Kirche

Sanierungsarbeiten im Stralsunder Kloster St. Johannis

Glawe: Erhaltung eines kulturhistorischen Schmuckstücks

Hansestadt Stralsund, Franziskanerkloster St. Johannis, Foto: Joachim KloockDie Klosteranlage St. Johannis in Stralsund wird weiter saniert. Neben Maßnahmen der Dach- und Fenstererneuerungen wird der Räucherboden zur Archivnutzung ausgebaut. „Eines der ältesten Bauwerke Stralsunds erstrahlt in neuem Glanz“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin. „Vor allem der Räucherboden ist eine kulturhistorische Rarität und dieses Schmuckstück wollen wir durch die notwendigen Arbeiten erhalten.“ Geplant sind die Installierung einer mechanisch unterstützenden Entlüftung, die Errichtung eines Unterdaches direkt auf die ehemaligen Klosterbuden, die Aufarbeitung der Bleiverglasungen und Holzfenster sowie die Beseitigung der vordringlichsten Schäden an den Dächern. Die Gesamtkosten für die Erneuerung des Johannisklosters belaufen sich auf über 2 Millionen Euro. Die Gesamtfinanzierung der Sanierung erfolgt aus Mitteln des Bundes, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Stadt Stralsund im Rahmen des Investitionsprogramms „Nationale UNESCO-Welterbestätten“. „Mitten in der Altstadt gelegen hat sich die Klosteranlage zu einem beliebten Anlaufpunkt für Stralsunder und Besucher entwickelt“, sagte Glawe.

Das Johanniskloster zu Stralsund wurde im Jahre 1254 als Kloster der Franziskaner am Strand des Strelasundes errichtet. Die Besonderheit des Johannisklosters ist die historisch gewachsene Mischung verschiedener Stilepochen. Es lassen sich Elemente der Gotik, des Barocks und des Klassizismus ausmachen. Heute beherbergt das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis das Stadtarchiv der Hansestadt Stralsund. Aus den zurückliegenden Jahrhunderten haben sich etwa 9.000 Urkunden, 3.000 laufende Meter Akten, Register und Protokolle angehäuft. Unter anderem liegt dort die Stadtgründungsurkunde vom 31.Oktober 1234. Die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Altstadtinsel“ in Stralsund wurde 1991 in die Städtebauförderungsprogramme aufgenommen. Mit dieser Unterstützung wurden unter anderem das Rathaus und die Ossenreyerstraße saniert sowie das Ozeaneum unterstützt. Seit 2002 ist die historische Altstadt von Stralsund als Kulturdenkmal in der Welterbeliste der UNESCO vertreten. Ausschlaggebendes Kriterium war der Erhalt der mittelalterlichen Grundrissstruktur der Altstadt.

Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, 27. 2. 2013

19. 1. 2013, 20.00 Uhr, Klinikumskirche Krankenhaus West, Stralsund

Jan Vogler spielt Solosuiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach: Suite Nr. 1 G-Dur, Nr. 5 c-Moll und Nr. 6 D-Dur

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Die Stadtkirche St. Marien in Ribnitz

Die Stadtkirche St. Marien Ribnitz, ein Backsteinbau mit weithin sichtbarem Turm, steht in der östlichen Altstadt direkt am Marktplatz. Schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Ribnitz (rybanitz – Fischort) im Jahre 1233 ist an dieser Stelle eine Kirche erbaut worden. Der alte Rundbogenfries auf der Westseite des Kirchenschiffes weist auf den Anfangspunkt des Baues der St. Marien-Kirche hin.

Die Stadtkirche St. Marien in Ribnitz, Foto: Joachim Kloock Die Stadtkirche St. Marien in Ribnitz, Foto: Joachim KloockDie Stadtkirche St. Marien in Ribnitz, Foto: Joachim KloockDie Stadtkirche St. Marien in Ribnitz, Foto: Joachim KloockNach einer Erweiterung in östlicher Richtung und dem Anbau des Chores nach dem Stadtbrand 1455 hat die Marienkirche ihren bis heute gültigen Grundriss der Ost-West-Achse erhalten. Das Querschiff wurde 1803/04 abgetragen. Der Turm, heute 49 Meter hoch (bis zur Spitze des Kreuzes rund 55 m), maß ursprünglich um die 100 Meter und war in den damaligen Seekarten als Landmarke eingezeichnet. Vermutlich wurde er nach dem Stadtbrand von 1455 erbaut. Seine 214 Stufen führen hoch zur Aussichtsplattform. Von ihr bietet sich ein herrlichen Blick über Ribnitz und die Boddenlandschaft. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Petrikirche und die Marienkirche von Rostock zu sehen – auch die im Hafen ein- und auslaufenden Schiffe kann man dann beobachten.

Im Jahr 1560 wurden in der St. Marien – Kirche noch 16 vergoldete Altäre gezählt. Beim letzten großen Stadtbrand von 1759 brannte die Kirche bis auf die Grundmauern ab. Doch bereits 10 Jahre später konnte die Gemeinde wieder in die Kirche einziehen. Ausgemauerte Holzstützen trugen ein verputztes Holztonnengewölbe, welches durch ein Mansardendach abgedeckt wurde. Zu dieser Zeit erhielt die Kirche ihre barocke Ausstattung – Altar und Kanzel. An die Stelle der Kanzel über dem Altar kam das Gemälde „Die Beweinung“ von Suhrlandt (Ludwigslust). Die Orgel der Marienkirche wurde 1994 von der Orgelbaufirma Jehmlich (Dresden) erbaut. Das Instrument hat 38 Register (Schleifladen) auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen elektrisch.

Der Text wurde freundlicherweise von der Stadtkirche Ribnitz zur Verfügung gestellt.

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Veröffentlicht 19. Oktober 2012 von Martina Wichor