touristische Attraktion für Hiddensee

(PM/WM 6.5.2013) – Eine neue touristische Attraktion ist ab Ende Juli auf der Insel Hiddensee zu besuchen: In Vitte entsteht ein Figurentheatermuseum. „Hiddensee wird um eine touristische Attraktion reicher. Mit diesem neuen Angebot können Urlauber und Einheimische ein interessantes Freizeitangebot genießen. Insbesondere witterungsunabhängige und ganzjährige Maßnahmen sind für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern wichtig. Wir brauchen mehr solche Anreize, um im touristischen Wettbewerb mit anderen Bundesländern mithalten zu können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag vor Ort. Das Theatermuseum soll mit Ausstellungen von Figuren und Inszenierungen aus dem Fundus sowie weiterer in- und ausländischer Theater bestückt werden. Zusätzlich sind unter anderem Lesungen, thematische Veranstaltungen und Seminare geplant. Zur Umsetzung des Projektes wird das ehemalige Waschhaus umgebaut sowie ein neues Gebäude errichtet, in dem neben der Ausstellung auch ein Cafébetrieb vorgesehen ist. Weiterhin sollen zwei neue Dauerarbeitsplätze und ein Saisonarbeitsplatz entstehen. „Die Seebühne ist bereits seit einigen Jahren auf Hiddensee etabliert. Mit der Ergänzung des Angebotes um ein Museum in Kombination mit Aufführungen wird ein weiteres kulturelles Highlight für die Region entstehen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 500.000 Euro wird mit rund 210.000 Euro aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt „Die finanzielle Unterstützung des Figurentheaters ist ein gutes Beispiel für den Einsatz von EU-Mitteln in Mecklenburg-Vorpommern. Im Alltag steckt viel mehr EU als viele vermuten“, sagte Glawe. Darüber hinaus unterstützt das Wirtschaftsministerium den Neubau eines Sanitärgebäudes auf der Insel. Wirtschaftsminister Glawe hat heute einen Zuwendungsbescheid an den Amtsvorsteher des Amtes West Rügen Frank Martitz in Samtens übergeben. Die Gesamtinvestitionen für die Maßnahme betragen rund 790.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium reicht an die Gemeinde Fördermittel in Höhe von rund 663.000 Euro aus der GRW und dem ELER aus.

Noch bis zum 12. Mai 2013 findet die Internationale Europawoche statt. Seit 1994 veranstalten die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung, der EU-Kommission und dem EU-Parlament jährlich im Mai eine Europawoche mit unterschiedlichen Veranstaltungen. Ziel ist es, unter anderem über den Einsatz von EU-Fonds zu informieren. In Mecklenburg-Vorpommern stehen in der Förderperiode 2007 bis 2013 rund 1,25 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Die Mittel werden unter anderem in der Investitionsförderung bei Unternehmen und für Infrastrukturförderung eingesetzt. Aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden in diesem Zeitraum 417 Millionen Euro für Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt. Zu den Schwerpunktbereichen gehören unter anderem die Förderung der Berufsausbildung und des lebenslangen Lernens.

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Alte Weberei in Ahrenshoop

Glawe: Treffpunkt und Seminarhaus

Schwerin 14.9.2012 – Die „Alte Weberei Ahrenshoop“ ist von einem ehemaligen Wohn- und Werkstatthaus zu einem Seminarhaus mit Ferienappartements umgebaut worden. „Mit viel Liebe zum Detail und unter rein ökologischen Gesichtspunkten wurde ein Ort der Begegnung und kulturellen Veranstaltungen geschaffen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Freitag bei einem  Besuch. Das Land unterstützt die Investitionen mit einer Förderung von 153.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Entstanden sind sechs neue Appartements zur Vermietung an Feriengäste und Seminarteilnehmer, darunter ein „Musiker– Appartement“, welches durch eine spezielle Schalldämmung Instrumentalisten und Sängern ein störungsfreies Üben ermöglichen soll. Büro, Künstlergarderobe, sanitäre Anlagen, Sauna und Haustechnik haben im ehemaligen Keller Platz gefunden. Das Grundstück wurde ebenfalls aufwendig umgestaltet. Es ist das erste Seminarhaus dieser Art in Ahrenshoop und bietet dadurch ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten. Neben künstlerischen Angeboten werden Kurse und Veranstaltungen zu Themen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Pädagogik und Gesundheit angeboten.

Advertisements

Veröffentlicht 27. August 2012 von Martina Wichor